DE2251660A1 - Verfahren und vorrichtung zur herstellung von hochreinem alkalimetallhydroxid in einer elektrolytischen zelle - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zur herstellung von hochreinem alkalimetallhydroxid in einer elektrolytischen zelleInfo
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Description
Diamond Shamrock Corporation, 300 Union Commerce Building
Cleveland, Ohio 44115, V.St.A.
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von hochreinem
Alkalimetallhydroxid in einer elektrolytischen Zelle
Die Erfindung betrifft insbesondere ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung von konzentriertem Alkalimetallhydroxid,
das im wesentlichen von Alkalimetallhalogeniden und anderen Verunreinigungen frei ist, in einer elektrolytischen
Zelle, in welcher eine stabile selektiv permeable hydratisierte Membran zwischen eine dimensionsstabile
durchlässige Anode und eine Kathode gesetzt ist, um
einzelne Anolyt- und KathoIyträume zu bilden.
einzelne Anolyt- und KathoIyträume zu bilden.
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Konzentrierte Alkalimetallhydroxidlösungen werden bislang durch Elektrolyse von Alkalimetallhalogenidlösungen in
elektrolytischen Zellen des Quecksilbertyps hergestellt. Solche Zellen v/erden häufig auch als Fließkathoden-Quecksilberzellen
bezeichnet. Die in solchen Zellen gebildeten wäßrigen Alkalimetallhydroxidlösungen haben im allgemeinen
eine hohe Konzentration, beispielsweise von etwa 50 bis 73 Ge\?.-°/a, Alkalimetallhydroxid und sie sind im wesentlichen
von Alkalimetallhalogeniden frei. Produkte mit diesen Eigenschaften genügen direkt den Erfordernissen, wie sie
bei verschiedenen industriellen Anwendungszwecken gestellt werden. Die derzeit verwendeten Zellen vom Quecksilbertyp
haben aber verschiedene Nachteile, von denen der Hauptnachteil die Verunreinigungen von Strömen ist, die durch den
Abstrom solcher Zellen bewirkt werden. Diese Austragung hat in der Umwelt, v/o solche Zellen in Betrieb sind, zu
Quecksilberverschmutzungsproblemen geführt. Obgleich schon ausgedehnte Anstrengungen unternommen worden sind, um die
durch den Abstrom solcher Zellen bewirkte Quecksilberverschmutzung
unter Kontrolle zu bringen, wird jedoch im allgemeinen davon ausgegangen, daß eine vollständige Eliminierung
der Verschmutzung von Wasser und von Boden praktisch
unmöglich ist. Aufgrund der derzeitigen Beanstandungen von allen Arten von Verschmutzungen und den sehr strengen
behördlichen Vorschriftsmaßnahmen zur Kontrolle von Verschmutzungen ist die Möglichkeit nicht auszuschließen,
daß diese Zellen nicht länger als einige wenige Jahre mehr als zulässig erachtet v/erden. Selbst wenn verbesserte Methoden
zur Verhinderung einer Quecksilberverschmutzung durch den Abstrom dieser Zellen gefunden und eingeführt
werden und selbst wenn den behördlichen Vorschriften Genüge getan werden kann, und die Zellen in Gebrauch bleiben können,
haben sie doch die weiteren Nachteile, daß sie teuer und kompliziert sind und daß sie häufig Betriebsabweichun-
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_ 3" —
gen erleiden. Weiterhin sind die Bedienungspersonen für die Zellen konstant gesundheitlichen Gefährdungen ausgesetzt.
Weiterhin sind große Quecksilbermengen je Zelle erforderlich und der Marktpreis für Quecksilber ist im allgemeinen
hoch. Darüber hinaus gehen beim normalen Betrieb solcher Zellen bestimmte Mengen von Quecksilber unwiederbringlich
in den Abströmen verloren, und zwar ungeachtet der derzeitigen starren Wiedergewinnungstechniken, die dazu
eingesetzt werden, um das Quecksilber aus dem in der Zelle gebildeten Amalgam wiederzugewinnen.
Zur elektrolytischen Herstellung von Alkalimetallhydroxidlösungen sind auch Diaphragmazellen bekannt. Bei diesem
Zelltyp wird eine poröse Kathode mit einem darüberliegenden porösen Diaphragma dazu verwendet, um die Katholyt-
und Aiiolyträume der Zelle abzutrennen, oder als Trennwand
zwischen diesen zu dienen. Ein nachteiliges Merkmal dieser Zelle zur Elektrolyse von Alkalimetallhalogeniden ist die
Porosität des Diaphragmas, das - obgleich es zwar die Zelle in einen Anoden- und Kathodenraum trennt - den nicht-selektiven
Transport der wäßrigen Elektrolytlösung in den Kathodenraum zuläßt. Aufgrund des Wassergehalts der Elektrolytlösung
sind die Konzentrationen des Alkalimetallhydroxidprodukts auf etwa 12 bis etwa 18 Gew.-% begrenzt. Ein
v/eiterer Nachteil dieser Zelle ist in der Rückwanderungstendenz der im Kathodenraum gebildeten Hydroxylionen durch
die poröse Kathode und das Diaphragma zu sehen. Diese Rückwanderungstendenz ist auf eine elektrische Wanderung und
Diffusion zurückzuführen. Diese sogenannte Rückwanderung führt zu unerwünschten Nebenprodukten oder Verunreinigungen
und zu einem Verlust an Betriebsstromvirksamkeit in der Zelle, was auf den zusätzlicher: Strom zurückzuführen
ist, der durch die Kathoden-Anoclen-Aniononwanderung ent-
BAD ORIGINAL^"*
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steht. Bisherige Anstrengungen, um den Nachteil der Rückwanderung der Hydroxylionen zu überv/inden, haben dazu geführt,
daß man einen zwangsweisen Fluß des Alkalimetallhalogenidelektrolyten durch das poröse Diaphragma durch
positive Mittel, wie einen hydraulischen Fluß oder ein elektroosmotisches Pumpen, bewirkt. Diese Technik wird als
das Perkolierungsdiaphragmaverfahren bezeichnet. Dieser Typ des Zellbetriebs führt nicht nur zu einer Begrenzung
der Konzentration des Alkalimetallhydroxidprodukts, da der Wassergehalt der umlaufenden wäßrigen Elektrolytlösung einen
Verdünnurgseffekt aufweist und eine Konzentrierung des Hydroxids verhindert, sondern auch zu einer Zurückhaltung
der Verunreinigungen, die in der ursprünglich der Zelle zugeführten
Salzlösung vorhanden sind. Obgleich die in einer Diaphragmazelle erhaltenen Alkalimetallhydroxidlösungen
konzentriert werden können, um Anforderungen hinsichtlich einer höheren Konzentration zu genügen, sind aber die erforderlichen
Verdampfung3- und Reinigungsmaßnahmen zeitraubend, leistungsmindernd und zu teuer.
Zur Überwindung der Nachteile sowohl der Quecksilber- als
auch der Diaphragmazellen sind auch schon Zellen des Membrantyps zur Herstellung von Alkalimetallhydroxiden vorgeschlagen worden. Die bei diesen Zellen verwendeten perinselektiven
Membranen werden als kationisch bezeichnet, da sie den Durchtritt von positiv geladenen Ionen gestatten.
Sie werden im allgemeinen aus Kationenaustauscherharzen, gewöhnlich aus ionogenen Teilchen, die auf eine Fasermatrix
oder einen Träger aufgebettet oder aufgepfropft sind, hergestellt. Bei niedrigen Alkalikonzentrationen begrenzt eine
solche Zellbauart die Rückwanderung der negativ geladenen Hydroxylionen und verlangsamt den Durchtritt des Wassers,
so daß in dem Kathodenraum mäßig hohe Konzentrationen von Lösungen der Alkalimetallhydroxide gebildet werden. Diese
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Zellen erfordern jedoch die Zugabe von Wasser zu dem Katho-Iyten,
was eine niedrigere Stromausbeute bewirkt* Solche Membranen sind beispielsweise in der US-Patentschrift
2 967 Ö07 beschrieben. Dort wird auch ihre Verwendung
für die Herstellung von Alkalimetallhydroxidlösungen erläutert. Gemäß dem Stand der Technik wurden auch schon
verschiedene andere permselektive und sogenannte Membranen des Diaphragmatyps vorgeschlagen. Solche kationischen
Membranen haben das Problem des Halogenionenausschlusses gelöst. Sie haben auch bis zu einem gewissen Ausmaß das Problem
der Rückwanderung der Hydroxylionen durch die porösen Diaphragmazellen sowie den Einschluß von störenden Verunreinigungen,
insbesondere von Alkalimetallhalogeniden, in dem resultierenden Zellprodukt überwunden. Diese vorgeschlagenen
Membranzellen haben jedoch auch Einschränkungen, die ihren weitverbreiteten Gebrauch verhindert haben. Solche
Einschränkungen sind z.B. eine niedrige Stromausbeute, eine Strukturverschlechterung, eine niedrige Produktkonzentration,
und hohe Spannungs- und verminderte Betriebstemperaturerfordernisse. Die Membranen sind durch die kor- ·
rodierende Natur der Chemikalien der Zellen, wie Chlor, Alkali und Hypochlorit, einer Zersetzung unterworfen und sie
werden auch bei höheren Betriebstemperaturen über ziemlich kurze Zeiträume zersetzt. So werden beispielsweise solche
bekannten Membranen schon nach weniger als einem 1-000-stündigen
kontinuierlichen Betrieb verschlechtert. Die gesteigerten Kosten, die auf die häufige Ersetzung solcher Membranen
zurückzuführen sind, haben ihre Verwendung beeinträchtigt, um gegenüber den porösen und perkolierenden
Diaphragmazellen verbesserte Ergebnisse zu erhalten. Die niedrigen Stromausbeuten, die bei der Verwendung der bekannten
Membranzellen festgestellt werden, sind durch eine Hydroxylionen-Rückwanderung in den Anoden- aus dem Kathodenraum
bewirkt und durch ihre nachfolgende Oxidation an
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der Anodenoberfläche. Die niedrigen Spannungsausbeuten
sind durch die niedrigen Permeabilitäten und die heterogenen Geleigenschaften dieser Membranmatrialien bedingt.
Weiterhin sind auch hohe Konzentrationen an Alkalimetallhydroxid in der Gegend von 50 bis 56$ί bei Verwendung der
bekannten Membranzellen nicht erhältlich. Die maximalen Produktkonzentrationen von nur etwa 20 bis etwa A1OSo sind
bislang nur unter optimalen Bedingungen erzielt worden.
Es ist ein Hauptziel dieser Erfindung, ein Verfahren und eine Vorrichtung für die elektrolytische Herstellung von
hochreinem Alkalimetallhydroxid und Chlor in einer Zelle des Membrantyps zur Verfügung zu stellen.
Bei dem angestrebten Verfahren soll das hochreine Alkalimetallhydroxid
im wesentlichen von Alkalihalogenid und anderen Verunreinigungen in einer Zelle des Membrantyps mit
mäßig hohen Stromausbeuten hergestellt werden.
Weiterhin soll gemäß der Erfindung eine Alkalimetallhydroxidlösung
mit etwa 30 bis mehr als etv/a 55 Gew.-% hergestellt
werden, die im wesentlichen von Alkalimetallhalogeniden und anderen Verunreinigungen frei ist, ohne daß weitere
Reinigungsmaßnahmen erforderlich sind und unter Aufrecht erhaltung minimaler Zellerfordernisse.
Die Erfindung wird anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine diagrammartige Zeichnung einer elektrolytischen
Membranzelle, die gemäß der Erfindung verwendet wird, und die hydratisierte selektiv permeable Membranen
enthält, welche sich gemäß der Erfindung als geeignet erwiesen haben, und
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Fig. 2 eine Seitenansicht der Zelle der Figur 1 in zusammengestellter
Form.
Aus der Figur 1 wird ersichtlich, daß die erfindungsgemäße elektrolytische Zelle 9 in einen Anodenraum 10 und einen
Kathodenraum 11 durch eine Membrane 12 aufgeteilt wird.
Diese wird durch die Zellhalbteile 15a und 15c an Ort und Stelle gehalten. Die Zelle ist auch mit einem Elektrolyteinlaß
17, einem Auslaß für den verbrauchten Elektrolyten 16, einem Auslaß 18 für das Alkalimetallhydroxidprodukt und
Auslassen 19 und 20 für das Chlor- und Wasserstoffgas versehen.
In dem Anodenraum 10 sind eine dimensionsstabile Anode 13 und eine Anodenleitung 13a angebracht. Der Kathodenraum
11 enthält eine Kathode 14 und eine Kathodenleitung 14c. Die Anode kann von jeder geeigneten Gestalt sein und
beispielsweise eine Platte oder einen Stab darstellen, welche flach oder gewellt, rechteckig oder unsymmetrisch sein
können. Eine durchlöcherte bzw. poröse Platte wird bevorzugt.
Die dimensionsstabile Anode 13 ist aus einem elektrisch
leitenden Substrat mit einem Oberflächenüberzug einer Defektfeststofflösung von mindestens einem Edelmetalloxid und
mindestens einem Sperrmetalloxid zusammengesetzt. In diesen Feststofflösungen ist ein Zwischengitteratom eines
Sperrmetalls, das in einem charakteristischen Rutil-Sperrmetalloxid-Grundkristallgitter
orientiert ist, durch ein Atom eines Edelmetalls ersetzt. Dieser Umstand unterscheidet
den Überzug von bloßen physikalischen Gemischen der Oxide, da reine Sperrmetalloxide Isolatoren sind. Solche
mit Fremdatomen versehenen festen Lösungen sind elektrisch
leitend, katalytisch und elektrokatalytisch.
-8-
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Bei den obengenannten Grundstrukturen der festen Lösung
umfassen die Sperrmetalle Titan, Tantal, Niob und Zirkon, während die implattierten Edelmetalle Platin, Ruthenium,
Palladium, Iridium, Rhodium und Osmium umfassen. Das Molverhältnis des Sperrmetalls zu dem Edelmetall variiert zwischen
0,2 bis 5 :1, wobei ein Verhältnis von ungefähr 2 : 1 bevorzugt wird. Das elektrisch leitende Substrat
kann aus den Sperrmetallen konstruiert sein, v/elche - wie oben im Zusammenhang mit den festen Lösungen - definiert
wurden. Derzeit bevorzugte Typen dieser Materialien sind feste Lösungsüberzüge aus Titandioxid-Rutheniumdioxid und
Titansubstrate.
Gewünschtenfalls können diese festen Lösungen durch Zugabe von anderen Komponenten modifiziert werden, die entweder
in die feste Lösung selbst eintreten können oder die damit vermischt werden können, um die gewünschten Ergebnisse zu
erzielen. So ist beispielsweise bekannt, daß ein Teil des Edelmetalloxids, nämlich bis zu 50%, durch andere Metalloxide
ersetzt sein kann, ohne daß ein wesentlicher Nachteil auf die Überspannung erfolgt.
Die obengenannten Überzüge aus festen Lösungen und deren
thermochemische Abscheidung auf einem Substrat sind genauer in der südafrikanischen Patentanmeldung 68/1834 und in der
britischen Patentschrift 1 195 871 beschrieben.
Mit guten Ergebnissen können auch andere dimensionsstabile Anoden verwendet v/erden, die aus einem elektrisch leitenden
Substrat, z.B. einem Sperrmetallsubstrat, hergestellt sind und die mindestens auf einem Teil des Substrats einen
Überzug von Metallen der Platingruppe und deren Legierungen aufweisen. Besonders vorteilhaft ist ein Überzug aus
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einer Platin-Iridium-Legierung auf einem Titan- oder Tantalsubstrat.
Die Metalle der Platingruppe umfassen die Edelmetalle, wie sie oben im Zusammenhäng mit den festen
Lösungen beschrieben wurden. Ein weiterer Typ von geeigneten dimension.sstabilen Anoden besteht aus einer Anode,
die auf mindestens einem Teil des elektrisch leitenden Substrats einen Überzug aus einer Matrix von Zinnoxid und
Antimonoxid trägt,'in welcher eine geringe Menge eines Metalls oder eines Metalloxids der Platingruppe dispergiert
ist.
Die Kathode kann aus jedem geeigneten leitenden Material oder einem Metall, das den korrodierenden Katholyt-Zellenbedingungen
widerstehen kann und das durch eine niedrige Wasserstoffüberspannung charakterisiert ist, bestehen. Geeignete
Metalle v/erden im allgemeinen aus durchlöcherten bzw. porösen Metallen mit einer Oberflächengegend ausgewählt.
Als solche Metalle kommen rostfreier Stahl, Nickel, Kobalt, Titan, Stahl, Blei und Platin in Betracht. Die Kathode
kann in der Form einer festen Platte oder einer an- · deren festen Metallkonfiguration vorliegen. Vorzugsweise
ist die Kathode durchlöchert bzw. porös, wie es beispielsweise bei expandierten Metallmaschen oder -sieben mit hoher
Oberfläche der Fall ist. Eine durchlöcherte bzw. poröse Kathode aus rostfreiem Stahl mit hoher spezifischer Oberfläche
und guten Gasfreisetzungseigenschaften wird besonders bevorzugt, da sie bei der Depolarisierung das Alkali
nicht verunreinigt. Es hat sich in manchen Fällen gezeigt, daß die erfindungsgemäße Zelle wirksamer betrieben werden
kann, wenn man auf der Kathodenseite der Membrane eine Rückschicht aus einem Polytetrafluoräthylen-Maschengewebe
verwendet, und zwar insbesondere bei Verwendung einer Kathode aus rostfreiem Stahl, da die hydrophoben Fasern der
Rückschicht es gestatten, daß die hydratisierten Natrium-
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ionen zu der Kathode laufen und eine Hydroxyl-Rückwanderung
zu der Anode vermeiden, da die Fasern dieses Tuchs durch die Zellösungen nicht benetzt werden.
Die Membrane ist vorzugsweise ein Film, der aus einem stabilen hydratisierten Ionenaustauscherharz gebildet
ist. Dieses.ist ein fluoriertes Copolymerisat, welches daranhängende Sulfonsäuregruppen hat und das ein Copolymerisat
mit wiederkehrenden Struktureinheiten der Formeln
CD . F
- C - CFo -
(R)1, SO3H
(2) -CXX1 - CF2 enthält,
worin R die Gruppe
R'
t
t
- CF-CF2 -0 4CFY = CF2O):
bedeutet, v/orin R1 für Fluor oder Perfluoralkyl mit 1 bis
10 Kohlenstoffatomen steht, Y Fluor oder Trifluormethyl bedeutet, m 1, 2 oder 3 ist, η 0 oder 1 ist, χ für Fluor,
Chlor, Y/asser stoff oder Trifluormethyl steht und X' X
oder CF^, ^CF2-) bedeutet, worin ζ 0 oder eine ganze Zahl
von 1 bis 5 ist, wobei die Einheiten der Formel (1) in einer Menge von 3 bis 20 Mol.-Jo vorhanden sind.
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"Die der oben stehenden Strukturformel entsprechenden und
für die Durchführung der Erfindung geeigneten stabilen Membranen haben nach der ASTM-D570-Horni eine Wasserabsorption
von etwa 18 bis etwa 38% und ein Äquivalentgewicht
von etwa 1000 bis etwa 1300. Sie werden von E.I. DuFont deNemours-& Co., Inc. unter dem Warenzeichen "XR Perfluorosulfonic
Acid Membranes" vertrieben. Diese Membranen und ihr Herstellungsverfahren werden genauer in der britischen
Patentschrift 1 .184 321 und in der US-Patentschrift 3 282 875 "
beschrieben. Eine technische Schrift von E.I. DuPont deNemours
& Co., Plastic Department, mit dem Titel "XR Perfluorosulfonic Acid Membranes" vom 1.10.1969 enthält eine
detaillierte Beschreibung der verschiedenen physikalischen und chemischen Eigenschaften dieser Membranen, die ihre
überragende chemische, thermische und oxidative Stabilität zeigt. Das bei der Beschreibung dieser Membranen verwendete
Wort "stabil" definiert und umschließt die einzigartige chemische, thermische und oxidative Stabilität dieser
Membranen.
Die Erfindung soll nunmehr anhand der Herstellung von Chlor und eines Natriumhydroxidprodukts hoher Reinheit durch
Elektrolyse einer Kochsalzlösung beschrieben werden. Die Erfindung ist aber nicht auf die Herstellung von Natriumhydroxid
eingeschränkt, vielmehr können auch andere Alkalimetallhydroxide durch Elektrolyse von anderen wäßrigen
Metallhalogenidlösungen, wie von Kaliumchlorid, hergestellt A-zerden. Das Verfahren der Erfindung kann auf kontinuierlicher
Basis durchgeführt werden, indem man kontinuierlich eine Kochsalzlösung in den Anodenraum einer elektrolytischen
Zelle einführt und am Anfang eine wäßrige Lösung mit einem Natriumhydroxidgehalt von etwa 1 bis etwa
50 Gev;.-/o oder Wasser in den Kathodenraum der Zelle ein-
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führt, die Kochsalzlösung zersetzt, indem man eine Potentialdifferenz
an die dimensionsstabile Anode und die Kathode dieser Zelle unter Aufrechterhaltung der Temperatur
der Lösung in der Zelle bei etwa 35 bis etwa 10O0C1 vorzugsweise
etwa 65 bis etwa 900C, und eines pH-Werts von
1,0 bis etv/a 5,5, vorzugsweise von etwa 2,0 bis etwa 3,5,
anlegt, wodurch das Wasser und die Natriumionen durch einen permselektivei Kationenaustauscher-Membramfilm des fluorierten
Copolymerisate mit der oben angegebenen Strukturformel transportiert werden. Die Natriumionen strömen durch die
Membrane aus dem Anodenraum zusammen mit Wasser in den Kathodenraum. Ein Teil der Wassermoleküle wird an der Kathode
zu Wasserstoff und Hyxiroxylionen reduziert, so daß
in dem Kathodenraum eine Natriumhydroxidlösung von vorgewählter Konzentration erhalten wird. Die Alkalilösung wird
aus dem Kathodenraum kontinuierlich entfernt, ohne daß eine Einführung von einer äußeren Quelle der Zelle von
weiterem Wasser oder Alkali zu diesem Raum nach der anfänglichen Einführung erfolgt. Obgleich die kontinuierliche
Zugabe von V/asser oder verdünnten Alkalimetallhydroxid zu dem Katholyten von einer getrennten Quelle während des
kontinuierlichen Betriebs nicht erforderlich ist und im allgemeinen nach einer anfänglichen Einführung keine weiteren
solchen Zugaben vorgenommen werden, kann dennoch eine solche Zugabe gegebenenfalls zweckmäßig sein, um in
dem Kathodenraum die Alkalimetallhydroxidkonzentration einzustellen. Die durch Zersetzung der Kochsalzlösung gebildeten
Chloridionen v/erden an die Anode gezogen, oxidiert und aus dem Anodenraum als Chlorgas freigesetzt. Zur gleichen
Zeit v/ie das Natriumhydroxid in dem Kathodenraum gebildetes Wasserstoffgas wird durch einen geeigneten Ablaß
von dem Kathodenraum entfernt. Die Dicke der Membrane kann variabel sein. Sie beträgt im allgemeinen etwa 25,4 bis
etv/a 1270 u (1 bis 50 mils). Zur Erzielung der höheren Kon-
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zentrationen an Natriumhydroxid haben sich jedoch Membranen mit einer Dicke von 254 und 508 u(10 mils und 20 mils)
bei z\^ei ausgeprägt unterschiedlichen Alkalikonzentrationswerten
als zur Erzielung von optimalen Ergebnissen geeignet erwiesen. Bei der Verwendung einer Membrane mit 254 η
(10 mils) mit einer Wasserabsorption von etwa 2.5% werden bei einer hohen Stromausbeute Alkalikonzentrationen im Bereich
von etwa 29 bis etwa 44 Gew.-$ erhalten, die im wesentlichen
von Natriumchlorid frei sind. Bei Verwendung einer Membrane mit einer Dicke von 508 η (20 mils) mit
einer Wasserabsorption von etwa 25 bis etwa 38?6 können sogar
noch höhere Stromausbeuten erhalten werden. Die Druckdifferenz zwischen dem Anoden- und dem Kathodenraum ist
eina* der kontrollierenden Faktoren bei der Veränderung der
Wassermenge, die osmotisch von dem Anodenraum durch die Membran befördert wird. Die Wasserbeförderung von dem Anodenraum
kann unterdrückt werden, indem man in dem Kathodenraum einen positiven Druck aufrechterhält, wodurch man
die Alkalikonzentration erhöht. Somit können die Druckdifferenz zwischen dem Anolyt- und dem Katholytraum, die Dikke
der Membran und die Stromdichte in gesetzten Grenzen kontrolliert werden, um bei zufriedenstellenden Stromausbeuten
gewünschte Alkalikonzentrationen zu erhalten. Die Temperatur sowohl in dem Anoden- als auch in dem Kathodenraum
kann weit von etwa 35 bis etwa 95°C variieren, wobei insbesondere im Bereich von etwa 70 bis etwa 800C zufriedenstellende
Ergebnisse erhalten worden sind. Der Abstand zwischen der Membran und den einzelnen Elektroden kann zum
Erhalt von zufriedenstellenden Ergebnissen etwa 2,54 μ bis etwa 2,54 cm (0,1 mil bis 1 inch) betragen. Im· allgemeinen
wird ein Abstand von etwa 1,59 mm bis etwa 7»94 mm
(1/16 bis 5/16 inch) gewählt. Zur Erzielung von optimalen
Stromausbeuten sollte der Spalt von der Anode zu der Mem-
bran vorzugsweise 1,59 mm bis etwa 4f7§ mm (1/16 bis etwa
3/16 inch) und der Spalt zwischen der Kathode und der Membran etwa 1,59 mm bis etwa 6,35 mm (1/16 bis etwa 1/4 inch)
betragen.
Ein wesentliches Merkmal des Verfahrens der Erfindung, welches dieses von den Verfahren gemäß dem Stand der Technik
unterscheidet, ist die Tatsache, daß das Verfahren der Erfindung ohne die Einführung von Wasser oder von verdünnter
Alkalimetallhydroxidlösung aus einer äußeren Quelle direkt in den Kathodenraum durchführbar ist, da das gesamte Wasser,
das sich in dem Kathodenraum umsetzt, direkt durch die Membran als Hydratationswasser in Verbindung mit den wandernden
Natriumionen oder durch einer» alektroosmotischen Übergang
transportiert wird. Die bekannten Verfahren zur Herstellung von konzentrierten Alkalilösungen mit Ausnahme des Fließ-Quecksilber-Kathodenverfahrens
benötigen nämlich alle die Zuführung von Wasser und einer verdünnten wäßrigen Alkalilösung
in den Kathodenraum einer elektrolytischen Zelle während der Elektrolyse. Eine solche Zugabe führt aber zu einem
Verlust an Stromausbeute. Wie oben ausgeführt, wird bei dem Verfahren der Erfindung Wasser oder verdünnte Alkalimetallhydroxidlösung
gewöhnlich nur am Anfang in den Kathodenraum eingeführt und später nur dann zugesetzt, wenn es gegebenenfalls
gewünscht wird.
Die Konzentration der in aen Anodenraum eingeführten Kochsalzlösung
kann weit von etwa 100 g/l bis etwa 325 g/l KaCl variieren. Die Konzentration wird vorzugsweise von etwa
160 g/l bis zur Sättigungskonzentration von liaCl gehalten,
Ausgezeichnete Ergebnisse können bei üem Verfahren ,der Erfindung
auch erhalten werden,, wenn entweder hochrein© oder unreine Alkalimetallhalogenidlösungen als Anolyt verwendet
werden. Während entweder der absatzweise oder 4er kontinuier-
«15-
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lieh geführten Arbeitsweise werden Alkalimetallhalogenide
gewöhnlich in den Anodenraum als wäßrige Lösung mit gewünschter
Konzentration eingeführt. Das verwendete Alkalimetallhalogenid kann naturgemäß auch als Kombination eines
trockenen Halogenidsalzes und Wasser eingeführt v/erden, wobei die Mengen so berechnet werden, daß die gewünschte vorgewählte
Konzentration erhalten wird.
In manchen Fällen kann nach der anfänglichen Einführung der Alkalimetallösung in den Anödenraum die Zugabe eines
trockenen Halogenids in den Anodenraum xvährend des absatzweisen oder kontinuierlichen Betriebs zweckmäßig sein, um
die Konzentration des Alkalimetallhalogenidanolyten auf dem gewünschten Wert zu halten.
Die erfindungsgemäße Zelle ist in zwei hohlen Zonen konstruiert,
welche es erlauben, daß der Kationenaustauscherharzfilm aus dem fluorierten Copolymerisat in eng im Abstand
angeordneter Anordnung zu jeder Elektrodenoberfläche durch Einsetzung der Membran zwischen den' Zellzonen in
einer "Sandwich"-Anordnung angebracht wird. Diese Bauart
kann ohne weiteres zu einem Filterpreßsystem einer Reihe oder von parallelen Zellen modifiziert werden. Die ZeIlanodenzone
15a unterstützt die dimensionsstabile Anode und ist auch mit einem Einlaß für den Alkalimetallhalogenidelektrolyten,
einem Auslaß für den verbrauchten Elektrolyten und einem Chlorgasauslaß in ihrem Hohlteil versehen.
Für die Zuführung von Strom zur Anode sind an der Zellanodenzone elektrische Leitungen angebracht. Der hohle Teil
der Zeilkathodenzone 15c.besitzt darin angeordnet eine Kathode
. Weiterhin ist dort ein Auslaß, für die wäßrige Alkalime
tallhydroxidlö sung und ein Auslaß für Wasserstoffgas vorgesehen.
Wenn die Zellanoden- und -kathodenzone!! mit der Membrane einer Dicke von 254 bis 508 u (.10 bis 20 mils),
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welche über den hohlen Teilen peeler Zone angeordnet ist,
zusammengestellt werden und wenn die Zusammenstellung durch geeignete Einrichtungen, wie Klammereinrichtungen, Schrauben
oder Bolzen und dergleichen, in einer vorgewählten fixierten Stellung gehalten wird, dann werden bei der Elektrolyse
von gesättigten AlkalimetallhalogenidlÖsungen eine gute Stromausbeute und hohe Ausbeuten an wäßrigen, mäßig
konzentrierten Alkalimetallhydroxidlösungen erhalten, welche im wesentlichen von Alkalimetallhalogenid frei sind.
Das Konstruktionsmaterial der Zellen kann Jedes beliebige Material sein, das gegenüber der Zellumgebung beständig oder
inert ist. Organische Kunststoffe, wie Polyvinylchlorid, Polyvinylfluorid, Polypropylen und inerte beständige anorganische
Materialien, sind beispielsweise für die Z.ellbehälterzonen
geeignet. Die besondere Konstruktion der Zelle, welche eine hohe Stromausbeute und eine ausgezeichnete Produktausbeute
ergibt, erleichtert auch die Anordnung zur Verbindung einer großen Anzahl von solchen Zellen in Reihe
oder in paralleler Anordnung in einer begrenzten Fläche. Durch die resultierende Minimalisierung der Bodenfläche und
durch die Erleichterung des Ersatzes von einzelnen Zellen zur Wartung ohne Unterbrechung des Gesamtzellenanordnungsbetriebs
werden auch erhebliche Kostenersparnisse erzielt.
In den Tabellen I bis III werden spezifische Beispiele der Erfindung aufgeführt.
Die Tabelle I bezieht sich auf die Herstellung einer konzentrierten
Alkalimetallhydroxidlösung, die im wesentli-"
chen von Alkalimetallhalogenid frei ist, wobei gute Stromausbeuten bei verschiedenen Spannungen und Stromdichten,
Membraneigenschaften und Zellabteiltemperaturen erhalten werden. In den Beispielen 1 bis 5 wird eine gesättigte
Kochsalzlösung kontinuierlich in den Anodenraum einer elek-
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trolytischen Zelle des aufgezeigten Typs eingeführt und bei den in den Beispielen angegebenen Parametern elektrolysiert.
Im Beispiel 6 wird eine wäßrige-Lösung von Kaliumchlorid
mit 250 g/l KCl kontinuierlich in den Anodenraum eingeführt und, wie in diesem Beispiel beschrieben,
elektrolysiert.
Die Tabelle II zeigt die Auswirkungen der Variierung der Verweilzeit des Anolyten, welche direkt der Fließgeschwindigkeit
der Salzlösung entspricht, während der -kontinuierlichen Einführung einer Kochsalzlösung mit 280 g/l in den
Anodenraum der gleichen Zellart wie im Beispiel 1. Die Temperatur im Anoden- und im Kathodenraum wird bei 820C gehalten.
Das erhaltene alkalische Produkt hat eine Konzentration von 370 g/l. Die Fließgeschwindigkeit der Kochsalzlösung
wird auf eine Geschwindigkeit kontrolliert, die genügend niedrig ist, daß die Bildung von Natriumchlorat verhindert
wird, und die genügend hoch ist, daß eine starke Verarmung der Kochsalzlösung an Natriumchlorid vermieden
wird. Aus der Tabelle wird ersichtlich, daß sich die Stromausbeute
bzw. die Stromleistung bei einer Abnahme der Geschwindigkeit der Kochsalzlösung verbessert. Solche Ergebnisse
sind vollkommen unerwartet und überraschend, da der Fachmann annehmen würde, daß gerade das Umgekehrte der
Fall sein müsse. In anderen Worten ausgedrückt bedeutet dies, daß der Fachmann die Vorhersage treffen würde, daß
die Stromausbeute bzw. Stromleistung durch eine Zunahme der Geschwindigkeit der Kochsalzlösung verbessert werden
würde. Aus den Werten der Tabelle wird ersichtlich, daß die Kontrolle der Geschwindigkeit der kontinuierlich in den
Anodenraum eingeführten Kochsalzlösung ein wichtiges Merkmal dieser Erfindung ist.
-18-
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2351660
Tabelle III zeigt die Variierung der Alkaliproduktkonzentration im Verhältnis zur Variierung der Konzentration
der Ausgangskochsalzlösung, wozu der gleiche Typ der elektrolytischen
Zelle wie in den Beispielen der Tabelle 1 verwendet wird. Aus Tabelle III wird ersichtlich, daß die
Konzentration des Alkaliprodukts direkt mit einer Zunahme der Konzentration der Anolyt-Beschickungslösung ansteigt
und daß zufriedenstellende Alkaliprodukte bei niedrigen Konzentrationen von AnoIyt-Beschickungskochsalzlösungen erhalten
werden können.
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| Strom | Spannung | Membraneigenschaften | Wasserab | Tabelle ] | C | in den | 86 | Stromaus | Produktkon | * | Halogenid- | |
| Bei | dichte | Dicke | sorption % | Temperatur | 81 | beute bzw. | zentration | gehalt des | ||||
| spiel | A/dm"1 | r | 25 | Räumen., 0C | Anode Kathode | 75 | -leistung | g/l | Produkts g/l |
|||
| Nr. | 15,4 | 3,46 | 254 | 25 | 76 | 72 | . 84,5 | 539 NaOH | 0,12 NaCl | |||
| 1 | 15,4 | 4,07 | 254 | 25 | 80 | 92 | 89,5 | 605 NaOH | 0,42 NaCl | |||
| ω2 | 50,8 | 5,4 | 508 | 25 | 65 | 81 | 85,6 | 760 NaOH | 0,45 NaCl | |||
| 30,8 | 5,5 | 508 | 38 | 72 | 78,1 | 875 NaOH | 0,08 NaCl , | |||||
| α»4 ' | 44,8 | 5,12 | 254 | 25 | - | 74 | 310 NaOH | 0,9 NaCl ' | ||||
| ^5 | 15,4 | 5,6 | 508 | 72 | 51,2 | 559 KOH | 0,5 KCl | |||||
| ^6 | ||||||||||||
| ο | ||||||||||||
| «ο | ||||||||||||
| CF) | ||||||||||||
| Beispiel Nr. |
Verweilzeit des Anolyten min |
Prozentualer Verlust der Stromausbeute bzw. -leistung aufgrund der Natriumchlorat- bildung |
Membraneigenschaften Stromdichte Dicke Wasserabsorp- A/dm. , jx tion |
25 | 15,4 |
| 7 | 230 | 15 | 254 | 25 | 15,4 |
| 8 | 115 | 17 | 254 | 25 | 15,4 |
| 9 | 77 | 19 | 254 | 25 | 15,4 |
| 10 | 58 | 21 | 254 | 25 | 15,4 |
| 11 | 46 | 23 | 254 | 25 | 15,4 |
| 12 | 38 | 25 | 254 | 25 | 15,4 |
| 13 | 33 | 27 | 254 | 25 | 15,4 |
| 14 | 29 | 29 | 254 | 25 | 15,4 |
| 15 | 23 | 33 | 254 | 25 | 15,4 |
| 16 | 12 | 40 | 254 |
cn CTi ο
| Bei spiel Hr, |
Stromdichte A/dmr |
|
| ω | ||
| ο | ||
| <D ö> |
17 | 15,4 |
| __» | 18 | 15,4 |
| ·"·*. | 19 | 15,4 |
| O «Ο m |
20 21 |
15,4 15,4 |
Spannung
Membraneigenschaften Temperatur in Stromaus- NaOH-Produkt-Dicke
Vasserab- den Räumen 0C beute bzw. konzentrasorption
Anode Kathode -leistung tion, g/l ·
NaCl-Ge-
halt der
Anolyt-
Beschik-
kungskoch-
salzlö-
sung g/l
| 3,91 | 508 |
| 3,83 | 508 |
| 4,00 | 508 |
| 4,38 | 508 |
| 4,50 | 508 |
| 75 | 75 |
| 75 | 75 |
| 75 | 75 |
| 75 | 75 |
| 75 | 75 |
67,6 65,0 72,6 77,0 80,5
315 315 332 353 350
126 133 160 160 161
cn σ> ο
Aus den obigen Beispielen wird ersichtlich, daß konzentrierte wäßrige Natriumhydroxid- und Kaliumhydroxidlösungen,
die im wesentlichen von Natrium- und Kaliumchlorid frei sind, nach dem erfindungsgemäßen Verfahren bei variierbaren
Temperaturen, Stromdichten und/oder Alkälimetallhalogenid-Elektrolytkonzentrationen
erhalten werden können. Produkte mit vorgewählten Konzentrationen und hoher Reinheit
werden bei hohen Stromleistungen bzw. Stromausbeuten erhalten, wenn hydratisierte Membranen spezifischer Struktur,
Eigenschaften und Dicken in der Zellanordnung eingeschlossen sind.
-23-
.309817/1096
Claims (24)
- Patentansprüche(lyt Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Alkalimetallhydroxid, welches im wesentlichen von Alkalimetallhalogenid und anderen Verunreinigungen frei ist, dadurch gekennzeichnet , daß mana) eine wäßrige Alkalimetallhalogenidlösung oder ein trockenes Alkalimetallhalogenid kontinuierlich in den Anodenraum einer elektrolytischen Zelle einführt, in welcher eine dimensionsstabile Anode und eine Kathode in getrennten Anoden- und Kathodenräumen angeordnet sind, welche durch eine zwischen die Anode und die Kathode gesetzte stabile hydratisierte selektiv permeable elektrisch leitende Membrane getrennt sind,b) die Alkalimetallhalogenidlösung unter Aufrechterhaltung der Temperatur der Lösung bei etwa 35 bis etwa 1OO°C und des pH-Werts der Lösung bei etwa 1,0 bis etwa 5,5 elektrolysiert, und daß manc) AlkalimetallhydroxidlÖsungen, die im wesentlichen von Alkalimetallhalogenid und anderen Verunreinigungen frei sind, und Wasserstoff aus dem Kathodenraum und Chlor aus dem Anodenraum abnimmt, wobei die Membrane aus einem Film aus einem fluorierten Copolymerisat besteht, welches anhängende SuIfonsäuregruppen oder deren Derivate besitzt und das wiederkehrende Struktureinheiten der Formeln.309817/1096(1) FC-CF t1 n . ■■■■ . ιSO3H . - . ■■ . ■ ■ jund , ■ ■■■'■■ · ί2 " · ' ' '■■ ■-■ ■■ .(2) -CXX1 - CF,enthält, worin R die GruppeR1- CF-CF2 -O (CFY m CF2O)mbedeutet, worin R1 für Fluor oder Perfluoralkyl mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen steht, Y Fluor oder Trifluormethyl bedeutet, m 1, 2 oder 3 ist,. η O oder 1 ist, χ für Fluor, Chlor, Viasserstoff oder Trifluorinethyl steht und X1 X oder CF3 (CFg)2 bedeutet, worin ζ 0 oder eine ganze Zahl von 1 bis 5 ist, wobei die Einheiten der Formel (1) in einer Menge von 3 bis 20 Mol.-tf vorhanden sind.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als wäßrige Alkalimetallhalogenidlösung eine Natriumchloridlösung in einer Konzentration von etwa 100 g/l bis etwa 325 g/l verwendet.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch g e kennzeichnet, daß man die Alkalimetallhalogenidlösung in den Anodenraum mit einer genügend niedrigen Geschwindigkeit, daß die Bildung von Alkalimetallchlorat, und mit einer genügend hohen Geschwindigkeit, daß eine erhebli--25-309817/10 96ehe Verarmung der Alkalimetallhalogenidlösung in dem Anodenraum an Alkalimetallhalqgenid vermieden wird, einführt.
- 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man am Anfang in den Kathodenraum der elektrolytischen Zelle eine wäßrige Alkaliraetallhydroxidlösung oder Wasser einführt.
- 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet., daß man in den Kathodenraum der elektrolytischen Zelle eine wäßrige Alkalimetall·- hydroxidlösung oder Wasser einführt.
- 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet-, daß man eine dimensionsstabile Anode verwendet, welche im wesentlichen aus einem elektrisch leitenden Substrat besteht, welches auf mindestens einem Teil seiner Oberfläche einen Überzug einer festen Lösung von mindestens einem Sperrmetalloxid und mindestens einem Edelmetalloxid besitzt.
- 7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß man eine dimensionsstabile Anode verwendet, welche im wesentlichen aus einem Sperrmetallsubstrat besteht, das auf mindestens einem Teil seiner Oberfläche einen Überzug eines Metalls der Platingruppe oder einer Legierung davon aufweist.
- 8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Überzug aus einer Platin-Tridium-Legierung besteht.
- 9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzei chnet , daß man zwischen der dazwi-.309817/1096schengesetzten Membran und der Anode bzw. der Kathode einen Abstand von etwa 2,54 ubis etwa 2,54 cm (1 mil bis 1 inch) aufrechterhält.
- 10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand etwa 1,59 bis etwa 7,94 mm (1/16 bis 5/16 inch) beträgt.
- 11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet , daß die. Alkalimetallhalogenidkonzentration in der aus dem Kathodenraum entnommenen Alkalimetallhydroxidlösung weniger als etwa 1,0 Gew.-% Alkalimetallhalogenid ist.
- 12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet , daß man die wäßrige Alkalimetallhalogenidlösung oder das trockene Alkalimetallhalogenid lediglich am Anfang zusetzt und daß man das Verfahren absatzweise durchführt.
- 13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet , daß man die wäßrige Alkalimetallhalogenidlösung zu dem Anodenraum anfänglich beim Anfahren des Verfahrens gibt und daß man in den Anodenraum anschließend während des kontinuierlichen Betriebs trockenes Alkalimetallhalogenid gibt, um die Alkalimetallösung in dem Raum auf der vorgewählten Konzentration zu halten.
- 14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13» dadurch gekennzeichnet , daß man als Kathode ein durchlöchertes bzw. poröses Metall mit hoher Oberfläche, nämlich rostfreien Stahl, Nickel, Kobalt, Titan, Stahl, Blei und Platin, verwendet.-27-309817/1096
- 15. Verfahren, zur Herstellung von Alkalimetallhydroxid, dadurch gekennzeichnet , daß mana) eine wäßrige Älkalimetallhalogenidlö sung in dem Anodenrsu® einer elektrolytischen Zelle elektrolysiert, in welcher eine dimensionsstabile Anode und eine metallische Kathode durch eine stabile hydratisierte selektiv permeable elektrisch leitende Membrane zu einem Anoden- und Kathodenraum getrennt sind,b) die Temperatur der Lösung auf etwa 35 bis 1ÖO°C und den pH-Wert der Lösung auf etwa 1,0 bis etwa 5,5 während der Elektrolyse hält, und daß manc) Alkalimetallhydroxid, welches im wesentlichen von. Alkaliiaetalllialogenid und anderen Verunreinigungen frei ist, waä. Wasserstoff aus dem Kathodenraum und Chlor aus dem Anodenraum entnimmt, wobei die Membrane aus einem Film aus einem fluorierten Copolymerisat besteht, welches anhängende Sulfonsäuregruppen oder deren Derivate besitzt und das wiederkehrende Struktureinheiten der Formeln(D F-C- CF,SO3H(2) -CXX' - CF2 ~-28-309817/1090enthält, worin R die Gruppe- CF-CF2 - O {CFY m CF20)bedeutet, worin R1 für Fluor oder Perfluoralkyl mit 1 .tis 10 Kohlenstoffatomen steht, Y Fluor oder Trifluormethyl bedeutet, m 1, 2 oder 3 ist, η O oder 1 1st, χ für Fluor, Chlor, Wasserstoff oder Trifluormethyl steht und X1 X oder CF3 4CFg)2 bedeutet, worin ζ 0 oder eine ganze Zahl von 1 bis 5 ist, wobei die Einheiten der Formel (1) in einer Menge von 3 bis 20 Mol.-$ vorhanden sind.
- 16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß während der Elektrolyse der Alkalimetallhalogenidlösung in dem Kathodenraum eine Alkallmetallhydroxidlösung oder Wasser vorhanden ist.
- 17. Verfahren nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, daß man kontinuierlich eine Alkalimetallhalogenidlösung oder trockenes Alkalimetallhalogenid in den Anodenraum einführt, Alkalimetallhydroxid und Wasserstoff kontinuierlich aus dem Kathodenraum entnimmt und daß man aus dem Anodenraum kontinuierlich Chlor abführt, wodurch das Verfahren auf kontinuierlicher Basis durchgeführt wird.
- 18. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 17» dadurch gekennzeichnet, daß man in den Anodenraum trockenes Alkalimetallhalogenid und Wasser gleichzeitig und kontinuierlich gibt, aus dem Kathodenraum Alkalimetallhydroxid und Wasserstoff kontinuierlich-29-entfernt und daß man aus dem Anodenraum kontinuierlich Chlor abführt, wodurch das Verfahren aus kontinuierlicher Basis durchgeführt v/ird.
- 19. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß man während des kontinuierlichen Betriebs zu.dem Kathodenraum eine Alkalimetallhydroxidlösung oder Wasser gibt.
- 20. Elektrolytische Zelle zur Herstellung von wäßrigen Alkalimetallhydroxidlosungen, die im wesentlichen von Alkalimetallhalogenid und anderen Verunreinigungen frei sind, gekennzeichnet durch(1) eine erste Hohlzellenzone mit einer dimensionsstabilen Anode (13), einem Elektrolyteinlaß (17), einem Auslaß für den verbrauchten Elektrolyten (16), einem Chlorgasauslaß (19) und elektrischen Zuführungseinrichtungen (13a) für die Zufuhr von Strom zur Anode,(2) eine zweite Hohlzellenzone, welche darin eine durchlöcherte bzw. poröse Metallkathode (14), einen Auslaß (18) für die wäßrige Lösung des Alkalimetallhydroxidprodukts, einen Auslaß (20) für Wasserstoffgas und elektrische Verbindungseinrichtungen (i4a) für die Leitung von Strom zur Kathode enthält, und(3) eine Filmmerabrane (12) aus einem kationischen Austauscherharz aus einem hydratisierten fluorierten Copolymerisat mit anhängenden Sulfonsäuregruppen oder deren Derivaten, wobei die Membrane (12) zwischen den Hohlzellenzonen eng im Abstand zwischen- -30-309817/10962^51660einer Oberfläche der Anode und der Kathode angeordnet ist, und durch die Hohlzellenzonen in fixierter angrenzender Stellung gehalten wird, und wobei das Copolymerisat wiederkehrende Struktureinheiten der Formeln(D F-C-CF9-SO3H(2) -CXX1 - CF2enthält, worin R die Gruppe- CF-CF2 - O 4CFY = 2bedeutet, worin R1 für Fluor oder Perfluoralkyl mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen steht, Y Fluor oder Trifluormethyl bedeutet, m 1, 2 oder 3 ist, η 0 oder 1 ist, χ für Fluor, Chlor, Wasserstoff oder Trifluormethyl steht und X1 X oder CF, ^CFg)2 bedeutet, worin ζ 0 oder eine ganze Zahl von 1 bis 5 ist, wobei die Einheiten der Formel (1) in einer Menge von 3 bis 20 Mol.-% vorhanden sind.
- 21. Zelle nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die dimensionsstabile Anode (13) im wesentlichen aus einem Sperrmetallsubstrat besteht,309817/1098welches auf mindestens einem Teil seiner Oberfläche einen Überzug einer festen Lösung von mindestens einem Sperrmetalloxid und mindestens einem Edelmetalloxid besitzt.
- 22. Zelle nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß das Sperrmetallsubstrat Titan ist, welches auf mindestens einem Teil seiner Oberfläche einen Überzug einer festen Lösung von Rutheniumdioxid und Titandioxid besitzt.
- 23. Zelle nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die dimensionsstabile Anode (1.3) im wesentlichen aus einem Sperrmetallsubstrat besteht, welches auf mindestens einem Teil seiner Oberfläche einen Überzug aus einem Metall der Platingruppe oder einer Legierung davon besitzt.
- 24. Zelle nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß der Überzug aus einer Platin-Iridium-Legierung besteht.■309817/1096it.Leerseite
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