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DE2221660B2 - Verfahren zur Erhöhung der Bruchdehnung von Aluminiumlegierungen hoher Festigkeit - Google Patents

Verfahren zur Erhöhung der Bruchdehnung von Aluminiumlegierungen hoher Festigkeit

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DE2221660B2
DE2221660B2 DE19722221660 DE2221660A DE2221660B2 DE 2221660 B2 DE2221660 B2 DE 2221660B2 DE 19722221660 DE19722221660 DE 19722221660 DE 2221660 A DE2221660 A DE 2221660A DE 2221660 B2 DE2221660 B2 DE 2221660B2
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DE
Germany
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less
alloy
elongation
stage
break
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DE19722221660
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DE2221660A1 (de
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Michael J. Woodbridge Pryor
William C. Hamden Setzer
Joseph New Haven Winter
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Olin Corp
Original Assignee
Olin Corp
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Publication date
Application filed by Olin Corp filed Critical Olin Corp
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Publication of DE2221660B2 publication Critical patent/DE2221660B2/de
Pending legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22FCHANGING THE PHYSICAL STRUCTURE OF NON-FERROUS METALS AND NON-FERROUS ALLOYS
    • C22F1/00Changing the physical structure of non-ferrous metals or alloys by heat treatment or by hot or cold working
    • C22F1/04Changing the physical structure of non-ferrous metals or alloys by heat treatment or by hot or cold working of aluminium or alloys based thereon
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C21/00Alloys based on aluminium

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  • Mechanical Engineering (AREA)
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
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  • Thermal Sciences (AREA)
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  • Dry Formation Of Fiberboard And The Like (AREA)

Description

festgelegt ist, in der T die Glühtemperatur in 0K bedeutet, und die Kaltverformungsstufe wiederholt wird. Insbesondere soll dabei in der ersten Bearbeitungsstufe ein besonderes Gefüge in Form einer Subkornstruktur erzielt werden.
Überraschenderweise hat sich nun gezeigt, daß die Bruchdehnung unter Vermeidung eines Rückschritts in den erzielten Festigkeitseigenscliaften dadurch erhöht werden kann, daß man vor der ersten KaItbearbeitungsstufe eine besondere Warmverformung durchführt.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Erhöhung der Bruchdehnung von Legierungen, bestehend aus 0,05 bis 1 % Eisen, 0,05 bis 1 % Silicium, sowie mindestens einem der Legierungszusätze aus der Gruppe bis zu 5 % Magnesium, weniger als 3,0 % Mangan, weniger als 1,0% Kupfer, weniger als 0,5 % Zirkonium, weniger als 0,5 % Titan und/oder weniger als 0,5% Chrom, weniger als 0,5% Zink, weniger als 0,1% Bor, Rest Aluminium mit den üblichen herstellungsbeclingten Verunreinigungen von insgesamt weniger als 1,5%, einzeln jedoch weniger als 0,5%, die nach Anwendung eines Verfahrens, bei dem man die Legierung
(B) bei Temperaturen unter 2320C, vorzugsweise durch Walzen oder Ziehen, mit einem auf die Dicke bezogenen Verformungsgrad von mindestens 20 % verformt,
(C) danach bei 120 bis 345° C mit der Maßgabe entfestigend glüht, daß die maximale Glühdauer t in Minuten nach der Formel
T (8,95 + log t) = 5700
festgelegt ist, in der T die Glühtcmperalur in 0K bedeutet und
(D) die Stufe (B) wiederholt,
eine hohe /ngfestiyk-'!! aufweisen, ist demgemäß dadurch gekennzeichnet. 'IaH man die Legierung voider Verfall! ι-nsstufc (Ii)
(A) bei IM bis SlD C mit einem aiii die Dkkc bezogenen VeilViinimgigrad von mindestens 20" ,) veiformt.
Nach eir»er bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wiederholt man nach der Verfahrensstufe (D) die Verfahrensstufe (C).
Besonders günstige Ergebnisse werden erzielt, wenn man nach der Verfahrensstufe (C) die Verfahrensstufen (B) und (C) mehrmals wiederholt.
Durch das erfindungsgemäße Verfahren wird eine beachtliche Verbesserung der Festigkeit unter gleichzeitiger Beibehaltung einer hohen Duktilität und damit hoher Bruchdehnung selbst bei handelsüblichen Aluminiumlegierungen erreicht. Beispielsweise wurden reproduzierbar hohe Zugfestigkeitseigenschaften in Kombination mit hoher Duktilität von mehr als 5°/o erhalten, wenn die Stufen (B) und (C) wiederholt werden, wobei überraschend eine wesentlich verbesserte Duktüität bei hohen Fenigkeitswerten in der Größenordnung von 38,6 bis 49,2 kp/mm2 erhalten wird.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist auf die verschiedensten Al-Fe-Si-Legierungen anwendbar. Bei allen diesen Legierungen wird eine deutliche Verbesserung erzielt.
Eine bevorzugte Ausführungsform besteht darin, daß man eine Legierung, bestehend aus 0,3 bis 0,7 "/u Silicium, 0,4 bis 0,8 °/o Eisen, mindestens einem der Elemente aus der Gruppe 0,1 bis 0,5 0Zo Kupfer, bis zu 1,6 °/o Mangan, bis zu 5 0Zo Magnesium, bis zu 0,20Zo Chrom, bis zu 0,30Zo Zink, bis zu 0,2", ο Titan, bis zu 0,3 °/o Zirkonium und oder bis zu 0,050Zo Bor, Rest Aluminium, behandelt.
Im allgemeinen sind die bevorzugten Legierungen diejenigen der 1000-, 3000- und~5000-Reihc der Aluminium Association.
Erfindungsgemäß können die Aluminiumlegierungen in üblicher Weise gegossen werden, z. B. kontinuierlich oder nach dem Schwcnk-Kokillengußvcrfahren. Das Gießverfahren ist nicht von entscheidender Bedeutung. Nach dem Gießen wird die Legierung vorzugsweise einer Homogenisierungsbehandlung oder einem Lösungsglühen unterworfen. Die Temperatur der Homogenisierungsbehandlung hängt von der Legierung ab, sie soll jedoch bei Temperaturen oberhalb 455° C und im Einphasenbereich für die Hauptbestandteile durchgeführt werden. Das Gußstück soll bei dieser Temperatur mindestens 4 Stunden gehalten werden. Nach der Homogenisierungsbehandlung oder der Lösungsglühstufe soll das Gußstück rasch auf unterhalb 2320C und vorzugsweise unterhalb 120° C in einer Geschwindigkeit von oberhalb 204° C/Stunde abgekühlt werden.
Erfindungsgemäß kann die Lösungsglühstufe zusammen mit dem Gießvorgang kombiniert werden, d. h., während des Gießvorgangs kann das Material von der Verfestigungstemperatur abgekühlt werden.
Dieses Lösungsglühen bzw. Homogenisieren dient folgendem Zweck: Wenn die Aluminiumlegierung die vorgenannten Legierungszusätze enthält, wird durch die Lösiiiigsglühstufc und das rasche Abkühlen ein großer Teil dieser /uvil/e in Lösung gebracht. Somit heizen die I egieiiintis/usät/e in fester I.ösiinj!. vor/uü'Ui i-c bi^ Mim m,i\imali'ii Ausmaß, in dei Aluminiiinim itrix \oi.
r!rfiniliiiii;-.L'i'iii.ill sind ilie ihn h-.ten Stufen Kntiiche ltc!iil>i'iiiii'" <m,il)ii.ihfiii'ii Die Ikaui/iiiMi.· Hc-ΙίΙΚ'ίΐιΙιΙ·1, M <ir Λ ti.'. Il I . klMHK'll jtll.Kll IHv Il
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In ilci Is.1111 --■ I- .! ' ml· 1 x 1 ■':!■; M 1 =:·_■; t <\ n nächst verformt, z. B. durch Walzen, und zwar bei einer Temperatur von etwa 232 bis 510° C mit einer Gesamtdickenverminderung von mehr als 20 °/o. Vorzugsweise wird diese Vertahrensstufe bei einer Temperatur von 293 bis 455° C durchgeführt. Das Material kann in einem oder mehreren Stichen gewalzt werden. Diese kritische Stufe (A) ist überraschenderweise für die erhöhte Duktilität und damit erhöhte Bruchdehnung der Legierung bei hohen Festigkeitswerten verantwortlich. Anschließend wird das Material in Stufe (B) bei einer Temperatur unterhalb 232° C und bei einer Gesamtdickenverminderung von mehr als 20 0Zo verformt. Vorzugsweise wird bei einer Temperatur unterhalb 190° C gearbeitet. Vorzugsweise werden an Stelle einer einzigen großen Dickenverminderung mehrere kleine Dickenverminderungen von mindestens 150Zo durchgeführt. Der Gesamtverformungsgrad kann groß sein, er kann beispielsweise 990Zo betragen, z.B. bei der Herstellung von Draht.
Nach dieser Stufe (B) wird das Material unter kritischen Bedingungen bei einer Temperatur von 120 bis 345°C geglüht, wobei die maximale Glühdauer in Minuten (/) durch die folgende Formel
T (8,95 -1 log t) = 5700
festgelegt ist, in der T eine Temperatur im vorgenannten Temperaturbereich in Grad Kelvin (0K) bcdeutet. Die Mindestglühdauer bei der gewählten Temperatur ist nicht besonders kritisch, sie soll jedoch mindestens 1 Sekunde betragen. Je höher die Temperatur innerhalb des vorgenannten Temperaturbereichs liegt, desto kürzer ist die maximale Cilühdauer und umgekehrt. Vorzugsweise arbeitet man im Temperaturbereich von 120 bis 2320C. Beispiele für eine maximal statthafte Glühdauer, die nach der vorstehenden Formel bestimmt wurde, sind etwa 400 Stunden bei 149° C, etwa 16 Stunden bei 204° C und 2 Minuten bei 345° C.
Wenn man die Form der vorstehenden Gleichung wie folgt ändert:
1,/f = exp(- QIRT),
so erhält man einen Wert von Q, die Aktivicrungscnergie, der etwas niedriger als für die Rekristallisation in Aluminium erforderlich ist. Dies zeigt, daß der Beginn der Rekristallisation die obere Grenze für die Glühbehandlung gemäß Stufe (C) darstellt.
Nach der Stufe (C) wird das Material erneut bei einer Temperatur unterhalb 232° C und mit einer Gesamtdickenverminderung von mindestens 200Zo in gleicher Weise wie vorstehend beschrieben bearbeitet oder gewalzt. Dieser zweiten Walz- oder Bearbei-
tungsstufe kann dann eine zusätzliche Glühbehandlung gemäß Stufe (C) bei Temperaturen von 120 bis 345°C auf die vorstehend beschriebene Art folgen. Eine Kaltbearbeitung nach einer Wärmebehandlung bei niedriger Temperatur ist bei der Herstellung
fio von geschmiedeten Aluminiumwerkslückcn nicht üblich, da die Wärmebehandlung bei niedriger Temperatur oder eine partielle Glühbehandliinu normalerweise zur Siabilisieiung der Stniktui mlu zur Lr- tiictliiiiiini' der I cstk'keil aiii !'i-wmisiliie Weite
fi; diiiUu.L-lüliii NMiil. um spe/iclli· I il'i η 11 halten /u eihallen. Du. ILIX- und ILSX-Km/.'ri. Inn der Aiii minium Λ ■·· uciation hestlireiben die K.ilrh.iiΐιιιιμ. iiiul il.i-, i'aiiiell.1 (iltili-.i >il r die K.ilihäi Ulli:1 mill an
schließendes Stabilisieren. Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren wird jedoch durch eine Warmformgebung in Stufe (A) mit ansrhließender Kaltverformung unterhalb 232° C in Stufe (B) und einer Stabilisierung oder partiellen Glühbehandlung als Vorbereitungsstufe für die anschließende Kaltverformung unterhalb 232° C eine deutliche Verbesserung der mechanischen Eigenschaften in Kombination mit hohe D'iktilität erhalten.
Vorzugsweise werden das Kaltverformen unterhalb 232° C gemäß Stufe (B) und die Wärmebehandlungsstufen mehrmals wiederholt, am besten bis fünfmal. Im erfindungsgemäßen Verfahren kann die letzte Stufe eine Wärmebehandlungsstufe sein.
Im erfindungsgemäßen Verfahren wird in der ersten Kaltverformungsstufe ein zelliges Subkorngefüge ausgebildet. Das heißt, das Mikrogefüge der Legierung ist durch Körner innerhalb von Körnern gekennzeichnet. Durch die Wärmebehandlungsstufe werden die Subkorngrenzen stabilisiert, indem gelöste Atome zu diesen wandern. Die zweite Kaltverformungsstufe bildet mehr Subkorngrenzen innerhalb des Gefüges aus, wobei stufenweise die Subkorngröße verfeinert wird, wenn die Verformung und thermischen Behandlungsstufen wiederholt werden.
Die erfindungsgemäß als Endprodukt erhaltenen Legierungen sind durch eine überraschend stark verbesserte Duktilität in Kombination mit hohen Festigkeitseigenschaften und ultrafeinen Subkorngefüge im Bereich von 0,001 mm oder kleiner gekennzeichnet. Ferner ist das Subkorngefüge ziemlich stabil. Die erfindungsgemäß erhaltenen Legierungen sind auch folgendermaßen gekennzeichnet: Die Subkörner haben Grenzen von fixierten Versetzungsknäueln, was durch Legierungselemente in Lösung oder Leerstellen bewirkt wird, die zu Legierungselementen in Lösung gehören. Die Matrix zwischen den Versetzungsknäueln besteht aus einzelnen Bereichen mit niedrigerem Gehalt an Legierungszusätzen und mit niedriger Dichte der Versetzungen.
Außerdem sind die erfindungsgemäß hergestellten Legierungen durch eine verbesserte Bearbeitbarkeit gekennzeichnet, was sich z. B. durch eine deutliche Abnahme der Kantenrißbildung beim Walzen zeigt, was zu einer erheblichen Verminderung von Abfall führt.
Die Beispiele erläutern die Erfindung.
In den folgenden Beispielen wird eine Legierung folgender Zusammensetzung verwendet: Si 0,08 °/o; Cu 0,44 °/o; Mn 0,77 %>; Cr 0,10 %>; Mg 2,9 °/o, Zn 0,02%>; Fe O,17°/o; Ti 0,01 »/o, Rest Aluminium. Sämtliche Legierungen werden kontinuierlich vergossen, und 44,45 mm dicke Proben werden zur Verarbeitung nach dem erfindungsgemäßen Verfahren geschnitten.
Beispiel 1
Proben der Legierung von Beispiel 1 werden auf 12,7 mm warmgewalzt. Danach werden die Proben auf Raumtemperatur abgekühlt, auf 3,175 mm kaltgewalzt, etwa 2Vt Stunden auf 143° C erhitzt und auf Raumtemperatur abgekühlt. Dann werden die Proben auf 0,88 mm kaltgewalzt und schließlich etv/a 21/! Stunden auf etwa 143° C erhitzt.
Die Zugfestigkeit nach der Verarbeitung beträgt 45,3 kp/mm2, die Streckgrenze 42,2 kp/mm2 bei 2 0Zo Versetzung und 7 °/o Dehnung.
Beispiel 2
Proben der Legierung werden auf 12,7 mm warmgewalzt, auf Raumtemperatur abgekühlt, auf 3,175 mm kaltgewalzt, etwa 2Vs Stunden auf etwa 143° C erhitzt und auf Raumtemperatur abgekühlt. Dann werden die Proben auf 2,03 mm kaltgewalzt, etwa 2V2 Stunden auf etwa 1430C erhitzt, auf Raumtemperatur abgekühlt, auf 0,88 mm kaltgewalzt und etwa 2Vs Stunden auf etwa 143° C erhitzt.
Die Zugfestigkeit nach der Verarbeitung beträgt 46,4 kp/mm2, die Streckgrenze 43,2 kp/mm2 bei 0,2 0Zo Versetzung und 5,5 %> Dehnung.
Vergleichsbeispiel 1
Proben der Legierung von Beispiel 1 werden auf 12,7 mm warmgewalzt und auf Raumtemperatur abgekühlt. Dann werden die Proben auf 0,83 mm kaltgewalzt. Die Zugfestigkeit nach der Verarbeitung beträgt 45,8 kp/mm2, die Streckgrenze 45,0 kp/mm2 bei 0,2 0Zo Versetzung und 2 °/o Dehnung.
Vergleichsbeispiel 2
Als Vergleichsbeispiel zu Beispiel 1 werden Proben der Legierung auf 12,7 mm gefräst, auf 3,175 mm kaltgewalzts etwa 21A- Stunden auf etwa 1430C erhitzt und dann auf Raumtemperatur abgekühlt. Dann werden Proben auf 0,88 mm kaltgewalzt und etwa 2'/2 Stunden auf etwa 143° C erhitzt.
Die Zugfestigkeit nach der Verarbeitung beträet 47,2 kp/mm2, die Streckgrenze 44,0 kp/mm* bei 0,2 °/o Versetzung und 5 %> Dehnung.
Trotz zweimaliger Anwendung der Stufe (C) wird keine entsprechend hohe Dehnung erzielt.
Vergleichsbeispiel 3
Als Vergleichsbeispiel zu Beispiel 2 werden Proben der Legierung auf 12,7 mm gefräst, auf 3,175 mm kaltgewalzt, etwa 2Vz Stunden auf etwa 143° C erhitzt und dann auf Raumtemperatur abgekühlt. Dann werden die Proben auf 2,03 mm kaltgewalzt, auf etwa 1430C erhitzt, auf Raumtemperatur abgekühlt, auf 0,88 mm kaltgewalzt und etwa 2Vz Stunden auf i43° C erhitzt.
Die Zugfestigkeit nach der Verarbeitung beträgt 47,5 kp/mm2, die Streckgrenze 44,1 kp/mm2 bei 0,2 0Zn Versetzung und 5 0Zo Dehnung.
Auch eine dreifache Wiederholung der Stufen (B) und (C) reicht allein nicht aus, um die Bruchdehnung im gewünschten Maß zu erhöhen.

Claims (7)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Erhöhung der Bruchdehnung von Legierungen, bestehend aus 0,05 bis 1 °/o Eisen, 0,05 bis 1 % Silicium sowie mindestens einem der Legierungszusätze aus der Gruppe bis zu 5 % Magnesium, weniger als 3,0 % Mangan, weniger als 1,0% Kupfer, weniger als 0,5% Chrom, weniger als 0,5% Zink, weniger als 0,5 % Zirkonium, weniger als 0,5 % Titan und/ oder weniger als 0,1 % Bor, Rest Aluminium mit den üblichen herstellungsbedingten Verunreinigungen von insgesamt weniger als 1,5 %, einzeln jedoch weniger als 0,5%, die nach Anwendung eines Verfahrens, bei dem man die Legierung
(B) bei Temperaturen unter 232° C, vorzugsweise durch Walzen oder Ziehen, mit einem auf die Dicke bezogenen Verformungsgrad von mindestens 20 % verformt,
(C) danach bei 120 bis 345° C mit der Maßgabe entfestigend glüht, daß die maximale Glühdauer t in Minuten nach der Formel
T (8,95 + log ί) = 5700
festgelegt ist, in der T die Glühtemperatur in Grad Kelvin bedeutet, und
(D) die Stufe (B) wiederholt,
eine hohe Zugfestigkeit aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß man die Legierung vor der Verfahrensstufe (B)
(A) bei 232 bis 510° C mit einem auf die Dicke bezogenen Verformungsgrad von mindestens 20% verformt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man nach der Verfahrensstufe (D) die Verfahrensstufe (C) wiederholt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man nach der Verfahrensstufe (C) die Verfahrensstufen (B) und (C) mehrmals wiederholt.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Verfahrensstufen (A) bei Temperaturen von 293 bis 455° C durchführt.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Legierung vor der Verfahrensstufe (B) mindestens 4 Stunden lang bei Temperaturen über 455° C homogenisiert.
6. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß man nach der Durchführung der Verfahrensstufe (A) rasch auf Temperaturen unterhalb 232° C abkühlt.
7. Anwendung des Verfahrens nach Anspruch 1 auf eine Legierung, bestehend aus 0,3 bis 0,7 % Silicium, 0,4 bis 0,8"■<> Eisen, mindestens einem der Elemente aus der Gruppe 0,1 bis 0,5 ". ο Kupfer, bis /Ii 1,6" α Maneun, bis zu 5" ο Magnesium, bis /u 0,2% Chrom, bis zu 0,3 ü.« Zink, bis zu 0,2 ".Ό Titan, bis zu (),.!" ο Zirkonium und'oder bis zu 0,05 % Bur, Rest Aluminium.
Es sind bereits Verfahren bekannt, um die Festigkeit von üblichen Alunuiniumlegierungen zu erhöhen, wobei jedoch häufig die gewünschte Duktilität beeinträchtigt wird. Auch hat sich gezeigt, daß bei be-
kannten Verfahren zur Behandlung von Silicium und Eisen enthaltenden Aluminiumlegierungen, welche als dritte Legierungskomponente Magnesium, Mangan, Kupfer, Chrom, Zink, Zirkonium, Titan und/ oder Bor in bestimmten maximal zulässigen Mengen
ίο enthalten, die Bruchdehnung unerwünscht niedrig ist. Dieser Nachteil haftet insbesondere der Arbeitsweise nach der GB-PS 1192281 an, gemäß welcher die betreffende Legierung bei Temperaturen unter 232° C mit einem auf die Dicke bezogenen Verformungsgrad von mindestens 20% verformt, danach mit der Maßgabe entfestigend geglüht wird, daß die maximale Glühdauer t in Minuten nach der Formel
7(8,95 +logt) = 5700
DE19722221660 1971-05-05 1972-05-03 Verfahren zur Erhöhung der Bruchdehnung von Aluminiumlegierungen hoher Festigkeit Pending DE2221660B2 (de)

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