DE2212589B2 - Verfahren zur Herstellung von 13 beta-R-4,9,11-gonatrienen und 13 beta-R-4,5-seco-9,l 1-gonadiene als Zwischenprodukte - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von 13 beta-R-4,9,11-gonatrienen und 13 beta-R-4,5-seco-9,l 1-gonadiene als ZwischenprodukteInfo
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Description
worin R einen Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen bedeutet.
3. Verbindungen der allgemeinen Formel
R OH
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Triensteroid-Derivaten der allgemeinen
Formel 1
worin R einen Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatois
men und X einen gesättigten oder ungesättigten, gegebenenfalls substituierten Kohlenwasserstoffrest
mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen oder einen Cycloalkylrest
mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen bedeutet.
Die Erfindung betrifft auch neue, im Verlaufe des erfindungsgemäßen Verfahrens erhaltene Zwischenprodukte.
In der allgemeinen Formel I bedeutet die Gruppe R vorzugsweise eine Methyl-, Äthyl-, Propyl- oder Isopro
pyl-Gruppe, während die Gruppe X insbesondere eine Methyl-, Äthyl-, Propyl-, Isopropyl-, Vinyl-,
Allyl-, 2-Methylallyl-, Äthinyl-, 1-Propinyl-, 2-Propinyl-,
2-Butinyl-, Propadienyl-, Butadienyl-, Chloräthinyl-,
Trifluorpropinyl-, Cyclopropyl-, Cyclopentyl- oder Cyclohexyl-Gruppe darstellt.
Die Verbindungen der allgemeinen Formel I besitzen interessante physiologische Eigenschaften. Sie
besitzen insbesondere eine progestomimetische, androgene oder anticholesterinämische Wirkung.
Es sind bereits Verfahren zur Herstellung gewisser
Verbindungen der allgemeinen Formel I bekannt.
So stellt man nach der französischen Patentschrift
1492 782 zur Herstellung von 3-Oxo- 13/3-äthyl-
17a - äthinyl -1 Iß - hydroxy - gona - 4,9,11 - trien (d. h.
der Verbindung der allgemeinen Formel 1, worin R
eine Äthylgruppe und X die Äthinylgruppe bedeuten)
das Äthylenketal in der 3-Stellung des 3,17-Dioxo-
130-äthyl-gona-4,9,ll-triens her, das man mit einem
Äthinylierungsmittel behandelt, so daß man das
3,3 - Älhylendioxy - 13^-äthyl- 17a- äthinyl -1 Iß - hy-
droxy-gona-4,9,ll-trien erhält, aus dem man durch
Hydrolyse der KeUilfunktion in der 3-Stellung das
gewünschte Trien erhält.
Es wurde nun ein neues Verfahren zur Herstellung
der Verbindungen der allgemeinen Formel I gefun-
den, das sich dadurch auszeichnet, daß man nicht,
wie es in der genannten französischen Patentschrift
der Fall ist, bereits ein vollständig cyclisiertes
4,9,11-Triensteroid, sondern ein 9,11-Diensteroid,
dessen Ring A noch nicht gebilt|et ist, verwendet.
Dieses neue erfindungsgemäße Verfahren wird
durch das im folgenden angegebene Reaktionsschema erläutert.
worin R einen Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, X einen gesättigten oder ungesättigten,
gegebenenfalls substituierten Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen oder einen
Cycloaikyirest mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen und Y ein Sauerstoffatom oder eine Äthylendioxygruppe
bedeutet.
ι
ϊ
ϊ
(III)
OH
>5
(V)
R OH
(D
Diese Ketalisierung erfolgt vorteilhafterweise in Anwesenheit eines Orthoameisensäure-niedrig·alkylesters,
insbesondere in Anwesenheit von Orthoameisensäureäthylester.
Die Ketalisierung stellt eine besonders bemerkenswerte Stufe des erfindungsgemäßen Verfahrens dar.
Sie erfolgt bei milden Bedingungen mit ausgezeichneten Ausbeuten, während die selektive Ketalisierung
in der 3-Stellung des bereits cyclisierten 3,17-Dioxogona-4,9,ll-triens
nach dem in der französischen Patentschrift 1 492 782 beschriebenen Verfahren nur
eine geringe Ausbeute im Bereich von 50 bis 60% ergibt.
Das metallorganische Reagens, dessen organischer Rest der Gruppe X entspricht und mit dem man das
i
35
40
Das Verfahren ist im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, daß man 3,5,17-Trioxo-13/?-R-4,5-seco-gona-9,11-dien
der Formel II durch Einwirkung von Äthylenglykol in Anwesenheit eines sauren Katalysators
und eines Ortho-ameisensäure-niedrig-alkylesters
selektiv in den 3- und 5-6tellungen ketalisiert, so daß man ein 3,5 - Bis - äthylendioxy - 13/J - R - J 7 - oxo-4,5-seco-gona-9,ll-dien
der Formel III erhält, das man mit einem metallorganischen Reagens, dessen organischer Rest der Gruppe X entspricht, umsetzt,
so daß man das 3,5-Bis-äthylendioxy-l 3/J-R-Ha-X-17^-hydroxy-4,5-seco-gona-9,ll-dien
der Formel IV erhält, dessen Ketalfunktionen man in saurem Medium hydrolysiert, worauf man das erhaltene 3,5-Di-0x0-
13^-R- 17a-X- Π β -hydroxy -4,5- seco- gona-9,11-dien
der Formel V durch Einwirkung eines basischen Mittels cyclisiert, so daß man das gewünschte
.1-Oxo-13/3-R-17a-X-17/J-hydroxy-gona-4,9,ll-trien
der allgemeinen Formel I erhält.
Der saure Katalysator, in dessen Anwesenheit man die selektive Ketalisierung in den 3- und 5-Stellungen
des 3,5,17-Trioxo-13/?-R-4,5-seco-gona-9,ll-diens der
Formel II bewirkt, ist vorzugsweise p-Toluolsulfonsäure.
9,11-dien der Formel III behandelt, ist insbesondere
ein magnesiumorganisches Halogenid der Formel Ha) Mg X, worin Hai ein Chlor-, Brom- oder Jodatom
bedeutet, oder ein Alkalimetallderivat der Formel X M, worin M insbesondere ein Lithium-, Natrium-
oder Kaliumatom bedeutet.
Die zur Hydrolyse der Ketalfunktionen in den Stellungen
3 und 5 des 3,5-Bis-äthylendioxy-13/i-R-17u-X-17/3-hydroxy-4,5-seco-gona-9,ll-diens
der Formel IV verwendete Säure ist insbesondere Chlorwasserstoffsäure, Schwefelsäure, Essigsäure, Citronensäure oder
p-Toluolsulfonsäure. Diese Hydrolyse kann in einem
oder mehreren Lösungsmitteln, wie z. B. einem Alkohol, wie Methanol, Äthanol oder Isopropanol, einem
Keton, wie Aceton, oder einem Kohlenwasserstoff, wie Benzol oder Toluol, erfolgen.
Das basische Mittel, mit dessen Hilfe die Cyclisierung des 3,5-DiOXO-O^-R-17a-X-17/i-hydroxy-4,5-seco-gona-9,ll-diens
erfolgt, ist insbesondere ein Alkalialkoholat, wie Natriummethylat, Natriumäthylat,
Natrium-tert.-butylat oder Kalium-tert.-butylat,
Kahum-tert-amylat, oder eine Alkalibase, wie Natriumhydroxyd
oder Kaliumhydroxyd.
Jede dieser Stufen, und insbesondere diejenige, bei der die selektive Ketalisierung in den Stellungen 3
und 5 erfolgt, verläuft mit einer sehr guten Ausbeute, so daß das erfindungsgemäße Verfahren gegenüber
den bereits bekannten Verfahren, und insbesondere dem aus der französischen Patentschrift 1 492 782
beschriebenen Verfahren, den Vorteil besitzt, daß sich eine erhöhte Gesamtausbeute an der angestrebten
Verbindung der allgemeinen Formel I ergibt, und dies bei einem Verfahren, bei dem man als Ausgangsmaterial
ein nichtcyclisiertes, leicht für die Steroidsynthese zugängliches Dienderivat verwendet.
Die S^n-Trioxo-n^-R-^S-seco-gona^ll-diene
können gemäß dem in der belgischen Patentschrift 708 997 beschriebenen Verfahren hergestellt werden.
Der erfindungsgemäß erzielbare technische Fortschritt geht aus der in der nachstehenden Tabelle
angegebenen Gegenüberstellung der Herstellung des 3 - Oxo - 13/3 - äthyl - 17a - äthinyl - 17/5 - hydroxy-4,9,11-triens
nach dem erfindungsgemäßen Verfahren und nach dem Verfahren gemäß deutsche Auslegeschrift
1 593 307 hervor. Um einen direkten Vergleich zu ermöglichen, muß vom selben Ausgangsprodukt
ausgegangen werden; die Umwandlung des 3,5,17 - Trioxo - 13/3 - äthyl - gona - 4,9 - diens zum
3,17 - Dioxo - 13/3 - äthyl - gona - 4,9,11 - trien erfolgt
nach dem in der deutschen Offenlegungsschrift 1668 641, Beispiel 13, Stufe B, angegebenen Verfahren.
Verfahren gemäß deutscher Offenlegungsschrift 1 668
89% Erfindu Verfahr
Ketal
52%
Ketal
Ketal
112% (nichtgereinigtes Produkt)
C = CH
Ketal
59,14%
Ausbeute ~ 30.54% Ausbe
2
3-Oxo-13/J-äthyl-17u-äthinyl-17/i-hydroxygona-4,9,ll-trien
(Verbindung der Formel I, worin R = —C2H5 und
X = -C=CH bedeuten)
Stufe A
589
3,5-Bis-äthylendioxy-13/3-äthyl-17-oxo-4,5-seco-gona-9,l
1-dien
(Verbindung der Formel III, worin R = —C2H5
bedeutet)
In eine Mischung aus 20 ecm Äthylenglykol und 7,5 ecm Orthoameisensäureäthylester gibt man 5 g
3,5,17-Trioxo-13/)-äthyl-4,5-seco-gona-9,11 -dien.
Man gibt 0,10 g p-Toluolsulfonsäure hinzu, rührt
während 16 Stunden bei 200C, gibt 0,2 ecm Pyridin
hinzu, kühlt auf 00C ab, rührt während 1 Stunde bei dieser Temperatur, isoliert den gebildeten Niederschlag
durch Abfiltrieren, wäscht ihn, trocknet ihn und erhält 6,05 g S^-Bis-äthylendioxyd-HiJ-äthyl-17-oxo-4,5-seco-gona-9,11
-dien, F. = 138°C, [o]S> = -98,5° (c = 0,5%, Methanol, enthaltend
1 % Pyridin), das man so, wie es ist, in der folgenden Stufe verwendet.
Eine Probe des Produktes wird aus Methanol, das 1% Pyridin enthält, umkristallisiert.
Analyse: C23H32
Berechnet .
gefunden ..
gefunden ..
O5 = 388,49.
C 71,10, H 8,30, 0 20,59%;
C 71,0, H 8,4, 0 20,8%.
C 71,0, H 8,4, 0 20,8%.
UV-Spektrum (Äthanol):
Infl. bei 244 nm EJ*, = 575,
Max. bei 249—250 nm EJJ-. = 604,
Max. bei 289 nm EJ* = 16.
Max. bei 249—250 nm EJJ-. = 604,
Max. bei 289 nm EJ* = 16.
In analoger Weise erhält man, ausgehend von 3,5,17-Trioxo-4,5-seco-östra-9,11 -dien, 3,5-Bisäthylendioxy
- 17 - 0x0 - 4,5 - seco - östra -9,11 - dien und ausgehend von 3,5.17-Trioxo-l Sß-n-propyM.S-secogona-9,11-dien
erhält man 3,5-Bis-äthylendioxy-13/3-n-propyl-17-oxo-4,5-seco-gona-9,l
1-dien.
Stufe B
3,5-Bis-äthylendioxy-13/i-äthyl-17a-äthinyl-17/?-hydroxy-4,5-seco-gona-9,l
1-dien
(Verbindung der Formel IV. worin R eine Äthylgruppe und X = -C=CH bedeuten)
In 50 ecm Tetrahydrofuran gibt man 7.5 g Kaliumtert.-butylat,
leitet während 30 Minuten Acetylen ein, gibt 5 g 3,5-Bis-äthylendioxy-13/f-äthyl-17-oxo-4,5-seco-gona-9,l
1-dien hinzu, rührt während einer Stunde und 30 Minuten bei 20" C unter ständigem
Einleiten von Acetylen, gießt die erhaltene Suspension in eine wäßrige Lösung von Ammoniumchlorid,
rührt, isoliert den gebildeten Niederschlag durch Absaugen,
wäscht ihn und erhält 5,23 g 3,5-Bis-äthylendioxy -\3ß- äthyl-17a-äthinyl-l Iß- hydroxy -4.5- secogona-9,11-dien,
F. = 178'C. das man so, wie es ist, in der folgenden Stufe verwendet.
Eine Probe dieses Produkts wird aus Methanol, das P/o Pyridin enthält, umkristallisiert. F. = 180C,
[α]ff = -138 (c = 0.5% Methanol, das 1% Pyridin
enthält.
Analyse: C25H34O5 = 414,52.
Berechnet ... C 72,43, H 8,26%;
gefunden .... C 72,2, H 8,2%.
gefunden .... C 72,2, H 8,2%.
UV-Spektrum (Äthanol):
Infl. bei 245 nm EJ* = 602,
Max. bei 249 nm EJ* = 617,
Infl. bei 259 nm Ei?m = 379.
Max. bei 249 nm EJ* = 617,
Infl. bei 259 nm Ei?m = 379.
In analoger Weise erhält man:
ausgehend von 3,5-Bis-äthylendioxy-17-oxo-4,5-seco-östra-9,l
1-dien durch Einwirkung von KaüumacetylidS.S-Bis-äthylendioxy-na-äthinyl-17/?-hydroxy-4,5-seco-östra-9,11
-dien,
durch Einwirkung von Methylmagnesiumbromid 3,5-Bis-äthylendioxy-Πα-methyl-17/f-hydroxy-4,5-seco-östra-9,11 -dien,
durch Einwirkung von Methylmagnesiumbromid 3,5-Bis-äthylendioxy-Πα-methyl-17/f-hydroxy-4,5-seco-östra-9,11 -dien,
durch Einwirkung des Lithiumderivats von Chloracetylen
3,5-Bis-äthylendioxy-17u-chloräthinyl-170-hydroxy-4,5-seco-östra-9,l
1-dien,
durch Einwirkung von Cyclopropyllithium 3,5 - Bis - äthylendioxy -17a - cyclopropyl -17/i - hydroxy-4,5-seco-östra-9,l 1-dien,
ausgehend von 3,5-Bis-äthylendioxy- 130-n-propyl-17-oxo-4,5-seco-gona-9,11 -dien durch Einwirkung von Kaliumacetylid 3,5-Bis-äthylendioxy- lSß-n-propyl-na-äthinyl-n/i-hydroxy-4,5-seco-gona-9,l 1-dien.
durch Einwirkung von Cyclopropyllithium 3,5 - Bis - äthylendioxy -17a - cyclopropyl -17/i - hydroxy-4,5-seco-östra-9,l 1-dien,
ausgehend von 3,5-Bis-äthylendioxy- 130-n-propyl-17-oxo-4,5-seco-gona-9,11 -dien durch Einwirkung von Kaliumacetylid 3,5-Bis-äthylendioxy- lSß-n-propyl-na-äthinyl-n/i-hydroxy-4,5-seco-gona-9,l 1-dien.
Stufe C
3,5-Dioxo-l 3/3-äthyl-17a-äthinyl-17/?-hydroxy-4,5-seco-gona-9,l
1-dien
(Verbindung der Formel V, worin R = C2H5 und
X = -C=CH bedeuten)
in 15 ecm Aceton gibt man 5 g 3,5-Bis-äthylen-
yypyy
gona-9,11-dien, gibt 7,5 ecm einer etwa 3n-wäßrigen
Chlorwasserstoffsäure hinzu, rührt während 2 Stunden bei 200C, gießt die erhaltene Lösung in eine
Mischung aus Eis und Wasser, rührt, isoliert den gebildeten Niederschlag durch Abfiltrieren, wäscht
ihn, trocknet ihn und erhält 3,6 g 3,5-Dioxo-l3p'-äthyl-17a
- äthinyl -1 Iß- hydroxy -4,5 - seco - gona - 9,11 - dien,
F. = 115° C, das man so, wie es ist, in der folgenden
Stufe einsetzt.
Eine Probe dieses Produktes wird aus Äthyläther umkristalHsiert. F. = 1160C. [n]? = -85,5" U
= 0,5%, Methanol).
Analyse: C21H2nO3 = 326,42.
Berechnet ... C 77,26, H 8,03%:
gefunden .... C 77,3, H 7,7%.
gefunden .... C 77,3, H 7,7%.
UV-Spektrum (Äthanol):
Max. bei 292 nm EJ* = 782.
In analoger Weise erhält man:
ausgehend von 3.5-Bis-äthylendioxy-17u-äthiny
17/J-hydroxy-4,5-seco-östra-9,ll -dien 3,5-D
0x0 -1 la - äthinyl -Πβ- hydroxy - 4,5 - seco - östr;
9,11-dien,
17/J-hydroxy-4,5-seco-östra-9,ll -dien 3,5-D
0x0 -1 la - äthinyl -Πβ- hydroxy - 4,5 - seco - östr;
9,11-dien,
ausgehend von 3,5-Bis-äthylendioxy-i7a-methy
17/?-hydroxy-4,5-seco-östra-9,11 -dien erhä
17/?-hydroxy-4,5-seco-östra-9,11 -dien erhä
309 584/4
man 3,5 - Dioxo - 17α - methyl - 17/ί - hydroxy-4,5-seco-östra-9,l
I-dien,
ausgehend von S^-Bis-älhylcndioxy-na-chloräthinyl-1
7/f - hydroxy - 4,5 -seco-östra- 9,11 -dien
erhält man S^-Dioxo-na-chloräthinyl-lV/i-hydroxy-4,5-seco-östra-9,l
1-dien,
ausgehend von 3,5-Bis-äthyIendioxy-l7d-cyclopropyl-17/i-hydroxy-4,5-seco-östra-9,11
-dien erhält man S.S-Dioxo-lTa-cyclopropyl-n/Miydroxy-4,5-seco-östra-9,l
1-dien und
ausgehend von S^-Bis-äthylendioxy-n/i-n-pmpyl
-17« - ä thinyl -1 Iß - hydroxy - 4,5 - seco - gona-9,11-dien
erhält man 3,5-Dioxo - 13/i-η-propyl
-17a - äthinyl -17/i - hydroxy - 4,5 - seco - gona-9,11-dien.
Stufe D
3-Oxo-l 3/J-äthyl-17(i-äthinyl-l7/7-hydroxygona-4,9,11-trien
(Verbindung der Formel I, worin R = —C2H5 und
X = -C=CH bedeuten)
Man löst unter inerter Atmosphäre 3 g 3,5-Dioxo-13/i-iithyl-Πα-äthinyll7//-hydroxy-4,5-seco-gona-9,11-dien
in 15 ecm Methanol, gibt langsam 5,4 ecm
einer 10%igen methanolischen Kaliumhydroxydlösung hinzu, bringt die erhaltene Lösung zum Sieden
am Rückfluß, hält sie während 2 Stunden am Rückfluß, küiill ab, gibt 0,5 ecm Essigsäure hinzu, gießt
die Reaktionslösung in eine Mischung aus Eis und Wasser, kühlt ab, rührt, isoliert den gebildeten Niederschlag
durch Absaugen, wäscht ihn, trocknet ihn und erhält 2,83 g des rohen Produktes, F. = 148 C.
Die oben erhaltenen 2,83 g des rohen Produktes löst man in Methylenchlorid, gibt aktiviertes Magnesiumsilicat
(Florisil) zu der Lösung, rührt, entfernt das Magnesiumsilicat durch Filtration, engt das FiI-trat
durch Destillation unter vermindertem Druck zur Trockne ein, gibt Diäthyläther zum Rückstand,
bringt die Mischung zum Sieden am Rückfluß, kühlt ab, rührt, isoliert den gebildeten Niederschlag durch
Absaugen, wäscht ihn, trocknet ihn und erhält 2,6 g
- Oxo -13/i - äthyl -17α - äthinyl -17/f - hydroxy - gona-4,9,11-trien,
F. = I50C, [α]?," = +83" <<·" = 1% Äthanol).
Diese Verbindung ist identisch mit der in der französischen Patentschrift 1 492 782 beschriebenen.
In analoger Weise erhält man:
ausgehend von 3,5-Dioxo-l7a-äthinyl-l7/i-hydroxy-4,5-seco-os.tra-9,l
1-dien 3-O.\o-l7«-;ilhinyM7/Miydroxy-cistra-4.9,l
1-trien, F. = 167 C, M?' = +60"(c rr. 0,5%, Äthanol), das identisch
mit der in der französischen Patentschrift 1 453 214 beschriebenen Verbindung ist,
ausgehend von 3,5-Dioxo-17a-methyl-17,i-hydroxy-4,5-seco - östra-9,11-dien erhüll man 3-Oxo-l 7u-methyl-l 7/i-hydroxy-östra-4,9,l 1 -irien, F. = 16911C, [α]? = -57 ' (c· = 0,5%, Äthanol), das identisch mit der in der französischen Patentschrift 1 426 077 beschriebenen Verbindung ist, ausgehend von 3,5 - Dioxo - 17a - chlonithinyl-1 Iß - hydroxy - 4,5 - seco - östra - 9,11 - dien erhält man 3 - Oxo - 17α - chloräthinyl - 17/f - hydroxyöstra-4,9,II-trien, F. = 193°C, |"a]f - I 128" (c = 0,6%, Methanol), das identisch mit der in der französischen Patentschrift 1514 075 beschriebenen Verbindung ist,
ausgehend von 3,5 - Dioxo - 17a - cydopi opyl-17/i-hydroxy-4,5-seco-östra-9,11 -dien erhält man 3 - Oxo - 17α - cyclopropyl - 17 - huiroxyöstra-4,9,11-trien, dessen UV-Spektrum insbesondere ein Maximum bei 344 nm E|°* 825 besitzt.
ausgehend von 3,5-Dioxo-17a-methyl-17,i-hydroxy-4,5-seco - östra-9,11-dien erhüll man 3-Oxo-l 7u-methyl-l 7/i-hydroxy-östra-4,9,l 1 -irien, F. = 16911C, [α]? = -57 ' (c· = 0,5%, Äthanol), das identisch mit der in der französischen Patentschrift 1 426 077 beschriebenen Verbindung ist, ausgehend von 3,5 - Dioxo - 17a - chlonithinyl-1 Iß - hydroxy - 4,5 - seco - östra - 9,11 - dien erhält man 3 - Oxo - 17α - chloräthinyl - 17/f - hydroxyöstra-4,9,II-trien, F. = 193°C, |"a]f - I 128" (c = 0,6%, Methanol), das identisch mit der in der französischen Patentschrift 1514 075 beschriebenen Verbindung ist,
ausgehend von 3,5 - Dioxo - 17a - cydopi opyl-17/i-hydroxy-4,5-seco-östra-9,11 -dien erhält man 3 - Oxo - 17α - cyclopropyl - 17 - huiroxyöstra-4,9,11-trien, dessen UV-Spektrum insbesondere ein Maximum bei 344 nm E|°* 825 besitzt.
Diese Verbindung ist identisch mit der in der französischen Patentschrift 2 036 820 beschriebenen.
Ausgehend von 3,5-Dioxo-13/i-n-propyl-l7(r uhinyl
-17/i - hydroxy - 4,5 - seco - gona - 9,11 - dien erhält
man S-Oxo-Lty-n-propyl-nu-äthinyl-n^-hydroxygona-4,9,1
!-!rien. Das rohe Produkt wird aus Äthanol
umkristallisiert und dann in heißem Wasser ilesolvatisiert.
F. = 147°C, [α]?? = +92° (c U.5%,
Äthanol).
Diese Verbindung ist identisch mit der in dei fianzösischen
Patentschrift 1 514 086 beschriebenen
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung von Steroid-Derivaten der allgemeinen Formel
(D
worin R einen Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen und X einen gesättigten oder ungesättigten,
gegebenenfalls substituierten Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen oder einen
Cycloaikyirest mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen bedeutet, dadurch gekennzeichnet, daß
man ein 3,5,17-Trioxo-13/3 - R - 4,5 -seco-gona-9,
U-dien durch Einwirkung von Äthylenglykol in Anwesenheit eines sauren Katalysators und
eines Ortho - ameisensäure - niedrig - alkylesters selektiv in den Stellungen 3 und 5 ketalisiert, so
daß man das entsprechende 3,5-Bis-äthylendioxy-13/?-R-17-oxo-4,5-seco-gona-9,ll-dien
erhält, man diese Verbindung mit einem metallorganischen Reagens, dessen organischer Rest der Gruppe X
entspricht, umsetzt, so daß man das entsprechende 3,5 - Bis - äthylendioxy -13ß - R -17a - ΧΙ
Iß-hydroxy-4,5-seco-gona-9,11 -dien erhält,
dessen Ketalfunktionen man in saurem Medium hydrolysiert und man das erhaltene 3,5-Dioxo-13/3
- R - 17a - X ■ Π β - hydroxy - 4,5 - seco - gona-9,11-dien
durch Einwirkung eines basischen Mittels cyclisiert, so daß man das gewünschte 3-Oxo-13/?-R-17a-X-17/3-hydroxy-gona-4,9,21-trien
erhält.
2. 3,5 - Bis - äthylendioxy - 13/3 - R - 17 - oxo-4,5-seco-gona-9,11-diene
der allgemeinen Formel
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