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DE2261088A1 - Dezentrierte formschablonenhalterung zum schleifen von optischen dickrandigen brillenglaesern und ihre anwendung - Google Patents

Dezentrierte formschablonenhalterung zum schleifen von optischen dickrandigen brillenglaesern und ihre anwendung

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Publication number
DE2261088A1
DE2261088A1 DE19722261088 DE2261088A DE2261088A1 DE 2261088 A1 DE2261088 A1 DE 2261088A1 DE 19722261088 DE19722261088 DE 19722261088 DE 2261088 A DE2261088 A DE 2261088A DE 2261088 A1 DE2261088 A1 DE 2261088A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
template
decentration
decentering
grinding
horizontal
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE19722261088
Other languages
English (en)
Other versions
DE2261088B2 (de
DE2261088C3 (de
Inventor
Guenther Fischbach
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
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Priority to DE19722261088 priority Critical patent/DE2261088C3/de
Publication of DE2261088A1 publication Critical patent/DE2261088A1/de
Publication of DE2261088B2 publication Critical patent/DE2261088B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2261088C3 publication Critical patent/DE2261088C3/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B24GRINDING; POLISHING
    • B24BMACHINES, DEVICES, OR PROCESSES FOR GRINDING OR POLISHING; DRESSING OR CONDITIONING OF ABRADING SURFACES; FEEDING OF GRINDING, POLISHING, OR LAPPING AGENTS
    • B24B9/00Machines or devices designed for grinding edges or bevels on work or for removing burrs; Accessories therefor
    • B24B9/02Machines or devices designed for grinding edges or bevels on work or for removing burrs; Accessories therefor characterised by a special design with respect to properties of materials specific to articles to be ground
    • B24B9/06Machines or devices designed for grinding edges or bevels on work or for removing burrs; Accessories therefor characterised by a special design with respect to properties of materials specific to articles to be ground of non-metallic inorganic material, e.g. stone, ceramics, porcelain
    • B24B9/08Machines or devices designed for grinding edges or bevels on work or for removing burrs; Accessories therefor characterised by a special design with respect to properties of materials specific to articles to be ground of non-metallic inorganic material, e.g. stone, ceramics, porcelain of glass
    • B24B9/14Machines or devices designed for grinding edges or bevels on work or for removing burrs; Accessories therefor characterised by a special design with respect to properties of materials specific to articles to be ground of non-metallic inorganic material, e.g. stone, ceramics, porcelain of glass of optical work, e.g. lenses, prisms
    • B24B9/146Accessories, e.g. lens mounting devices

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Grinding And Polishing Of Tertiary Curved Surfaces And Surfaces With Complex Shapes (AREA)

Description

  • Dezentrierte Formschablonenhalterung zum Schleifen von optischen dickrandigen Brillengläsern und ihre Anwendung.
  • Die Erfindung bezieht sich auf eine dezentrierte Formschablonenhalterung zum Schleifen von dickrandigen Brillengläsern, deren optische Achse von der geometrischen Mitte der Glasform abweicht, mittels automatischer Facettier-Schleifmaschinen.
  • Zum Schleifen von Brillengläsern werden Facettierschleifautomaten verwendet. Hierbei wird die Randform, die das Brillenglas erhalten soll, von einer Formschablone abkopiert. Für die FormschalJonenhalterung werden zumeist drei in einer Horizontalen liegende Aufnahmebohrungen nach DIN 5345 bzw. nach dem jeweiligen Maschinenfabrikat verwendet. Die mittlere Aufnahmebohrung liegt ausnahmslos in der geometrischen Mitte und in der Drehachse. Dickrandige Brillengläser (ab ca - 6-8 dpt) müssen mit einer Spezialfacette (Kaiserfacette) versehen werden, damit sie in der Fassung Halt finden. Diese Facette könnte nur bei einem kreisrunden Brillenglas in einer Ebene liegen. Bei den üblichen hiervon abweichenden Formen erfährt die Facette aus der Ebene heraus abweichende Durchbiegungen. Damit die Facette nach der Durchbiegung des Brillenglases aufgeschliffen werden kann, ist am Facettierautomat eine Steuereinrichtung. Mit dieser kann die Durchbiegung der Facette bestimmt werden. Auch kann deren Lage zwischen der vorderen und hinteren Glasfläche variabel so eingestellt werden, wie es die dünnste Stelle des Glasrandes zuläßt.
  • Müssen diese Brillengläser jedoch dezentriert facettiert werden, so steht das Brillenglas durch die unterschiedliche Wölbung der vorderen und hinteren Glasfläche nicht mehr symmetrisch zur Schleifdrehachse. Dadurch liegt die geschliffene Facette am nasalen Glasrand näher an der vorderen Glasfläche als am temporalen Glasrand. Folglich kann die Facette im nasalen bzw. temporalen Bereich bei einem konkaven Brillenglas nur beschränkt, und bei einem konvexen Brillenglas überhaupt nicht nach der vorderen oder hinteren Qasfläche verlagert werden. Jeder Facettenkurvenverlauf liegt daher schräg zur Gläserebene. Das hat zur Folge, daß das Brillenglas schief in der Brillenfassung steht. Ein vor dem Schleifen auf der Rückseite des Brillenglases angebrachter prismatischer Keil bringt keine ausreichende Abhilfe, da auch hierbei die optische Achse des Brillenglases noch von der Schleifdrehachse zum Teil erheblich abweicht.
  • Bei der hierbei bestmöglichen Arbeitstechnik wird auf die Vorderfläche des Brillenglases ein Halteblock so aufgegossen, daß der Krümmungsmittelpunkt der vorderen Brillenglasfläche auf die Schleifdrehachse verlagert wird und die Spannfläche während des Schleifvorganges senkrecht auf der Schleifdrehachse steht. Im Einspannbereich des Brillenglases weist dieses durch seine Dezentrabion eine Keilform auf. Der Krümmungsmittelpunkt der hinteren Glasfläche liegt nicht auf der Schleifdrehachse. Die optische Achse steht in einem Winkel CC zur Schleifdrehachse.
  • Durch diese, im Einspannbereich des Brillenglases entstandene Keilform besteht die Gefahr, daß das Brillenglas aus der Halterung abrutscht. Den Ausgleich bringt hier ein auf die hintere Glasfläche aufgebrachter prismatischer Keil.
  • Die Spannflächen des HalteblOcks und des Keils stehen parallel zueinander und rechtwinklig zur Schleifdrehachse.
  • Nachteilig hierbei ist, daß der Krümmungsmittelpunkt der rückseitigen Glasfläche C2 außerhalb der Schleifdrehachse bleibt, wodurch die optische Achse von ihr um den Winkel oc abweicht. Das Zentrum des Facettenverlaufes CF liegt, von einer Ausnahme abgesehen, nicht auf der optischen Achse.
  • Die Ausnahme ist nur dann gegeben, wenn das Zentrum des Facettenverlaufes mit dem Krümmungsmittelpunkt der vorderen Glasfläche im Schnittpunkt der optischen Achse mit der Schleifdrehachse zusammenfallen. Eine solche Facettenlage ist bei dickrandigen Brillengläsern nicht erwünscht und kann auch ohne diese Steuereinrichtung geschliffen werden.
  • Benötigt man einen mehr oder weniger durchgebogenen Facettenverlauf, so weicht das Zentrum des Facettenverlaufs wieder von der optischen Achse ab, Bei einem konvexen Brillenglas verlagert sich bei Verwendung von Halteblock und Keil die Facette im nasalen Glasbereich ganz erheblich zur vorderen Glasfläche. Der Winkel s wird größer. Die Facettenlage kann im nasalen Bereich nicht verändert werden. Das Brillenglas steht noch schräger in der Brillenfassung, als wenn es ohne Ausgleichskeil geschliffen wird. Das konkave Brillenglas verhält sich insoweit günstiger. Die Facette hat immer gleichen Abstand von der Glas-Vorderfläche. Muß die Facette aber weiter zur hinteren Glasfläche verlagert werden, so hat auch sie wieder ungleichen Abstand zur hinteren Glasfläche. Auch dieses Glas steht dann schief in der Brillenfassung.
  • Bei einem konvexen Brillenglas ergibt sich noch eine andere sehr nachteilige Tatsache. Aus verschiedenen GrUnden wählt man einen Rohglas-Durchmesseli, bei dem am temporalen Glasrand gerade eine Facette aufgeschliffen werden kann, das heißt der Glasrand ist dort so dUnn, daß die Facette gerade Platz hat. Hier treffen sich alle Facettenkurven. Es ergibt sich somit am temporalen Schleifrand ein Facettenkurven-Schnittpunkt und gegenüber~# giedesKy am nasalen Glasrand ein ebensolcher, da die Schnittpunkte denselben Abstand von der Schleifdrehachse haben.
  • Folglich liegt der Schnittpunkt am nasalen Schleifrand fest und kann nicht zum vorderen oder hinteren Glasrand verlegt werden.
  • Alle diese Fakten sind allgemein bekannt. Als Abhilfe dagegen kennt man nur eine selbst angefeztigte Formschablone mit einer dezentrierten Aufnahmebohrung. Diese ist aber nur zu verwenden für den Dezentrationsbetrag, um den ihre Aufnahmebohrung aus ihrer geometrischen Mitte versetzt ist und die hierbei vorgesehene Dezentrationsrichtung.
  • Die Erfindung geht von dem Grundgedanken aus, daß es für die Bestimmung der Lage der Facette - jedoch auch aus anderen Gründen - günstiger ist, das Schleifen von Brillengläsern, deren optische Achse von der geometrischen Mitte der Glasform abweicht, nicht mit dezentrierter Halterung des Glases, sondern unter Einspannung des Glases in solcher Lage, daß die Schleifdrehachse mit der optischen Achse zusammenfällt und bei dezentrierter Halterung der Formschablone vorzunehmen. Von diesem Grundgedanken ausgehend ist der Erfindung die Aufgabe gestellt, eine Formschablonenhalterung vorzuschlagen, die eine allgemeine, universelle Anwendung erlaubt, ohne daß es notwendig ist, die Formschablonen hierfür grundlegend abzuändern. Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung eine zusätzliche Vorrichtung zum Einspannen der Formschablonen in um den Dezentrationsbetrag der optischen Achse von der geometrischen Mitte versetzter Lage vor.
  • Diese zusätzliche Vorrichtung ermöglicht es, beliebige, im wesentlichen unveränderte Formschablonen bei einem gegebenen Dezentrationsbetrag einzuspannen und das Schleifen der Brillengläser aus der optischen Achse heraus mit den sich daraus ergebenden Vorteilen vorzunehmen, ohne daß es im einzelnen Fall umständlicher Vorbereitungsarbeiten bedarf.
  • In einer vorteilhaften und zweckmäßigen Ausführungsform besteht die erfindungsgemäße zusätzliche Vorrichtung aus mit Aufnahmebohrungen zur zentrischen Aufnahme auf den Formschablonenhalter der Schleifmaschine versehenen Dezentrierscheiben, die mit Mitteln zur Halterung der-Formschablonen in um den Dezentrierbetrag versetzter Lage versehen sind.
  • Eine solche Dezentrierscheibe kann gemeinsam mit beliebigen Formschablonen benutzt werden, Für die durchschnittlichen Zwecke der Praxis der Brillenoptik ist es zweckmäßig, einen Satz von Dezentrierscheiben bereitzuhalten, deren jede in definierter, einem bestimmten Dezentrationsbetrag entsprechender Anordnung Mittel zur ortsfesten Fixierung von beliebigen, mit korrespondierenden Mitteln versehenen Formschablonen besitzt, wobei für jeden der üblicherweise vorkommenden Dezentrationsbeträge -beispielsweise von 1 bis 8 mm in Millimeterabstufung - eine besondere Dezentrierscheibe vorgesehen ist. Als Folge dieser Maßnahme ergibt sich, daß es mit einem Satz von beispielsweise 8 bis 10 Dezentrierscheiben möglich ist, den durchschnittlichen Bedürfnissen einer brillenoptischen Praxis gerecht zu werden.
  • In Anpassung an die übliche Formschablonenhalterung der Schleifmaschinen ist in zweckmäßiger Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, daß jede Dezentrierscheibe auf einer im Abstand des jeweils vorgesehenen Dezentrationsbetrages von ihrer die zentrale Aufnahmebohrung schneidenden Mittelsenkrechten befindlichen Parallelen zwei im Abstand voneinander angeordnete Haltestifte besitzt, und daß jede Formschablone zusätzlich zu den vorhandenen auf ihrer Mittel-Horizontalen befindlichen Aufnahmebohrungen auf ihrer die zentrale Aufnahmebohrung schneidenden Mittelsenkrechten mit zwei den Haltestiften entsprechend angeordneten zusätzlichen Haltebohrungen zur Aufnahme der Haltestifte versehen ist. Wird nun auf den Formschablonenhalter der Maschine zunächst die Dezentrierscheibe und auf diese die Formschablone in vorbeschriebener Weise aufgesteckt, dann kann ohne weitere Manipulationen bereits der Schleifvorgang mit dezentrierter Formschablone be#Innen. Die Anordnung setzt allerdings voraus, daß die Formschablonen mit den erwähnten zusätzlichen Haltebohrungen versehen sind, was jedoch nur geringen Aufwand verursacht. Zweckmäßig sind dabei die Haltestifte der Dezentrierscheiben und die zusätzlichen Haltebohrungen der Formschablonen in gleichem Abstand voneinander wie die ursprünglichen Aufnahmebohrungen der Formschablonen und jeweils symmetrisch zur horizontalen Mittellinie angeordnet.
  • Die erwähnten zusätzlichen Haltebohrungen der Formschablonen werden erübrigt bei --Mitverwendung einer in weiterer Ausbildung der Erfindung vorgesehenen Adapterscheibe, die mit einer Zentralbohrung vesehen ist und auf ihrer vertikalen Mittelachse zwei Aufnahmebohrungen, auf ihrer horizontalen Mittelachse zwei Haltestifte im Normabstand der Haltestifte des Fromschablonenhalters der Schleifmaschine besitzt. Durch die Mitverwendung dieser Adapterscheibe wird es. ermöglicht, die senkrechte Anordnung der Haltestifte der Dezentrierscheibe in eine horizontale Anordnung umzuwandeln, so daß die Formschablone mittels ihrer ursprünglichen Aufnahmebohrungen auf die Haltestifte aufgesteckt werden kann. In der Praxis wird dabei derart vorgegangen, daß auf din Formschablonenhalter zunächst die Dezentrierscheibe, auf diese die Adapterscheibe und hierauf schließlich die Formschablone aufgesteckt wird, wobei sich eine Dezentration - entsprechend der Lage der Dezentrierscheibe -in horizontaler Richtung ergibt. Das gleiche System kann auch zu entsprechender Dezentration in vertikaler Richtung verwendet werden, wozu es lediglich erforderlich ist auf den Formschablonenhalter der Maschine zunächst die Adapterscheibe, auf diese die Dezentrierscheibe und hierauf schließlich die-Formschablone aufzustecken; in letzterem Fall gelangt nämlich die Dezentriersc*e##e1iYnV#ne zu ihrer Normallage um 900 verdrehte Lage und bewirkt somit eine Dezentration in vertikaler Richtung.
  • Hiernach erscheint es leicht verständlich, daß die erz in dungsgemäße Vorrichtung auch zu einer Dezentration in irgend einer spitzwinkligen Richtung zwischen der Horizontalen und der Vertikalen angewendet werden kann. Zu diesem Behuf ist es lediglich notwendig, zwei Dezentrationsscheiben übereinander aufzustecken, deren eine den Dezentrationsbetrag in horizontaler Richtung, deren andere den Dezentrationsbetrag in vertikaler Richtung bestimmt, woraus sich als Resultante eine-Dezentration in Schrägrichtung ergibt.
  • Anstelle eines Satzes von Dezentrierscheiben mit jeweils fix eingestelltem Dezentrationsbetrag erscheint es erz in dungsgemäß auch möglich, Dezentrierscheiben mit verstellbaren Mitteln zur Halterung der Formschablonen in um einen innerhalb vorgesehener Grenzen einstellbaren Dezentrationsbetrag versetzter Lage vorzusehen. Hierzu kann beispielsweise die Dezentrierscheibe zweiteilig aus zwei flachen aufeinanderliegenden Plättchen ausgebildet sein, deren eines auf den Formschablonenhalter der Maschine aufzusteckende Teil mit je einem Spindeltrieb in horizontaler und vertikaler Lage mit Feingewindespindel, die einen Mitnehmer besitzt, versehen ist, während das andere von den Mitnehmern geführte Teil die Haltestifte für die Formschablone in nicht dezentrierter Null-Lage trägt. Durch Verstellung der Spindeltriebe kann stufenlose Dezentration in horizontaler und vertikaler Richtung erfolgen.
  • Die beschriebene Ausbildung der zusätzlichen Vorrichtungsteile und der gegebenenfalls geringfügig geänderten Formschablonen ist in erster Linie für neuzeitliche Schleifautomaten vorgesehen, bei denen die Halterung der Formschablonen nur mittels der Haltestifte erfolgt. Bei älteren Schleifautomaten, bei denen die Formschablonen mit ihrer mittleren Haltebohrung auf die Schleifdrehwelle aufgesteckt und mit einer Mutter festgeschraubt wird, ist eine gewisse Änderung der Formschablonen unerläßlich, da deren zentrale Bohrung eine seitliche Verlagerung gegenüber der Schleifdrehwelle nicht erlaubt. Um eine solche zu ermöglichen ist es nötig, die zentrale Bohrung der Formschablonen etwas aufzuweiten und in seitlicher Richtung zu einem Langloch zu verlängern, so daß die Formschablone gegenüber dem sie durchdringenden Wellenstumpf der Schleifdrehwelle seitlich versetzt werden kann.
  • Die Erfindung wird nachstehend zum besseren Verständnis an Hand der Zeichnungen erläutert. In diesen zeigen: Fig. 1 ein konkaves zum Schleifen vorgesehenesBrillenglas im Horizontalschnitt mit der eingezeichneten Schar der möglichen Facetten-Schleifkurven bei nicht dezentrierter Schleifdrehachse nebst zugehörigen Hilfslinien zur Veranschaulichung des Problems in schematischer Skizze; Fig. 2 ein ebensolches Brillenglas bei dezentrierter Schleifdrehachse in grundsätzlich gleicher Darstellung; Fig. 3 ein ebensolches mittels Halteblock und Keil zum Schleifen vorbereitetes Brillenglas bei dezentrierter Schleifdrehachse in gleicher Darstellung; Fig. 4 ein stark konvexes zum Schleifen bei nicht dezentrierter Schleifdrehachse vorgesehenes Brillenglas im Horizontalschnitt mit eingezeichneter Facettenkurvenschar und Hilfslinien; Fig. 5 ein ebensolches bei dezentrierter Schleifdrehachse in grundsätzlich gleicher Darstellung; Fig. 6 ein ebensolches mittels Halteblock und Keil zum Schleifen vorbereitetes Brillenglas bei dezentrierter Schleifdrehachse in gleicher Darstellung; Fig. 7 eine entsprechend vorbereitete Formschablone in Draufsicht; Fig. 8 eine Dezentrierscheibe in Draufsicht; Fig. 9 eine Adapterscheibe in Draufsicht.
  • In den der Erläuterung der allgemeinen optischen, physikalischen und mechanischen Voraussetzungen dienenden Figuren 1 bis 6 bedeuten die angegebenen Bezugszeichen jeweils folgendes: A-B - Schleifdrehachse der zu schleifenden Linse; C-D - optische Achse der zu schleifenden Linse; O - Schnittpunkt der optischen Achse mit der vorderen Glasfläche (optischer Mittelpunkt des Glases); cc - Dezentrationswinkel; d - Dezentrationsbetrag im Längenmaß auf der vorderen Glasfläche; C1 - Krümmungsmittelpunkt der vorderen Glasfläche; C2 - Krümmungsmittelpunkt der hinteren Glasfläche; CF - Krümmungsmittelpunkte (CF1, CF2, CF CF4) der verschiedenen möglichen Facettenkurven; rF - Radien (rF1, rF2, rF3, rF4, ...> der verschiedenen möglichen Facettenkurven; F - Facettenkurven-Schnittpunkt am temporalen Glasrand; S - Facettenkurven-Schnittpunkt am nasalen Glasrand; H - Nasaler Schleifrand; I - Temporaler Schleifrand.
  • 12 - Halteblock aus Metall 13 - Prismatischer Keil aus Metall 14,15 - Vordere bzw. hintere Spannfläche In Figur 1 sind die allgemeinen optischen und physikalischen Voraussetzungen beim Schliff eines stark konkaven und dementsprechendbreitrandigen Brillenglases für den Fall veranschaulicht, daß die Schleifdrehachse A-B mit der optischen Achse C-D zusammenfällt, die Schleifdrehachse somit die vordere Glasfläche im optischen Mittelpunkt 0 des Glases schneidet. In diesem Fall liegen die Krümmungsmittelpunkte C1und C2 der vorderen und der hinteren Glasfläche sowie auch die Krümmungsmittelpunkte CF tl bis 4) sämtlicher Facettenkurven auf der Schleifdrehachse A-B und gleichzeitig auf der optischen Achse C-D. Nach Abschleifen des Glasrandes bis zur Linie H bzw. I.ergibt sich, daß die Schnittpunkte der Facettenkurven mit dem nasalen Glasrand H in gleichmäßiger Streuung auf der Randfläche liegen, so daß die im jeweiligen Fall geeignete Facettenkurve frei gewählt werden kann.
  • Beim Schleifen des gleichen Brillenglases mit dezentrierter Schleifachse (Fig. 2) liegen die Verhältnisse anders.
  • Die Schleifdrehachse A-B ist um den Dezentrationsbetrag d gegen den optischen Mittelpunkt O bzw. um-den Dezentrationswinkel cm gegen die optische Achse C-D verlagert. Die Krümmungsmittelpunkte C1 und C2 liegen nicht auf der Schleifdrehachse und die Krümmungsmittelpunkte der Facettenkurven CF (1 bis 3) liegen zwar auf der Schleifdrehachse, aber nicht au r optischen Achse. Die verschiedene Wölbung der vorderen und hinteren Glasfläche bewirkt, daß das Glas zur Schleifdrehachse unsymmetrisch steht, was zur Folie hat, daß die angeschliffene Facette ebenfalls unsymmetrisch zum Glas ilecjt und zwar (val. H in Flip. 2) am nasalen Glasrand H näher an der vorderen Glasfläche als am temporalen Glasrand I. Das Brillenglas sitzt deshalb schief in der Fassung. In diesem Fall hat die Facettenkurve mit dem nahezu auf der optischen Achse C-D in der Nähe ihres Schnittpunktes E mit der Schleifdrehachse A-B liegenden Krümmungsmittelpunkt CF2 die relativ günstigste Lage, da diese annähernd symmetrisch im Glasrand liegt.
  • Etwas günstiger liegen die Verhältnisse bei Verwendung eines aufgegossenen Halteblocks 12 nebst prismatischem Keil 13 als Einspannhilfe gemäß Figur 3. Unter Beibehaltung des Dezentrationsbetrags d wird das Brillenglas durch den Keil 13 derart verlagert, daß der Krümmungsmittelpunkt C1der vorderen Glasfläche auf der Schleifdrehachse A-B liegt. Der Dezentrationswinkel X ist bei gleicher linearer Dezentration d kleiner als bei Figur 2, die Spannflächen 14 und 15 stehen parallel zueinander und die Facettenkurven liegen besser verteilt auf den beiderseitigen Glasrändern, so daß ihre Wahl besser getroffen werden kann und das Glas annähernd parallel zur Ebene der Brillenfassung steht. Von Nachteil ist indessen auch hier, daß C1 außerhalb der Schleifdrehachse liegt und die Krümmungsmittelpunkte der Facettenkurven ausgenommen CF1 - nicht auf der optischen Achse liegen.
  • Wesentlich ungünstiger sind die allgemeinen Voraussetzungen bei dicken, konvexen Brillengläsern. Figur 4 zeigt analog Figur 1 den Fall, daß die Schleifdrehachse A-B mit der optischen Achse C-D zusammenfällt, also den optischen Mittelpunkt 0 des Glases schneidet. Die Krümmungsmittelpunkte C1, C2 der vorderen und hinteren Glasfläche und die Krümmungsmittelpunkte CF tl bis 4) der Facettenkurven liegen sämtlich auf der Schleifdrehachse und der optischen Achse, das Glas ist auf diese zentriert und steht symmetrisch zu ihnen. Beim Abschleifen des Glases bis zu den Linien H bzw.
  • I ( I liegt annähernd beim ursprünglichen Glasrand) liegen die Schnittpunkte der Facettenkurven mit dem nasalen Glasrand H in gleichmäßiger Verteilung auf der Randfläche, während sie sich am temporalen Glasrand in einem Punkt F schneiden. Dies bedeutet für die Praxis, daß auf der temporalen Seite keine Wahlmöglichkeit für die Lage der Facette besteht; sie fällt praktisch mit dem dünnen Glasrand zusammen, während ihre Lage auf der nasalen Seite über die ganze Randbreite gewählt werden kann.
  • Bei dezentrierter Einspannlage gemäß Figur 2 um den Dezentrationsbetrag (d) fallen Schleifachse A-B und optische Achse C-D um den beträchtlichen Dezentrationswinkel oc auseinander, C1 und C2 rücken aus der Schleifachse A-B, die Punkte CF (1 bis 4) hingegen aus der optischen Achse C-D heraus, die hintere Glasfläche nimmt eine ansehnliche Schräglage gegen die Schleifdrehachse ein. Die Facettenkurven schneiden sich sowohl am temporalens als auch am nasalen Glasrand I bzw. H in einem Punkt F bzw. Gp was bedeutet, daß die Lage der Facette am nasalen Glasrand fixiert ist und keine Wahlmöglichkeit für sie besteht.
  • Durch die Verwendung eines Halteblocks 12 auf der Vorderseite und eines prismatischen Keils 13 auf der Rückseite des Glases werden die Verhältnisse nur insoweit geändert, als die Schräglage der hinteren Glasfläche zur Schleifdrehachse und der Dezentrationswinkel oC noch größer werden. Die Schnittpunkte F bzw. G der Facettenkurven liegen auch in diesem Fall im Glasrand I bzw. H, so daß die Lage der Facette an den Rändern fixiert ist. Die Facette liegt in Figur 6 etwas näher an der vorderen Kante als bei Figur 5. Hieraus folgt, daß das Glas in beiden Fällen in der Fassung eine beträchtliche Schräglage einnimmt.
  • Demgegenüber macht nun die Erfindung von einer gelegentlich schon vereinzelt in Benutzung gekommenen Verfahrensweise Gebrauch, wonach nicht das mit außermittigem optischen Mittelpunkt zu schleifende Brillenglas, sondern die zugehörige Formschablone dezentriert eingespannt wird, somit also die Verlagerung des optischen Mittelpunktes der Linse aus der geometrischen Mitte nicht beim Einspannen, sondern durch die Materialabtragung beim Schleifen erfolgt. Diese Verfahrensweise wird gelegentlich in Sonderfällen geübt, wozu es bisher jedoch in jedem Fall erforderlich war, eine besondere Schablone mit dezentrierv ten Aufnahmebohrungen neu anzufertigen, die dann nur für den gewählten Dezentrationsbetrag verwendet werden kann.
  • Die Erfindung löst diese technische Aufgabe auf andere Art und Weise. Figur 7 zeigt eine Formschablone 2, die außer ihren ursprünglich vorhandenen Aufnahmebohrungen 20 in der geometrischen Mitte und 21 beiderseits derselben abstandsgleich auf der horizontalen Mittellinie, zwei zusätzliche Aufnahmebohrungen 22 auf einer senkrechten Mittellinie besitzt, die abstandsgleich beiderseits der zentralen Aufnahmebohrung 20 angeordnet sind. Die Aufnahmebohrungen 22 haben voneinander und von der geometrischen Mitte den gleichen Abstand wie die Aufnahmebohrungen 21. Hierzu ist ferner eine Dezentrierscheibe 3 gemäß Figur 8 vorgesehen, die Aufnahmebohrungen 30, 31 in übereinstimmender Lage mit den Aufnahmebohrungen 20, 21 der Formschablone besitzt. Die Dezentrierscheibe 3 besitzt außerdem zwei Haltestifte 32i die auf einer im Abstand des Dezentrationsbetrages d von der Mittelsenkrechten parallelen Senkrechten angeordnet sind. Die Dezentrierscheibe 3 wird mit ihren Aufnahmebohrungen 30, 31 auf den Formschablonenhalter des Schleifautomaten aufgesteckt, sodann wird auf deren Haltestifte 32 die Formschablone mittels ihrer zusätzlichen Aufnahmebohrungen 22 aufgesteckt. Damit ist die Formschablone um den vorgesehenen Betrag dezentriert und der Schleifvorgang kann erfolgen.
  • Da jede Dezentrationsscheibe 3 für einen definierten, fixen Dezentrationsbetrag zugerichtet ist, empfiehlt es sich, für die durchschnittlich vorkommenden Dezentrationsbeträge von 1 bis ca. 8 mm, in Millimeterstufen je eine Dezentrierscheibe bereit zu halten. Hingegen kann jede Dezentrierscheibe in Verbindung mit jeder beliebigen Formschablone gebraucht werden, so daß ein Satz von ca. acht Dezentrierscheiben für die durchschnittlichen Bedarfsfälle genügt.
  • In weiterer Vervollkommnung des Erfindungsgedankens ist zusätzlich eine Adapterscheibe 4 (Figur 9) vorgesehen, die die Funktion zu erfüllen hat, die Halterung für die Formschablone 2 durch die Haltestifte 32 aus deren vertikaler Anordnung in eine horizontale Anordnung umzusetzen, wodurch die Wirkung erzielt wird, daß die Formschablonen 2 ohne die zusätzlichen Aufnahmebohrungen 22 weiterverwendet werden könnenwdiese sich also erübrigen. Die Adapterscheibe 4 besteht aus einer einfachen, zweckmäßig kreisförmig oder quadratisch gestalteten Scheibe mit einer Zentralbohrung 40, zwei auf ihrer Mittelhorizontalen im Normabstand entsprechend den Aufnahmebohrungen 20 der Formschablonen 2 angeordneten Haltestiften 41 und zwei auf ihrer Mittelsenkrechten im Normabstand entsprechend den Haltestiften 32 der Dezentrierscheiben angeordneten Aufnahmebohrungen 42. Bei der Anwendung wird auf den Formschablonenhalter der Maschine zunächst die Dezentrierscheibe 3, aufgesteckt, deren Haltestifte 32 in einer Vertikalen stehen; auf diese (32) wird die Adapterscheibe 4 mittels ihrer Aufnahmebohrungen 42 aufgesteckt-, deren Haltestifte 41 nun ihrerseits wieder in der Mittelhorizontalen stehen, auf welche nun die Formschablone mittels ihrer ursprünglichen Aufnahmebohrungen 21 aufgesteckt werden kann.
  • Das gemeinsame Arrangement von Dezentrierscheibe und Adapterscheibe ermöglicht einen weiteren interessanten Anwendungsfall; wird nämlich auf den Formschablonenhalter der Maschine zuerst die Adapterscheibe 4, auf diese die Dezentrierscheibe 3 und hierauf schließlich die Formschablone 2 aufgesteckt, so nimmt die Dezentrierscheibe 3 - wie leicht einzusehen - eine um 900 verdrehte Lage ein und bewirkt eine Dezentration nicht in horizontaler, sondern in vertikaler Richtung. Wird anstelle der Adapterscheibe 4 eine zweite Dezentrierscheibe eingesetzt, so wird dadurch sowohl in horizon#taler als auch in vertikaler Richtung eine Dezentration bewirkt, somit als Resultierende eine Dezentration in einer Spitzwinkellage zur Horizontalen.
  • Die beschriebene Ausbildung der Formschablonen und Dezentrierscheiben ist allerdings nur an automatischen Facettierschleifmaschinen neuerer Bauart, deren Schablonenhalterung als Zweistifthalterung, entsprechend den Aufnahmebohrungen 21 der Formschablonen ausgebildet ist, anwendbar. Bei Schleifautomaten älterer Bauart, bei denen die Formschablonen hingegen mit ihrer mittleren Aufnahmebohrung auf die Schleifdrehwelle aufgesteckt und mit einer Mutter festgeschraubt werden, erweist sich demgegenüber eine gering fügige zusätzliche Änderung als notwendig. Auch bei solchen Maschinen wird die Dezentrierscheibe 3 mit ihrer zentralen Aufnahmebohrung auf die Schleifdrehwelle aufgesteckt. Da diese jedoch aus der Dezentrierscheibe herausragt, kann die Formschablone 2 auf die Dezentrierscheibe nur aufgesteckt werden, wenn dafür Sorge getragen ist, daß die Schleifdrehwelle die Formschablone durchdringen kann, und das ist bei dezentriert eingespannter Formschablone 2 nur möglich, wenn deren zentrale Bohrung 20 etwas erweitert und in Dezentrationsrichtung zu einem Langloch verlängert ist (nicht dargestellt). In diesem Anwendungsfall ist allerdings der Nachteil in Kauf zu nehmen, daß jede Formschablone durch Erweiterung und Verlängerung der Zentralbohrung zugerichtet werden muß, dann jedoch für alle vorkommenden Dezentrationsbeträge in Verbindung mit allen Dezentrierscheiben des Satzes benutzt werden kann. Auch müssen die Formschablonen 2 mit den auf der Mittelsenkrechten angeordneten Aufnahmebohrungen 22 versehen sein, da ihre ursprünglichen Aufnahmebohrungen 21 bzw. wenigstens eine von diesen durch die Erweiterung und Verlängerung der Zentralbohrung 20 zumeist in Mitleidenschaft gezogen werden und ihren ursprünglichen Zweck der Aufnahme der Haltestifte nicht mehr gerecht werden. Aus diesem Grunde sind auch die Adapterscheiben 4 bei solchen Schleifmaschinen älterer Bauart nicht anwendbar. Wie zuvor erläutert, ist jedoch auch bei der Anwendung auf solchen Schleifmaschinen lediglich ein Satz Dezentrierscheiben abgestufter Dezentration zu einer beliebigen Anzahl verschiedener Formschablonen notwendig.

Claims (11)

  1. Patentansprüche
    B Dezentrierte Forinschablonenhalterung zum Schleifen von dickrandigen Brillengläsern mittels automatischen Facettier-Schleifmaschinen, deren optische Achse von der geometrischen Mitte der Glasform abweicht, gekennzeichnet durch eine zusätzliche Vorrichtung zum Einspannen der Formschablonen in um den Dezentrationsbetrag der optischen Achse von der geometrischen Mitte versetzter Lage.
  2. 2.) Vorrichtung zur dezentrierten Formschablonenhalterung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch mit Aufnahmebohrungen ( 30, 31) zur zentrierten Aufnahme auf den Formschablonenhalter der Schleifmaschine versehene Dezentrierscheiben (3), die mit Mitteln zur Halterung der Formschablonen in um den Dezentrierbetrag (d) versetzter Lage versehen sind.
  3. 3.) Vorrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch einen Satz von Dezentrierscheiben (3), deren jede in definierter, einem bestimmten Dezentrationsbetrag (d) entsprechender Anordnung Mittel zur ortsfesten Fixierung von beliebigen, mit korrespondierenden Mitteln versehenen Formschablonen (2) besitzt, wobei für jeden der üblicherweise vorkommenden Dezentrationsbeträge eine besondere Dezentrierscheibe vorgesehen ist.
  4. 4.) Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß jede Dezentrierscheibe auf einer im Abstand des jeweils vorgesehenen Dezentrationsbetrages (d) von ihrer die zentrale Aufnahmebohrung (30) schneidenden Mittelsenkrechten befindlichen Parallelen zwei im Abstand voneinander angeordnete Haltestifte (32) besitzt, und daß jede Formschablone (2) zusätzlich zu den vorhandenen auf ihrer Mittel-Horizontalen befindlichen Aufnahmebohrungen (21) auf ihrer die zentrale Aufnahmebohrung (20) schneidenden Mittelsenkrechten mit zwei den Haltestiften (32) entsprechend angeordneten zusätzlichen Haltebohrungen (22) zur Aufnahme der Haltestifte (32) versehen ist.
  5. 5.) Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltestifte t32) der Dezentrierscheiben (2) und die zusätzlichen Haltebohrungen (22) der Formschablonen (2) im gleichen Abstand voneinander wie die ursprünglichen Aufnahmebohrungen (21) und jeweils symmetrisch zur horizontalen Mittellinie angeordnet sind.
  6. 6.) Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 bis 5, qekennzeichnet durch eine zusätzliche Adapterscheibe (4), mit einer Zentralbohrung (40), die auf ihrer vertikalen Mittelachse zwei Aufnahmebohrungen (42) zur Aufnahme von Haltestiften des Formschablonenhalters der Maschine oder der Dezentrierscheiben (3), und auf ihrer horizontalen Mittelachse zwei Haltestifte (41) für die mittels ihrer auf der horizontalen Mittellinie liegenden Aufnahmebohrungen (21) aufzusteckende Formschablone (2) oder eine um 900 verdrehte Dezentrierscheibe (3) besitzt.
  7. 7.) Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Dezentrierscheiben mit einstellbaren Mitteln zur Halterung der Formschablonen (2) in um einen innerhalb vorgesehener Grenzen einstellbaren Dezentrationsbetrag versetzter Lage versehen sind.
  8. 8.) Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die zweiteilig ausgebildeten Dezentrierscheiben aus zwei flachen aufeinanderliegenden Plättchen bestehen, deren eines auf den Formschablonenhalter aufzusteckende Teil mit je einem Spindeltrieb für horizontale und vertikale Verstellung mit Feingewindespindel ist, die je einen Mitnehmer besitzen, deren anderer von den Mitnehmern geführter Teil die Haltestifte für die Formschablone in nicht dezentrierter Null-Lage trägt.
  9. 9.) Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 8 für automatische Facettier-Schleifmaschinen mit Auf schraubhalterung für die Formschablonen, dadurch gekennzeichnet, daß die zentrale Aufnahmebohrung (20) der Formschablonen (2) zwecks Aufnahme der Befestigungsmutter der Schleifmaschine erweitert und um das dem maximalen Dezentrationsbetrag ent-.
    sprechende Längenmaß in der Dezentrationsrichtung entgegengesetzter Richtung zu einem Langloch verlängert ist.
  10. 10.) Anwendung der Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 9 zum Schleifen von Brillengläsern mit von ihrer horizontalen Mittelachse abweichender Dezentration, dadurch gekennzeichnet, daß der dem Formschablonenhalter der Schleifmaschine aufgesteckten, die Dezentration in horizontaler Richtung bestimmenden Dezentrierscheibe (3) eine zweite, die Dezentration in vertikaler Richtung bestimmende Dezentrierscheibe (3) aufgesteckt wird, auf deren nun in einer Horizontalen befindliche Haltestifte (32) die Formschablone (2) mittels ihrer auf der Mittelhorizontalen befindlichen Haltebohrungen (21) aufgesteckt wird.
  11. 11.) Anwendung der Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 9 unter Mitverwendung einer Adapterscheibe (4), dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtungsteile ausgehend vom Formschablonenhalter der Maschine zur Dezentration in horizontaler Richtung in der Aufeinanderfolge; Dezentrierscheibe - Adapterscheibe - Formschablone zur Dezentration in vertikaler Richtung in der Aufeinanderfolge: Adapterscheibe - Dezentrierscheibe - Formschablone aufgesteckt werden.
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