DE2260284C2 - Schäumbare Vinylchloridpolymermasse und ihre Verwendung - Google Patents
Schäumbare Vinylchloridpolymermasse und ihre VerwendungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Formmasse gemäß dem Oberbegriff des vorstehenden Patentanspruchs 1.
Eine Immer wichtiger werdende Anwendung für Vinylchloridpolymere Ist die Herstellung von geschäumten
Gegenständen aus schäumbaren harten Massen, und zwar Insbesondere von Gegenständen, die am Bau verwendet
werden, wie z. B. Rohre, Verkleidungen, Füllungen und Umhüllungen. Solche Massen können auch für die
!S Herstellung von geschäumten Folien, Filmen oder Papierersatzprodukten für Verpackungen verwendet werden.
Mit dem Ausdruck »harte Masse« ist eine Masse gemeint, die eine B.S.-Weichheit von 0 bis 10 Im unexpandlerten
Zustand aufweist, gemessen durch British Standard No. 2782, Method No. 307A. Eine solche Masse Ist Im
allgemeinen nicht weichgemacht, obwohl sie kleinere Mengen eines Weichmachers enthalten kann, vorausgesetzt,
daß die Härte der Masse dabei nicht verlorengeht. Bei solchen schäumbaren harten Massen Ist es üblicheren
weise nötig. Zusätze (sog. Schaumstabilisatoren) einzuverleiben, die die Blasen des Polymerschaums während
der Herstellung stabilisieren, da sonst die Blasen in einer unkontrollierten Weise wachsen, was eine sehr weite
Verteilung der Blasengröße zur Folge hat. Ein solches unkontrolliertes Wachstum hat oftmals auch zur Folge,
daß die Blasen zerreißen und miteinander verschmelzen. Dies ergibt eine unannehmbar ungleichmäßig
geschäumte Struktur. Der im Oberbegriff des vorstehenden Patentanspruchs 1 erwähnte und aus der GB-PS
·»* 10 74 466 bekannte Schaumstabilisator Ist ein acryllsches Verarbeitungshilfsmittel auf der Basis von Methylmethacrylai-Mischpolymeren,
die mindestens 75 MoI-* polymerlstertes Methylmethacrylat enthalten. Ein besonders
bekanntes Beispiel dieser Art von Verarbeitungshilfsmittel ist ein Methylmethacrylat/Äthylacrylat-Mischpolymer,
das 90 Gew.-Teile Methylmethacrylat und 10 Gew.-Telle Äthylacrylat enthält.
Solche MIttel sind zwar als Schaumstabilisatoren sehr wirksam, es Ist aber nötig, verhältn^mäßlg große
5» Mengen derselben zu verwenden, um eine ausreichende Schaumstabilisierung zu erzielen. So wurde im Falle des
oben erwähnten Methylmethacrylat-Mlschpolymers gefunden, daß es nötig ist, wenigstens 5 Gew.-%, bezogen
auf das Vinylchloridpolymer, und vorzugsweise mehr als 8 Gew.-% zu verwenden. Die Verwendung von derart
großen Mengen an Schaumstabilisatoren ist vom wirtschaftlichen Standpunkt unerwünscht.
Es wurde nunmehr gefunden, daß eine wirksame Stabilisierung überraschenderweise durch die Verwendung
" von kleinen Mengen gewisser Alkylacrylatpolymere als Schaumstabilisatoren erzielt werden kann. Die gemäß
der Erfindung zu verwendenden Alkylacrylatpolymere sind Im Kennzeichen des vorstehenden Patentanspruchs 1
näher beschrieben.
Ein anderer Schaumstabilisator zur Herstellung von geschäumten Vlnylchlorldpolymeren Ist aus der DE-OS
20 47 969 bekannt. Hierbei handelt es sich um ein Mischpolymer aus Styrol und Acrylnitril und einem Alkyl-
<·<> alkacrylat, wie z. B. Methylmethacrylat. Aber auch diese Schaumstabilisatoren müssen In verhältnismäßig
großen Mengen von 2 bis 20 Gew.-Teilen verwendet werden. In den Beispielen dieser Veröffentlichung werden
Mengen von 7,5 bzw. 10 Gew.-Teilen genannt. |j
Mit dem Ausdruck «Vinylchloridpolymer« Ist entweder ein Vlnylchlorldhomopolymer oder ein Mischpolymer $
von Vinylchlorid mit einer kleineren Menge (vorzugsweise bis zu 20 Gew.-%) ein oder mehrerer äthylenisch f|
'■5 ungesättigter Comonomere gemeint. Geeignete Comonomere sind Vinylacetat, Vlnyläther, Vinylidenchlorid, fj
Alkylacrylate und Olefine, wie z. B. Äthylen oder Propylen. Die gemilß der Erfindung verwendeten Vlnylchlo- S
rldpolymere besitzen vorzugsweise einen Flkentscher-K-Wert zwischen 45 und 75 und Insbesondere zwischen 50 £
und 65. Sie können unter Verwendung einer allgemein bekannten Poiymerlsatlonstechnik hergestellt werden, fj
wie ζ. B. Suspensions-, Emulsions-, Massen-, Lösungs- und Gasphasenpolymerisation.
Die erfindungsgemäße Formmasse kann den Schaumstabilisator, wie erwähnt, in einer Menge von 0,2 bis
5 Gew.-«, bezogen auf das Vinylchloridpolymer In der Zusammensetzung, enthalten. Bevorzugt werden aber
Mengen von 0,25 bis 2,5 Gew.-«.
Im erfindungsgemäßen Schaumstabilisator können bis zu 40 Gew.-« eines oder mehrerer Comonomere vorlie- >
gen, es wird aber bevorzugt, daß der Comonomergehalt unter 25 Gew.-*, insbesondere 10 Gew.-«, liegt. Geeignete
Comonomere sind Styrol, Aikylmethacrylate, wie z. B. Methylmethacrylat, Acrylnitril, Acrylamid und
andere Alkylacrylate. Beispiele für Alkylacrylat-Homopolymere, die verwendet werden können, sind die PoJvmere,
die aus Methylacrylat, Äthylacrylat, n- oder Isopropylacrylat, n.- oder Isobutylacrylat und 2-ÄthyIhexylacrylat
erhalten werden.
Es wird bevorzugt, ein n-Butylacrylat-Homopolymer oder -Mischpolymer zu verwenden.
Wenn ein n-Butylacrylat-Homo- oder -Mischpolymer verwendet wird, dann besitzt es vorzugsweise ein Molekulargewicht entsprechend einer reduzierten Viskosität [gemessen als 0,1 «ige tGewicht) Lösung in Chloroform bei 25° C] Im Bereich von 0,1 bis 7 dl/g und vorzugsweise im Bereich von 0,2 bis 5,0 dl/g.
Wenn ein n-Butylacrylat-Homo- oder -Mischpolymer verwendet wird, dann besitzt es vorzugsweise ein Molekulargewicht entsprechend einer reduzierten Viskosität [gemessen als 0,1 «ige tGewicht) Lösung in Chloroform bei 25° C] Im Bereich von 0,1 bis 7 dl/g und vorzugsweise im Bereich von 0,2 bis 5,0 dl/g.
Die erfindungsgemäße Masse kann ein Treibmittel oder eine Kombination von Treibmitteln enthalten. Geeignete
Treibmittel sind Materialien (gewöhnlich Feststoffe), die sich beim Erhitzen zersetzen und ein Gas abgeben.,
welches ein Schäumen bewirkt. Flüssigkeiten, die beim Erhitzen oder bei einer Druckwegnahme schäumen
(wie z. B. Pentan, Hexan usw.) oder Gase. Die Temperatur, bei der die zersetzbaren Typen von Treibmitteln
sich unter In Erfheitsetzung von Gasen zersetzen und die flüssigen Treibmittel unter Schäumung verdampfen,
wird irr. allgemeinen als Aktivierungstemperatur bezeichnet. Es wird im allgemeinen bevorzugt, in den erfindungsgemäßen
Massen zersetzbare Typen von Treibmitteln zu verwenden. Das zersetzbare Treibmittel wird
üblicherweise in einer Menge von 0.1 bis 2 Gew.-%, bezogen auf das Vinylchloridpolymer in der schäumbaren
Zusammensetzung, vorzugsweise In einer Menge von 0,25 bis 1 Gew.-«, verwendet. Beispiele für geeignete
zersetzbare Treibmittel sind stickstoffabgebende Treibmittel, wie z. B. die organischen Azo-, Hydrazo- und
Nitrosoverbindungen (wie z. B. Azodicarbonamid, Dinitrosopentamethylentetramin, ρ,ρ'-Oxy-bis-sulfonylhy- ^
drazid) und auch die Kohlendioxid- In Freiheit setzenden Treibmittel, wie z. B. Carbonate und Bicarbonate. In
einigen Fällen kann es erwünscht sein, ein Nuklelerungsmittel in das schäumbare Material einzuverleiben, um
Stellen für die Blasenbildung zu schaffen. In gewissen Fallen kann es unnötig sein, ein Treibmittel in die
schäumbare Zusammensetzung einzuverleiben, da einige Zusammensetzungen selbstschäumend sind. So sind
beispielsweise Vnylchlorid-ZMethylmethacrylat-Mischpolymere selbstschäumend, da sie beim Erhitzen Methyl- »
chlorld abgeben.
Die erfindungsgemäßen 3chäurtoaren Massen können auch andere üblicherweise verwendete Zusätze enthalten,
um gewünschte cder nöUgn Eigenschaften oder Eigenschaftskombinationen zu erzielen. Solche Zusätze sind
z. B. Stabilisatoren, Gleitmittel, ί iibstoffe, Pigmente, Schlagmodiflziermlttel, Verarbeitungshilfsmittel (In
kleineren Mengen, welche die Masse nicht unwirtschaftlich machen) und Füllstoffe.
Es wird bevorzugt, In den erfindungsgemäßen schäumbaren Massen 0,25 bis 2,5 Gew.-% eines Alkylacrylatpolymers,
bezogen auf das Gewicht des Vinylchlorldpolymers in der Zusammensetzung, und insbesondere
0,5 bis 1 Gew.-« zu verwenden.
Die in den erfindungsgemäßen Massen verwendeten Alkylacrylatpolymere können durch irgendein geeignetes
bekanntes herkömmliches Polymerisationsverfahren hergestellt werden, wie z. B. Emulsions- oder Lösungspolymerlsatlon.
In der Folge wird ein Beispiel eines Rezepts für die Hersteilung eines n-Butylacrylat-Homopolymers
durch Emulsionspolymerisation angegeben.
11,8 1 entsalztes Wasser, 30 g eines handelsüblichen Emulgators, 7,4 g Kallumpersulfat, 6,5 I n-Butylacrylat
und 30 ml Laurylmercaptan werden unter einer Stickstoffdecke In einen Autoklaven mit einem Fassungsvermögen
von 22,5 1 eingebracht und einer milden Rührung unterworfen. Die Temperatur wird auf 60° C erhöht. 4^
Nachdem das Reaktionsgemisch 10 Minuten lang auf diese Temperatur gehalten worden 1st, verursacht die
Reaktionswärme, daß die Temperatur auf über 80° C steigt. Der Ansatz wird 1 Stunde auf 80° C gehalten, bevor
er abgekühlt und ausgetragen wird. Das Produkt Ist ein Latex mit einem Fes^toffgehalt von ungefähr 32«.
Dieses Polymer besitzt eine reduzierte Viskosität von 0,66 dl/g [gemessen als 0,l«lge (Gewicht) Lösung In
Chloroform bei 250C). Andere Initiatoren, die verwendet werden können, sind Ammorilumpersulfat und >°
Redoxsysteme. Andere Emulgatoren sind Natriumlaurylsulfat und Natriumdodecylbenzolsulfonat. Andere
Kettenübertragungsmittel sind geradkettlge Cj-C|6-Mercaptane, sekundäre Mercaptane und tertiäre Mercaptane.
Es ist nicht nötig, ein Kettenübertragungsmittel zu verwenden. In diesem Fall wird ein Produkt mit einer höheren
reduzierten Viskosität erhalten.
Pi Diis Molekulargewicht der In den erfindungsgemäßen Massen verwendeten Alkylacrylatpolymere kann "
Pi Diis Molekulargewicht der In den erfindungsgemäßen Massen verwendeten Alkylacrylatpolymere kann "
f{ während der Herstellung durch die Polymerisationstemperatur, durch die Verwendung gewisser Kettenübertra-
gungsmlttel, wie z. B. Alkylmercaptan, durch die Verwendung kleinerer Mengen von Vernetzungsmitteln, wie
z. B. Diallylphthalat und Glycoldlmethacrylat (um das Molekulargewicht zu erhöhen) oder durch irgendeine
f.; geeignete Kombination kontrolliert werden. Vernetzte Alkylacrylatpolymere können ebenfalls verwendet
\t werden. Sie können In Irgendeiner geeigneten Welse hergestellt werden, beispielsweise durch die Verwendung M
Q verhältnismäßig großer Mengen Vernetzungsmittel, wie z. B. Diallylphthalat.
P Das Alkylacrylatpolymer kann In das Vinylchloridpolymer durch jedes geeignete Verfahren einverleibt
!.- ,werden. Ein solches Verfahren besteht darin, daß man einen Latex aus Alkylacrylatpolymer auf eine Vinylchlo-
rldpolymeraufschlämmung aufkoaguliert. Geeignete Koagulationsmittel, die zur Bewirkung der Koagulation
V; verwendet werden können, sind Elektrolyte, wie z. B. wasserlösliche, vorzugsweise mehrwertige Metallsalze und (l>
■«■: Insbesondere Salze von Calcium oder Aluminium. Das Koagulationsmittel ist vorzugsweise ein solches, dessen
(-- Rückstände, sofern sie Im Polymergemisch verbleiben, die Eigenschaften des Gemlschs nicht In abträglicher
Welse beeinflussen. Calclumformlat Ist ein besonders bevorzugtes Koagulationsmittel.
Ein weiteres Verfahren zur Einverleibung besteht darin, daß man das Alkylacrylatpolymer durch Polymerisation des Monomere oder der Monomere in Gegenwart eines Vinylchloridlatex oder einer Vinylchloridaufschlämmung
herstellt.
Ein weiteres Verfahren, welches bevorzugt verwendet wird, besteht darin, daß man Vinylchlorid (und gegebenenfalls
ein oder mehrere Comonomere) in Gegenwart eines Latex des einzuverleibenden Alkylacrylatpolymers
polymerisiert, wobei letzteres vor oder während der Polymerisation zugegeben wird. Bei diesem Verfahren kann
eine gewisse Aufpfropfung von Vinylchlorid auf das Alkylacrylatpolymer stattfinden.
Das Vinylchloridpolymer, welches das Alkylacrylatpolymer einverleibt enthält, kann als solches in den erfindungsgemäßen
schäumbaren Zusammensetzungen oder in einer Grundmischung verwendet werden, wobei im
"' letzteren Fail diese Grundmischung vor der Verwendung mit weiterem Vinylchloridpolymer verdünnt wird. So
kann es beispielsweise zweckmäßig sein, ein Vinylchloridpolymer/Alkylacrylatpolymer-Gemisch herzustellen,
das einen polymerislerten Alkylacrylgehalt von wesentlich mehr als 5 Gew.-Sä aufweist, und dieses nach Bedarf
mit weiterem Vinylchloridpolymer (welches nicht das gleiche wie im Gemisch sein muß) zu verdünnen, wenn
die erfindungsgemäßen Massen hergestellt werden.
Die erfindungsgemäßen schäumbaren harten Vinylchloridpolymermassen können während der Verarbeitung
in jeder geeigneten Weise geschäumt werden. Beispielsweise kann das Treibmittel (sofern verwendet) in die
Zusammensetzung während einer heißen Kompundierung bei einer Temperatur unter der Aktivierungstemperatur
des Treibmittels einverleibt werden oder es kann in die kalte pulverförmige Zusammensetzung bei Raumtemperaturen
eingemischt oder während der Einverleibung des Alkylacrylatpolymers zugesetzt werden. In jedem
-'" Fall kann dann die erhaltene Zusammensetzung (beispielsweise dur-h Extrusion, Spritzguß, Druckguß, Blasverformung,
Kalandrieren, Vakuumverformung oder Pressen) unter Temperatur- und Druckbetr ^gungen verarbeitet
werden, die ausreichen, das Treibmitte! zn aktivieren und das Polymer zu schmelzen, so d'!3 geschäumte
Gegenstände entstehen.
Die erfindungsgemäßen Massen gestation die Herstellung von vorzüglichen VinylchlorldpolymerschSumen
mit einer geeignet niedrigen Dichte (beispielsweise im Bereich von 0,6 bis 0,9 g/ml und insbesondere im
Bereich von 0,7 bis 0,8 g/ml) und mit einer schmalen Verte!;ung der Blasengröße, wobei der Hauptteil der
Blasen eine geschlossene Struktur aufweist.
Die erfindungsgemäßen schäumbaren Massen können für die Herstellung der verschiedensten harten schäumbaren
Gegenstände verwendet werden, wie z. B. Rohre, Verkleidungen, Füllungen und Türen sowie ganz all-3li
gemein Holzersatzprodukte, beispielsweise am Bau und für Möbel. Andere Produkte, die aus den erfindungsgemäßen
schäumbaren Massen hergestellt werden können, sind Folien, Fiime und Papierersatzprodukte für
Verpackungen.
Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele näher erläutert.
Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele näher erläutert.
■H Beispiele 1 bis 4
Eine jede der in der Tabelle 1 gezeigten Zusammensetzungen wurde durch Mastlkation in einem Banbury-Mischer
(bei 1450C) kompundiert und dann auf einer Zweiwalzenmühle (Rollentemperaturen 130 und 14O0C)
zur Herstellung eines Walzfells verarbeitet. Jedes Walzfell wurde zerschnitten, so daß Granalien mit Einern
■»" annähernden Durchmesser von 3 mm erhalten wurden. Zu diesem Zeltpunkt fand keine Zersetzung der In einer
jeden Zusammensetzung verwendeten Treibmittel statt. Die Materialien waren ungeschäumt und weltgehend
hart (B.S.-Welchhelt ungefähr 2). Ihre Dichten reichten von i,41 bis 1,42 g/ml.
Das In den Beispielen 3 und 4 verwendete PVC/PBA-Pfropfmischpolymer wurde durch Poiymerisaüon von
98,5 Gew.-Teilen Vinylchlorid in Gegenwart von 1,5 Gew.-Teilen eines n-Butylacrylat-Homopolymers (verwen-
■>5 det In Form eines Latex und hergestellt nach dem oben angegebenen Rezept) hergestellt, wobei die Temperatur
der Polymerisation derart war, daO das resultierende Polymer einen K-Wert von 60 aufwies.
Bestandteile der Zusammensetzung Beispiel Nr.
(Gew.-Teile) 12 3 4
Vinylchloridhomopolymer mit einem K-Wert 100 100 50 30
55 von ungefähr 60
PVC/PBA-Pfropfpolymer, 98,5/1,5 mit einem - 50 70
K-Wert von 60
Dreibasisches Bleistearct
Normales Bleistearat Hartwachs-Gleitmittel Chlorierter Paraffin-Weichmacher
CaCO3-Füllstoff
Methylmethacrylat/Äthylacrylat-Mischpolymer, 90/10
| 4 | 4 | 4 | 4 |
| 0,5 | 0,5 | 0,5 | 0,5 |
| 1 | 1 | 1 | i |
| 20 | 20 | 20 | 20 |
| 10 | Iu | 10 | 10 |
| _ | 6 | _ | _ |
| 22 60 284 | Fortsetzung | Heispiel | Nr. | J | 4 |
| Bestandteile der Zusammensetzung | I | 2 | 0,6 | 0,6 | |
| (Gew.-Teile) | 0,6 | 0,6 | 0,3 | 0,3 | |
| Oxy-bis-(benzol-sulfonhyrazicl) (Treibmittel) | 0,3 | 0,3 | |||
| Azodicarbonamid (Treibmittel) | |||||
Die Granallen einer jeden Zusammensetzung wurde auf einem 32-mm-Elnfachschneckenexiruder
(Länge/Durchmesser-Verhältnls 20) unter Verwendung einer Düse (bei einer temperatur von 150° C) mit einem
Durchmesser von 13 mm extrudlert. Der Zylinder des Extruders besaß ein Tempcraturprofll von 160 bis 180' C.
Das In Beispiel I hergestellte Extrudat besaß eine Dichte von 1,2 g/ml, die Oberfläche war rauh und gebrochen,
und die Zellenstruktur war ungleichmäßig. Die In den Beispielen 2 bis 4 hergestellten Extrudate besaßen
alle eine niedrige Dichte (Tabelle 2) und eine glatte Haut und eine kleine, gleichmüßige, geschlossene Zellenstruktur.
Die Eigenschaften der geschäumten Extrudaie sind In der folgenden Tabelle 2 angegeben.
2 3 4
Dichte (g/ml) 0,75 0,80 0,70
Biegemodul (aMMN/m2) 1050 1100 900
Biegefestigkeit (b) (MN/m2) 18 20 14
(a) BS 2782: 1970 Methode 3O2D
(b) BS 2782: 1970 Methode 3O4E Ul
Beispiele 5 bis 7
Eine jede der In Tabelle 3 gezeigten Zusammensetzungen wurde durch Mastlkatlon in einem Banbury-Mlscher
(bei 155° C) kompundlert und dann auf einer Zweiwalzenmühle zur Herstellung eines Walzfells verar- !i
beltet und zerschnitten, wie es In den Beispielen 1 bis 4 beschrieben Ist. Die ungeschäumten Granallen besaßen
„1„„ rvi„U.» |„ n„„i„U ..„„ 1 ΛΪ Ui„ 1 AA ~/l
^.ιιιτ. iyt\.iuv im ubivivii tv/ii ι ,-τ_ί νιο ι ,-r-t g'i.
Das In Beispiel 7 verwendete PVC/PBA-Pfropfpolymer wurde In der gleichen Welse wie dasjenige In den
Beispielen 3 und 4 hergestellt, außer daß die Polymerlsatloristemperatur so eingestellt wurde, daß ein Polymer
mit einem K-Wert von 53 entstand.
Bestandteile der Zusammensetzung Beispiel Nr.
(Gew.-Teile) 5 6 7 J
Vinylchloridhomopolymer mit einem K-Wert 100 100 50
von ungefähr 55
PVC/PBA-Pfropfpolymer, 98,5/1,5 K-Wert 53 - - ™
Dreibasisches Bleistearat Normales Bleistearat
Hartwachs-Gleitmittel 111
Epoxidiertes Sojabohnenöl Methylmethacrylat/Äthylacrylat-Mischpolmymer, 90/10
Acrylonitril/Butadien/Styrol-Mischpolymer 8 8 8 ω
(Schlagen odifiziennittel)
CaCO3 (Füllstoff) Oxy-bis-(benzolfulfonhydrazid)
Azodicarbonamid
| - | - | 50 |
| 4 | 4 | 4 |
| 0,5 | 0,5 | 0,5 |
| 1 | 1 | 1 |
| 3 | 3 | 3 |
| - | 10 | - |
| 8 | 8 | 8 |
| 10 | 10 | 10 |
| 0,5 | 0,5 | 0,5 |
| 0,4 | 0,4 | 0,4 |
Die aus einer jeden Zusammensetzung hergestellten Granallen wurden in rechteckige Profile von 50,8 χ 9,5 mm j
extrudlert, wobei ein 63-mm-Elnfachschneckenextruder (Länge/DurchTiesser-Verhilltnls 25) verwendet wurde. j
Das extrudlerie Profil von Beispiel 5 besaß eine hohe Schaumdichte (1,1 g/ml), eine rauhe Oberfläche und eine ; i
ungleichmäßige Zellenstruktur (mit vielen großen Poren Im Zentrum des Extrudats). Die extmdlerten Produkte μ
der Beispiele 6 und 7 hatten eine vorzügliche Qualität, eine niedrige Dichte, eine geschlossene und gleichmäßige ■/■]
Zellenstruktur und eine integrale Haut. Die Eigenschaften der geschäumten Extrudate sind In Tabelle 4 aufge- j
It r. Λ. ff
Tabelle 4 ■;$
■ ■;■]
Gemessene Eigenschaft Profil von Beispiel §»
6 7 -j
Dichte (g/l) 0,71 0,68
Biegefestigkeit (MN/m2) 24 22
Biegemodul (MN/m2) 1200 1200
Thermische Leitfähigkeit 0,07 0,07
IiIe obigen Beispiele zeigen, daß es möglich ist, harte geschäumte Produkte mit einer vorzüglichen Qualltat
herzustellen, wenn man eine sehr kleine Menge Schaumstabilisator gemäß der Erfindung verwendet.
Diese Produkte sind In Ihrer Qualität mit Schäumen vergleichbar, die unter Verwendung einer viel größeren
Menge eines W/lO-Meihylmethacrylat/Äthylacrylat-Mlschpolyrners als Schaumstabilisator hergestellt worden
sind.
Vergleichsversuche
zur Demonstration des technischen Fortschritts gegenüber der GB-PS 10 74 466
zur Demonstration des technischen Fortschritts gegenüber der GB-PS 10 74 466
Eine jede der in der folgenden Tabelle angegebenen Zusammensetzungen wurde In einem Banbury-Mlscher
bei 150° C gemischt und dann auf einer Zweiwalzenmühle bei einer Walzentemperatur von 145° C und 135° C
verarbeitet. Der erhaltene Krepp wurde In Würfel von 3 mm geschnitten.
Bestandteile der Zusammensetzung Beispis! Nr.
(Gew.-Teile) 12 3 4
■in Vinylchloridhomopolymer mit einem K-Wert 100 100 100 100
von ungefähr 55
Dreibasisches Bleistearat Normales Bleistearat
Hartwachs-Gleitmittel Weichmacher CaCO3 (Füllstofl)
Methylmethacrylat/Äthylacrylat-90/10-Mischpolymer
N-Butylacrylathomopolymer
Acrylonitril/Butadien/Styrol-Mischpolymer
(Schlagmodiflziermittel)
Oxy-bis-ibenzolsulfon-hydrazid) (Treibmittel)
Azodicarbonamid (Treibmittel)
Die aus einer jeden Zusammensetzung hergestellten Granallen wurden unter Verwendung eines Schneckenextruders
(Länge/Durchmesser-Verhältnis 20) in ein Produkt mit einem rechteckigen Querschnitt von 25 χ 3
mm extrudiert. Das extrudierte Produkt von Beispiel 2 besaß eine rauhe und aufgerissene Oberfläche und eine
sehr ungleichmäßige Zeilenstruktur mit großen Oberflächenblasen. Das Produkt von Beispiel 3 war sogar noch
schlechter. Beide Produkte waren vollständig unannehmbar. Im Gegensatz hierzu besaßen die Extrudate der
| 4 | 4 | 4 | 4 |
| 0,5 | 0,5 | 0,5 | 0,5 |
| 1 | 1 | 1 | 1 |
| 3 | 3 | 3 | 3 |
| 10 | 10 | 10 | 10 |
| 6 | 2 | 0,75 | - |
| - | - | - | 0,75 |
| 5 | 5 | 5 | 8 |
| 0,5 | 0,5 | 0,5 | 0,5 |
| 0,5 | 0,5 | 0,5 | 0,4 |
Beispiele 1 und 4 eine gute Qualität mit einer geschlossenen und gleichmäßigen Zellenstruktur und einer glatten
Integralen Haut.
Hs ist deshalb klar, daß 0.75's. des erlindungsgemüßen Zusatzes die gleiche Wirkung haben wie 6% des bekannten
Zusatzes.
Claims (9)
1. Formmasse zur Herstellung eines harten, geschäumten Vinylchloridpolymers, welche als Schaumstabilisator
ein Polymer mit einem Gehalt an einem Alkylacrylat enthalt, dadurch gekennzeichnet, daß der
Schaumstabilisator aus einem Alkylacrylal-Homopolymer oder einem Alkylacrylat-Mischpolymer mit bis zu
40 Gew.-% ein oder mehrerer Comonomere in einer Menge von 0,2 bis 5 Gew.-«, bezogen auf das Vinylchloridpolymer
in der Zusammensetzung, besteht.
2. Formmasse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaumstabilisator in einer Menge von
0,25 bis 2,5 Gew.-%, bezogen auf das Vinylchloridpolymer in der Zusammensetzung, vorliegt.
3. Formmasse nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Alkylacrylatpolymer
ein Mischpolymer aus einem Alkylacrylat und weniger als 25 Gew.-%, bezogen auf das Alkylacrylat, mindestens
eines Comonomers ist.
4. Formmasse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaumstabilisator
ein n-Butylacrylat-Homo- oder -Mischpolymer Ist.
5. Formmasse nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaumstabilisator ein Mischpolymer
aus n-Butylacrylat und Methylmethacrylat ist.
6. Formmasse nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß das n-Buty'zcrylat-Homo-
oder -Mischpolymer eine reduzierte Viskosität (gemessen als 0,l%ige (Gewicht) Lösung In Chloroform
bei 25° C) In einem Bereich von 0,1 bis 7 dl/g aufweist.
-"
7. Formmasse nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das n-Butylacrylat-Homo-
oder -Mischpolymer eine reduzierte Viskosität (gernessen als 0,l%igc (Gewicht) Lösung in Chloroform be!
25° C) im Bereich von 0,2 bis 5 dl/g aufweist.
8. Formmasse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusammensetzung
ein Treibmittel der zersetzbaren Type enthält.
-~
9. Verwendung einer Formmasse nach Anspruch 1 zur Herstellung eines harten geschäumten Vinylchloridpolymers.
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