DE2220711B2 - Sonnenblende, insbesondere für Fahrzeuge - Google Patents
Sonnenblende, insbesondere für FahrzeugeInfo
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Description
60
Die Erfindung betrifft eine Sonnenblende, insbesondere für Fahrzeuge, deren Blendenkörper aus einer mit
einer Hülle versehenen doppelschichtigen Polsterung 6S
besteht, die durch eine zwischengelagerte Verstärkungseinlage stabilisiert ist und bei der eine Polsterschicht
eine Ausnehmung aufweist, in die ein Rahmen für einen Spiegel oder eine andere rahmenähnliche
\ufnahme für ein Zubehör eingelagert ist.
Bei der Herstellung von gepolsterten Sonnenblenden der eingangs genannten Art besteht immer die Schwierigkeit
die einzelnen Teile deckungsg eier, in mogl.chst
kufzen Arbeitstakten aufeinander zu legen und für den
weiteren Fertigungsvorgang in der vorgegebenen Lage zueinander zu halten, insbesondere wenn Spiegel, die in
Rahmen gefaßt sind, mit in die Sonnenblende eingearbeitet
werden sollen. Spiegel s.nd nämlich spezifisch schwerer und verhalten sich beim Bewegen daher anders
als die spezifisch leichteren Bauteile. Außer Spieeel
gibt es Aufnahmen, die zur speziellen Lagerung von Gebrauchsgegenständen bzw. Zubehör dienen, wie
Parkscheiben. Sonnenbrillen, Landkarten. Thermometer od. dgl, für die die gleiche Schwierigkeit gilt.
Derartige Sonnenblenden sind bekannt. So zeigt beispielsweise das deutsche Patent 10 68 571 eine derartige
Sonnenblende, die außer der Hüllfolie aus vier aufeinander
zu schichtenden Einzelteilen besteht. Jedes Einzelteil ist gegen das andere seitlich leicht verschiebbar
da es sich um nächige, nicht untereinander festgelegte Teile handelt Daher ist bei der Herstellung erhebliche
Sorgfalt, die Zeit und damit Geld kostet, erforderlich. , . „
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Sonnenblende
zu schaffen, bei der die einzelnen sich unterschiedlich verhaltenden Bauteile des Blendenkörpers
schnell und verschiebesicher aufeinandergelegt werden können und in der einmal eingenommenen Lage den
Gesamtfertigungsablauf durchlaufen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst daß der Spiegelrahmen oder die Aufnahme für ein
anderes Zubehör mit Befestigungselementen versehen ist die die dem Spiegelrahmen oder der anderen Aufnahme
rückseitig gelegene zweite Polsterschicht durchgreifen, innerhalb der Hüllfolie enden und gegen ein
Herausziehen durch seitlich abstrebende Ausbildungen festgelegt sind. .
So ist montagemäßig in einfachster Weise die ortsrichtige
Lage aller Einzelteile des Sonnenblendkörpers augenblicklich erreichbar. Dieser Vorteil, der in erster
Linie einen manuellen Zusammenbau begünstigt, bringt außerdem alle wesentlichen Faktoren für eine Automatisierung
des Zusammenbaus der Einzelteile mit sich. Es ist nicht nur der Arbeitsgang des Zusammenbaus, sondern
auch die weitere Fertigung, die durch den festen Zusammenhalt der Einzelteile begünstigt ist. Ein so sicher
gehaltenes Paket von Einzelteilen läßt auch in kürzeren Arbeitstakten Zuführen, Bearbeiten und Zurückführen
zu, was bei den hohen Fertigungszahlen solcher Massenartikel, wie Sonnenblenden, besonders günstig
zu Buche schlägt. Es ergibt sich ferner ein Vorteil beim Gebrauch der Sonnenblenden, weil die spezifisch
schweren Bauteile, wie beispielsweise Spiegel, außer an der Hüllfolie nun auch noch durch den Polsterkörper
armierende zusätzliche Befestigungselemente gehalten werden. Die Spiegelfassung oder die Randbereiche der
Sonnenblendhülle können nicht so leicht einreißen oder sich in der Schweißnaht lösen.
Es kann grundsätzlich davon ausgegangen werden, daß die Befestigungselemente dem Spiegelrahmen
od. dgl. einstückig, starr oder über ein Filmscharnier zugeordnet sind. Besondere Zweckmäßigkeiten bei der
Zusammenstellung der Einzelteile werden erreicht, wenn die Befestigungselemente als lose Bauteile dem
Spiegelrahmen oder der Aufnahme einsteckbar, einschiebbar oder einklipsbar zugeordnet sind. Hierdurch
können unterschiedlich gestaltete Befestigungselemente einem bestimmten Spiegelrahmen zugeordnet werden.
Es ist fernerhin von Vorteil, daß die; Befestigungselemente
und/oder der Spiegelrahmen oder die Aufnahme mehrere Einsteck-, Einschieb- oder Einklipsausbildungen
aufweisen, die in Durchsteckrichtung durch den Sonnenblendkörper hintereinander angeordnet sind.
Eine solche Bauform dient insbesondere der Anpassung an unterschiedlich dicke Polsterkörper.
In einer günstigen Ausgestaltung durchgreifen die Befestigungselemente mit ihrem Längssteg den gesamten,
gegebenenfal's mehrschichtigen Polsterkörper und
liegen mit einer abgebogen ausgebildeten Lasche auf der dem Spiegelrahmen oder der Aufnahme abgekehrten
Ausbildung an oder sind vertieft eingelagert.
Bei Sonnenblenden, bei denen der Sonnenblendkörper im wesentlichen auf einem Polsterkörper aufgebaut
ist, besteht die Notwendigkeit, eine Verstärkungseinlage vorzusehen, um den Polsterkörper formstabil zu haiten.
Bei solchen Ausführungen ist es zweckmäßig, wenn die Befestigungselemente Bereiche der Verstärkungseinlage
für den Polsterkörper, zumindest von zwei Seiten her, einschließen. Die so erreichte Lagesicherung
des Polsterkörpers ist ein weiterer Vorteil für den Fertigungsvorgang, darüber hinaus auch für den Gebrauch,
weil die einmalig festgelegte Lage dauernd beibehalten wird, ohne andere Befestigungen für die Verstärkungseinlage
einsetzen zu müssen. Dazu ist es zweckmäßig, daß die Befestigungselemente Ausbildungen, wie Ausnehmungen,
aufweisen, in die Bereiche der Verstärkungseinlage eingreifen.
Es ergibt sich auch, daß die Randbereiche des Spiegelrahmens und der Punkt, welcher zweckmäßig durch
die Befestigungselemente durchgriffen werden soll, räumlich auseinanderliegen. Ein solcher Fall tritt insbesondere
bei durchgebogenen Sonnenblenden ein, bei denen die Stege zweckmäßig im Scheitelpunkt der
Durchbiegung liegen sollen, um eine Ausbauchung des Sonnenblendkörpers, insbesondere seiner im konkaven
Bereich liegenden Hüllfolie, zu verhindern. In diesem Fall ist es zweckmäßig, die Befestigungselemente durch
einen Steg in einem seitlichen Abstand vom Spiegelrahmen oder von der Aufnahme anzuordnen.
In der Zeichnung ist die Erfindung in mehreren Ausführungsbeispielen
vereinfacht dargestellt. Es zeigen
F i g. 1 bis 6 je ein unterschiedliches Ausführungsbeispiel eines Sonnenblendkörpers im Längsschnitt und in
Teilbereichen,
F i g. 7 ein Befestigungselement in Seitenansicht.
Den Ausführungsbeispielen liegt ein gemeinsamer Aufbau zugrunde. Ein Polsterkörper 1 ist aus zwei Polsterschichten
2 und 3 aufgebaut, die eine Verstärkungseinlage 4 zwischen sich einschließen, die aus einem
Drahtgestell gebildet ist. Diese Teile werden von einer Hüllfolie 5 umschlossen. Die Polsterschicht 2 weist eine
Ausnehmung 6 auf, welche einen Freiraum für einen Spiegelrahmen 7 ergibt, der in einer umlaufenden Falz
einen Spiegel 8 aufnimmt. Die Hüllfolie 5 ist im Bereich des Spiegels 8 ausgespart; ihre Randbereiche sind mit
dem Spiegelrahmen 7 verschweißt.
Im Ausführungsbeispiel nach F i g. 1 sind dem Spiegelrahmen
7 Befestigungselemente 9 über ein FiImscharnier zugeordnet, von denen im dargestellten Teilbereich
eines erkennbar ist. Das Befestigungselement wird, wie strichpunktiert dargestellt, bei der Herstellung
des Spiegelrahmens 7 flächengleich mit diesem hergestellt und in die Gebrauchslage abgewinkelt. Das
Befestigungselement 9 durchgreift mit einem langen Schenkel einen Schlitz in der Polsterschicht 3 und liegt
mit einem kürzeren abgewinkelten Schenkel, in die Polsterschicht 3 eingezogen, auf der Außenfläche an. Die
Verstärkungseinlage 4 liegt außenseitig am langen Schenkel des Befestigungseiementes 9 an. Demnach ist
bei einer doppelseitigen oder mehrseitigen Wiederholung dieser Anordnung eine günstige gegenseitige Befestigung
von Befestigungselement 9 und Verstärkungseinlage 4 gegeben.
Bei der F i g. 2 ist dem Spiegelrahmen 7 ein Befestigungselement 9a fest, also ohne eine bewegliche Verbindung,
wie ein Filmscharnier, zugeordnet. Ansonsten ist diese Ausführungsform mit der nach F i g. 1 zu vergleichen.
Abweichend von den beschriebenen Ausführungsbeispielen mit fest zugeordneten Befestigungselementen 9
bzw. 9a sind dem Ausführungsbeispiei nach F i g. 3 dem Spiegelrahmen 7 Befestigungselemente 10 durch eine
Aufsteckverbindung zugeordnet. Das Befestigungselement 10 weist einen Z-förmigen Querschnitt auf. Der
aus dieser Form ableitbare Kopfbalken weist einen Durchbruch auf, in den ein mit Hinterschneidungen
versehener Zapfen des Spiegelrahmens 7 eingreift.
Im Ausführungsbeispiel nach der F i g. 4 ist das Befestigungselement
10a über eine Klipsverbindung dem Spiegelrahmen 7 zugeordnet. Die Klipsverbindung besteht
aus Ansätzen oder auch einer umlaufenden Wulst am Spiegelrahmen, welche vom Querschnitt her Hinterschneidungen
aufweist, die von einer mit einem Klipsmaul versehenen Ausbildung des Befestigungselementes
10a übergriffen wird. Das Befestigungselement 10a hat zwei Klipsmäuler, von denen das andere auf
der gegenüberliegenden Seite angeordnet ist und einen größeren Abstand in bezug auf die Längenausbildung
des Befestigungseiementes 10a aufweist. Auf diese Weise ist es möglich, durch wahlweises Einsetzen der
Klipsmäuler das Befestigungselement 10a unterschiedlichen Polsterschichtdicken anzugleichen.
Dem Ausgleich unterschiedlicher Polsterschichten dienen unter anderem auch die Ausführungen nach
F i g. 5 und 6. Die Spiegelrahmen 7 weisen jeweils einen mit Hinterschneidungen versehenen Zapfen auf, die
von einem Gegenelement klammerartig übergriffen werden. Zapfen und Gegenelement sind in bekannter
Weise so ausgebildet, daß sie auf unterschiedlich wirksame Längen ineinanderschiebbar gehalten werden. Es
kann sich beispielsweise um eine sogenannte Harpunenausbildung handeln. Während bei F i g. 6 der Zapfen
dem Spiegelrahmen 7 direkt zugeordnet ist, ist der Zapfen nach F i g. 5 mit dem Spiegelrahmen 7 über
einen Steg 12 verbunden. Das aus Zapfen und Gegenelement gebildete Befestigungselement ist mit 11 bezeichnet.
Die F i g. 7 zeigt ein Befestigungselement, welches wahlweise eines der beschriebenen Befestigungselemente
9, 9a, 10, 10a oder 11 sein kann, und zwar weist das Befestigungselement eine von einem Spreizmund
ausgehende Ausnehmung 13 auf, deren Form auf die verwendete Verstärkungseinlage abgestimmt ist. Da in
den Ausführungsbeispielen als Verstärkungseinlage 4 Drahtgestelle vorgesehen sind, entspricht der Querschnitt
der Ausnehmung 13 dem Querschnitt des für die Verstärkungseinlage 4 verwendeten Drahtes.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Sonnenblende, insbesondere für Fahrzeuge, deren Blendenkörper aus einer mit einer Hülle versedenen
doppelschichtigen Polsterung besteht, die durch eine zwischengelagerte Verstärkungseinlage
stabilisiert ist und bei der eine Polsterschicht eine Ausnehmung aufweist, in die ein Rahmen für einen
Spiegel oder eine andere rahmenähnliche Aufnahme für ein Zubehör eingelagert ist, dadurch gekennzeichnet,
daß der Spiegelrahmen (7) oder die Aufnahme für ein anderes Zubehör mit Befestigungselementen
versehen ist, die die dem Spiegelrahmen (7) oder der anderen Aufnahme rückseitig «5
gelegene zweite Polsterschicht (3) durchgreifen, innerhalb
der Hüllfolie (5) enden und gegen ein Herausziehen durch seitliche abstrebende Ausbildungen
festgelegt sind.
2. Sonnenblende nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Befestigungselemente (10, 10a, 11) als lose Bauteile dem Spiegelrahmen (7)
oder der Aufnahme einsteckbar, einschiebbar oder einklipsbar zugeordnet sind.
3. Sonnenblende nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungselemente (10a,
Ϊ1) und/oder der Spiegelrahmen (7) oder die Aufnahme
mehrere Einsteck-, Einschieb- oder Einklipsausbildungen aufweisen, die in Durchsteckrichtung
durch den Polsterkörper (1) hintereinander angeordnet sind.
4. Sonnenblende nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Befestigungselemente (9,9a, 10,10a, 11)
mit ihrem Längssteg den gesamten, gegebenenfalls mehrschichtigen Polsterkörper (2, 3) durchgreifen
und mit einer abgebogen ausgebildeten Lasche auf der dem Spiegelrahmen (7) oder der Aufnahme abgekehrten
Fläche der Polsterung anliegen oder vertieft eingelagert sind.
5. Sonnenblende nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Befestigungselemente (9,9a, 10,10a, 11)
Bereiche der Verstärkungseinlage (4) für den Polsterkörper (2, 3), zumindest von zwei Seiten her,
einschließen.
6. Sonnenblende nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Befestigungselemente (9,9a, 10,10a, 11)
Ausbildungen, wie Ausnehmungen (13), aufweisen, in die Bereiche der Verstärkungseinlage (4) eingreifen.
7. Sonnenblende nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Befestigungselemente (11) durch einen Steg (12) in einen seit'ichen Abstand vom Spiegelrahmen
(7) oder von der Aufnahme angeordnet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19722220711 DE2220711C3 (de) | 1972-04-27 | Sonnenblende, insbesondere für Fahrzeuge |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19722220711 DE2220711C3 (de) | 1972-04-27 | Sonnenblende, insbesondere für Fahrzeuge |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2220711A1 DE2220711A1 (de) | 1973-11-08 |
| DE2220711B2 true DE2220711B2 (de) | 1975-12-18 |
| DE2220711C3 DE2220711C3 (de) | 1976-07-29 |
Family
ID=
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0032201B1 (de) * | 1980-01-11 | 1982-11-10 | Gebr. Happich GmbH | Sonnenblende mit beleuchtetem Spiegel |
| DE3246784A1 (de) * | 1982-12-17 | 1984-06-20 | Gebr. Happich Gmbh, 5600 Wuppertal | Sonnenblende, insbesondere fuer fahrzeuge sowie verfahren zu ihrer herstellung |
| WO1991011340A1 (en) * | 1990-01-31 | 1991-08-08 | Autopart Sweden Ab | Motor vehicle sunvisor |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0032201B1 (de) * | 1980-01-11 | 1982-11-10 | Gebr. Happich GmbH | Sonnenblende mit beleuchtetem Spiegel |
| DE3246784A1 (de) * | 1982-12-17 | 1984-06-20 | Gebr. Happich Gmbh, 5600 Wuppertal | Sonnenblende, insbesondere fuer fahrzeuge sowie verfahren zu ihrer herstellung |
| WO1991011340A1 (en) * | 1990-01-31 | 1991-08-08 | Autopart Sweden Ab | Motor vehicle sunvisor |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2220711A1 (de) | 1973-11-08 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
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