DE2128023B2 - Wandernder Strebausbau mit nebeneinander angeordneten Ausbauschilden - Google Patents
Wandernder Strebausbau mit nebeneinander angeordneten AusbauschildenInfo
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Description
versehen, die sich auf ihnen entsprechenden Seiten-Schilden abstützen, welche an dem benachbarten
Ausbauschild befestigt sind. Die beweglichen Seitenschilde sind federnd und mit einer Teleskopführung
auf dem Bruchschild abgestützt und dadurch derart vorgespannt, daß sie sich auf den ihnen entsprechenden
festen Seitenschilden des benachbarten Ausbaurahmens so fest anlegen, daß eine zuverlässige Abdichtung
entsteht.
Der wandernde Strebausbau mit den bekannten Ausbauschilden macht keine besonderen Schwierigkeiten,
solange die Ausbauschilde ihre ihnen vorgegebene Schreitrichtung beibehalten. Bei den Ausbauschilden
mit den verhältnismäßig langen Liegendschwellen vergrößert sich jedoch die Gefahr beträchtlich,
daß die Schilde trotz der am Schreitwiderlager vorgesehenen seitlichen Führungen abrutschen.
Damit ist eine Verschwenkung der Ausbauschilde und eine Veränderung ihrer Schreitrichtung verbunden,
die korrigiert werden muß. Da die Ausbauschilde wegen der zu fordernden Abdichtung des
Strebraumes gegen das Eindringen von Versatzmaterial entweder unmittelbar oder über die Seitenschilde
aufeinander abgestützt sein müssen, ist die Korrektur der Schreitrichtung mit außerordentlichen Schwierigkeiten
verbunden. Diese stehen der Ausnutzung der besonderen Vorteile des Schildausbaues noch immer
im Wege.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Ausbauschild der eingangs beschriebenen Art derart
weiterzubilden, daß mit steuerbaren Kräften durch Verschwenken des Ausbauschildes Korrekturen der
Schreitrichtung vorgenommen werden können, ohne daß dazu nennenswerte Änderungen des grundsätzlichen
Aufbaus erforderlich sind und ohne daß eine Gefährdung der Abdichtung gegen das Eindringen
von Versatzmaterial eintritt.
Die Lösung dieser Aufgabe besteht darin, daß die Liegendschwellen der Ausbauschilde Teillängen aufweisen,
mit deren Längsseiten sie sich an den zugeordneten Trägern abstützen und an die sich bei jeder
Liegendschwelle das vordere und ein hinteres, jeweils an beiden Längsseiten verschmälertes Liegendschwellenende
anschließt, wobei das in die Ausnehmung des Schreitwiderlagers eingeführte vordere Liegendschwellenende
sich nach vorn verjüngt und im Bereich des hinteren Liegendschwellenendes der Versatzschild und der Bruchschild in an sich bekannter
Weise mit seitlich beweglichen Schilden versehen sind, die sich auf entsprechenden Seitenschilden des
jeweils benachbarten Ausbauschildes abstützen und den Strebraum gegen das Eindringen von Versatz abschirmen,
und daß die beweglichen Seitenschilde auf hydraulischen Schubkolbengetrieben abgestützt sind,
die zum Schwenken der Ausbauschilde bei einer Korrektur ihrer Schreitrichtung beaufschlagbar sind.
Weil bei dem erfindungsgemäßen Ausbauschild die gegenseitige Abstützung der Ausbauschilde bzw.
die Abstützung der Ausbauschilde an den Trägern des Schreitwiderlagers über die an den Liegendschwellen
ausgebildeten Teillängen erfolgt, bleiben bei geneigter Lagerung die Belastungen des unteren
Ausbauschildes durch den oberen begrenzt, denn die Teillängen der Liegendschwellen befinden sich in der
Nähe der Verschwenkachse. Deswegen bilden diese Teillängen auch definierte Widerlager während des
Verschwenkens.
Damit der Ausbauschild um einen hinreichend großen Winkel verschwenkt werden kann, sind die
vorderen Liegendschwellenenden verjüngt und die hinteren Liegendschwellenenden verschmälert. So
kann das in die Ausnehmung des Schreitwideriagers eingeführte vordere Liegendschwellenende die VerSchwenkung
nicht dadurch blockieren, daß es an den Wänden der Ausnehmung anliegt, während das hintere
Liegendschwellenende genügend Bewegungsfreiheit hat, bevor es gegen das entsprechende Liegendschwellenende
des benachbarten Ausbauschildes stößt.
Die Verschwenkung des Ausbauschildes wird mit Hilfe der hydraulischen Schubkolbengetriebe bewirkt,
mit denen am Versatzschild und am Bruchschild angeordnete Seitenschilde verstellt werden
können. Die Seitenschilde, die sich auf entsprechenden Seitenschilden des benachbarten Ausbauschildes
abstützen, schirmen gleichzeitig den Strebraum gegen das Eindringen von Versatz ab.
Da die Schubkolbengetriebe und die von ihnen beaufschlagten Seitenschilde im hinteren Bereich des
Ausbauschildes an Versatzschild und Bruchschild angeordnet sind, lassen sich mit ihnen in bezug auf
die Verschwenkachse unter dem Hangendschild große Drehmomente erzeugen, unter deren Wirkung
der Ausbauschild verschwenkt. Die von den Schubkolbengetrieben auf die Seitenschilde ausgeübten
Kräfte lassen sich beliebig steuern. Sie können deshalb den jeweiligen betrieblichen Bedingungen angepaßt
werden und ermöglichen das Verschwenken des Ausbauschildes auch bei unterschiedlichen Abstützkräften
und unterschiedlichen Reibungsfaktoren auf dem Hangendschild.
Im folgenden wird die Erfindung an Hand des in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles
näher erläutert; es zeigt
F i g. 1 einen Ausbauschild für einen wandernden
Strebausbau gemäß der Erfindung in Seitenansicht,
F i g. 2 eine Draufsicht auf zwei benachbarte Ausbauschilde,
F i g. 3 einen Schnitt durch die beiden Ausbaueinheiten gemäß der Linie III-III der F i g. 2,
F i g. 4 einen Schnitt durch den Bruchschild gemäß der Linie IV-IV der F i g. 1 und
F i g. 5 eine Draufsicht auf die Liegendschwellen zweier Ausbauschilde mit Förderertragrahmen.
Der in den Figuren wiedergegebene Strebausbau erfolgt mit Ausbauschilden, die jeweils einen vorderen,
den noch unverbrochenen Hangendbereich unterstützenden Hangendschild 1 aufweisen. Dieser ist
an einen Bruchschild 2 bei 3 angelenkt, welcher seinerseits bei 4 mit einem Gelenk an einem Versatzschild
5 befestigt ist. Der Versatzschild 5 ist unbeweglich mit Hilfe von Querbolzen 6 bzw. 7 an eine
allgemein mit 8 bezeichnete Liegendschwelle angeschlossen. Mit Hilfe eines oder mehrerer Rückzylinder
9, die doppelt wirkend ausgebildet sind, kann der Ausbau unter Benutzung eines längs des nicht dargestellten
Kohlenstoßes verlaufenden Tragrahmens als Schreitwiderlager vorgerückt werden; bei umgekehrter
Beaufschlagung des oder der Rückzylinder 9 wird ein auf dem Tragrahmen 10 verlegter Strebförderer
11 mit dem notwendigen Andruck am Kohlenstoß gehalten.
In dem beschriebenen Schreitwiderlager befinden sich Ausnehmungen 12, in die jeweils vordere Enden
13 der Liegendschwelle 8 eingeführt sind. Wie F i g. 2 zeigt, besteht der Tragrahmen 10 aus einzelnen
Schüssen 14 bzw. 15, welche durch Kugelgelenke 16 horizontal und vertikal schwenkbar aneinander angelenkt
sind. Diese Schüsse besitzen die gleiche Länge, wie die Teillängen der Rinnenkonstruktion des Förderers
11. Jeweils an den Stoßen zweier aneinander anschließender Schüsse 14 und 15 des Tragrahmens
10 befinden sich Laschen 17 bzw. 18 zur Aufnahme von Horizontalgelenkbolzen 19, welche zur Anlenkung
von Trägern 20 dienen, die eine seitliche Führung für die Ausbauschilde bilden.
Die Ausbauschilde haben Liegendschwellen, welche eine mittlere Teillänge 21 bzw. 22 aufweisen.
An den Längsseiten dieser Teillängen befinden sich Leisten 23 bzw. 24, welche an den betreffenden
Längsseiten des Trägers 20 abgestützt sind.
An die Teillängen 21 bzw. 22 schließen sich nach vorn die Liegendschwellenenden 13 an, welche in die
Ausnehmungen 12 der Schüsse 14 bzw. 15 des Rahmens eingeführt sind.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind diese vorderen Liegendschwellenenden 13 nach vorn
verjüngt.
Nach hinten schließen sich an die Teillängen 21 und 22 rückwärtige und beiderseits verschmälerte
Liegendschwellenenden 27 bzw. 28 an.
Wie F i g. 1 zeigt, sind im Bereich der rückwärtigen Liegendschwellenenden 27 bzw. 28 der Versatzschild
5 und der Bruchschild 2 mit seitlich beweglichen Schilden 30, 31 versehen. Diese sind auf Schubkolbengetrieben bei 33 abgestützt.
Den durch die Schubkolbengetriebe beweglichen Seitenschilden 30, 31 entsprechen feste Seitenschilde
34 bzw. 35. Die Abstützung der Schilde aufeinander sichert den Strebraum gegen das Eindringen von
Versatz. Die Anordnung der Schubkolbengetriebe ist im übrigen in F i g. 4 wiedergegeben.
Danach bestehen der Bruchschild und der Versatzschild aus einer Schweißkonstruktion, die von einem
äußeren Blech 36 und einem inneren Blech 37 gebildet wird. Diese Bleche sind durch mehrere Querstege
38 bis 40 bzw. 41 bis 43 miteinander verbunden. Ein Rohr 44 durchdringt die Querstege 38, 39, 40 und
dient zur Aufnahme eines Zylinders 45 eines Schubkolbengetriebes. Das Schubkolbengetriebe ist mit
einer Schraube 46 am Quersteg 40 befestigt.
Der Schubkolben wirkt über eine Kolbenstange 47 und ein Gelenk 48 auf eine Rohrstütze 49, welche
den betreffenden Seitenschild abstützt. Der Seitenschild besteht seinerseits aus zwei winklig zueinander
stehenden und miteinander bei 50 verschweißten Blechen 51 bzw. 52. Das Blech 52 legt sich dem äußeren
Blech 36 des Schildes auf, und das Blech 51 stützt sich auf dem benachbarten Seitenschild ab. Zur Führung
der Rohrstütze 49 dient ein Rohr 53, das die Stege 41, 42, 43 durchdringt und an diesen befestigt
ist.
Durch Ein- und Ausfahren des Schubkolbens im Zylinder 45 können die Ausbauschilde im Rahmen
des Spiels der Träger 20 verschwenkt werden, wodurch eine Korrektur der Schreitrichtung möglich ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Wandernder Strebausbau mit nebeneinander angeordneten Ausbauschilden, die jeweils aus einem vorderen Hangendschild, einem mit diesem gelenkig verbundenen Bruchschild, einem an den Bruchschild angelenkten Versatzschild und eine Liegendschwelle aufweisen, die mit Hilfe eines oder mehrerer Rückzylinder an ein durch den Streb verlaufendes Schreitwiderlager, insbesondere an einen Tragrahmen für den Strebförderer angelenkt und mit einem vorderen Schwellenende in eine im Schreitwiderlager vorgesehene Ausnehmung eingeführt sind, wobei im Schreitwiderlager zur Bildung einer seitlichen Führung für die Ausbauschilde Träger vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Liegendschwellen (8) der Ausbauschilde Teillängen (27, 28) aufweisen, mit deren Längsseiten (23, 24) sie sich an den zugeordneten Trägern (20) abstützen und an die sich bei jeder Liegendschwelle das vordere und ein hinteres, jeweils an beiden Längsseiten verschmälertes Liegendschwellenende (13, 27, 28) anschließt, wobei das in die Ausnehmung (12) des Schreitwiderlagers (10) eingeführte vordere Liegendschwellenende (13) sich nach vorn verjüngt und im Bereich des hinteren Liegendschwellenendes (27, 28) der Versatzschild (5) und der Bruchschild (2) in an sich bekannter Weise mit seitlich beweglichen Schilden (30, 31) versehen sind, die sich auf entsprechenden Seitenschilden (34, 35) des jeweils benachbarten Ausbauschildes abstützen und den Strebraum gegen das Eindringen von Versatz abschirmen, und daß die beweglichen Seitenschilde (30, 31) auf hydraulischen Schubkolbengetrieben (45, 47) abgestützt sind, die zum Schwenken der Ausbauschilde bei einer Korrektur ihrer Schreitrichtung beaufschlagbar sind.Die Erfindung betrifft einen wandernden Strebausbau mit nebeneinander angeordneten Ausbauschilden, die jeweils aus einem vorderen Hangendschild, einem mit diesem gelenkig verbundenen Bruchschild, einem an den Bruchschild angelenkten Versatzschild und eine Liegendschwelle aufweisen, die mit Hilfe eines oder mehrerer Rückzylinder an ein durch den Streb verlaufendes Schreitwiderlager, insbesondere an einen Tragrahmen für den Strebförderer angelenkt und mit einem vorderen Schwellenende in eine im Schreitwiderlager vorgesehene Ausnehmung eingeführt sind, wobei im Schreitwiderlager zur Bildung einer seitlichen Führung für die Ausbauschilde Träger vorgesehen sind.Ein Strebausbau dieser Art arbeitet wie ein Strebausbau mit Böcken. Nach Durchgang einer Gewinnungsmaschine, die beispielsweise an den Tragrahmen bzw. an der Rinnenkonstruktion eines auf diesem verlegten Strebförderers geführt sein kann, rückt jeder Schild jeweils nach Entlastung der den Bruchschild unterstützenden Stempel vor und benutzt dabei den Tragrahmen als Schreitwiderlager. Bei umgekehrter Beaufschlagung der Rückzylinder üben diese dagegen den erforderlichen Andruck für den Strebförderer bzw. die Gewinnungsmaschine auf das Schreitwiderlager aus. Ausbauschilde der eingangs genannten Art sind besonders standsicher, sie eignen sich daher insbesondere für den Abbau mächtiger Flöze mit entsprechend hohen Flözöffnungen.Ein bekannter Ausbauschild (vgl. deutsche Offenlegungsschrift 1958 322) arbeitet im horizontalenίο Streb zufriedenstellend, denn er behält wegen der verhältnismäßig langen Liegendschwelle und der zusätzlichen seitlichen Führung an den Trägern des Schreitwiderlagers seine Schreitrichtung bei. Anders sind jedoch die Verhältnisse in geneigter Lagerung.Hier wirken auf den Ausbauschild neben den Abstützkräften zusätzliche Kräfte und Momente ein, die seine Schreitrichtung verändern. Die Achse, um die der Ausbauschild in geneigter Lagerung verschwenken kann, ist im wesentlichen durch die auf den Hangendschild wirkenden Abstützkräfte sowie durch den Reibungsfaktor zwischen Hangendem und Hangendschild bestimmt. Die auf die Liegendschwelle wirkenden Abstützkräfte haben demgegenüber auf die Lage der Achse nur geringen Einfluß. Deshalb befindet sich die Achse, um die der Ausbauschild verschwenkt, im Bereich des Hangendschildes, ihre genaue Lage wird durch die Verteilung der Abstützkräfte auf dem Hangendschild und durch die Größe der lokalen Reibungsfaktoren auf dem Hangendschild bestimmt.Bei den Kräften und Momenten, die den Ausbauschild aus seiner Schreitrichtung heraus verschwenken, handelt es sich einerseits um Gewichtsmomente und andererseits um Kräfte bzw. daraus resultierende Momente, die sich daraus ergeben, daß in geneigter Lagerung von unten nach oben gedrückt wird, wobei der höher stehende, vorrückende Ausbauschild beim Setzen den unten stehenden Ausbauschild belastet. Da die Wirkungsrichtung dieser zusätzlichen Kräfte die Achse, um die der Ausbauschild verschwenkt, nicht trifft, übt der obere Ausbauschild auf den unten ein Drehmoment aus. Außerdem entstehen zusätzliche Kräfte und Momente dadurch, daß das Hangende und das Liegende keine glatte Oberfläche besitzen, wodurch die Führung des rückenden Ausbauschildes beeinträchtigt wird.Es sind Ausbauschilde mit verhältnismäßig kurzen Liegendschwellen bekannt (Spruth, »Strebausbau in Stahl und Leichtmetall«, 1963, S. 198, Abb. 177).Sie benötigen daher unter anderem von besonderen Stempeln getragene Vorpfändkappen und halten einen Strebraum offen, der einen verhältnismäßig geringen Querschnitt aufweist. Dieser reicht für die großen Wettermengen nicht aus, welche für leistungsfahige Abbaubetriebe benötigt werden. Daneben ist es nachteilig, daß infolge der geringen Länge der Liegendschwellen Teillängen der Rückzylinder außerhalb des offenen Strebraumes im Versatz liegen.Es sind allerdings auch Ausbauschilde bekannt, die aus einem geneigten Bruchschild und einer zur Unterstützung des noch unverbrochenen Strebhangenden dienenden Kopfplatte bestehen (Zeitschrift »Glückauf« 103 (1967), Heft 20, S. 1013/14). Ein solcher Ausbauschild hält zwar nur einen verhältnismäßig geringen und für moderne Abbaubetriebe nicht ausreichend großen Strebraum offen, er ist jedoch an einer Seite mit beweglichen Seitenschilden
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| BHV | Refusal |