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Grundrahmen fü#r Maschinen Die Erfindung bezieht sich auf einen Grundrahmen,
mit dem mint destens eine Maschine über Stützglieder verbunden ist, die min destens
teilweise aus entdröhntem Blech bestehen.
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Ein derartiger Grundrahmen ist z.B. in der Zeitschrift Schiff und
Hafen" Jhg. 17 (1965) Seite 602 in Abb. 11 dargestellt, während die Stützglieder
in Abb. 12 auf derselben Seite voran schaulicht sind. Die Aufgabe dieses Grundrahmens
besteht darin, die Weiterleitung des von den laufenden Maschinen erzeugten Kör=
perschalls in das Fundament oder in den Rumpf eines Schiffes so weit wie möglich
zu verhindern. Diese Korperschallisolation wird im allgemeinen zusammen mit einer
Luftschalldämmung angewendet, die durch Schallschluckhauben bewirkt wirts, mit denen
die Maschi= nen verkleidet sind. Da Wände oder Bauteile, die durch weitere= leiteten
Körperschall zu Schwingungen angeregt sind, auch Luft schall abstrahlen, kann einen
befriedigende Luftschallisolation von geräuschvollen Maschinen am besten durch gleichzeitige
Anwendung von Luft- und Körperschallisolätionsmaßnahmen erreicht werden.
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Hierzu ist bei dem bekannten Grundrah#en eine sogenannte doppelt=
elastische Lagerung notwendig, bei der die Verbindung der-Naschi= nen mit den Stützgliedern
und die Verbindung der Stützglieder mit dem Grundrahmen zur wirksamen Körperschallisolation
über elasti= sche Zwischenstücke z.B. Federn oder Gummipuffer geschieht. Abge= sehen
von ihrem hohen baulichen Aufwand ergibt diese Lagerung große Schwingungsamplituden,
die Schwierigkeiten mit den Leitungen und Kabeln zur Folge haben, die zu den Maschinen
führen. Außerdem müssen bei Maschinenaggregaten besonders elastische Kupplungen
zur Verbindung der Maschinenwellen verwendet werden, wobei sich dennoch hohe auf
die Lager der Maschinenwellen wirkende Bu~ckstells kräfte nicht ganz vermeiden lassen.
Schließlich ist Aufrechter=
haltung einer gleichbleibend guten gegenseitigen
Ausrichtung der Maschinen eines Aggregates bei doppeltelastischer Lagerung schwierig,
weil sich die elastischen Zwischenstücke ungleichmäßig setzen können, wodurch die
Ausrichtung verändert wird.
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Demgegenüber besteht die Aufgabe der Erfindung in der Vermeidung der
geschilderten Nachteile, die aus dem hohen Bauaufwand und der Weichheit der bekannten
Maschinenlagerung herrühren, bei gleichzeitiger Verbesserung der Körperschalldemmung
und damit auch der Luftschallisolation.
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Diese Aufgabe wird an einem Grundrahmen der eingangs erwähnten Bauart
erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß sich innere Stützwände, die vorwiegend aus entdröhntem
Blech bestehen, von der oder den Maschinen, über den Grundrahmen greifend, bis in
die Gegend der Rahmenunterkante erstrecken und dort am Grundrahmen befestigt sind
und daß dort äußere Stützwände, die vorwiegend aus entdröhn tem Blech bestehen,
und über die inneren Stützwände greifen, am Grundrahmen befestigt sind, sowie die
Verbindung zwischen dem Grundrahmen und den Auflagestellen auf einem Fundament herstellen.
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Auf diese Weise d.h. insbesondere dadurch, daß die inneren Stütz wände
über den Grundrahmen und die äußeren Stützwände über die inneren Stützwände greifen,
muß der Körperschall eine längere Strecke von verlustbehaftetem Material, dargestellt
durch die entdröhnten Stützwände, als bei dem bekannten Grundrahmen durchlaufen,
bis er zu den Auflagestellen am Fundament gelangt. Er wird auf diesem verhältnismäßig
langen Wege wirksam gedämpft.
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Infolge des Ubereinandergreifens der Stützwände ist der Platzes darf
für die Körperschallisolation nicht größer als bei der be= kannten Ausführung.
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Bei einem Grundrahmen der vorgenannten Art für mindestens zwei Maschinen,
von denen eine geräuschvoll und die andere geräusch= arm arbeitet, kann die Ubertragung
von Körperschall von der geg räuschvollen auf die geräuscharme Maschine vorteilhaft
dadurch
verringert werden, daß die inneren Stützwände für die beiden
Maschinen sowie etwaige Verb indungs glieder zwischen den Maschinen und den Stützwänden
durch einen Zwischenraum voneinander getrennt sind. Unter diesen Umständen muß der
von der geräuschvollen Ms= schine erzeugte Körperschall die Verbindungsglieder,
die Stütz= wände und den Grundrahmen auf beträchtlichen Wegstrecken durch= laufen,
um zu der geräuscharmen Maschine zu gelangen, die demzu= folge auch dann keinen
aus der Körperschallübertragung herrührend den Luftschall abstrahlt, wenn sie nicht
mit einer Schallschluck=-haube verkleidet ist.
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Die Dämmwirkung der entdröhnten Stützwände kommt dann besonders vorteilhaft
zur Geltung, wenn die geräuschvoll arbeitende Maschine ne mit einer die Abstrahlung
von Luftschall dämmenden Haube verl sehen ist, die auf der äußeren Stützwand aufliegt.
Dadurch daß die Haube auf der äußeren Stützwand aufliegt, wird infolge des langen
Körperschallweges über die beiden Stützwände vermieden, daß der von der geräuschvoll
arbeitenden Maschine erzeugte Körper= schall auf die Außenwände der Haube übertragen
und als Luftschall abgestrahlt wird.
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Zweckmäßig wird die Ubertragung des von den entdröhnten Stützwän=
den nicht absorbierten Körperschalls auf das Fundament oder den Schiffsrumpf dadurch
weiter vermindert, daß die Auflagestellen auf dem Fundament durch elastische Lager
gebildet werden.
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Die obengenannten nachteiligen Veränderungen der gegenseitigen Ausrichtung
von zwei Maschinen, die durch das Setzen der elasti= schen Zwischenstücke bei dem
bekannten Grundrahmen eintreten kann, werden vorteilhaft dadurch vermieden, daß
die Maschinen auf den inneren Stützwänden, gegebenenfalls über geeignete Ver bindungsglieder,
metallisch aufliegen. Dies läßt sich infolge des erfindungsgemäß verlängerten verlustbehafteten
Körperschalln weges ohne Einbuße an Körperschallisolation verwirklichen.
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Falls der Grundrahmen heftigen Stößen, die durch elastische Puffer
abgefangen werden, ausgesetzt sein kann, wird einer Verw formung der inneren Stützwand
vorteilhaft dadurch vorgebeugt, daß die Puffer in der Nähe der Stellen, an denen
die inneren Stützwände an den Maschinen angreifens, zwischen dem Grundrahmen und
den Angriffsstellen liegen.
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Die Übertragung von Körperschall von den inneren Stützwänden auf den
Grundrahmen, sowie auf die äußeren Stützwände kann vorteilhaft zusätzlich noch dadurch
vermindert werden, daß die Stützwände an den Grundrahmen angeschraubt sind. Da Schraubenverbindungen
in gewissem Maße elastisch sind, tritt an den Verbindungsstellen noch ein zusätzlicher
Dämmeffekt auf.
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-In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch
dargestellt.
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Fig. 1 zeigt einen Schnitt durch eine Hälfte des Grundrahmens entlang
der Ebene I-I in Fig. 2.
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Fig. 2 zeigt eine perspektivische Ansicht der Grundrahmenhälfte, wobei
die äußere Stützwand unterbrochen gezeichnet ist, damit die inneren Stützwände besser
sichtbar sind.
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Der eigentliche Grundrahmen 1 ist ein kastenförmiges Gebilde, das
aus einem Oberteil 2 aus abgekantetem Blech oder aus einzelnen zusammengeschweißten
Blechen mit ungefälir U-£örmigem Profil und einer ebenen Bodenplatte 3 besteht,
die mit dem Oberteil 2 verschweißt ist. Das Oberteil 2 ist bei dem gezeigten Ausführungsa
beispiel der Form der aufzunehmenden Maschine angepaßt, die hier ein schnellaufender
Dieselmotor 4 ist, von dem nur der Umriß des unteren Endes des Kurbelgehäuses und
der ölwanne durch ein schraf= fiertes Feld in der Zeichnung angedeutet ist. Die
innere Stütz= wand 5 besteht aus einem unter einem Winkel von etwa 800 gebogenen
Blech, dessen einer Schenkel 6, der über das Oberteil 2 des Grund=
rahmens
1 greift, mit Hilfe eines aufgeklebten kunststoffbeschichæ teten Deckbleches 7 entdröhnt
ist. Im vorliegenden Fall besteht die Zwischenschicht zwischen den beiden Blechen
6 und 7 aus einem Vinylchlorid-Copolymerisat. Der Schenkel 6 ist 10 mm stark, die
Zwischenschicht zwischen den Blechen 6 und 7 hat eine Stärke von 1 mm und das Deckblech
7 ist 5 mm stark. Der Schenkel 6 ist in der Gegend der Unterkante 8 des Grundrahmens
1, genauer dort, wo die Seitenwand des Oberteils 2 einen Knick nach außen macht,
an das Oberteil 2 des Grundrahmens 1 angeschraubt. Die äußere Stütz wand 9 ist unmittelbar
über der Unterkante 8 an das Oberteil 2 angeschraubt und greift über den Schenkel
6 der inneren Stützwand 5. Die Stützwand 9 besteht aus einem unter einem Winkel
von etwa 0 100 gebogenen Blech, dessen einer Schenkel 10, der über den Schenkel
6 greift, mit Hilfe eines aufgeklebten kunststoffbeschich= teten Bleches 11 entdröhnt
ist. Die Stärken der Bleche 10 und 11, sowie Material und Stärke der Zwischenschicht
zwischen den Ble= chen 10 und 11 sind die gleichen wie bei den Blechen 6 und 7.
Der andere Schenk#el 12 des äußeren Stützbleches 9 dient der Abstützung auf dem
Fundament 13 und zwar über elastische Lager 14. Die innere Stützwand 5 ist über
eine Winkelschiene 15 mit der Maschine 4 metallisch verbunden. Durch Bohrungen in
der Winkelschiene 15 greifen die Anschlagpuffer 16 und 17, deren Stirnflächen, die
der Winkelschiene 15 zugewandt sind, mit elastischen Auflagen zum Ab fangen heftiger
Stöße versehen sind. Über den Schenkel 12 des äußeren Stützbleches 9 greifen im
Prinzip dem Puffer 16 entspre= chende zangenförmige Puffer an, die in der Zeichnung
nicht darge= stellt sind. Auf die äußere Stützwand 9 sind weitere nicht zarge stellte
Puffer gerichtet, die ähnlich wie die Puffer 17 waagrechte Stoßkomponenten auffangen
sollen. Auf dem Schenkel 12 der äußeren Stützwand 9 liegt eine Schallschluckhaube
auf, von der nur eine Seitenwand 18 dargestellt ist. Wie aus Fig. 2 erkennbar ist,
be findet sich zwischen der inneren Stützwand 5 und der Winkelschiene 15, auf der
die in Fig. 2 nicht dargestellte geräuschvoll arbeitende Maschine 4 ruht, und einer
weiteren inneren Stützwand 19 mit Winkelschiene 20 ein Zwischenraum 21, der verhindert,
daß Körpers
schall von der Maschine 4 auf direktem Wege ungedämpft
zu einer nicht dargestellten geräuscharm arbeitenden Maschine gelangt, die auf der
Winkelschiene 20 ruht. Dadurch wird vermieden, daß diese Maschine, die z.B. ein
Generator sein kann, durch den übertragenen Körperschall zu Schwingungen angeregt
wird, die als Luftschall in die Umgebung abgestrahlt werden. Der von der Maschine
4 ausgehende Körperschall kann nur über die Teile 15, 5 bzw. 6, 2, 19 und 20 d.h.
stark gedämpft zu der an sich geräuscharmen Maschine, die auf der Winkelschiene
20 ruht, gelangen und dort keine Verstärkung der von dieser Maschine ausgehenden
Geräusche mehr bewirken. Aus diesem Grunde braucht die auf der Winkelschiene 20
sitzende Maæ schine nicht mit einer Schallschluckhaube verkleidet zu werden.
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Die innere Stützwand 19 ist in der gleichen Weise entdröhnt wie die
innere Stützwand 5. Messungen an einem Stromerzeugungsaggregat bestehend aus einer
zwölfzylindrigen Dieselmaschine mit V-An= ordnung der Zylinder und einer Leistung
von 354 YS bei 1200 U/min, die über eine elastische Kupplung mit einem Drehstromgenerator
von 250 KVA verbunden ist, wobei beide Maschinen auf einem Grunde rahmen der hier
beschriebenen Bauart aufgebaut sind, haben ergeben, daß die Körperschalldämmung
durch die entdröhnten Stützwände 5, 9 und 19 einen mittleren Wert von 15 Dezibel
im Frequenzbereich von 63-10 000 Hz erreicht.