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"Tablarträger mit Tablar" Priorität: 30. Dezember 1971, Schweiz, Nr.
O19169/71 Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf' einen Tablarträger mit Tablar
zum Befestigen an vertikalen, in Abständen voneinander angeordneten Leisten oder
Ständern.
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Bekannt sind bereits Tablarträger, welche mittels Schrauben oder mit
Hilfe von zusätzlich anzuordnenden Verbindungselementen an vertikalen Leisten eines
Gitters zu befestigen sind und besonders beim Aufbau von Gestellen und Regalen zur
Anwendung gelangen, welche beispielsweise in Kellern, oder Estrichen von Wohnhäusern
angeordnet sind und in der Regel aus lXolzlatten bestehen.
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Den an die Leisten oder Ständer zu befestigenden, bekannten Tablarträgern
haften jedoch verschiedenartige Nachteile an, welche einerseits durch den Aufbau
des Tablarträgers und andererseits durch die Montierbarkeit derselben an den Leisten
bzw. Ständern bedingt sind. Durch die mittels Schrauben an die Leisten zu befestigenden
Tablartrciger wird verhältnismässig viel Zeit für die Montage von mehreren Tablaren
benötigt, während andererseits an den Leisten oder Ständern unausehnliche Gewindebohrungen
verbleiben, wenn die Tablare an
einer anderen Stelle an die Leiste
befestigt werden.
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Die besondere Anordnung von Verbindungselementen an den Leisten bzw.
den Ständern ist sehr aufwendig nd auch oft nicht möglich.
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Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Tablarträger
zu schaffen, mit welchem die den bekannten Tablarträgern anhaftenden vorbeschriebenen
Nachteile vermieden werden, bzw. einen Tablarträger vorzusehen, welcher in einer
einfachen und schnellen Weise an Leisten oder Ständern ohne Zuhilfenahme von Handwerkzeug
befestigt werden kann.
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Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird dadurch gelöst, dass
der Tragarm des Tablarträgers im Bereich seines zu befestigenden Endes zwei parallel
zueinander verlaufende, beidseitig ausladende Querstege aufweist, die sowohl in
der Längsrichtung des Tragarmes in einem Abstand a als auch-in ihrer HÖhenlage gegeneinander
versetzt angeordnet sind, wobei der gegenüber dem äusseren Ende des Tragarmes zurückversetzte
Quersteg tiefer als der andere Quersteg liegt, wobei ferner die Innenseite mindestens
einer der Querstege im Bereich deren freien Enden mit Berestigungsspitzen versehen
ist und der Tragarm eine Halterung für das Tahlar aufweist.
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Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
in vereinfachter Darstellungsweise, und zwar: Fig. 1 eine Vorderansicht des TablartrRgers,
Fig. 2 eine Draufsicht des Trägers, Fig. 3 eine Seitenansicht des Trägers und Fig.
4 ein Montagebeispiel des Trägers an in einem Abstand angeordneten Leisten eines
Gitters.
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Gemäss den Fig. 1-4 besteht der Tablarträger 1 aus einem Tragarm 3>
der an dem mit den Leisten 2 zu befestigenden Ende zwei.
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beidseitig vom tragarm ausladende, mit demselben fest verbundene Querstege
4 und 6 aufweist. Die parallel zueinander verlaufenden Querstege 4, 6 sind in einem
in der Längsrichtung des Tragarmes 3 verlaufenden Abstand a als auch in ihrer Höhenlage
gegeneinander versetzt angeordnet. Der eine Quersteg 4 befindet sich am äusseren
Ende des Tragarmes 3, während der gegenüber dem äusseren Ende des Tragarmes 3 zurückversetzte,
an einem Ansatz 5 des Tragarmes 3 befestigte Quersteg 6 tiefer als der andere Quersteg
4 liegt. An der Innenseite mindestens des einen der Querstege 4 bzw. 6 sind im Bereich
deren freien Enden Befestigungsspitzen 8 angeordnet. BezUglich des Abstandes a ist
besonders darauf hinzuweisen, dass dieser annähernd der Dicke einer Leiste 2 entspricht,damit
im montierten Zustand der Tragarm horizontal zu liegen kommt. Der Tragarm 3 des
Trägers 1 weist ferner eine Halterung für ein Tablar 14 auf, welche beispielsweise
aus einem mit dem Tragarm fest verbundenen Nocken 10 besteht.
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Der Nocken 10 ist derart auf der Tragfläche des Tragarmes 3 befestigt,
dass einmal die zur Verfugung stehende I,'inge der Tragfläche des Tragarmes 3 in
einer bestmöglichen cie ausgenützt wird, und dass andererseits eine gute Montierbarkeit
des TahlartrSgers 1 an den Leisten 2 gewährleistet ist. Die den Leisten 2 gegenüberliegende
Fläche 9 des Nockens 10 ist vorzugsweise schräg geneigt ausgebildet, um die Festigkeit
desselben zu erhöhen. Zwischen einem extremen Punkt 13 des Nockens 10 und extremen
Punkten des Quersteges 6, bzw. der Befestigungsspitzen 8 desselben ist gemäss Fig.
1 eine Ebene 12 bezeichnet, welche in einem Abstand b von der inneren Kante 11 des
ersten Steges 4 angeordnet ist. Durch den Abstand b der Ebene 12 von der inneren
Kante 11 des Steges II ist ein für die Gewährleistung der Montierbarkeit des Trägers
1 freizuhaltender Bereich bezeichnet, über welchen der Nocken 10 in Richtung zum
Quersteg 4 nicht herausragt. Der Abstand b ist zur Montierbarkeit des Trägers 1
mindestens so gross oder grösser als der Abstand a zwischen dem ersten und dem zweiten
Quersteg 4 bzw. 6. Die Montage des Trägers 1 an den Leisten 2 ist im Zusammenhang
mit der Fig. 4 weiter unten beschrieben.
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Das Tablar 14 ist mit einer den Nocken 10 übergreifenden Bödelung
15 versehen, die sich über die gesamte Länge des Tablar 14 erstreckt. Die Bördelung
ist derart ausgebildet, dass sie eng an der äusseren Kontur des Nockens 10 anliegt.
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Das Tablar 14 weist ferner einen sich an die Bördelung 15 anschliessenden
Hand 16 auf, welcher sich ebenfalls über die gesamte Länge des Tablars erstreckt
und mit seiner vorderen Kante 17 nahe an den Leisten 2 des Gitters Zu liegen kommt,
wodurch die Träger 1 an einen unbeabsichtigten Ausschwenken nach oben behindert
werden. Am vorderen Ende des Trägers 1 ist das Tablar 14 denselben übergreifend
mit einer Bördelung 19 versehen. Durch die Bördelungen des Tablars 14 wird einmal
die Befestigung desselben an einem Nocken 10 ermöglicht und zwn anderen eine gute
Stabilität des Tablars gewShrleiste.
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Wie in der Fig. 4 gezeigt, wird der Tablarträger 1 zum Befestigen
an den Leisten 2 eines Gitters zunächst in einer Schr'lage- mit dem Quersteg 4 durch
eine der zwischen zwei Leisten 2 befindlichen Spalten 18 hindurchgeführt und anschliessend
um annähernd 900 bis zur Erreichung der horizontalen Lage der Querstege 4 bzw. 6
verschwenkt, wobei der Quersteg 4 an der Rückseite und der Quersteg 6 an der Vorderseite
der Leisten 2 anliegt und der Tragarm 3 des Trägers 1. wegen der an der Leiste 2
anliegenden Befestigungsspitzen 8 leicht nach oben geneigt ist. Hierauf wird der
Träger 1, nachdem dieser im Bereich des Spaltes 18 in die gewünschte Höhenlage verbracht
worden ist, unter einem bestimmten Kraftaufwand nach unten um die Kante 11 des Quersteges
4 verschwenkt, wobei die Befestigungsspitzen 8 des Steges 6 in das Holz der Leisten
2 eindringen und der so befestigte Tragarm 3 infolge-des der
Leistendicke
angepassten Abstandes a eine horizontale Lage einnimmt. Solche Leisten ftir Trenngitter
sind üblicherweise normiert und weisen eine Dicke von z.B. ca.25mm = 1 Zoll auf.
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Kleine Abweichungen bis + lmm in der Solldicke dieser Leisten bleiben
ohne nennenswerten Einfluss auf die nach dem Befestigen eingenommene horizontale
Lage des Trägers. Es ist daher möglich mit einem Träger-Sortiment, bei welchem die
Abstände a der einzelnen Stücke in der Sortimentreihe nur jeweils 3-4mm vom vorhergehenden
bzw. nachfolgenden abweichen, auch Gitter mit abweichenden Leistendicken auszurüsten.
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Hinsichtlich des Abstandes b, ist es zweckmässig bei der Gestaltung
des Trägers das vorerwähnte Grössenverhältniss von b:a zu berücksichtigen; dies
besonders im Falle von Trägern mit hohem Nocken 10 und bei allfälligem kleinem Abstand
zwischen den Leisten. Andernfalls kann die Drehung des Trägers behindert werden.
Die sich beim EinfUhren zuerst ergebenden Berührungsstellen der Befestigungsspitzen
8 sowie des Nocken 10 treffen bei richtigem Verhältnis b:a auf die Vorderflächen
der beiden benachbarten Leisten. In diesem Augenblick hat der Querträger den Zwischenraum
zwischen Leisten bereits durchschritten und ist völlig auf deren Rückseite gelangt,
und damit ist die Drehung des Trägers um 90°, welche ihn in seine Gebrauchslage
bringen muss, überhaupt möglich.
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Es ist daher vorteilhaft, um gelegentliche Schwierigkeiten beim Drehen
zu vermeiden, den Tablarträger so zu gestalten, dass der Abstand b mindestens so
gross ist wie der Abstand a, d.h. wie die Dicke der Leisten an welchen der Träger
zu befestigen ist.
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Der an den Leisten 2 befestigte Träger 1 ist durch einfaches Anheben
des Tragarmes 3 wieder von den Leisten 2 zu lOsen, indem hierbei die an den Querstegen
4 bzw. 6 angeordneten Befestigungsspitzen 8 wieder aus dem Holz der Leisten 2 herausgezogen
werden.
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Nach der erfolgten Befestigung eines weiteren, oder von mehreren Tablarträgern
1 an dem Gitter in einer gleichen Höhenlage wird das Tablar 14 auf die Tablarträger
gelegt, wobei die Bördelung 15 des Tablars 14 die Nocken 10 des Tablarträgers 1
derart übergreift> dass sich das Tablar 14 gegenüber dem Tablarträger 1 in dessen
Längsrichtung nicht verschieben kann.
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Die Erfindung ist nicht auf das in der Fig. 1-3 gezeigte Ausführungsbeispiel
eines Talblarträgers 1 beschränkt. Der Nocken 10 könnte beispielsweise auch im Gegensatz
zu dem in den Fig. 1-3 gezeigten Ausführungsbeispiel am äusseren Ende eines Tragarmes
3 angeordnet sein, wenn dieses erwünscht ist.
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An Stelle des auf der Tragfläche des Tragarmes 3 angeordneten, der
Halterung des Tablars 14 dienenden Nockens 10 wäre es auch möglich,am äusseren Ende
des Tragarmes 3>an der Unterseite
desselben eine Ausnehmung anzuordnen,
in welche das mit einer der Ausnehmung angepassten Profilierung versehene Tablar
einrastbar ist, um dieses gegen' ein Verrutschen auf den Tablarträgern zu sichern.
Der Tragarm könnte auch in einer nicht näher dargestellten Weise anders als in dem
gezeigten Ausführungsbeispiel ausgebildet sein.
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Bezüglich der Ausbildung des Tablars ist besonders darauf hinzuweisen,
dass beispielsweise an diesem im Bereich des äussercn Endes des Tragarmes 3 ein
nach oben hervorstehender Rand angeordnet werden kann, mit welchem das llerabgleiten
von auf dem Tablar befindlichen Gegenständen verhindert wird.
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Der erfindungsgemäss ausgebildete Tablarträger weist mehlwere Vorteile
auf. Infolge der Ausbildung und der beschränkten Anzahl der Grössen der zu fertigenden
Tablarträger ergeben sich beispielsweise sehr günstige Herstellungskosten. Der vorteilhafterweise
aus einer Aluminiumlegierung gegossene und deshalb korrosionsbeständige Träger zeichnet
sich besonders durch seine einfache Montierbarkeit aus, da hierfür keinerlei Handwerkzeug
benötigt wird und der Träger in jeder beliebigen Höhe an dem Gitter, bzw. den Leisten
desselben befestigt werden kann.