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DE2128133A1 - Verfahren zur Herstellung von düngewirksamen citratlöslichen Alkaliglühphosphaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von düngewirksamen citratlöslichen Alkaliglühphosphaten

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DE2128133A1
DE2128133A1 DE19712128133 DE2128133A DE2128133A1 DE 2128133 A1 DE2128133 A1 DE 2128133A1 DE 19712128133 DE19712128133 DE 19712128133 DE 2128133 A DE2128133 A DE 2128133A DE 2128133 A1 DE2128133 A1 DE 2128133A1
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DE
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alkali
rotary kiln
furnace
phosphates
solution
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DE19712128133
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DE2128133C3 (de
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Ulrich Dr.; Holst Rudolf Dr.; 3000 Hannover; Kaspers Hans-Heinz Dr. 3011 Pattensen; Rötger Heinrich Dr. 3003 Ronnenberg Hauschild
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Kali Chemie AG
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Kali Chemie AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05BPHOSPHATIC FERTILISERS
    • C05B13/00Fertilisers produced by pyrogenic processes from phosphatic materials
    • C05B13/02Fertilisers produced by pyrogenic processes from phosphatic materials from rock phosphates

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Fertilizers (AREA)

Description

Kali-Chemie Hannover, den 4. Juni 1971
Aktiengesellschaft Pat, Dr. Ha/Hp
Patentanmeldung
Verfahren zur Herstellung von düngewirksamen
citratlöslichen Alkaliglühphosphaten
Die Grundmaßnahmen für die Herstellung von dünge wirk sam en citratlöslichen Alkali glühphosphaten in einem Drehofenprozeß sind schon aus der deutschen Patentschrift 481 177 bekannt und bestehen darin, daß man eine Mischung aus Rohphosphat, Alkalicarbonat und Kieselsäure einem Glühprozeß bei einer Temperatur von etwa 1200 C unterwirft. In der zu glühenden Mischung werden dabei die Mengenverhältnisse der Ausgangsstoffe so gewählt, daß auf 1 Mol P0O mindestens 1 Mol Alkalioxid kommt, und ferner wird der Kieselsäurezusatz so bemessen, daß sich Calciumorthosilikat durch Bindung eines Mols CaO aus dem im Ausgangsmaterial vorhandenen Tricalciumphosphat und des nicht an Phosphorsäure gebundenen Kalkes durch die Kieselsäure zu bilden vermag. Der sich dabei vermutlich abspielende Vorgang läßt sich durch folgende Reaktionsgleichung veranschaulichen:
2 Ca3(PO4>2 + SiO2 + 2 Na3CO3
2 (Na-O · 2 CaO · POO_) + 2 CaO · SiO0 + 2 CO0
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Spätere Ergebnisse haben gezeigt, daß ea für einen vollständigen alkalischen Glühäufschluß von natürlich vorkommenden Calciumphosphate^ kurz Rohphosphate genannt,, vorteilhaft ist, wenn das Mol verhältnis zwischen dem im Rohphosphat vorhandenen PnO. und dem als
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Aufschlußmittel eingesetzten Alkalioxid 1 : 1, 1 bis 1 ; 1, 5 beträgt» Der Aufschluß wird durch Anwesenheit von Wasserdampf begünstigt, wobei derselbe dadurch geliefert werden kann, daß man zur Erzeugung der für den Aufschlußprözeß erforderlichen Temperatur wasserstoffreiche Brennstoffe, insbesondere Öl, als Brennmaterial einsetzt. Das auf diese Weise bei etwa 1200 C erzielte Glühprodukt ist eine leicht gesinterte, nicht geschmolzene poröse Masse, weshalb diese Produkte auch unter der Bezeichnung Sinterphosphate bekannt sind. Unter Verwendung von calcinierter Soda erhält man ein Natrium-Calcium-Silicophosphat, dessen Phosphor Säuregehalt praktisch vollständig in 2 %iger Citronensäurelösung, in neutraler Ammoniumcitratlösung und besonders in ammoniakalischer Ammoniumcitratlösung, welche letztere auch Petermannlösung genannt wird, löslich ist. Die Güte, d.h. die Düngewirksamkeit dieser Glühphosphate bewertet man insbesondere nach der P ÖL·-Löslichkeit in Petermannlösung.
■ Obwohl theoretisch ganz allgemein Alkalicarbonate als Aufschlußmittel eingesetzt werden können, hat sich bisher in der Technik nur Soda bewährt. Gegenüber Kaliumcarbonat hat Soda den Vorteil, daß es billiger zur Verfügung steht und sich wesentlich.besser handhaben läßt. Außerdem kann, man unter Verwendung von Soda die Glühtemperatur auf über 1200 C steigern, ohne daß der Schmelzprozeß einsetzt. Demgegenüber sollen unter Verwendung von Kaliumcarbonat Temperaturen von 1150 C möglichst nicht überschritten werden. Außerdem ist bekannt, daß Kaliumverbindungen bei den erforderlichen Reaktionstemperaturen im hohen Maße
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flüchtig sind, so daß bei den verhältnismäßig langen Aufschlußzeiten große Kaliumverluste auftreten können. Kaliumhaltige Düngemittel werden daher bisher durch einfaches Zumischen von Kaliumsalzen wie Kaliumchlorid zu den beim Sodaaufschluß erhaltenen Produkten hergestellt.
Es wurden schon wiederholt Versuche unternommen, direkt in einem Glühprozeß zu Kaliumglühphosphaten zu kommen. In der französischen Patentschrift 1 189 733 wurde beispielsweise vorgeschlagen, Glühphosphate durch Calcinieren von Rohphosphat, Kieselsäure und insbesondere Kaliumbicarbonat als Aufschlußmittel bei Temperaturen zwischen 550 und 900 C herzustellen. Dieses ist aber nur möglich, wenn das Kaliumbicarbonat in einem erheblichen Überschuß gegenüber dem bekannten Aufschluß mit Soda eingesetzt wird. Das dabei erhaltene Produkt hat einen verhältnismäßig hohen K0O-Anteil. Wegen der fast vollständigen Wasserlöslichkeit des K0O entsteht beim Lösen ein stark alkalisches Medium, welches für die Bodendüngung Probleme auf wirft. Gemäß der belgischen Patentschrift 605 561 versuchte man, das Verfahren zur Herstellung von Kaliumglühphosphaten dadurch rentabler zu gestalten, daß man die Ausgangsmischung aus Rohphosphat und insbesondere Kaliumbicarbonat unter Zusatz von Wasser granulierte. Aber selbst bei Verwendung der leichter aufschließbaren Aluminiumcalciumphosphate als Rohphosphate sind die Ergebnisse nicht befriedigend. Gemäß dieser Patentschrift wurde auch vorgeschlagen, festes Kaliumhydroxid als Aufschlüßmittel einzusetzen. Dieser Vorschlag läßt sich, aber nicht durchführen, da solche Granulate sofort beim Eintrag in den Drehofen zusammenbacken und an der Ofenwandung festkleben. : . ;
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Die Verwendung von KaliumhydroxidlQsungen, beispielsweise wie sie bei der Elektrolyse von Kaliumchloridlösungen anfallen, wurde in der deutschen Offenlegungsschrift 1 925 539 vorgeschlagen. Danach soll aus gemahlenem Rohphosphat, Kalilauge und Sand in bekannter Weise durch Mischen, Granulieren, Trocknen und Rückführen einer geeigneten Menge zerkleinerten Trockengutes ein Granulat hergestellt und der Glühaufschluß bei Temperaturen zwischen 850 und I0Ö0 C durchgeführt werden. Daß es sich hierbei um kein technisch rentables Verfahren handeln kann, ist schon daraus zu ersehen, daß als bevorzugte Ausführungsform vorgeschlagen wird, den Glühprozeß auf einem Sinterbänd unter Zusatz von gemahlener Kohle zu dem zu glühenden Produkt vorzunehmen. Dabei sind Calcinierzeiten von einer Stunde bei 950 C gemäß den Beispielen anzuwenden. In der Offenlegungs schrift wird wohl angeführt, daß der Glühprozeß auch in einem Drehofen durchgeführt werden könnej der Einsatz eines Drehofens verbietet sicli aber offensichtlich schon aus technischen Gründen, da die geforderte Reaktionsbedingung, nämlich Halten der Glühtemperatur auf beispielsweise 950 C über eine Stunde, in einem Drehofen kaum verwirklicht werden kann. Bei Verwendung eines Drehofens ist somit nur ein unvollkommener Aufschluß zu erwarten. Der wesentliche Punkt, welcher den Einsatz eines Drehofens unmöglich macht, besteht aber darin, daß, wie in der Offenlegungs schrift selbst angeführt ist, das Aufschlußgemisch der mechanischen Beanspruchung im Drehofen nicht standhält. Eigene Versuche haben nämlich gezeigt, daß solche Granalien sich nach dem Eintrag in den heißen Drehofen sofort zusammenballen und an der Ofenwandung starke Ansätze bilden. Die Verdichtung des Produktes führt nach kurzer Zeit schon so weit, daß es zur Verstopfung des Ofens kommt, wodurch eine Unterbrechung des Glühprozesses erforderlich wird.
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Demgegenüber sind in neuerer Zeit Verfahren bekannt geworden, welche die Verwendung konzentrierter wäßriger Alkalihydroxidlösungen als Auf Schlußmittel bei der Alkaliglühphosphatherstellung im Drehofen ermöglichen. Im Prinzip bestehen diese Verfahren darin, Mischungen aus Rohphosphat, Sand und Alkalihydroxidlösung vor dem Eintrag in den Drehofen in feste Granulate oder agglomerierte Produkte überzuführen, die den Beanspruchungen während der Ofenpassage standhalten und unter den Bedingungen eines Drehofens zu Produkten mit einem hohen Gehalt an citratlöslichem Po0> führen. Eine Reihe von Vorschlägen geht
et D
davon aus, die beim Drehofenprozeß anfallenden Abgase, die bekanntlich neben Kohlendioxid und inerten Gasen die beim Glühprozeß gebildeten flüchtigen Verbindungen und die Staubpartikel enthalten, für diesen Zweck einzusetzen. Dabei werden die wäßrigen Alkalihydroxidlösungen vor oder nach dem Vermischen mit dem Rohphosphat und der erforderlichen Menge Kieselsäure in geeigneter Weise mit den Ofenabgasen behandelt.. So wird beispielsweise nach dem Vorschlag der deutschen Patentschrift 1 266 768 die Kaliumhydroxidlösung mit Ofenabgasen in eine Alkalicarbpnatlösung solcher Konzentration übergeführt, daß sie nach dem Vermischen mit dem Rohphosphat und der erforderlichen Menge Sand ein für den Glühprozeß geeignetes Granulat bildet. Gemäß der deutschen Offenlegungsschrift 1 592 690 wirdneben einer Konzentrierung nur eine teilweise Carbonisierung der Alkalihydroxidlösung vorgenommen. Die Granulatherstellung erfolgt dann durch Vermischen dieser Lösung mit dem Rohphosphat und dem Sand unter weiterem Durchleiten der Ofenabgase. Aus der belgischen Patentschrift 713 005 ist.ferner zu ersehen, daß geeignete Produkte aus flüssigen bis schlammigen Mischungen von Alkalihydroxiden, Rohphosphat und Sand durch Sprühtrocknung oder Trocknung auf einem Band mit den heißen Ofenabgasen erhalten werden. Nach der britischen Patentschrift 1 159
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wird vorgeschlagen, die Rohstoff mischungen, vorzugsweise in Anwesenheit der Ofenabgase, mit so viel rückgeführtem Fertigprodukt zu versetzen,, daß ein körniges Vorprodukt entsteht.
Gemäß dem Verfahren der deutschen Auslege schrift 1 294 977 wird ein Teil der Alkalioxid liefernden Verbindung in Form von konzentrierter wäßriger Alkalihydroxidlösung direkt in der Nähe des Eintrages für die Rohstoffe in den Drehofen eingebracht, der Rest wird in Form von Alkalicarbonat eingeführt. Diese Verfahrensführung wird dadurch ermöglicht, daß die Alkalihydroxidlösung mit einer Rohphosphat-Alkalicarbonat-Sand-Mischung in Berührung kommt, wobei die Mengenverhältnisse derselben von der Art und Konzentration der Alkalihydroxid lösung sowie der Beschaffenheit des Rohphosphats und des Alkalicarbonate abhängen. ■
Es wurde nun gefunden, daß unter Einhaltung bestimmter Maßnahmen die gesamte Menge an Alkalioxid liefernder Verbindung in Form einer wäßrigen Alkalihydroxidlösung direkt in den Drehofen eingeführt werden kann.
Das Verfahren zur Herstellung von dünge wirksam en Alkaliglühphosphaten mit hoher Citratlöslichkeit durch thermischen Aufschluß im Drehofen bei Temperaturen zwischen 900 und 1300 C von natürlichen Calciumphosphaten mit wäßrigen Alkalihydroxidlösungen in Anwesenheit der erforderlichen Menge Kieselsäure, wobei in der zu glühenden Mischung die Mengenverhältnisse der Ausgangsstoffe so gewählt werden, daß auf 1 Mol P00C 1, 1 bis 1, 5 Mole Me0O (Alkalioxid) kommen und ferner der Kieselsäurezusatz so bemessen wird, daß durch Bindung
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eines Mols CaO aus dem im Ausgangsmaterial vorhandenen Triealciumphosphat und des nicht an Phosphorsäure gebundenen Kalkes durch die Kieselsäure Calciumorthosilikat sich zu bilden vermag, ist nun dadurch gekennzeichnet, daß eine zwischen 30 und 80 gewichtsprozentige Alkalihydroxidlösung in der Weise in den Drehofen eingebracht wird, daß die Lösung auf das mindestens 400 C heiße Gut auftrifft, so daß
a) eine schnelle Verdampfung des Wassers ^
b) eine rasch ablaufende Reaktion der Komponenten und
c) auf Grund der Drehbewegung des Ofens eine gute Homogenisierung
stattfindet, und das entstehende Produkt anschließend in der Calcinierzone des Ofens vollständig aufgeschlossen wird.
Ausschlaggebend für die Durchführbarkeit des Verfahrens ist vor allem, daß zwei Maßnahmen eingehalten werden. Die Alkalihydroxidlösung darf nicht auf ein zu eng begrenztes Gebiet auftreffen, da sonst die Gefahr einer Ansatzbildung der Rohstoffmischung an der Ofenwandung besteht. Weiter muß die Temperatur der Rohphosphatmischung so hoch sein, daß eine sofortige Reaktion des Alkalihydroxids mit derselben stattfinden kann. Die genauen Temperaturzonen in einem im Betrieb befindlichen Drehofen lassen sich nicht exakt festlegen, so daß nur annähernde Temperaturangaben gemacht werden können. Es wurde aber gefunden, daß die Temperatur der aufzuschließenden Rohphosphat-Sand-Mischung, welche mit der Hauptmenge der Alkalihydroxidlösung in Berührung gebracht wird,
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vorzugsweise zwischen 600 und 900 C betragen soll. Insbesondere in diesem Temperaturgebiet sind die Voraussetzungen vorhanden, daß eine schnelle Verdampfung des Wassers und eine rasche Umsetzung der Reaktionsteilnehmer gewährleistet ist. Kommt der Hauptanteil des Alkalihydroxids mit einer wesentlich höher erhitzten Mischung in Berührung, so ist unter Umstanden der Weg bis zum Austrag des Glühprodukts aus dem Drehofen nicht mehr ausreichend, um eine vollständige Homogenisierung und einen hohen Aufschlußgrad zu erreichen. Dabei gilt beim Aufschluß mit Nätriumhydroxidlösung mehr der obere Bereich der bevorzugten Temperatur zone, während für den mit Kaliumhydroxidlösung der untere Bereich günstiger ist. "
Die Alkalihydroxidlösung wird vor allem bei großen technischen Öfen am besten von der Brennerseite her der entgegenkommenden Mischung von Rohphosphat und Sand zugeführt. Die Ausführungsform, mit der die Flüssigkeit auf das Aufschlußgut aufgebracht wird, kann beliebig gewählt werden. Es ist auf eine ausreichende Verteilung der Lösung zu achten. Die Konzentration der Alkalihydroxidlösung, die in den Drehofen eingeführt wird, ist nur insofern von Bedeutung, als man die Maßnahmen so wählen muß, daß die im Ofen erzeugte Energie ausreicht, um die schnelle Verdampfung des eingebrachten Wassers zu erreichen. Bevorzugt wird man 40 bis 60 gewichtsprozentige Alkalihydroxidlösungen einsetzen. Stärker konzentrierte Lösungen wird man nur im Sonderfall verwenden.
Die im Gleichstrom mit den Verbrennungsgasen in den Drehofen eingeführten wäßrigen Alkalihydroxidlösungen kommen nach der bevorzugten Ausführungsform kurz vor oder am Beginn der eigentlichen Calcinierzone mit der Rohphosphat-Sand-Mischung in Berührung. Bis zum Austrag
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aus dem Ofen verbleibt somit für die Durchmischung und die eigentliche Glühreaktion verhältnismäßig wenig Zeit; es hat sich aber gezeigt, daß die anfallenden Produkte gleichmäßig zusammengesetzt sind und das P^On.
derselben fast 100-prozentig in Petermannlösung löslich ist. Dieses ist umso überraschender, als bekanntlich die Alkalihydroxide in dem erfindungsgemäßen Temperaturbereich, insbesondere im Gasstrom, leicht flüchtig sind. Die Erzielung eines so hohen P O -Aufschlußgrades der Rohphosphate kann daher nur darauf zurückgeführt werden, daß die Alkalihydroxide bei Berührung mit der Rohstoffmischung sofort gebunden werden, d. h. in eine andere, nicht flüchtige chemische Form übergeführt werden.
Als Aufschlußmittel können Natrium- oder Kaliumhydroxidlösungen bzw. Gemische derselben in jedem beliebigen Verhältnis eingesetzt werden. Das Verfahren wird an Beispielen erklärt, in denen Kola-Apatit und Pebble-Phosphat als Rohphosphate eingesetzt sind. Es können aber gleichermaßen andere natürlich vorkommende Calciumphosphate aufgeschlossen werden, wie beispielsweise die nordafrikanischen Rohphosphate. Entsprechend der verwendeten Rohphosphatsorte und dem Aufschlußmittel besitzt das gewonnene Glühphosphat eine Zusammensetzung, die innerhalb der in der Tabelle genannten Werte liegt.
, % Aufschluß mit Aufschluß mit
% NaOH-Lösg. KOH-Lösg.
ΡΛ , % 27 - 31 24-28
CaO, % 36-40 34 - 38
Na?O % 15 - 18
κ2ο, -Petermann-Löslichkeit, % 21 - 25
SiO2, 7-10 6-9
PO > 98 >98
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Das erfindungsgemäße Verfahren besitzt den- Vorteil, daß man ohne zusätzlichen Apparaturen- oder Energieaufwand die gesamte Menge an alkalischem Aufschlußmittel in Form von Alkalihydroxidiösungen, wie sie beispielsweise bei der Elektrolyse von Alkalichloridlösungen anfallen, einsetzen kann. Durch geeignete Wahl der Zuführung der einzelnen Reaktionsteilnehmer in den Drehofen wird auf diese Weise auch die direkte Herstellung von kaliumhaltigen Düngern auf wirtschaftliche Weise möglich. Es können Kaliumglühphosphate erhalten werden/ deren Nährstoffgehalt, berechnet als P0O und KO, bis zu etwa 50 % beträgt. Die Nährstoffe stehen darüber hinaus der Pflanze über einen längeren Zeitraum zur Verfugung. Der KoO-Gehalt liegt nämlich nur zu einem geringen Teil in wasserlöslicher Form vor, d.h. er geht zum größten Teil erst mit der Aufnahme des citratlösuchen P0O durch den Boden bzw. die Pflanze in Lösung. Gegenüber den nach dem Mischverfahren hergestellten Düngemitteln, die meist durch Zusatz von wasserlöslichem Kaliumchlorid hergestellt werden, muß hier nicht mit Kaliumverlusten durch Auswaschen gerechnet werden. Der hohe CaO-Gehalt, der in diesen Düngemitteln in basisch wirksamer Form vorliegt, wirkt sich besonder© auf kalkarmen Kulturböden vorteilhaft aus.
Beispiel 1 '
Ein direkt beheizter technischer Drehrohrofen wurde an der dem Brenner gegenüberliegenden Seite kontinuierlich mit einer Mischung von Rohphosphat und Sand beschickt, wobei auf 1000 Gewichtsteile Kola-Apatit mit einem Gehalt von 39, 1 % P0Oc etwa 106 Gewichtsteile Sand (98 % SiO0-Gehalt) entfielen. Zu dieser Mischung wurde entgegen dem Materialfluß von der Brennerseite her eine 48, 7 gewichtsprozentige wäßrige Natriumhydroxidlösung kontinuierlich derart zugeführt, daß die trockene Substanz
---.■■■ -li-
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- li -
auf einer Länge von etwa 6 bis 8 m und in einem Temperaturbereich des Gutes zwischen etwa 750 und 900 C von der Flüssigkeit getroffen wurde. Die Menge an Natriumhydroxidlösung betrug 610 Gewichtsteile auf 1000 Gewichtsteile Apatit. Beim Durchgang durch die eigentliche Aufschlußzone wurde die Reaktionsmasse maximal auf 1250 C erhitzt, wobei sich; wie während der ganzen Ofenpassage, keinerlei Schwierigkeiten ergaben. Der im Abgas enthaltene Staub sammelte sich in einer üblichen Abscheideanlage und wurde kontinuierlich der Rohstoff mischung am Ofeneintrag zugeführt. Das erhaltene, gut mahlbare Glühphosphat enthielt 29, 7 % POOC und 17, 5 % Na0O. In Petermannlösung war das
P_O_ zu 98, 5 % löslich.
ί ο
Beispiel 2
In kontinuierlicher Arbeitsweise wurde eine Mischung von Kola-Apatit und Sand (98 % SiO0) mit einem Gewichts verhältnis Rohphos-
ti
phat zu Sand = 1 : 0,106 in einen direkt beheizten technischen Drehofen eingebracht. Von der Brennerseite her wurde gleichzeitig dem entgegenkommenden Material im Temperaturgebiet des Gutes zwischen etwa 600 und 750 C eine 47, 5 gewichtsprozentige Kaliumhydroxidlösung zugeführt, deren Menge in einem Gewichtsverhältnis Apatit zu Kalilauge = 1 : 0, 86 stand. Das Produkt wurde bis maximal 1140 C geglüht. Es ergaben sich keinerlei Störungen des Betriebes.
Das ausgetragene, gut mahlbare Kaliumglühphosphat enthielt 2 7, 15 %
P0O1. und 23, 8 % KO. Die P0O1. -Löslichkeit betrug in 2 prozentiger Δ ο 'et Δ ρ
Citronensäurelösung 99, 2 %, in Petermannlösung 98,4 %. Vom Gesamt-K0O waren in Wasser bei 20 C nach einer Stunde 16 % löslich.
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Beispiel 3
Analog dem Beispiel 2 wurde eine Mischung von Florida-Pebble Phosphat (34, 4 % P0O ) und Sand (98 % SiO0) mit einem Gewichtsverhältnis Rohphosphat zu S.and = 1 : O3 069 kontinuierlich in den Drehofen eindosiert. Die auf das 600 bis 750 C heiße Gut aufgebrächte 47, 5 gewichtsprozentige Kaliumhydroxidlösung wurde derart bemessen/ daß sich ein Gewichtsverhältnis Rohphosphat zu Kalilauge = 1 : 0, 79 ergab.
Im abgekühlten und gemahlenen Glühphosphat wurden 25, 7 % P O_
Δ ο und 2 3, 7 % KO gefunden. Die P OK-Löslichkei
betrug 98, 8 %, in Citronensäurelösung 99, 3 %.
und 2 3, 7 % KO gefunden. Die P O -Löslichkeit in Petermannlösung
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Claims (7)

Patentansprüche
1. Verfahren zur Herstellung von düngewirksamen Alkaliglühphosphaten mit hoher Citratlöslichkeit durch thermischen Aufschluß im Drehofen bei Temperaturen zwischen 900 und 1300 C von natürlichen Calciumphosphaten mit wäßrigen Alkalihydroxid lösungen in Anwesenheit der erforderlichen Menge Kieselsäure, wobei in der zu glühenden Mischung die Mengenverhältnisse der Ausgangsstoffe so gewählt werden, daß auf 1 Mol P0O 1,1 bis
et O
1, 5 Mole Me0O (Alkalioxid) kommen und ferner der Kieselsäurezusatz so bemessen wird, daß durch Bindung eines Mols CaO aus dem im Ausgangsmaterial vorhandenen Tricalciumphosphat und des nicht an Phosphorsäure gebundenen Kalkes durch die Kieselsäure Calciumorthosilikat sich zu bilden vermag, dadurch gekennzeichnet, daß eine zwischen 30 und 80 gewichtsprozentige Alkalihydroxidlösung in der Weise in den Drehofen eingebracht wird, daß die Lösung auf das mindestens 400 C heiße Gut auftrifft, so daß ·
a) eine schnelle Verdampfung des Wassers,
b) eine rasch ablaufende Reaktion der Komponenten und
c) auf Grund der Drehbewegung des Ofens eine gute Homogenisierung
stattfindet, und das entstehende Produkt anschließend in der Calcinierzone des Ofens vollständig aufgeschlossen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Alkalihydroxidlösung mit dem auf zwischen 600 und 900 C erhitzten Aufschlußgut in Berührung gebracht wird.
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3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Alkalihydroxidlösung im Gegenstrom zu dem Reaktionsgut von der Brennerseite des Ofens eingeführt wird.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß 40 bis 60 gewichtsprozentige wäßrige Alkalihydroxidlösungen eingesetzt werden.
5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß als wäßrige Alkalihydroxidlösungen Natrium- oder Kaliumhydroxidlösungen bzw.
Gemische derselben eingesetzt werden.
7 0 y 8 b ■'■ .' U 9 2 3
DE19712128133 1971-06-05 1971-06-05 Verfahren zur Herstellung von düngewirksamen Alkaliglühphosphaten Expired DE2128133C3 (de)

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FR2382416A1 (fr) * 1977-03-02 1978-09-29 Kali Chemie Ag Procede pour la production d'engrais de phosphate

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