[go: up one dir, main page]

DE2125608A1 - Datenverarbeitungssystem zur Bestimmung von Kursen und Abwicklung von Aufträgen für bestimmte fungible Güter auf einer Börse sowie Verfahren zur Anwendung eines solchen - Google Patents

Datenverarbeitungssystem zur Bestimmung von Kursen und Abwicklung von Aufträgen für bestimmte fungible Güter auf einer Börse sowie Verfahren zur Anwendung eines solchen

Info

Publication number
DE2125608A1
DE2125608A1 DE19712125608 DE2125608A DE2125608A1 DE 2125608 A1 DE2125608 A1 DE 2125608A1 DE 19712125608 DE19712125608 DE 19712125608 DE 2125608 A DE2125608 A DE 2125608A DE 2125608 A1 DE2125608 A1 DE 2125608A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
orders
order
price
buy
market
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19712125608
Other languages
English (en)
Inventor
Der Anmelder Ist
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
NYMEYER F
Original Assignee
NYMEYER F
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by NYMEYER F filed Critical NYMEYER F
Priority to DE19712125608 priority Critical patent/DE2125608A1/de
Publication of DE2125608A1 publication Critical patent/DE2125608A1/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G06COMPUTING OR CALCULATING; COUNTING
    • G06QINFORMATION AND COMMUNICATION TECHNOLOGY [ICT] SPECIALLY ADAPTED FOR ADMINISTRATIVE, COMMERCIAL, FINANCIAL, MANAGERIAL OR SUPERVISORY PURPOSES; SYSTEMS OR METHODS SPECIALLY ADAPTED FOR ADMINISTRATIVE, COMMERCIAL, FINANCIAL, MANAGERIAL OR SUPERVISORY PURPOSES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G06Q40/00Finance; Insurance; Tax strategies; Processing of corporate or income taxes
    • G06Q40/04Trading; Exchange, e.g. stocks, commodities, derivatives or currency exchange
    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L12/00Data switching networks
    • H04L12/02Details
    • H04L12/16Arrangements for providing special services to substations
    • H04L12/18Arrangements for providing special services to substations for broadcast or conference, e.g. multicast
    • H04L12/1804Arrangements for providing special services to substations for broadcast or conference, e.g. multicast for stock exchange and similar applications
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B3/00Engines characterised by air compression and subsequent fuel addition
    • F02B3/06Engines characterised by air compression and subsequent fuel addition with compression ignition

Landscapes

  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Accounting & Taxation (AREA)
  • Finance (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Development Economics (AREA)
  • Economics (AREA)
  • Marketing (AREA)
  • Strategic Management (AREA)
  • Technology Law (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Business, Economics & Management (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Theoretical Computer Science (AREA)
  • Financial Or Insurance-Related Operations Such As Payment And Settlement (AREA)

Description

  • Datenverarbeitungssystem zur Bestimmung von Kursen und Abwicklung von Aufträgen für bestimmte fungible Güter auf einer Börse sowie Verfahren zur Anwendung eines solchen Die Erfindung betrifft ein Datenverarbeitungssystem zur Bestimmung von Kursen und Abwicklung von Auf trägen für bestimmte Güter auf einer Börse sowie ein Verfahren zur Anwendung eines solchen.
  • Genauer gesagt handelt es sich um einen neuen und verbessertßn Kursrechner für Produkten-, Effekten- und ähnliche Börsen. Damit sollen die Handelskurse für jede Art fungibler Güter auf einer Börse zu bestimmen sein, ohne daß es dazu des menschlichen Urteilsvermögens bedarf.
  • Auf einer Effekten- wie auch auf jeder anderen Börse ist es erforderlich, Kauf saufträge mit Verkauf saufträgen zu vergleichen, um einen Kurs zu bestimmen, unter welchem ein Geschäft abgewickelt werden kann. In der New Yorker Effektenbörse beispielsweise erfolgt die abschließende Festlegung des Kurses für irgendein Geschäft häufig durch eine besondere Art Auktionator, den sogenannten "specialist't, der mit einem bestimmten Wertpapier handelt und eine laufende Liste, ein sogenanntes "Buch" der Verkaufs- und Kauf saufträge für dieses Wertpapier führt. Der 'tspecialist" führt ein Geschäft in der Regel dann durch, wenn immer einzelne oder mehrere Kaufs- und Verkaufsauf träge hinsichtlich des Kurses miteinander zum Einklang gebracht werden können. Zuweilen kauft der gleiche-"specialist" auch selbst das betreffende Wertpapier oder verkauft es, um einen Markt aufrechtzuerhalten und sehr wesentliche Kursänderungen zu unterbinden. Ähnliche Funktionen, insbesondere was das In-Einklang-Bringen der Kaufs-und Verkauf saufträge betrifft, sind auf allen Bbrsen wahrzunehmen, auf denen tungible Güter gehandelt werden, beispielsweise Weizen, Mais, Tabak ebenso wie Aktien und Obligationen.
  • Die Aufrechterhaltung eines redlichen-und ordnungsgemäßen Marktes wird in dem Grade immer schwieriger, wie auch die Geschäftsstruktur,#auf der dieser Markt basiert, immer komplexer wird. In jüngster Zeit, nachdem eine immer größere Zahl von Firmenwerten öffentlich gehandelt wird und eine immer größere Personenzahl als aktive Interessenten oder Spekulanten an allen möglichen Marktes teilnimmt, ist die Fähigkeit einzelner specialists oder ähnlicher Personen, den Markterfordernissen gerecht zu werden, erheblich in Zweifel gezogen worden. Gleichzeitig erhöht die vergrößerte Zahl solcher Personen, die an dem Markt t#nehmen, ohne selbst anwesend zu sein, die Möglichkeit, daß die Marktkurse von solchen Personen manipuliert werden, wie z. B. den Effekten-"specialists", die tatsächlich an der Börse anwesend sind und die Marktkurse aktiv mitbestimmen.
  • Die Führung vollständiger Aufzeichnungen über die Börsengeschäfte ist zunehmend wünschenswert geworden, sei es im Hinblick auf die Führung geeigneter Steuerlisten, sei es zum 5¢hutze der öffentlichen Teilnehmer an dem Markt. Andererseits, und insbesondere da sich der Markt für fungible Güter im Zuge der Geschäftsentwicklung rasch ändern kann, hat es bisher keinen geeigneten Ersatz' für das menschliche Urteilsvermögen bei der Bestimmung der Marktkurse gegeben.
  • Hauptaufgabe der Erfindung ist es daher, eine automatische Kursbestimmung auf einer Börse für fungible Güter zu ermöglichen und damit diejenigen Faktoren des menschlichen Urteilsvermögens zu ersetzen oder zumindest zu verringern, die bislang bei der Kursbestimmung beteiligt waren.
  • Des weiteren soll durch das betreffende System eine angemessene Korrektur für das Auftreten von nicht limitierten Aufträgen in denjenigen Fällen geschaffen werden, in denen eine wesentliche änderung der Geschäftsbedingungen und als Folge davon eine auffallende Notwendigkeit für eine wesentliche Kurskorrektur gegenüber dem vorausgehenden Börsenschlußkurs auf getreten ist. Das erfindungsgemäße System soll es ermöglichen, eine vollständige laufende Aufzeichnung aller Kaufs- und Verkauf saufträge wie auch der abgewickelten Geschäfte zu erhalten.
  • Zur Lösung dieser Aufgabe kennzeichnet sich das erfindungsgemäße Datenverarbeitungssystem im wesentlichen durch Speichermittel zur Speicherung von Daten entsprechend Kauf saufträgen und Verkauf saufträgen für die Güter,mindestens eine Auftragseingabeeinrichtung zur Eingabe von Daten entsprechend den einzelnen Kaufs- und Verkaufsaufträgen einschließlich Kursinformationen in die Speichermittel, einen Vergleicher zum reihenweisen Prüfen und paarweisen Vergleichen der Kurse der gespeicherten Kaufs- und Verkauf sauf träge, wobei die einzelnen Kauts- und Verkauf saufträge nach ihrem Kurs in absteigender bzw. auf steigender Reihenfolge berücksichtigt werden, und durch eine von dem Vergleicher gesteuerte Einrichtung zur Bestimmung des Kurses, zu dem die Güter verkauft werden sollen, sowie zur paarweisen Auswahl der zu einem bestimmten Kurs auszuführenden Kaufs- und Verkauf saufträge.
  • Die Anwendung eines solchen Systems, wobei noch eine Sortiereinrichtung und ein Speicher für die Kurse des letzten noch abwickelbaren Auftragspaares hinzutreten, vollzieht sich vorzugsweise in der Weise, daß mit der Sortiereinrichtung die Kautsautträge den Verkauf saufträgen paarweise zugeordnet werden, ausgegend von dem Kaufsauftrag zum höchsten Kurs bzw. dem Verkauf 5-auf trag zum niedrigsten Kurs in absteigender bzw. aufsteigender Reihenfolge nach den Kursen, daß mit dem Vergleicher die zu den einzelnen so geordneten Aufträgen gehörigen Kurse miteinander verglichen werden, wobei das letzte noch abwickelbare Auftragspaar ermittelt wird, bei welchem der Kurs des Kauf sauftrages demjenigen des Verkauf sauftrages zumindest gleich ist, und daß die Kurse -dieses letzten abwickelbar#en Auftragspaares festgestellt und in dem betreffenden Speicher als obere bzw. untere Grenze eines neuen Marktkurses der betreffenden Güter gespeichert werden.
  • Zur weiteren Erläuterung der Erfindung wird auf die nnchfolgende Beschreibung an Hand der Zeichnung verwiesen, die zum Teil Ausführungsbeispiele der Erfindung und zum Teil den damit zu bewerkstelligenden Rechenablauf zeigt.
  • Fig. 1 ist ein Blockdiagramm eines erfindungsgemäßen Datenverarbeitungssystems; Fig. 2 zeigt Einzelheiten einer darin auftretenden Sortiereinrichtung; Fig. 3 zeigt einen typischen Wortaufbau, wie er bei den codierten Daten Verwendung findet; Fig. 4 ist ein Blockschaltbild eines erfindungsgemäßen Systems, wie es auf einer Effektenbörse Verwendung findet; Fig. 5A ist eine genauere Darstellung einer typischen lokalen Eingabe-Ausgabe-Leitung; Fig. 5B ist eine ebensolche Darstellung einer typischen telegrafischen Eingabe-Ausgabe-Leitung; Fig. 5C ist ein Blockschaltbild einer externen Eingabe-Ausgabestation mit mehreren Eingabe-Ausgabe-Einheiten; Fig. 6 zeigt ein typisches Paar 36-Bit-Auftragswörter, wie sie in dem System nach Fig. 4 auftreten; Fig. 7 ist ein Blockschaltbild eines Markt-Vergleichers, der einen Bestandteil des Systems nach Fig. 4 bildet; Fig. 8A ist ein Schema, aus dem die Speicherplätze und der Speicherinhalt bestimmter Speicherblöcke des Magnetkernspeichers aus dem System nach Fig. 4 hervorgehen; Fig. 8B ist ein Schema, das die Meugenspeicherplätze des Magnetkerflspeichers in dem System nach Fig. 4 angibt, wenn limitierte und nichtlimitierte Aufträge eingespeichert sind, und Fig. 8 ist ein Schema, aus dem die Mengenspeicherplätze sowie Speicherplätze eines Registers für nichtlimitierte Aufträge innerhalb des Magnetkernspeichers aus dem System nach Fig. 4 hervorgehen, wenn limitierte und nichtlimitierte Auf träge getrennt eingespeichert werden.
  • Das in Fig. 1 schematisch dargestellte Datenverarbeitungssystem 10 enthält eine erste Eingabe-Ausgabe-Station 11 mit einem Eingabegerät 12 und einem Ausgabegerät 13. Das Eingabegerät 12 besteht beispielsweise aus einer Schreibmaschine, mit der Loch~ streifen oder andere codierte Aufzeichnungsträger der mit der Maschine geschriebenen Daten erstellt werden können. Solche Eingabegeräte sind allgemein bekannt. Die Art des erstellten Aufzeichnungsträgers ist nicht wesentlich für die Erfindung. Beispielsweise kann der Auf zeichnungsträger aus einem 5- oder 6-zeilogen Lochstreifen aber auch einem Magnetband bestehen. Ein Lochstreifen verdient den Vorzug, da er eine bleibende Aufzeichnung der Geschäftsvorgänge liefert, wie nachfolgend noch erläutert wird. Eine solche Schreibmaschine kann gewöhnlich entweder von Hand oder automatisch von einem externen Eingang her, sei es durch ein elektrisches Signal oder durch einen Lochstreifen, bedient werden. Findet ein solches Eingabegerät in der Station 11 Verwendung, dann kann dieses mit dem Ausgabegerät 13 integriert sein.
  • Ein bestimmtes Datenverarbeitungssystem nach der Erfindung kann eine einzige Eingabe-Ausgabe-Station, wie die Station 11, aufweisen, durch die sämtliche Vorgänge ein- und ausgegeben werden, oder es kann, wie häufig erwünscht, mehrere solche Stationen aufweisen, um die Aufzeichnung und Durchführung von Geschäften an mehreren Stellen bzw. von mehreren Stellen aus vornehmen zu können. Daher kann das System 10 zusätzliche Eingabe-Ausgabe-Stationen besitzen, wie in Fig. 1 durch die Station 14 veranschaulicht ist. Diese Station gleicht vollkommen der vorgenannten Station 11 und enthält ein Eingabegerät 15 sowie ein Ausgabegerät 16. Wiederum können beide Geräte in einer einzigen Schreibmaschine vereinigt sein, die etwa einen Lochstreifen liefert und selbst etwa durch einen Lochstreifen betätigt werden kann.
  • Das Eingabegerät 12 der Station 11 ist mit einem Codierer 17 verbunden. Wo, wie gezeigt, zwei Eingabe-Ausgabe-Statonen auftreten, ist das Eingabegerät 15 der zweiten Station ebenfalls mit dem Codierer 17 verbunden, und der Codierer weist zu diesem Zweck eine geeignete, Gatterschaltung auf, um die Ausgangssignale entweder des einen oder des anderen Esngabegeräts dem Hauptdatenverarbeitungsteil des Systems zuzuführen. Von dem Codierer 17 kann eine geeignete Rückverbindung auftreten, um Signaleinrichtungen zu betätigen oder die einzelnen Eingabegeräte 12 und 15 zu sperren und damit die Betriebsphasen derselben so zu steuern, daß sie nicht gleichzeitig arbeiten können.
  • Der Codierer 17 findet dazu Verwendung, die eintreffenden Daten in eine Form zu bringen, die geeignet ist für die Verarbeitung in dem Hauptdatenverarbeitungsteil des Systems 10. Die Eingangsdaten können aus codierten alphabetischen und numerischen Zeichen bestehen, wobei die numerischen Zeichen in Dezimalforn auftreten. Vorzugsweise werden die Daten jedoch in einen Binärcode oder modifizierten Binärcode übertragen, um den Rechenablauf in dem Hauptdatenverarbeitungsteil zu erleichtern. Andererseits ist es möglich, das System auch für die Verarbeitung von Dezimaldaten und alphabetischen Zeichen auszulegen, wobei ein geeigneter Rechnercode Verwendung findet.
  • Der Ausgang des Codierers 17 ist mit einem Hauptdatenspeicher 18 verbunden. Dieser Hauptdatenspeicher 18 kann aus einem Magnetkernspeicher herkömmlicher Bauart bestehen. In den meisten Fällen jedoch und insbesondere dann, wenn das System 10 Berechnungen für mehr als eine Aktie, Ware oder dergl. liefern soll, ist es wünschenswert, einen Hauptdatenspeicher größerer Kapazität zu haben, als er mit einem Magnetkernspeicher wirtschaftlich zu verwirklichen ist. In diesem Falle besteht der Hauptdatenspeicher 18 vorzugsweise aus einem Magnettrommel- einem Magnetplatten- oder einem sonstigen Speicher vergleichsweise großer Speicherkapazität.
  • Der Hauptdatenspeicher 18 besitzt einen Ausgangsschaltkreis, der mit einer Preisfeststellungs-Gatterschaltung 19 mit drei Ausgängen, 21, 22 und 23, verbunden ist. Der Ausgang 21 der Gatterschaltung 19 steht mit einer Subtraktionsschaltung 24 in Verbindung. Diese wiederum ist mit einer sogenannten Kaufs-Verkaufs-Gatterschaltung 25 verbunden, die zwei Ausgänge, 26 und 27, besitzt. Der erste Ausgang, 26, der Gatterschaltung 25 ist mit einem Kaufauftrags-Sortierer 28 verbunden, der dazu dient, die eintreffenden Kaufsauf träge je nach ihrem Kurs in absteigender Reihenfolge zu sortieren und aufzuzeichnen. Der Sortierer 28 soll die Kaiffsauf träge des weiteren in absteigender Reihenfolge nach der Zeit ihres Eintreffens sortieren, wie später noch eingehender erörtert. Der zweite Ausgang, 27, der Kauf s-Verkaufs-Gatterschaltung 25 ist mit einer ähnlichen Einrichtung, nämlich einem Verkaufsauftrags-Sortierer 29, verbunden. Dieser ordnet und registriert die eintreffenden Verkauf saufträge in aufsteigender Reihenfolge mit ihrem Kurs jedoch in absteigender Reihenfolge mit der Zeit ihres Eintreffens.
  • Die Sortierer 28 und 29 besitzen beide einen Ausgangsschaltkreis, und diese beiden Ausgangsschaltkreise stehen mit einem Kursvergleicher 31 in Verbindung. In einem typischen Fall besteht der Kursvergleicher 31 aus zwei Schieberegistern mit geeigneten logischen Gatterschaltungen, wozu noch ein Vollsubtrahierer hinzutritt. Durch diesen Kursvergleicher 31 letzten-Endes wird ein neuer Verkaufskurs für die betreffenden Güter festgestellt, deren Markt durch das Datenverarbeitungssystem 10 überwacht wird. Der Ausgang des Preisvergleichers 31 ist mit einem Börsenschlußkurs-Speicher 32 sowie mit einer Ausgangsspeicher- und Dekodiereinrichtung 33 verbunden Die Einrichtung 33 übersetzt die Daten aus dem Preisvergleicher 31 zurück in denjenigen Code, der erforderlich ist, um-die Ausgabegeräte 13 und 16 in den Eingabe-Ausgabe-Stationen 11 und 14 zu betätigen, und speichert diese Daten gleichzeitig für einen späteren Gebrauch. Die beiden Ausgänge 22 und 23 der obenerwähnten Preisfeststellungs#Gatterschaltung 19 ~dienen dazu, nichtlimitierte Kauf sauftrage und ebensolche Verkaufsaufträge einer Subtraktionsschaltung 34 zuzuführen. Das Ausgangssignal dieser Subtraktionsschaltung wird einem Korrekturzähler 35 zugeführt, der aus einer herkömmlichen, transistorisierten Zählschaltung bestehen kann.
  • Der Korrekturza#hler 35 seinerseits ist mit einem Korrekturgatter 36 verbunden, dessen Ausgang wiederum mit dem Kursvergleicher 31 in Verbindung ~steht. Dss Korrekturgatter 36 wird von einer Hauptprogrammsteuereinheit 37 gesteuert, die ebenso mit dem Hauptdatens#ei#her 18 und der Preisfeststellungs-Gatterschaltung 19 in Steuer#erbin#ung steht Ein weiterer gang des ds Hauptdatenspeichers IS ist mit einem Marktvergleichsgatter 38 verbunden, 38verbunden, dasebenso trie e anderen Gatterscha1tungen des Systems von der Hauptprogrammsteuereinheit 37 gesteuert wird. Der Ausgang des Märktvergleichsgatters 33 ist mit einem sogenannten Marktvergleicher 39 verbundes der ebenso wie der Kursvergleicher 31 31 aus zwei Schieberegistern in Verbindung mit einer geeigneten logischen Gatter schaltung und einem Vollsubtrahierer bestehen kann. Der zweite Eingang des Marktvergleichers steht mit dem Börsenschlußkurs-Speicher 32 in Verbindung0 Sein' Ausgang liegt an der Hauptprogrammsteuereinheit 37. Weiterhin ist der Marktvergleicher mit einem Register 41 für nichtl#nitierte Auf träge verbunden, welches über eine Gaterschaltung 4# mit der Ausgangsspeicher- und Decodiereinrichtung 33 in verbindung steht. Das Register 41 kann aus einem Magnettrommel- oderMagnetplattenspeicher bestehen und mechanisch mit dem Hauptdatenspeicher 18 integriert sein, wobei dann eine eder mehrere Spuren bzw. Platten des letzteren zur das Register 41 Verwendung finden. Freilich kann das Register 41 auch aus einem eigenen Magnettrommel- oder Magnetplattenspeicher aber auch aus einem Magnetkernspeicher oder einer transistorisierten Zählschaltung bestehen, was zum Teil von der Menge der gleichzeitig davon zu speichernden Daten abhängt Fig0 3 zeigt den Aufbau eines typischen Daten-Wortes, wie es dem Datenverarbeitungssystem 10 zugeführt wird, Genauer gesagt gibt Fig. 3 den Aufbau eines Wortes an, wie es durch eines der Eingabegeräte 12 und 15 in das System eingegeben wird.
  • Bei einem typischen solchen Wort ist es erforderlich, die Menge der betreffenden Werte, Waren oder dergl. zu erkennen und dem System anzugeben. Die ersten drei Stellen oder Zeichen des Wortes bezeichnen die Güter, während die nächsten drei Stellen die Menge angeben. Zur Bezeichnung der Güter können alphabetische oder numerische Zeichen oder beide Verwendung finden.
  • Es ist weiterhin erforderlich, das System in die Lage zu versetzen, zwischen Aufträgen zu einem bestimmten Kurs daraufhin zu unterscheiden, ob es sich um Kaufs- oder Verkauf sauf träge sowie auch ob es sich um nichtlimitierte Aufträge handelt. Diese Information ist bei dem in Fig. 3 dargestellten, typischen Wort in dem siebten Zeichen enthalten. Im dargestellten Fall gibt das Wort an, daß ein limitierter Auftragvorliegt.
  • Die nächste notwendige Information eines jeden in das System einzugebenden Wortes bezieht sich auf den Kurs, zu dem die betreffenden Güter angeboten oder erworben werden sollen.
  • In der Darstellung bezeichnen die vier an der achten bis elften Stelle erscheinenden Zeichen den mit dem betreffenden Auftrag festgelegten Kurs . Das nächste Zeichen des Wortes bezeichnet die Art des Auftrages, d. h. ob es sich umeinen Kaufs- oder Verkauf sauftrag handelt. Die anschließenden vier Zeichen liefern eine Codebezeichnung für den betreffenden Makler oder sonstigen Marktteilnehmer, von dem der Auftrag stammt. Zwei weitere Zeichen dienen dazu, die Eingabestation anzugeben. Schließlich hat das Wort noch zwei Stellen, die dazu dienen, die zeitliche Reihenfolge durch eine laufende Nummer anzugeben.
  • Fig. 2 läßt die Eauptbestandteile des Kaufauftrags-Sortierers 28 aus Fig. 1 erkennen. Dieser enthält einen Mengenspeicher 51, der an seinem Eingang codierte Daten aus der Kaufs-Verkaufs-Gatterschaltung 25 empfängt. Er kann wiederum aus einem eigenen Magnettrommel- oder -plattenspeicher bestehen oder mit dem Hauptdatenspeicher 18 integriert sein. Er hat geeignete Ausgangsschaltkreise, die über ein Vergleichergatter 52 mit einem Vergleicher 53 verbunden sind. Dieser Vergleicher kann ebenso wie die übrigen Vergleicher des Systems 10 aus zwei Schieberegistern in Verbindung mit geeigneten logischen Gatterschaltungen und einem Vollsubtrahierer aufgebaut sein.
  • Der Ausgang des Vergleichers 53 liegt an einem Akkumulator 54, der wiederum mit dem Mengenspeicher 51 verbunden ist, um Daten in diesen erneut einzugeben, wie nachfolgend noch beschrieben wird. Der Akkumulator 54 ist einfach ein l-Wort-Speicher oder -Schieberegister und kann in Magnetkern-Schaltungstechnik oder, in ebenso bekannter Weise, in Form einer Kette von Transistor-Flip-Flops aufgebaut sein. Weiterhin kann auch eine akustische Verzögerungsleitung oder ein ähnliches Verzögerungselement für den Akkumulator 54 Verwendung finden. Das Vergleichergatter 52 wird von einer Gattersteuerschaltung 55 gesteuert. Ein Eingang der Steuerungsschaltung 55 ist mit dem Eingangsschaltkreis für den Kaufauftrags-Sortierer 28 verbunden, der an der Kaufs-Verkaufs-Gatterschaltung 25 liegt. Ein zweiter Eingang der Steuerschaltung 55 steht mit einer Ordnungsprüfschaltung 56 in Verbindung, die ihrerseits mit dem Ausgang des Vergleichers 53 verbunden ist.
  • Kursberechnung I Für die Erläuterung der Arbeitsweise des so weit beschriebenen Datenverarbeitungssystems D sei als hypothetisches Beispiel eine bestimmte Marktsituation angenommen. Für eine bestimmte Aktie PDQ sei der letzte Börsenschlußkurs 18 $ pro Stück. Nach Abwicklung der Geschäfte zu diesem Kurs mögen nun neue EauSs-und Verkauf saufträge für diese Aktie eingehen, die nachfolgend in der Reihenfolge ihres Eingangs aufgeführt sind: Tabelle I Kauf saufträge Verkauf sauf träge stück Kurs Stück Kurs 200 $ 20.00 100 $ 17.00 300 18.50 400 18.00 100 19.50 300 18.50 200 17.00 800 17.50 1000 16.50 600 18.50 300 19.00 100 18.00 200 18 18.00 100 18.50 200 17.00 400 18.00 100 17.50 2800 limitiert 200 19.00 300 18.50 800 nichtlimitiert 3100 limitiert 1400 nichtlimitiert 4500 insgesamt 3600 insgesamt Neben neuen Aufträgen können auch "herübergenommene" oder "offene" Aufträge auftreten, die gleichfalls in obiger Aufstellung erfaßt sein sollen.
  • Die einzelnen nichtlimitierten Aufträge sind nicht in ihrer zeitlichen Reihenfolge angegeben, um die Länge der Aufstellung zu begrenzen.
  • Jeder Auftrag wird so wie er eingeht in den Hauptdatenspeicher 18 eingegeben. D. h. er wird mit einem der Eingabegeräte 12 und 14 mit dem vorgeschriebenen Wortaufbau eingegeben, wobei in dem Wort sämtliche mit diesem Auftrag zusammenhängenden Daten festgehalten sind. Die Eingabe nachfolgender Aufträge geschieht in der gleichen Weise, und auch diese werden zunächst einfach in dem Hauptdatenspeicher 18 gespeichert, ohne daß ein Rechenvorgang stattfindet.
  • In diesem ersten Arbeitsbeispiel des Datenverarbeitungssystems 10 ist festzustellen, daß bestimmte Kaufsaufträge zu dem und über dem Kurs sowie Verkauf sauf träge zu dem und unter dem Kurs von 18$ auftreten; der dem letzten erzielten Verkaufspreis entspricht. Die Anwesenheit solcher Aufträge ist bedeutsam für die Arbeitsweise des Systems t wie weiter unten noch ersichtlich ist, wo Beispiele erörtert werden, bei denen keine solchn Aufträge vorliegen.
  • Der erste Haupt schritt im Arbeitsablauf des Systems 10 besteht darin, aus allen Aufträgen die einzelnen Mengen herauszuziehen und in dem betreffenden der beiden Sortierer 28 und 29 zu speichern. Der-Kaufauftrags-Sortierer 28 ist, wie gesagt, in Fig. 2 im einzelnen gezeigt, und der Verkaufsauftrags-Sortierer 29 kann ebenso aufgebaut seine Zu Beginn des Kursermittlungsvorganges wird die Gatterschaltung 19 ebenso wie der Hauptdatenspeicher 18 durch die Hauptprogrammsteuereinheit 37 betätigt, um einen Lesevorgang hervorzurufen. Das Herausziehen der Mengenangabe aus den einzelnen Aufträgen erfolgt durch die Subtraktionsschaltung 24, die bei jedem Auftrag in diesem Beispiel fortlaufend 100 Stück abzieht, so lange bis in diesem Auftrag keine Stücke mehr tbrig bleiben. Dabei wird das gespeicherte Wort in dem Ausgangssignal der Subtraktioasschaltung jedesmal wiederholt. Die Kaufs-Verkauf s-Gatterschaltung 25 wird durch die Kauf Verkauts-Angabe des Auftrages selbst gesteuert, wobei nach der Art des Auftrages unterschieden wird, so daß die Mengenangaben der einzelnen Kauf saufträge in dem Mengenspeicher 51 des Kaufauftrags-Sortierers 28 gespeichert werden. Ebenso werden die Mengenangaben sämtlicher VerkauSsaufträge in einem entsprechenden Mengenspeicher des Verkauf sauftrags-Sortierers 29 gespeichert. Mit dem Kaufauftrags-Sortierer as muß jedoch mehr geschehen, als lediglich die einzelnen Aufträge in der Reihenfolge ihres Eintreffens festzuhalten. Diese Aufträge müssen in absteigender Reihenfolge sowohl nach dem Kurs als auch nach der Zeit ihres Eintreffens geordnet werden, so daß unter jedem Kurs der älteste Auftrag zuoberst steht.
  • Zur Durchführung eines solchen Sortiervorganges gibt es mancherlei ausgeklügelte Schaltungen, Bei der einfachsten und in mancherlei Weise wirkungsvollsten wird indessen einfach die erste in dem Speicher 51 gespeicherte Mengenangabe mit der nächsten Mengenangabe verglichen, worauf diese beiden Angaben in umgekehrter Reihenfolge erneut in den Mengenspeicher eingespeichert werden, wenn, und nur dann, wenn die erste Mengenangabe kleiner ist als die zweite. Dieser Vorgang erfolgt durch Vergleichen der einzelnen Mengenangaben in dem Vergleicher 53, welcher mittels des Vergleichergatters 52 Daten aus dem Mengenspeicher 51 herausliest. Jedesmal wenn die Mengenangabe eines neuen Kauf sauftrages in den Mengenspeicher 51 eingegeben wird, wird davon die Gattersteuerschaltung 55 gesteuert und betätigt ihrerseits das Gatter 52, um einen Vergleich einzuleiten. Der Akkumulator 54 vermittelt die Einspeicherung des Ausgangssignals aus dem Vergleicher 53 in den Mengenspeicher 51, um den Austausch der Mengenangaben zu ermöglichen, wenn der Vergleicher feststellt, daß die erste Mengenangabe kleiner ist als die zweite.
  • Nach dem ersten Vergleichsvorgang tritt die Ordnungsprüfschaltung 56 in Tätigkeit, um ein Ausgangssignal zu liefern, wenn ein solcher Austausch in der Reihenfolge stattgefunden hat.
  • Ist ein Austausch nicht erfolgt, so ist die Reihenfolge der Aufträge ohnehin richtig und keine weitere Sortierung erforderlich.
  • Hat der Austausch stattgefunden, so steht damit noch nicht fest, daß die damit erreichte Reihenfolge die endgültige ist, und der Vergleichsvorgang wiederholt sich mit den nächsten beiden aufgezeichneten Werten. Die Gesamtzahl der Vergleiche für die in den Mengenspeicher 51 eingegebenen Informationen kann indessen das Quadrat der Anzahl der einzelnen Werte nicht überschreiten. Normalerweise benötigt der Kaufauftrags-Sortierer 28 für seine Arbeit erheblich weniger als eine Minute.
  • Das Gleiche findet in dem Verkaufsauftrags-Sortierer 29, der, wie gesagt, dem Kaufauttragssortierer 28 gleicht, hinsichtlich der Verkaufsaufträge statt. In dem Verkauf sauftrags-Sortierer jedoch wird die Reihenfolge der Werte jedoch jedesmal dann geändert, wenn der erste zweier Werte größer ist als der zweite. Damit werden die Verkauf saufträge nach ihrem Kurs in absteigender Reihenfolge geordnet. Jedoch behalten diese Aufträge ihre Reihenfolge nach der Zeit ihres Einganges, so daß der zweite der beiden Aufträge zu einem Kurs von 18.50 $ im Beispiel der Tabelle 1 nach dem ersten Auftrag zu diesem Kurs zu stehen kommt. Die Verkaufsauftrage werden also in aufsteigender Reihenfolge mit dem Kurs und in absteigender Reihenfolge mit der Zeit geordnet, so daß sich für die Kaufs- und Verkaufsaufträge nunmehr die nachfolgende Reihenfolge ergibt: Tabelle 2 Kaufsaufträge Verkaufsaufträge Mengeneinheiten Kurs Mengeneinheiten Kurs 1 $ 20.00 1 $ 17.00 1 20.00 1 17.50 1 19e50 1 17050 1 19.00 1 17.50 1 19.00 1 17.50 1 19.00 e 17.50 1 19.00 1 17.50 1 19.00 1 17.50 1 18.50 X 17.50 1 18.50 1 17.75 n.l.
  • 1 18.50 1 17.75 n.l.
  • 1 18.50 1 17.75 n.1.
  • 1 18.50 1 17.75 n.l.
  • 1 18.50 1 17.75 n.l.
  • 1 18.25 nl. 1 17.75 n.l.
  • 1 -18.25 n.l. 1 17.75 n.l.
  • 1 18.25 n.l. 1 17.75 n.l.
  • 1 18.25 n.l. 1 18.00 1 18.25 n.l. 1 18.00 1 18.25 n.l. 1 18.00 1 18.25 n.l. 1 18.00 1 18.25 n.l. 1 18.00 1 18.25 n.l. 1 18.00 1 18.25 n.l. 1 18.00 1 18.25 n.l. 1 18.00 Kaufsaufträge Verkaufsaufträ#e Mengeneinheiten Kurs Menzeneinheiten Kurs B 1 $ 18.25 n.l. 1 $ 18.00 A 1 18.25 n.l. 1 18.50 1 18925 n.l. 1 18.50 1 18.00 1 18.50 1 18.00 1 18.50 1 17.50 1 18.50 1 17.00 1 18.50 1 17.00 1 18.50 1 17.00 1 18150 1 17.00 1 18.50 1 16.50 1 18.50 1 16.50 1 16.50 1 I6.50 etc.
  • Besondere Aufmerksamkeit verdient die Behandlung der nichtlimitierten Aufträge in den Sortierern 28 und 29. Unter im wesentlichen normalen und ruhigen Marktverhältnissen, wie sie aus der Aufstellung der Kaufs- und Verkaufsauf träge in Tabelle 1 hervorgehen, kann die Tatsache, daß sowohl Knauf er als auch Verkäufer. auftreten, die bereit sind, wesentliche Stückzahlen nicht/limitiert umzusetzen, als Zeichen dafür gewertet werden, daß die ihren Aufträgen zugrundegelegten Kurse die letztmaligen Börsenschlußkurse, beispielsweise von 18 $ sind. Daher sollten die nichtlimitierten Verkaufs- und Kauf saufträge in die Sortierer 28 und 29 etwa zu dem Börsenschlußkurs von 18 $, jedoch mit einer brauchbaren Handelsspanne eingegeben werden.
  • Eine Möglichkeit, dies zu erreichen, besteht darin, die nichtlimitierten Kauf saufträge zu einem Kurs einzugeben, der etwas über dem letzten Verkaufskurs liegt, in dem folgenden Beispiel etwa zu einem Kurs von 18.25 $. Dann sollten die Verkauf sauf träge zu einem ebensoviel unter dem letzten Verkauf so kurs liegenden Kurs, beispielsweise 17.75 $ eingegeben werden.
  • Die für die Kurserhöhung der Kaufsaufträge bzw. Kursherabsetzung der Verkauf saufträge gegenüber dem letzten Handelskurs gewählten Abstufungen betragen vorzugsweise nicht mehr als die kleinste üblicherweise im Handel auftretende Kursdifferenz auf dem betreffenden Markt, für den das Datenverarbeitungssystem 10 Verwendung findet. Die resultierende Reihenfolge der Kaufs-und Verkauf sauf träge, wie sie von den beiden Sortierern festgehalten wird, ist in der Tabelle 2 angegeben.
  • Eine etwas abuehende Art, um bei der-Eingabe der Aufträge in die Sortierer 28 und~29 im wesentlichen zu dem gleichen Ergebnis zu kommen, ist, den nichtlimitierten Aufträgen den letzten Verkaufskurs, in diesem Falle 18 $, zuzuordnen, und die Codebezeichnung für nichtlimitierte Aufträge für den Betrieb des Vergleichers zu verwenden, der die Reihenfolge der Aufzeichnung bestimmt.
  • Hier werden also die nichtlimitierten Kaufsaufträge zum letzten Kurs von 18 $ eingereiht, jedoch kann der Vergleicher 53, mit einer oder mehreren zusätzlichen Stufen ausgestattet, dazu Verwendung finden, die Unterschiede zwischen den nichtlimitierten Aufträgen zu 18 $ und den limitierten Aufträgen zum gleichen Kurs festzustellen. Dies deshalb, weil die Einordnung dieser Aufträge als nichtlimitierte Aufträge eindeutig den zellen des Auftraggebers zu erkennen gibt, daß dieser bereit ist, zumindest geringfügig teuerer als zum letzten Börsenschlußkurs zu kaufen.
  • Das Umgekehrte geschiehtsbei den Verkaufsaufträgen. Diese werden in diesem Falle ebenfalls zu dem letzten Börsenscillußkurs von 18 $ eingegeben, jedoch findet der Vergleicher des Verkaufsauftrags-Sortierers 29 dazu Verwendung, die nichtlimitierten Aufträge als solche zu identifizieren, die bezüglich ihres Kurses unterhalb limitierten Aufträgen zu 1z ffi einzuordnen sind. Da die Verkauf sauf träge jedoch in Wirklichkeit nach ihrem Preis in aufsteigender Reihenfolge geordnet werden, kommen die nichtlimitierten Aufträge zu einem Kurs von 18 $ vor entsprechenden limitierten Aufträgen zu stehen. Als Ergebnis erhält man aus den Sortierern 28 und 29 eine Anordnung der in Tabelle 1 angegebenen Aufträge, die nicht sehr verschieden von derjenigen nach Tabelle 2 ist.
  • Die nächste von dem System 10 vorzunehmende Operation besteht darin, den Handelskurs für die nächste Geschäftsabwickl lung zu bestimmen, was durch den Kursvergleicher 31 geschieht.
  • Dieser Vergleicher wird von der Hauptprogrammsteuereinheit 37 betätigt, nachdem die oben,beschriebenen Sortiervorgänge erfolgt sind. Er vergleicht die in dem Kaufauftrags-Sortierer 28 und in dem Verkauisauftrags-Sortierer 29 gespeicherten Aufträge, beginnend mit den in Tabelle 2 zuoberst aufgeführten. D. h. er vergleicht die Kurse von Posten zu Posten, bis er ein erstes Paar Aufträge A (Tabelle 2) erreicht, die nicht miteinander in Einklang zu bringen sind. In dem angegebenen Beispiel besteht das Paar A aus einem Verkaufsauftrag für das Papier PDQ zu einem Kurs von 18.50 $, der in der Reihenfolge einem#Kaufsauftrag zu einem Kurs von lediglich 18.25 $ gegenübersteht. Dieses Geschäft kann offensichtlich nicht abgewickelt werden, da der Käufer nicht bereit ist, den von dem Verkäufer geforderten Preis zu bezahlten. Die Feststellung dieses ersten nicht in Einklang zu bringenden Auftragspaares A signalisiert dem System 10, das vorausgehende Auftragspaar B auszudrucken, d. h. das letzte Paar von Kaufs- und Verkaufsaufträgen, die miteinander abzuwickeln sind. Während des Vergleichsvorganges sind bereits alle dem Paar A vorausgehenden Kaufs- und Verkaufsaufträge-in der Ausgangsspeicher- und Decodiereinrichtung 33 aufgezeichnet worden. Daher können für die letztliche Bestimmung des Verkaufskurses nach Erreichen des Auftragspaares A das Paar B und alle vorausgehenden Paare decodiert und durch die Ausgabegeräte 13 und 16 in den Eingabe-Ausgabe-Stationen 11 und 14 ausgedruckt werden. Dieser Kurs beträgt 18.25 $.
  • Kursberechnung II Das vorausgehende Beispiel, nämlich die Kursbe#rechnung I, die einen Verkaufskurs von 18.25 $ ergab, ist bezeichnend für die Arbeitsweise des Datenverarbeitungssystems 10 bei einem ruhigen Markt. Doch ist der Markt in Wirklichkeit nicht ständig ruhig. Das nachfolgende Beispiel veranschaulicht die Verhältnisse, wie sie unter Verwendung des Systems 10 bei einem leicht fallenden Markt auftreten. Hier sollen unter der Annahme eines Börsenschlußkurses von 18 $ wie zuvor die nach dem letzten Börsenschluß empfangenen und in dem Hauptdatenspeicher auf gezeichneten Aufträge die folgenden sein: Tabelle 3 Kauf sauf träge Verkauf sauf träge Stück Kurs Stück Kurs 500 $ 18.25 400 $ 19.00 300 18.00 300 18.00 200 18.75 100 17.75 300 17.75 600 18.25 100 18.00 700 17.75 100 17.50 ~ 300 18.00 1000 17.75 2400 limitiert 2500 limitiert 500 nichtlimitiert 1200 nichtlimitiert 3000 insgesamt 3600 insgesamt Wiederum ist zu bemerken, daß Eauisautträge zu einem Kurs, der gleich oder höher ist als der letzte Börsenschlußkurs von 18 $ und ebenso Verkauf saufträge zu einem Kurs auftreten, der gleich oder niedriger als der letzte Börsenschlußkurs ist. Daher verfährt das Datenverarbeitungssystem 10 zunächst wie zuvor, d. h. die Kaufs- und Verkauf saufträge werden durch die Sortierer 28 und 29 in die folgende Reihenfolge gebracht: Tabelle 4 Mengeneinheiten Kurs Mengeneinheiten Kurs 1 $ 18.75 1 $ 17.75 1 18.75 1 17.75 1 18.25 1 17.75 1 18.25 1 17.75 1 18.25 1 17.75 1 18.25 1 17.75 1 18.25 1 17.75 1 18.25 n.l. 1 17.75 1 18.25 n.l. 1 17.75 n.l.
  • 1 18.25 n.l. 1 17.75 n.l.
  • 1 18.25 n.l. 1 17.75 n.l.
  • 1 18.25 n.l. 1 17.75 n.l.
  • 1 18.00 1 17.75 n.l.
  • 1 18.00 1 17.75 n.l.
  • 1 18.00 1 17075 n.l.
  • 1 18.00 1 17.75 n.l.
  • 1 17.75 1 17.75 n.l.
  • 1 17.75 1 17.75 n.l.
  • 1 17.75 1 17.75 n.l.
  • D 1 17.75 1 17.75 n.l.
  • o 1 17.75 1 18.00 1 17.75 1 18.00 1 17.75 1 18.00 1 17.75 1 18.00 1 17.75 1 18.00 1 17.75 1 18.00 1 17.75 1 18.25 1 17.75 1 18.25 1 17.75 1 18.25 1 17.50 1 18.25 1 18.25 1 18.25 1 19.00 1 19.00 1 19.00 1 19.00 rs In diesem Falle stellt der Kursvergleicher 31 beim Vergleichen der aufeinanderfolgenden Kaufs- und Verkaufsaufträge ein Paar C dieser Aufträge fest, die erstmalig nicht mehr miteinander in Einklang zu bringen sind. Wie zuvor können alle Aufträge beginnend-mit dem dem Paar C vorausgehenden Paar D durchgeführt und als durchführbare Aufträge verzeichnet werden, Darauf erfolgt mittels der Ausgangsspeicher- und Decodiereinrichtung 33 die Decodierung, und die decodierten Signale aus allen dem Paar C vorausgehenden Aufträgen einschl. des letzten abzuwickelnden Auftragspaares D werden zum Ausdrucken den Ausgabegeräten 13 und 16 zugeführt, wobei diese Aufträge unter dem soeben bestimmten Handelskurs von 17.75 $ notiert werden. Das Beispiel zeigt die Wichtigkeit der Behandlung, die man den nichtlimitierten Aufträgen angedeihen läßt. Wenn nämlich die nichtlimitierten Verkauf sauf träge ohne Unterscheidung zum letzten Börsenschlußkurs eingegeben worden wären, so als ob sie limitierte Aufträge wären, hätte sich ein verzerrtes Kursbild ergeben, das nicht die fallende Tendenz des Marktes angezeigt hätte, und die letzten vier Auftragspaare hätten nicht abgewickelt werden können.
  • Kursberechnung III Solange keine großen Störerscheinungen für eine bestimmte Art fungibler Güter, wie z. B. das Papier PDQ,auf dem Markt auftreten, können und sollen die nichtlimitierten Aufträge unmittelbar für die Kursberechnung herangezogen werden, wie vorausgehend aufgezeig#t.
  • Gelegentlich jedoch sind bezüglich bestimmter Güter stärkere Kursfluktuationen zu beobachten. Es sei beispielsweise bezüglich der Aktie PDQ angenommen, daß nach Börsenschluß an einem Tag günstige Nachrichten über die Firma PDQ veröffentlicht werden. In einem solchen Fall werden sich für die Aktie PDQ verhältnismäßig wenige Verkäufer, jedoch viele Kauf interessenten während der nächsten Börse finden. Daheztkann man von der Änderung der Geschäftslage eine kräftige Änderung der Aktienkurse dieser Firma erwarten. Die betreffenden Kaufs- und-Verkauf saufträge-zu Beginn des nächsten Börsentages seien die folgenden: Tabelle 5 Kauf sauf träge Verkauf sauf träge Stück Kurs Stück Kurs 1000 $ 18.50 100 $ 19.00 1000 18.00 1100 19.75 800 20.00 400 19.50 1200 19.00 300 19.50 1000 18.00 1900 limitiert 500 18.50 5500 limitiert 600 nichtlimitiert 1000 nichtlimitiert 2500 insgesamt 6500 insgesamt Aus dieser Aufstellung geht klar hervor, daß der Börsenschlußkurs des vorhergehenden Tages von 18 $ keinen Aussagewert mehr besitzt. Keine Aktie wird nunmehr zu 18 $ oder weniger zum Verkauf angeboten. Der niedrigste Verkaufskurs beträgt 19 $ und umfaßt nur 100 Stück. In einem solchen Fall kann dann die Bezeichnung "nichtlimitiert" keinen Bezug auf den vorausgehenden Börsenschlußkurs von 18 $ haben. Vielmehr wird nun ein Kurs zugrundezulegen sein, der von Käufern und Verkäufern bestimmt wird, welche bereit sind, sich nach dem Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage zu richten.
  • Unter Verwendung des Datenverarbeitungssystems 10 ist es nun nicht notwendig, irgendwelche separaten Manipulationen vorzunehmen, um das Vorhandensein der soeben erörterten Marktsituation festzustellen. Dies erfolgt vielmehr durch die Marktvergleichsschaltungen 38, 39 und 41. Wenn die Hauptprogrammsteuereinheit 37 zum Zwecke einer Kursbestimmung betätigt wird und noch ehe die Daten in den Sortierern 28 und 29 aufgezeichnet werden, werden die zunächst in dem Hauptdatenspeicher 18 befindlichen Daten über das Gatter 38 dem Marktvergleicher 39 zugeführt. In diesem letzteren werden die einzelnen Kaufs- und Verkauf sauf träge mit dem Börsenschlußkurs von 18 $ verglichen, der in dem Börsenschlußkurs-Speicher 32 aufgezeichnet ist. In dem betrachteten Beispiel bei Vorliegen von Aufträgen nach Tabelle 5 stellt der Marktvergleicher 39 fest, daß keinerlei Verkaufsaufträge zu oder unterhalb des letzten Börsenschlußkurses vorliegen. Infolgedessen liefert der Vergleicher 39 ein Ausgangssignal, das die Hauptprogrammsteuereinheit 37 betätigt, um eine Arbeitsweise in Gang zu setzen, bei der die nichtlimitierten Aufträge für die Kursbestimmung zunächst keine Beachtung finden.
  • Leitet die Hauptprogrammsteuereinheit 37 nun aber die tatsächliche Kursbestimmung ein, so erfolgt das Herauslesen der Daten aus dem Hauptdatenspeicher 18 nun etwas anders als zuvor. Es werden nun alle nichtlimitierten Aufträge durch die Gatterschaltung 1.9 über die beiden Ausgänge 22 und 23 zu der Subtraktionsschaltung 34 gegeben. Das Ausgangssignal der Subtraktionsschaltung 34 wird dem Korrekturzähler 35~zugeführt, der die Differenz zwischen der Mengenanzahl der nichtlimitiert angebotenen und der nichtlimitiert zu kaufen gesuchten Aktien feststellt.
  • Die limitierten Aufträge hingegen werden über die Kursfeststellungs-Gatterschaltung 19 zu der Subtraktionsschaltung 34 weitergeleitet und über die Kaufs-Verkauf s-Gatterschaltung 25 in der gleichen Weise wie vorher den Sortierern 28 und 29 zugeführt.
  • Dies führt zu einer geordneten Aufzeichnung der limitierten Kaufs-und Verkaufsaufträge, wie sie aus folgender Aufstellung hervorgeht: Tabelle 6 Mengeneinheiten Kurs Mengeneinheiten Kurs 1 $ 20.00 1 $ 19.00 1 20.00 1 19.50 1 20.00 1 19.50 1 20.00 1 19.50 1 20.00 1 19.50 1 20.00 1 19.50 1 ~ 20.00 1 ~ 19.50 F 1 20.00 1 19.50 E 1 19.00 1 19.75 1 19.00 1 19.75 1 19.00 1 19.75 1 19.00 G 1 ~ 19.75 1 19.00 1 19.75 1 19.00 1 19.75 1 19.00 1 19.75 1 19.00 1 19.75 1 19.00 1 19.75 1 19.00 1 19.75 1 19.00 1 19.75 1 19.00 1 18.50 1 18.50 1 18.50 1 18.50 1 18.50 10 über 18.50 20 zu 18.00 Der Kursvergleicher 31 arbeitet wie zuvor, um die in den Sortierern 28 und 29 aufgezeichneten Daten zu verglichen. Das erste Paar nicht miteinander zum Einklang zu bringender Aufträge ist das Paar B. Wie unter normalen Marktverhältnissen ist der festgestellte Kurs derjenige des letzten Paares abzuwickelnder Aufträge P. Diese Kursfestsetzung schließt jedoch die Arbeit des Datenverarbeitungssystems nicht ab, da es die nichtlimitierten Aufträge noch nicht in Betracht gezogen hat.
  • Vielmehr wird nun durch die Hauptprogrammsteuereinheit 37 das Korrekturgatter 36 betätigt und veranlaßt den Kursvergleicher 31, die Folge der Kaufsaufträge mit einer solchen Anzahl Mengeneinheiten durchzugehen, die dem Überschuß an nichtlimitierten Kauf saufträgen#über Verkauf saufträgen entspricht, der durch den Korrekturzähler 3#5 festgestellt-wird. Bei jedem Schritt wird der Kurs des betreffenden Verkauf sauftrages mit demjenigen des Verkaufsauftrages F in Höhe von 20 $ verg#lichen, um festzustellen, ob der Kurs dieses Verkauf sauftrages noch unter, jedenfalls aber nicht über demjenigen des Verkauisauftrages F liegt. Wie Tabelle 6 zu erkennen gibt, beträgt der Kurs eines nach vier Schritten erreichten Verkauf sauftrages G noch 19.75 $, also weniger als der Kurs von 20 $ des Angebots-F. Die Tabellen 5 und 6 zeigen, daß dies es ermöglicht, 1200 Stück des betreffenden Papiers zu einem Kurs von 20 $ anstatt dem letzten Börsenschlußkurs von 18 $ unterzubringen. Dieser Kurs von 20 $ stellt den neuen Handelskurs dar, der die beträchtliche Veränderung der Marktlage erkennen läßt.
  • Falls eine größere Zahl von nichtlimitierten Kaufauiträgen vorgelegen hätte, dann hätten alle angebotenen Stücke zu dem festgesetzten Handelskurs von 20 $ verkauft werden können. Hätten dagegen weitere limitierte Verkauf saufträge zu einem Kurs von über 20 $ vorgelegen, so hätten diese nicht ausgeführt werden können, Zusammenfassung der Arbeitsweisen Wird keine Aktie zum oder unter dem letzten Börsenschlußkurs angeboten, wenn die Geschäftsnachrichten gut sind, dann ist es nicht möglich, den nächsten Verkaufskurs unmittelbar nach den nichtlimitierten Angeboten zu ermitteln. Vielmehr müssen diese am Ende des Datenverarbeitungsprozesses Berücksichtigung finden, wie oben unter der Überschrift ~Kursberechnung IlI"in Verbindung mit den Tabellen 5 und 6 angegeben. Wenn andererseits kein Kaufsauftrag zu dem letzten Börsenschlußkurs vorliegt, falls die Geschäftsnachrichten schlecht sind, so ist es wiederum nicht angängig, die nichtlimitierten Angebote unmittelbar zur Kursbestimmung zu verwenden. Stattdessen werden diese wieder am Ende des Prozesses durch den Marktvergleicher und den Korrekturzähler berücksichtigt, die in genau der gleichen Weise eingesetzt werden wie im Falle der vorher betrachteten raschen Aufwärtsentwicklung des Marktes.
  • Wie oben erwähnt, werden die nichtlimitierten Aufträge dem System normalerweise unter Kursen zugeführt, die sich nach dem letzten Verkaufskurs für die betreffenden Güter richten. Bei dem dargestellten System 10, bei dem der Börsenschlußkurs-Speicher 32 mit dem Hauptdatenspeicher 18 verbunden ist, können die Kurse für die nichtlimitierten Aufträge unmittelbar verarbeitet werden, wobei mittels verhältnismäßig einfacher, herkömmlicher Rechenschaltungen bei den Kauf saufträgen zu dem letzten Börsenschlußkurs eine minimale Kursdifferenz hinzugezählt und bei den Verkauf saufträgen von dem letzten Börsenschlußkurs eine minimale Kursdifferenz abgezogen wird. Das Gleiche könnte dadurch erreicht werden, daß die Bedienungspersonen nichtlimitierte Aufträge zu einem bestimmten Kurs eingeben (encode "at marker" orders for price), obgleich eine maschinelle Berechnung den Vorzug verdient, um den menschlichen Fehlerfaktor herabzusetzen. Selbstverständlich werden diese willkürlichen Preiseintragungen für nichtlimitierte Aufträge letzten Endes außer Acht gelassen, wo die nichtlimitierten Aufträge nicht unmittelbar in die Preisbestimmung eingehen, wie im Beispiel unter der aber schrift ~Preisberechnung III".
  • Es ist nicht erforderlich, daß die Einrichtungen, welche die Weiterleitung von nichtlimitierten Aufträgen zu den Sortierern 28 und 29 verhindern, im Beispiel der Marktvergleicher 39, die Hauptprogrammsteuereinheit 37 und die Gatterschaltung 19, in ihrer Arbeitsweise absolut von dem Börsenschlußkurs abhängen. Bei einem langsam steigenden oder fallenden Markt kann es durchaus zur Stabilisierung des Marktes beitragen, wenn für die Arbeitsweise dieser Einrichtungen ein gewisser Spielraum verbleibt. In diesem Sinne ist es verhältnismäßig einfach, den Marktvergleicher 39 so auszulegen, daß er die Kurse der Kauf saufträge mit einem Kurs vergleicht, der ein wenig niedriger als der letzte Börsenschlußkurs ist, während die Verkaufsaufträge mit einem solchen verglichen werden, der etwas über dem letzten Börsenschlußkurs liegt. Legt man hierbei einen Kursunterschied von 0,25 $ für die Aktie PDQ der obigen Beispiele zugrunde, so könnte der Marktvergleicher die Verwendung von nichtlimitierten Aufträgen für die Kursbestimmung bei Anwesenheit von limitierten Kauf saufträgen bis zu einem Kurs von 17.75 $ und von limitierten Verkauf saufträgen bis herab zu 18.25 $ gestatten, ohne von dem Erfindungsgedanken abzuweichen. Tatsächlich kann eine Grenzziehung diesel Art einen heilsamen Stabilisierungseffekt bei Kursfluktuationen haben, vorausgesetzt, daß die Kursabweichung gegenüber dem letzten Verkaufspreis der betreffenden Güter nicht übermäßig ist.
  • Aus der vorausgehenden Beschreibung des Datenverarbeitungssystems 10 geht hervor, daß die Kursberechnungen mittels des Systems vollautomatisch erfolgen können, so daß es den Faktor menschlichen Urteilsvermögens, der bisher in den festgesetzten Preis eingegangen ist, ausschaltet oder zumindest weitgehend herabsetzt. Das System verwendet hierzu nichtlimitierte Aufträge sowohl bei verhältnismäßig stetigen Märkten als auch solchen, die raschen Veränderungen mit steigender oder fallender Tendenz unterworfen sind. Die Eingabe-Ausgabe-Stationen 11 und 14 führen jeweils eine komplette Aufzeichnung aller tatsächlich durchgeführten Transaktionen. Weiter liefern die Auf zeichnungen beider Stationen, ggf. in Verbindung mit denen weiterer an das System angeschlossener Stationen, eine vollständige Aufzeichnung aller in das System eingegebener Kaufs- und Verkauf saufträge überhaupt.
  • Besonders wichtig ist, daß mit dem System jede Notwendigkeit für die Anwendung menschlichen Urteilsvermögens entfällt, selbst wenn rasche Marktänderungen auftreten, und daß Kursberechnungen vollautomatisch erfolgen können außer bei völliger Abwesenheit irgendwelcher Aufträge, sei es Kaufsaufträge, sei es Verkauisaufträge. Wenn keinerlei Kaufs- und#Verkaufsaufträge vorliegen, kann aber ohnehin kein Markt stattfinden.
  • Anwendung für eine Effektenbörse Die Erfindung geht bereits aus obiger Beschreibung vollkommen hervor. Des weiteren gibt diese Beschreibung an, wie mit dem erfindungsgemäßen System Kursbestimmungen bei unterschiedlichen Marktverhältnissen erfolgen können. Nachfolgend wird beschrieben, wie die Erfindung in einem Datenverarbeitungssystem für eine Effektenbörse Anwendung finden kann, wo beispielsweise 100 verschiedene Papiere gehandelt werden, um die Kaufs- und Verkauf sangebote miteinander in Einklang zu bringen.
  • Die betreffende Börse soll eine Zentrale sowie davon entfernt liegende Eingabe-Ausgabe-Stationen haben, von denen einige in entfernten Städten liegen können. In der Zentrale befindet sich ein Datenverarbeitungssystem, wie z. B. das unter der Bezeichnung 7094 auf dem Markt befindliche der Firma IBM. Dieses System ist mit Eingabe- und Ausgabegeräten in den entfernt liegenden Eingabe-Ausgabe-Stationen sowohl über Fernschreibleitungen für die langsame Datenübertragung als auch Fernsprechleitungen für eine rasche Datenübertragung und überdies mit Eingabe- und Ausgabegeräten unmittelbar in der Zentrale sowie in nahegelegenen Eingabe-Ausgabe-Stationen über sogenannte interne Teilnehmer-oder Eingabe-Ausgabe- Leitungen verbunden.
  • Die Marktabwicklung bei einer solchen Börse vollzieht sich wie folgt: Während des Eingabezeitraumes werden Aufträge sowohl in der Zentrale als auch an den außengelegenen Eingabe-Ausgabe-Stationen aufgegeben. Diese Aufträge werden an das System übertragen, codiert und in Magnettrommelspeichern gespeichert. Am Ende des Eitgabezeitraumes werden die Aufträge aus den Trommelspeichern herausgelesen und erfindungsgemäß behandelt. Alle während des Handels auftretenden Marktkursänderungen werden an die Eingabe-Ausgabe-Stationen zurückübertragen, um dort ausgedruckt zu werden. Nach Abschluß des Handels und nachdem alle neuen Marktkurse auf diese Weise mitgeteilt wurden, beginnt ein neuer Jflingabezeitraum.
  • Gesamtsystem sowie Eingabe- und Ausgabeeinrichtungen Ein Datenverarbeitungssystem 100, wie es für eine solche Börse geeignet ist, ist schematisch in Fig. 4 angegeben. Das System 100 enthält eine zentrale Datenverarbeitungseinheit 102, einen Magnetkernspeicher 104, einen Multiplexer 106 und fünf Datenkanäle 108, 110, 112, 114 und 116. Einer dieser Datenkanäle, 108, findet Verwendung, um einen Drucker 118, einen Kartenleser 120, einen Kartenlocher 122 und eine Anzahl Magnetbandeinheiten 124 zu steuern. Er dient hauptsächlich dazu, in das System 100 neue Programme einzugeben und findet auch Verwendung, um Buchführungsaufzeichnungen über die an dem jeweiligen Tage durchgeführten Geschäfte zu erstellen. Die an den Datenkanal 108 angeschlossenen Magnetbandeinheiten 124 enthalten verschiedenartige Auftrags- und Handelssteuerprogramme sowie weitere Programme, die in dem System 100 während der Abendstunden und zu solchen Zeiten ausgeführt werden können, zu denen kein Börsenmarkt stattfindet.
  • Falls erwünscht können auch die Buchführungsinformationen in einer der Magnetbandeinheiten 124 gespeichert werden. Der Datenkanal 116 ist mit einer Dateisteuerung 125 verbunden, die ihrerseits mit fünf Magnettrommel-Speichereinheiten 126, 128, 130, 132 und 134 in Verbindung steht. Die Datenkanäle 110, 112 und 114 sind mit drei Eingabe-Ausgabe-Synchronisierern 136-, 138 und 140 verbunden, die wiederum mit verschiedenen Datenübertragungssystemen in Verbindung stehen.
  • Der Eingabe-Ausgabe-Synchronisierer 136 ist über zwei Leitungen 142 und 144 mit einer internen Eingabe-Ausgabe-Leitung 146 (Fig. 5A) verbunden. An diese sind bis zu zehn nahegelegene Eingabe-Ausgabe-E#inheiten, 147, 149 und 151 im Beispiel der Fig. 5A, angeschlossen. Jeweils nur eine dieser Einheiten an einer Eingabe-Ausgabe-Leitung kann zu einer bestimmten Zeit in Betrieb sein.
  • Diese Einheiten können bis zu etwa 13 km von dem System 100 entfernt auftreten. Der Synchronisierer 136 steht weiterhin über zwei Leitungen 148 und 150 mit einer zweiten internen Eingabe-Ausgabe-Leitung 152 in Verbindung, die der in Fig. bA wiedergegebenen Eingabe-Ausgabe-Leitung 146 gleicht. Eine geeignete Eingabe-Ausgabe-Einheit zur Verwendung an einer der Eingabe-Ausgabe- Leitungen, wie 146 und 152, stellt die unter der Bezeichnung 1014 von der Firma IBM gelieferte Fernabfrageeinheit dar.
  • Der Eingabe-Ausgabe-Synchronisierer 136 (Fig. 4) ist ferner über zwei Leitungen 154 und 156 mit einer Hochgescilwindigkeits-Datenübertragungseinheit 158 verbunden. Diese steht mit einem Daten-Fernsprechübertragungsgerät 160 in Verbindung, das die Daten über normale Fernsprechleitungen an ein anderes Daten-Fernsprechübertragungsgerät 162 (Fig. SC) in einer entfernt liegenden Eingabe-Ausgabe-Station 164 übertragen kann.
  • Wie Fig. 50 zeigt, ist das Daten-Fernsprechübertragungsgerät 162 über einen Umsetzer 176 mit einer Anzahl Eingabe-Ausgabe-Einheiten 166, 168 und 170 verbunden. Einzelheiten eines solchen Datenübertragungssystems sind in einem Aufsatz von J. J. Feldmann mit dem Titel "The Howard Savings Institution - A Case History in Real-Time Data Processing", veröffentlicht in den "IEEE Transactions on Communication and Electronics" Nr. 67 (Juli 1963) auf den Seiten 367 - 372 beschrieben.
  • Der Eingabe-Ausgabe-Synchronisierer 138 (Fig. 4) ist über zwei Leitungen 178 und 180 mit einer zweiten Datenübertragungseinheit 182 verbunden, die ihrerseits mit einem Daten-Fernsprechübertragungsgerät 184 in Verbindung steht. Das Daten-Fernsprechübertragungsgerät 184 kann wiederum über eine herkömmliche Fernsprechleitung mit einem (nicht gezeigten) weiteren Daten-Fernsprechübertragungsgerät in einer entfernt/liegenden Eingabe-Ausgabe-Station in Verbindung treten, die der Station 164 in Fig. 5C gleicht. Auf ähnliche Weise ist der Eingabe-Ausgabe-Synchronisierer 140 (Fig. 4) über zwei Leitungen 186 und 188 mit einer dritten Datenübertragungseinheit 190 verbunden, die über ein Daten-Fernsprechübertragungsgerät 192 unter Vermittlung einer herkömmlichen Fernsprechleitung mit einem weiteren Daten-Fernsprechübertragungsgerät in einer anderen (nicht gezeigten) Eingabe-Ausgabe-Station entsprechend der Station 164 in Fig. 5C in Verbindung treten kann.
  • Der Eingabe-Ausgabe-Synchronisierer 138 (Fig. 4) ist über zwei Leitungen 196 und 198 mit einer ersten Fernschreib-Eingabe Ausgabe-Einheit 194 sowie über zwei Leitungen 202 und 204 mit einer zweiten Fernschreib-Eingabe-Ausgabe-Einheit 200 verbunden.
  • Die Fernschreib-Eingabe-Ausgabe-Einheiten 194 und 200 schließen Fernschreibleitungen ein, die zu einzelnen Eingabe-Ausgabeeinheiten in verschiedenen Eingabe-Ausgabe-Stationen führen.
  • Fig. B zeigt die Fernschreib-Eingabe-Ausgabe-Einheit 194 genauer. Die Leitungen 196 und 198 können jede beliebige Länge annehmen. Am Ende der Leitungen 196 und 198 befindet sich eine entierntoliegende Eingabe-Ausgabe-Einheit 197. Sie besteht aus einem Fernschreiber herkömmlicher Bauart.
  • Der Eingabe-Ausgabe-Synchronisierer 140 (Fig. 4) ist gleichfalls mit zwei Fernschreib-Eingabe-Ausgabe-Einheiten, 206 und 208, verbunden. Die Verbindung zu der Einheit 20G erfolgt über zwei Leitungen 210 und 212, während die Einheit 208 mit dem Synchronisierer 140 über die Leitungen 214 und 216 in Verbindung steht. Die Einheiten 206 und 208 wie auch die Einheit 200 gleichen der in Fig. 5B wiedergegebenen Einheit 194.
  • Die oben beschriebene Ausrüstung mit Ausnahme der Daten-Fernsprechübertragungsgeräte ist als Zusatz zu dem Datenverarbeitungssystem mit der Bezeichnung 7094 der Firma IBM erhältlich.
  • Spezifische Modellbezeichnungen und Einzelheiten sind der Veröffentlichung #~IBM 7094 Data Processing System - Princip~es of Operation", Ausgabe 1962 (veröffentlicht durch International Business Machines Corporation, Data Processing Division, 112 East Post Road, White Plains, New York, 10601, entnehmbar. Ein geeignetes Daten-Fernsprechübertragungsgerät zur Verwendung in Verbindung mit diesem System wird von der Firma Western Electric Company, Incorporated, für das tlBell System" hergestellt.
  • Funktionen einzelner Elemente des Systems Die zentrale Datenverarbeitungseinheit 102 (Fig. 4) erfüllt die Funktion der Hauptprogrammsteuereinheit 37 aus Fig. 1 sowie diejenige der Gattersteuerschaltung 55 aus Fig. 2. Ein programmsteuerbarer arithmetischer Akkumulator innerhalb der Datenverarbeitungseinheit 102 (Fig. 4) erfüllt die Funktion des Korrekturzählers 35, der Subtraktionsschaltung 34 und des Kursvergleichers 31 aus Fig. 1 sowie des Vergleichers 53 aus Fig. 2. Zwei programm steuerbare Indexregister 300 und 302 (Fig. 7) innerhalb der Datenverarbeitungseinheit 102 (Fig. 4) nehmen die Aufgabe der Schieberegister in dem Marktvergleicher 39 (Figuren 1 und 7) wahr, und ein drittes Indexregister, 304, tritt an die Stelle der Subtraktionsschaltung 24 aus Fig. 1. Eine programmsteuerbare Gatterschaltung innerhalb'der zentralen Datenverarbeitungseinheit 102 ersetzt den Codierer 17 wie die Gatter 19, 25, 36, 38 und 42 aus Fig. 1 und erfüllt desweiteren die Funktion des Gatters 52 aus Fig. 2. Die Codierung und Decodierung der Aufträge erfolgt dabei teilweise durch die Eingabe-Ausgabe-Einheiten 147, 149, 151, 166, 168, 170 und 197 (Fig. 5), teilweise durch die Eingabe-Ausgabe-Synchronisierer 136, 138 und 140 (Fig. 4) und teilweise durch die zentrale Datenverarbeitungseinheit 102 (Fig. 4) selbst unter Programmsteuerung. Die fünf Magnettrommel-Speichereinheiten 126 - 134 (Fig. 4) treten an die Stelle des Hauptdatenspeichers 18 aus Fig. 1. Der Kernspeicher 104 ersetzt alle übrigen Speicherelemente des Systems 10 aus Fig. 1 und dient darüber hinaus als Speicher für die Augenblickswerte aus dem Korrekturzähler für die 100 gehandelten Werte.
  • Rechenvorgänge Soweit nichts anderes vermerkt, finden alle Rechenvorgänge unter Verwendung binärer Arithmetik innerhalb des Systems 100 statt nach den Prinzipien, wie sie in Kapitel 4 von "Arithmetik Operations in Digital Computers" von R.K. Richards, erschienen 1955 bei D. Van Nostrand Company, Incorporated, beschrieben sind. Subtraktionen erfolgen manchmal unter Addierung des Komplements zur Zahl "2" (oder des Komplements zur Zahl "1" plus "1") des Subtrahenden zu dem Minuenden gemäß dem zubtraktionsverfahren unter Hinzufügung von Komplementen, wie es auf den Seiten 124 - 128 des Buches von Richards und in der Veröffentlichung ~1113M 7094 Data Processing System - Principal ot Uperation" beschrieben ist.
  • Die Vergleichskontrollen werden durch Subtraktion einer Zahl von der anderen und darauffolgende Feststellung des Vorzeichens des Restes in Übereinstimmung mit dem von Richards auf Seite 290 beschriebenen Verfahren durchgeführt.
  • Die zentrale Datenverarbeitungseinheit Die internen Einzelheiten der zentralen Datenverarbeitungseinheit 102 sind nicht dargestellt. Solche Einheiten treten in Digitalrechnern normalerweise auf, und eine detaillierte Beschreibung der zu einem solchen Rechner gehörigen Einheit kann von dem Hersteller erhalten werden. In der nachfolgenden Beschreibung ist, sofern nichts anderes angegeben ist, angenommen, daß die zentrale Einheit 102 aus einer Kombination einer sogenannten Programmverarbeitungseinheit 7110 der Firma IBM mit einer sogenannten arithmetischen Sortiereinheit 7109 der gleichen Firma besteht. Eine so aufgebaute Einheit 102 ist in der Veröffentlichung 7'IBM 7094 Data Processing System -Principles of Operation" beschrieben.
  • Allgemein läßt sich sagen, daß die Einheit 102 Daten in dem Kernspeicher 104 zu speichern und aus diesem Speicher herauszulesen vermag, daß sie die einzelnen Datenkanäle 110 - 116 steuern kann, um Daten zwischen dem Kernspeicher 104 und verschiedenen externen Einheiten zu übertragen, und daß sie eine jegliche arithmetische, Vergleichs'Schiebe- oder logische Operation, die unter Programmsteuerung zu erfolgen hat, durchzuführen vermag. Sie enthält zwei oder mehr Indexregister, die aus Binärzahlen-Speicherregistern mit einer Speicherkapazität von 15 Bit bestehen. Des weiteren enthält die Einheit 102 zumindest einen arithmetischen Akkumulator, der so aufgebaut ist, wie von Richards auf den Seiten 98 bis 113 sowie auf Seite 124 beschrieben, und die in der Lage sind, binäre Additionen und Subtraktionen durchzuführen. Dieser arithmetische Akkumulator ist ebenfalls ein Schieberegister, in welchem binäre Informationen nach rechts oder links verschoben werden können und gleicht in dieser Hinsicht den Schieberegistern, welche von Richards auf den Seiten 144 bis 146 beschrieben sind.
  • Programme und Programmsteuerung Jedes Arbeitsprogramm bzw. jede Kombination von Arbeitsprogrammen, womit das System 100 gesteuert werden kann, um die unten noch beschriebenen Arbeitsschritte durchzuführen, kann zusammen mit der zentralen Datenverarbeitüng'seinheit 102 als die Hauptprogrammsteuereinheit 37 nach Fig. 1 in Verbindung mit der Gattersteuerschaltung 55 aus Fig. 2 aufgefaßt werden.
  • Das Arbeitsprogramm steuert auch den arithmetischen Akkumulator bei der Durchführung der verschiedenen Additionen, Subtraktionen, Vergleiche, Durchschalt- und Codiervorgänge.
  • Ein Arbeitsprogramm besteht aus einer großen Zahl von Anweisungen, die zusammen ganz genau einen jeden einzelnen Arbeitsschritt für das System 100 vorschreiben. Eine geeignete Zusammenstellung solcher Anweisungen ist im einzelnen in der Veröffentlichung "IBM 7094 Data Processing System - Principles of Operation" beschrieben. Es wäre sinnlos, hier ein Programmbeispiel zu bringen, da ein solches außerordentlich viel Raum beansprucht und jeder in der Programmierung großer Datenverarbeitungssysteme geübte Programmierer in der Lage ist, nach Studium des hier angegebenen Materials die erforderlichen Programme aufzustellen.
  • Aufteilung des Magnetkernspeichers Der Kernspeicher 104 (Fig. 4) des Systems 100 umfaßt 32768 binäre 36-Bit-Speicherplätze. Die Figuren 8A, 8B und 8C zeigen eine der vielen möglichen Arten, in welcher erfindungsgemäß auftretende Daten in diesem Speicher untergebracht werden können.
  • In einer jeden dieser Figuren zeigen die einzelnen Blöcke einzelne 36-Bit-Speicherplätze. Die Zahlen und Buchstaben unter den Blöcken geben, soweit vorhanden, die Bit-Plätze innerhalb der einzelnen Speicherplätze an. Der am weitesten links auftretende Lit-Platz innerhalb eines jeden 36-Bi#-Speicherplatzes, der mit ~5" ("sign") bezeichnet ist, stellt einen Vorzeichen-Bit-Platz dar. Die verbleibenden Bit-Plätze sind der Reihe nach von links nach rechts mit 1 bis "35" bezeichnet. Den Speicherplätzen sind Nummern zwischen "0" und "32 767" beigeordnet, die in den Figuren 8A, 8B und 8C links neben dem betreffenden Block erscheinen.
  • In Fig. 8A sind viele dieser Blöcke unterteilt. Dabei sind die zu jedem Teil gehörigen Bit-Plätze angegeben. Beispielsweise ist der mit "1 175" bezeichnete Block in vier Teile unterteilt, nämlich einen ersten, der die Bit-Plätze 5 bis 20 enthält, einen zweiten Teil, der lediglich den Bit-Platz 21 umfaßt, einen dritten Teil, zu dem lediglich der Bit-Platz 22 gehört, und einen vierten Teil mit den Bit-Plätzen 23 bis 35.
  • Viele -Blöcke und Teile dieser Blöcke in Fig. 8A sind mit Buchstaben, Zahlen oder Symbolen versehen. Diese Buchstaben, Zahlen und Symbole geben den Informationsinhalt des betreffenden Speicherplatzes an. Ist ein 6-Bit-Teil eines Blocks mit einem Buchstaben gekennzeichnet, so bedeutet dies, daß der Buchstabe in Form einer binärcodierten Dezimalzahl ("BCD-Zahl") unter Verwendung des herkömmlichen sechsstelligen alphanumerischen BCD-Codes gespeichert ist. Wenn eine ganze Zahl einen Teil eines Blocks in Anspruch nimmt, so heißt das, daß diese Zahl einfach in Gestalt einer Binärzahl gespeichert ist.
  • Ist in einem Teil eines Blocks eine gemischte Zahl (ganze Zahl mit Bruch) angegeben, so ist diese in Gestalt einer Festkomma-Binärzahl gespeichert, wobei das Komma nach der dritten Stelle von rechts auftritt. Beispielsweise ist in dem 23. bis 25. Bit-Platz des mit "1 175" bezeichneten Speicherplatzes die gemischte Zahl ~12 7/8" gespeichert. In Binärform wird "12" zu "1 100", und "7/8" wird zu ~0,111". Daher ist die Festkomma-Binärzahl, die in den Bitplätzen 23 bis 35 gespeichert ist, "0 000 001 100,111".
  • Wo ein Plus-Zeichen in dem mit ~5" bezeichneten Bit-Platz erscheint, soll dort in Wirklichkeit eine "0" eingespeichert sein. Wenn ein Minus-Zeichen eingetragen ist, bedeutet dies, daß in Wirklichkeit eine "1" in dem mit "S"-bezeichneten Bit-Platz gespeichert ist.
  • Ein Teil des Kernspeichers 104 (Fig. 4) enthält ständig Arbeitsprogramme, welche die Arbeitsweise des Systems 100 steuern. Diese Arbeitsprogramme können teilweise auch in den Magnetbandeinheiten 124 auf Magnetband gespeichert werden, insb.
  • dann, wenn der Kernspeicher 104 größtenteils zum Sortieren und Verarbeiten von Aufträgen benötigt wird. Die Speicherung der Arbeitsprogramme in dem Kernspeicher 104 kann an jedem Platz erfolgen, der nicht anderweitig in Anspruch genommen wird.
  • In Fig. 8A sind drei 100-Wort-Gruppen von Speicherplätzen 250 angedeutet. Die erste Gruppe ist eine Aktienindes-Speichergruppeg die zweite eine Börsenschlußkurs-Speichergruppe 252 und die dritte eine Korrekturzähler-Speichergruppe 254. Zu der Aktienindex-Speichergruppe 250 gehören die 100 Speicherplätze 1001 bis 1100. Jeder dieser 100 Speicherplätze enthält eine BCD-Darstellung einer aus drei Buchstaben bestehenden Abkürzung für eine der 100 verschiedenen Aktien. Der Speicherplatz 1100 z. B.
  • enthält die drei Buchstaben "AAT", die etwa für "Amalgamated American Transportation" stehen können. -Wird von dem System 100 ein Auftrag erhalten, so wird der Buchstabencode für die diesem Auftrag zugrundeliegende Aktie mit den in der Speichergruppe 250 gespeicherten Abkürzungen verglichen. Wird keine Übereinstimmung festgestellt, so wird der Auftrag als fehlerhaft zurückgewiesen. Tritt dagegen eine Übereinstimmung auf, so erhält der Auftrag eine entsprechende Aktiennummer zwischen 1 und 100.
  • Diese Aktiennummer entspricht der Nummer des Speicherplatzes, an dem die Übereinstimmung festgestellt wurde, abzüglich 1000.
  • Nimm man z. B. an, daß das System 100 den typischen in Fig. 3 codiert angegebenen Auftrag empfängt, so werden die Buchstaben PDR mit denen verglichen, die in den Speicherplätzen 1001 bis 1100 gespeichert sind, wobei Übereinstimmung im Speicherplatz 1075 festgestellt wird. Daher erhält der Auftrag die Aktiennummer ~75", die sich daraus ergibt, daß von "1075" "1000" abgezogen wird. In dem System 100 sind alle Aktien durch Aktiennummern anstelle von Buchstaben bezeichnet. Indessen stellt die Aktienindex-Speichergruppe 250>ein willkürliches Detail des Systems 100 dar. Es könnten nämlich auch Aktiennummern sogleich mit jedem Auftrag eingegeben werden, so daß die Speichergruppe 250 dann überflüssig wäre.
  • Die Börsenschlußkurs-Speichergruppe 252 (Fig. 8A) umfaßt die 10,0,Speicherplätze 1101 bis 1200. Jeder Speicherplatz dieser Gruppe nimmt den Handeskurs oder den letzten Börsenschlußkurs ebenso wie das jüngste Ergebnis der Marktvergleichsprüfung für eine der 100 Akten auf. Die Nummer des Speicherplatzes, die den Handels- oder Börsenschlußkurs und das Ergebnis der Marktvergleichsprüfung einer bestimmten Aktie aufnimmt, wird dadurch erhalten, daß zu der Aktiennummer "1100" hinzuaddiert wird.
  • Beispielsweise wird die Börsenschlußkurs-Information der Aktie PDQ in einem Speicherplatz mit der Nummer 75 + 1100 = 1175 gespeichert. Die Bit-Plätze 23 bis 35 des Speicherplatzes 1175 nehmen den Börsenschlußkurs der Aktie PDQ mit "186 1/8" auf. Die Bit-Plätze 21 und 22 enthalten das jüngste Ergebnis der Marktvergleichsprüfung für die Aktie, nämlich "01".
  • Die Korrekturzähler-Speichergruppe 254 umfaßt die ioo Speicherplätze 1201 bis 1300. Diese Gruppe nimmt die laufenden Werte sdes Korrekturzählers für eine jede der 100 Aktien auf. Die Nummer des Speicherplatzes für den jüngsten Wert des Korrekturzählers entsprechend einer bestimmten Aktie wird durch Addition von "1200" zu der Aktiennummer erhalten, So wird der laufende Wert des Korrekturzählers für die Aktie PDQ in dem Speicherplatz mit der Nummer 75 + 1200 = 1275 festgehalten.
  • Die in Fig. 8A angegebenen Speichergruppen liegen vorzugsweise fest, d. h. sie finden nicht für andere Zwecke Verwendung. Andere Gruppen des Kernspeichers indessen können zu verschiedenen Zeiten verschiedenen Verwendungen zugeführt werden. Eine bestimmte Speichergruppe kann beispielsweise während des Auftrags-Eingabe zeitraumes für die Speicherung der eintre-ffenden Aufträge, während der Datenverarbeitung zur Speicherung der Mengen und während der Befehlsausgabe, bei welcher die Ergebnisse der Datenverarbeitung den Ausgabeeinheiten zugeführt werden, zur Speicherung der herausgehenden Befehle benutzt werden.
  • Während der Datenverarbeitungsperiode finden fast sämtliche verfügbaren Speichergruppen für die Mengenspeicherung und die Speicherung der nichtlimitierten Aufträge Verwendung, wie aus den Figuren 8B und 8C hervorgeht.
  • Zusammenstellung und Codierung der Aufträge Wie bereits oben geschildert, werden die Aufträge während des Eingabezeitraumes durch die einzelnen Eingabeeinheiten des Systems übermittelt. Jeder Auftrag besteht aus einem Auftrags-Wort, wie es beispielsweise in Fig. 3 dargestellt ist. Die verschiedenen Eingabeeinheiten (Figuren 5A, 5B und 5C)- übertragen die Aufträge zu den Eingabe-Ausgabe-Synchronisierern 136, 138 und 140, wo sie vorübergehend in BCD#Form gespeichert werden.
  • Die zentrale Datenverarbeitungseinheit 102 des Systems 100 fragt die Eingabe-Ausgabe-Synchronisierer 136, 138 und 140 periodisch nach der Anwesenheit vollständig eingegebener Aufträge ab. Wird ein solcher Auftrag in einem der Synchronisierer 136, 138 und 140 ermittelt, so veranlaßt die Einheit 102 den mit dem Synchronisierer in Verbindung stehenden Kanal 110, 112 oder 114, den Auftrag aus dem Synchronisierer zu dem Kernspeicher 104 weiterzuleiten. Bei der Eingabe eines Auftrages in den Kerspeicher 104 besteht dieser noch aus einer Reihe von Buchstaben und Zahlen, wie in Fig. 3 angegeben.
  • Die zentrale Datenverarbeitungseinheit 102 vollendet die Aufgabe, den Auftrag zu codieren. Zunächst wird auf die oben angegebene Weise die für den Auftrag gültige Aktiennummer ermittelt. Als nächstes werden durch die Einheit 102 unter Programmsteuerung zwei 36-Bit-Auftragswörter, wie z. B. die zwei typischen Auftragswörter 220 und 222 aus Fig. 6 gebildet. Diese beiden Auftragswürter enthalten alle für die Verarbeitung des Auftrages in der zatellverarbeitungsperiode erforderlichen Angaben.
  • Das erste der beiden 36-Bit-Auftragswörter, 220, enthält die Mengenangabe, d. h. eine Information über die umzusetzende Stückzahl der betreffenden Aktien, ferner den für den Auftrag zugrumdezulegenden Kurs, eine Information darüber, ob es sich um einen limitierten oder einen nichtlimitierten Auftrag handelt, und eine solche, die angibt, ob der Auftrag ein-Kaufs- oder ein Verkaufsauftrag ist. Die Mengenzahl ist eine Binärzahl, welche die Bit-Plätze 1 bis 21 einnimmt. Der Verkaufspreis pro Stück oder das Komplement zur Zahl 1 des Kaufspreises pro Stück stellt eine Festkomma-Binärzahl dar, die die Bit-Plätze 23 bis 35 belegt, Wobei das Kommen zwischen den Bit-Plätzen 32 und 33 auftritt. Eine "1" findet sich in dem Bit-Platz S, wenn es sich um einen nichtlimitierten Auftrag handelt, während eine "O" an dieser Stelle einen limitierten Auftrag angibt. Eine ~1" am Bit-Platz 22 gibt an, daß es sich um einen'Kaufsauftrag handelt, während eine "O" einen Verkauf sauftrag bezeichnet. Im Falle eines nichtlimitierten Verkauf sauftrages findet der gegenwärtige Marktkurs minus 1/8 Punkte als Verkaufskurs Verwendung. Im Falle eines nichtlimitierten Kauf sauftrages wird der Verkaufskurs durch Addition von 1/8 Punkten zum gegenwärtigen Marktkurs erhalten. Der 1/8-Punkt gibt den nichtlimitierten Aufträgen einen gewissen Uandelsspielraum. Falls erwünscht, kann dieser Spielraum auch größer gewählt werden.
  • Das zweite 36-Bit-Auftragswort, 222, enthält die Identifizierungscodenummer des betreffenden Maklers und die Stationsnummer. Die Identifizierungscodenummer nimmt als Binärzahl die Bit-Plätze 1 bis 22 in Anspruch, während die Bit-Plätze 23 bis 35 von der Stationsnummer oder auch der Nummer der Eingabeeinheit, von welcher der Auftrag stammt, in Anspruch genommen werden.
  • Die typischen 36-Bit-Auftragswörter 220 und 222 aus Fig. 6 sind aus dem typischen Auftragswort der Fig. 3 abgleitet. In dem ersten 3G-Bit-AuXtragswort 220 gibt die Ziffer "0" an dem Bit-Platz S an, daß es sich um einen limitierten Auftrag handelt.
  • Die in den Bit-Plätzen 1 bis 21 festgehaltene Zahl "lot" gibt an, daß 400 Stück der Aktie umgesetzt werden sollen, also vier Mengeneinheiten mit je 100 Stück. Die "1" an dem Bit-Platz 22 besagt, daß es sich um einen Kaufsauftrag handelt, und die Festkonma-Binärzahl 11 1 101 000 110,111" in den Bit-Plätzen 23 bis 35 stellt das Komplement zur Zahl"1"von "135 0/8" dar und bezeichnet einen Handelskurs von 185 Punkten.~In dem zweiten 36-Bit-Auftragswort 222 stellt die in den Bit-Plätzen 1 bis 22 als Binärzah 1 f e'stgehaltene Zahl "1437" den 9 denti f i zi erungscode des Maklers, die' in den# Bit-Plätzen 23 bis 35 festgehal'tene- Zahl "2" die laufende,Nummer der externen Eingabeeinheit bzw. Station dar, aus welcher der Auftrag stammt.
  • Alle Kurse' werden in dem System 100 durch'13-stellige Festokmma-Binärzahlen angegeben, wobei - das' Komma stets die drei niedrigstwertigen Bits von den zehn höherwertigen trennt.
  • So wird'beispielsweise aus dem Kurs "147 5/8" die Binärzahl 110 010 010 011,101", wobei "10 010 011" die binäre Darstellung der Zahl "147" und " 0, 10111 die binäre Darstellung für"5/8" ist.
  • tine Kurszahl "63" wird zu 110 000 111 111,000 , wobei "111 111" die binäre Darstellung von "63" und "0-,000" diejenige von "0/8" ist.
  • In herkömmlicher Weise wird das Komplement zur Zahl "1" einer Binärzahl dadurch erhalten, daß alle Ziffern 11011 in "1" und alle Ziffern "1" in "0" geändert werden. Beispielsweise ist aie 13-stellige Festkomma-Binärzahl für den Kurs "185" 110 010 111 001,000" wobei "10 111 001" die Binärzahl von "185" und "0,000" die Binärzahl von "0/8" ist. DasWKomplement zur Zahl "1" dieser Binärzahl ist demnach "1 101 000 110, 111". Dies ist vie Zahl, die in den Bit-Speicherplätzen 23 bis 35 des ersten 36-Bit-Auftragswortes 22U as Fig. 6 festgehalten ist.
  • Der Grund, weshalb das Komplement zur Zahl "1" der einen jeden Auftrag begleitenden Kursangabe in die Bit-Plätze 23 bis 35 des ersten 36-Bit-Auftragswortes 220 eingespeichert wird, besteht darin, dafs damit der Niarktvergleicller 393 (Fig. 7) einfacher gestaltet werden kann. Der Marktvergleicher 3C3 enthält eine Komplement-subtraktions-Schaltung, die tatsächlich ein Addierer 610 ist und in der ein Winuend, das Komplement zur Zahl "1" eines Subtrahenden sowie die Zaiil "1" zusammenaddiert werden. Dies entspricht vollkommen der bei Digitalrechnern geläufigen Technik, Subtraktionen' unter Addition des Komplements durchzuführen. Da der denen Kauf sauftrag begleitende Kurs bei der Marktvergleichsprüfung der Subtrahend ist, ist es sinnvoll, von diesem Kurs das Komplement zur Zahl "1" vorliegen zu haben. Dies ist jedoch ein nicht notwendiges Merkmal der Erfindung. Falls erwünscht, kann der zu einem Kauf sauftrag gehörige Kurs vielmehr auch in normaler Form beibehalten werden, wobei dann die Vergleicherprogramme- und -schaltkreise entsprechend abzuändern sind. Eine Erläuterung der Arithmetik mit Komplementen ist gleichfalls in der oben erwähnten Veröffentlichung 1,IBM' Data Processing System - Principles of Operation" sowie in, Kapitel 4 des erwähnten Buches von Richards zu finden.
  • Ist ein Auftrag fertig codiert, so bringt das System 100 als nächstes den Korrekturzähler für die betreffende Aktie auf das Laufende, sofern es sich um einen nichtlimitierten Auftrag handelt, oder unterwirft den Auftrag der Marktvergleichsprüfung, wenn er limitiert ist.
  • Ist der Auftrag nichtlimitiert, so wird also der Korrekturzähler auf den gegenwärtigen Stand gebracht. Die Nummer des Speicherplatzes, welcher den Wert des Korrekturzählers für die bebetreffende Aktie aufnimmt, wird erhalten durch Addition der Zahl ~1200" zu ae'r"- Aktiennummer, wie oben geschildert. Die in diesem Speicherplatz enthaltene Nummer wird anschließend herausgelesen und in einen arithmetischen Akkumulator innerhalb der zentralen Datenverarbeitungseinheit 102 (Fig. 4) gebracht. Dieser Akkumulator fungiert nun als Korrekturzähler. Er enthält eine Zahl, diegleich der Gesamtzahl der in den nichtlimitierten Kaufsaufträgen enthaltenen Stückzahlen abzüglich der Gesamtzahl der in den nichtlimitierten Verkaufsaufträgen enthaltenen Stückzahlen ist, die während des letzten Eingabezeitraumes aufgenommen wurden.
  • Ist der letzte Auftrag ein nicht'limitierter Kau'fsauftrag, so wird zu dem Inhalt des Akkumulators'eine Zahl hinzuaddiert, die gleich derjenigen ~der zu- erwerbenden~-St#icke ist. Iet"der letzte Auftrag-ein nic-htlimitierter Verkauf)sauftrag#,- so wird eine der in dem Auftrag angegebenen Stückzahl entsprechende Lahl von dem Akkumulatorinhalt abgezogen. Der noch vorhandene Akkumulatorinhalt wird dann zu dem Speicherplatz zurückgeführt, dessen nummer die Aktiennummer zuzüglich der Zahl "1200" ist. Damit ist der Vorgang, den Korrekturzähler auf das Laufende zu bringen, beendet.
  • Handelt es sich bei dem Auftrag um einen limitierten Auftrag, so wird die Marktvergleichsprüfung durchgeführt. Dazu wird zunächst die in den Bit-Plätzen -21 bis 35 des ersten 36-Bit-Wortes 220 (Fig. 6) enthalten Information zu einem Kaufs-Veraufs-Kursinderegiste 302 (Fig. 7) übertragen. Als nächstes wird die Nummer desjenigen Speicherplatzes bestimmt, der den letzten Bbrsenschlußkurs der betreffenden Aktie enthält. Dies geschieht durch Addition von "1100" zu, der Aktiennummer, wie oben erwähnt. Schließlich wird die in den Bit-Plätzen 21 bis 35 dieses Speicherplatzes gespeicherte Information einem Marktkurs-Index-Register- (Fig. 7) zugeführt. Diese Datenübertragungen erfolgen durch die zentrale Datenverarbeitungseinheit 102 (Fig. -4) unter Programmsteuerung, Sind die beiden Übertragungen abgeschlossen, so führt der Marktvergleicher 39 (Fig. 7 ) automatisch die Marktvergleichsprüfung durch. Das Ergebnis dieser Prüfung wird ebenso automatisch in die ersten beiden Bit-Plätze des Marktkurs-Indexregisters 300 eingegeben. Die in diesem Register enthaltene Information einschl. des auf das Laufende gebrachten Wertes aus der Marktvergleichsprüfung wird nun zurückübertragen zu dem Speicherplatz, dessen Nummer durch Addition der Zahl ~11wo" zudarAktiennummer erhalten wurde. Damit ist die Marktvergleichsprüfung beendet.
  • -Die Marktvergleichsprüsung findet in dem System 100, wie gesagt, dann statt, wenn ein limitierter Auftrag erhalten wird.
  • Sie könnte ebensogut auch erst unmittelbar vor der Datenverarbeitung für die betreffende Aktie erfolgen, nachdem alle limitierten'Aufträge für die betreffende Aktie eingegangen sind.
  • Die orrekturzähler des Systems 100 für die verschiedenen Aktien werden dann auf das Laufende gebracht, wenn ein nichtlimitierter Auftrag erhalten wird. Ebensogut könnten die Korrekturzähler erst dann nachgeführt werden, wenn die nichtlimitierten Aufträge für eine bestimmte Aktie während der Datenverarbeitungsperiode in die dafür vorgesehenen Speicherplätze für nichtlimitierte Aufträge eingeführt werden.
  • Nachdem die Marktvergleichsprüfung durchgsfüiirt bzw. der Korrekturzähler auf das Lauf ende gebracht worden ist, werde die beiden einen Auftrag repräsentierenden 36-Bit-Auitragswörter in einer der fünf Magnettrommel-Speichereinheiten 12G, 12o, 130, 132 und 134 gespeichert. Der gesamte Trommelspeicherraum ist in 100 Speicherplätze unterteilt, wobei ein jeder Speicherplatz einer bestimmten Aktie zugeteilt ist. Da Aufträge für verschiedene Aktien in verschiedenen Speicherplätzen gespeichert werden, brauchen die beiden 36-Bit-Auftragswörter keine Information' über die zugehörige Aktie zu enthalten. Aufträge für eine bestimmte Aktie werden nacheinander in derjenigen Reihenfolge in einen Speicherplatz eingebracht, in der sie auftreten, so daß die beiden 36-Bit--Auftragswörter auch keine laufende Nummer enthalten müssen. Falls erwünscht, kann jedoch auch ein drittes Auftragswort gebildet werden, das die obigen Informationen enthält, so daß in diesem Falle drei 36-Bit-Auftragswörter anstelle von zwei für jeden Auftrag Verwendung finden. Ist dies der Fall, so können die Aufträge in willkürlichen Speicherplätzen innerhalb des gesamten verfügbaren Trommelspeicherraumes anstelle von bestimmten Speicherplätzen fur jede Aktie gespeichert werden.
  • Während der Dauer des Eingabezeitraumes nimmt das System 100 fortwährend Aufträge entgegen, codiert sie und speichert sie, so wie sie empfangen werden. Am Ende dieses Zeitraumes fährt das System 100 fort, solche Aufträge zu empfangen, die bereits teilweise aufgenommen wurden, während es alle anderen Aufträge zurückweist. Sind alle Aufträge codiert und eingespeichert, so beginnt der Datenverarbeitungsprozeß.
  • Die Datenverarbeitung der-Auiträge Während der Datenverarbeitungsperiode verarbeitet das Sysicrs die Aufträge zu jeder der 100 auf der Börse geführten Aktien, beginnend mit der Aktie, welone die Aktiennummer "1" trägt, und fährt fort, bis es am Ende bei der Aktie mit der Nummer "100" angelangt ist. Der Datenverarbeitungsprozeß für eine jede Aktie umfaßt die folgenden Schritte: Uberprüfen des Ergebnisses aus der Marktvergleichsprüfung für die betreffende Aktie, Herauslesen der Aufträge zu dieser Aktie aus dem Trommelspeicher, Einordnen der Aufträge in die Mengenspeicherplätze, In-Sinklang-Bringen der Aufträge, Besimmung eines neuen Marktkurses und Rückgabe der behandelten Auf träge an den Trommelspeicher. Sind die Aufträge zu allen 100 Aktien auf diese Weise behandelt worden, so besteht ein letzter Schritt des Datenverarbeitungsprozesses darin, die Aufträge zu den Äusgabeein,heiten des Systems 100 weiterzuleiten.
  • Der erste Schritt bei der Behandlung der Aufträge zu einer bestimmten Aktie ist, wie gesagt, derjenige, das Ergebnis der Marktvergleichsprüfung für die betreffende Aktie zu kontrollieren.
  • Dieses Ergebnis wird in den Bit-Plätzen 21 und 22 des Speicherplatzes gespeichert, der den jüngsten Börsenschlußkurs für die betreffende Aktie enthält. Dieser Speicherplatz befindet sich in der Börsensclllußkurs-Speichergruppe 252 (Fig. 8A). Seine Nummer wird erhalten durch Addition der Zahl "1100" zu der Aktiennummer. Das Ergebnis der Marktvergleichsprüfung wird aus dem Speicher dadurch wiedergewonnen, daß der Inhalt dieses Speicherplatzes einem arithmetischen Akkumulator innerhalb der zentralen Datenverabeitungseinheit 102 (Fig. 4) zugeführt und darauf der Inhalt der 13-Bit-Positionen des Akkumulators nach rechts verschoben wird> ~wobei man die Übertragsbits verloren gehen läßt. Nun liegt das Ergebnis der Marktvergleichsprüfung in dem Akkumulator in Form einer zweistelligen Binärzahl vor.
  • Lautet das Ergebnis der Marktvergleichsuntersuchung "11", so bedeutet dies einen verhältnismäßig stabilen Markt. In diesem Falle werden die nichtlimitierten Aufträge zusammen mit den limitierten Aufträgen in einen Mengenspeicher eingegeben.
  • Die dazu verfügbaren Kernspeicherplätze sind in zwei Speichergruppen unterteilt, nämlich eine Speichergruppe 256 für die Verkauf saufträge und eine Speichergruppe 25 für die K~uisaufträge, wie in Fig. 8B gezeigt. Lautet das Ergebnis der Marktvergleichsprüfung "10" oder ~01", so bedeutet dies, daß sich der Markt gegenüber der letzten Börsenstunde beträchtlich geändert hat. In diesem Falle werden die nichtlimitierten Aufträge in besondere Speicherplätze für nichtlimitierte Aufträge eingegeben, die von den Mengenspeicherplätzen getrennt sind. Insgesamt sind die verfügbaren Kernspeicherplätze in vier Gruppen unterteilt, -nämlich eine Gruppe 260 für die Menge bzw. Stückzahl zu den Verkaufsaufträgen, eine Gruppe 262 für die Menge zu den Kaufsaufträgen, eine Gruppe 264 zu den nichtlimitierten Verkaufsaufträgen und eine Gruppe 266 zu den nichtlimitierten Kaufsaufträgen, wie Fig. 8C angibt.
  • Lautet das Ergebnis der Marktvergleichsprüfung "00" so bedeutet dies entweder, daß keine limitierten Aufträge vorliegen, oder daß die limitierten Aufträge den Trend des Marktes nicht einwandfrei erkennen lassen. In beiden Fällen werden die nichtlimitierten Aufträge zusammen mit den limitierten in die Mengenspeicherplätze eingegeben, wie dies auch geschieht, wenn die Marktvergleichsprüfung auf einen verhältnismäßig stabilen Marit hindeutet, Jedoch wird der Marktkurs für die betreffende Aktie nicht geändert, nachdem die Aufträge einander gegenübergestellt worden sind, da eine Änderung des Marktkurses auf Grund eines Handels unter diesen Bedingungen keinen echten Trend des Marktkurses erkennen lassen würde.
  • Die verbleibenden Schritte bei der Behandlung einer bestimmten Aktie bestehen darin, die Aufträge für die betreffende Aktie wieder aus dem Trommelspeicher herauszulesen, diese Aufträge in den Mengenspeicherplätzen in der richtigen Reihenfolge anzuordnen, sie zu vergleichen, um einen neuen Marktkurs zu gewinnen, und die so behandelten Aufträge wieder dem Trommelspeicher zuzuführen.
  • Um einen typischen Arbeitsablauf darzustellen, sei angenommen, daß der Auftrags-Eingabezeitraum gerade abgeschlossen und das System 100 nun bereit ist, die betreffenden Kaufs- und Verkauf saufträge für die Aktie AAT aus dem Trommelspeicher herauszulesen und zu sortieren. Die Aktie AAT ist die erste, welche in der Gruppe 250 (Fig. 8A) gespeichert ist und trägt die Aktiennummer ~1". Das Ergebnis der Marktvergleichsprüfung für die Aktie AAT sei "11". Dieses Ergebnis wird in den Bit-Plätzen 21 und 22 des Speicherplatzes 1101 (Fig. 8A) gespeichert. Es zeigt an, daß der Markt für die Aktie AAT verhältnismäßig stabil ist und daß die für diese Aktie eingegangenen nichtlimitierten Aufträge zusammen mit den limitierten Aufträgen gemäß der Speicherplatzanordnung aus Fig. 8B in die sogenannten Mengenspeicherplätze einzugeben sind. D. h., daß die Verkauf saufträge in die Speichergruppe 256 und die Kauf saufträge in die Speichergruppe 258 gelangen. Die Speichergruppe 256 umfaßt die Speicherplätze 2000 bis 13 999. Die Speichergruppe 258 umfaßt die Speicherplätze 14 000 bis 25 999.
  • Nun beginnt das System 100 #die Aufträge für die Aktie AAT herauszulesen und zu sortieren. Es sei angenommen, daß gerade der erste Auftrag von dem System 100 aus dem Trommelspeicher herausgelesen wird und daß es sich dabei um einen Auftrag zum Verkauf von 100 Stück dieser Aktie handelt. Beim Herauslesen aus dem Trommelspeicher liegt dieser Auftrag in Form eines 36-Bit-Auftragswortes vor, wie es in Fig. 6 dargestellt ist.
  • Die Bits 23 bis 35 dieses ersten 36-Bit-Auftragswortes, welche die Kursinformation enthalten, werden in den Bitplätzen 23 bis 35 des Speicherplatzes 2000 der Speichergruppe 256 für Verkaufsaufträge (Fig. 8B) gespeichert. Das zweite 36-Bit-Auftragswort wird ebenso in dem an den Speicherplatz 2000 anschließenden Speicherplatz 2001 gespeichert. Der erste Auftrag befindet sich nun also in der Speichergruppe 256 für Verkauf saufträge.
  • Die Bits s bis 22 des betreffenden Wortes können verlorengehen.
  • Es sei nun angenommen, daß ein zweiter Auftrag aus dem Trommelspeicher herausgelesen wird, bei dem es sich um einen Kaufsauftrag für 1000 Stück der Aktie AAT handelt. Auch dieser Auftrag liegt in Form eines 36-Bit-Auftragswortes vor, wie es in Fig. 6 angegeben ist. Da dieser Auftrag zehn inengeneinheiten ( 10 x 100 Stück ) umfaßt, wird dieser Auftrag verviRl£altibt-und in zehn aufeinanderfolgende Paare von Speicherplätzen innerhalb der Speichergruppe 258 für Kauf sauf träge (Fig. dS) eingespeichert.
  • Die Bits 23 bis 35 des ersten 36-Bit-Auftragswortes werden in den Speicherplätzen 14 000, 14 002, 14 004, 14 006 usw. bis 14 018 gespeichert. Das zweite 36-Bit-Auftragswort hingegenwird als Einheit in die Speicherplätze 14 001, 14 003, 14 00#, bis 14 007 usw./14 019 eingegeben. Zur Feststellung, wie oft ein Auftrag eingespeichert ist, können irgendwelche geeigneten herkömmlichen Mittel Verwendung finden. Beispielsweise könnte im obigen Fall die Zahl "10" in Indexregister #innerhalb der zentralen Datenverarbeitungseinheit 102 eingegeben und mit jedem Mal, mit dem der Auftrag in ein anderes Paar Speicherplätze eingespeichert wird, um die Zahl "1" vermindert werden. Line ~0" in diesem Indexregister würde dann angeben, daß der Speichervorgang für diesen Auftrag abgeschlossen ist. Bin auf diese Weise verwendetes Indexregister übernimmt damit die Funktion der Subtraktionsschaltung 24 aus Fig. 1.
  • Nun sei angenommen, daß der nächste Auftrag aus dem Trommelspeicher entnommen wird und daß es sich dabei um einen weiteren Auftrag zum Verkauf von 100 Stück der Aktie- AAT handelt. Dieser dritte Auftrag wird in die Speicherplätze 2002 und 2003 der Speichergruppe 256 für Verkauf saufträge anschließend an die Speicherplätze für den ersten Auftrag eingespeichert. Nun gibt das System 100 den Inhalt des Speicherplatzes 2000 in einen arithmetischen Akkumulator innerhalb der zentralen Datenverarbeitungseinheit 102 und zieht von der betreffenden Zahl den Inhalt des Speicherplatzes 2002 ab. Der in dem Akkumulator verbleibende Rest kann nun dazu Verwendung finden, um festzustellen, welcher der beiden Speicherplätze 2000 und 2002 die höhere Zahl enthält. Falls die Zahl in dem Speicherplatz 2000 größer ist als diejenige in dem Speicherplatz 2002,verbleibt eine positive Zahl in dem Akkumulator. Ist die in dem Speicherplatz 2000 gespeicherte Zahl kleiner als diejenige in dem Speicherplatz 2002, so erscheint in dem Akkumulator eine negative Zahl. Sind beide Zahlen, die in den Speicherplätzen 2000 und 2002 gespeichert sind, gleich groß, so verbleibt in dem Akkumulator eine ~0".
  • Gemäß der Erfindung ist es erwünscht, die Aufträge in der Speichergruppe 356 für Verkauf saufträge so zu ordnen, daß der Auftrag mit dem niedrigsten Kurs die Speicherplätze 2000 und 2001 in Anspruch nimmt. Wenn der die Speicherplätze 2002 und 2003 belegende Auftrag einen niedrigeren Kurs aufweist als derjenige, welcher die Speicherplätze 2000 und 2001 in Anspruch nimmt, so messen die beiden Aufträge daher ausgetauscht werden.
  • In diesem Fall verbleibt in dem Akkumulator eine positive Zahl.
  • Die Anwesenheit einer positiven Zahl in dem Akkumulator kann daher als Zeichen dafür gewertet werden, ob die in den Speicherplätzen 2000 und 2001 einerseits und 2002 und 2003 andererseits gespeicherten Aufträge gegeneinander ausgetauscht werden müssen. Auf diese Gleise wirkt der arithmetische Akkumulator der zentralen Datenverarbeitungseinheit 102 als Auf tragsfblgevergleicher ebenso wie der Vergleicher 53 in Fig. 2. Falls erwünscht, kann jedoch ein eigener Auftragsfolgevergleicher mit zwei Schieberegistern und einer Subtraktionsschaltung zu dem System 100 hinzutreten, ebenso wie der spezielle Marktvergleicher 39 (Fig. 7) zu dem System 100. Die Verwendung eines arithmetischen Akkumulators als Vergleicher geschieht aus Gründen der Einfachheit.
  • Das System 100 fährt fort, Aufträge aus dem Trommelspeicher herauszulesen und in die Speichergruppen 256 und 258 für die Kaufs- bzw. Verkauf sauf träge (Fig. 8B) einzugeben, bis alle Aufträge betreffend die Aktie AAT aus dem Trommelspeicher herausgelesen sind. Jeder neue Auftrag, der in eine der beiden Speichergruppen 256 und 258 des Mengenspeichers eingegeben wird, wird dort gegen die daran anschließenden Aufträge ausgetauscht, bis die richtige Reihenfolge gemäß den oben angegebenen Regeln hergestellt ist. Die Prüfung darauf, ob die Verkaufsaufträge ausgetauscht werden müssen oder nicht erfolgt ebenfalls in der oben angegebenen Weise. Genau die gleiche Prüfung wird für die Reihenfolge der Kauf sauf,träge vorgenommen, so daß nach der betreffenden Sortierung der Speicherplatz 14 000 die geringste Zahl, der Speiche-rplatz-14 002 die nächsthöhere Zahl usw. enthält. Da der Inhalt des Speicherplatzes 14 000 das Komplement zur Zahl"1" des zu einem Kauf sauftrag gehörigen Kurses ist, werden #die Kauf saufträge auf diese Weise so angeordnet, daß der Auftrag für den Kauf z'umböchsten-Kurs die Speicherplätze 14000, und 14 001, der Auftrag zum Kauf für den zweithöchsten Kurs die Speicherplätze 14 002 und 14 003 in Anspruch nimmt'usw.,.Aufträge zu gleichen Kursen werden in derjenigen fleihenfölge ge- -speichert, in der sie erhalten wurden, indem die Reihenfolge dieser Aufträge nicht geändert wird.
  • Sind alle die Aktie AAT betreffenden Aufträge auf. diese Weise gelesen und in den Kernspeicher eingespeichert worden, so beginnt die Gegenüberstellung der Aufträge und der Kursvergleich. Auch hier wieder wird ein arithmetischer Akkumulator innerhalb der zentralen Datenverarbeitungseinheit 102 (Fig. 4) als Vergleicher benutzt und tritt dabei an die Stelle des Kursvergleichers 31 aus Fig, 1. Der zu den,Verkaufsaufträgen in den Speicherplätzen 2000 und 2001 gehörige Kurs wird zunächst mit dem Kurs des Kaufsauitrages in den Speicherplätzen 14"000 und 14 001 verglichen. Ist der Kurs des Verkauf sauftrages niedriger als oder gleich groß wie der Kurs des Eaufsauftrages, so können die beiden Auf träge abgewickelt werden. Eine Aufzeichnung hierüber erfolgt dadurch, daß eine ~1" in den Bit-Platz S der beiden Speicherplätze 2001 und 14 001 eingegeben wird Als nächstes wird der Kurs des Verkauf sauftrages in den Speicherplätzen 2002 und 2003 mit demjenigen des Kaufsauftrages in den Speicherplätzen 14 002 und 14 003 verglichen.
  • Dieser Vergleichsvorgang wiederholt sich, bis ein erstes Auftragspaar angetroffen wird, das nicht in Einklang zu bringen ist, d. h. ein Paar, bei dem der Kurs des Verkauf sauftrages höher liegt als derjenige des gegenübergestellten Kauf sauftrages.
  • Ist dieses Paar ermittelt worden, so bedeutet dies, dåß alle möglichen Geschäfte erfolgt sind. Nun wird der Kurs des niedrigstlimitierten Kauf sauftrages, der noch erfolgreich abgewickelt werden konnte, als Handelskurs für alle abwickelbaren Auf tragspaare zugrundegelegt. Dieser Kurs ist in Form des Komplements zur Zahl ~1~ in dem ersten der beiden Speicherplätze enthalten, die von dem niedrigstlimitierten Kauf sauftrag in Anspruch genommen werden, der noch erfolgreich abgewickelt werden konnte. Er bildet den neuen Börsenschlußkurs und wird in dem Speicherplatz mit der Nummer 1101 innerhalb der Speichergruppe 252 (Fig. 8A) gespeichert. Ist der neue Börsenschlußkurs verschieden von dem vorhergehenden, so wird er in einen speziellen Teil des Kernspeichers eingegeben, in dem alle Marktkursänderungen festgehalten werden.(War das Ergebnis der Marktvergleichsprüfung "00", so erfolgt, wie bereits erwähnt, keine Änderung gegenüber dem letzten Börsenschluß- oder Marktkurs.) Mit dem Einspeichern eines neuen Börsenschlußkurses in den Speicherplatz 1101 werden die beiden Bit-Plätze 21 und 22 dieses Speicherplatzes automatisch auf "00" rückgestellt, so daß der Speicherplatz 1101 für die Marktvergleichsprüfung im nächsten Auftrags-Eingabezeitraum bereitsteht.
  • Nun gibt das System 100 die Aufträge an den Trommelspeicher zurück. Der in den Speicherplätzen 20@ rund 2001 gespeicherte Auftrag wird mit etwaigen anderen, anschließenden Aufträgen zusammengefaßt, die denselben Identifizierungscode und dieselbe Stationsnummer aufweisen, um wieder den Magnettrommel-Speichereinheiten 126 bis 134 zugeführt zu werden. Der Aufbau der Aufträge bei Rückgabe an den Trommelspeicher ist fast der gleiche wie der in Fig. 6 dargestellte, abgesehen davon, daß der Kurs derjenigen Aufträge, die erfolgreich abgewickelt werden konnten, den neuen Börsenschlußkurs für die Aktie AAT bildet und die erfolgreich abgewickelten Aufträge nunmehr in dem Bit-Platz S des 36-Bit-Auf tragswortes eine "1" enthalten. Die Stückzahl kann sich ebenfalls ändern, da nicht alle diejenigen Stücke, die ursprünglich in einem einzigen AuStrag auftraten, erfolgreich abgewickelt zu sein brauchen. Die abgewickelten und die nichtlabwickelbaren "Teile" eines Auftrages werden dem Trommelspeicher getrennt zugeführt. War ein Auftrag bezüglich aller in ihm enthaltenen Stücke entweder abzuwickeln oder nicht abzuwickeln, so verbleibt die Mengenzahl die gleiche wie bei der entnahme des Auftrages aus dem Trommelspeicher.
  • Nun geht das System 100 ~dazu über, die Aufträge zu der Aktie APL in Angriff zu nehmen. Diese stellt die zweite in der Sstienindex-Speichergruppe 250 (Fig. 8A) gespeicherte Aktie dar und trägt die Aktiennummer "2". Das System 100 prüft die Ergebnisse der Marktvergleichsprüfung aus-den Bit-Plätzen 21 und 22 des Speicherplatzes 1102. ~In diesem Falle sei- das Brgebnis "01". Dies bedeutet, daß sich die Marktverhältnisse seit der letzten Börsenstunde wesentlich geändert haben und daß den nichtlimitierten Aufträgen nicht der letzte Börsenschlußkurs zugrundegelegt werden kann. Daher hält das System 100 vier Speichergruppen bereit, wie in Fig. dC angegeben: Die Gruppe 260 für die zu den Verkauf saufträgen gehörende Stückmenge, die Gruppe 262 für die zu den Kaufsaufträgen gehörige Stückmenge, die Gruppe 264 für die zu den nichtlimitierten Verkauisaufträgen gehörende Stückmenge und die Gruppe 266 für die Menge zu den nichtlimitierten Verkauf saufträgen. Die limitierten Aufträge werden aus dem Trommelspeicher herausgelesen und auf die obenbeschriebene Weise in die Mengenspeichergruppen eingebracht, jedoch werden nichtlimitierte Aufträge nun in eigene Speicherplätze eingespeichert. Es besteht kein Bedürfnis, die nichtlimitierten Aufträge nach ihrem Kurs zu sortieren, da ihnen allen der gleiche Kurs zugrundegelegt wird. Die limitierten Aufträge jedoch müssen in der oben angegebenen Weise sortiert werden.
  • Sind alle Aufträge zu der Aktie APL herausgelesen und sortiert worden, so werden zunächst die limitierten Aufträge miteinander verglichen, auf Grund welches Vergleiches in der oben angegebenen Weise ein neuer Marktkurs erhalten wird.
  • Nun wird der Korrekturzähler für die Aktie APL abgefragt.
  • Der von ihm erhaltene Wert für die Aktie APL wird nach den oben angegebenen- Regeln in dem Speicherplatz 1202 gespeichert.
  • Der Zählerwert ist "tllOO" und deutet an, daß die Anzahl der Aufträge zum Erwerb von jeweils 100 Stück der Aktie APL zum Marktkurs die Anzahl der 100-Stück-Aufträge, zum Anstoß der Aktie APL zum Unrktkurs um elf 100-Stück-Mengeneinheiten übertrifft. Es kann aber möglich sein, daß diese Mengen in denjenigen limitierter Aufträge innerhalb der Speichergruppe für die Menge zu den Verkaufsaufträgen untergebracht werden können.
  • Das System 100 fährt fort, die nichtlimitierten Kaufaufträge für die Aktie APL den limitierten Verkauf saufträgen der Aktie gegenüberzustellen, wobei in den betreffenden Speichergruppen schrittweise vorgegangen wird, bis ein nicht mehr in Einklang zu bringendes Paar gefunden wird, bis elf Mengeneinheiten zu 100 Stück untergebracht sind oder bis keine limitierten Verkauf saufträge mehr-vorliegen. Diese nichtlimitierten Kauf saufträge werden als solche zu einem Handelskurs eingegeben, der dem neuen Marktkurs +1/8 entspricht, um die Durchführung dieses Kursvergleiches zu ermöglichen.
  • Wäre der Wert des Korrekturzählers negativ gewesen, so wären nichtlimitierte Verkåufsaufträge limitierten Kaufsauiträgen gegenübergestellt worden, und der Handelskurs der nichtlimitierten Verkauf saufträge wäre gleich dem neuen Marktkurs minus 1/8 gewesen.
  • Ist diese Arbeit erfolgt, so bringt das System 100 die verbleibenden nichtlimitierten Kauf saufträge und Verkauf sauf träge zusammen, wobei der Reihe nach vorgegangen wird, bis alle nichtlimitierten Aufträge auf diese Weise behandelt sind oder eine oder die andere der Speichergruppen 64 und 6G für nichtlimitierte Verkaufsaufträge bzw. nichtlimitierte Kauf saufträge leer ist.
  • Hierbei ist keine Kursvergleichsprüfung erforderlich, da alle diese Aufträge miteinander im Einklang stehen und abgewickelt werden können. Nun werden die Aufträge in der abenangegebenen Art zum Trommelspeicher zurückgeführt, wobei-eine "1" in dem Bit-Platz S innerhalb des zweiten Auftragswortes all derjenigen Aufträge erscheint, die erfolgreich durchgeführt werden konnten.
  • Die Kursvergleichsprüfung erfolgt durch Subtrahieren des Kurses zu einem Kauf sauftrag für eine Mengeneinheit von dem Kurs eines Verkauf sauftrages zu einer Mengeneinheit mit anschliessender Prüfung des Ergebnisses nach dem Auftreten eines positiven Restes. Wie oben erläutert, gibt ein positiver Rest das Auftreten eines nicht abwickelbaren Auftragspaares an. Gemäß dem üblichen Vorgehen in der Rechnertechnik kann diese Prüfung bequem in einem arithmetischen Akkumulator innerhalb der zentralen Datenverarbeitungseinheit 102 (Fig.' 4) unter Verwendung der Arithmetik der Komplemente durchgeführt werden. Das Komplement zur Zahl "1" des Kurses eines-Kauf sauftrages für eine Mengeneinheit wird innerhalb des Akkumulators hinzuaddiert zu dem Kurs eines Verkaufsauftrages für eine Mengeneinheit. Beide Kurse liegen in Form von 13-Bit-Binärzahlen vor. Ein positiver Rest gibt sich durch ein Übertrags-Bit zu erkennen, das in dem Akkumulator in einer 14. Bit-Position auftritt. Das Fehlen eines solchen Übertrags-Bits zeigt also die erfolgreiche Abwicklung von Aufträgen für einzelne Mengeneinheiten an, während seine Anwesenheit besagt, daß.
  • zwei solche Aufträge nicht miteinander in Einklang zu bringen sind.
  • Das Auftreten oder Nichtauftreten des Übertrags-Bits kann dadurch festgestellt werden, daß der Inhalt des Akkumulators um 13-Bit-Positionen nach rechts verschoben und der Übertrag verlorengegeben wird, worauf überprüft wird, ob ein von "O" abweichendes Bit vorliegt. Diese Anwendung eines Übertrags-Bits zur Anzeige eines Wechsels im Vorzeichen ist auf Seite 128 des Buches von Richards beschrieben. Richards gibt an, daß ein Übertrag oder Rückübertrag dann auftritt, wenn sich das Vorzeichen des Saldos ändert. Indessen wurde keine "1" zu dem Akkumulatorinhalt hinzuaddiert, und auch ein Rückübertrag fand nicht statt. Daher ist nach den Grundsätzen der Arithmetik mit Komplementen die in dem Akkumulator nach Durchführung einer Kursvergleichsprüfung befindliche Zahl um 1 kleiner als 213 plus der Differenz zwischen den Kursen beider Aufträge. Dies bedeutet, daß kein Übertrags-Bit dann auftritt, wenn beide Aufträge gleiche Kurse zeigen. Dies ist das erwünschte Ergebnis. Die Verwendung eines arithmetischen Akkumulators als Kursvergleicher ist eine Sache der Einfachheit.
  • Falls erwünscht, kann jedoch wiederum ein besonderer Kursvergleicher mit zwei Schieberegistern und einer Subtraktionsschaltung zu dem System 100 hinzutreten, wie ein besonderer Marktvergleicher 39 (Fig. 7) zu dem System 100 hinzugefügt wurde.
  • So behandelt das System 100 nacheinander sämtliche Aktien außer diejenigen, zu denen keine Aufträge vorliegen. Ist dies geschehen, so überträgt das System 100 die erfolgreich durchgeführten Aufträge zurück zu den Eingabe-Ausgabe-Einheiten, von denen sie stammen. Aufträge, die nicht durchgeführt werden konnten, werden entweder verlorengegeben oder, ebenso wie die durchgeführten Aufträge, zurückübertragen oder bis zur nächsten Börsenstunde gespeichert. Das System 100 entnimmt die Aufträge jeweils zu mehreren einem Plattenspeicher, decodiert sie, speichert sie in dem Magnetkernspeicher 104 und steuert die Datenkanäle so, daß diese die Aufträge in geeigneter Weise aus dem Kernspeicher 104 aufnehmen und zu den Ausgabegeräten übertragen. Ist dies abgeschlossen, so entnimmt der Rechner die zuletzt geänderten Marktkurse aus dem Trommelspeicher und überträgt ~sie an alle Stationen, Damit ist der Datenverarbeitungsprozeß abgeschlossen, und ein neuer Eingabezeitraum kann beginnen.
  • Der Marktvergleicher In dem System 100 (Fig. 4) finden die Kursvergleichs- und die Prüfung aufZdie Reiheniolge-in den Mengenspeicherplätzen innerhalb der zentralen Datenverarbeitungseinheit 102 (Fig. 4) statt.
  • Die Marktvergleichsprüfung erfolgt hingegen in dem separaten Marktvergleicher 39, der schematisch in Fig. 7 angedeutet ist. Der Marktvergleicher 39 vergleicht den Kurs von Kauf saufträgen mit einem um eine minimale Kursdifferenz niedrigeren Kurs als dem Marktkurs und den Kurs der Verkauf sauf träge mit einem solchen, der um eine minimale Kursdifferenz über dem Marktkurs liegt. Er enthält ein Marktkurs-Indexregister 300, ein Kaufs-Verkaufs-Kursindexregister 302, ein Grenz-Indexregister 304, vier binäre 15-Bit-Volladdierer 306 308, 310 und 312, zwei UND-Gatter 314 und 316 usa einen Inverter 318. Die Volladdierer 30 bis 312 können ebenso aufgebaut sein wie die auf den Seiten 83 bis 9# des Buches von Richards beschriebenen. Die beiden U£'#-Gatter 314 und 31o können den UND-Gattern aus Fig. 2-2 (o) auS Seiten32 des Buches von Richards gleichen. Der Inverter 318 kann-aus einer einfachen Inverterschaltung mit einem Transistor bestehen, wie er in Fig. 11-10 des Buches "Computer Handbook" von Huskey und Korn, erschienen 1962 im Verlag McGraw-Hill Book Company, Inc., dargestellt ist. Die Indexregister 390 bis 304 können fünfzehn symmetrische Transistor-Flip-Flops wie die in Fig. 2A auf Seite 161 von ~L"lectronics", Band 29, Nr. 5, erschienen im Mai 1956 im Verlag McGraw-Hill Publishing Co., angegebenen enthalten. Jedes dieser Flip-Flops hat einen normalen Ausgang, einen invertierten Ausgang und einen Triggereingang.
  • In der folgenden Beschreibung ist angenommen, daß ein positives Potential eine "1" und das Massepotential eine "O" angibt. Die 15-Bit-Volladdierer 30cd, 308, 310 und 312 seien der Reihe nach mit erster, zweiter, dritter und vierter Addierer bezeichnet. Sofern auf einen einzelnen Eingang oder Ausgang eines Vielfacheinganges bzw. -ausganges Bezug genommen wird, wird dieser mit "Einzeleingang" bzw. "Einzelausgang" zuzüglich seiner laufenden Nummer gemäß der Bit-Position bezeichnet. Die beiden Indexregister 300 und 302 fungieren als Vergleicher-Schieberegister. Das Marktkurs-Indexregister 300 enthält fünf zehn Flip-Flops in Verbindung mit ebensovielen "normalen" Einzelausgängen, in ihrer Gesamtheit als "normaler Ausgang 322" bezeichnet, sowie eine entsprechende Zahl- invertierter Einzelausgänge, in ihrer Gesamtheit als "Ausgang des Komplements zu "1" 324 bezeichnet. Ein Trigger- oder "Setz"-Eingang für das erste Bit 378 ist mit dem Triggereingang des ersten FlipTFlops in dem Register 300 verbunden, während- ein "Setz"-Eingang für das zweite Bit 380 mit dem Triggereingang.
  • des zweiten-Flip-Flops--i,m Register 300 in Verbindung steht.
  • Liegen die Setz-Eingänge 378 und 380 auf Massepotential, so beeinflussen sie das Register 300 nicht. Wird jedoch ein positives Potential an den Setz-Eingang für-das erste Bit 378 angelegt, so wird damit das erste Flip-Flop gesetzt, und an dem Einzelausgang 1 des normalen Ausganges 322 des Marktkurs-Indexregisters 300 erscheint eine "1". Ebenso erscheint eine ~1" an dem Einzelausgang 2 des normalen Ausganges 322 des Registers 300, wenn ein positives Potential an den Setz-Eingang für das zweite Bit 380 -ge-legt wird.
  • Das Kaufs-Verkaufs-Kursindexregister 302 enthält ebenfalls fünfzehn Flip-Flops mit in dem Ausgang 320 zusammengefaßten Einzelausgängen. Die Register 300 und 302 sind zwei Indexregister, die zur Standardausrüstung des Systems 100 gehören, das aus einem ~Datenverarbeitungssystem 7094" der Firma IBM bestehen soll. Beide Register sind entsprechend modifiziert, um die obenerwähnten Ausgänge zu haben, wobei das Register 300, falls erforderlich, darüber hinaus noch die Setz-Eingänge 378 und 380 erhalten hat.
  • Die Ubertragung der Daten zu und von den Indexregistern 300 und 302 erfolgt durch in der zentralen Datenverarbeitungseinheit 102 (Fig. 4) enthaltene Gatterschaltungen. Auch diese gehören zur Standardausrüstung des Systems 100. Mit Hilfe dieser Gatterschaltungen können 15-Bit-Zahlen in das Marktkurs-Indexregister 300 und das Eauts-Verkaufs-Kursindexregister 302 unter Programmsteuerung ein- bzw. aus diesen Registern herausgeschoben werden.
  • Das Grenz-Indexregister 304 hat einen Ausgang 326 mit dreizehn Einzelausgängen, an dem eine Binärzahl unter der Bezeichnung "Grenzzahl" erscheint. Wie oben erwähnt, können kleine Kursänderungen dadurch wettgemacht werden, daß vor Beginn der Wfarktzvergleichsprüfung zu dem Marktkurs ein kleiner Wert hinzuaddiert oder von diesem abgezogen wird. Jeder der in dem Ausgang 326 zusammengeschlossenen Einzelausgänge liegt entweder an einem positiven Potential oder an Massepotential innerhalb des Registers 304.
  • Wie oben angegeben, werden das Ergebnis der IWarktvergleichsprüfung und der letzte Börsenschluß- oder Marktkurs einer jeden -Aktie zusammen in einem einzigen Speicherplatz innerhalb der Börsenschlußkurs-Speichergruppe 252 (Fig. 8A) gespeichert. Do h., das Ergebnis der Marktvergleichsprüfung wird in den Bit-Plätzen 21 und 22 und der Marktkurs in den Bit-Plätzen 23 bis 35 des Speicherplatzes gespeichert. Bei Beginn des Eingabezeitraumes enthalten die Bit-Plätze 21 und 22 des Speícherplatzes für die betreffende Aktie jeweils die Ziffer "0", wie oben erwähnt.
  • Jedesmal wenn ein limitierter Auftrag für die betreffende Aktie erhalten wird, werden die Bits 21 bis 35 des ersten 36-Bit-Auftragswortes 220 (Fig. 6) in das Kaufs-Verkauf s-Kursindexregister 302 (Fig. 7) eingegeben'. Das Bit 21 dieses Wortes gelangt in das erste Flip-Flop und erscheint am Einzelausgang 1 des Ausganges 320 des Kaufs- Verkauf s-Kursindexregisters 302, das Bit 22 des Wortes wird dem zweiten Flip-Flop zugeführt und erscheint am Einzelausgang 2 des Ausganges 220 usw.. Die Bits 21 bis 35 des Wortes, welches den letzten Börsenschlußkurs für die betreffende Aktie ebenso wie die Ergebnisse früherer Marktvergleichsprüfungen der betreffenden Aktie enthält, werden aus der Börsenschlußkurs-Speichergruppe 252 (Fig. 8A) entnommen, um in das Marktkurs-Indexregister 300 eingegeben zu werden. Das Bit 21 dieses Wortes gelangt in das erste Flip-Flop un-d erscheint am Einzelausgang 1 des normalen Ausganges 322 des Marktkurs-Indexregisters 300; das Bit 22 des Wortes gelangt über das zweite Flip-Flop zum Einzelausgang 2 des normalen Ausganges 322 usw.. Das Komplement zur Zahl "1" des Bits 21 erscheint am Einzelausgang 1 des invertierten Ausganges 324 des Marktkurs-Indexregisters 300, das Komplement zur Zahl "1" des Bits 22 erscheint am Linzelausgang 2 des Ausganges 324 usw.
  • Sobald die obige Information in die Register 300 und 302 eingespeichert ist, findet automatisch dic M,arktvergleichsprüfung statt. Handelt es sich bei dem Äüi'#r"ag#um einen ~limitierten Verkauf sauftrag und ist der Verkaufskurs höher als der oder gleich dem Handelskurs abzüglich des obenerwähnten Kursunterschiedes, so gelangt an den Setz-Eingang für das erste Bit 378 ein positives Potential, und in das erste Flip-Flop des Marktkurs-Indexregisters30O wird eine "1" eingespeichert.
  • Diese "1" erscheint auch am Einzelausgang 1 des normalen Ausganges des Registers. Besteht der Auftrag aus einem limitierten Kauf sauftrag und ist der Marktkurs zuzüglich der geringen Kursdifferenz größer als der oder gleich dem Verkaufskurs, so gelangt ein positives Potential an den Setz-Ekigang für das zweite Bit 380, und eine "1" wird in das zweite Flip-Flop des Registers 300 eingespeichert. Diese "1" erscheint am Einzelausgang 2 des normalen Ausganges 322 des Registers. Die in dem Marktkurs-Indexregister 300 gespeicherte Zahl wird nun zurückgeführt in die Bit-Plätze 21 bis 35 des betreffenden Speicherplatzes in der Börsenschlußkurs-Speichergruppe 252 (Fig. 8A), worin der letzte Börsenschlußkurs und die Ergebnisse früherer Marktvergleichsprüfungen für die betreffende Aktie gespeichert werden. Damit ist die Marktvergleichsprüfung beendet.
  • Nach Abschluß des Auftragseingabezeitraumes enthält der Bit-Platz 21 des Speicherplatzes, der das Ergebnis der Marktvergleichsprüfungen aufnimmt, eine ~1" dann und nur dann, wenn mindestens ein Auftrag zum Verkauf der Aktie zu einem Kurs vorliegt, der gleich dem oder größer als der Marktkurs abzüglich der geringen Kursdifferenz ist. Der Bit-Platz 22 desselben Speicherplatzes enthält eine "1" dann und nur dann, wenn mindestens ein Auftrag zum Erwerb der Aktie zu einem Kurs vorliegt, der geringer als der oder gleich dem Marktkurs zuzüglich der geringen Kursdifferenz ist. Wenn die Datènverarbeitungsperiode beginnt, können die Inhalte dieser beiden Bit-Plätze in der oben geschilderten Weise dazu Verwendung finden, zu bestimmen, ob die nichtlimitierten Aufträge zusammen mit den limitierten in Mengenspeichergruppen eingespeichert oder ob sie separat gespeichert werden sollen.
  • £#chfolgend sind die elektrischen Verbindungen zwischen den einzelnen Elementen des Marktvergleichers 39 in Fig. 7 noch genauer beschrieben.
  • Die Einzeleingänge 3 bis 15 des ersten Eingang'es 328 des ersten Addierers 306 sowie die Einzeleingänge 3-bis 15 des ersten Einganges 338 des zweiten Addierers 308 sind #mit den entsprechenden Einzelausgängen 3 bis 15 des Ausganges 326 des Grenz-Indexregisters 304 verbunden. Die Einzeleingänge 3 bis 15 des zweiten Einganges 330 des ersten Addierers 306 sind mit den entsprechenden Einzelausgängen 3 bis 15 des normalen Ausganges 322 des Marktkurs-Indexregisters 300 verbunden. Die Einzeleingänge des zweiten Einganges 340 des zweiten Addierers 308 stehen mit den entsprechenden Einzelausgängen 3 bis 15 des invertierten Ausganges 324 des Marktkurs-Indexregisters 300 in Verbindung. Die Einzelausgänge 1 b- 15 des Ausganges 342 des zweiten-Addierers 308 stehen mit den entsprechenden Einzeleingängen 1 bis 15 des ersten Einganges 382 des vierten Addierers 312 in Verbindung, die Einzelausgänge 1 bis 15 des Ausganges 332 des ersten Addierers 306 sind mit den entsprechenden Einzeleingängen 1 bis 15 des ersten Einganges 348 des dritten Addierers 310 verbunden, und die Binzeleingänge 3 bis 15 des zweiten Einganges 384 des vierten Addierers 312 sowie die Einzeleingänge 3 bis 15 des zweiten Einganges 350 des dritten Addierers 310 stehen mit den entsprechenden Einzelausgängen 3 bis 15 des Ausganges 320 des Kaufs-Verkaufs-Kursindexregisters 302 in Verbindung.
  • Der. Übertragsausgang 354 des dritten Addierers 310 steht mit dem Eingang 374 des zweiten UND-Gatt#rs 316 in Verbindung; der Ubertragsausgang 398 des vierten Addierers 312, ist Bits dem Eingang 372 des ersten U#D-Gatters 314 verbunden.
  • Der Einzelausgang 2 vom Ausgang 320 des Kauf s-V,er#ä'uf Kursindexregisters 302 ist mit dem Eingang 368 des Inverters 318 ebenso wie mit dem Eingang 376 des zweiten UND-'G,atte'rs #1-#-verbunden. Der Ausgang 369 des Inverters 318 liegt---an dem Eingang 370 des.'.:erste#:#JND.r.G,4tters 314..
  • Der Ausgang 377 des ersten UND-Gatters 314 ist mit dem Setz-Lingang für das erste Bit 378 des Marktkurs-Indexregi-.sters 300 verbunden, und der Ausgang 379 des zweiten UND-Gatters 316 liegt an den Setz-Eingang für das zweite Bit 380 des Marktkurs-Indexregisters 300.
  • Die Einzeleingänge 1 und 2 des ersten Einganges 328 des ersten Addierers 306 und die Einzeleingänge 1 und 2 des ersten Einganges 338 des zweiten Addierers 308 stehen mit einem Massepunkt 366 in Verbindung. Der Übertragseingang 334 des ersten Addierers 306 wie die Einzeleingänge' 1 und 2 des zweiten Einganges 330 des ersten Addierers 306 ist mit einem Massepunkt 362 verbunden. Der Übertragseingang 388 des vierten Addierers 312 sowie die Einzeleingänge 1 und 2 des zweiten Einganges 384 des vierten Addierers 312 liegen an einem Lassen punkt 360.
  • Der Ubertragseingang 344 des zweiten Addierers 308 und die Einzeleingänge 1 und 2 des zweiten Einganges 340 des zweiten Addierers 308 stehen mit einem Punkt positiven Potentials 364 in Verbindung. Der Ubertragseingang 356 des dritten iiddierers 310 und die Einzeleingänge 1 und 2 des zweiten Einganges 350 des dritten Addierers 310 liegen an einem Punkt positiven Potentials 358.
  • Wird der Inhalt der Bit-Plätze 21 bis 35 des ersten 36-Hit-Auttragswortes eines Auftrages für eine bestimmte Aktie in der oben angegebenen Weise in das Kaufs-Verkauf s-Kursindexregister 302 eingespeichert und der Inhalt der Bit-Plätze 21 bis 35 des speicherplatzes der den letzten Börsenschluß- oder Marktkurs für die betreffende Aktie enthält, in das Marktkurs-Indexregister 300 eingegeben, so erscheint an den Einzelausgängen' 3 bis 15 im normalen Ausgang 322 des Marktkurs-Index-###isters 300 eine Binärzahl, die dem Marktkurs entspricht.
  • Diese binärzahl wird auf die Einzeleingänge 3 bis 15 im zweiten Eingang 330 des ersten Addierers 306 gegeben. An den Sinzeleingängen 3 bis 1 des ersten Einganges 328 des ersten Addierers 306 tritt bereits die der kleinen Kursdifferenz entsprechende Zahl auf. Daher bringt der erste Addierer 306 eine Binärzahl hervor, die gleich der Summe dieser beiden Zahlen ist und an den Einzelausgängen 1 bis 15 des Ausganges 332 erscheint. Die am Ausgang 332 auftretende Zahl, die an die Einzeleingänge 1 bis 15 des ersten Einganges 348 des dritten Addierers 310 gelangt, stellt die Summe des Marktkurses für die betreffende Aktie und der Zahl entsprechend der kleinen Kursdifferenz dar.
  • An den Einzelau-sgängen 3 bis 15 des invertierten Ausganges 324 erscheint eine Binärzahl, deren Wert dem Komplement zur Zahl "1" des Marktkurses für die Aktie entspricht. Diese Binärzahl wird den Einzeleingängen 3 bis 15 des zweiten Einganges 340- des zweiten Addierers 308 zugeführt. Die Einzeleingänge 1 und 2 im zweiten Eingang 340 des zweiten Addierers 308 sind bereits positiv, wodurch die verbleibenden beiden Bits der Komplementzahl zur Zahl "1" im zweiten Eingang 340 aufgefüllt werden. Der Ubertragseingang 344 des zweiten Addierers 308 ist positiv, wodurch zu der am Ausgang 342 des zweiten Addierers erscheinenden Zahl "1" hinzuaddiert wird. Die die kleine Kursdifferenz bezeichnende Zahl ist bereits an den Einzeleingängen 3 bis 15 im ersten Eingang 338 des zweiten Addierers 308 vorhanden. Dieser bringt daher eine Binärzahl hervor, die gleich der Summe der beiden eingegebenen Zahlen plus "1" auf Grund. des positiven Potentials am Übertragseingang 344 ist. Gemäß den Regeln der Arithmetik mit Komplementen ist diese Summe numerisch gleich dem Komplement zur Zahl "2" des Marktkurses abzüglich der Zahl entsprechend der kleinen Kursdifferenz. Die am Ausgang 342 des zweiten Addierers erscheinende und den Einzeleingängen 1 bis 15 des ersten Einganges 382 des vierten Addierers 312 zugeführte Zahl stellt die Summe dar.
  • Handelt es-sich bei dem geprüften Auftrag um einen limitierten Verkaufsauftrag, so ist der zugehörige Kurs, der die Bit-Plätze 23 bis 35 des ersten 36-Bit-Auftragswortes (vergl.
  • das Wort 220 in Fig. 6) in Anspruch nimmt, in Form einer Binärzahl an den Linzelausgängen 3 bis 15 des Ausganges 320 des Kaufs-Verkaufs-Kursindexregisters 302 vorhanden. Diese Binärzahl wird den Einzeleingängen 3 bis 15 im zweiten Eingang 384 des vierten Addierers 312 zugeführt, Wie bereits erwähnt, tritt an den Einzeleingängen 1 bis 15 im ersten eingang 382 des vierten addierers 312 eine Binärzahl auf, die dem Komplement zur Zahl "2" des Marktkurses minus der die kleine Kursdifferenz bezeichnenden Zahl entspricht. Der vierte Addierer 312 bringt daher eine Binärzahl hervor, die gleich der Summe der beiden eingegebenen Zahlen ist. Gemäß den Regeln der Arithmetik mit lçomplementen ist diese Summe gleich dem den Auftrag begleitenden Kurs abzüglich des hiarktkurses jedoch zuzüglich der Zahl entsprechend der kleinen Kursdifferenz plus 215. Ist der zu dem Auftrag gehörige Kurs geringer als der Marktkurs minus der die kleine Kursdifferenz bezeichnenden Zahl, dann ist die Summe geringer als 215, und am Übertragsausgang 398 tritt kein Signal auf. D. h. er liegt auf Massepotential. Ist der Kurs des Auftrages gleich dem oder größer als der Marktkurs minus der die kleine Kursdifferenz angebenden Zahl, dann ist diese Summe gleich oder größer als 215, und am Übertragsausgang 398 tritt ein Signal auf, d. h. er liegt auf positivem Potential. Das am Übertragsausgang 398 vorhandene Potential gibt daher das Ergebnis der Marktvergleichsprüfung für einen limitierten Verkaufsauftrag wieder.
  • Ist der geprüfte Auftrag ein limitierter Kauf sauftrag, so tritt das Komplement zur Zahl "1" des Auftragskurses, das die Bit-Plätze 23 bis 35 im ersten 36-Bit-Auftragswort (vergl. das sport 220 in Fig. 6) in Anspruch nimmt, in Form einer Binärzahl, die das Komplement zur Zahl "1" bildet, an den Einzelausgängen 3 bis 15 vom Ausgang 320 des Kauis-Verkauis-Kursindexregisters 302 auf. Diese Zahl gelangt von dort zu den Einzeleingängen bis 1z vom zweiten Eingang 350 des dritten Addierers 310. Die zinzeleingänge 1 und 2 dieses Einganges 350 sind bereits positiv und liefern die übrigen beiden Bits der an den Eingang 350 gegegebenen Komplementärzahl zu "1". Der dbertragseingang 356 des dritten Addierers 310 ist positiv, wodurch die Zahl "1" zu der am Ausgang des dritten Addierers erscheinenden Summe hinzutritt.
  • çiie oben erwähnt, tritt an den Einzeleingängen 1 bis 15 vom ersten Eingang 348 des dritten Addierers 310 eine Binärzahl auf, die der Summe des Marktkurses und der kleinen Kursdifferenz entspricht. Daher liefert der dritte Addierer eine Binärzahl entsprechend der, Summe der beiden eingegebenen Zahlen plus "1" auf Grund des positiven Potentials am Ubertragseingang 356. Nach den Regeln der Arithmetik mit Komplementen ist diese Summe numerisch gleich dem Marktkurs plus der kleinen Kursabweichung minus dem Kurs des Auftrages plus 215. Ist der zu dem Auftrag gehörige Kurs höher als der Marktkurs plus der kleinen Kursdifferenz, dann ist die Summe geringer als 215 und am Übertragsausgang 354 tritt kein Signal, auf, d. h. dieser liegt auf positivem Potential. Das am Ubertragsausgang 354 vorhandene Potential gibt somit das Ergebnis der Marktvergleichsprüfung für einen limitierten Kauf sauftrag wieder.
  • Die am Einzelausgang 2 des Ausganges 320 des Kaufs-Verkaufs-Kursindexregisters 302 erscheinende Binärzahl gibt an, welches der beiden obigen Prüfungsergebnisse ~in den ersten beiden Flip-Flops des Marktkurs-Indexregisters 300 zu speichern ist. Handelt es sich bei dem geprüften Auftrag um einen Kauf sauftrag, so erscheint an dem Einzelausgang 2 des Ausganges 320 eine "1", da sämtliche Kauf saufträge im Bit-Platz 22 des ersten Auftragswortes, wie Fig. 6 zeigt, eine "1" enthalten und der Inhalt dieses Bit Platzes, wie oben angegeben, in das zweite Flip-Flop des Kaufs-Verkaufs-Kursindexregisters 302 (Fig. 7) gelangt. Diese "1" wird dem Eingang 376 des zweiten UND-Gatters 316 (Fig. 7) zugeführt, und setzt dieses Gatter damit in die Lage, Signale von seinem zweiten Eingang 374 an seinen Ausgang 379 weiterzuleiten. Ist dies der Fall, so gelangt das Potential des Übertragsausganges 354 des dritten Addierers 310 unmittelbar an den Setz-Eingang für das zweite Bit 380. Diese ~1" ~wird im übrigen durch den Inverter 318 in eine "O" umgewandelt, die dem Eingang 370 des ersten UN-Gatters 314 zugeführt wird. Damit wird das UND-Gatter 314 gesperrt, und der Setz-Eingang für das erste Bit 378 verbleibt auf assepotential, gleichgültig welches Potential an dem Übertragsausgang 398 des vierten Addierers 312 auftritt. Auf diese Weise werden die Prüfungsergebnisse- für die Kauf saufträge von dem Übertragsausgang 354 des dritten Addierers 310 dem zweiten Flip-Flop des Marktkurs-Indexregisters 300 zugeführt, wobei eine ~1" an dieser Stelle erscheint, wenn immer ein limitierter hauisauftrag geprüft und dabei festgestellt wird, daß sein Kurs niedriger als der oder gleich dem Marktkurs plus der kleinen Kursdifferenz ist.
  • Ist der untersuchte Auftrag ein Verkaufsauftrag, so erscheint am Einzelausgang 2 des Ausganges 320 des Kaufs-Verkaufs-Kursindexregisters 302 eine "0", da sämtliche Verkaufsaufträge im Bit-Platz 22 des ersten Auftragswortes nach Fig. 6 eine "O" enthalten und der Inhalt dieses Bit-Platzes in der oben erwähnten Weise in das zweite Flip-Flop des Kauf s-Verkaufs-Kursindexregisters 302 (Fig. 7) gelangt. Diese "O" wird dem Eingang 376 des zweiten Ul#-Gatters 316 (Fig. -7) zugeführt, und sperrt dieses, so daß der Setz-Eingang für das zweite Bit 380 auf Grundpotential verbleibt, unabhängig davon, welches Potential an dem Übertragsausgang 354 des dritten Addierers 310 auStritt. Des weiteren wird diese ~0" durch den Inverter 318 in eine ~1" umgewandelt, die dem Eingang 370 des ersten UND-Gatters 314 zugeführt wird und dieses in die Lage versetzt, ein an seinem zweiten Eingang 372 erscheinendes Signal an seinen Ausgang 377 gelangen zu lassen.
  • Ist dies der Fall, so teilt sich das Potential des Übertragsausganges 398 des vierten Addierers 312 unmittelbar dem Setz-Eingang für das erste Bit 378 mit. Auf diese Weise werden die Prüfungsergebnisse für die Verkauf saufträge vom Übertragsausgang 398 des vierten Addierers 312 dem ersten Flip-Flop des Marktkurs-Indexregisters 300 zugeführt und eine "1" in diese Stelle gegeben, wenn immer ein limitierter Verkaufsauftrag geprüft und dabei festgestellt wird, daß sein Kurs höher als der oder gleich dem Marktkurs minus der kleinen Kursdifferenz ist.
  • obgleicil vorausgehend bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung in Verbindung mit der Kursberechnung auf einer Effektenbörse beschrieben wurden, kann die Erfindung, wie gesagt, auch für andere Börsen oder Märkte Anwendung finden, wozu im Binzelfall gewisse Anpassungen vorzunehmen sein werden. Auch was die dargestellten und beschriebenen Elemente betrifft, können im Rahmen der Erfindung durch den Fachmann änderungen vorgenommen werden.
  • -Patentansprüche-

Claims (11)

  1. Patentansprüche Datenverarbeitungssystem zur Bestimmung von Kursen und Abwicklung von Aufträgen für bestimmte fungible Güter auf einer Börse, g e k e n n z ei c h n e t , durch Speichermittel (18) zur Speicherung von Daten entsprechend Kaufsaufträgen und Verkauf saufträgen für die Güter, mindestens eine Auftragseingabeeinrichtung zur Eingabe von Daten entsprechend den einzelnen Kaufs- und Verkauf saufträgen einschließlich Kursinformationen in die Speichermittel (18), einen Vergleicher (31) zum reihenweisen Prüfen und paarweisen Vergleichen der Kurse der gespeicherten Kaufs- und Verkauf saufträge, wobei die einzelnen Kaufs- und VerkauSsauf träge nach ihrem Kurs in absteigender bzw. auf steigender Reihenfolge berücksichtigt werden, und durch eine von dem Vergleicher (31) gesteuerte Einrichtung (31, 33, 37) zur Bestimmung des Kurses, zu dem die Güter verkauft werden sollen, sowie zur paarweisen Auswahl der zu einem bestimmten Kurs auszuführenden Kaufs- und Verkauf saufträge.
  2. 2. Datenverarbeitungssystem nach Anspruch 1, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t , daß es zum Sortieren und Speichern der aus den Speichermitteln (18) entnommenen Kauf sauf träge in absteigender Reihenfolge einen Kaufauitrags-Sortierer (28) und zum Sortieren und Speichern der aus den Speichermitteln (18) entnommenen Verkaufsaufträge in aufsteigender Reihenfolge einen Verkaufsauftrags-Sortierer (29) aufweist.
  3. 3. Datenverarbeitungssystem nach Anspruch 2, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t , daß die Speichermittel (18) Speicherplätze zur Aufnahme nichtlimitierter Aufträge aufweisen und daß ein Speicher (32, 302) #ur Speicherung des Kurses, zu dem das letzte Auftragspaar abgewickelt werden konnte, sowie eine Steuerung (37) vorgesehen sind, mit der den nichtlimitierten Aufträgen ein Kurs beigemessen wird, der auf dem gespeicherten Kurs des letzten abgewickelten AUL tragspaares beruht.
  4. 4. Datenv'erarbeitungssystem nach Anspruch 3, dadurch g e -k e n n z ei c h n e t , daß die Steuerung (37) eine Einrichtung (304,- 306, 308) enthält, um einen nichtlimitierten Kaufsauftrag gleichsam in einen limitierten solchen innerhalb der Reihenfolge dadurch umzuwandeln, daß zu dem gespeicherten Kurs des letzten abgewickelten Auftragspaares eine geringe Kursdifferenz hinzuaddiert wird, bzw. um aus einem nichtlimitierten Verkaufsauftrag gleichsam einen limitierten in der Reihenfolge dadurch zu machen, daß eine geringe Kursdifferenzwn dem gespeicherten Kurs des letzten abgewickelten Auftragspaares abgezogen wird.
  5. 5. Datenverarbeitungssystem nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß es eine Sperreinrichtung (19, 37, 39, 41, 42) zur Verhinderung dessen aufweist, daß nichtlimitierte Aufträge in limitierte Kauis-bzw. Verkauf saufträge dann umgewandelt werden, wenn nur wenige oder gar keine limitierten Kaufs- oder Verkaufsauitrage in einer Reihenfolge vorliegen,-die im wesentlichen den gespeicherten Kursen des letzten abgewickelten Auftragspaares entsprechen.
  6. 6. Datenverarbeitungssystem nach einen der Ansprüche 2 bis 5, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß in Verbindung mit den Kauf- und VerkauisauStrags-Sortierern (28, 29) eine Einrichtung auftritt, mit der die zu dem gleichen Kurs vorliegenden Kaufs- und Verkauf saufträge in die jeweilige Reihenfolge nach dem Zeitpunkt ihres Einganges eingeordnet werden.
  7. 7. Datenverarbeitungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6 zur Behandlung von Aufträgen für verschiedene Güter, dadurch ge -k e n n z e i c h, n e t , daß es eine Sortiereinrichtung (los, 37) zur Bildung von Auf tragsgruppen entsprechend den verschiedenen Gütern aufweist.
  8. 8. Verfahren zur Anwendung des Datenverarbeitungssystems nach einem der vorhergehenden Ansprüche unter Einschluß einer Sortiereinrichtung und eines Speichers für die Kurse des letzten abgewickelten Auftragspaares zur Bestimmung von Kursen und Abwicklung von Aufträgen für eine bestimmte Art fungibler Güter auf einer Börse, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß mit der Sortiereinriclltung (28, 29) die Kauf saufträge den Verkauf saufträgen paarweise zugeordnet werden, ausgehend von dem Kauf sauftrag zum höchsten Kurs bzw. dem Verkaufsauftrag zum niedrigsten Kurs in absteigender bzw. aufsteigender Reihenfolge nach den Kursen, daß mit dem Vergleicher (31) die zu den einzelnen so geordneten Aufträgen gehörigen Kurse miteinander verglichen werden, wobei das letzte noch abwickelbare Auftragspaar ermittelt wird, bei welchem der Kurs des Kaufsauftrages demjenigen des Verkauf sauftrages zumindest gleich ist, und daß die Kurse dieses letzten abwickelbaren Auftragspaares festgestellt und in dem betreffenden Speicher (32, 302) als obere bzw. untere Grenze eines neuen Marktkurses der betreffenden Güter gespeichert werden.
  9. 9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch g e k e n n z e i c h -n e t , daß die nichtlimitierten Aufträge gleichsam in limitierte Kaufs- bzw. Verkauf sauf träge zu einem Kurs umgewandelt werden, der sich aus den gespeicherten Kursen des letzten abgewickelten Auftragspaares bestimmt.
  10. 10o Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch g e k e n n z e i c hn e t , daß der Vergleich nichtlimitierter Kaufs- und Verkauf so aufträge verhindert wird, wenn der Marktkurs wesentlich unter den Kursen aller oder der meisten limitierten Kauf saufträge oder wesentlich über den Kursen aller oder der meisten limitierten Verkauf sauf träge liegt.
  11. 11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch g e k e n n z e i c h -n e t , daß die Prüfung darauf, ob der Marktkurs wesentlich unter oder über den Kursen limitierter Kaufs- bzw. Verkaufsaufträge liegt, durch Vergleichen des Marktkurses zuzüglich einer geringen Kursdifferenz mit den Kursen aller limitierter Kauf saufträge und durch Vergleichen des Iflarktkurses abzüglich einer geringen Kursdifferenz mit den Kursen aller limitierter Verkauf saufträge erfolgt.
    L e e r s e i t e
DE19712125608 1971-05-24 1971-05-24 Datenverarbeitungssystem zur Bestimmung von Kursen und Abwicklung von Aufträgen für bestimmte fungible Güter auf einer Börse sowie Verfahren zur Anwendung eines solchen Pending DE2125608A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19712125608 DE2125608A1 (de) 1971-05-24 1971-05-24 Datenverarbeitungssystem zur Bestimmung von Kursen und Abwicklung von Aufträgen für bestimmte fungible Güter auf einer Börse sowie Verfahren zur Anwendung eines solchen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19712125608 DE2125608A1 (de) 1971-05-24 1971-05-24 Datenverarbeitungssystem zur Bestimmung von Kursen und Abwicklung von Aufträgen für bestimmte fungible Güter auf einer Börse sowie Verfahren zur Anwendung eines solchen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE2125608A1 true DE2125608A1 (de) 1972-12-07

Family

ID=5808725

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19712125608 Pending DE2125608A1 (de) 1971-05-24 1971-05-24 Datenverarbeitungssystem zur Bestimmung von Kursen und Abwicklung von Aufträgen für bestimmte fungible Güter auf einer Börse sowie Verfahren zur Anwendung eines solchen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE2125608A1 (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69024099T2 (de) Anonymes Geschäftsbeziehungssystem
DE69507693T2 (de) Computersystem zum handeln mit wertpapieren
DE69023705T2 (de) Verteiltes System und Verfahren zum Herstellen von Geschäftsbeziehungen zwischen Käufern und Verkäufern.
DE2153631A1 (de) Guthabenkontrollsystem
DE2044069B2 (de) Datenverarbeitungsterminal, insbesondere Kassenterminal
DE2264090A1 (de) Datenverdichtungssystem
DE2747196C2 (de) Vergleichseinrichtung zum Vergleichen von Informationen variabler Länge
DE3229562A1 (de) Bargeld-abrechnungssystem
DE1774940A1 (de) Zeitumsetzeinrichtung
DE112007003476T5 (de) Anonymes Matching-System für den Pakethandel
DE2515879C3 (de) Anordnung zum selbsttätigen Ausgeben eines Wertgegenstandes
Briken Ein verbetriebswirtschaftlichtes Gewaltmonopol? New Police Management im europäischen Vergleich.
EP1431885B1 (de) Verfahren zur Auswahl von Datensätzen
DE2125608A1 (de) Datenverarbeitungssystem zur Bestimmung von Kursen und Abwicklung von Aufträgen für bestimmte fungible Güter auf einer Börse sowie Verfahren zur Anwendung eines solchen
CH544347A (de) Datenverarbeitungsanlage zur Bestimmung von Kursen und Abwicklung von Aufträgen für fungible Güter auf einer Börse
DE3852694T2 (de) Datenverarbeitungsvorrichtung.
DE2343501B2 (de) Steuerschaltung für zumindest eine Rechenanlage mit mehreren für die Durchführung von EuWAusgabe-Programmen bestimmten Registern
EP1628247A1 (de) Datenbank für Buchhaltungszwecke
DE1092700B (de) Datenverarbeitungs-Vorrichtung
DE2401336A1 (de) Elektronischer rechner zur ueberpruefung von nachrichten auf richtigkeit
DE202025102457U1 (de) Feldprogrammierbares Gatterarray zur Echtzeitberechnung einer Marginhöhe
DE102009053585A1 (de) System zur automatischen Erstellung von Aufgabenlisten
DE2743946C2 (de) Umsetzschaltung für Dualzahlen
DE1499183A1 (de) Verfahren zur elektronischen Ermittlung von Teilnehmernummern in Telefonauskunftzentralen
DE1914576A1 (de) Pogrammgesteuerte Datenverarbeitungsanlage,insbesondere fuer die Abwicklung von Vermittlungsvorgaengen in einer Fernsprechvermittlung

Legal Events

Date Code Title Description
OHN Withdrawal