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DE2202227A1 - Neue Cephalosporinkomplexe und Verfahren zur Herstellung von Cephalosporinantibiotica aus solchen Komplexen - Google Patents

Neue Cephalosporinkomplexe und Verfahren zur Herstellung von Cephalosporinantibiotica aus solchen Komplexen

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Publication number
DE2202227A1
DE2202227A1 DE19722202227 DE2202227A DE2202227A1 DE 2202227 A1 DE2202227 A1 DE 2202227A1 DE 19722202227 DE19722202227 DE 19722202227 DE 2202227 A DE2202227 A DE 2202227A DE 2202227 A1 DE2202227 A1 DE 2202227A1
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DE
Germany
Prior art keywords
cephalosporin
complex
radical
dimethylformamide
cephalexin
Prior art date
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Application number
DE19722202227
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English (en)
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DE2202227B2 (de
DE2202227C3 (de
Inventor
Garbrecht William Lee
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Eli Lilly and Co
Original Assignee
Eli Lilly and Co
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Publication date
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First worldwide family litigation filed litigation Critical https://patents.darts-ip.com/?family=22320939&utm_source=google_patent&utm_medium=platform_link&utm_campaign=public_patent_search&patent=DE2202227(A1) "Global patent litigation dataset” by Darts-ip is licensed under a Creative Commons Attribution 4.0 International License.
Application filed by Eli Lilly and Co filed Critical Eli Lilly and Co
Publication of DE2202227A1 publication Critical patent/DE2202227A1/de
Publication of DE2202227B2 publication Critical patent/DE2202227B2/de
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Publication of DE2202227C3 publication Critical patent/DE2202227C3/de
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D501/00Heterocyclic compounds containing 5-thia-1-azabicyclo [4.2.0] octane ring systems, i.e. compounds containing a ring system of the formula:, e.g. cephalosporins; Such ring systems being further condensed, e.g. 2,3-condensed with an oxygen-, nitrogen- or sulfur-containing hetero ring
    • C07D501/14Compounds having a nitrogen atom directly attached in position 7
    • C07D501/16Compounds having a nitrogen atom directly attached in position 7 with a double bond between positions 2 and 3
    • C07D501/207-Acylaminocephalosporanic or substituted 7-acylaminocephalosporanic acids in which the acyl radicals are derived from carboxylic acids
    • C07D501/227-Acylaminocephalosporanic or substituted 7-acylaminocephalosporanic acids in which the acyl radicals are derived from carboxylic acids with radicals containing only hydrogen and carbon atoms, attached in position 3

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Cephalosporin Compounds (AREA)

Description

PATENTANWÄLTE
DR. I. MAAS
DR. W. PFEIFFER
DR.F. VOITHENLEITNER
8 MÜNCHEN 23
UNQERERSTR. 25 - TEL 39 02 38
X-3440
86 233
Eli Lilly and Company, Indianapolis, Indiana, V.St.A.
Neue Cephalosporinkomplexe und Verfahren zur Herstellung von Cephalosporinantibiotica aus solchen Komplexen
Die Erfindung bezieht sich auf neue Ν,Ν-Dimethylformamid- oder NjN-Dimethylacetamld-Cephalosporin-Komplexe, ein Verfahren zu ihrer Herstellung und ein Verfahren zur Herstellung von Cephalosporinantibiotica aus solchen Komplexen.
Die Erfindung ist besonders zur Anwendung bei Verfahren zur Entfernung von p-Nitrobenzyl- oder 2,2,2-Trichloräthylestergruppen aus Cephalosporinverbindungen vorteilhaft, zum Beispiel bei Herstellungsverfahren zur Erzeugung von Cephalosporinantibiotica, bei denen ein p-Nitrobenzylester oder ein anderer säurespaltbarer Ester einer Cephalosporingrundverbindung hergestellt wird und der betreffende Cephalosporinester an der 7-Aminogruppe mit der gewünschten acylierenden Form der gewählten Säure acyliert wird, wonach die Estergruppe abgespalten oder entfernt werden muß, damit das gewünschte Cephalosporinantibioticum erhalten wird.
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Zur Herstellung von einigen antibiotischen Cephalosporansäurederivaten sind Verfahrenswege für die Acylierung der 7-Aminogruppe eines Cephalophoringrundverbindungsesters mit einer acylierenden Form der gewünschten Säure entwickelt worden. Wenn die Acylierungsstufe beendet ist, müssen alle Schutzgruppen und die Estergruppe aus dem Cephalosporinderivat entfernt werden, damit das gewünschte Cephalosporinantibioticum als Produkt erhalten wird. Häufig werden die Acylierungs- und Esterspaltungsstufe in einem einzigen Lösungsmittelsystem durchgeführt. Um eine leichte Handhabung der Stoffe und verbesserte Ausbeuten zu erzielen, wird es in manchen Fällen bevorzugt, den p-Nitrobenzylrest als Estergruppe an der Cephalosporingrundverbindung in diesem Verfahren zu verwenden. Beispielsweise wird bei einem solchen Verfahren ein p-Nitrobenzylester von 7-Aminodesacetoxycephalosporansäure (7-ADCA) oder ein p-Toluolsulfonatsalz davon hergestellt und als Grundverbindung zur Herstellung von Cephalexin verwendet, eines Antibioticums, das in der US-PS 3 507 861 beschrieben ist.
Nach einer gegenwärtig angewandten Methode zur Herstellung von Cephalexin wird ein p-Nitrobenzylester von 7-Aminodesacetoxycephalosporansäure (7-ADCA-Ester) in Acetonitril mit einem gemischten C -C.-Alkylanhydrid von Phenylglycin acyliert. In diesem Glycinderivat ist der Aminostickstoff als Enamin mit Methylacetoacetat geschützt. Gegenwärtig wird die Estergruppe von der Carboxylgruppe durch Behandlung der Acetonitrilmischung des Cephalexinesters mit einem Reduktionsmittel, zum Beispiel Zinkmetallstaub und Säure, entfernt. An diese saure Reduktion, bei der auch das Enamin entfernt wird, schließt sich eine Behandlung mit Base zur Erhöhung des pH-Werts der Mischung auf etwa 4,5 bis 5,0 an. Bei diesem pH-Wert fällt rohes Cephalexinzwitterion aus.
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Bei dieser sauren Reduktion wird zwar die p-Nitrobenzylestergruppe wirksam abgespalten, es werden aber auch Verunreinigungen erzeugt, die aus dem Cephalexinzwitterionprodukt schwer zu entfernen sind. Es wird angenommen, daß zu solchen Verunreinigungen kleine Mengen von 7-ADCA, Phenylglycin und, wenn der p-Uitrobenzylester verwendet wird, einer Verunreinigung gehören, deren Struktur bisher noch nicht mit Sicherheit geklärt werden konnte. Welche chemische Struktur diese letztere Verunreinigung auch haben mag, so enthält sie jedenfalls diazotierbaren Stickstoff, wie sich mit der unten beschriebenen Bratton-Marshall-Methode feststellen läßt. Für den Fachmann auf dem Gebiet der Cephalosporinantibiotica ist es wünschenswert, die Verunreinigung mit diazotierbarem Stickstoff zu beseitigen oder wenigstens auf unerhebliche Mengen in dem Cephalexinprodukt zu verringern.
Einige der als Reaktionsteilnehraer verwendeten Verbindungen und einige der erfindungsgemäß erhältlichen Produkte sind als Derivate von Cephalosporansäure bezeichnet, die folgende Struktur hat:
CH2OCCH3
OOH
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7-Aminocephalosporansäure (7-ACA) hat also folgende Struktur:
s\
CH
0'
COOH
7-ACA ist ein wichtiges Zwischenprodukt, das aus Cephalosporin C
HOOC- CH
NH.
H-) C
NH CH
CH
CH
C-CH OCCH
2 3
COOH
durch Abspaltung der 7-Acylseitenkette nach nunmehr bekannten Methoden erhalten wird. Andere Verbindungen, die in dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendet und durch dieses erzeugt werden, sind als Derivate von 7-Aminodesacetoxycephalosporansäure (7-ADCA) bezeichnet, die folgende Formel hat:
2098^9/115^
COOH
T-Aminodesacetoxycephalosporansäure kann auch als 7-Amino-3-methyl-Delta -cephem-4-carbonsäure bezeichnet werden. Ebenso kann Cephalexin als 7-(D-alpha-Amino-alpha-phenylacetamido)-3-methyl-Delta -cephem-4-carbonsäure bezeichnet werden.
Erfindungsgemäß wird ein Cephalosporinester, der eine "freie Aminogruppe oder eine geschützte Aminogruppe enthält, deren Schutzgruppe in einem sauren Medium entfernt wird, als solcher oder in Salzform in Ν,Ν-Dimethylformamid (DMF) oder Ν,Ν-Dimethylacetamid (DMAC) nötigenfalls mit Hilfe von Säure, gelöst und mit dem Reduktionsmittel und mit Säure zur Entfernung der Estergruppe behandelt. Anschließend wird, nötigenfalls nach Filtration, die Mischung mit Base behandelt, um den pH-wert bis zu einem Punkt zu erhöhen, bei dem der Cephalosporinsäurekomplex mit dem Dimethylformamid oder Dimethylacetamid ausfällt.
Der rohe Cephalosporin-Dimethylformamid- oder -Dimethylacetamid-Komplex kann erfindungsgemäß durch Auflösen des Komplexes in einer Mischung des gewählten N,N-Dialkylacylamids, die bis zu etwa 40 Volumenprozent polares flüssiges Verdünnungsmittel enthält, Ansäuern, Rühren und anschließende Zugabe von Base zur Wiederausfällung
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des gereinigten Cephalosporinsäure-Lösungsmittel-Komplexes weiter gereinigt werden. Der Cephalosporinkomplex wird durch Auflösen des Komplexes in angesäuertem Wasser, Erwärmen der Lösung auf 40 bis 70 0C und anschließende Einstellung des pH-Werts der Mischung auf den Bereich, in dem Cephalosporin aus der Lösung ausfällt, in das freie Cephalosporin umgewandelt werden.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird ein p-Nitrobenzylcephalexinester mit N,N-Dimethylformamid vermischt, die Mischung zur Spaltung der Estergruppe mit Zink und Säure behandelt, die cephalexinhaltige Lösung von Nebenprodukten und Zink abgetrennt, der pH-Wert der Lösung zur Abtrennung von Cephalexin eingestellt und das Cephalexin durch Auflösung in einer Mischung aus DMF und polarer Flüssigkeit und anschließende Behandlung mit Base zur Abtrennung des neuen Cephalexin-DMF-Komplexes gereinigt. Der Komplex wird nach Reinigung von Phenylglycin, 7-ADCA und diazotierbaren Aminverunreinigungen in angesäuertem Wasser gelöst, auf 40 bis 70 0C erwärmt und zur Einstellung des pH-Werts auf den pH-Bereich, in dem sich Cephalexinhydrat aus der Lösung abscheidet, mit Base behandelt.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird mit Cephalosporinestern der Formel
NH CH CII
CH,
N C C
CH,
COOR
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durchgeführt. In dieser Formel bezeichnet
R den Rest einer Estergruppe, die durch Reduktion unter sauren Bedingungen entfernt wird, z.B. einen Nitrobenzylrest, 2,2,2-Trichloräthylrest, Phenacylrest und andere ähnliche Estergruppen, die aus der Patentliteratur, zum Beispiel der US-PS-3 284 451, bekannt sind,
R1 bezeichnet ein Wasserstoffatom, ni^ als Teil eines Salzes oder eine Aminogruppe, die einen Acylrest der Formel
II
W—CH—C-
aufweist, worin B -NH2 oder -IiH^ , wenn der Cephalosporinester in Salzform vorliegt, und
W ein Phenylrest, 3-Hydroxyphenylrest e 4-Hydroxyphenylrest, 4-(alpha-Amino-C -C3-alkyl)phenylrest, 4-Chlorphenylrest, 3,5-Dichlor-4-hydroxyphenylrest, 3-Chlor-4-hydroxyphenylrest, 2-Thienyl- oder 3-Thienylrest oder Sydnonrest ist, und
A bezeichnet Wasserstoff, einen Rest -O-C(O)- (C1-C4)-alkyl, einen Rest -O-C(O)- (C4-C7)-cycloalkyl oder einen Rest -X-Z, worin X Sauerstoff oder Schwefel ist und Z den Rest eines Thiols, wie in der Cephalosporinpatentliteratur, zum Beispiel der US-PS 3 53C :3, erläutert, und vorzugsweise einen C^C^Alkylrest wie .: ;+.h>: f Äthyl, Propyl, Isopropyl, Butyl, Isobutyl oder tert,-Butyl, einen 3,3,4-Thiadiazol-2-ylrest oder einen l~Methyl~i-H-tetra2ol~5-ylrest: oder ähnliche Reste bedeutet, die bei d^r «errtel Inr.g von
2 0 9 B U 9 / 1 1 h A
Cephalosporinantibiotica verwendet werden oder verwendet werden können. Aus diesen Estern erhältliche Cephalosporinantibiotica sind aus der Patentliteratur bekannt.
Die Erfindung wird zwar hierin unter besonderer Bezugnahme auf Cephalexin beschrieben, da dieses ein anerkanntes und handelsübliches Antibioticum ist, es ist jedoch zu beachten, daß sich die hierin beschriebene neue Lehre auch auf Verfahren zur Herstellung von verschiedenen anderen, Aminogruppen enthaltenden Cephalosporingrundsäuren und Cephalosporinsäureantibiotica aus den entsprechenden Cephalosporinestern anwenden läßt, deren Estergruppe sich durch Reduktion unter sauren Bedingungen entfernen läßt. Beispielsweise läßt sich die Erfindung in Verfahren zur Herstellung folgender Verbindungen anwenden:
Cephaloglycin /_7- (D-alpha-Aminophenylacetamido) cephalosporansäure/,
-(2'-thienyl)acetamido/-3-methyl-Delta -cephem-4-carbonsäure,
7-/D-alpha-Amino-alpha-phenylacetamido/-3-methylthiomethyl-Delta -cephem-4-carbonsäure,
7-/D-alpha-Amino-alpha-phenylacetamido/-3-methoxymethyl-Delta -cephem-4-carbonsäure,
ι-(3'-hydroxyphenyl)acetamido/-3-H-tetrazo]
carbonsäure,
(l'-roethyl-lH-tetrazol-5-ylthiomethyl/-Delta3-cephem-4-
7-^D-aipha-Amino-alpha-(3'-hydroxyphenyl)-acetamido/-3-methylthiomethyl-Delta -cephem-4-carbonsäure,
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ι-(3'-hydroxyphenyl)-e
methoxymethyl-Delta -cephem-4-carbonsäure,
7-/D-alpha-Amino-alpha-(4'-hydroxyphenyl)acetamido/-cephlosporansäure,
7-/D-alpha-Amino-alpha-(4'-hydroxyphenyl)acetamido/-3-methyl-Delta -cephem-4-carbonsäure,
7-^D-alpha-Amino-alpha-(4'-hydroxy-3'-chlorphenyl)-acetamidoy-S-methyl-Delta -cephem-4-carbonsäure,
7-ZD-alpha-Amino-alpha-(4'-hydroxy-3',5'-dichlorphenyl)-acetamidoy-S-methyl-Delta -cephem-4-carbonsäure.
Die Erfindung läßt sich ferner in Verfahren zur Entfernung von Estergruppen aus Cephalosporingrundverbindungen, zum Beispiel 7-Aminocephalosporansäure (7-ACA), 7-Aminodesacet-.oxycephalosporansäure (7-ADCA), 7-AmInO-S-C1-C.-alkyl-S-
3
methyl-Delta -cephem-4-carbonsäuren und 7-Amino-3-C.-C4-
3
alkyl-O-methyl-Delta -cephem-4-carbonsäuren, anwenden.
Erfindungsgemäß werden die Ausbeuten und die Reinheit der Aminogruppen enthaltenden Cephalosporinverbindungen dadurch verbessert, daß (a) ein Cephalosporinester des oben beschriebenen Typs mit Ν,Ν-Dimethylformamid (DMF) oder N, N-Dimethylacetamid (DMAC) vermischt wird, (b) die Mischung aus Stufe (a) mit einem Reduktionsmittel in einem sauren Medium (unter pH 5) behandelt wird und (c) eine basische Substanz mit der erhaltenen Mischung aus Stufe (b) vermischt wird, bis sich ein Komplex aus der eine Aminogruppe enthaltenden Cephalosporinsäure und DMF oder DMAC aus der Mischung abscheidet. Der Aminocephalosporin-DMF- oder -DMAC-Komplex kann aus der Mischung von Stufe (c) nach üblichen Methoden abgetrennt und als Zwischenprodukt zur Rückgewinnung der freien Cephalosporinzwitterinonenverbindung verwendet werden. Nach einer weiteren Ausführungsform
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der Erfindung kann jedoch der Aminocephalosporinsäure-DMF- oder -DMAC-Komplex durch (d) Auflösen des Komplexes in einer Mischung aus DMF oder DMAC und bis zu etwa 40 Volumenprozent eines polaren flüssigen Verdünnungsmittels und (e) anschließendes Vermischen der Mischung aus Stufe (d) mit einer basischen Substanz zur Erhöhung des pH-Werts bis zur Abscheidung des Cephalosporinkomplexes weiter gereinigt werden. Diese Reinigungsstufe kann einmal oder mehrere Male wiederholt werden, bis der Gehalt an nichtumgesetzten Reagentien, zum Beispiel der Cephalosporingrundverbindung, oder Nebenprodukten, zum Beispiel Verunreinigungen, die diazotierbaren Stickstoff enthalten, auf einen annehmbar niedrigen Wert vermindert ist. Das freie Cephalosporinantibioticum als Zwitterion kann dann aus dem gereinigten Cephalosporinkomplex regeneriert werden, indem dieser in Wasser oder wässrigem Acetonitril gelöst wird und eine Base zur Einstellung des pH-Werts auf den isoelektrischen Punkt des Cephalosporinzwitterions dieser Mischung zugesetzt wird, bei dem sich das Cephalosporinzwitterion abscheidet. Die Cephalosporinkomplexe können gewünschtenfalls in hydratisierte kristalline Produkte übergeführt werden, indem der Cephalosporinkomplex in angesäuertem Wasser gelöst wird, die Lösung auf 40 bis 70 0C erwärmt wird und dann die Lösung mit einer basischen Substanz vermischt wird, bis sich das Cephalosporinzwitterionhydrat abscheidet.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann als Teil des Gesamtverfahrens zur Herstellung von Cephalexin und anderen Cephalosporinantibiotlca mit primären Aminogruppen aus Penicillinen angewandt werden, ist jedoch nicht auf diese Anwendung beschränkt. Bei diesem Verfahren wird im allgemeinen das Penicillin in einen Penicillinsulfoxidester übergeführt, dieser Penicillinsulfoxidester wird in Gegenwart von Säure erwärmt, wodurch sich der entsprechende
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7-Acylamidodesacetoxycephalosporinester bildet, und der 7-Acylamidodesacetoxycephalosporinester wird nach bekannten Methoden zur Abspaltung oder Entfernung der 7-Acylgruppe, die aus dem Penicillin stammt, behandelt. Der dadurch erhaltene 7-Aminodesacetoxycephalosporansäureester (7-ACDA-Ester) kann zur Herstellung aktiverer Cephalosporinantibiotica mit jeder gewünschten Acylgruppe reacyliert werden. Dieser 7-ADCA-Ester in Salzform wird gegenwärtig zur Herstellung von Cephalexin verwendet." Er kann auch in dem verbesserten Verfahren nach der Erfindung eingesetzt werden.
In dem erfindungsgemäßen Verfahren wird
(1) der Cephalosporinester, zum Beispiel der para-Nitrobenzyl- oder 2,2,2-Trichloräthylester von 7-Aminodesacetoxycephalosporansäure, in Acetonitril mit einem gemischten Anhydrid von Phenylglycin, eines substituierten Phenylglycins, von 2-Thienylglycin oder dergleichen, worin der Aminostickstoff des Glycinrests in Form des mit Methylacetoacetat erzeugten Enamins oder durch eine andere Schutzgruppe, zum Beispiel die tert.-Butoxycarbonylgruppe, geschützt ist, acyliert,
(2) das Produkt aus Stufe (1) zur Abscheidung des Salzes des Cephalosporinesters mit einer geeigneten Säure behandelt. Eine aromatische C,-C10-Kohlenwasserstoffsul-
O i.e.
fonsäure, zum Beispiel p-Toluolsulfonsäure, wird für diesen Zweck bevorzugt. Bei dieser Säurebehandlung wird die Methylacetoacetatenamingruppe von dem Aminostickstoff entfernt.
(3) Der Cephalosporinester oder sein Salz aus Stufe (2) wird von dem Acetonitrilmedium abgetrennt, zum Beispiel durch Filtrieren, Zentrifugieren oder andere übliche Maßnahmen.
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(4) Erfindungsgemäß wird der als N-enamingeschützte Cephalosporinester oder das Cephalosporinestersalz in N,N-Dimethylformamid (DMF) oder Ν,Ν-Dimethylacetamid) (DMAC) oder in Lösungsmittelsystemen/ die wenigstens eine dieser Verbindungen als Hauptkomponente enthalten, gelöst.
(5) Die Lösung aus Stufe (4) wird mit einem Reduktionsmittel, zum Beispiel Zinkmetall in feinteiliger Form zur einfachen Handhabung, behandelt. Alternativ kann als Reduktionsmittel Wasserstoff unter bekannten Hydrierungsreduktionsbedingungen in Gegenwart eines Hydrierungskatalysatiors, zum Beispiel Palladium oder Rhodium auf einem Kohle- oder Bariumsulfat-Träger oder einer in dem Hydriermedium suspendierten Palladium- oder Rhodiumverbindung, angewandt werden. Für das saure Medium kann jede nicht-oxydierende Säure verwendet werden, Salzsäure wird jedoch bevorzugt. Durch eine solche Säurebehandlung werden auch Aminostickstoffschutzgruppen entfernt, wenn solche Gruppen nicht bereits früher in dem Verfahren entfernt worden sind. Die Reaktion ist in kurzer Zeit praktisch beendet, im allgemeinen wird die Mischung in der Praxis jedoch einige Stunden stehengelassen, damit eine vollständige Umsetzung ermöglicht wird und sich jegliche Rückstände und nicht-umgesetztes Zink absetzen können. Die Reaktionsmischung kann dann von den Rückständen durch Filtrieren, Dekantieren, Zentrifugieren oder dergleichen abgetrennt werden.
(6) Die Reaktionsmischung aus Stufe (5) wird dann mit genügend Base zur Erhöhung des pH-Werts auf einen Wert, bei dem sich das Cephalosporin als Komplex mit dem als Lösungsmittel verwendeten DMF oder DMAC abscheidet, behandelt. Wenn das bevorzugte Lösungsmittel
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DMF als einziges Lösungsmittel verwendet wird, fällt bei einem pH-Wert von etwa 6,9 ein Cephalexin-Bis(DMF) Komplex aus. Bei DMF-Mischungen kann der Cephalosporinkomplex bei einem pH-Wert von etwa 6,5 bis 7,5 ausfallen. Zur Behandlung der Reaktionsmischung kann jede zweckmäßige Base vewendet werden. Die Wahl hängt im allgemeinen vom Preis, von der Verfügbarkeit und von der Sicherheit in der Handhabung ab. Vorzugsweise wird Ammoniak, Ammoniumhydroxid oder ein N,N,N-Tris(C -C.-alkylJamin wie Triäthylamin verwendet. Die wirtschaftlichen Alkalimetallhydroxide, zum Beispiel Natriumhydroxid und Kaliumhydroxid, können jedoch ebenfalls angewandt werden.
Die Komplexe oder Solvate (wie sie auch bezeichnet werden können) von Cephalosporinen mit DMF oder DMAC sind neue kristalline Sustanzen, die alle Merkmale von chemischen Verbindungen aufweisen. Sie liefern Röntgenbeugungsdiagramme, die für kristalline Substanzen charakteristisch sind. Beispielsweise ergibt der Cephalexin-Bis (DMF) -Komplex bei ultraviolett-spektroskopischer Untersuchung stets einen Gehalt von etwa 70 bis 72 % Cephalexin und 28 bis 30 % DMF und ist bei Raumtemperatur stabil. Er kann bei 30 bis 50 0C auf konstantes Gewicht getrocknet werden.
Diese als Produkte dieses Verfahrens erhaltenen Cephalosporin-Lösungsmittel-Komplexe mit DMF oder DMAC können erfindungsgemäß durch Auflösen in einer angesäuerten Mischung aus dem gewählten Ν,Ν-Dialkylacylamid und bis zu etwa 40 Volumenprozent eines polaren flüssigen Verdünnungsmittels weiter gereinigt werden. Im Fall des bevorzugten üMF wird eine Mischung aus etwa 90 Volumenprozent DMF und etwa 10 Volumenprozent Wasser bevorzugt. Zu weiteren verwendbaren polaren flüssigen Verdünnungsmitteln gehören beispielsweise C^-C^-Alkanole wie
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Methanol, Äthanol und Isopropanol und andere Verbindungen wie Aceton, Acetonitril, Nitromethan, Methylethylketon und dergleichen. Alternativ kann der zu reinigende Cephalosporin-DMF-Komplex in der polaren Flüssigkeit mit Säure gelöst werden, und die erhaltene Lösung kann mit DMF oder DMAC behandelt werden. Im allgemeinen wird eine nicht-oxydierende Säure wie Salzsäure zur Unterstützung der Auflösung zugesetzt. Dann wird eine geeignete Base wie Ammoniumhydroxid oder Triäthylamin zur Erhöhung des pH-Werts auf den Punkt zugesetzt, bei dem sich der Cephalosporin-Solvat-Komplex wirksam abscheidet. Bei dem Cephalexin-Bis(DMF)-Komplex wird ein pH-Wert von etwa 6,5 bis 7,5 bevorzugt. Dieses Reinigungsverfahren kann einmal oder mehrere Male wiederholt werden, bis die Prüfung des Cephalosporin-Solvat-Komplexes wünschenswert niedrige Werte für diazotierbaren Stickstoff und andere unerwünschte Verunreinigungen wie 7-Aminodesacetoxycephalosporansäure (7-ADCA) ergibt. Vorzugsweise wird dieses Reinigungsverfahren wiederholt, bis der Gehalt an diazotierbarem Stickstoff bei Bestimmung nach der unten beschriebenen Methode weniger als etwa 0,1 % beträgt.
Das Verfahren und die Cephalexin-Bis/Ν,Ν-(C.-C^alkyl)-acylamid/-Komplexe nach der Erfindung sind zur Herstellung von Cephalexin, einem bekannten Antibioticum, vorteilhaft. Zu diesem Zweck wird der Cephalexin-Bis (N, N-dialkylacylamid) -Komplex in Wasser gegeben, durch Zugabe von Säure wird der pH-Wert auf 1 bis 2 vermindert, die Mischung wird auf 40 bis 70 0C, vorzugsweise 50 bis 60 0C, erwärmt, um das Monohydrat zu erzeugen, und dann wird eine Base, zum Beispiel Ammoniumhydroxid oder Triäthylamin, zugesetzt, um den pH-Wert auf den Punkt zu erhöhen, bei dem sich Cephalexinzwitterion und Monohydrat abscheidet. Dieser pH-Wert
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liegt im allgemeinen zwischen etwa 4,5 und 5,0, hängt jedoch von dem verwendeten Lösungsmittelsystem ab. Wenn nicht-solvatisiertes Cephalexin gewünscht wird, kann der Komplex in einer wässrigen Acetonitrilmischung gelöst und daraus gewonnen werden. Das Cephalexinzwitterion kann aus der Reaktionsmischung nach üblichen Methoden gewonnen, mit Acetonitril gewaschen, getrocknet und dann zu pharmazeutischen Zubereitungen für die Verwendung in der Antibioticumtheirapie zur Bekämpfung verschiedener Infektionskrankheiten verarbeitet werden. Besondere Zubereitungen, Kapseln oder Tabletten, Größen und Arten der Verabreichung von Cephalosporinantibiotica, zum Beispiel Cephalexin, Cephaloglycin und dergleichen sind bekannt .
Die Erfindung führt zu Verbesserungen des Verfahrens zur Herstellung von Cephalexin, die es ermöglichen, die Stufen der Acylierung und Estergruppenentfernung zu trennen und voneinander unabhängig optimal zu gestalten. Das neue Verfahren liefert ein Cephalexinprodukt, das in Bezug auf Freiheit von Zink, Phenylglycin und 7-ADCA den früheren Zwischenstufen deutlich überlegen ist. Das Fehlen dieser Verunreinigungen ist vorteilhaft, da dadurch die Ausbeute und Zuverlässigkeit der letzten in V7asser durchgeführten Kristallisation von Cephalexinhydrat verbessert wird. Außerdem wird mit der erfindungsgemäßen Verfahrensverbesserung eine vollständige Rückgewinnung des Cephalexingehalts erzielt. Die Ausbeuten aus DMF liegen pro Abscheidung in der Größenordnung von 95 bis 98 %.
Durch die folgenden Beispiele wird die Erfindung näher erläutert.
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Beispiel Spaltung von p-Nitrobenzylester
Eine Mischung von 26,0 g des p-Toluolsulfonatsalzes des Cephalexinesters, p-Nitrobenzyl-3-methyl-?-(D-alphaamino-alpha-phenylacetamido)-Delta -cephem-4-carboxylat, 200 ml N,N-Dimethylformamid(DMF) und 20,0 ml konzentrierter wässriger Salzsäure werden unter Rühren und Außenkühlung bei etwa 5 0C gehalten, während 10,4 g Zinkpulver anteilweise in einer Zeit von 0,5 Stunden zugesetzt werden. Dann wird die Mischung eine Stunde ohne weiteres Kühlen gerührt und anschließend mehrere Stunden bei Raumtemperatur gehalten. Nach Filtrieren wird der Cephalexingehalt in dem Filtrat durch allmähliche Einstellung des pH-Werts der Mischung mit Triäthylamin auf etwa 6,5 ausgefällt. Das farblose, kristalline Produkt, ein Bis(dimethylformamid)-solvat von Cephalexin wird abgetrennt, mit DMF und dann mit Äthylacetat gewaschen und getrocknet. Das Produkt wiegt 16,5 g und ergibt folgende Werte:
Gehalt an Cephalexin (Base), UV (264 nm) 72,2 % Diazotierbarer Stickstoff (mit Hilfe
der optischen Dichte bestimmt) etwa 2000 ppm
Zink 30 ppm
Phenylglycin 0,01 %
7-ADCA 0,13 %
Reinigung von Cephalexin-bis(DMF)-solvat in DMF
16,0 g des wie oben beschrieben hergestellten Cephalexin-2DMF-solvat-Produkts werden in 160 ml einer Mischung aus 95 % DMF und 5 % Wasser unter Einstellung des pH-Werts
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mit konzentrierter Salzsäure auf etwa 2 gelöst. Die hellgelbe Lösung wird filtriert und das Filtrat wird mit Triäthylamin auf pH 6,5 eingestellt, wodurch das Cephalexin-bis(DMF)-solvat als Produkt abgeschieden wird. Das Produkt wird abgetrennt, mit D?IF und Äthylacetat gewaschen und getrocknet. Das farblose kristalline Produkt hat einen Schmelzpunkt von 183 bis 186 0C, wiegt 15,7 g, zeigt ein charakteristisches Röntgenbeugungsdiagramm und weist folgende Analysenwerte auf:
Cephalexin (Base), UV-Methode (264 nm) 72,0 %
Diazotierbarer Aminostickstoff etwa 150 ppm
Zink nicht nachweisbar
Phenylglycin nicht nachweisbar
7-ADCA nicht nachweisbar.
Durch eine zweite DMF-Auflösung mit Säure und anschließende Fällung des Cephalexin-bis(DMF)-solvat-Komplexes mit Triäthylamin wird der Gehalt des Produkts an diazotierbarem Stickstoff auf weniger als 50 Teile pro Million (ppm) vermindert.
Beispiel
In ein 284 1 (75 gallon) mit Glas ausgekleidetes Gefäß werden 108 1 Ii,^-Dimethylformamid(DMF) gegeben, das auf -10°C abgekühlt ist. Dann wird die Hälfte von 7,7 1 reagensreiner Salzsäure und 10 kg des p-Toluolsuifonatsalzes des p-Nitrobenzylesters von Cephalexin getrennt zugegeben. Hierauf wird die zvzeite Hälfte der 7,7 1 Salzsäure zugesetzt. Diese Mischung wird in 40 Minuten mit 4,08 kg Zinkstaub versetzt, während durch
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Kühlen die Temperatur der Mischung unter +12 C gehalten wird. Dann werden in 30 Minuten 10,8 1 Salzsäure zugegeben und die Mischung wird bei +20 C über Nacht gerührt. Die Mischung wird filtriert, wobei etwa 800 g Rückstand und abgesetzter Zinkstaub an einer Filterhilfe (Hyflo-Anschweiranung) in einem Büchner-Trichter gewonnen werden. Das gewonnene Material besteht hauptsächlich aus einem gelben Rückstand und weniger als 20 g Zinkstaub. Das abfiltrierte Material auf dem Büchner-Trichter wird mit 4 1 DMF gewaschen. Das Filtrat, das das Produkt enthält, wird zur Abscheidung des Cephalexin-bis (N,N-dimethylformamid) Komplexes mit Triethylamin auf pH 6,9 eingestellt. Das abgeschiedene Produkt wird auf einem Büchner-Trichter abfiltriert und dreimal mit je 15 1 DMF und dann zweimal mit je 15 1 Äthylacetat gewaschen. Das gewaschene Produkt wird bei 32 0C getrocknet. Es werden 5,05 kg des Cephalexin-bis (DMF) -Komplexes erhalten. Das theoretische Gewicht für reines Cephalexin, bezogen auf das Gewicht des Augangsmaterials, beträgt 4,695 kg. Die tatsächliche Ausbeute beträgt 77,5 %. Der Cephalexingehalt betr jt aufgrund der üV-Analyse (264 nm) 72,0 %. Der Gehalt an d: izotierbarem Stickstoff beträgt etwa 2000 ppm. Der Gehalt an ?-Aminodecazetoxycephalosporansäure (7-ADCA) beträgt 0, 7 Gewichtsprozent. Das Produkt hat graue Farbe.
Beispiel 3
Die Arbeitsweise von Beispiel 2 wird als Ansatz von 14,6 kq (dos p-Toluosulfonatsalzes des p-.Jitroi: ci.^y 1-esters von Cephalexin) wiederholt, mit der Ausnahme, daß die Mischung auf -5 C gekühlt und dor Zinkstaub Ln 35 Minuten Ln die Reaktionsmischung eingestreut wird . Die Toiiipt;rMi:ut wird unter 12 C gehalten. Insgesamt: werden ij, 31 kq :', üikstaub verwendet. tJach Zugabe von 14,13 1
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Salzsäure und Erwärmen auf 22 C wird die Mischung über Nacht gerührt. Am nächsten Tag wird die Mischung filtriert. Der Rückstand wird mit 4 1 DiIF gewaschen. Der pH-Wert des Filtrats wird auf 5,2 eingestellt, und dann werden zum Animpfen 2g des Cephalexin-bis(DMF)-Komplexes zugesetzt. Die Mischung wird 30 Minuten lang gerührt. Wenn die abgeschiedenen Cephalexin-bis(DMF)-Kristalle eine gut filtrierbare Größe haben, wird der pH-Wert der Aufschlämmung auf 6,0 eingestellt und die Mischung 15 Minuten lang gerührt. Der pH-Wert wird auf 6,9 eingestellt und die Mischung wird 15 Minuten lang gerührt und dann filtriert. Die Filtrationszeit beträgt 45 Minuten. Anhaftende Flüssigkeiten werden durch dreimaliges Waschen mit 15 1 DMF und zweimaliges Waschen mit 15 1 Äthylacetat verdrängt. Das kristalline Cephalexin-bis(DMF)-Produkt wird getrocknet und wiegt dann 7,568 kg. Das Produkt hat weiße Farbe. Der Gehalt an Cephalexinbase beträgt aufgrund der Ultraviolettanalyse (264 nm) 71,7 %. Das theoretische Gewicht des Cephalexins in diesem Disolvatprodukt beträgt 6,3 kg. Die tatsächliche Ausbeute beträgt 86,1 %. Der Gehalt an diazotierbarem Stickstoff beträgt etwa 1000 ppm. Der Gehalt an 7-ADCA beträgt 0,14 %.
Ein weiterer praktisch in der gleichen Weise hergestellter Ansatz liefert eine Ausbeute von 7,87 kg (80,6 % Ausbeute) des weißen kristallinen Cephalexin-bis(DMF)-solvat-Produkts, das aufgrund der Analyse 70,0 % Cephalexin, etwa 2000 ppm diazotierbaren Stickstoff und 0,09 % 7-ADCA enthält.
In einem vierten Versuch in ähnlichem Maßstab werden 7,38 kg (85 % Ausbeute) kristallines Cephalexin-bis(DMF) Produkt erhalten, das aufgrund der Analyse 71,4 % Cephalexin, etwa 1500 ppm diazotierbaren Stickstoff und 0,09 % 7-ADCA enthält.
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Beispiel
Eine Mischung aus vier wie in den vorhergehenden Beispielen beschrieben hergestellten Ansätzen der rohen Cephalexinbis(DMF)-solvate von insgesamt 19,4 kg (Cephalexinzwitterionmaterial) wird in einer Mischung aus 247 1 DMF und 28 1 destilliertem Wasser gelöst. Der pH-Wert wird mit lebensmittelreiner Salzsäure auf 2,0 eingestellt. Dann wird der pH-Wert mit Ammoniumhydroxid auf 6,9 eingestellt. Hierauf wird die Mischung auf zwei Büchner-Trichtern abfiltriert und mit zwei Anteilen von je 18 1 100-prozentigem DMF gewaschen. Nach Probennahme (0,901 kg) wird der Rest des abfiltrierten halbgereinigten Cephalexin-bis(DMF) Komplexes wieder in einer Mischung aus 247 1 DMF und 28 1 Wasser mit Hilfe von Salzsäure gelöst. Dann wird der pH-Wert mit Ammoniumhydroxid auf 6,9 eingestellt. Anschließend wird die Mischung auf Büchner-Trichtern zur Gewinnung des Produkts, Cephalexin-bis(DMF)-Komplex, filtriert. Das Produkt wird zweimal mit je 15 1 DMF und dann zweimal mit Äthylacetat (15 1 und 12 1) gewaschen. Dann wird der gereinigte Cephalexin-bis(DMF)-Komplex getrocknet. Das Gesamtgewicht beträgt 24,0 kg + 115 g für Proben. Der Gehalt an Cephalexinbase beträgt aufgrund der Ultraviolettspektralanalyse (264 nm) 70,0 %. Die Bestimmung von diazotierbarem Stickstoff ergibt einen Gehalt von etwa 300 ppm. Die tatsächliche Ausbeute beträgt 90,0 %.
Beispiel 5
In ein offenes mit Glas ausgekleidetes 284 1 (75 gallon) Gefäß mit einem Rührwerk werden 92 1 destilliertes Wasser, 6 kg reagensreine Salzsäure und 23 kg des Cephalexin-bis-(DMF)-Komplexes gegeben. Diese Mischung wird mit 11,5 1
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deionisiertem Wasser eingespült, dann werden 0,640 kg Natriumäthylendiamintetraacetat in 5,5 1 destilliertem Wasser und 1,67 kg Aktivkohle (Darco G 60) zugesetzt,und es wird 1 Stunde lang gerührt. Die Lösung wird dann durch ein Glasfilter auf einer Platten- und Rahmenpresse filtriert,und es wird mit 15,3 1 destilliertem Wasser gewaschen. Das Filtrat und das Waschwasser werden in ein 284 1 (75 gallon) Destillationsgefäß überführt und auf 55 0C erwärmt. Der pH-Wert wird mit Triäthylamin auf 4,5 eingestellt. Etwas überschüssiges Triäthylamin sammelt sich um den Rührer. Diese Ansammlung von überschüssigem Amin wird mit 3,0 1 Salzsäure neutralisiert. Der pH-Wert beträgt weniger als 5 Minuten lang maximal 5,6. Die Mischung wird auf einem Büchner-Trichter filtriert,und es wird mit 5 1 Wasser und 2 mal mit je 15 1 deionisiertem Wasser gewaschen. Das Filtrat (180 1) wird abgekühlt und in ein 284 1 (75 gallon) Destillationsgefäß überführt. Dann werden 90 1 Acetonitril zur Abscheidung der zweiten •Fraktion zugesetzt. Beide Produkte werden an der Luft bei 32 0C auf konstantes Gewicht getrocknet. Als Produkt werden 12,5 kg Cephalexinmonohydrat mit einem Gehalt an Cephalexinbase von 93 % erhalten, wie durch Ultraviolettanalyse (264 nm) festgestellt wird. Der Gehalt an diazotierbarem Stickstoff beträgt weniger als 50 ppm. Der DMF-Gehalt beträgt 0,0602 %. Der nach der Analysenmethode von Karl Fischer bestimmte Wassergehalt beträgt 6,25 %.
Beispiel 6
Der p-Nitrobenzylester von 7-ADCA wird mit einem gemischten Methylanhydrid von D-2-Amino-2-(2'-thienyl)-essigsäure acyliert, indem die Aminogruppe als Enamin mit Methylacetacetat geschützt oder blockiert ist. Die erhaltene
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Mischung wird mit p-Toluolsulfonsäure behandelt, um das Enamin zu entfernen und den Cephalosporinester, p-Nitrobenzyl-3-methyl-7-(D-2-amino-2-(2'-thienyl)-acetamido)-Delta -cephem-4-carboxylat abzuscheiden.
Dieser Cephalosporinester wird in DMF mit Hilfe von
Salzsäure gelöst und mit Zinkmetall in einem sauren
Medium zur Entfernung der Estergruppe behandelt. Zur
Erhöhung des pH-Wertes wird Ammoniumhydroxyd zugesetzt, um den 3-Methyl-7-(D-2-amino-2-(2'-thienyl)acetamido)-DeIt,
den.
3
Delta -cephem-4-carbonsäure-bis(DMF)-Komplex abzuschei-
Dieser Komplex wird in angesäuertem Wasser gelöst
(pH 1 bis 2), auf 50 bis 60 0C erwärmt und dann zur Erhöhung des pH-Wertes mit Base behandelt, bis sich das
3-Methyl-7-(D-2-amino-2-(2'-thienyl)acetamido)-Delta3-cephem-4-carbonsäurezwitterion abscheidet. Diese Verbindung wird von der Reaktionsmischung abgetrennt, nach Bedarf gewaschen und getrocknet. Diese Verbindung ist ein bekanntes Antibioticum, das beispielsweise in der US-PS 3 352 858 beschrieben worden ist.
Beispiel 7
Eine Lösung von D-alpha-(4'-hydroxyphenyl)-alpha-(tert.-butoxycarbonylamino)-essigsäure und 2,6-Lutidin in Tetrahydrofuran wird mit Äthylchlorformiat versetzt, um ein gemischtes Anhydrid wie in Beispiel 2 der US-PS 3 489 752 herzustellen. Diese Lösung wird mit dem p-Nitrobenzylester von 7-ADCA versetzt, um p-Nitrobenzyl-3-methyl-7-(D-alpha-(4'-hydroxyphenyl)-alpha-(tert.-butyloxycarbonylamino)acetamido) ·
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Delta -cephem-4-carboxylat zu erzeugen.
Dieser Ester wird in DMF gelöst, wie in Beispiel 1 zur Entfernung der Estergruppe und tert.-Butoxycarbonylgruppe unter Bildung von 3-Methyl-7-(D-alpha-(4'-hydroxyphenyl)-alpha-aminoacetamido)-Delta -cephem-4-carbonsäure behandelt und dann mit Base behandelt, bis sich die Verbindung in Form ihres DMF-Komplexes abscheidet. Der Komplex wird wie in Beispiel 5 behandelt, wodurch 3-Methyl-7-(D-alpha-(4'-hydroxyphenyl-alpha-ami
4-carbonsäure erzeugt wird.
(4'-hydroxyphenyl-alpha-amino)acetamido)-Delta -cephem-
Entsprechend kann 3-Methyl-7-(D-alpha-amino-alpha-(3' 5'-dichlor-4'-hydroxyphenyl)acetamido)-Delta -cephem-4-carbonsäure durch Acylieren des p-Nitrobenzylesters von 7-ADCA mit dem entsprechenden gemischten 2-(3',5'-Dichlor-4 '-hydroxyphenyl)-2-aminoessigsäureanhydrid mit geeignet geschütztem Aminostickstoff, wie in der US-PS 3 489 750 beschrieben und anschließende Entfernung der Estergruppe nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellt werden. Ebenso kann die Verbindung 3-Methyl-7-(D-alpha-amino-alpha-(3'-chlor-4'-hydroxyphenyl)-acet-
3
amino)-Delta -cephem-4-carbonsäure (US-PS 3 489 751) durch Acylieren des p-Nitrobenzyl-7-ADCA-Esters und anschließende Entfernung der Ester- und Aminostickstoffschutzgruppen nach der hierin beschriebenen Arbeitsweise hergestellt werden.
Im folgenden wird das Analysenverfahren zur Bestimmung des Gehalts an diazotierbarem Aminostickstoff in dem Cephalexinprodukt beschrieben.
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Diazotierbares Amin in Cephalexinhydrat
Chemische Bezeichnung: 7-(alpha-Amino-alpha-phenylacet-
amido) -S-methyl-S-cephem-^-carbonsäure
Trivialname: Cephalexin
Art der Bestimmung: colorimetrisch
Anwendung der Bestimmung: Nachweis des Gehalts an diazotier-
barem Amin.
I. Gerät:
Beckmann-Spectrophotometer Modell DU oder ein anderes geeignetes Spectrophotometer.
II. Reagentien:
1. Salzsäure, 0,5 η
2. Natriumnitrat, 0,1 % in H2O
3. Ammoniumsulfamat, 0,5 % in H2O
4. N-(l-Naphthyl)-äthylendiamin-dihydrochlorid, 0,1 % in H2O.
III. Arbeitsvorschrift:
In einen 50 ml Erlenmeyerkolben wird eine Cephalexinmenge von etwa 100 mg genau eingewogen. Dann werden 3,0 ml H2O und anschließend 10,0 ml 0,5 η HCl zugesetzt. Nach Zugabe von 2,0 ml 0,1-prozentiger Natriumnitritlösung wird gemischt und 3 Minuten lang stehengelassen. Nach
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Zugabe von 2,0 ml 0,5-prozentiger Ammoniumsulfamatlösung wird gemischt und 3 Minuten lang stehengelassen. Dann werden 2,0 ml 0,1-prozentiges N-(1-rtaphthyl)-äthylendiamin . 2HCl zugesetzt. Es wird gut durchgemischt und 20 Minuten lang stehengelassen. Dann wird die Extinktion dieser Lösung bei 550 Millimicron auf einem geeigneten Spectralphotometer unter Verwendung von Zellen mit einer Schichtdicke von 1,0 cm und H2O in der Bezugszelle bestimmt.
Anmerkung: Diese Methode ist eine leicht modifizierte Ausführung der Methode, die von A.C.Bratton und E.K. Marshall, Jr. in J. Biol. Chem. 128, (1939), S. 537 - 550 beschrieben wurde.
IV. Ergebnisse;
Ε,ΕΛ = 100 = Extinktion pro 100 mg Cepha-550 nm
Gewicht der Probe lexin
V. Bemerkungen;
Die untere Grenze dieser Methode liegt bei etwa 50 ppm.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann auch zur Spaltung anderer Cephalosporinester angewandt werden. Solche Cephalosporinester können auf dem Wege der Ringerweiterung von Penicillinsulfoxidestern nach dem Verfahren von Morin und Jackson (US-PS 3 275 626) oder durch Veresterung der gewählten Cephalosporingrundsäureverbindung hergestellt worden sein. Beispielsweise kann die erfindungsgemäße Arbeits-
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weise auf ein Verfahren zur Entfernung der 2,2,2-Trichloräthy!estergruppe aus 7-Aminodesacetoxycephalosporansäure oder 2,2,2-Trichloräthyl-7-(D-alpha-amino-alphaphenylacetamido)-Delta -cephem-4-carboxylat oder eines Salzes eines solchen Esters bei der Herstellung von
Cephalexin angewandt werden. Das erfindungsgemäße Verfahren kann auch zur Entfernung von Estergruppen mit
einem Reduktionsmittel in einem sauren Medium aus irgend einem Cephalosporinantibioticumesterderivat angewandt
werden, das durch Acylierung eines Cephalosporingrundesters in der oben beschriebenen Weise erhalten wird. Wenn jedoch kein p-Nitrobenzylester verwendet wird, entfällt die Notwendigkeit, das Produkt auf diazotierbaren Stickstoff
zu analysieren, das Verfahren ist jedoch auch dann besonders geeignet, die Ausbeute an Cephalosporinantibiotica zu erhöhen und den Gehalt an Verbindungen vom Typ des Phenylglycins und von nichtumgesetzter Cephalosporinkernsäure, zum Beispiel 7-ADCA, in dem Produkt zu vermindern. Beispielsweise ist in dem wieder ausgefällten Cephalexinprodukt, das nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhalten wird, der Gehalt an 7-ADCA und Phenylglycin so niedrig, daß er mit gegenwärtig verfügbaren
Analysenmethoden nicht nachweisbar ist.
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Claims (1)

  1. P a tentansprüche
    1. Neuer Cephalosporinkomplex, dadurch gekennzeichnet, daß er aus einem Komplex aus N,N-Dimethylformamid oder N,N-Dimethylacetamid und einer Cephalosporinsäure besteht .
    2. · Komplex nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er als Cephalosporinsäure Cephalexin enthält.
    3. Komplex nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Komplex aus Cephalexin-bis(Ν,Ν-dimethylformamid) besteht.
    4. Verfahren zur Herstellung des Komplexes nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man
    (a) Ν,Ν-Dimethylformamid oder N,N-Dimethylacetamid mit einem Cephalosporinester mit einer freien primären Aminogruppe oder einer durch Säure entfernbaren Aminoschutzgruppe, in dem die Estergruppe durch ein Reduktionsmittel in einem sauren Medium entfernt werden kann, vermischt,
    (b) die Mischung aus Stufe (a) mit einem Reduktionsmittel in einem sauren Medium zur Entfernung der Estergruppe aus dem Cephalosporin behandelt,
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    BR - 2 8 -
    (c) die erhaltene Mischung aus Stufe (b) mit einer basischen Substanz zur Erzeugung des Komplexes vermischt.
    5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß man
    (d) den Komplex aus der Cephalosporinsäure und dem Ν,Ν-Dimethylformamid oder :J,N-Dimethylacetamid in einem H,N-Dimethy1formamid enthaltenden Medium löst und
    (e) die Mischung aus Stufe (d) mit einer basischen Substanz zur Erhöhung des pH-Werts bis zu einem Punkt, bei dem sich ein Komplex aus der Cephalosporinsäure und dem Ν,Ν-Dimethylformamid oder Ν,Ν-Dimethylacetamid abscheidet, vermischt.
    ' 6y Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß man in Stufe (a) einen Cephalosporinester der Formel
    R' NH — CH — CH CH0
    Il I 2
    .C N ^C CH0 A
    COOR
    verwendet, worin R den Rest einer Estergruppe bedeutet, der unter sauren Reduktionsbedingungen entfernt wird,
    R1 ein Wasserstoffatom, H2VVaIs Teil eines Salzes oder einen Acylrest der Formel
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    II
    I
    bedeutet, worin
    B ~NH2 oder "NH3 > wenn der Cephalosporinester in Salzform vorliegt, und
    W ein Phenylrest,
    3-Hydroxyphenylrest,
    4-Hydroxyphenylrest,
    4-(alpha-Amino-C1-C3-alkyl)phenylrest,
    4-Chlorphenylrest,
    3,5-Dichlor-4-hydroxyphenylrest,
    3-Chlor-4-hydroxyphenylrest,
    2-Thienyl- oder 3-Thienylrest oder Sydnonrest
    ist, und
    A ein Wasserstoffatom, einen Rest
    -0-C(0)-(C1-C4)-alkyl, einen Rest
    -0-C(0)-(C4-C7)-cycloalkyl,
    oder einen Rest -X-Z bedeutet, worin X Sauerstoff oder Schwefel und Z ein Cj-C^Alkylrest, ein 1,3,4-Thiadiazol-2-yl-Rest oder ein l-Methyl-lH-tetrazol-5-yl-Rest ist, und das Cephalosporin mit Ν,Ν-Dimethylformamid vermischt.
    7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß man in stufe (a) als Cephalosporinester p-Nitrobenzyl- oder 2,2,2-Trichloräthyl-3-methyl-7-//D-alphaamino-alpha-phenylacetamido/Delta -cephem-4-carboxylat verwendet.
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    BR - 3O -
    8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß man den Cephalosporinester mit Ν,Ν-Dimethylformamid vermischt.
    9. Verfahren nach Amspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß man
    (a) p-Nitrobenzyl-S-methyl-T-^/D-alpha-aminoalpha-phenylacetamido/-Delta -cephem-4-carboxylat in Ν,Ν-Dimethylformamid löst,
    (b) die Lösung aus Stufe (a) mit Zinkmetall und einer nichtoxidierenden Mineralsäure behandelt und
    (c) eine Base zusetzt, bis sich Cephalexin-bis-(N,N-dimethylformamid)-Komplex abscheidet.
    10. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß man den Komplex aus der Cephalosporinsäure und Ν,Ν-Dimethylformamid oder N,N-Dimethylacetamid in angesäuertem Wasser löst, die Lösung des Komplexes auf 40 bis 70 0C erwärmt und mit der erwärmten Komplexlösung eine basische Substanz vermischt, bis sich das Cephalosporinzwitterion abscheidet.
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