-
Datenverarbeitungssystem zur Bestimmung von Kursen und Abwicklung
von Aufträgen für bestimmte fungible Güter auf einer Börse sowie Verfahren zur Anwendung
eines solchen Die Erfindung betrifft ein Datenverarbeitungssystem zur Bestimmung
von Kursen und Abwicklung von Auf trägen für bestimmte Güter auf einer Börse sowie
ein Verfahren zur Anwendung eines solchen.
-
Genauer gesagt handelt es sich um einen neuen und verbessertßn Kursrechner
für Produkten-, Effekten- und ähnliche Börsen. Damit sollen die Handelskurse für
jede Art fungibler Güter auf einer Börse zu bestimmen sein, ohne daß es dazu des
menschlichen Urteilsvermögens bedarf.
-
Auf einer Effekten- wie auch auf jeder anderen Börse ist es erforderlich,
Kauf saufträge mit Verkauf saufträgen zu vergleichen, um einen Kurs zu bestimmen,
unter welchem ein Geschäft abgewickelt werden kann. In der New Yorker Effektenbörse
beispielsweise erfolgt die abschließende Festlegung des Kurses für irgendein Geschäft
häufig durch eine besondere Art Auktionator, den sogenannten "specialist't, der
mit einem bestimmten Wertpapier handelt und eine laufende Liste, ein sogenanntes
"Buch" der Verkaufs- und Kauf saufträge für dieses Wertpapier führt. Der 'tspecialist"
führt ein Geschäft in der Regel dann durch, wenn immer einzelne oder mehrere Kaufs-
und Verkaufsauf träge hinsichtlich des Kurses miteinander zum Einklang gebracht
werden
können. Zuweilen kauft der gleiche-"specialist" auch selbst das betreffende Wertpapier
oder verkauft es, um einen Markt aufrechtzuerhalten und sehr wesentliche Kursänderungen
zu unterbinden. Ähnliche Funktionen, insbesondere was das In-Einklang-Bringen der
Kaufs-und Verkauf saufträge betrifft, sind auf allen Bbrsen wahrzunehmen, auf denen
tungible Güter gehandelt werden, beispielsweise Weizen, Mais, Tabak ebenso wie Aktien
und Obligationen.
-
Die Aufrechterhaltung eines redlichen-und ordnungsgemäßen Marktes
wird in dem Grade immer schwieriger, wie auch die Geschäftsstruktur,#auf der dieser
Markt basiert, immer komplexer wird. In jüngster Zeit, nachdem eine immer größere
Zahl von Firmenwerten öffentlich gehandelt wird und eine immer größere Personenzahl
als aktive Interessenten oder Spekulanten an allen möglichen Marktes teilnimmt,
ist die Fähigkeit einzelner specialists oder ähnlicher Personen, den Markterfordernissen
gerecht zu werden, erheblich in Zweifel gezogen worden. Gleichzeitig erhöht die
vergrößerte Zahl solcher Personen, die an dem Markt t#nehmen, ohne selbst anwesend
zu sein, die Möglichkeit, daß die Marktkurse von solchen Personen manipuliert werden,
wie z. B. den Effekten-"specialists", die tatsächlich an der Börse anwesend sind
und die Marktkurse aktiv mitbestimmen.
-
Die Führung vollständiger Aufzeichnungen über die Börsengeschäfte
ist zunehmend wünschenswert geworden, sei es im Hinblick auf die Führung geeigneter
Steuerlisten, sei es zum 5¢hutze der öffentlichen Teilnehmer an dem Markt. Andererseits,
und insbesondere da sich der Markt für fungible Güter im Zuge der Geschäftsentwicklung
rasch ändern kann, hat es bisher keinen geeigneten Ersatz' für das menschliche Urteilsvermögen
bei der Bestimmung der Marktkurse gegeben.
-
Hauptaufgabe der Erfindung ist es daher, eine automatische Kursbestimmung
auf einer Börse für fungible Güter zu ermöglichen und damit diejenigen Faktoren
des menschlichen Urteilsvermögens zu ersetzen oder zumindest zu verringern, die
bislang bei der
Kursbestimmung beteiligt waren.
-
Des weiteren soll durch das betreffende System eine angemessene Korrektur
für das Auftreten von nicht limitierten Aufträgen in denjenigen Fällen geschaffen
werden, in denen eine wesentliche änderung der Geschäftsbedingungen und als Folge
davon eine auffallende Notwendigkeit für eine wesentliche Kurskorrektur gegenüber
dem vorausgehenden Börsenschlußkurs auf getreten ist. Das erfindungsgemäße System
soll es ermöglichen, eine vollständige laufende Aufzeichnung aller Kaufs- und Verkauf
saufträge wie auch der abgewickelten Geschäfte zu erhalten.
-
Zur Lösung dieser Aufgabe kennzeichnet sich das erfindungsgemäße
Datenverarbeitungssystem im wesentlichen durch Speichermittel zur Speicherung von
Daten entsprechend Kauf saufträgen und Verkauf saufträgen für die Güter,mindestens
eine Auftragseingabeeinrichtung zur Eingabe von Daten entsprechend den einzelnen
Kaufs- und Verkaufsaufträgen einschließlich Kursinformationen in die Speichermittel,
einen Vergleicher zum reihenweisen Prüfen und paarweisen Vergleichen der Kurse der
gespeicherten Kaufs- und Verkauf sauf träge, wobei die einzelnen Kauts- und Verkauf
saufträge nach ihrem Kurs in absteigender bzw. auf steigender Reihenfolge berücksichtigt
werden, und durch eine von dem Vergleicher gesteuerte Einrichtung zur Bestimmung
des Kurses, zu dem die Güter verkauft werden sollen, sowie zur paarweisen Auswahl
der zu einem bestimmten Kurs auszuführenden Kaufs- und Verkauf saufträge.
-
Die Anwendung eines solchen Systems, wobei noch eine Sortiereinrichtung
und ein Speicher für die Kurse des letzten noch abwickelbaren Auftragspaares hinzutreten,
vollzieht sich vorzugsweise in der Weise, daß mit der Sortiereinrichtung die Kautsautträge
den Verkauf saufträgen paarweise zugeordnet werden, ausgegend von dem Kaufsauftrag
zum höchsten Kurs bzw. dem Verkauf 5-auf trag zum niedrigsten Kurs in absteigender
bzw. aufsteigender Reihenfolge nach den Kursen, daß mit dem Vergleicher die zu den
einzelnen so geordneten Aufträgen gehörigen Kurse miteinander verglichen werden,
wobei das letzte noch abwickelbare Auftragspaar
ermittelt wird,
bei welchem der Kurs des Kauf sauftrages demjenigen des Verkauf sauftrages zumindest
gleich ist, und daß die Kurse -dieses letzten abwickelbar#en Auftragspaares festgestellt
und in dem betreffenden Speicher als obere bzw. untere Grenze eines neuen Marktkurses
der betreffenden Güter gespeichert werden.
-
Zur weiteren Erläuterung der Erfindung wird auf die nnchfolgende
Beschreibung an Hand der Zeichnung verwiesen, die zum Teil Ausführungsbeispiele
der Erfindung und zum Teil den damit zu bewerkstelligenden Rechenablauf zeigt.
-
Fig. 1 ist ein Blockdiagramm eines erfindungsgemäßen Datenverarbeitungssystems;
Fig. 2 zeigt Einzelheiten einer darin auftretenden Sortiereinrichtung; Fig. 3 zeigt
einen typischen Wortaufbau, wie er bei den codierten Daten Verwendung findet; Fig.
4 ist ein Blockschaltbild eines erfindungsgemäßen Systems, wie es auf einer Effektenbörse
Verwendung findet; Fig. 5A ist eine genauere Darstellung einer typischen lokalen
Eingabe-Ausgabe-Leitung; Fig. 5B ist eine ebensolche Darstellung einer typischen
telegrafischen Eingabe-Ausgabe-Leitung; Fig. 5C ist ein Blockschaltbild einer externen
Eingabe-Ausgabestation mit mehreren Eingabe-Ausgabe-Einheiten; Fig. 6 zeigt ein
typisches Paar 36-Bit-Auftragswörter, wie sie in dem System nach Fig. 4 auftreten;
Fig. 7 ist ein Blockschaltbild eines Markt-Vergleichers, der einen Bestandteil des
Systems nach Fig. 4 bildet; Fig. 8A ist ein Schema, aus dem die Speicherplätze und
der Speicherinhalt bestimmter Speicherblöcke des Magnetkernspeichers aus dem System
nach Fig. 4 hervorgehen; Fig. 8B ist ein Schema, das die Meugenspeicherplätze des
Magnetkerflspeichers in dem System nach Fig. 4 angibt, wenn limitierte
und
nichtlimitierte Aufträge eingespeichert sind, und Fig. 8 ist ein Schema, aus dem
die Mengenspeicherplätze sowie Speicherplätze eines Registers für nichtlimitierte
Aufträge innerhalb des Magnetkernspeichers aus dem System nach Fig. 4 hervorgehen,
wenn limitierte und nichtlimitierte Auf träge getrennt eingespeichert werden.
-
Das in Fig. 1 schematisch dargestellte Datenverarbeitungssystem 10
enthält eine erste Eingabe-Ausgabe-Station 11 mit einem Eingabegerät 12 und einem
Ausgabegerät 13. Das Eingabegerät 12 besteht beispielsweise aus einer Schreibmaschine,
mit der Loch~ streifen oder andere codierte Aufzeichnungsträger der mit der Maschine
geschriebenen Daten erstellt werden können. Solche Eingabegeräte sind allgemein
bekannt. Die Art des erstellten Aufzeichnungsträgers ist nicht wesentlich für die
Erfindung. Beispielsweise kann der Auf zeichnungsträger aus einem 5- oder 6-zeilogen
Lochstreifen aber auch einem Magnetband bestehen. Ein Lochstreifen verdient den
Vorzug, da er eine bleibende Aufzeichnung der Geschäftsvorgänge liefert, wie nachfolgend
noch erläutert wird. Eine solche Schreibmaschine kann gewöhnlich entweder von Hand
oder automatisch von einem externen Eingang her, sei es durch ein elektrisches Signal
oder durch einen Lochstreifen, bedient werden. Findet ein solches Eingabegerät in
der Station 11 Verwendung, dann kann dieses mit dem Ausgabegerät 13 integriert sein.
-
Ein bestimmtes Datenverarbeitungssystem nach der Erfindung kann eine
einzige Eingabe-Ausgabe-Station, wie die Station 11, aufweisen, durch die sämtliche
Vorgänge ein- und ausgegeben werden, oder es kann, wie häufig erwünscht, mehrere
solche Stationen aufweisen, um die Aufzeichnung und Durchführung von Geschäften
an mehreren Stellen bzw. von mehreren Stellen aus vornehmen zu können. Daher kann
das System 10 zusätzliche Eingabe-Ausgabe-Stationen besitzen, wie in Fig. 1 durch
die Station 14 veranschaulicht ist. Diese Station gleicht vollkommen der vorgenannten
Station 11 und enthält ein Eingabegerät 15 sowie ein Ausgabegerät 16. Wiederum können
beide Geräte in einer einzigen Schreibmaschine
vereinigt sein, die
etwa einen Lochstreifen liefert und selbst etwa durch einen Lochstreifen betätigt
werden kann.
-
Das Eingabegerät 12 der Station 11 ist mit einem Codierer 17 verbunden.
Wo, wie gezeigt, zwei Eingabe-Ausgabe-Statonen auftreten, ist das Eingabegerät 15
der zweiten Station ebenfalls mit dem Codierer 17 verbunden, und der Codierer weist
zu diesem Zweck eine geeignete, Gatterschaltung auf, um die Ausgangssignale entweder
des einen oder des anderen Esngabegeräts dem Hauptdatenverarbeitungsteil des Systems
zuzuführen. Von dem Codierer 17 kann eine geeignete Rückverbindung auftreten, um
Signaleinrichtungen zu betätigen oder die einzelnen Eingabegeräte 12 und 15 zu sperren
und damit die Betriebsphasen derselben so zu steuern, daß sie nicht gleichzeitig
arbeiten können.
-
Der Codierer 17 findet dazu Verwendung, die eintreffenden Daten in
eine Form zu bringen, die geeignet ist für die Verarbeitung in dem Hauptdatenverarbeitungsteil
des Systems 10. Die Eingangsdaten können aus codierten alphabetischen und numerischen
Zeichen bestehen, wobei die numerischen Zeichen in Dezimalforn auftreten. Vorzugsweise
werden die Daten jedoch in einen Binärcode oder modifizierten Binärcode übertragen,
um den Rechenablauf in dem Hauptdatenverarbeitungsteil zu erleichtern. Andererseits
ist es möglich, das System auch für die Verarbeitung von Dezimaldaten und alphabetischen
Zeichen auszulegen, wobei ein geeigneter Rechnercode Verwendung findet.
-
Der Ausgang des Codierers 17 ist mit einem Hauptdatenspeicher 18
verbunden. Dieser Hauptdatenspeicher 18 kann aus einem Magnetkernspeicher herkömmlicher
Bauart bestehen. In den meisten Fällen jedoch und insbesondere dann, wenn das System
10 Berechnungen für mehr als eine Aktie, Ware oder dergl. liefern soll, ist es wünschenswert,
einen Hauptdatenspeicher größerer Kapazität zu haben, als er mit einem Magnetkernspeicher
wirtschaftlich zu verwirklichen ist. In diesem Falle besteht der Hauptdatenspeicher
18 vorzugsweise aus einem Magnettrommel- einem Magnetplatten- oder einem sonstigen
Speicher vergleichsweise großer Speicherkapazität.
-
Der Hauptdatenspeicher 18 besitzt einen Ausgangsschaltkreis, der
mit einer Preisfeststellungs-Gatterschaltung 19 mit drei Ausgängen, 21, 22 und 23,
verbunden ist. Der Ausgang 21 der Gatterschaltung 19 steht mit einer Subtraktionsschaltung
24 in Verbindung. Diese wiederum ist mit einer sogenannten Kaufs-Verkaufs-Gatterschaltung
25 verbunden, die zwei Ausgänge, 26 und 27, besitzt. Der erste Ausgang, 26, der
Gatterschaltung 25 ist mit einem Kaufauftrags-Sortierer 28 verbunden, der dazu dient,
die eintreffenden Kaufsauf träge je nach ihrem Kurs in absteigender Reihenfolge
zu sortieren und aufzuzeichnen. Der Sortierer 28 soll die Kaiffsauf träge des weiteren
in absteigender Reihenfolge nach der Zeit ihres Eintreffens sortieren, wie später
noch eingehender erörtert. Der zweite Ausgang, 27, der Kauf s-Verkaufs-Gatterschaltung
25 ist mit einer ähnlichen Einrichtung, nämlich einem Verkaufsauftrags-Sortierer
29, verbunden. Dieser ordnet und registriert die eintreffenden Verkauf saufträge
in aufsteigender Reihenfolge mit ihrem Kurs jedoch in absteigender Reihenfolge mit
der Zeit ihres Eintreffens.
-
Die Sortierer 28 und 29 besitzen beide einen Ausgangsschaltkreis,
und diese beiden Ausgangsschaltkreise stehen mit einem Kursvergleicher 31 in Verbindung.
In einem typischen Fall besteht der Kursvergleicher 31 aus zwei Schieberegistern
mit geeigneten logischen Gatterschaltungen, wozu noch ein Vollsubtrahierer hinzutritt.
Durch diesen Kursvergleicher 31 letzten-Endes wird ein neuer Verkaufskurs für die
betreffenden Güter festgestellt, deren Markt durch das Datenverarbeitungssystem
10 überwacht wird. Der Ausgang des Preisvergleichers 31 ist mit einem Börsenschlußkurs-Speicher
32 sowie mit einer Ausgangsspeicher- und Dekodiereinrichtung 33 verbunden Die Einrichtung
33 übersetzt die Daten aus dem Preisvergleicher 31 zurück in denjenigen Code, der
erforderlich ist, um-die Ausgabegeräte 13 und 16 in den Eingabe-Ausgabe-Stationen
11 und 14 zu betätigen, und speichert diese Daten gleichzeitig für einen späteren
Gebrauch. Die beiden Ausgänge 22 und 23 der obenerwähnten Preisfeststellungs#Gatterschaltung
19 ~dienen dazu, nichtlimitierte Kauf sauftrage und ebensolche Verkaufsaufträge
einer Subtraktionsschaltung
34 zuzuführen. Das Ausgangssignal dieser
Subtraktionsschaltung wird einem Korrekturzähler 35 zugeführt, der aus einer herkömmlichen,
transistorisierten Zählschaltung bestehen kann.
-
Der Korrekturza#hler 35 seinerseits ist mit einem Korrekturgatter
36 verbunden, dessen Ausgang wiederum mit dem Kursvergleicher 31 in Verbindung ~steht.
Dss Korrekturgatter 36 wird von einer Hauptprogrammsteuereinheit 37 gesteuert, die
ebenso mit dem Hauptdatens#ei#her 18 und der Preisfeststellungs-Gatterschaltung
19 in Steuer#erbin#ung steht Ein weiterer gang des ds Hauptdatenspeichers IS ist
mit einem Marktvergleichsgatter 38 verbunden, 38verbunden, dasebenso trie e anderen
Gatterscha1tungen des Systems von der Hauptprogrammsteuereinheit 37 gesteuert wird.
Der Ausgang des Märktvergleichsgatters 33 ist mit einem sogenannten Marktvergleicher
39 verbundes der ebenso wie der Kursvergleicher 31 31 aus zwei Schieberegistern
in Verbindung mit einer geeigneten logischen Gatter schaltung und einem Vollsubtrahierer
bestehen kann. Der zweite Eingang des Marktvergleichers steht mit dem Börsenschlußkurs-Speicher
32 in Verbindung0 Sein' Ausgang liegt an der Hauptprogrammsteuereinheit 37. Weiterhin
ist der Marktvergleicher mit einem Register 41 für nichtl#nitierte Auf träge verbunden,
welches über eine Gaterschaltung 4# mit der Ausgangsspeicher- und Decodiereinrichtung
33 in verbindung steht. Das Register 41 kann aus einem Magnettrommel- oderMagnetplattenspeicher
bestehen und mechanisch mit dem Hauptdatenspeicher 18 integriert sein, wobei dann
eine eder mehrere Spuren bzw. Platten des letzteren zur das Register 41 Verwendung
finden. Freilich kann das Register 41 auch aus einem eigenen Magnettrommel- oder
Magnetplattenspeicher aber auch aus einem Magnetkernspeicher oder einer transistorisierten
Zählschaltung bestehen, was zum Teil von der Menge der gleichzeitig davon zu speichernden
Daten abhängt Fig0 3 zeigt den Aufbau eines typischen Daten-Wortes, wie es dem Datenverarbeitungssystem
10 zugeführt wird, Genauer gesagt gibt Fig. 3 den Aufbau eines Wortes an, wie es
durch eines
der Eingabegeräte 12 und 15 in das System eingegeben
wird.
-
Bei einem typischen solchen Wort ist es erforderlich, die Menge der
betreffenden Werte, Waren oder dergl. zu erkennen und dem System anzugeben. Die
ersten drei Stellen oder Zeichen des Wortes bezeichnen die Güter, während die nächsten
drei Stellen die Menge angeben. Zur Bezeichnung der Güter können alphabetische oder
numerische Zeichen oder beide Verwendung finden.
-
Es ist weiterhin erforderlich, das System in die Lage zu versetzen,
zwischen Aufträgen zu einem bestimmten Kurs daraufhin zu unterscheiden, ob es sich
um Kaufs- oder Verkauf sauf träge sowie auch ob es sich um nichtlimitierte Aufträge
handelt. Diese Information ist bei dem in Fig. 3 dargestellten, typischen Wort in
dem siebten Zeichen enthalten. Im dargestellten Fall gibt das Wort an, daß ein limitierter
Auftragvorliegt.
-
Die nächste notwendige Information eines jeden in das System einzugebenden
Wortes bezieht sich auf den Kurs, zu dem die betreffenden Güter angeboten oder erworben
werden sollen.
-
In der Darstellung bezeichnen die vier an der achten bis elften Stelle
erscheinenden Zeichen den mit dem betreffenden Auftrag festgelegten Kurs . Das nächste
Zeichen des Wortes bezeichnet die Art des Auftrages, d. h. ob es sich umeinen Kaufs-
oder Verkauf sauftrag handelt. Die anschließenden vier Zeichen liefern eine Codebezeichnung
für den betreffenden Makler oder sonstigen Marktteilnehmer, von dem der Auftrag
stammt. Zwei weitere Zeichen dienen dazu, die Eingabestation anzugeben. Schließlich
hat das Wort noch zwei Stellen, die dazu dienen, die zeitliche Reihenfolge durch
eine laufende Nummer anzugeben.
-
Fig. 2 läßt die Eauptbestandteile des Kaufauftrags-Sortierers 28
aus Fig. 1 erkennen. Dieser enthält einen Mengenspeicher 51, der an seinem Eingang
codierte Daten aus der Kaufs-Verkaufs-Gatterschaltung 25 empfängt. Er kann wiederum
aus einem eigenen Magnettrommel- oder -plattenspeicher bestehen oder mit dem Hauptdatenspeicher
18 integriert sein. Er hat geeignete Ausgangsschaltkreise, die über ein Vergleichergatter
52 mit einem Vergleicher
53 verbunden sind. Dieser Vergleicher
kann ebenso wie die übrigen Vergleicher des Systems 10 aus zwei Schieberegistern
in Verbindung mit geeigneten logischen Gatterschaltungen und einem Vollsubtrahierer
aufgebaut sein.
-
Der Ausgang des Vergleichers 53 liegt an einem Akkumulator 54, der
wiederum mit dem Mengenspeicher 51 verbunden ist, um Daten in diesen erneut einzugeben,
wie nachfolgend noch beschrieben wird. Der Akkumulator 54 ist einfach ein l-Wort-Speicher
oder -Schieberegister und kann in Magnetkern-Schaltungstechnik oder, in ebenso bekannter
Weise, in Form einer Kette von Transistor-Flip-Flops aufgebaut sein. Weiterhin kann
auch eine akustische Verzögerungsleitung oder ein ähnliches Verzögerungselement
für den Akkumulator 54 Verwendung finden. Das Vergleichergatter 52 wird von einer
Gattersteuerschaltung 55 gesteuert. Ein Eingang der Steuerungsschaltung 55 ist mit
dem Eingangsschaltkreis für den Kaufauftrags-Sortierer 28 verbunden, der an der
Kaufs-Verkaufs-Gatterschaltung 25 liegt. Ein zweiter Eingang der Steuerschaltung
55 steht mit einer Ordnungsprüfschaltung 56 in Verbindung, die ihrerseits mit dem
Ausgang des Vergleichers 53 verbunden ist.
-
Kursberechnung I Für die Erläuterung der Arbeitsweise des so weit
beschriebenen Datenverarbeitungssystems D sei als hypothetisches Beispiel eine bestimmte
Marktsituation angenommen. Für eine bestimmte Aktie PDQ sei der letzte Börsenschlußkurs
18 $ pro Stück. Nach Abwicklung der Geschäfte zu diesem Kurs mögen nun neue EauSs-und
Verkauf saufträge für diese Aktie eingehen, die nachfolgend in der Reihenfolge ihres
Eingangs aufgeführt sind:
Tabelle I Kauf saufträge Verkauf sauf
träge stück Kurs Stück Kurs 200 $ 20.00 100 $ 17.00 300 18.50 400 18.00 100 19.50
300 18.50 200 17.00 800 17.50 1000 16.50 600 18.50 300 19.00 100 18.00 200 18 18.00
100 18.50 200 17.00 400 18.00 100 17.50 2800 limitiert 200 19.00 300 18.50 800 nichtlimitiert
3100 limitiert 1400 nichtlimitiert 4500 insgesamt 3600 insgesamt Neben neuen Aufträgen
können auch "herübergenommene" oder "offene" Aufträge auftreten, die gleichfalls
in obiger Aufstellung erfaßt sein sollen.
-
Die einzelnen nichtlimitierten Aufträge sind nicht in ihrer zeitlichen
Reihenfolge angegeben, um die Länge der Aufstellung zu begrenzen.
-
Jeder Auftrag wird so wie er eingeht in den Hauptdatenspeicher 18
eingegeben. D. h. er wird mit einem der Eingabegeräte 12 und 14 mit dem vorgeschriebenen
Wortaufbau eingegeben, wobei in dem Wort sämtliche mit diesem Auftrag zusammenhängenden
Daten festgehalten sind. Die Eingabe nachfolgender Aufträge geschieht in der gleichen
Weise, und auch diese werden zunächst einfach in dem Hauptdatenspeicher 18 gespeichert,
ohne daß ein Rechenvorgang stattfindet.
-
In diesem ersten Arbeitsbeispiel des Datenverarbeitungssystems 10
ist festzustellen, daß bestimmte Kaufsaufträge zu dem und über dem Kurs sowie Verkauf
sauf träge zu dem und unter dem Kurs von 18$ auftreten; der dem letzten erzielten
Verkaufspreis entspricht. Die Anwesenheit solcher Aufträge ist bedeutsam für die
Arbeitsweise des Systems t wie weiter unten noch ersichtlich ist, wo Beispiele erörtert
werden, bei denen keine solchn Aufträge vorliegen.
-
Der erste Haupt schritt im Arbeitsablauf des Systems 10 besteht darin,
aus allen Aufträgen die einzelnen Mengen herauszuziehen und in dem betreffenden
der beiden Sortierer 28 und 29 zu speichern. Der-Kaufauftrags-Sortierer 28 ist,
wie gesagt, in Fig. 2 im einzelnen gezeigt, und der Verkaufsauftrags-Sortierer 29
kann ebenso aufgebaut seine Zu Beginn des Kursermittlungsvorganges wird die Gatterschaltung
19 ebenso wie der Hauptdatenspeicher 18 durch die Hauptprogrammsteuereinheit 37
betätigt, um einen Lesevorgang hervorzurufen. Das Herausziehen der Mengenangabe
aus den einzelnen Aufträgen erfolgt durch die Subtraktionsschaltung 24, die bei
jedem Auftrag in diesem Beispiel fortlaufend 100 Stück abzieht, so lange bis in
diesem Auftrag keine Stücke mehr tbrig bleiben. Dabei wird das gespeicherte Wort
in dem Ausgangssignal der Subtraktioasschaltung jedesmal wiederholt. Die Kaufs-Verkauf
s-Gatterschaltung 25 wird durch die Kauf Verkauts-Angabe des Auftrages selbst gesteuert,
wobei nach der Art des Auftrages unterschieden wird, so daß die Mengenangaben der
einzelnen Kauf saufträge in dem Mengenspeicher 51 des Kaufauftrags-Sortierers 28
gespeichert werden. Ebenso werden die Mengenangaben sämtlicher VerkauSsaufträge
in einem entsprechenden Mengenspeicher des Verkauf sauftrags-Sortierers 29 gespeichert.
Mit dem Kaufauftrags-Sortierer as muß jedoch mehr geschehen, als lediglich die einzelnen
Aufträge in der Reihenfolge ihres Eintreffens festzuhalten. Diese Aufträge müssen
in absteigender Reihenfolge sowohl nach dem Kurs als auch nach der Zeit ihres Eintreffens
geordnet werden, so daß unter jedem Kurs der älteste Auftrag zuoberst steht.
-
Zur Durchführung eines solchen Sortiervorganges gibt es mancherlei
ausgeklügelte Schaltungen, Bei der einfachsten und in mancherlei Weise wirkungsvollsten
wird indessen einfach die erste in dem
Speicher 51 gespeicherte
Mengenangabe mit der nächsten Mengenangabe verglichen, worauf diese beiden Angaben
in umgekehrter Reihenfolge erneut in den Mengenspeicher eingespeichert werden, wenn,
und nur dann, wenn die erste Mengenangabe kleiner ist als die zweite. Dieser Vorgang
erfolgt durch Vergleichen der einzelnen Mengenangaben in dem Vergleicher 53, welcher
mittels des Vergleichergatters 52 Daten aus dem Mengenspeicher 51 herausliest. Jedesmal
wenn die Mengenangabe eines neuen Kauf sauftrages in den Mengenspeicher 51 eingegeben
wird, wird davon die Gattersteuerschaltung 55 gesteuert und betätigt ihrerseits
das Gatter 52, um einen Vergleich einzuleiten. Der Akkumulator 54 vermittelt die
Einspeicherung des Ausgangssignals aus dem Vergleicher 53 in den Mengenspeicher
51, um den Austausch der Mengenangaben zu ermöglichen, wenn der Vergleicher feststellt,
daß die erste Mengenangabe kleiner ist als die zweite.
-
Nach dem ersten Vergleichsvorgang tritt die Ordnungsprüfschaltung
56 in Tätigkeit, um ein Ausgangssignal zu liefern, wenn ein solcher Austausch in
der Reihenfolge stattgefunden hat.
-
Ist ein Austausch nicht erfolgt, so ist die Reihenfolge der Aufträge
ohnehin richtig und keine weitere Sortierung erforderlich.
-
Hat der Austausch stattgefunden, so steht damit noch nicht fest, daß
die damit erreichte Reihenfolge die endgültige ist, und der Vergleichsvorgang wiederholt
sich mit den nächsten beiden aufgezeichneten Werten. Die Gesamtzahl der Vergleiche
für die in den Mengenspeicher 51 eingegebenen Informationen kann indessen das Quadrat
der Anzahl der einzelnen Werte nicht überschreiten. Normalerweise benötigt der Kaufauftrags-Sortierer
28 für seine Arbeit erheblich weniger als eine Minute.
-
Das Gleiche findet in dem Verkaufsauftrags-Sortierer 29, der, wie
gesagt, dem Kaufauttragssortierer 28 gleicht, hinsichtlich der Verkaufsaufträge
statt. In dem Verkauf sauftrags-Sortierer jedoch wird die Reihenfolge der Werte
jedoch jedesmal dann geändert, wenn der erste zweier Werte größer ist als der zweite.
Damit werden die Verkauf saufträge nach ihrem Kurs in absteigender Reihenfolge geordnet.
Jedoch behalten diese Aufträge ihre Reihenfolge
nach der Zeit
ihres Einganges, so daß der zweite der beiden Aufträge zu einem Kurs von 18.50 $
im Beispiel der Tabelle 1 nach dem ersten Auftrag zu diesem Kurs zu stehen kommt.
Die Verkaufsauftrage werden also in aufsteigender Reihenfolge mit dem Kurs und in
absteigender Reihenfolge mit der Zeit geordnet, so daß sich für die Kaufs- und Verkaufsaufträge
nunmehr die nachfolgende Reihenfolge ergibt: Tabelle 2 Kaufsaufträge Verkaufsaufträge
Mengeneinheiten Kurs Mengeneinheiten Kurs 1 $ 20.00 1 $ 17.00 1 20.00 1 17.50 1
19e50 1 17050 1 19.00 1 17.50 1 19.00 1 17.50 1 19.00 e 17.50 1 19.00 1 17.50 1
19.00 1 17.50 1 18.50 X 17.50 1 18.50 1 17.75 n.l.
-
1 18.50 1 17.75 n.l.
-
1 18.50 1 17.75 n.1.
-
1 18.50 1 17.75 n.l.
-
1 18.50 1 17.75 n.l.
-
1 18.25 nl. 1 17.75 n.l.
-
1 -18.25 n.l. 1 17.75 n.l.
-
1 18.25 n.l. 1 17.75 n.l.
-
1 18.25 n.l. 1 18.00 1 18.25 n.l. 1 18.00 1 18.25 n.l. 1 18.00 1 18.25
n.l. 1 18.00 1 18.25 n.l. 1 18.00 1 18.25 n.l. 1 18.00 1 18.25 n.l. 1 18.00 1 18.25
n.l. 1 18.00
Kaufsaufträge Verkaufsaufträ#e Mengeneinheiten Kurs
Menzeneinheiten Kurs B 1 $ 18.25 n.l. 1 $ 18.00 A 1 18.25 n.l. 1 18.50 1 18925 n.l.
1 18.50 1 18.00 1 18.50 1 18.00 1 18.50 1 17.50 1 18.50 1 17.00 1 18.50 1 17.00
1 18.50 1 17.00 1 18150 1 17.00 1 18.50 1 16.50 1 18.50 1 16.50 1 16.50 1 I6.50
etc.
-
Besondere Aufmerksamkeit verdient die Behandlung der nichtlimitierten
Aufträge in den Sortierern 28 und 29. Unter im wesentlichen normalen und ruhigen
Marktverhältnissen, wie sie aus der Aufstellung der Kaufs- und Verkaufsauf träge
in Tabelle 1 hervorgehen, kann die Tatsache, daß sowohl Knauf er als auch Verkäufer.
auftreten, die bereit sind, wesentliche Stückzahlen nicht/limitiert umzusetzen,
als Zeichen dafür gewertet werden, daß die ihren Aufträgen zugrundegelegten Kurse
die letztmaligen Börsenschlußkurse, beispielsweise von 18 $ sind. Daher sollten
die nichtlimitierten Verkaufs- und Kauf saufträge in die Sortierer 28 und 29 etwa
zu dem Börsenschlußkurs von 18 $, jedoch mit einer brauchbaren Handelsspanne eingegeben
werden.
-
Eine Möglichkeit, dies zu erreichen, besteht darin, die nichtlimitierten
Kauf saufträge zu einem Kurs einzugeben, der etwas über dem letzten Verkaufskurs
liegt, in dem folgenden
Beispiel etwa zu einem Kurs von 18.25 $.
Dann sollten die Verkauf sauf träge zu einem ebensoviel unter dem letzten Verkauf
so kurs liegenden Kurs, beispielsweise 17.75 $ eingegeben werden.
-
Die für die Kurserhöhung der Kaufsaufträge bzw. Kursherabsetzung der
Verkauf saufträge gegenüber dem letzten Handelskurs gewählten Abstufungen betragen
vorzugsweise nicht mehr als die kleinste üblicherweise im Handel auftretende Kursdifferenz
auf dem betreffenden Markt, für den das Datenverarbeitungssystem 10 Verwendung findet.
Die resultierende Reihenfolge der Kaufs-und Verkauf sauf träge, wie sie von den
beiden Sortierern festgehalten wird, ist in der Tabelle 2 angegeben.
-
Eine etwas abuehende Art, um bei der-Eingabe der Aufträge in die
Sortierer 28 und~29 im wesentlichen zu dem gleichen Ergebnis zu kommen, ist, den
nichtlimitierten Aufträgen den letzten Verkaufskurs, in diesem Falle 18 $, zuzuordnen,
und die Codebezeichnung für nichtlimitierte Aufträge für den Betrieb des Vergleichers
zu verwenden, der die Reihenfolge der Aufzeichnung bestimmt.
-
Hier werden also die nichtlimitierten Kaufsaufträge zum letzten Kurs
von 18 $ eingereiht, jedoch kann der Vergleicher 53, mit einer oder mehreren zusätzlichen
Stufen ausgestattet, dazu Verwendung finden, die Unterschiede zwischen den nichtlimitierten
Aufträgen zu 18 $ und den limitierten Aufträgen zum gleichen Kurs festzustellen.
Dies deshalb, weil die Einordnung dieser Aufträge als nichtlimitierte Aufträge eindeutig
den zellen des Auftraggebers zu erkennen gibt, daß dieser bereit ist, zumindest
geringfügig teuerer als zum letzten Börsenschlußkurs zu kaufen.
-
Das Umgekehrte geschiehtsbei den Verkaufsaufträgen. Diese werden
in diesem Falle ebenfalls zu dem letzten Börsenscillußkurs von 18 $ eingegeben,
jedoch findet der Vergleicher des Verkaufsauftrags-Sortierers 29 dazu Verwendung,
die nichtlimitierten Aufträge als solche zu identifizieren, die bezüglich ihres
Kurses unterhalb limitierten Aufträgen zu 1z ffi einzuordnen
sind.
Da die Verkauf sauf träge jedoch in Wirklichkeit nach ihrem Preis in aufsteigender
Reihenfolge geordnet werden, kommen die nichtlimitierten Aufträge zu einem Kurs
von 18 $ vor entsprechenden limitierten Aufträgen zu stehen. Als Ergebnis erhält
man aus den Sortierern 28 und 29 eine Anordnung der in Tabelle 1 angegebenen Aufträge,
die nicht sehr verschieden von derjenigen nach Tabelle 2 ist.
-
Die nächste von dem System 10 vorzunehmende Operation besteht darin,
den Handelskurs für die nächste Geschäftsabwickl lung zu bestimmen, was durch den
Kursvergleicher 31 geschieht.
-
Dieser Vergleicher wird von der Hauptprogrammsteuereinheit 37 betätigt,
nachdem die oben,beschriebenen Sortiervorgänge erfolgt sind. Er vergleicht die in
dem Kaufauftrags-Sortierer 28 und in dem Verkauisauftrags-Sortierer 29 gespeicherten
Aufträge, beginnend mit den in Tabelle 2 zuoberst aufgeführten. D. h. er vergleicht
die Kurse von Posten zu Posten, bis er ein erstes Paar Aufträge A (Tabelle 2) erreicht,
die nicht miteinander in Einklang zu bringen sind. In dem angegebenen Beispiel besteht
das Paar A aus einem Verkaufsauftrag für das Papier PDQ zu einem Kurs von 18.50
$, der in der Reihenfolge einem#Kaufsauftrag zu einem Kurs von lediglich 18.25 $
gegenübersteht. Dieses Geschäft kann offensichtlich nicht abgewickelt werden, da
der Käufer nicht bereit ist, den von dem Verkäufer geforderten Preis zu bezahlten.
Die Feststellung dieses ersten nicht in Einklang zu bringenden Auftragspaares A
signalisiert dem System 10, das vorausgehende Auftragspaar B auszudrucken, d. h.
das letzte Paar von Kaufs- und Verkaufsaufträgen, die miteinander abzuwickeln sind.
Während des Vergleichsvorganges sind bereits alle dem Paar A vorausgehenden Kaufs-
und Verkaufsaufträge-in der Ausgangsspeicher- und Decodiereinrichtung 33 aufgezeichnet
worden. Daher können für die letztliche Bestimmung des Verkaufskurses nach Erreichen
des Auftragspaares A das Paar B und alle vorausgehenden Paare decodiert und durch
die Ausgabegeräte 13 und 16 in den Eingabe-Ausgabe-Stationen 11 und 14 ausgedruckt
werden. Dieser Kurs beträgt 18.25 $.
-
Kursberechnung II Das vorausgehende Beispiel, nämlich die Kursbe#rechnung
I, die einen Verkaufskurs von 18.25 $ ergab, ist bezeichnend für die Arbeitsweise
des Datenverarbeitungssystems 10 bei einem ruhigen Markt. Doch ist der Markt in
Wirklichkeit nicht ständig ruhig. Das nachfolgende Beispiel veranschaulicht die
Verhältnisse, wie sie unter Verwendung des Systems 10 bei einem leicht fallenden
Markt auftreten. Hier sollen unter der Annahme eines Börsenschlußkurses von 18 $
wie zuvor die nach dem letzten Börsenschluß empfangenen und in dem Hauptdatenspeicher
auf gezeichneten Aufträge die folgenden sein: Tabelle 3 Kauf sauf träge Verkauf
sauf träge Stück Kurs Stück Kurs 500 $ 18.25 400 $ 19.00 300 18.00 300 18.00 200
18.75 100 17.75 300 17.75 600 18.25 100 18.00 700 17.75 100 17.50 ~ 300 18.00 1000
17.75 2400 limitiert 2500 limitiert 500 nichtlimitiert 1200 nichtlimitiert 3000
insgesamt 3600 insgesamt Wiederum ist zu bemerken, daß Eauisautträge zu einem Kurs,
der gleich oder höher ist als der letzte Börsenschlußkurs von 18 $ und ebenso Verkauf
saufträge zu einem Kurs auftreten, der gleich oder niedriger als der letzte Börsenschlußkurs
ist. Daher verfährt das Datenverarbeitungssystem 10 zunächst wie zuvor, d. h. die
Kaufs- und Verkauf saufträge werden durch die Sortierer 28 und 29 in die folgende
Reihenfolge gebracht:
Tabelle 4 Mengeneinheiten Kurs Mengeneinheiten
Kurs 1 $ 18.75 1 $ 17.75 1 18.75 1 17.75 1 18.25 1 17.75 1 18.25 1 17.75 1 18.25
1 17.75 1 18.25 1 17.75 1 18.25 1 17.75 1 18.25 n.l. 1 17.75 1 18.25 n.l. 1 17.75
n.l.
-
1 18.25 n.l. 1 17.75 n.l.
-
1 18.25 n.l. 1 17.75 n.l.
-
1 18.25 n.l. 1 17.75 n.l.
-
1 18.00 1 17.75 n.l.
-
1 18.00 1 17.75 n.l.
-
1 18.00 1 17075 n.l.
-
1 18.00 1 17.75 n.l.
-
1 17.75 1 17.75 n.l.
-
1 17.75 1 17.75 n.l.
-
1 17.75 1 17.75 n.l.
-
D 1 17.75 1 17.75 n.l.
-
o 1 17.75 1 18.00 1 17.75 1 18.00 1 17.75 1 18.00 1 17.75 1 18.00
1 17.75 1 18.00 1 17.75 1 18.00 1 17.75 1 18.25 1 17.75 1 18.25 1 17.75 1 18.25
1 17.50 1 18.25 1 18.25 1 18.25 1 19.00 1 19.00 1 19.00 1 19.00 rs
In
diesem Falle stellt der Kursvergleicher 31 beim Vergleichen der aufeinanderfolgenden
Kaufs- und Verkaufsaufträge ein Paar C dieser Aufträge fest, die erstmalig nicht
mehr miteinander in Einklang zu bringen sind. Wie zuvor können alle Aufträge beginnend-mit
dem dem Paar C vorausgehenden Paar D durchgeführt und als durchführbare Aufträge
verzeichnet werden, Darauf erfolgt mittels der Ausgangsspeicher- und Decodiereinrichtung
33 die Decodierung, und die decodierten Signale aus allen dem Paar C vorausgehenden
Aufträgen einschl. des letzten abzuwickelnden Auftragspaares D werden zum Ausdrucken
den Ausgabegeräten 13 und 16 zugeführt, wobei diese Aufträge unter dem soeben bestimmten
Handelskurs von 17.75 $ notiert werden. Das Beispiel zeigt die Wichtigkeit der Behandlung,
die man den nichtlimitierten Aufträgen angedeihen läßt. Wenn nämlich die nichtlimitierten
Verkauf sauf träge ohne Unterscheidung zum letzten Börsenschlußkurs eingegeben worden
wären, so als ob sie limitierte Aufträge wären, hätte sich ein verzerrtes Kursbild
ergeben, das nicht die fallende Tendenz des Marktes angezeigt hätte, und die letzten
vier Auftragspaare hätten nicht abgewickelt werden können.
-
Kursberechnung III Solange keine großen Störerscheinungen für eine
bestimmte Art fungibler Güter, wie z. B. das Papier PDQ,auf dem Markt auftreten,
können und sollen die nichtlimitierten Aufträge unmittelbar für die Kursberechnung
herangezogen werden, wie vorausgehend aufgezeig#t.
-
Gelegentlich jedoch sind bezüglich bestimmter Güter stärkere Kursfluktuationen
zu beobachten. Es sei beispielsweise bezüglich der Aktie PDQ angenommen, daß nach
Börsenschluß an einem Tag günstige Nachrichten über die Firma PDQ veröffentlicht
werden. In einem solchen Fall werden sich für die Aktie PDQ verhältnismäßig wenige
Verkäufer, jedoch viele Kauf interessenten während der nächsten Börse finden. Daheztkann
man von der Änderung der Geschäftslage eine kräftige Änderung der Aktienkurse dieser
Firma erwarten. Die betreffenden Kaufs- und-Verkauf saufträge-zu Beginn des nächsten
Börsentages seien die folgenden:
Tabelle 5 Kauf sauf träge Verkauf
sauf träge Stück Kurs Stück Kurs 1000 $ 18.50 100 $ 19.00 1000 18.00 1100 19.75
800 20.00 400 19.50 1200 19.00 300 19.50 1000 18.00 1900 limitiert 500 18.50 5500
limitiert 600 nichtlimitiert 1000 nichtlimitiert 2500 insgesamt 6500 insgesamt Aus
dieser Aufstellung geht klar hervor, daß der Börsenschlußkurs des vorhergehenden
Tages von 18 $ keinen Aussagewert mehr besitzt. Keine Aktie wird nunmehr zu 18 $
oder weniger zum Verkauf angeboten. Der niedrigste Verkaufskurs beträgt 19 $ und
umfaßt nur 100 Stück. In einem solchen Fall kann dann die Bezeichnung "nichtlimitiert"
keinen Bezug auf den vorausgehenden Börsenschlußkurs von 18 $ haben. Vielmehr wird
nun ein Kurs zugrundezulegen sein, der von Käufern und Verkäufern bestimmt wird,
welche bereit sind, sich nach dem Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage zu richten.
-
Unter Verwendung des Datenverarbeitungssystems 10 ist es nun nicht
notwendig, irgendwelche separaten Manipulationen vorzunehmen, um das Vorhandensein
der soeben erörterten Marktsituation festzustellen. Dies erfolgt vielmehr durch
die Marktvergleichsschaltungen 38, 39 und 41. Wenn die Hauptprogrammsteuereinheit
37 zum Zwecke einer Kursbestimmung betätigt wird und noch ehe die Daten in den Sortierern
28 und 29 aufgezeichnet werden, werden die zunächst in dem Hauptdatenspeicher 18
befindlichen Daten über das Gatter 38 dem Marktvergleicher 39
zugeführt.
In diesem letzteren werden die einzelnen Kaufs- und Verkauf sauf träge mit dem Börsenschlußkurs
von 18 $ verglichen, der in dem Börsenschlußkurs-Speicher 32 aufgezeichnet ist.
In dem betrachteten Beispiel bei Vorliegen von Aufträgen nach Tabelle 5 stellt der
Marktvergleicher 39 fest, daß keinerlei Verkaufsaufträge zu oder unterhalb des letzten
Börsenschlußkurses vorliegen. Infolgedessen liefert der Vergleicher 39 ein Ausgangssignal,
das die Hauptprogrammsteuereinheit 37 betätigt, um eine Arbeitsweise in Gang zu
setzen, bei der die nichtlimitierten Aufträge für die Kursbestimmung zunächst keine
Beachtung finden.
-
Leitet die Hauptprogrammsteuereinheit 37 nun aber die tatsächliche
Kursbestimmung ein, so erfolgt das Herauslesen der Daten aus dem Hauptdatenspeicher
18 nun etwas anders als zuvor. Es werden nun alle nichtlimitierten Aufträge durch
die Gatterschaltung 1.9 über die beiden Ausgänge 22 und 23 zu der Subtraktionsschaltung
34 gegeben. Das Ausgangssignal der Subtraktionsschaltung 34 wird dem Korrekturzähler
35~zugeführt, der die Differenz zwischen der Mengenanzahl der nichtlimitiert angebotenen
und der nichtlimitiert zu kaufen gesuchten Aktien feststellt.
-
Die limitierten Aufträge hingegen werden über die Kursfeststellungs-Gatterschaltung
19 zu der Subtraktionsschaltung 34 weitergeleitet und über die Kaufs-Verkauf s-Gatterschaltung
25 in der gleichen Weise wie vorher den Sortierern 28 und 29 zugeführt.
-
Dies führt zu einer geordneten Aufzeichnung der limitierten Kaufs-und
Verkaufsaufträge, wie sie aus folgender Aufstellung hervorgeht:
Tabelle
6 Mengeneinheiten Kurs Mengeneinheiten Kurs 1 $ 20.00 1 $ 19.00 1 20.00 1 19.50
1 20.00 1 19.50 1 20.00 1 19.50 1 20.00 1 19.50 1 20.00 1 19.50 1 ~ 20.00 1 ~ 19.50
F 1 20.00 1 19.50 E 1 19.00 1 19.75 1 19.00 1 19.75 1 19.00 1 19.75 1 19.00 G 1
~ 19.75 1 19.00 1 19.75 1 19.00 1 19.75 1 19.00 1 19.75 1 19.00 1 19.75 1 19.00
1 19.75 1 19.00 1 19.75 1 19.00 1 19.75 1 19.00 1 18.50 1 18.50 1 18.50 1 18.50
1 18.50 10 über 18.50 20 zu 18.00 Der Kursvergleicher 31 arbeitet wie zuvor, um
die in den Sortierern 28 und 29 aufgezeichneten Daten zu verglichen. Das erste Paar
nicht miteinander zum Einklang zu bringender Aufträge ist das Paar B. Wie unter
normalen Marktverhältnissen ist der festgestellte Kurs derjenige des letzten Paares
abzuwickelnder Aufträge P. Diese Kursfestsetzung schließt jedoch die Arbeit des
Datenverarbeitungssystems
nicht ab, da es die nichtlimitierten Aufträge noch nicht in Betracht gezogen hat.
-
Vielmehr wird nun durch die Hauptprogrammsteuereinheit 37 das Korrekturgatter
36 betätigt und veranlaßt den Kursvergleicher 31, die Folge der Kaufsaufträge mit
einer solchen Anzahl Mengeneinheiten durchzugehen, die dem Überschuß an nichtlimitierten
Kauf saufträgen#über Verkauf saufträgen entspricht, der durch den Korrekturzähler
3#5 festgestellt-wird. Bei jedem Schritt wird der Kurs des betreffenden Verkauf
sauftrages mit demjenigen des Verkaufsauftrages F in Höhe von 20 $ verg#lichen,
um festzustellen, ob der Kurs dieses Verkauf sauftrages noch unter, jedenfalls aber
nicht über demjenigen des Verkauisauftrages F liegt. Wie Tabelle 6 zu erkennen gibt,
beträgt der Kurs eines nach vier Schritten erreichten Verkauf sauftrages G noch
19.75 $, also weniger als der Kurs von 20 $ des Angebots-F. Die Tabellen 5 und 6
zeigen, daß dies es ermöglicht, 1200 Stück des betreffenden Papiers zu einem Kurs
von 20 $ anstatt dem letzten Börsenschlußkurs von 18 $ unterzubringen. Dieser Kurs
von 20 $ stellt den neuen Handelskurs dar, der die beträchtliche Veränderung der
Marktlage erkennen läßt.
-
Falls eine größere Zahl von nichtlimitierten Kaufauiträgen vorgelegen
hätte, dann hätten alle angebotenen Stücke zu dem festgesetzten Handelskurs von
20 $ verkauft werden können. Hätten dagegen weitere limitierte Verkauf saufträge
zu einem Kurs von über 20 $ vorgelegen, so hätten diese nicht ausgeführt werden
können, Zusammenfassung der Arbeitsweisen Wird keine Aktie zum oder unter dem letzten
Börsenschlußkurs angeboten, wenn die Geschäftsnachrichten gut sind, dann ist es
nicht möglich, den nächsten Verkaufskurs unmittelbar nach den nichtlimitierten Angeboten
zu ermitteln. Vielmehr müssen diese am Ende des Datenverarbeitungsprozesses Berücksichtigung
finden, wie oben unter der Überschrift ~Kursberechnung IlI"in Verbindung mit den
Tabellen 5 und 6 angegeben. Wenn andererseits kein Kaufsauftrag zu dem letzten Börsenschlußkurs
vorliegt, falls die Geschäftsnachrichten schlecht sind, so ist es wiederum nicht
angängig, die nichtlimitierten Angebote unmittelbar zur Kursbestimmung
zu
verwenden. Stattdessen werden diese wieder am Ende des Prozesses durch den Marktvergleicher
und den Korrekturzähler berücksichtigt, die in genau der gleichen Weise eingesetzt
werden wie im Falle der vorher betrachteten raschen Aufwärtsentwicklung des Marktes.
-
Wie oben erwähnt, werden die nichtlimitierten Aufträge dem System
normalerweise unter Kursen zugeführt, die sich nach dem letzten Verkaufskurs für
die betreffenden Güter richten. Bei dem dargestellten System 10, bei dem der Börsenschlußkurs-Speicher
32 mit dem Hauptdatenspeicher 18 verbunden ist, können die Kurse für die nichtlimitierten
Aufträge unmittelbar verarbeitet werden, wobei mittels verhältnismäßig einfacher,
herkömmlicher Rechenschaltungen bei den Kauf saufträgen zu dem letzten Börsenschlußkurs
eine minimale Kursdifferenz hinzugezählt und bei den Verkauf saufträgen von dem
letzten Börsenschlußkurs eine minimale Kursdifferenz abgezogen wird. Das Gleiche
könnte dadurch erreicht werden, daß die Bedienungspersonen nichtlimitierte Aufträge
zu einem bestimmten Kurs eingeben (encode "at marker" orders for price), obgleich
eine maschinelle Berechnung den Vorzug verdient, um den menschlichen Fehlerfaktor
herabzusetzen. Selbstverständlich werden diese willkürlichen Preiseintragungen für
nichtlimitierte Aufträge letzten Endes außer Acht gelassen, wo die nichtlimitierten
Aufträge nicht unmittelbar in die Preisbestimmung eingehen, wie im Beispiel unter
der aber schrift ~Preisberechnung III".
-
Es ist nicht erforderlich, daß die Einrichtungen, welche die Weiterleitung
von nichtlimitierten Aufträgen zu den Sortierern 28 und 29 verhindern, im Beispiel
der Marktvergleicher 39, die Hauptprogrammsteuereinheit 37 und die Gatterschaltung
19, in ihrer Arbeitsweise absolut von dem Börsenschlußkurs abhängen. Bei einem langsam
steigenden oder fallenden Markt kann es durchaus zur Stabilisierung des Marktes
beitragen, wenn für die Arbeitsweise dieser Einrichtungen ein gewisser Spielraum
verbleibt. In diesem Sinne ist es verhältnismäßig einfach, den Marktvergleicher
39 so auszulegen, daß er die Kurse der Kauf saufträge mit einem
Kurs
vergleicht, der ein wenig niedriger als der letzte Börsenschlußkurs ist, während
die Verkaufsaufträge mit einem solchen verglichen werden, der etwas über dem letzten
Börsenschlußkurs liegt. Legt man hierbei einen Kursunterschied von 0,25 $ für die
Aktie PDQ der obigen Beispiele zugrunde, so könnte der Marktvergleicher die Verwendung
von nichtlimitierten Aufträgen für die Kursbestimmung bei Anwesenheit von limitierten
Kauf saufträgen bis zu einem Kurs von 17.75 $ und von limitierten Verkauf saufträgen
bis herab zu 18.25 $ gestatten, ohne von dem Erfindungsgedanken abzuweichen. Tatsächlich
kann eine Grenzziehung diesel Art einen heilsamen Stabilisierungseffekt bei Kursfluktuationen
haben, vorausgesetzt, daß die Kursabweichung gegenüber dem letzten Verkaufspreis
der betreffenden Güter nicht übermäßig ist.
-
Aus der vorausgehenden Beschreibung des Datenverarbeitungssystems
10 geht hervor, daß die Kursberechnungen mittels des Systems vollautomatisch erfolgen
können, so daß es den Faktor menschlichen Urteilsvermögens, der bisher in den festgesetzten
Preis eingegangen ist, ausschaltet oder zumindest weitgehend herabsetzt. Das System
verwendet hierzu nichtlimitierte Aufträge sowohl bei verhältnismäßig stetigen Märkten
als auch solchen, die raschen Veränderungen mit steigender oder fallender Tendenz
unterworfen sind. Die Eingabe-Ausgabe-Stationen 11 und 14 führen jeweils eine komplette
Aufzeichnung aller tatsächlich durchgeführten Transaktionen. Weiter liefern die
Auf zeichnungen beider Stationen, ggf. in Verbindung mit denen weiterer an das System
angeschlossener Stationen, eine vollständige Aufzeichnung aller in das System eingegebener
Kaufs- und Verkauf saufträge überhaupt.
-
Besonders wichtig ist, daß mit dem System jede Notwendigkeit für die
Anwendung menschlichen Urteilsvermögens entfällt, selbst wenn rasche Marktänderungen
auftreten, und daß Kursberechnungen vollautomatisch erfolgen können außer bei völliger
Abwesenheit irgendwelcher Aufträge, sei es Kaufsaufträge, sei es Verkauisaufträge.
Wenn keinerlei Kaufs- und#Verkaufsaufträge vorliegen, kann aber ohnehin kein Markt
stattfinden.
-
Anwendung für eine Effektenbörse Die Erfindung geht bereits aus obiger
Beschreibung vollkommen hervor. Des weiteren gibt diese Beschreibung an, wie mit
dem erfindungsgemäßen System Kursbestimmungen bei unterschiedlichen Marktverhältnissen
erfolgen können. Nachfolgend wird beschrieben, wie die Erfindung in einem Datenverarbeitungssystem
für eine Effektenbörse Anwendung finden kann, wo beispielsweise 100 verschiedene
Papiere gehandelt werden, um die Kaufs- und Verkauf sangebote miteinander in Einklang
zu bringen.
-
Die betreffende Börse soll eine Zentrale sowie davon entfernt liegende
Eingabe-Ausgabe-Stationen haben, von denen einige in entfernten Städten liegen können.
In der Zentrale befindet sich ein Datenverarbeitungssystem, wie z. B. das unter
der Bezeichnung 7094 auf dem Markt befindliche der Firma IBM. Dieses System ist
mit Eingabe- und Ausgabegeräten in den entfernt liegenden Eingabe-Ausgabe-Stationen
sowohl über Fernschreibleitungen für die langsame Datenübertragung als auch Fernsprechleitungen
für eine rasche Datenübertragung und überdies mit Eingabe- und Ausgabegeräten unmittelbar
in der Zentrale sowie in nahegelegenen Eingabe-Ausgabe-Stationen über sogenannte
interne Teilnehmer-oder Eingabe-Ausgabe- Leitungen verbunden.
-
Die Marktabwicklung bei einer solchen Börse vollzieht sich wie folgt:
Während des Eingabezeitraumes werden Aufträge sowohl in der Zentrale als auch an
den außengelegenen Eingabe-Ausgabe-Stationen aufgegeben. Diese Aufträge werden an
das System übertragen, codiert und in Magnettrommelspeichern gespeichert. Am Ende
des Eitgabezeitraumes werden die Aufträge aus den Trommelspeichern herausgelesen
und erfindungsgemäß behandelt. Alle während des Handels auftretenden Marktkursänderungen
werden an die Eingabe-Ausgabe-Stationen zurückübertragen, um dort ausgedruckt zu
werden. Nach Abschluß des Handels und nachdem alle neuen Marktkurse auf diese Weise
mitgeteilt wurden, beginnt ein neuer Jflingabezeitraum.
-
Gesamtsystem sowie Eingabe- und Ausgabeeinrichtungen Ein Datenverarbeitungssystem
100, wie es für eine solche Börse geeignet ist, ist schematisch in Fig. 4 angegeben.
Das System 100 enthält eine zentrale Datenverarbeitungseinheit 102, einen Magnetkernspeicher
104, einen Multiplexer 106 und fünf Datenkanäle 108, 110, 112, 114 und 116. Einer
dieser Datenkanäle, 108, findet Verwendung, um einen Drucker 118, einen Kartenleser
120, einen Kartenlocher 122 und eine Anzahl Magnetbandeinheiten 124 zu steuern.
Er dient hauptsächlich dazu, in das System 100 neue Programme einzugeben und findet
auch Verwendung, um Buchführungsaufzeichnungen über die an dem jeweiligen Tage durchgeführten
Geschäfte zu erstellen. Die an den Datenkanal 108 angeschlossenen Magnetbandeinheiten
124 enthalten verschiedenartige Auftrags- und Handelssteuerprogramme sowie weitere
Programme, die in dem System 100 während der Abendstunden und zu solchen Zeiten
ausgeführt werden können, zu denen kein Börsenmarkt stattfindet.
-
Falls erwünscht können auch die Buchführungsinformationen in einer
der Magnetbandeinheiten 124 gespeichert werden. Der Datenkanal 116 ist mit einer
Dateisteuerung 125 verbunden, die ihrerseits mit fünf Magnettrommel-Speichereinheiten
126, 128, 130, 132 und 134 in Verbindung steht. Die Datenkanäle 110, 112 und 114
sind mit drei Eingabe-Ausgabe-Synchronisierern 136-, 138 und 140 verbunden, die
wiederum mit verschiedenen Datenübertragungssystemen in Verbindung stehen.
-
Der Eingabe-Ausgabe-Synchronisierer 136 ist über zwei Leitungen 142
und 144 mit einer internen Eingabe-Ausgabe-Leitung 146 (Fig. 5A) verbunden. An diese
sind bis zu zehn nahegelegene Eingabe-Ausgabe-E#inheiten, 147, 149 und 151 im Beispiel
der Fig. 5A, angeschlossen. Jeweils nur eine dieser Einheiten an einer Eingabe-Ausgabe-Leitung
kann zu einer bestimmten Zeit in Betrieb sein.
-
Diese Einheiten können bis zu etwa 13 km von dem System 100 entfernt
auftreten. Der Synchronisierer 136 steht weiterhin über zwei Leitungen 148 und 150
mit einer zweiten internen Eingabe-Ausgabe-Leitung 152 in Verbindung, die der in
Fig. bA wiedergegebenen Eingabe-Ausgabe-Leitung 146 gleicht. Eine geeignete Eingabe-Ausgabe-Einheit
zur Verwendung an einer der Eingabe-Ausgabe-
Leitungen, wie 146
und 152, stellt die unter der Bezeichnung 1014 von der Firma IBM gelieferte Fernabfrageeinheit
dar.
-
Der Eingabe-Ausgabe-Synchronisierer 136 (Fig. 4) ist ferner über
zwei Leitungen 154 und 156 mit einer Hochgescilwindigkeits-Datenübertragungseinheit
158 verbunden. Diese steht mit einem Daten-Fernsprechübertragungsgerät 160 in Verbindung,
das die Daten über normale Fernsprechleitungen an ein anderes Daten-Fernsprechübertragungsgerät
162 (Fig. SC) in einer entfernt liegenden Eingabe-Ausgabe-Station 164 übertragen
kann.
-
Wie Fig. 50 zeigt, ist das Daten-Fernsprechübertragungsgerät 162
über einen Umsetzer 176 mit einer Anzahl Eingabe-Ausgabe-Einheiten 166, 168 und
170 verbunden. Einzelheiten eines solchen Datenübertragungssystems sind in einem
Aufsatz von J. J. Feldmann mit dem Titel "The Howard Savings Institution - A Case
History in Real-Time Data Processing", veröffentlicht in den "IEEE Transactions
on Communication and Electronics" Nr. 67 (Juli 1963) auf den Seiten 367 - 372 beschrieben.
-
Der Eingabe-Ausgabe-Synchronisierer 138 (Fig. 4) ist über zwei Leitungen
178 und 180 mit einer zweiten Datenübertragungseinheit 182 verbunden, die ihrerseits
mit einem Daten-Fernsprechübertragungsgerät 184 in Verbindung steht. Das Daten-Fernsprechübertragungsgerät
184 kann wiederum über eine herkömmliche Fernsprechleitung mit einem (nicht gezeigten)
weiteren Daten-Fernsprechübertragungsgerät in einer entfernt/liegenden Eingabe-Ausgabe-Station
in Verbindung treten, die der Station 164 in Fig. 5C gleicht. Auf ähnliche Weise
ist der Eingabe-Ausgabe-Synchronisierer 140 (Fig. 4) über zwei Leitungen 186 und
188 mit einer dritten Datenübertragungseinheit 190 verbunden, die über ein Daten-Fernsprechübertragungsgerät
192 unter Vermittlung einer herkömmlichen Fernsprechleitung mit einem weiteren Daten-Fernsprechübertragungsgerät
in einer anderen (nicht gezeigten) Eingabe-Ausgabe-Station entsprechend der Station
164 in Fig. 5C in Verbindung treten kann.
-
Der Eingabe-Ausgabe-Synchronisierer 138 (Fig. 4) ist über zwei Leitungen
196 und 198 mit einer ersten Fernschreib-Eingabe
Ausgabe-Einheit
194 sowie über zwei Leitungen 202 und 204 mit einer zweiten Fernschreib-Eingabe-Ausgabe-Einheit
200 verbunden.
-
Die Fernschreib-Eingabe-Ausgabe-Einheiten 194 und 200 schließen Fernschreibleitungen
ein, die zu einzelnen Eingabe-Ausgabeeinheiten in verschiedenen Eingabe-Ausgabe-Stationen
führen.
-
Fig. B zeigt die Fernschreib-Eingabe-Ausgabe-Einheit 194 genauer.
Die Leitungen 196 und 198 können jede beliebige Länge annehmen. Am Ende der Leitungen
196 und 198 befindet sich eine entierntoliegende Eingabe-Ausgabe-Einheit 197. Sie
besteht aus einem Fernschreiber herkömmlicher Bauart.
-
Der Eingabe-Ausgabe-Synchronisierer 140 (Fig. 4) ist gleichfalls
mit zwei Fernschreib-Eingabe-Ausgabe-Einheiten, 206 und 208, verbunden. Die Verbindung
zu der Einheit 20G erfolgt über zwei Leitungen 210 und 212, während die Einheit
208 mit dem Synchronisierer 140 über die Leitungen 214 und 216 in Verbindung steht.
Die Einheiten 206 und 208 wie auch die Einheit 200 gleichen der in Fig. 5B wiedergegebenen
Einheit 194.
-
Die oben beschriebene Ausrüstung mit Ausnahme der Daten-Fernsprechübertragungsgeräte
ist als Zusatz zu dem Datenverarbeitungssystem mit der Bezeichnung 7094 der Firma
IBM erhältlich.
-
Spezifische Modellbezeichnungen und Einzelheiten sind der Veröffentlichung
#~IBM 7094 Data Processing System - Princip~es of Operation", Ausgabe 1962 (veröffentlicht
durch International Business Machines Corporation, Data Processing Division, 112
East Post Road, White Plains, New York, 10601, entnehmbar. Ein geeignetes Daten-Fernsprechübertragungsgerät
zur Verwendung in Verbindung mit diesem System wird von der Firma Western Electric
Company, Incorporated, für das tlBell System" hergestellt.
-
Funktionen einzelner Elemente des Systems Die zentrale Datenverarbeitungseinheit
102 (Fig. 4) erfüllt die Funktion der Hauptprogrammsteuereinheit 37 aus Fig. 1 sowie
diejenige der Gattersteuerschaltung 55 aus Fig. 2. Ein programmsteuerbarer arithmetischer
Akkumulator innerhalb der Datenverarbeitungseinheit
102 (Fig.
4) erfüllt die Funktion des Korrekturzählers 35, der Subtraktionsschaltung 34 und
des Kursvergleichers 31 aus Fig. 1 sowie des Vergleichers 53 aus Fig. 2. Zwei programm
steuerbare Indexregister 300 und 302 (Fig. 7) innerhalb der Datenverarbeitungseinheit
102 (Fig. 4) nehmen die Aufgabe der Schieberegister in dem Marktvergleicher 39 (Figuren
1 und 7) wahr, und ein drittes Indexregister, 304, tritt an die Stelle der Subtraktionsschaltung
24 aus Fig. 1. Eine programmsteuerbare Gatterschaltung innerhalb'der zentralen Datenverarbeitungseinheit
102 ersetzt den Codierer 17 wie die Gatter 19, 25, 36, 38 und 42 aus Fig. 1 und
erfüllt desweiteren die Funktion des Gatters 52 aus Fig. 2. Die Codierung und Decodierung
der Aufträge erfolgt dabei teilweise durch die Eingabe-Ausgabe-Einheiten 147, 149,
151, 166, 168, 170 und 197 (Fig. 5), teilweise durch die Eingabe-Ausgabe-Synchronisierer
136, 138 und 140 (Fig. 4) und teilweise durch die zentrale Datenverarbeitungseinheit
102 (Fig. 4) selbst unter Programmsteuerung. Die fünf Magnettrommel-Speichereinheiten
126 - 134 (Fig. 4) treten an die Stelle des Hauptdatenspeichers 18 aus Fig. 1. Der
Kernspeicher 104 ersetzt alle übrigen Speicherelemente des Systems 10 aus Fig. 1
und dient darüber hinaus als Speicher für die Augenblickswerte aus dem Korrekturzähler
für die 100 gehandelten Werte.
-
Rechenvorgänge Soweit nichts anderes vermerkt, finden alle Rechenvorgänge
unter Verwendung binärer Arithmetik innerhalb des Systems 100 statt nach den Prinzipien,
wie sie in Kapitel 4 von "Arithmetik Operations in Digital Computers" von R.K. Richards,
erschienen 1955 bei D. Van Nostrand Company, Incorporated, beschrieben sind. Subtraktionen
erfolgen manchmal unter Addierung des Komplements zur Zahl "2" (oder des Komplements
zur Zahl "1" plus "1") des Subtrahenden zu dem Minuenden gemäß dem zubtraktionsverfahren
unter Hinzufügung von Komplementen, wie es auf den Seiten 124 - 128 des Buches von
Richards und in der Veröffentlichung ~1113M 7094 Data Processing System - Principal
ot Uperation" beschrieben ist.
-
Die Vergleichskontrollen werden durch Subtraktion einer Zahl von
der anderen und darauffolgende Feststellung des Vorzeichens des Restes in Übereinstimmung
mit dem von Richards auf Seite 290 beschriebenen Verfahren durchgeführt.
-
Die zentrale Datenverarbeitungseinheit Die internen Einzelheiten
der zentralen Datenverarbeitungseinheit 102 sind nicht dargestellt. Solche Einheiten
treten in Digitalrechnern normalerweise auf, und eine detaillierte Beschreibung
der zu einem solchen Rechner gehörigen Einheit kann von dem Hersteller erhalten
werden. In der nachfolgenden Beschreibung ist, sofern nichts anderes angegeben ist,
angenommen, daß die zentrale Einheit 102 aus einer Kombination einer sogenannten
Programmverarbeitungseinheit 7110 der Firma IBM mit einer sogenannten arithmetischen
Sortiereinheit 7109 der gleichen Firma besteht. Eine so aufgebaute Einheit 102 ist
in der Veröffentlichung 7'IBM 7094 Data Processing System -Principles of Operation"
beschrieben.
-
Allgemein läßt sich sagen, daß die Einheit 102 Daten in dem Kernspeicher
104 zu speichern und aus diesem Speicher herauszulesen vermag, daß sie die einzelnen
Datenkanäle 110 - 116 steuern kann, um Daten zwischen dem Kernspeicher 104 und verschiedenen
externen Einheiten zu übertragen, und daß sie eine jegliche arithmetische, Vergleichs'Schiebe-
oder logische Operation, die unter Programmsteuerung zu erfolgen hat, durchzuführen
vermag. Sie enthält zwei oder mehr Indexregister, die aus Binärzahlen-Speicherregistern
mit einer Speicherkapazität von 15 Bit bestehen. Des weiteren enthält die Einheit
102 zumindest einen arithmetischen Akkumulator, der so aufgebaut ist, wie von Richards
auf den Seiten 98 bis 113 sowie auf Seite 124 beschrieben, und die in der Lage sind,
binäre Additionen und Subtraktionen durchzuführen. Dieser arithmetische Akkumulator
ist ebenfalls ein Schieberegister, in welchem binäre Informationen nach rechts oder
links verschoben werden können und gleicht in dieser Hinsicht den Schieberegistern,
welche von Richards auf den Seiten 144 bis 146 beschrieben sind.
-
Programme und Programmsteuerung Jedes Arbeitsprogramm bzw. jede Kombination
von Arbeitsprogrammen, womit das System 100 gesteuert werden kann, um die unten
noch beschriebenen Arbeitsschritte durchzuführen, kann zusammen mit der zentralen
Datenverarbeitüng'seinheit 102 als die Hauptprogrammsteuereinheit 37 nach Fig. 1
in Verbindung mit der Gattersteuerschaltung 55 aus Fig. 2 aufgefaßt werden.
-
Das Arbeitsprogramm steuert auch den arithmetischen Akkumulator bei
der Durchführung der verschiedenen Additionen, Subtraktionen, Vergleiche, Durchschalt-
und Codiervorgänge.
-
Ein Arbeitsprogramm besteht aus einer großen Zahl von Anweisungen,
die zusammen ganz genau einen jeden einzelnen Arbeitsschritt für das System 100
vorschreiben. Eine geeignete Zusammenstellung solcher Anweisungen ist im einzelnen
in der Veröffentlichung "IBM 7094 Data Processing System - Principles of Operation"
beschrieben. Es wäre sinnlos, hier ein Programmbeispiel zu bringen, da ein solches
außerordentlich viel Raum beansprucht und jeder in der Programmierung großer Datenverarbeitungssysteme
geübte Programmierer in der Lage ist, nach Studium des hier angegebenen Materials
die erforderlichen Programme aufzustellen.
-
Aufteilung des Magnetkernspeichers Der Kernspeicher 104 (Fig. 4)
des Systems 100 umfaßt 32768 binäre 36-Bit-Speicherplätze. Die Figuren 8A, 8B und
8C zeigen eine der vielen möglichen Arten, in welcher erfindungsgemäß auftretende
Daten in diesem Speicher untergebracht werden können.
-
In einer jeden dieser Figuren zeigen die einzelnen Blöcke einzelne
36-Bit-Speicherplätze. Die Zahlen und Buchstaben unter den Blöcken geben, soweit
vorhanden, die Bit-Plätze innerhalb der einzelnen Speicherplätze an. Der am weitesten
links auftretende Lit-Platz innerhalb eines jeden 36-Bi#-Speicherplatzes,
der
mit ~5" ("sign") bezeichnet ist, stellt einen Vorzeichen-Bit-Platz dar. Die verbleibenden
Bit-Plätze sind der Reihe nach von links nach rechts mit 1 bis "35" bezeichnet.
Den Speicherplätzen sind Nummern zwischen "0" und "32 767" beigeordnet, die in den
Figuren 8A, 8B und 8C links neben dem betreffenden Block erscheinen.
-
In Fig. 8A sind viele dieser Blöcke unterteilt. Dabei sind die zu
jedem Teil gehörigen Bit-Plätze angegeben. Beispielsweise ist der mit "1 175" bezeichnete
Block in vier Teile unterteilt, nämlich einen ersten, der die Bit-Plätze 5 bis 20
enthält, einen zweiten Teil, der lediglich den Bit-Platz 21 umfaßt, einen dritten
Teil, zu dem lediglich der Bit-Platz 22 gehört, und einen vierten Teil mit den Bit-Plätzen
23 bis 35.
-
Viele -Blöcke und Teile dieser Blöcke in Fig. 8A sind mit Buchstaben,
Zahlen oder Symbolen versehen. Diese Buchstaben, Zahlen und Symbole geben den Informationsinhalt
des betreffenden Speicherplatzes an. Ist ein 6-Bit-Teil eines Blocks mit einem Buchstaben
gekennzeichnet, so bedeutet dies, daß der Buchstabe in Form einer binärcodierten
Dezimalzahl ("BCD-Zahl") unter Verwendung des herkömmlichen sechsstelligen alphanumerischen
BCD-Codes gespeichert ist. Wenn eine ganze Zahl einen Teil eines Blocks in Anspruch
nimmt, so heißt das, daß diese Zahl einfach in Gestalt einer Binärzahl gespeichert
ist.
-
Ist in einem Teil eines Blocks eine gemischte Zahl (ganze Zahl mit
Bruch) angegeben, so ist diese in Gestalt einer Festkomma-Binärzahl gespeichert,
wobei das Komma nach der dritten Stelle von rechts auftritt. Beispielsweise ist
in dem 23. bis 25. Bit-Platz des mit "1 175" bezeichneten Speicherplatzes die gemischte
Zahl ~12 7/8" gespeichert. In Binärform wird "12" zu "1 100", und "7/8" wird zu
~0,111". Daher ist die Festkomma-Binärzahl, die in den Bitplätzen 23 bis 35 gespeichert
ist, "0 000 001 100,111".
-
Wo ein Plus-Zeichen in dem mit ~5" bezeichneten Bit-Platz erscheint,
soll dort in Wirklichkeit eine "0" eingespeichert
sein. Wenn ein
Minus-Zeichen eingetragen ist, bedeutet dies, daß in Wirklichkeit eine "1" in dem
mit "S"-bezeichneten Bit-Platz gespeichert ist.
-
Ein Teil des Kernspeichers 104 (Fig. 4) enthält ständig Arbeitsprogramme,
welche die Arbeitsweise des Systems 100 steuern. Diese Arbeitsprogramme können teilweise
auch in den Magnetbandeinheiten 124 auf Magnetband gespeichert werden, insb.
-
dann, wenn der Kernspeicher 104 größtenteils zum Sortieren und Verarbeiten
von Aufträgen benötigt wird. Die Speicherung der Arbeitsprogramme in dem Kernspeicher
104 kann an jedem Platz erfolgen, der nicht anderweitig in Anspruch genommen wird.
-
In Fig. 8A sind drei 100-Wort-Gruppen von Speicherplätzen 250 angedeutet.
Die erste Gruppe ist eine Aktienindes-Speichergruppeg die zweite eine Börsenschlußkurs-Speichergruppe
252 und die dritte eine Korrekturzähler-Speichergruppe 254. Zu der Aktienindex-Speichergruppe
250 gehören die 100 Speicherplätze 1001 bis 1100. Jeder dieser 100 Speicherplätze
enthält eine BCD-Darstellung einer aus drei Buchstaben bestehenden Abkürzung für
eine der 100 verschiedenen Aktien. Der Speicherplatz 1100 z. B.
-
enthält die drei Buchstaben "AAT", die etwa für "Amalgamated American
Transportation" stehen können. -Wird von dem System 100 ein Auftrag erhalten, so
wird der Buchstabencode für die diesem Auftrag zugrundeliegende Aktie mit den in
der Speichergruppe 250 gespeicherten Abkürzungen verglichen. Wird keine Übereinstimmung
festgestellt, so wird der Auftrag als fehlerhaft zurückgewiesen. Tritt dagegen eine
Übereinstimmung auf, so erhält der Auftrag eine entsprechende Aktiennummer zwischen
1 und 100.
-
Diese Aktiennummer entspricht der Nummer des Speicherplatzes, an dem
die Übereinstimmung festgestellt wurde, abzüglich 1000.
-
Nimm man z. B. an, daß das System 100 den typischen in Fig. 3 codiert
angegebenen Auftrag empfängt, so werden die Buchstaben PDR mit denen verglichen,
die in den Speicherplätzen 1001 bis 1100 gespeichert sind, wobei Übereinstimmung
im Speicherplatz 1075 festgestellt wird. Daher erhält der Auftrag die Aktiennummer
~75", die sich daraus ergibt, daß von "1075" "1000" abgezogen wird. In dem System
100 sind alle Aktien durch Aktiennummern
anstelle von Buchstaben
bezeichnet. Indessen stellt die Aktienindex-Speichergruppe 250>ein willkürliches
Detail des Systems 100 dar. Es könnten nämlich auch Aktiennummern sogleich mit jedem
Auftrag eingegeben werden, so daß die Speichergruppe 250 dann überflüssig wäre.
-
Die Börsenschlußkurs-Speichergruppe 252 (Fig. 8A) umfaßt die 10,0,Speicherplätze
1101 bis 1200. Jeder Speicherplatz dieser Gruppe nimmt den Handeskurs oder den letzten
Börsenschlußkurs ebenso wie das jüngste Ergebnis der Marktvergleichsprüfung für
eine der 100 Akten auf. Die Nummer des Speicherplatzes, die den Handels- oder Börsenschlußkurs
und das Ergebnis der Marktvergleichsprüfung einer bestimmten Aktie aufnimmt, wird
dadurch erhalten, daß zu der Aktiennummer "1100" hinzuaddiert wird.
-
Beispielsweise wird die Börsenschlußkurs-Information der Aktie PDQ
in einem Speicherplatz mit der Nummer 75 + 1100 = 1175 gespeichert. Die Bit-Plätze
23 bis 35 des Speicherplatzes 1175 nehmen den Börsenschlußkurs der Aktie PDQ mit
"186 1/8" auf. Die Bit-Plätze 21 und 22 enthalten das jüngste Ergebnis der Marktvergleichsprüfung
für die Aktie, nämlich "01".
-
Die Korrekturzähler-Speichergruppe 254 umfaßt die ioo Speicherplätze
1201 bis 1300. Diese Gruppe nimmt die laufenden Werte sdes Korrekturzählers für
eine jede der 100 Aktien auf. Die Nummer des Speicherplatzes für den jüngsten Wert
des Korrekturzählers entsprechend einer bestimmten Aktie wird durch Addition von
"1200" zu der Aktiennummer erhalten, So wird der laufende Wert des Korrekturzählers
für die Aktie PDQ in dem Speicherplatz mit der Nummer 75 + 1200 = 1275 festgehalten.
-
Die in Fig. 8A angegebenen Speichergruppen liegen vorzugsweise fest,
d. h. sie finden nicht für andere Zwecke Verwendung. Andere Gruppen des Kernspeichers
indessen können zu verschiedenen Zeiten verschiedenen Verwendungen zugeführt werden.
Eine bestimmte Speichergruppe kann beispielsweise während des Auftrags-Eingabe zeitraumes
für die Speicherung der eintre-ffenden Aufträge, während der Datenverarbeitung zur
Speicherung
der Mengen und während der Befehlsausgabe, bei welcher
die Ergebnisse der Datenverarbeitung den Ausgabeeinheiten zugeführt werden, zur
Speicherung der herausgehenden Befehle benutzt werden.
-
Während der Datenverarbeitungsperiode finden fast sämtliche verfügbaren
Speichergruppen für die Mengenspeicherung und die Speicherung der nichtlimitierten
Aufträge Verwendung, wie aus den Figuren 8B und 8C hervorgeht.
-
Zusammenstellung und Codierung der Aufträge Wie bereits oben geschildert,
werden die Aufträge während des Eingabezeitraumes durch die einzelnen Eingabeeinheiten
des Systems übermittelt. Jeder Auftrag besteht aus einem Auftrags-Wort, wie es beispielsweise
in Fig. 3 dargestellt ist. Die verschiedenen Eingabeeinheiten (Figuren 5A, 5B und
5C)- übertragen die Aufträge zu den Eingabe-Ausgabe-Synchronisierern 136, 138 und
140, wo sie vorübergehend in BCD#Form gespeichert werden.
-
Die zentrale Datenverarbeitungseinheit 102 des Systems 100 fragt
die Eingabe-Ausgabe-Synchronisierer 136, 138 und 140 periodisch nach der Anwesenheit
vollständig eingegebener Aufträge ab. Wird ein solcher Auftrag in einem der Synchronisierer
136, 138 und 140 ermittelt, so veranlaßt die Einheit 102 den mit dem Synchronisierer
in Verbindung stehenden Kanal 110, 112 oder 114, den Auftrag aus dem Synchronisierer
zu dem Kernspeicher 104 weiterzuleiten. Bei der Eingabe eines Auftrages in den Kerspeicher
104 besteht dieser noch aus einer Reihe von Buchstaben und Zahlen, wie in Fig. 3
angegeben.
-
Die zentrale Datenverarbeitungseinheit 102 vollendet die Aufgabe,
den Auftrag zu codieren. Zunächst wird auf die oben angegebene Weise die für den
Auftrag gültige Aktiennummer ermittelt. Als nächstes werden durch die Einheit 102
unter Programmsteuerung zwei 36-Bit-Auftragswörter, wie z. B. die zwei typischen
Auftragswörter 220 und 222 aus Fig. 6 gebildet. Diese beiden Auftragswürter enthalten
alle für die Verarbeitung des Auftrages in der zatellverarbeitungsperiode erforderlichen
Angaben.
-
Das erste der beiden 36-Bit-Auftragswörter, 220, enthält die Mengenangabe,
d. h. eine Information über die umzusetzende Stückzahl der betreffenden Aktien,
ferner den für den Auftrag zugrumdezulegenden Kurs, eine Information darüber, ob
es sich um einen limitierten oder einen nichtlimitierten Auftrag handelt, und eine
solche, die angibt, ob der Auftrag ein-Kaufs- oder ein Verkaufsauftrag ist. Die
Mengenzahl ist eine Binärzahl, welche die Bit-Plätze 1 bis 21 einnimmt. Der Verkaufspreis
pro Stück oder das Komplement zur Zahl 1 des Kaufspreises pro Stück stellt eine
Festkomma-Binärzahl dar, die die Bit-Plätze 23 bis 35 belegt, Wobei das Kommen zwischen
den Bit-Plätzen 32 und 33 auftritt. Eine "1" findet sich in dem Bit-Platz S, wenn
es sich um einen nichtlimitierten Auftrag handelt, während eine "O" an dieser Stelle
einen limitierten Auftrag angibt. Eine ~1" am Bit-Platz 22 gibt an, daß es sich
um einen'Kaufsauftrag handelt, während eine "O" einen Verkauf sauftrag bezeichnet.
Im Falle eines nichtlimitierten Verkauf sauftrages findet der gegenwärtige Marktkurs
minus 1/8 Punkte als Verkaufskurs Verwendung. Im Falle eines nichtlimitierten Kauf
sauftrages wird der Verkaufskurs durch Addition von 1/8 Punkten zum gegenwärtigen
Marktkurs erhalten. Der 1/8-Punkt gibt den nichtlimitierten Aufträgen einen gewissen
Uandelsspielraum. Falls erwünscht, kann dieser Spielraum auch größer gewählt werden.
-
Das zweite 36-Bit-Auftragswort, 222, enthält die Identifizierungscodenummer
des betreffenden Maklers und die Stationsnummer. Die Identifizierungscodenummer
nimmt als Binärzahl die Bit-Plätze 1 bis 22 in Anspruch, während die Bit-Plätze
23 bis 35 von der Stationsnummer oder auch der Nummer der Eingabeeinheit, von welcher
der Auftrag stammt, in Anspruch genommen werden.
-
Die typischen 36-Bit-Auftragswörter 220 und 222 aus Fig. 6 sind aus
dem typischen Auftragswort der Fig. 3 abgleitet. In dem ersten 3G-Bit-AuXtragswort
220 gibt die Ziffer "0" an dem Bit-Platz S an, daß es sich um einen limitierten
Auftrag handelt.
-
Die in den Bit-Plätzen 1 bis 21 festgehaltene Zahl "lot" gibt an,
daß 400 Stück der Aktie umgesetzt werden sollen, also vier Mengeneinheiten mit je
100 Stück. Die "1" an dem Bit-Platz 22
besagt, daß es sich um einen
Kaufsauftrag handelt, und die Festkonma-Binärzahl 11 1 101 000 110,111" in den Bit-Plätzen
23 bis 35 stellt das Komplement zur Zahl"1"von "135 0/8" dar und bezeichnet einen
Handelskurs von 185 Punkten.~In dem zweiten 36-Bit-Auftragswort 222 stellt die in
den Bit-Plätzen 1 bis 22 als Binärzah 1 f e'stgehaltene Zahl "1437" den 9 denti
f i zi erungscode des Maklers, die' in den# Bit-Plätzen 23 bis 35 festgehal'tene-
Zahl "2" die laufende,Nummer der externen Eingabeeinheit bzw. Station dar, aus welcher
der Auftrag stammt.
-
Alle Kurse' werden in dem System 100 durch'13-stellige Festokmma-Binärzahlen
angegeben, wobei - das' Komma stets die drei niedrigstwertigen Bits von den zehn
höherwertigen trennt.
-
So wird'beispielsweise aus dem Kurs "147 5/8" die Binärzahl 110 010
010 011,101", wobei "10 010 011" die binäre Darstellung der Zahl "147" und " 0,
10111 die binäre Darstellung für"5/8" ist.
-
tine Kurszahl "63" wird zu 110 000 111 111,000 , wobei "111 111" die
binäre Darstellung von "63" und "0-,000" diejenige von "0/8" ist.
-
In herkömmlicher Weise wird das Komplement zur Zahl "1" einer Binärzahl
dadurch erhalten, daß alle Ziffern 11011 in "1" und alle Ziffern "1" in "0" geändert
werden. Beispielsweise ist aie 13-stellige Festkomma-Binärzahl für den Kurs "185"
110 010 111 001,000" wobei "10 111 001" die Binärzahl von "185" und "0,000" die
Binärzahl von "0/8" ist. DasWKomplement zur Zahl "1" dieser Binärzahl ist demnach
"1 101 000 110, 111". Dies ist vie Zahl, die in den Bit-Speicherplätzen 23 bis 35
des ersten 36-Bit-Auftragswortes 22U as Fig. 6 festgehalten ist.
-
Der Grund, weshalb das Komplement zur Zahl "1" der einen jeden Auftrag
begleitenden Kursangabe in die Bit-Plätze 23 bis 35 des ersten 36-Bit-Auftragswortes
220 eingespeichert wird, besteht darin, dafs damit der Niarktvergleicller 393 (Fig.
7) einfacher gestaltet werden kann. Der Marktvergleicher 3C3 enthält eine Komplement-subtraktions-Schaltung,
die tatsächlich ein Addierer 610 ist und in der ein Winuend, das Komplement zur
Zahl "1" eines Subtrahenden sowie die Zaiil "1" zusammenaddiert werden. Dies
entspricht
vollkommen der bei Digitalrechnern geläufigen Technik, Subtraktionen' unter Addition
des Komplements durchzuführen. Da der denen Kauf sauftrag begleitende Kurs bei der
Marktvergleichsprüfung der Subtrahend ist, ist es sinnvoll, von diesem Kurs das
Komplement zur Zahl "1" vorliegen zu haben. Dies ist jedoch ein nicht notwendiges
Merkmal der Erfindung. Falls erwünscht, kann der zu einem Kauf sauftrag gehörige
Kurs vielmehr auch in normaler Form beibehalten werden, wobei dann die Vergleicherprogramme-
und -schaltkreise entsprechend abzuändern sind. Eine Erläuterung der Arithmetik
mit Komplementen ist gleichfalls in der oben erwähnten Veröffentlichung 1,IBM' Data
Processing System - Principles of Operation" sowie in, Kapitel 4 des erwähnten Buches
von Richards zu finden.
-
Ist ein Auftrag fertig codiert, so bringt das System 100 als nächstes
den Korrekturzähler für die betreffende Aktie auf das Laufende, sofern es sich um
einen nichtlimitierten Auftrag handelt, oder unterwirft den Auftrag der Marktvergleichsprüfung,
wenn er limitiert ist.
-
Ist der Auftrag nichtlimitiert, so wird also der Korrekturzähler
auf den gegenwärtigen Stand gebracht. Die Nummer des Speicherplatzes, welcher den
Wert des Korrekturzählers für die bebetreffende Aktie aufnimmt, wird erhalten durch
Addition der Zahl ~1200" zu ae'r"- Aktiennummer, wie oben geschildert. Die in diesem
Speicherplatz enthaltene Nummer wird anschließend herausgelesen und in einen arithmetischen
Akkumulator innerhalb der zentralen Datenverarbeitungseinheit 102 (Fig. 4) gebracht.
Dieser Akkumulator fungiert nun als Korrekturzähler. Er enthält eine Zahl, diegleich
der Gesamtzahl der in den nichtlimitierten Kaufsaufträgen enthaltenen Stückzahlen
abzüglich der Gesamtzahl der in den nichtlimitierten Verkaufsaufträgen enthaltenen
Stückzahlen ist, die während des letzten Eingabezeitraumes aufgenommen wurden.
-
Ist der letzte Auftrag ein nicht'limitierter Kau'fsauftrag, so wird
zu dem Inhalt des Akkumulators'eine Zahl hinzuaddiert, die gleich derjenigen ~der
zu- erwerbenden~-St#icke ist. Iet"der letzte Auftrag-ein nic-htlimitierter Verkauf)sauftrag#,-
so wird eine der
in dem Auftrag angegebenen Stückzahl entsprechende
Lahl von dem Akkumulatorinhalt abgezogen. Der noch vorhandene Akkumulatorinhalt
wird dann zu dem Speicherplatz zurückgeführt, dessen nummer die Aktiennummer zuzüglich
der Zahl "1200" ist. Damit ist der Vorgang, den Korrekturzähler auf das Laufende
zu bringen, beendet.
-
Handelt es sich bei dem Auftrag um einen limitierten Auftrag, so
wird die Marktvergleichsprüfung durchgeführt. Dazu wird zunächst die in den Bit-Plätzen
-21 bis 35 des ersten 36-Bit-Wortes 220 (Fig. 6) enthalten Information zu einem
Kaufs-Veraufs-Kursinderegiste 302 (Fig. 7) übertragen. Als nächstes wird die Nummer
desjenigen Speicherplatzes bestimmt, der den letzten Bbrsenschlußkurs der betreffenden
Aktie enthält. Dies geschieht durch Addition von "1100" zu, der Aktiennummer, wie
oben erwähnt. Schließlich wird die in den Bit-Plätzen 21 bis 35 dieses Speicherplatzes
gespeicherte Information einem Marktkurs-Index-Register- (Fig. 7) zugeführt. Diese
Datenübertragungen erfolgen durch die zentrale Datenverarbeitungseinheit 102 (Fig.
-4) unter Programmsteuerung, Sind die beiden Übertragungen abgeschlossen, so führt
der Marktvergleicher 39 (Fig. 7 ) automatisch die Marktvergleichsprüfung durch.
Das Ergebnis dieser Prüfung wird ebenso automatisch in die ersten beiden Bit-Plätze
des Marktkurs-Indexregisters 300 eingegeben. Die in diesem Register enthaltene Information
einschl. des auf das Laufende gebrachten Wertes aus der Marktvergleichsprüfung wird
nun zurückübertragen zu dem Speicherplatz, dessen Nummer durch Addition der Zahl
~11wo" zudarAktiennummer erhalten wurde. Damit ist die Marktvergleichsprüfung beendet.
-
-Die Marktvergleichsprüsung findet in dem System 100, wie gesagt,
dann statt, wenn ein limitierter Auftrag erhalten wird.
-
Sie könnte ebensogut auch erst unmittelbar vor der Datenverarbeitung
für die betreffende Aktie erfolgen, nachdem alle limitierten'Aufträge für die betreffende
Aktie eingegangen sind.
-
Die orrekturzähler des Systems 100 für die verschiedenen Aktien werden
dann auf das Laufende gebracht, wenn ein nichtlimitierter Auftrag erhalten wird.
Ebensogut könnten die Korrekturzähler
erst dann nachgeführt werden,
wenn die nichtlimitierten Aufträge für eine bestimmte Aktie während der Datenverarbeitungsperiode
in die dafür vorgesehenen Speicherplätze für nichtlimitierte Aufträge eingeführt
werden.
-
Nachdem die Marktvergleichsprüfung durchgsfüiirt bzw. der Korrekturzähler
auf das Lauf ende gebracht worden ist, werde die beiden einen Auftrag repräsentierenden
36-Bit-Auitragswörter in einer der fünf Magnettrommel-Speichereinheiten 12G, 12o,
130, 132 und 134 gespeichert. Der gesamte Trommelspeicherraum ist in 100 Speicherplätze
unterteilt, wobei ein jeder Speicherplatz einer bestimmten Aktie zugeteilt ist.
Da Aufträge für verschiedene Aktien in verschiedenen Speicherplätzen gespeichert
werden, brauchen die beiden 36-Bit-Auftragswörter keine Information' über die zugehörige
Aktie zu enthalten. Aufträge für eine bestimmte Aktie werden nacheinander in derjenigen
Reihenfolge in einen Speicherplatz eingebracht, in der sie auftreten, so daß die
beiden 36-Bit--Auftragswörter auch keine laufende Nummer enthalten müssen. Falls
erwünscht, kann jedoch auch ein drittes Auftragswort gebildet werden, das die obigen
Informationen enthält, so daß in diesem Falle drei 36-Bit-Auftragswörter anstelle
von zwei für jeden Auftrag Verwendung finden. Ist dies der Fall, so können die Aufträge
in willkürlichen Speicherplätzen innerhalb des gesamten verfügbaren Trommelspeicherraumes
anstelle von bestimmten Speicherplätzen fur jede Aktie gespeichert werden.
-
Während der Dauer des Eingabezeitraumes nimmt das System 100 fortwährend
Aufträge entgegen, codiert sie und speichert sie, so wie sie empfangen werden. Am
Ende dieses Zeitraumes fährt das System 100 fort, solche Aufträge zu empfangen,
die bereits teilweise aufgenommen wurden, während es alle anderen Aufträge zurückweist.
Sind alle Aufträge codiert und eingespeichert, so beginnt der Datenverarbeitungsprozeß.
-
Die Datenverarbeitung der-Auiträge Während der Datenverarbeitungsperiode
verarbeitet das
Sysicrs die Aufträge zu jeder der 100 auf der Börse
geführten Aktien, beginnend mit der Aktie, welone die Aktiennummer "1" trägt, und
fährt fort, bis es am Ende bei der Aktie mit der Nummer "100" angelangt ist. Der
Datenverarbeitungsprozeß für eine jede Aktie umfaßt die folgenden Schritte: Uberprüfen
des Ergebnisses aus der Marktvergleichsprüfung für die betreffende Aktie, Herauslesen
der Aufträge zu dieser Aktie aus dem Trommelspeicher, Einordnen der Aufträge in
die Mengenspeicherplätze, In-Sinklang-Bringen der Aufträge, Besimmung eines neuen
Marktkurses und Rückgabe der behandelten Auf träge an den Trommelspeicher. Sind
die Aufträge zu allen 100 Aktien auf diese Weise behandelt worden, so besteht ein
letzter Schritt des Datenverarbeitungsprozesses darin, die Aufträge zu den Äusgabeein,heiten
des Systems 100 weiterzuleiten.
-
Der erste Schritt bei der Behandlung der Aufträge zu einer bestimmten
Aktie ist, wie gesagt, derjenige, das Ergebnis der Marktvergleichsprüfung für die
betreffende Aktie zu kontrollieren.
-
Dieses Ergebnis wird in den Bit-Plätzen 21 und 22 des Speicherplatzes
gespeichert, der den jüngsten Börsenschlußkurs für die betreffende Aktie enthält.
Dieser Speicherplatz befindet sich in der Börsensclllußkurs-Speichergruppe 252 (Fig.
8A). Seine Nummer wird erhalten durch Addition der Zahl "1100" zu der Aktiennummer.
Das Ergebnis der Marktvergleichsprüfung wird aus dem Speicher dadurch wiedergewonnen,
daß der Inhalt dieses Speicherplatzes einem arithmetischen Akkumulator innerhalb
der zentralen Datenverabeitungseinheit 102 (Fig. 4) zugeführt und darauf der Inhalt
der 13-Bit-Positionen des Akkumulators nach rechts verschoben wird> ~wobei man
die Übertragsbits verloren gehen läßt. Nun liegt das Ergebnis der Marktvergleichsprüfung
in dem Akkumulator in Form einer zweistelligen Binärzahl vor.
-
Lautet das Ergebnis der Marktvergleichsuntersuchung "11", so bedeutet
dies einen verhältnismäßig stabilen Markt. In diesem Falle werden die nichtlimitierten
Aufträge zusammen mit den limitierten Aufträgen in einen Mengenspeicher eingegeben.
-
Die dazu verfügbaren Kernspeicherplätze sind in zwei Speichergruppen
unterteilt,
nämlich eine Speichergruppe 256 für die Verkauf saufträge und eine Speichergruppe
25 für die K~uisaufträge, wie in Fig. 8B gezeigt. Lautet das Ergebnis der Marktvergleichsprüfung
"10" oder ~01", so bedeutet dies, daß sich der Markt gegenüber der letzten Börsenstunde
beträchtlich geändert hat. In diesem Falle werden die nichtlimitierten Aufträge
in besondere Speicherplätze für nichtlimitierte Aufträge eingegeben, die von den
Mengenspeicherplätzen getrennt sind. Insgesamt sind die verfügbaren Kernspeicherplätze
in vier Gruppen unterteilt, -nämlich eine Gruppe 260 für die Menge bzw. Stückzahl
zu den Verkaufsaufträgen, eine Gruppe 262 für die Menge zu den Kaufsaufträgen, eine
Gruppe 264 zu den nichtlimitierten Verkaufsaufträgen und eine Gruppe 266 zu den
nichtlimitierten Kaufsaufträgen, wie Fig. 8C angibt.
-
Lautet das Ergebnis der Marktvergleichsprüfung "00" so bedeutet dies
entweder, daß keine limitierten Aufträge vorliegen, oder daß die limitierten Aufträge
den Trend des Marktes nicht einwandfrei erkennen lassen. In beiden Fällen werden
die nichtlimitierten Aufträge zusammen mit den limitierten in die Mengenspeicherplätze
eingegeben, wie dies auch geschieht, wenn die Marktvergleichsprüfung auf einen verhältnismäßig
stabilen Marit hindeutet, Jedoch wird der Marktkurs für die betreffende Aktie nicht
geändert, nachdem die Aufträge einander gegenübergestellt worden sind, da eine Änderung
des Marktkurses auf Grund eines Handels unter diesen Bedingungen keinen echten Trend
des Marktkurses erkennen lassen würde.
-
Die verbleibenden Schritte bei der Behandlung einer bestimmten Aktie
bestehen darin, die Aufträge für die betreffende Aktie wieder aus dem Trommelspeicher
herauszulesen, diese Aufträge in den Mengenspeicherplätzen in der richtigen Reihenfolge
anzuordnen, sie zu vergleichen, um einen neuen Marktkurs zu gewinnen, und die so
behandelten Aufträge wieder dem Trommelspeicher zuzuführen.
-
Um einen typischen Arbeitsablauf darzustellen, sei angenommen, daß
der Auftrags-Eingabezeitraum gerade abgeschlossen und das
System
100 nun bereit ist, die betreffenden Kaufs- und Verkauf saufträge für die Aktie
AAT aus dem Trommelspeicher herauszulesen und zu sortieren. Die Aktie AAT ist die
erste, welche in der Gruppe 250 (Fig. 8A) gespeichert ist und trägt die Aktiennummer
~1". Das Ergebnis der Marktvergleichsprüfung für die Aktie AAT sei "11". Dieses
Ergebnis wird in den Bit-Plätzen 21 und 22 des Speicherplatzes 1101 (Fig. 8A) gespeichert.
Es zeigt an, daß der Markt für die Aktie AAT verhältnismäßig stabil ist und daß
die für diese Aktie eingegangenen nichtlimitierten Aufträge zusammen mit den limitierten
Aufträgen gemäß der Speicherplatzanordnung aus Fig. 8B in die sogenannten Mengenspeicherplätze
einzugeben sind. D. h., daß die Verkauf saufträge in die Speichergruppe 256 und
die Kauf saufträge in die Speichergruppe 258 gelangen. Die Speichergruppe 256 umfaßt
die Speicherplätze 2000 bis 13 999. Die Speichergruppe 258 umfaßt die Speicherplätze
14 000 bis 25 999.
-
Nun beginnt das System 100 #die Aufträge für die Aktie AAT herauszulesen
und zu sortieren. Es sei angenommen, daß gerade der erste Auftrag von dem System
100 aus dem Trommelspeicher herausgelesen wird und daß es sich dabei um einen Auftrag
zum Verkauf von 100 Stück dieser Aktie handelt. Beim Herauslesen aus dem Trommelspeicher
liegt dieser Auftrag in Form eines 36-Bit-Auftragswortes vor, wie es in Fig. 6 dargestellt
ist.
-
Die Bits 23 bis 35 dieses ersten 36-Bit-Auftragswortes, welche die
Kursinformation enthalten, werden in den Bitplätzen 23 bis 35 des Speicherplatzes
2000 der Speichergruppe 256 für Verkaufsaufträge (Fig. 8B) gespeichert. Das zweite
36-Bit-Auftragswort wird ebenso in dem an den Speicherplatz 2000 anschließenden
Speicherplatz 2001 gespeichert. Der erste Auftrag befindet sich nun also in der
Speichergruppe 256 für Verkauf saufträge.
-
Die Bits s bis 22 des betreffenden Wortes können verlorengehen.
-
Es sei nun angenommen, daß ein zweiter Auftrag aus dem Trommelspeicher
herausgelesen wird, bei dem es sich um einen Kaufsauftrag für 1000 Stück der Aktie
AAT handelt. Auch dieser Auftrag liegt in Form eines 36-Bit-Auftragswortes vor,
wie es
in Fig. 6 angegeben ist. Da dieser Auftrag zehn inengeneinheiten
( 10 x 100 Stück ) umfaßt, wird dieser Auftrag verviRl£altibt-und in zehn aufeinanderfolgende
Paare von Speicherplätzen innerhalb der Speichergruppe 258 für Kauf sauf träge (Fig.
dS) eingespeichert.
-
Die Bits 23 bis 35 des ersten 36-Bit-Auftragswortes werden in den
Speicherplätzen 14 000, 14 002, 14 004, 14 006 usw. bis 14 018 gespeichert. Das
zweite 36-Bit-Auftragswort hingegenwird als Einheit in die Speicherplätze 14 001,
14 003, 14 00#, bis 14 007 usw./14 019 eingegeben. Zur Feststellung, wie oft ein
Auftrag eingespeichert ist, können irgendwelche geeigneten herkömmlichen Mittel
Verwendung finden. Beispielsweise könnte im obigen Fall die Zahl "10" in Indexregister
#innerhalb der zentralen Datenverarbeitungseinheit 102 eingegeben und mit jedem
Mal, mit dem der Auftrag in ein anderes Paar Speicherplätze eingespeichert wird,
um die Zahl "1" vermindert werden. Line ~0" in diesem Indexregister würde dann angeben,
daß der Speichervorgang für diesen Auftrag abgeschlossen ist. Bin auf diese Weise
verwendetes Indexregister übernimmt damit die Funktion der Subtraktionsschaltung
24 aus Fig. 1.
-
Nun sei angenommen, daß der nächste Auftrag aus dem Trommelspeicher
entnommen wird und daß es sich dabei um einen weiteren Auftrag zum Verkauf von 100
Stück der Aktie- AAT handelt. Dieser dritte Auftrag wird in die Speicherplätze 2002
und 2003 der Speichergruppe 256 für Verkauf saufträge anschließend an die Speicherplätze
für den ersten Auftrag eingespeichert. Nun gibt das System 100 den Inhalt des Speicherplatzes
2000 in einen arithmetischen Akkumulator innerhalb der zentralen Datenverarbeitungseinheit
102 und zieht von der betreffenden Zahl den Inhalt des Speicherplatzes 2002 ab.
Der in dem Akkumulator verbleibende Rest kann nun dazu Verwendung finden, um festzustellen,
welcher der beiden Speicherplätze 2000 und 2002 die höhere Zahl enthält. Falls die
Zahl in dem Speicherplatz 2000 größer ist als diejenige in dem Speicherplatz 2002,verbleibt
eine positive Zahl in dem Akkumulator. Ist die in dem Speicherplatz 2000 gespeicherte
Zahl kleiner als diejenige in dem Speicherplatz 2002, so erscheint
in
dem Akkumulator eine negative Zahl. Sind beide Zahlen, die in den Speicherplätzen
2000 und 2002 gespeichert sind, gleich groß, so verbleibt in dem Akkumulator eine
~0".
-
Gemäß der Erfindung ist es erwünscht, die Aufträge in der Speichergruppe
356 für Verkauf saufträge so zu ordnen, daß der Auftrag mit dem niedrigsten Kurs
die Speicherplätze 2000 und 2001 in Anspruch nimmt. Wenn der die Speicherplätze
2002 und 2003 belegende Auftrag einen niedrigeren Kurs aufweist als derjenige, welcher
die Speicherplätze 2000 und 2001 in Anspruch nimmt, so messen die beiden Aufträge
daher ausgetauscht werden.
-
In diesem Fall verbleibt in dem Akkumulator eine positive Zahl.
-
Die Anwesenheit einer positiven Zahl in dem Akkumulator kann daher
als Zeichen dafür gewertet werden, ob die in den Speicherplätzen 2000 und 2001 einerseits
und 2002 und 2003 andererseits gespeicherten Aufträge gegeneinander ausgetauscht
werden müssen. Auf diese Gleise wirkt der arithmetische Akkumulator der zentralen
Datenverarbeitungseinheit 102 als Auf tragsfblgevergleicher ebenso wie der Vergleicher
53 in Fig. 2. Falls erwünscht, kann jedoch ein eigener Auftragsfolgevergleicher
mit zwei Schieberegistern und einer Subtraktionsschaltung zu dem System 100 hinzutreten,
ebenso wie der spezielle Marktvergleicher 39 (Fig. 7) zu dem System 100. Die Verwendung
eines arithmetischen Akkumulators als Vergleicher geschieht aus Gründen der Einfachheit.
-
Das System 100 fährt fort, Aufträge aus dem Trommelspeicher herauszulesen
und in die Speichergruppen 256 und 258 für die Kaufs- bzw. Verkauf sauf träge (Fig.
8B) einzugeben, bis alle Aufträge betreffend die Aktie AAT aus dem Trommelspeicher
herausgelesen sind. Jeder neue Auftrag, der in eine der beiden Speichergruppen 256
und 258 des Mengenspeichers eingegeben wird, wird dort gegen die daran anschließenden
Aufträge ausgetauscht, bis die richtige Reihenfolge gemäß den oben angegebenen Regeln
hergestellt ist. Die Prüfung darauf, ob die Verkaufsaufträge ausgetauscht werden
müssen oder nicht erfolgt ebenfalls in der oben angegebenen Weise. Genau die gleiche
Prüfung wird für die Reihenfolge
der Kauf sauf,träge vorgenommen,
so daß nach der betreffenden Sortierung der Speicherplatz 14 000 die geringste Zahl,
der Speiche-rplatz-14 002 die nächsthöhere Zahl usw. enthält. Da der Inhalt des
Speicherplatzes 14 000 das Komplement zur Zahl"1" des zu einem Kauf sauftrag gehörigen
Kurses ist, werden #die Kauf saufträge auf diese Weise so angeordnet, daß der Auftrag
für den Kauf z'umböchsten-Kurs die Speicherplätze 14000, und 14 001, der Auftrag
zum Kauf für den zweithöchsten Kurs die Speicherplätze 14 002 und 14 003 in Anspruch
nimmt'usw.,.Aufträge zu gleichen Kursen werden in derjenigen fleihenfölge ge- -speichert,
in der sie erhalten wurden, indem die Reihenfolge dieser Aufträge nicht geändert
wird.
-
Sind alle die Aktie AAT betreffenden Aufträge auf. diese Weise gelesen
und in den Kernspeicher eingespeichert worden, so beginnt die Gegenüberstellung
der Aufträge und der Kursvergleich. Auch hier wieder wird ein arithmetischer Akkumulator
innerhalb der zentralen Datenverarbeitungseinheit 102 (Fig. 4) als Vergleicher benutzt
und tritt dabei an die Stelle des Kursvergleichers 31 aus Fig, 1. Der zu den,Verkaufsaufträgen
in den Speicherplätzen 2000 und 2001 gehörige Kurs wird zunächst mit dem Kurs des
Kaufsauitrages in den Speicherplätzen 14"000 und 14 001 verglichen. Ist der Kurs
des Verkauf sauftrages niedriger als oder gleich groß wie der Kurs des Eaufsauftrages,
so können die beiden Auf träge abgewickelt werden. Eine Aufzeichnung hierüber erfolgt
dadurch, daß eine ~1" in den Bit-Platz S der beiden Speicherplätze 2001 und 14 001
eingegeben wird Als nächstes wird der Kurs des Verkauf sauftrages in den Speicherplätzen
2002 und 2003 mit demjenigen des Kaufsauftrages in den Speicherplätzen 14 002 und
14 003 verglichen.
-
Dieser Vergleichsvorgang wiederholt sich, bis ein erstes Auftragspaar
angetroffen wird, das nicht in Einklang zu bringen ist, d. h. ein Paar, bei dem
der Kurs des Verkauf sauftrages höher liegt als derjenige des gegenübergestellten
Kauf sauftrages.
-
Ist dieses Paar ermittelt worden, so bedeutet dies, dåß alle
möglichen
Geschäfte erfolgt sind. Nun wird der Kurs des niedrigstlimitierten Kauf sauftrages,
der noch erfolgreich abgewickelt werden konnte, als Handelskurs für alle abwickelbaren
Auf tragspaare zugrundegelegt. Dieser Kurs ist in Form des Komplements zur Zahl
~1~ in dem ersten der beiden Speicherplätze enthalten, die von dem niedrigstlimitierten
Kauf sauftrag in Anspruch genommen werden, der noch erfolgreich abgewickelt werden
konnte. Er bildet den neuen Börsenschlußkurs und wird in dem Speicherplatz mit der
Nummer 1101 innerhalb der Speichergruppe 252 (Fig. 8A) gespeichert. Ist der neue
Börsenschlußkurs verschieden von dem vorhergehenden, so wird er in einen speziellen
Teil des Kernspeichers eingegeben, in dem alle Marktkursänderungen festgehalten
werden.(War das Ergebnis der Marktvergleichsprüfung "00", so erfolgt, wie bereits
erwähnt, keine Änderung gegenüber dem letzten Börsenschluß- oder Marktkurs.) Mit
dem Einspeichern eines neuen Börsenschlußkurses in den Speicherplatz 1101 werden
die beiden Bit-Plätze 21 und 22 dieses Speicherplatzes automatisch auf "00" rückgestellt,
so daß der Speicherplatz 1101 für die Marktvergleichsprüfung im nächsten Auftrags-Eingabezeitraum
bereitsteht.
-
Nun gibt das System 100 die Aufträge an den Trommelspeicher zurück.
Der in den Speicherplätzen 20@ rund 2001 gespeicherte Auftrag wird mit etwaigen
anderen, anschließenden Aufträgen zusammengefaßt, die denselben Identifizierungscode
und dieselbe Stationsnummer aufweisen, um wieder den Magnettrommel-Speichereinheiten
126 bis 134 zugeführt zu werden. Der Aufbau der Aufträge bei Rückgabe an den Trommelspeicher
ist fast der gleiche wie der in Fig. 6 dargestellte, abgesehen davon, daß der Kurs
derjenigen Aufträge, die erfolgreich abgewickelt werden konnten, den neuen Börsenschlußkurs
für die Aktie AAT bildet und die erfolgreich abgewickelten Aufträge nunmehr in dem
Bit-Platz S des 36-Bit-Auf tragswortes eine "1" enthalten. Die Stückzahl kann sich
ebenfalls ändern, da nicht alle diejenigen Stücke, die ursprünglich in einem einzigen
AuStrag auftraten, erfolgreich abgewickelt zu sein brauchen. Die abgewickelten und
die nichtlabwickelbaren
"Teile" eines Auftrages werden dem Trommelspeicher
getrennt zugeführt. War ein Auftrag bezüglich aller in ihm enthaltenen Stücke entweder
abzuwickeln oder nicht abzuwickeln, so verbleibt die Mengenzahl die gleiche wie
bei der entnahme des Auftrages aus dem Trommelspeicher.
-
Nun geht das System 100 ~dazu über, die Aufträge zu der Aktie APL
in Angriff zu nehmen. Diese stellt die zweite in der Sstienindex-Speichergruppe
250 (Fig. 8A) gespeicherte Aktie dar und trägt die Aktiennummer "2". Das System
100 prüft die Ergebnisse der Marktvergleichsprüfung aus-den Bit-Plätzen 21 und 22
des Speicherplatzes 1102. ~In diesem Falle sei- das Brgebnis "01". Dies bedeutet,
daß sich die Marktverhältnisse seit der letzten Börsenstunde wesentlich geändert
haben und daß den nichtlimitierten Aufträgen nicht der letzte Börsenschlußkurs zugrundegelegt
werden kann. Daher hält das System 100 vier Speichergruppen bereit, wie in Fig.
dC angegeben: Die Gruppe 260 für die zu den Verkauf saufträgen gehörende Stückmenge,
die Gruppe 262 für die zu den Kaufsaufträgen gehörige Stückmenge, die Gruppe 264
für die zu den nichtlimitierten Verkauisaufträgen gehörende Stückmenge und die Gruppe
266 für die Menge zu den nichtlimitierten Verkauf saufträgen. Die limitierten Aufträge
werden aus dem Trommelspeicher herausgelesen und auf die obenbeschriebene Weise
in die Mengenspeichergruppen eingebracht, jedoch werden nichtlimitierte Aufträge
nun in eigene Speicherplätze eingespeichert. Es besteht kein Bedürfnis, die nichtlimitierten
Aufträge nach ihrem Kurs zu sortieren, da ihnen allen der gleiche Kurs zugrundegelegt
wird. Die limitierten Aufträge jedoch müssen in der oben angegebenen Weise sortiert
werden.
-
Sind alle Aufträge zu der Aktie APL herausgelesen und sortiert worden,
so werden zunächst die limitierten Aufträge miteinander verglichen, auf Grund welches
Vergleiches in der oben angegebenen Weise ein neuer Marktkurs erhalten wird.
-
Nun wird der Korrekturzähler für die Aktie APL abgefragt.
-
Der von ihm erhaltene Wert für die Aktie APL wird nach den oben angegebenen-
Regeln in dem Speicherplatz 1202 gespeichert.
-
Der Zählerwert ist "tllOO" und deutet an, daß die Anzahl der Aufträge
zum Erwerb von jeweils 100 Stück der Aktie APL zum Marktkurs die Anzahl der 100-Stück-Aufträge,
zum Anstoß der Aktie APL zum Unrktkurs um elf 100-Stück-Mengeneinheiten übertrifft.
Es kann aber möglich sein, daß diese Mengen in denjenigen limitierter Aufträge innerhalb
der Speichergruppe für die Menge zu den Verkaufsaufträgen untergebracht werden können.
-
Das System 100 fährt fort, die nichtlimitierten Kaufaufträge für
die Aktie APL den limitierten Verkauf saufträgen der Aktie gegenüberzustellen, wobei
in den betreffenden Speichergruppen schrittweise vorgegangen wird, bis ein nicht
mehr in Einklang zu bringendes Paar gefunden wird, bis elf Mengeneinheiten zu 100
Stück untergebracht sind oder bis keine limitierten Verkauf saufträge mehr-vorliegen.
Diese nichtlimitierten Kauf saufträge werden als solche zu einem Handelskurs eingegeben,
der dem neuen Marktkurs +1/8 entspricht, um die Durchführung dieses Kursvergleiches
zu ermöglichen.
-
Wäre der Wert des Korrekturzählers negativ gewesen, so wären nichtlimitierte
Verkåufsaufträge limitierten Kaufsauiträgen gegenübergestellt worden, und der Handelskurs
der nichtlimitierten Verkauf saufträge wäre gleich dem neuen Marktkurs minus 1/8
gewesen.
-
Ist diese Arbeit erfolgt, so bringt das System 100 die verbleibenden
nichtlimitierten Kauf saufträge und Verkauf sauf träge zusammen, wobei der Reihe
nach vorgegangen wird, bis alle nichtlimitierten Aufträge auf diese Weise behandelt
sind oder eine oder die andere der Speichergruppen 64 und 6G für nichtlimitierte
Verkaufsaufträge bzw. nichtlimitierte Kauf saufträge leer ist.
-
Hierbei ist keine Kursvergleichsprüfung erforderlich, da alle diese
Aufträge miteinander im Einklang stehen und abgewickelt werden können. Nun werden
die Aufträge in der abenangegebenen Art zum Trommelspeicher zurückgeführt, wobei-eine
"1" in dem Bit-Platz S
innerhalb des zweiten Auftragswortes all
derjenigen Aufträge erscheint, die erfolgreich durchgeführt werden konnten.
-
Die Kursvergleichsprüfung erfolgt durch Subtrahieren des Kurses zu
einem Kauf sauftrag für eine Mengeneinheit von dem Kurs eines Verkauf sauftrages
zu einer Mengeneinheit mit anschliessender Prüfung des Ergebnisses nach dem Auftreten
eines positiven Restes. Wie oben erläutert, gibt ein positiver Rest das Auftreten
eines nicht abwickelbaren Auftragspaares an. Gemäß dem üblichen Vorgehen in der
Rechnertechnik kann diese Prüfung bequem in einem arithmetischen Akkumulator innerhalb
der zentralen Datenverarbeitungseinheit 102 (Fig.' 4) unter Verwendung der Arithmetik
der Komplemente durchgeführt werden. Das Komplement zur Zahl "1" des Kurses eines-Kauf
sauftrages für eine Mengeneinheit wird innerhalb des Akkumulators hinzuaddiert zu
dem Kurs eines Verkaufsauftrages für eine Mengeneinheit. Beide Kurse liegen in Form
von 13-Bit-Binärzahlen vor. Ein positiver Rest gibt sich durch ein Übertrags-Bit
zu erkennen, das in dem Akkumulator in einer 14. Bit-Position auftritt. Das Fehlen
eines solchen Übertrags-Bits zeigt also die erfolgreiche Abwicklung von Aufträgen
für einzelne Mengeneinheiten an, während seine Anwesenheit besagt, daß.
-
zwei solche Aufträge nicht miteinander in Einklang zu bringen sind.
-
Das Auftreten oder Nichtauftreten des Übertrags-Bits kann dadurch
festgestellt werden, daß der Inhalt des Akkumulators um 13-Bit-Positionen nach rechts
verschoben und der Übertrag verlorengegeben wird, worauf überprüft wird, ob ein
von "O" abweichendes Bit vorliegt. Diese Anwendung eines Übertrags-Bits zur Anzeige
eines Wechsels im Vorzeichen ist auf Seite 128 des Buches von Richards beschrieben.
Richards gibt an, daß ein Übertrag oder Rückübertrag dann auftritt, wenn sich das
Vorzeichen des Saldos ändert. Indessen wurde keine "1" zu dem Akkumulatorinhalt
hinzuaddiert, und auch ein Rückübertrag fand nicht statt. Daher ist nach den Grundsätzen
der Arithmetik mit Komplementen die in dem Akkumulator nach Durchführung einer Kursvergleichsprüfung
befindliche Zahl um 1 kleiner als 213 plus der Differenz zwischen den Kursen beider
Aufträge. Dies bedeutet, daß kein Übertrags-Bit dann
auftritt,
wenn beide Aufträge gleiche Kurse zeigen. Dies ist das erwünschte Ergebnis. Die
Verwendung eines arithmetischen Akkumulators als Kursvergleicher ist eine Sache
der Einfachheit.
-
Falls erwünscht, kann jedoch wiederum ein besonderer Kursvergleicher
mit zwei Schieberegistern und einer Subtraktionsschaltung zu dem System 100 hinzutreten,
wie ein besonderer Marktvergleicher 39 (Fig. 7) zu dem System 100 hinzugefügt wurde.
-
So behandelt das System 100 nacheinander sämtliche Aktien außer diejenigen,
zu denen keine Aufträge vorliegen. Ist dies geschehen, so überträgt das System 100
die erfolgreich durchgeführten Aufträge zurück zu den Eingabe-Ausgabe-Einheiten,
von denen sie stammen. Aufträge, die nicht durchgeführt werden konnten, werden entweder
verlorengegeben oder, ebenso wie die durchgeführten Aufträge, zurückübertragen oder
bis zur nächsten Börsenstunde gespeichert. Das System 100 entnimmt die Aufträge
jeweils zu mehreren einem Plattenspeicher, decodiert sie, speichert sie in dem Magnetkernspeicher
104 und steuert die Datenkanäle so, daß diese die Aufträge in geeigneter Weise aus
dem Kernspeicher 104 aufnehmen und zu den Ausgabegeräten übertragen. Ist dies abgeschlossen,
so entnimmt der Rechner die zuletzt geänderten Marktkurse aus dem Trommelspeicher
und überträgt ~sie an alle Stationen, Damit ist der Datenverarbeitungsprozeß abgeschlossen,
und ein neuer Eingabezeitraum kann beginnen.
-
Der Marktvergleicher In dem System 100 (Fig. 4) finden die Kursvergleichs-
und die Prüfung aufZdie Reiheniolge-in den Mengenspeicherplätzen innerhalb der zentralen
Datenverarbeitungseinheit 102 (Fig. 4) statt.
-
Die Marktvergleichsprüfung erfolgt hingegen in dem separaten Marktvergleicher
39, der schematisch in Fig. 7 angedeutet ist. Der Marktvergleicher 39 vergleicht
den Kurs von Kauf saufträgen mit einem um eine minimale Kursdifferenz niedrigeren
Kurs als dem Marktkurs und den Kurs der Verkauf sauf träge mit einem solchen, der
um eine minimale Kursdifferenz über dem Marktkurs liegt. Er enthält ein Marktkurs-Indexregister
300, ein Kaufs-Verkaufs-Kursindexregister 302, ein Grenz-Indexregister 304, vier
binäre 15-Bit-Volladdierer
306 308, 310 und 312, zwei UND-Gatter
314 und 316 usa einen Inverter 318. Die Volladdierer 30 bis 312 können ebenso aufgebaut
sein wie die auf den Seiten 83 bis 9# des Buches von Richards beschriebenen. Die
beiden U£'#-Gatter 314 und 31o können den UND-Gattern aus Fig. 2-2 (o) auS Seiten32
des Buches von Richards gleichen. Der Inverter 318 kann-aus einer einfachen Inverterschaltung
mit einem Transistor bestehen, wie er in Fig. 11-10 des Buches "Computer Handbook"
von Huskey und Korn, erschienen 1962 im Verlag McGraw-Hill Book Company, Inc., dargestellt
ist. Die Indexregister 390 bis 304 können fünfzehn symmetrische Transistor-Flip-Flops
wie die in Fig. 2A auf Seite 161 von ~L"lectronics", Band 29, Nr. 5, erschienen
im Mai 1956 im Verlag McGraw-Hill Publishing Co., angegebenen enthalten. Jedes dieser
Flip-Flops hat einen normalen Ausgang, einen invertierten Ausgang und einen Triggereingang.
-
In der folgenden Beschreibung ist angenommen, daß ein positives Potential
eine "1" und das Massepotential eine "O" angibt. Die 15-Bit-Volladdierer 30cd, 308,
310 und 312 seien der Reihe nach mit erster, zweiter, dritter und vierter Addierer
bezeichnet. Sofern auf einen einzelnen Eingang oder Ausgang eines Vielfacheinganges
bzw. -ausganges Bezug genommen wird, wird dieser mit "Einzeleingang" bzw. "Einzelausgang"
zuzüglich seiner laufenden Nummer gemäß der Bit-Position bezeichnet. Die beiden
Indexregister 300 und 302 fungieren als Vergleicher-Schieberegister. Das Marktkurs-Indexregister
300 enthält fünf zehn Flip-Flops in Verbindung mit ebensovielen "normalen" Einzelausgängen,
in ihrer Gesamtheit als "normaler Ausgang 322" bezeichnet, sowie eine entsprechende
Zahl- invertierter Einzelausgänge, in ihrer Gesamtheit als "Ausgang des Komplements
zu "1" 324 bezeichnet. Ein Trigger- oder "Setz"-Eingang für das erste Bit 378 ist
mit dem Triggereingang des ersten FlipTFlops in dem Register 300 verbunden, während-
ein "Setz"-Eingang für das zweite Bit 380 mit dem Triggereingang.
-
des zweiten-Flip-Flops--i,m Register 300 in Verbindung steht.
-
Liegen die Setz-Eingänge 378 und 380 auf Massepotential, so
beeinflussen
sie das Register 300 nicht. Wird jedoch ein positives Potential an den Setz-Eingang
für-das erste Bit 378 angelegt, so wird damit das erste Flip-Flop gesetzt, und an
dem Einzelausgang 1 des normalen Ausganges 322 des Marktkurs-Indexregisters 300
erscheint eine "1". Ebenso erscheint eine ~1" an dem Einzelausgang 2 des normalen
Ausganges 322 des Registers 300, wenn ein positives Potential an den Setz-Eingang
für das zweite Bit 380 -ge-legt wird.
-
Das Kaufs-Verkaufs-Kursindexregister 302 enthält ebenfalls fünfzehn
Flip-Flops mit in dem Ausgang 320 zusammengefaßten Einzelausgängen. Die Register
300 und 302 sind zwei Indexregister, die zur Standardausrüstung des Systems 100
gehören, das aus einem ~Datenverarbeitungssystem 7094" der Firma IBM bestehen soll.
Beide Register sind entsprechend modifiziert, um die obenerwähnten Ausgänge zu haben,
wobei das Register 300, falls erforderlich, darüber hinaus noch die Setz-Eingänge
378 und 380 erhalten hat.
-
Die Ubertragung der Daten zu und von den Indexregistern 300 und 302
erfolgt durch in der zentralen Datenverarbeitungseinheit 102 (Fig. 4) enthaltene
Gatterschaltungen. Auch diese gehören zur Standardausrüstung des Systems 100. Mit
Hilfe dieser Gatterschaltungen können 15-Bit-Zahlen in das Marktkurs-Indexregister
300 und das Eauts-Verkaufs-Kursindexregister 302 unter Programmsteuerung ein- bzw.
aus diesen Registern herausgeschoben werden.
-
Das Grenz-Indexregister 304 hat einen Ausgang 326 mit dreizehn Einzelausgängen,
an dem eine Binärzahl unter der Bezeichnung "Grenzzahl" erscheint. Wie oben erwähnt,
können kleine Kursänderungen dadurch wettgemacht werden, daß vor Beginn der Wfarktzvergleichsprüfung
zu dem Marktkurs ein kleiner Wert hinzuaddiert oder von diesem abgezogen wird. Jeder
der in dem Ausgang 326 zusammengeschlossenen Einzelausgänge liegt entweder an einem
positiven Potential oder an Massepotential innerhalb des Registers 304.
-
Wie oben angegeben, werden das Ergebnis der IWarktvergleichsprüfung
und der letzte Börsenschluß- oder Marktkurs einer jeden -Aktie zusammen in einem
einzigen Speicherplatz innerhalb der Börsenschlußkurs-Speichergruppe 252 (Fig. 8A)
gespeichert. Do h., das Ergebnis der Marktvergleichsprüfung wird in den Bit-Plätzen
21 und 22 und der Marktkurs in den Bit-Plätzen 23 bis 35 des Speicherplatzes gespeichert.
Bei Beginn des Eingabezeitraumes enthalten die Bit-Plätze 21 und 22 des Speícherplatzes
für die betreffende Aktie jeweils die Ziffer "0", wie oben erwähnt.
-
Jedesmal wenn ein limitierter Auftrag für die betreffende Aktie erhalten
wird, werden die Bits 21 bis 35 des ersten 36-Bit-Auftragswortes 220 (Fig. 6) in
das Kaufs-Verkauf s-Kursindexregister 302 (Fig. 7) eingegeben'. Das Bit 21 dieses
Wortes gelangt in das erste Flip-Flop und erscheint am Einzelausgang 1 des Ausganges
320 des Kaufs- Verkauf s-Kursindexregisters 302, das Bit 22 des Wortes wird dem
zweiten Flip-Flop zugeführt und erscheint am Einzelausgang 2 des Ausganges 220 usw..
Die Bits 21 bis 35 des Wortes, welches den letzten Börsenschlußkurs für die betreffende
Aktie ebenso wie die Ergebnisse früherer Marktvergleichsprüfungen der betreffenden
Aktie enthält, werden aus der Börsenschlußkurs-Speichergruppe 252 (Fig. 8A) entnommen,
um in das Marktkurs-Indexregister 300 eingegeben zu werden. Das Bit 21 dieses Wortes
gelangt in das erste Flip-Flop un-d erscheint am Einzelausgang 1 des normalen Ausganges
322 des Marktkurs-Indexregisters 300; das Bit 22 des Wortes gelangt über das zweite
Flip-Flop zum Einzelausgang 2 des normalen Ausganges 322 usw.. Das Komplement zur
Zahl "1" des Bits 21 erscheint am Einzelausgang 1 des invertierten Ausganges 324
des Marktkurs-Indexregisters 300, das Komplement zur Zahl "1" des Bits 22 erscheint
am Linzelausgang 2 des Ausganges 324 usw.
-
Sobald die obige Information in die Register 300 und 302 eingespeichert
ist, findet automatisch dic M,arktvergleichsprüfung statt. Handelt es sich bei dem
Äüi'#r"ag#um einen ~limitierten
Verkauf sauftrag und ist der Verkaufskurs
höher als der oder gleich dem Handelskurs abzüglich des obenerwähnten Kursunterschiedes,
so gelangt an den Setz-Eingang für das erste Bit 378 ein positives Potential, und
in das erste Flip-Flop des Marktkurs-Indexregisters30O wird eine "1" eingespeichert.
-
Diese "1" erscheint auch am Einzelausgang 1 des normalen Ausganges
des Registers. Besteht der Auftrag aus einem limitierten Kauf sauftrag und ist der
Marktkurs zuzüglich der geringen Kursdifferenz größer als der oder gleich dem Verkaufskurs,
so gelangt ein positives Potential an den Setz-Ekigang für das zweite Bit 380, und
eine "1" wird in das zweite Flip-Flop des Registers 300 eingespeichert. Diese "1"
erscheint am Einzelausgang 2 des normalen Ausganges 322 des Registers. Die in dem
Marktkurs-Indexregister 300 gespeicherte Zahl wird nun zurückgeführt in die Bit-Plätze
21 bis 35 des betreffenden Speicherplatzes in der Börsenschlußkurs-Speichergruppe
252 (Fig. 8A), worin der letzte Börsenschlußkurs und die Ergebnisse früherer Marktvergleichsprüfungen
für die betreffende Aktie gespeichert werden. Damit ist die Marktvergleichsprüfung
beendet.
-
Nach Abschluß des Auftragseingabezeitraumes enthält der Bit-Platz
21 des Speicherplatzes, der das Ergebnis der Marktvergleichsprüfungen aufnimmt,
eine ~1" dann und nur dann, wenn mindestens ein Auftrag zum Verkauf der Aktie zu
einem Kurs vorliegt, der gleich dem oder größer als der Marktkurs abzüglich der
geringen Kursdifferenz ist. Der Bit-Platz 22 desselben Speicherplatzes enthält eine
"1" dann und nur dann, wenn mindestens ein Auftrag zum Erwerb der Aktie zu einem
Kurs vorliegt, der geringer als der oder gleich dem Marktkurs zuzüglich der geringen
Kursdifferenz ist. Wenn die Datènverarbeitungsperiode beginnt, können die Inhalte
dieser beiden Bit-Plätze in der oben geschilderten Weise dazu Verwendung finden,
zu bestimmen, ob die nichtlimitierten Aufträge zusammen mit den limitierten in Mengenspeichergruppen
eingespeichert oder ob sie separat gespeichert werden sollen.
-
£#chfolgend sind die elektrischen Verbindungen zwischen den einzelnen
Elementen des Marktvergleichers 39 in Fig. 7 noch genauer
beschrieben.
-
Die Einzeleingänge 3 bis 15 des ersten Eingang'es 328 des ersten
Addierers 306 sowie die Einzeleingänge 3-bis 15 des ersten Einganges 338 des zweiten
Addierers 308 sind #mit den entsprechenden Einzelausgängen 3 bis 15 des Ausganges
326 des Grenz-Indexregisters 304 verbunden. Die Einzeleingänge 3 bis 15 des zweiten
Einganges 330 des ersten Addierers 306 sind mit den entsprechenden Einzelausgängen
3 bis 15 des normalen Ausganges 322 des Marktkurs-Indexregisters 300 verbunden.
Die Einzeleingänge des zweiten Einganges 340 des zweiten Addierers 308 stehen mit
den entsprechenden Einzelausgängen 3 bis 15 des invertierten Ausganges 324 des Marktkurs-Indexregisters
300 in Verbindung. Die Einzelausgänge 1 b- 15 des Ausganges 342 des zweiten-Addierers
308 stehen mit den entsprechenden Einzeleingängen 1 bis 15 des ersten Einganges
382 des vierten Addierers 312 in Verbindung, die Einzelausgänge 1 bis 15 des Ausganges
332 des ersten Addierers 306 sind mit den entsprechenden Einzeleingängen 1 bis 15
des ersten Einganges 348 des dritten Addierers 310 verbunden, und die Binzeleingänge
3 bis 15 des zweiten Einganges 384 des vierten Addierers 312 sowie die Einzeleingänge
3 bis 15 des zweiten Einganges 350 des dritten Addierers 310 stehen mit den entsprechenden
Einzelausgängen 3 bis 15 des Ausganges 320 des Kaufs-Verkaufs-Kursindexregisters
302 in Verbindung.
-
Der. Übertragsausgang 354 des dritten Addierers 310 steht mit dem
Eingang 374 des zweiten UND-Gatt#rs 316 in Verbindung; der Ubertragsausgang 398
des vierten Addierers 312, ist Bits dem Eingang 372 des ersten U#D-Gatters 314 verbunden.
-
Der Einzelausgang 2 vom Ausgang 320 des Kauf s-V,er#ä'uf Kursindexregisters
302 ist mit dem Eingang 368 des Inverters 318 ebenso wie mit dem Eingang 376 des
zweiten UND-'G,atte'rs #1-#-verbunden. Der Ausgang 369 des Inverters 318 liegt---an
dem Eingang 370 des.'.:erste#:#JND.r.G,4tters 314..
-
Der Ausgang 377 des ersten UND-Gatters 314 ist mit dem Setz-Lingang
für das erste Bit 378 des Marktkurs-Indexregi-.sters 300 verbunden, und der Ausgang
379 des zweiten UND-Gatters 316 liegt an den Setz-Eingang für das zweite Bit 380
des Marktkurs-Indexregisters 300.
-
Die Einzeleingänge 1 und 2 des ersten Einganges 328 des ersten Addierers
306 und die Einzeleingänge 1 und 2 des ersten Einganges 338 des zweiten Addierers
308 stehen mit einem Massepunkt 366 in Verbindung. Der Übertragseingang 334 des
ersten Addierers 306 wie die Einzeleingänge' 1 und 2 des zweiten Einganges 330 des
ersten Addierers 306 ist mit einem Massepunkt 362 verbunden. Der Übertragseingang
388 des vierten Addierers 312 sowie die Einzeleingänge 1 und 2 des zweiten Einganges
384 des vierten Addierers 312 liegen an einem Lassen punkt 360.
-
Der Ubertragseingang 344 des zweiten Addierers 308 und die Einzeleingänge
1 und 2 des zweiten Einganges 340 des zweiten Addierers 308 stehen mit einem Punkt
positiven Potentials 364 in Verbindung. Der Ubertragseingang 356 des dritten iiddierers
310 und die Einzeleingänge 1 und 2 des zweiten Einganges 350 des dritten Addierers
310 liegen an einem Punkt positiven Potentials 358.
-
Wird der Inhalt der Bit-Plätze 21 bis 35 des ersten 36-Hit-Auttragswortes
eines Auftrages für eine bestimmte Aktie in der oben angegebenen Weise in das Kaufs-Verkauf
s-Kursindexregister 302 eingespeichert und der Inhalt der Bit-Plätze 21 bis 35 des
speicherplatzes der den letzten Börsenschluß- oder Marktkurs für die betreffende
Aktie enthält, in das Marktkurs-Indexregister 300 eingegeben, so erscheint an den
Einzelausgängen' 3 bis 15 im normalen Ausgang 322 des Marktkurs-Index-###isters
300 eine Binärzahl, die dem Marktkurs entspricht.
-
Diese binärzahl wird auf die Einzeleingänge 3 bis 15 im zweiten Eingang
330 des ersten Addierers 306 gegeben. An den Sinzeleingängen 3 bis 1 des ersten
Einganges 328 des ersten Addierers
306 tritt bereits die der kleinen
Kursdifferenz entsprechende Zahl auf. Daher bringt der erste Addierer 306 eine Binärzahl
hervor, die gleich der Summe dieser beiden Zahlen ist und an den Einzelausgängen
1 bis 15 des Ausganges 332 erscheint. Die am Ausgang 332 auftretende Zahl, die an
die Einzeleingänge 1 bis 15 des ersten Einganges 348 des dritten Addierers 310 gelangt,
stellt die Summe des Marktkurses für die betreffende Aktie und der Zahl entsprechend
der kleinen Kursdifferenz dar.
-
An den Einzelau-sgängen 3 bis 15 des invertierten Ausganges 324 erscheint
eine Binärzahl, deren Wert dem Komplement zur Zahl "1" des Marktkurses für die Aktie
entspricht. Diese Binärzahl wird den Einzeleingängen 3 bis 15 des zweiten Einganges
340- des zweiten Addierers 308 zugeführt. Die Einzeleingänge 1 und 2 im zweiten
Eingang 340 des zweiten Addierers 308 sind bereits positiv, wodurch die verbleibenden
beiden Bits der Komplementzahl zur Zahl "1" im zweiten Eingang 340 aufgefüllt werden.
Der Ubertragseingang 344 des zweiten Addierers 308 ist positiv, wodurch zu der am
Ausgang 342 des zweiten Addierers erscheinenden Zahl "1" hinzuaddiert wird. Die
die kleine Kursdifferenz bezeichnende Zahl ist bereits an den Einzeleingängen 3
bis 15 im ersten Eingang 338 des zweiten Addierers 308 vorhanden. Dieser bringt
daher eine Binärzahl hervor, die gleich der Summe der beiden eingegebenen Zahlen
plus "1" auf Grund. des positiven Potentials am Übertragseingang 344 ist. Gemäß
den Regeln der Arithmetik mit Komplementen ist diese Summe numerisch gleich dem
Komplement zur Zahl "2" des Marktkurses abzüglich der Zahl entsprechend der kleinen
Kursdifferenz. Die am Ausgang 342 des zweiten Addierers erscheinende und den Einzeleingängen
1 bis 15 des ersten Einganges 382 des vierten Addierers 312 zugeführte Zahl stellt
die Summe dar.
-
Handelt es-sich bei dem geprüften Auftrag um einen limitierten Verkaufsauftrag,
so ist der zugehörige Kurs, der die Bit-Plätze 23 bis 35 des ersten 36-Bit-Auftragswortes
(vergl.
-
das Wort 220 in Fig. 6) in Anspruch nimmt, in Form einer Binärzahl
an den Linzelausgängen 3 bis 15 des Ausganges 320 des Kaufs-Verkaufs-Kursindexregisters
302 vorhanden. Diese Binärzahl wird den Einzeleingängen 3 bis 15 im zweiten Eingang
384 des vierten Addierers 312 zugeführt, Wie bereits erwähnt, tritt an den Einzeleingängen
1 bis 15 im ersten eingang 382 des vierten addierers 312 eine Binärzahl auf, die
dem Komplement zur Zahl "2" des Marktkurses minus der die kleine Kursdifferenz bezeichnenden
Zahl entspricht. Der vierte Addierer 312 bringt daher eine Binärzahl hervor, die
gleich der Summe der beiden eingegebenen Zahlen ist. Gemäß den Regeln der Arithmetik
mit lçomplementen ist diese Summe gleich dem den Auftrag begleitenden Kurs abzüglich
des hiarktkurses jedoch zuzüglich der Zahl entsprechend der kleinen Kursdifferenz
plus 215. Ist der zu dem Auftrag gehörige Kurs geringer als der Marktkurs minus
der die kleine Kursdifferenz bezeichnenden Zahl, dann ist die Summe geringer als
215, und am Übertragsausgang 398 tritt kein Signal auf. D. h. er liegt auf Massepotential.
Ist der Kurs des Auftrages gleich dem oder größer als der Marktkurs minus der die
kleine Kursdifferenz angebenden Zahl, dann ist diese Summe gleich oder größer als
215, und am Übertragsausgang 398 tritt ein Signal auf, d. h. er liegt auf positivem
Potential. Das am Übertragsausgang 398 vorhandene Potential gibt daher das Ergebnis
der Marktvergleichsprüfung für einen limitierten Verkaufsauftrag wieder.
-
Ist der geprüfte Auftrag ein limitierter Kauf sauftrag, so tritt
das Komplement zur Zahl "1" des Auftragskurses, das die Bit-Plätze 23 bis 35 im
ersten 36-Bit-Auftragswort (vergl. das sport 220 in Fig. 6) in Anspruch nimmt, in
Form einer Binärzahl, die das Komplement zur Zahl "1" bildet, an den Einzelausgängen
3 bis 15 vom Ausgang 320 des Kauis-Verkauis-Kursindexregisters 302 auf. Diese Zahl
gelangt von dort zu den Einzeleingängen bis 1z vom zweiten Eingang 350 des dritten
Addierers 310. Die zinzeleingänge 1 und 2 dieses Einganges 350 sind bereits positiv
und liefern die übrigen beiden Bits der an den Eingang 350 gegegebenen
Komplementärzahl
zu "1". Der dbertragseingang 356 des dritten Addierers 310 ist positiv, wodurch
die Zahl "1" zu der am Ausgang des dritten Addierers erscheinenden Summe hinzutritt.
-
çiie oben erwähnt, tritt an den Einzeleingängen 1 bis 15 vom ersten
Eingang 348 des dritten Addierers 310 eine Binärzahl auf, die der Summe des Marktkurses
und der kleinen Kursdifferenz entspricht. Daher liefert der dritte Addierer eine
Binärzahl entsprechend der, Summe der beiden eingegebenen Zahlen plus "1" auf Grund
des positiven Potentials am Ubertragseingang 356. Nach den Regeln der Arithmetik
mit Komplementen ist diese Summe numerisch gleich dem Marktkurs plus der kleinen
Kursabweichung minus dem Kurs des Auftrages plus 215. Ist der zu dem Auftrag gehörige
Kurs höher als der Marktkurs plus der kleinen Kursdifferenz, dann ist die Summe
geringer als 215 und am Übertragsausgang 354 tritt kein Signal, auf, d. h. dieser
liegt auf positivem Potential. Das am Ubertragsausgang 354 vorhandene Potential
gibt somit das Ergebnis der Marktvergleichsprüfung für einen limitierten Kauf sauftrag
wieder.
-
Die am Einzelausgang 2 des Ausganges 320 des Kaufs-Verkaufs-Kursindexregisters
302 erscheinende Binärzahl gibt an, welches der beiden obigen Prüfungsergebnisse
~in den ersten beiden Flip-Flops des Marktkurs-Indexregisters 300 zu speichern ist.
Handelt es sich bei dem geprüften Auftrag um einen Kauf sauftrag, so erscheint an
dem Einzelausgang 2 des Ausganges 320 eine "1", da sämtliche Kauf saufträge im Bit-Platz
22 des ersten Auftragswortes, wie Fig. 6 zeigt, eine "1" enthalten und der Inhalt
dieses Bit Platzes, wie oben angegeben, in das zweite Flip-Flop des Kaufs-Verkaufs-Kursindexregisters
302 (Fig. 7) gelangt. Diese "1" wird dem Eingang 376 des zweiten UND-Gatters 316
(Fig. 7) zugeführt, und setzt dieses Gatter damit in die Lage, Signale von seinem
zweiten Eingang 374 an seinen Ausgang 379 weiterzuleiten. Ist dies der Fall, so
gelangt das Potential des Übertragsausganges 354 des dritten Addierers 310 unmittelbar
an den Setz-Eingang für das zweite Bit 380. Diese ~1" ~wird im übrigen durch den
Inverter 318 in eine "O" umgewandelt, die dem Eingang 370 des ersten UN-Gatters
314 zugeführt wird. Damit wird das UND-Gatter 314 gesperrt, und der Setz-Eingang
für das erste Bit 378 verbleibt auf assepotential,
gleichgültig
welches Potential an dem Übertragsausgang 398 des vierten Addierers 312 auftritt.
Auf diese Weise werden die Prüfungsergebnisse- für die Kauf saufträge von dem Übertragsausgang
354 des dritten Addierers 310 dem zweiten Flip-Flop des Marktkurs-Indexregisters
300 zugeführt, wobei eine ~1" an dieser Stelle erscheint, wenn immer ein limitierter
hauisauftrag geprüft und dabei festgestellt wird, daß sein Kurs niedriger als der
oder gleich dem Marktkurs plus der kleinen Kursdifferenz ist.
-
Ist der untersuchte Auftrag ein Verkaufsauftrag, so erscheint am
Einzelausgang 2 des Ausganges 320 des Kaufs-Verkaufs-Kursindexregisters 302 eine
"0", da sämtliche Verkaufsaufträge im Bit-Platz 22 des ersten Auftragswortes nach
Fig. 6 eine "O" enthalten und der Inhalt dieses Bit-Platzes in der oben erwähnten
Weise in das zweite Flip-Flop des Kauf s-Verkaufs-Kursindexregisters 302 (Fig. 7)
gelangt. Diese "O" wird dem Eingang 376 des zweiten Ul#-Gatters 316 (Fig. -7) zugeführt,
und sperrt dieses, so daß der Setz-Eingang für das zweite Bit 380 auf Grundpotential
verbleibt, unabhängig davon, welches Potential an dem Übertragsausgang 354 des dritten
Addierers 310 auStritt. Des weiteren wird diese ~0" durch den Inverter 318 in eine
~1" umgewandelt, die dem Eingang 370 des ersten UND-Gatters 314 zugeführt wird und
dieses in die Lage versetzt, ein an seinem zweiten Eingang 372 erscheinendes Signal
an seinen Ausgang 377 gelangen zu lassen.
-
Ist dies der Fall, so teilt sich das Potential des Übertragsausganges
398 des vierten Addierers 312 unmittelbar dem Setz-Eingang für das erste Bit 378
mit. Auf diese Weise werden die Prüfungsergebnisse für die Verkauf saufträge vom
Übertragsausgang 398 des vierten Addierers 312 dem ersten Flip-Flop des Marktkurs-Indexregisters
300 zugeführt und eine "1" in diese Stelle gegeben, wenn immer ein limitierter Verkaufsauftrag
geprüft und dabei festgestellt wird, daß sein Kurs höher als der oder gleich dem
Marktkurs minus der kleinen Kursdifferenz ist.
-
obgleicil vorausgehend bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung
in Verbindung mit der Kursberechnung auf einer Effektenbörse
beschrieben
wurden, kann die Erfindung, wie gesagt, auch für andere Börsen oder Märkte Anwendung
finden, wozu im Binzelfall gewisse Anpassungen vorzunehmen sein werden. Auch was
die dargestellten und beschriebenen Elemente betrifft, können im Rahmen der Erfindung
durch den Fachmann änderungen vorgenommen werden.
-
-Patentansprüche-