DE19624378C2 - Schutzgitter - Google Patents
SchutzgitterInfo
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-
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Schutzgitter zum Befestigen zwischen Fahrgast- und
Ladebereich eines Kraftfahrzeuges umfassend einen Rahmen mit oberem und unterem
Rahmenschenkel und einen von dem Schutzgitter ausgehenden den Ladebereich in
Längsrichtung des Kraftfahrzeuges unterteilenden Raumteiler, der seinerseits einen
Rahmen mit von dessen Schenkeln ausgehendem Gitter, Netz oder ähnlichem umfaßt.
In Kraftfahrzeugen befindet sich der Laderaum meist unmittelbar hinter dem Fahr
gastraum, von dem ersterer durch die Rückenlehne der hinteren Sitzbank getrennt ist.
Vielfach wird der Laderaum mit Gütern derart beladen, daß ein Teil dieser über den
oberen Rand der Rückenlehne hinausragt. Bei starken Bremsverzögerungen oder
Unfällen könnten daher Gegenstände in den Fahrgastraum geschleudert werden. Um
dies zu verhindern, werden in Kraftfahrzeugen Schutzgitter oder Trennwände zwischen
dem Fahrgastraum und dem Laderaum angebracht. Ein solches Schutzgitter besteht im
allgemeinen aus einem Rahmen zum Beispiel aus Metall oder glasfaserverstärktem
Kunststoff, der in etwa an die Kontur des Innenraums des Kraftfahrzeuges angepaßt ist.
Zwischen dem Rahmen erstreckt sich sodann ein Gitter, Netz oder ähnliches, um den
Ladebereich von der Fahrgastzelle zu trennen. Dabei kann sich das Schutzgitter, das
auch als Trennwand bezeichnet werden kann, bis zum Bodenbereich des Ladebereichs
erstrecken, um auch dann ein Zurückhalten der Güter in dem Laderaum sicherzustellen,
wenn zum Beispiel die Rücksitzbank umgeklappt sein sollte.
Die entsprechenden Trennwände bzw. Schutzgitter werden häufig an Holmen des
Kraftfahrzeuges sowie Seitenverkleidungen abgestützt.
Um den Laderaum selbst unterteilen zu können, ist es bekannt, daß von dem Schutz
gitter ein sich in Längsrichtung des Kraftfahrzeugs erstreckender Raumteiler ausgeht,
der ebenfalls einen Rahmen mit von dessen Schenkeln ausgehendem Gitter, Netz oder
ähnlichem umfaßt.
Der vorliegenden Erfindung liegt nun das Problem zugrunde, ein Schutzgitter mit von
diesem ausgehendem Raumteiler derart weiterzubilden, daß sichergestellt ist, daß bei
starken Bremsverzögerungen oder Unfällen der Raumteiler nicht in den Fahrgastraum
eindringen kann.
Das Problem wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß in Längsrichtung des Kraftfahr
zeugs verlaufende Schenkel des Raumteilers Deformationsbereiche aufweisen.
Der in dem jeweiligen in Längsrichtung des Kraftfahrzeugs verlaufenden Schenkel
vorhandene Deformationsbereich umfaßt vorzugsweise einen ersten Schenkelabschnitt,
der sich innerhalb eines zweiten Schenkelabschnitts erstreckt, wobei der Abstand
zwischen den koaxial zueinander verlaufenden und sich überlappenden Schenkelab
schnitten entweder durch untereinander verbundene Gitterstäbe, die außenseitig an dem
ersten bzw. zweiten Schenkelabschnitt angebracht wie verschweißt sind, oder durch ein
von dem ersten bzw. zweiten Rohrabschnitt sich erstreckenden Abstandshalter
wie -blech gesichert ist, der eine hinreichende Stabilität gegen eine Verschiebung der
Schenkelabschnitte bei üblichen Krafteinleitungen aufweist. Erst wenn unzulässige Ver
zögerungen bzw. bei einem Unfall hohe Kräfte auftreten, kann ein Verschieben der
Schenkelabschnitte zueinander erfolgen, wodurch sichergestellt ist, daß der Raumteiler
nicht in den Fahrgastbereich hineingedrückt werden kann.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich nicht nur aus
den Ansprüchen, den diesen zu entnehmenden Merkmalen - für sich und/oder in
Kombination -, sondern auch aus der nachfolgenden Beschreibung eines der Zeichnung
zu entnehmenden bevorzugten Ausführungsbeispiels.
Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung eines Teils eines Rückraums eines
Personenkraftfahrzeugs mit Schutzgitter und Raumteiler,
Fig. 2 einen Ausschnitt des Raumteilers nach Fig. 1 mit sich an dem Schutz
gitter abstützenden Halterungen und
Fig. 3 eine Detaildarstellung der Fig. 2.
In Fig. 1 ist rein prinzipiell ein Laderaum (10) eines Kraftfahrzeuges dargestellt, der
einerseits über ein Schutzgitter (12) gegenüber dem Fahrgastraum abgetrennt ist und
andererseits durch ein in Längsrichtung des Kraftfahrzeugs verlaufenden Raumteiler
(14) unterteilbar ist.
Das Schutzgitter (12), welches auch als Trennwand bezeichnet werden kann, kann
herkömmlicher Konstruktion sein und sich über die gesamte Höhe des Laderaums, also
vom Deckenbereich bis zum Bodenbereich des Kraftfahrzeuges erstrecken. Insoweit
wird auf hinlänglich bekannte Konstruktionen verwiesen.
Von dem Schutzgitter (12) geht der Raumteiler (14) aus, der im Ausführungsbeispiel
einen umlaufenden Rahmen (16) aufweist, von dem ein Gitter (18) aufgespannt wird,
welches mit dem Rahmen (16) verbunden wie verschweißt sein kann. Anstelle eines
Metallgitters (18) kann auch ein Netz oder ähnliches benutzt werden. Auch insoweit
wird auf bekannte Lösungen verwiesen.
Um den Raumteiler (14) mit dem Schutzgitter (12) lösbar zu verbinden, ist ersterer in
den Bereichen A und B des Schutzgitters (12) gemäß Fig. 1 abgestützt. Hierzu sind
Halterungen (20), (22) vorgesehen, die teilweise die horizontal oder im wesentlichen
horizontal verlaufenden oberen und unteren Schenkel (24) und (26) des Schutzgitters
(12) umfassen. Dies erfolgt derart, daß dann, wenn die Halterungen (20), (22) an den
Rahmenschenkeln (24) und (26) abgestützt sind, ein Verstellen des Raumteilers (14) in
Längsrichtung des Kraftfahrzeuges nicht mehr erfolgen kann. Hierzu weist jede Halte
rung (20), (22) eine pfannenförmige und im Schnitt einem Kreisabschnitt folgenden
Abschnitt (28), (30) auf, deren offene Bereiche voneinander weggerichtet sind.
Von der unteren ringabschnittförmigen Abstützung (30) geht ein ein Außengwinde
aufweisender Schaft (32) aus, der sich in einem rohrförmigen Stutzen (34) des vertikal
oder nahezu vertikal verlaufenden Rahmenschenkels (36) des Raumteilers (14) erstreckt.
In dem nach außen offenen Abschnitt (34) ist ein Einsatz (38) (Gleithülse) eingesetzt,
der dem Außengewinde des Schaftes (32) angepaßt ist. Hierdurch kann die Halterung
(20) im erforderlichen Umfang zu dem Raumteiler (14) beabstandet werden, um die
notwendige Positionierung des Raumteilers (14) zum Schutzgitter (12) sicherzustellen.
Um ein unkontrolliertes Verstellen der Halterung (20) auszuschließen, kann diese über
eine Rändelmutter (40) arretiert werden.
Die obere Halterung (22) weist einen rohrförmigen Abschnitt (42) auf, der von dem
äußeren Ringabschnitt bzw. schalenförmigen Abschnitt (28) ausgeht und sich innerhalb
des horizontal oder im wesentlichen horizontal verlaufenden Rahmenschenkels (44) des
Raumteilers (14) erstreckt. Um ein Verstellen der Halterung (22) zu ermöglichen und
damit ein Einstellen des Abstandes zwischen dem Schutzgitter (12) und dem Raumteiler
(14) zu ermöglichen, erstreckt sich der rohrförmige Abschnitt (42) in einem eine Quer
schnittsverringerung aufweisenden Abschnitt (46) des Schenkels (44). Dabei kann die
Querschnittsveränderung des Abschnitts (46) an den Außenquerschnitt des Rohrab
schnitts (42) angepaßt sein, um ein flächiges Anliegen zwischen den Abschnitten (42)
und (44) zu ermöglichen. Hierdurch wird eine hohe Haftreibung erzielt, durch die ein
Verschieben der Halterung (22) zum Raumteiler (14) erschwert wird. Um ein Her
ausziehen der Halterung (22) aus dem Schenkel (44) auszuschließen, ist der Rohr
abschnitt (42) der Halterung (22) endseitig durch zum Beispiel Drücken erweitert
worden, wobei der Querschnitt größer als der des Abschnitts (46) ist.
Jeder der in Längsrichtung des Kraftfahrzeuges verlaufende Schenkel, also der obere
Schenkel (44) und der untere Schenkel (48) des Rahmens (16) des Raumteilers (14)
weist eine sogenannte Deformationszone (50) auf, die dann wirksam wird, wenn
unzulässige starke Bremsverzögerungen auftreten oder ein Unfall eintreten sollte. In
diesem Fall sind Rahmenabschnitte (52) und (54) gegeneinander verschiebbar, ohne daß
der Raumteiler (14) selbst in den Fahrgastraum hineingedrückt werden kann.
Um die Deformationszone (50) zu bilden, verläuft einer der Schenkelabschnitte (52) in
nerhalb des anderen Schenkelabschnittes (54). Um bei Normalnutzung ein Verstellen der
Rahmenschenkelabschnitte (52) und (54) gegeneinander zu unterbinden, sind nach dem
Ausführungsbeispiel Gitterstäbe (56) und (58) des von dem Rahmen (16) aufgespannten
Gitters (18) einerseits mit dem Abschnitt (52) und andererseits mit dem Abschnitt (54)
verbunden wie verschweißt. Da die Giter (56), (58), (60) selbst untereinander verbunden
sind, ist folglich eine Verschiebbarkeit zwischen den Rahmenabschnitten (52), (54) unterbunden.
Sofern von dem Rahmen (16) kein Gitter (18), sondern zum Beispiel ein flexibles Netz
ausgeht, durch das eine Abstandseinhaltung zwischen den Schenkelabschnitten (52) und
(54) nicht gewährleistet wäre, sieht eine Alternativausbildung vor, daß der Abschnitt
(54) mit dem Abschnitt (52) des jeweiligen in Kraftfahrzeuglängsrichtung verlaufenden
Schenkels über ein Abstandselement (62) verbunden wird, welches dann verformbar ist,
wenn unzulässige Bremsverzögerungen auftreten sollten. In diesem Fall sind sodann die
Rahmenschenkelabschnitte (52) und (54) ebenfalls gegeneinander verschiebbar.
Claims (4)
1. Schutzgitter (12) zum Befestigen zwischen Fahrgast- und Ladebereich (10) eines
Kraftfahrzeuges umfassend einen Rahmen mit oberem und unterem Rahmen
schenkel (24, 26) und einen von dem Schutzgitter ausgehenden und den Ladebe
reich in Längsrichtung des Kraftfahrzeuges unterteilenden Raumteiler (14), der
seinerseits einen Rahmen (16) mit von dessen Schenkeln (36, 44, 48) ausgehen
dem Gitter (18), Netz oder ähnlichem umfaßt,
dadurch gekennzeichnet,
daß in Längsrichtung des Kraftfahrzeugs verlaufende Schenkel (44, 48) des
Raumteilerrahmens (16) jeweils einen Deformationsbereich (50) aufweisen.
2. Schutzgitter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Deformationsbereich (50) durch einen ersten Schenkelabschnitt (52) des
Schenkels (44, 48) des Raumteilerrahmens (16) gebildet ist, der sich innerhalb
eines zweiten Schenkelabschnitts (54) erstreckt.
3. Schutzgitter nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Abstand zwischen den koaxial zueinander verlaufenden und sich über
lappenden Schenkelabschnitten (54, 56) durch untereinander verbundene Gitter
stäbe (56, 58, 60) sicherbar ist, von denen einige außenseitig mit dem ersten und
einige mit dem zweiten rohrförmigen Schenkelabschnitt (52, 54) verbunden wie
verschweißt sind.
4. Schutzgitter nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Abstand zwischen den koaxial zueinander verlaufenden und sich über
lappenden Schenkelabschnitten (52, 54) durch einen von dem ersten zu dem
zweiten Schenkelabschnitt sich erstreckenden Abstandshalter wie -blech (62)
sicherbar ist.
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ID=8009270
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1995
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