DE2224088A1 - - Google Patents
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- Polyesters Or Polycarbonates (AREA)
Description
PATENTANWALTS! 0 BG
HOMSEN - TlEDTiCE - DÜHLING
PATENTANWÄLTE
Dipl.-Chem.Dr.D.Thomsen Dipl.-Ing. W. Welnkauff
Dipl.-Ing. H. Tiedtke (Fuchehohl 71)
Dipl.-Chem. G. Bühling Dipl.-Ing. R. Kinne
Dipl.-Chem. Dr. U. Eggers
8000 München 2
Kaiser-Ludwig-Platze 17. Hai 1972
Imperial Chemical Industries Limited London (Großbritannien)
Verfahren zur Herstellung von Hochpolyme'ren
Die Lrfindung bezieht sich auf die Herstellung von
hoch-polymeren Polyestern von aromatischen Dicarbonsäuren und
zweiwertigen Alkoholen.
Hochpolymere Polyester von aromatischen Dicarbonsäuren
und zweiwertigen Alkoholen sind dafür bekannt, daß sie wertvolle thermoplastische Materialien sind, welche zu Filmen,
Fasern unü geformtenvGegenständen mit einer gewünschten Kombination
von physikalischen und chemischen Eigenschaften um-1 ' gesetzt werden können. Beispiele für solche Polyester sind
diejenigen, üie beispielsweise aus Terephthalsäure oder 1,2-Ui-(p-carboxyphenoxy)äthan
und Äthylenglycol oder Butan-1,4-ciiol
oder 1,4-dihydroxymethylcyclohexan hergestellt werden.
209851/1177
Mündliche Abreden, Insbesondere durch Telefon, bedürfen schriftlicher Bestätigung
Postichack (Münchtn) Kto. 118974 Dretdntr Bank (Manchen) Kto. 5 SW 70»
Es sind viele Verfahren zur Herstellung dieser Polyester vorgeschlagen worden, jedoch verlaufen diese im
allgemeinen über die Bildung des Bis(zweiw.Alkohol)esters der aromatischen
üicarbonsäure una die Polykondensation dieses Zwischenproduktes zu hoch-polymeren Polyestern unter Verlust des
zweiwertigen Alkohols aurch Erhitzung in geschmolzenem Zustand unter vermindertem Druck. Der Bisester kann beispielsweise durch
Umsetzung aer aromatischen Dicarbonsäure oder eines esterbildenden Derivates hiervon, beispielsweise eines Dialkylesters,
mit dem zweiwertigen Alkohol oder durch Umsetzung der Dicarbonsäure mit einem esterbildenden Derivat des Alkohols, beispielsweise
Äthylenoxyd oder Äthylencarbonat im Falle von Äthylenglykol,
gebildet werden. Das Verfahren der Umsetzung der Säure mit dem zweiwertigen Alkohol wird allgemein als direkte
Veresterung bezeichnet, wogegen die Umsetzung des Dialkylesters mit dem zweiwertigen Alkohol allgemein als Umesterung
bezeichnet wirci.
Um also nicht die hoch erwünschten charakteristischen Eigenschaften des hoch-polymeren Polyesters von zweiwertigen
Alkoholen und aromatischen Dicarbonsäuren zu modifizieren, zu schwächen oder zu verlieren, ist es normalerweise bevorzugt, daß
aas polykondensierbare Material im wesentlichen vollständig
aus einem oder mehreren Bis(zweiw. Alkohol)estern von aromatischen
Dicarbonsäuren besteht. Jedoch kann die Anwesenheit einer geringen Konzentration von anderem polykonuenüierbarem
Material gewünschtenfalls toleriert werden, beispielsweise zur Verbesserung der Anfärbbarkeit^ Beispielsweise kann bis
ORiGINAt INSPECTED
zu etwa 5 Mol % üer Menge des zweiwertigen Alkohols-in dem
Bisester oder den Bisestern durch mindestens eine andere '
polykondensierbare Dihydroxiverbindung und/oder bis zu etwa 5 Mol % der Menge der aromatischen Dicarbonsäure durch mindestens
eine andere Dicarbonsäure ersetzt werden. Bis zu etwa 5 Mol * des polykondensierbaren Gemisches kann ebenfalls gewünschtenfalls
aus anderem mono- oder polyfunktionellem Material bestehen. Ls ist jedoch gewöhnlich bevorzugt, daß mindestens
85 Mol.% und vorzugsweise mindestens 95 Mol % des polykondensierbaren Gemisches aus Bis(zweiw.Alkohol)estern von aromatischer
Dicarbonsäure oder einem Oligomer hiervon besteht.
Sowohl das Verfahren zur Bildung des Zwischenproduktes als auch aessen Umsetzung zu hoch—polymeren Polyestern durch
Polykondensation werden durch Verwendung von Katalysatoren unterstützt, welche im allgemeinen Metallverbindungen sind. Bei den
meisten üblichen Verfahren werden verschiedene Katalysatoren für die herstellung des Bis(zweiw.Alkohol)ester-Zwischenproauktes
und für die Polykondensation verwendet, während die Lrfindung ein verbessertes Verfahren für die Polykondensationsstufe
vorsieht.
In der britischen Patentschrift 1 046 831 ist ein Verfahren zur Herstellung von hoch—polymeren, linearen Polyestern
von aromatischen Dicarbonsäuren durch katalytische Polymerisation eines Bis(tu -Hydroxyalkyl) esters oder Bis(Hydroxy -
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cycloalkyl)esters der aromatischen Dicarbonsäure beschrieben,
wobei während der Polymerisation mindestens 0,05 %, bezogen auf das Gewicht des Dialkylesters der aromatischen Dicarbonsäure,
bestimmter spezifizierter Organophosphorverbindungen vorhanden sind. Die Polymerisation wird in üblicher Weise katalysiert,
beispielsweise mit Metallverbindungen, wie Antimontrioxyd.
In der britischen Patentschrift 1 013 573 ist eine Polyestermasse beschrieben, bestehend aus:
(1) einem hoch-polymerisierten Polyester, der aus einer
difunktionellen Säurekomponente, enthaltend mindestens 80 Mol % Terephthalsäure, und einer zweiwertigen Alkoholkomponente,
enthaltend mindestens 75 Mol % eines PoIymethylenglykols
oder eines alizyklischen Glykols, abgeleitet ist und
(2) 0,1 bis 20 Mol % (bezogen auf die difunktioneile Säurekomponente)
eines definierten Additivs, welches ein Sulfonamid, Phosphonat oder Phosphinat ist. Der Polyester
wird auf übliche V/eise hergestellt, beispielsweise durch eine Polykondensationsreaktion, katalysiert durch eine
MetallVerbindung, wie Antimontrioxyd, wobei das Additiv
vor, während oder nach der Polykondensationsreaktion hinzugegeben wiru.
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In der britischen Patentschrift 1 155 005 ist ein Verfahren beschrieben, das darin besteht, daß in einer ersten
Stufe eine Dicarbonsäure oder ein Gemisch von Säuren, von dem mindestens 80 Mol % Terephthalsäure ist, oder ein niederer
aliphatischer Ester hiervon mit einem Glykol umgesetzt wird, zur Erzeugung eines Diglykolesters der Dicarbonsäure oder dessen
Oligomeren, und in einer zweiten Stufe der Diglykolester aer dessen Oligomeres zur Erzeugung eines Polyesters polykon- ·
densiert wird, wobei mindestens die Reaktion der zweiten Stufe durchgeführt wird in Gegenwart von:
(a) einer Cerium- oder Lanthanverbindung, welche in den Diglykolester
der* Dicarbonsäure oder dessen Oligomeren löslich ist und
(b) einer definierten Aralkylphosphonsäure oder eines entsprechenden
Esters.
In der britischen Patentanmeldung 19 286/70 (korrespondierend mit der holländischen Auslegeschrift Nr. 7 105 372)
ist beschrieben:
Ein zweistufenverfahren zur Herstellung von hoch polymeren
Polyestern durch (1) Umesterung eines Gemisches, enthaltend einen Dialkylester einer aromatischen Dicarbonsäure
und einen zweiwertigen Alkohol und (2) anschließende Polykondensation des Bis(zweiw.Alkohol)esters der gebildeten aromatischen
Dicarbonsäure, wobei beide Stufen in Anwesenheit eines
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katalytischer* Systems durchgeführt werden, das aus einem Gemisch
eines Metallsalzes besteht, enthaltend ein schwachsaures Anion, einschließlich Oxyd, und eine Verbindung der Struktur
X1
X3 - Ο-'Δ » O
X3 - Ο-'Δ » O
. χ2
worin X1 -R oder -OR darstellt, X2 R ist und X3 H oder R ist,
wobei R eine einwertige Kohlenwasserstoffgruppe oder ein substituiertes Derivat hiervon darstellt und 'Δ ein Llement
der Gruppe Vb mit einer Atoitinummer größer als 7 ist.
Es wurde gefunden, daß vorteilhafte Ergebnisse uurch
die Verwendung bestimmter Katalysatoren für ciie Polykondensationsreaktion
in kontrollierten Mengen erhalten werden können.
Gemäß der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung eines hochpolymeren Polymeren durch Polykondensation eines polykondensierbaren
Materials, von dem mindestens 85 Mol% aus mindestens
einem Bis(zweiw.Alkohol)ester einer aromatischen Dicarbonsäure
oder eines Oligomeren hiervon bestehen, vorgesehen, wobei die
Polykondensation in Gegenwart eines Katalysators durchgeführt wird, bestehend aus einem Gemisch von
(a) einer Metallkomponente, die eine Verbindung von Zink, Mangan oder Aluminium ist, einschließlich eines anionischen
Liganaen, und
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(b) einer organischen Komponente, welche eine Verbindung der
Struktur
χ1
x3 - o-z = ο
ist, worin 16 ein Llement der Gruppe Vb des Periodensystems
mit einer Atomnummer größer als 7 darstellt, X -R oder -OR
ο 3
ist, X -R ist, X -H oder -R ist und jedes R, welche gleich ocier verschieden sein können r eine Kohlenwasserstoff gruppe oder eine substituierte Kohlenwasserstoffgruppe ist,
ist, X -R ist, X -H oder -R ist und jedes R, welche gleich ocier verschieden sein können r eine Kohlenwasserstoff gruppe oder eine substituierte Kohlenwasserstoffgruppe ist,
wobei üie Menge jeder Komponente 0,05 Gew.-% des polykondensierbaren
Materials nicht überschreitet.
Alle Angaben zum Periodensystem beziehen sich auf die Version des Periodensystems der Elemente, welche auf der
Innenseite aes Rückdeckels des Buches "Advanced Inorganic Chemistry" von F.A. Cotton und G. Wilkinson, 2. Ausgabe (1966),
Interscience Publishers, New York, London und Sydney, abgedruckt ist.
Vorzugsweise überschreitet die Menge jeder Komponente des Katalysatorgemisches nicht 0,05 Gew.-%, berechnet auf Basis
des Dimethy!esters der aromatischen Dicarbonsäure.
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Der Ausdruck "anorganischer Ligand" schließt Oxyd
ein, so daß beispielsweise Zinkoxyd eine geeignete metallische
Komponente des Katalysators ist.
Besonders geeignete anionische Liganden sind die Anionen schwacher Säuren, beispielsweise die Anionen organischer
Säuren, inbesondere organischer Carbonsäuren, oder die Anionen, ctie von enolisierbaren ß-Diketonen, beispielsweise Acetylaceton,
abgeleitet sinci. Es ist bevorzugt, daß die metallische Komponente
ein Salz einer aliphatischen Carbonsäure, beispielsweise ein Acetat, ist. Zinksalze sind besonders geeignet und daher
bevorzugt.
Bevorzugte Beispiele für die Gruppe R in der organischen Komponente sind Alkyl-, Aryl-, Aralkyl- und Cycloalkylgruppen,
insbesondere Alkylgruppen.
Vorzugsweise hat R 1 bis 8 Kohlenstoffatome, wie beispielsweise in Methyl, .Äthyl, isomerem Propyl, isomerem
Butyl, Hexyl, Cyclohexyl, Octyl und Benzyl. Während es.bevorzugt
ist, aaß R nicht mehr als acht Kohlenstoffatome enthält,
ist jedoch die Anwesenheit von mehr als acht Kohlenstoffatomen
in R, wie beispielsweise in Decyl, Dodecyl und Naphthyl,, nicht ausgeschlossen. Lines oder mehrere Wasserstoffatome in R können
gewünschtenfalls durch andere einwertige Atome oder Gruppen ersetzt sein, beispielsweise durch Halogenid, -NR1R''-,
-NO2 , -OOCR1, -COOR1, -COR1, -OR', -SO2OR' oder -OSO2R1,
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worin jeweils R1 und R1' Wasserstoff oder ein einwertiger Kohlenwasserstoffrest
mit beispielsweise 1 bis 6 Kohlenstoffatomen ist. Es ist bevorzugt, daß die substituierten Gruppen (sofern'
vorhanden) frei von Zerewitinoff-Wasserstoff sind, wenn die Reaktion aes Katalysators mit dem polykondensierbären Gemisch
vermieden werden soll. Vorzugsweise ist Z Phosphor, wenn die organische Komponente eine Phosphin- oder Phosphonsäure oder
ein entsprechender Ester ist. Z kann in gleicher Weise Arsen sein, und die Verwendung der schwereren Elemente der Gruppe VB
ist nicht ausgeschlossen.
Sehr geeignete Phosphorverbindungen sind Alkyldialkylphosphinate
oder Dialkylalkylphosphonate, in denen die Alkylgruppen, welche gleich oder verschieden sein können,
1 bis 6 Kohlenstoffatome enthalten.
Insbesondere wurde gefunden, daß die Kombination von Zinkazetat und.einem Phosphinat oder Phosphonat in der
Lage ist, die Reaktion bei Konzentrationen des Zinkazetats von nicht über 0,02 Gew.-%, bezogen auf den Dimethylester
der aromatischen lHcarbonsäure, zu katalysieren unter Entstehung
von Polyestern mit hoher Luminanz und geringer Vergilbung. Vorzugsweise überschreitet die Konzentration jeder
Katalysatorkomponente nicht 0,02 Gew.-% des Dimethylesters.
Die Erfindung ist insbesondere auf die Herstellung von Polyestern anwendbar, bei denen die Bicarbonsäure min-
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üestens 80 Mol * Terephthalsäure ist, jeaoch können andere
aromatische Säuren ebenfalls verwendet werden. Beispiele für andere aromatische Dicarbonsäuren sind Isophthalsäure und
zweikernige Dicarbonsäuren, beispielsweise die durch folgende Struktur dargestellte:
HOOC COOH
worin A eine direkte Bindung oder ein zweiwertiges Atom oder eine zweiwertige Gruppe ist, die unter den Reaktionsbedingungen
inert sind.
Beispiele für zweiwertige Alkohole, die verwendet wercien können, sind U^ ,(O-Polymethylenglykole, besonders
solche, uie ctie Struktur hO(CH2)χ0Η besitzen, worin χ 2 bis
ist; verzweigte aliphatische Diole, beispielsweise 3,3,5-Trimethylhexan-l,6-diol
und Neophentylglykol sowie alicyclische Diole, beispielsweise 1,4-Dihydroxymethylcyclohexan und
2,2,4-,4-Tetramethylcyclobutan-l,3-diol. Äthylenglykol und
Butandiol sind bevorzugt, insbesondere das erstere.
Die Menge des verwendeten Katalysators, berechnet auf Basis des Gewichtes der metallischen Komponente je hundert
des Gewichtes des Dimethylesters von Terephthalsäure (oder
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dem Äquivalent, wenn andere Säuren verwendet werden) kann im
Bereich von 0,0001 bis 0,05 %, vorzugsweise 0,005 bis 0,05 %
liegen. Die Menge der organischen Komponente beträgt vorzugsweise als Molarverhältnis zur metallischen Komponente 1:1 bis
Bei Verwendung des Katalysators in diesen Konzentrationen können schnelle Umsetzungen erzielt werden. Darüber hinaus
wurcte beobachtet, daß bei Verwendung von vielen der Katalysatoren
der Erfindung die Klarheit der Polyesterschmelze besser ist als diejenige von Polyestern mit hohem Molekulargewicht,
welche aus vielen Verfahren unter Verwendung üblicher Katalysatorsysteme erhalten werden, beispielsweise auf Basis von
nur Metallazetaten und Metalloxyden.
bin Vorteil des Verfahrens der Erfindung ist, daß die metallische Komponente und die organische Komponente, wie
vorstehend definiert, die einzigen essentiellen Bestandteile des Katalysators sind, und es ist nicht erforderlich, weitere
Katalysatoren, wie Antimontrioxyd, hinzuzugeben.
Das polykondensierbare Material kann auf übliche Weise durch direkte Veresterung oder durch Umesterung herge~
stellt werden. Es ist bevorzugt, daß das polykondensierbare Material durch direkte Veresterung aer aromatischen Dicarbonsäure
mit dem zweiwertigen Alkohol hergestellt wird.
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übliche Reaktionsbedingungen können für die PoIykondensationsreaktion
angewendet werden, und weitere Additive können vor, während oder nach der Reaktion zugegeben, werden,
beispielsweise zur Entglänzung, Stabilisierung, Pigmentierung und/oder anderweitigen Modifizierung des hoch-molekularen
Polyesterproduktes.
Die Erfindung wird nun durch folgende Beispiele näher erläutert.
Luminanz (L) und Vergilbung (Y), sofern gemessen,
wurden unter Verwendung eines "Colormaster"-Differentialkolorimeters,
hergestellt von Manufacturers Engineering and Equipment Corporation, bestimmt.
Es wurden zwei generelle Polymerisationsarbeitsweisen angewendet. Bei beiuen Methoden wurde ein Polymerisationsgefäß
mit Bis(2-Hydroxyäthyl)terephthalat beschickt, welches auf übliche
Weise entweder durch Umesterung von Dimethylterephthalat und iithylenglykol oder durch direkte Veresterung von Terephthalsäure
mit Äthylenglykol hergestellt worden war. Die Polykondensation wurde dann wie nachstehend beschrieben ausgeführt.
Bei Methode A wurde ein Glaspolykondensationsgefäß verwendet, welches mit einem Stickstoffeinlaß versehen war,
der unter das Niveau der Reaktionskomponenten eintauchte, wodurch eine Bewegung bewirkt wurde. Ebenfalls waren ein
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Vakuumabzug und Kondensationseihrichtungen für flüchtige Materialien vorgesehen.
Bei Methode B wurde ein rostfreier Stahlautoklav verwendet, der mit einem doppelschraubenförmigen Metallrührer
versehen war»
Bei beiden Methoden wurde Titandioxyd zugegeben, Wenn glanzloses Polymeres verlangt wurde. Die Temperatur wurde
dann auf 28o°C erhöht. Der Druck innerhalb des Gefäßes wurde auf ü(5 niiti Quecksilber abs. im Verlaufe einer Dauer von 30 min.
reduziert, und Erhitzung wurde bei 285°C während drei Stunden in üem Glasgefäß oder 1 1/2 Stunden in dem Stahlgefäß fortgesetzt*
Das polymere Reaktionsprodukt wurde auf Hartgußwalzen extrudiert, und die grundmolare Viskosität (IV) sowie die Werte
L und t wurden gemessen.
Die grundmolare Viskosität wurde aus uer relativen
Viskosität, gemessen in 1 %lger Lösung in o-Chlorphenol, bei
25°C# bestimmt.
Abkürzungenί Me * Methyl* fct =* Äthyl, iPx *= Iso-
Ph * Phenyl „ Ac β Azetat, Äcac = Asietylazetonat.
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Eine Reihe von Polymeren wurde durch Methode A mit 0,015 Gew.-% (bezogen auf Dimethylterephthalat) Zinkazetatdihydrat
und verschiedenen Phosphorverbindungen hergestellt. Die Lrgebnisse sind in folgender Tabelle zusammengestellt.
| Beispiel Nr.- |
Phosphorverbindung | Mol Phosphor je Mol Zink |
IV | L | Y |
| 1 | Me(Ph)P(O)OMe | 2 | 0.49 | 76 | 11 |
| 2 | Me(Ph)P(O)OMe | 1 | 0.52 | 85 | 7 |
| 3 | Me(Ph)P(0)Oh | 2 | 0.57 | 82 | 12 |
| 4 | Me(Ph)P(O)OH | 1 | 0.55 | 78 | Ib |
| 5 | Me2P (0) Oli | 2 | 0.55 | 77 | 12 |
| b | Mu2P(O)OH | 1 | 0.57 | 84 | 10 |
| 7 | Me2P(O)OMe | 1 | 0.58 | 80 | 18 |
Eine Reihe von Polymeren wurde unter Anwendung aer Methode A mit O,025 Gew.-% (bezogen auf Dimethylterephthalat)
Manganazetat mit verschiedenen Phosphorverbindungen hergestellt. Die Ergebnisse sind in folgender Tabelle zusammengestellt.
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| Beispiel Nr. |
Phosphorverbindung | Mol Phosphor je Mol Mangan |
IV | L | Y |
| 8 | (EtO) 2P(0)Me | 2 | 0.52 | 89 | 14 |
| 9 | (IPrO)2P(O)Me | 1 | 0.50 | 81 | 22 |
| 10 | Me(Ph)P(O)OMe | 2 | 0.50 | 87 | 8 |
| 11 | Me(Ph)P(O)OMe | 1 | 0.54 | 87 | 13 |
| 12 | Me2P(0)OH | 1 | 0.49 | 82 | 17 |
| 13 | Me2P(O)OMe | 1 | 0.5b | 81 | 24 |
Line Reihe von Polymeren wurde unter Anwendung der Methode L· mit 0,015 Gew.-% (bezogen auf Dimethylterephthalat)
Zinkazetatdihydrat und verschiedenen Phosphorverbindungen hergestellt.
In allen Fällen wurae O,38 Gew.-% Titandioxyd als
Mittel zur Entfernung des Glanzes zugegeben. Die Ergebnisse sind in folgender Tabelle zusammengestellt.
| Beispiel Nr., ,.„ |
Phosphorverbindung | Mol Phosphor ie Mol Zink |
IV | Farbe |
| 14 | (MeO)2P(O)OMe | 2 | 0.78 | weiß |
| 15 | Me2P(0)OH | 1 | 0.79 | Il |
| 16 | Ph2P(O)OH | 2 | 0.76 | Il |
| 17 | (EtO)2P(O)Et | 2 | 0.76 | Il |
| 18 | (EtO)2P(O)CH2Ph | 2 | 0.70 | Il |
| 19X | MePhP(0)OMe | 2 | 0.62 | Il |
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x Zinkatzetat durch Zinkoxyd (0,0055 Gew.-%, berechnet auf
Basis von Dimethylterephthalat) ersetzt.
Line Reihe von Polymeren wurde unter Anwendung der Methode B mit Aluminiumverbindungen und verschiedenen Phosphorverbindungen
als Katalysatoren hergestellt. In jedem Fall wurde 0,5 Gew.-% Titandioxyd als Entglänzungsmittel zugegeben. Die
Ergebnisse sind nachstehend aufgeführt.
| Metallver | Gew.-% | Mol | IV | η | Farbe | |
| Bei- Phosphorver | bindung | Metall | Phos- | 0.72 | ||
| spiel bindung | salz, bez. | phor- | 0.69 | |||
| Nr. | auf Di- | verbin- | ||||
| methyl- | dung | |||||
| terephtha- | je Mol | weiß | ||||
| Al (AcAc) 3 | lat | \luminiu | Il | |||
| 20 Me2P(O)OH | Al (AcAc) 3 | 0.036 | 3 | |||
| 21 (MeO)0P(O)Me | 0.036 | 3 | ||||
hß wurde ein Polymeres unter Anwendung von Methode B
rait O,015 Gew.-% (bezogen auf Dimethylterephthalat) Zinkazetatdihydrat
und 2 Mol Dimethylarsinsäure je Mol Zinksalz hergestellt. 0,38 Gew.-% Titanipxyd wurde als Entglänzungsmittel
zugegeben. Es wurde ein weißes Polymeres mit einer grundmolaren Viskosität von 0,72 erhalten.
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Claims (4)
- Patentansprüche• \/. Verfahren zur Herstellung von Hochpolymeren durch Polykondensation eines polykondensierbaren Materials, von dem mindestens 85 Mol-% aus mindestens einem Bis(zweiw.Alkohol)ester einer aromatischen Dicarbonsäure oder einem Oligomeren hiervon besteht, in Gegenwart eines metallischen Katalysators und ; einer Verbindung eines Elementes der Gruppe VB, dadurch gekennzeichnet, daß man als Katalysator ein Gemisch verwendet, bestehend aus(a) einer metallischen Komponente, welche eine Verbindung von Zink, Mangan oder Aluminium, unter Einschluß eines anionischen Liganden, vorzugsweise eine Zinkverbindung,ist, und(b) einer organischen Komponente, welche eine Verbindung derStrukturx1X3 - O-Z = Oist, worin Z ein Element eier Gruppe VB des Periodensystems mit einer Atomnummer größer als 7, vorzugsweise Phosphor, ist, X1 - R oder -OR ist, X2 -R ist, X3 -H oder -R ist, und jedes R, welche gleich oder verschieden sein können, eine Kohlenwasserstoffgruppe oder eine substituierte Kohlenwasserstoffgruppe, vorzugsweise Alkyl ist,209851 /11772274088wobei die Menge jeder Komponente 0,05 Gew.—% des polykondensierbaren Materials nicht überschreitet.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Molverhältnis eier organischen Komponente zur metallischen Komponente im Bereich von 1:1 bis 2:1 liegt.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, daaurch gekennzeichnet, daß der Katalysator aus der metallischen Komponente und der organischen Komponente als einzige essentielle Bestandteile besteht.
- 4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß man ein polykondensierbares Material verwendet, welches durch direkte Veresterung hergestellt wurde.209851 /1177
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| NL7206514A (de) | 1972-11-21 |
| FR2137973A1 (de) | 1972-12-29 |
| CA987829A (en) | 1976-04-20 |
| AU4233372A (en) | 1973-11-22 |
| IT955559B (it) | 1973-09-29 |
| AU461829B2 (en) | 1975-06-05 |
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