DE2222290C2 - Muffenverbindung für Rohre, Armaturen oder dgl - Google Patents
Muffenverbindung für Rohre, Armaturen oder dglInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Muffenverbindung für Rohre, Armaturen oder dgl. mit einem zwischen Muffe
und Rohr angeordneten Dichtring und einem ringförmigen Klemmelement, das zwischen einem Ansatz eines
mit der Muffe verschraubbaren Schraubelementes und dem Rohr angeordnet ist, wobei das durch den
Dichtring beaufschlagbare Klemmelement aus einem Ringteil und einer von diesem an seinem dem freien
Ende der Muffe zugekehrten Seite getragenen, vorzugsweise parallel zur Längsachse der Verbindung geschlitzten
Hülse besteht, die gegebenenfalls innenseitig mit in Umfangsrichtung verlaufenden Vorsprüngen bzw. Vertiefungen,
die z. B. sägezahnartig ausgebildet sind, versehen ist.
Bei einer durch die FR-Zusatz-PS 92689 bekannten derartigen Muffenverbindung stellt das Klemmelement
ein im wesentlichen starres Bauteil dar, zu dessen die Klemmung bewirkenden Verformung erhebliche Kräfte
aufgewendet werden müssen. Hinzu kommt, daß aufgrund des verwendeten Werkstoffs die Oberfläche
des Rohres Beanspruchungen erfährt, die bei bestimmten Werkstoffen, beispielsweise Kunststoff, nicht zulässig
sind Dies gilt insbesondere bezüglich einer möglichen Kerbwirkung, die dazu führen kann, daß das
Rohr reißt Im übrigen paßt sich das bekannte
ίο Klemmelement an Unregelmäßigkeiten an den mit Bim
zusammenwirkenden Teilen nicht oder nur innerhalb enger Grenzen an. Auch hierdurch können Überanspruchungen
verursacht werden.
- de, eine Muffenverbindung der einleitend beschriebenen
Art so auszubilden, daß sie bei einfacher Herstellung die Nachteile bekannter Verbindungen vermeidet So soll
die die Klemmung bewirkte Verformung bereits bei Aufbringen mäßiger Kräfte eintreten, wobei eine
unzulässige Beanspruchung des Rohres in jedem Fall, d. h. auch dann, wenn dieses aus weniger festem
Material besteht vermieden wird. Das Klemmelement soll sich darüber hinaus an Unregelmäßigkeiten der
Teile, an denen es anliegt, ohne weiteres anpassen können.
Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung vor, daß das Ringtei? aus gummielastischem Material
besteht Dadurch wird erreicht daß die die geschlitzte Hülse bildenden Teile unabhängig davon, aus welchem
Material sie bestehen, eine gewisse Anpaßbarkeit bezüglich ihrer Lage an die jeweils gegebenen
Verhältnisse aufweist wobei unzulässige Druckeinwirkungen aufgrund zu starker Klemmung vermieden
werden. Diese Anpaßbarkeit kommt auch der Haltbarkeit und Festigkeit der Verbindung zugute, da die
gummielastische Verformbarkeit des Ringteiles den die Hülse bildenden Teilen immer die Möglichkeit gibt sich
voll und flächig an den mit ihnen zusammenwirkenden Teilen anzulegen. Darüber hinaus wird die Abdichtung
der Muffenverbindung verbessert, da das den Ring bildende Material aufgrund dr Beaufschlagung durch
das Medium bzw. die Dichtung eine radiale Verdrängung erfährt, durch die die innere Mantelfläche des
Ringteils an die äußere Mantelfläche des Rohres angepreßt wird. Außerdem ist die Kraft, die notwendig
ist, um die die Hülse bildenden Teile gegen das Rohr zu drücken, geringer als bei einem starren Bauteil. Das
Klemmelement ist einfach herzustellen und zu handhaben.
Gemäß einem weiteren Vorschlag der Erfindung kann auch die Hülse aus gummielastischem Material
bestehen, wobei die einzelnen durch die Längsschlitze begrenzten Abschnitte durch metallische Einlagen
verstärkt sein können. Wenn die Hülse aus metallischen Abschnitten besteht, können diese am Ringteil anvulkanisiert
sein. In beiden Fällen entsteht im Ergebnis eine Klemmhülse, die einerseits elastisch verformbar ist,
aufgrund der metallischen Hülsenabschnitte jedoch ohne weiteres die gewünschte Klemmwirkung erbringt
Wenn die Hülse aus metallischen Abschnitten besteht, können letztere innenseitig mit einer Auflage aus
gummielastischem Material versehen sein, die sich gegebenenfalls auch über die Seiten- und Stirnkante
bzw. -wandungen der Abschnitte erstreckt Diese Auflage aus gummielastischem Material soll insbesondere
bei Kunststoffrohren oder -teilen eine besonders schonende Klemmung bewirken. Zugleich kann die
Auflage auf die Reibungsverhältnisse im Sinne der
angestrebten Zugfestigkeit verbessern.
Im übrigen kann das Ringteil einen zusätzlichen außen umlaufenden Flansch iragen, der in eine
entsprechend umlaufende, ggf, nutförmige Ausnehmung
des Schraubelementes eingreift Auf diese Weise kann ein gewisser Formschluß zwischen Ringteil bzw.
Klemmhülse und Schraubelement erreicht werden, so
daß während der Montage der Teile, insbesondere während des Einsteckens des Rohres in die Muffe
Klemmhülse und ggf, auch Dichtringe in der richtigen Lage gehalten werden. Das Klemmelement kann in das
Schraubelement eingesetzt und letzteres dann aufgeschraubt werden. Die formschlüssige Verbindung
zwischen Klemmhülse and Schraubelement hat den Vorteil, daß bei der Handhabung die KJemmhülse nicht
herausfallen kann. Dies ist insbesondere auch gegenüber den bekannten Muffenverbindungen mit einer Schubsicherung
ein wesentlicher Vorteil, da in den bekannten Fällen die Handhabung der Teile nicht immer einfach ist,
und zwar insbesondere auch unter Berücksichtigung der UmstäKide, unter denen diese Verbindungen auf
Baustellen und dgl. montiert werden müssen.
Die die Hülse bildenden Abschnitte können an ihrem Obergang zum Ringteile eine geringere Wanddicke
aufweisen.
Die Muffenverbindung gemäß der Erfindung ist mit besonderem Vorteil für KunststofFrohre anwendbar. Sie
kann aber auch Verwendung finden bei Metallrohren oder bei kunststoffbeschichteten Metallrohren sowie
Rohren aus anderen Werkstoffen. In jedem Fall ist die Montage der Verbindung außerordentlich einfach. Die
Ausgestaltung des Klemmringes stellt sicher, daß dieser immer eine Lage einnimmt, in welcher er sich senkrecht
zur Längsachse des Rohres oder dgl. befindet Die gummielastische Ausgestaltung des Ringteiles erlaubt
die Herstellung einer einwandfreien Verbindung auch dann, wenn die Abmessungen der miteinander zu
verbindenden Teile innerhalb bestimmter Toleranzen schwanken. Dies ist beispielsweise bei Kunststoffrohren
unvermeidbar. Entscheidend ist weiterhin, daß trotz des einfachen Aufbaus und der geringen Beanspruchung
insbesondere des inneren Rohres die Verbindung in jedem Fall eine ausreichende Zugfestigkeit aufweist, so
daß die Anbringung besonderer Stütz- oder Verbindungsmittel in jedem Fall überflüssig ist Die erfindungsgemäße
Verbindung hat zudem den Vorteil, daß sie eine gewisse Nachgiebigkeit aufweist so daß sie in der Lage
ist, bestimmten Bogenbewegungen zu folgen.
In der Zeichnung ist ein Auüführungsbeispiel der
Erfindung dargestellt Ei ?.eigt
F i g. 1 einen Längsschnitt durch eine Schraubmuffenverbindung,
Fig.2 einen Längsschnitt durch ein Einzelteil der Verbindung,
Die Darstellung gemäß F i g. 1 zeigt die Verbindung zwischen einer aus zwei Teilen 11, 12 bestehenden
Muffe sowie einem Rohr 13, das in diese Muffe eingeschoben ist Das Muffenteil U kann der Endbereich
eines anderen Rohres sein. Es kann sieh dabei aber auch um den Stutzen einer Armatur oder um ein
Einzelteil, also eine Art Gehäuse handeln, das über ein Außengewinde 14 mit einem anderen Bauteil verbindbar
ist Allgemein gilt, daß die Verbindung für alle im Rohrleitungsbau vorkommenden Dinge anwendbar ist.
Die Muffe 11,12 ist innenseitig mit einem Anschlag 15
versehen, bis zu dem das Rohr 13 vorgeschoben werden kann. Die Abdichtung zwischen Muffe 11,12 einerseits
und Rohr 13 erfolgt über einen Dichtring, der als
U-förmige Manschette 16 ausgebildet sein kann. Der längere Schenkel 17 derselben liegt am Rohr 13 an. Der
= kürzere Schenkel 18 befindet sich innerhalb einer Ausnehmung 19 des Muffenteiles 11. Im Bereich des
Anschlages 15 kann das Muffenteil U mit in Umfangsrichtung verlaufenden Kanälen 20 für das in
der Leitung 13 befindliche Medium versehen sein. Diese
ίο Kanäle 20 stellen eine Verbindung zwischen Rohr 13
bzw. Durchflußkanal 21 der Muffe 11, 12 und dem Innenraum 22 der Manschette. 16 dar. Auf diese Weise
wird sichergestellt, daß unmittelbar nach Beaufschlagung des Rohres 13 bzw. der Muffe 11, 12 mit dem
ι s Medium dieses in die Manschette 16 und damit zwischen die beiden Schenkel 17 und 18 derselben strömt Der
Druck des Mediums preßt somit die beiden Schenkel gegen das Rohr 13 bzw. das Muffenteil 11. Zusätzlich
wird ein Druck in axialer Richtung auf die Manschette 16 ausgeübt so daß über deren Sch^itelbereich 23 ein
innerhalb des Muffenteiles 12 angeordnetes Klemmelement 24 beaufschlagt wird. Dieses ringförmige Klemmelement
24 becteht aus einem Ringteil 25 aus gummielastischem Material sowie einem hülser.artigen
Fortsatz 26, der mit in Längsrichtung verlaufenden Schlitzen 27 versehen ist
Der hülsenartige Fortsatz setzt sich somit aus einer Anzahl metallischer Abschnitte 28 zusammen, die
innenseitig mit einer Auflage 29 aus gummielastischem
jo Material versehen sind. Diese Auflage 29 erstreckt sich
auch über die schmalen Begrenzungswände 30 und 31, der metallischen Abschnitt 28, so daß diese im Ergebnis
nur an ihrer äußeren Begrenzungsfläche 32 nicht abgedeckt sind. Die Verbindung zwischen dem Ringteil
r> 25 aus gummielastischem Material und den Abschnitten 28 aus Metall, beispielsweise Messing, können durch
Vulkanisieren hergestellt sein.
Das Ringteil 25 ist mit einem umlaufenden flanschartigen Fortsatz 33 versehen, der in eine entsprechende
Ausnehmung 34 des Muffenteiles 12 eingreift Auf diese Weise besteht die Möglichkeit das Klemmelement 24 in
das Muffenteil 12 einzusetzen, bevor die beiden Muffenteile 11 und 12 aber ein Schraubgewinde 35
miteinander verbunden werden, ohne daß bei der Handhabung der Teile die Gefahr besteht daß das
Klemmelement 24 herausfallen könnte.
Die Herstellung der Verbindung zwischen Muffe 11, 12 und Rohr 13 geschieht in der Weise, daß zunächst
einmal die Dichtmanschette 16 in das Muffenteil 12 eingesetzt wird. Dies kann ohne Schwierigkeiten
durchgeführt werden, du zuvor das Muffenteil 11 abgeschraubt werden kann. Nachdem das Klemme'sment
in der beschriebenem Weise in das Muffenteil 12 eingesetzt worden ist, werden beide Muffenteile 11 und
12 über das Schraubgewinde 35 miteinander verbunden, wobei das Muffenteil 12 etwa so weit aulgeschraubt
wird, bis das Ringteil 23· am Scheitelbereich 23 der Dichtmanschette 16 anlie)5t Alsdann wird das Rohr 13
in Richtung des "feiles 36 in die Muffe 11, 12 bis zum
Anschlag 25 eingeschoben. Danach kann das Muffenteil 12 gegebenenfalls noch etwas weiter auf den Muffenteil
11 aufgeschraubt werden, jedoch nur so weit bis sich
beim Schraubvorgang, der ohne Werkzeug ausgeführt werden kann, Widerstand, also eine Art Druckpunkt,
ergibt Jedenfalls w:.rd beim Aufschrauben jede Kraftanwendung
vermieden, die ;iu einer wesentlichen Beaufschlagung des Klemmeliimentes 24 führen könnte,
dessen hülsenartiger Fortsiatz 26 mit einer konisch sich
verengenden Ringfiäche 37 des Muffenteiles 12 zusammenwirkt.
Die eigentliche Klemmung des Rohres 13 geschieht erst nach Beaufschlagung der Verbindung mit dem
Medium. Sobald dieses sich im Inneren des Rohres 13 bzw. des Durchflußkanals 21 der Muffe U, 12 befindet,
wird auch in der beschriebenen Weise der Innenraum 22 der Dichtmanschette 16 beaufschlagt. Der dadurch auf
das Klemmelement 24 in axialer Richtung — entgegen der Richtung des Pfeiles 36 — ausgeübte Druck führt zu
einer Verschiebung des Klemmelementes in derselben Richtung, so daß aufgrund der Konizität der Ringfläche
37 die Abschnitte 28 des hülsenartigen Fortsatzes 26 gegen die äußere Mantelfläche des Rohres 13 gedrückt
werden. Auf diese Weise werden ein Klemmeffekt und somit die erwünschte Zugfestigkeit der Verbindung
bewirkt. Wesentlich ist dabei, daß die Klemmung nicht abhängig ist vom Anziehen irgendeines Spannmittels.
Vielmehr wird die Klemmung bewirkt durch den Druck des Mediums. Daraus folgert, daß die Verbindung
gemäß der Erfindung auch dann anwendbar ist, wenn die das Rohr 13 oder ein anderes Teil aufnehmende
Muffe einstückig ist. Die Lösbarkeit des einen Muffenteiles 11 vom anderen Muffenteil 12 bei dem in
der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel dient im wesentlichen nur dazu, den Zusammenbau der Teile,
insbesondere auch das Einsetzen von Dichtung und Klemmelement, zu erleichtern.
Im übrigen besteht selbstverständlich die Möglichkeit, die Abschnitte 28 nicht nur aus Metall, sondern
auch aus irgendeinem anderen Werkstoff, z. B. hartgestelltem Kunststoff mit vergleichbaren Festigkeitseigenschaften
herzustellen.
ι Dian ^cicnnungen
Claims (1)
- Patentansprüche;I, Muffenverbindung für Rohre, Armaturen oder dgl mit einem zwischen Muffe und Rohr angeordneten Dichtring und einem ringförmigen Klemmelement, das zwischen einem Ansatz eines mit der Muffe verschraubten Schraubelementes und dem Rohr angeordnet ist, wobei das durch den Dichtring beaufschlagbare Klemmelement aus einem Ringteil und einer von diesem an seinem dem freien Ende der Muffe zugekehrten Seite getragenen, vorzugsweise parallel zur Längsachse der Verbindung geschlitzten Hülse besteht, die gegebenenfalls innenseitig mit in Umfangsrichtung verlaufenden Vorsprüngen bzw. Vertiefungen, die z.B. sägezahnartig ausgebildet sind, versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Ringteil (25) aus gummielastischem Material bestehtZ Muffenverbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auch die Hülse (26) aus gummielastischem Material besteht und die einzelnen durch die Längsschlitze begrenzten Abschnitte (28) durch metallische Einlagen verstärkt sein können.3. Muffenverbindung nach Anspruch 1, wobei die Hülse aus metallischen Abschnitten besteht, dadurch gekennzeichnet, daß die metallischen Abschnitte (28) am Ringteil (2S) anvulkanisiert sind.4. Muffenverbindung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die metallischen Abschnitte (28) innenseitig mit einer Auflage (29) aus gummielastischem Material vergehen siiid.5. Muffenverbindung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Auf! ge aus gummielastischem Material sich auch über die Seiten- und Stirnkante bzw. -Wandungen (30,31) der Abschnitte (28) erstreckt6. Muffenverbindung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Ringteil (25) einen zusätzlichen außen umlaufenden Flansch (33) trägt, der in eine entsprechend umlaufende, gegebenenfalls nutförmige Ausnehmung (34) des Schraubelementes (12) eingreift7. Muffenverbindung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die die Hülse bildenden Abschnitte an ihrem Übergang zum Ringteil eine geringere Wanddicke aufweisen.
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ID=33098842
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