DE2125417A1 - Nichttodhches Geschoß - Google Patents
Nichttodhches GeschoßInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F41—WEAPONS
- F41H—ARMOUR; ARMOURED TURRETS; ARMOURED OR ARMED VEHICLES; MEANS OF ATTACK OR DEFENCE, e.g. CAMOUFLAGE, IN GENERAL
- F41H13/00—Means of attack or defence not otherwise provided for
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
- F42B12/00—Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material
- F42B12/02—Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect
- F42B12/36—Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect for dispensing materials; for producing chemical or physical reaction; for signalling ; for transmitting information
- F42B12/56—Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect for dispensing materials; for producing chemical or physical reaction; for signalling ; for transmitting information for dispensing discrete solid bodies
- F42B12/58—Cluster or cargo ammunition, i.e. projectiles containing one or more submissiles
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Description
Patentanwälte Dr. Ing. H. Necj^rd-.rk
Di:: I. «ng. H. K .. Γ?'··'. '.ys, W. S-. \f
Associates
San Ramon; Calif.94583,USA 18. Mai 1971
Anwaltsakte M-1578
Nichttödliches Geschoß
Waffen, wie sie zur Zeit im Polizeidienst verwendet werden, haben verschiedene Nachteile. Ein zu unrecht Verdächtigter oder ein unschuldiger
Beteiligter kann tödlich verletzt werden. Die Waffe stellt auch eine Gefahr für den Polizisten dar, wenn die Waffe
bei einem Handgemenge in die Hände eines Verdächtigen gelangt. Schließlich besteht aufgrund unserer gesetzlichen Ordnung, nach
der die Verurteilung und Bestrafung eines Täters den Gerichten obliegt, die Forderung, daß ein Verdächtiger nach Möglichkeit
nicht verletzt werden soll.
Die wichtigste Eigenschaft einer für polizeiliche Zwecke verwendbaren
Waffe ist die Möglichkeit, jemanden unschädlich zu machen, nicht jedoch jemanden zu töten. Diese Eigenschaft ist notwendig,
um Verdächtige am Fliehen, sich wehren oder Begehen weiterer Straftaten zu hindern.
Keine der bekannten Waffen erfüllt sämtliche oben angegebenen Erfordernisse
.Die Verwendbarkeit eines Gummiknüppels beispielsweise
-2-
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ist durch die Reichweite des Benutzers beschränkt. Der Vorteil eines Gummiknüppels besteht darin/ daß mit ihm ein unschädlich
machender Schlag ausgeführt werden kann, ohne daß der Gummiknüppel in den Körper des Täters "eindringt". Was somit erwünscht wäre,
ist eine Vorrichtung großer Reichweite, die einen Schlag wiemLt einem Gummiknüppel ausführen oder in andere Weise eine unschädlich
machende Wirkung ausüben kann.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein durch eine Schießvorrichtung
abfeuerbares Geschoß zu schaffen, das ein lebendes, insbesondere menschliches, Ziel unschädlich machen kann, ohne in das Ziel einzudringen
oder eine tödliche Verletzung herbeizuführen. Dies wird durch die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale erreicht. Vorteilhafte
Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben. .
Gemäß der Erfindung ist das Geschoß, das von einer geeigneten
Schießvorrichtung abgefeuert werden kann, verformbar ausgebildet, so daß es sich während seines Fluges aufgrund von Zentrifugalkräften
radial ausdehnt. Hierdurch wird ein Treffer von verhältnismäßig großer. Gesamtenergie, Jedoch verhältnismäßig kleiner
Energie pro Flächeneinheit erzielt, der bei minimaler Eindringtiefe zum Unschädlichmachen ausreicht.
Das erfindungsgemäße Geschoß hat den Vorteil, daß die Schießvorrichtung
nicht übermäßig groß und unhandlich zu sein braucht, da das Geschoß anfangs einen verhältnismäßig kleinen Querschnitt -besitzt.
Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Geschosses be-
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— "5 —
steht darin, daß es sich an die Form des Ziels anpassen kann, so
daß sich die Schußenergie über einen verhältnismäßig großen Bereich
des- Ziels gleichförmig verteilen kann.
Anhand der Zeichnung werden bevorzugte Ausfuhrungsbeispiele der
Erfindung näher erläutert. Es zeigen:;
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer Patrone,
Fig» 2 eine Seitenansicht einer SehießvOrrichtung, wobei die
eine Hälfte des Laufes weggebrochen ist, um die Anordnung
der Hülse zu zeigen,
Fig- 3 eine der Fig. 2 entsprechende Ansicht, die das Geschoß
kurz nach dem Abfeuern darstellt,
Fig. 4 eine den Fign. 2 und: 3 entsprechende Ansicht zur Erläuterung
der Anordnung der verschiedenen Teile nach dem Austreten des Geschosses aus dem Lauf der -Schieß-*--
vorrichtung,
Fig. 5 eine Ansicht eines Geschosses in seiner Flugbahn das
sich bereits völlig ausgedehnt hat,
Fig. 6 eine Ansicht eines anderen Ausführungsbeispiels eines
erfindungsgemäßen Geschosses.
Fig. 1 zeigt eine Patrone 10 mit einer Hülse 12, die am einen
Ende durch eine Abdichtung 14 und am anderen. Ende durch eine
Zündkapsel 16 verschlossen ist. Die Zündkapsel 1,6'" weist e*inen ra-
49713 57
dial verlaufenden Flansch 1-8 auf, der Positionierungszwecken dient.
Die Zündkapsel 1.6 ist mit einer Gegenbohrung 20 zur Aufnahme eines
Zündstoffs 22 versehen.. . .... -
Sin Abstandsstück 24 weist eine Gegenbohrung 26 zur Aufnahme einer
Ladung 28 auf. Das Abstandsstück 24 dient zum Festlegen des Rauminhalts
der Ladung und somit zur Steuerung der auf das Geschoß übertragenen kinetischen Energie.
Ein Kolben 30, der an der Innenseite der Patronenhülse"12 anliegt,
steht mit. der inneren Stirnfläche des Abstandsstücks 24 in Verbindung. Seine gegenüberliegende Stirnfläche liegt an einer Gasabdichtung
32 an. Bei dem in Fig. 1 gezeigten AusfUhrungsbeispiel besteht
der Kolben 30 aus Polyäthylen und die Gasabdichtung 32 aus
Filz; es können jedoch auch andere,ähnliche Werkstoffe verwendet
werden.
Zwischen der Gasabdichtung 32 und der Abdichtung 14 ist ein nichttödliches Geschoß 34 angeordnetj das an die geometrische Form des
Raumes zwischen der Abdichtung 14, der Gasabdichtung 32 und der
Innenwand der Patronenhülse 12 dicht angepaßt ist.
Fig. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Schießvorrichtung 36 mit einem innen gerillten Lauf 38, beispielsweise eine United
States Military 4ÖMM Grenade Launcher (M79 oder XM-148), in dem die Patrone 10 in Schießstellung angeordnet ist. Die Zündnadel
der aahießvoniehtung. 36 befindet sich in der Mittellinie des Zündstoffs
22. Bei Zurückziehen eines Abzuges 40 schlägt die Zündnadel
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in an sich bekannter Weise auf den Zündstoff 22 auf, worauf die
Ladung 28 explodiert. Die Patronenhülse 12 wird durch den radial verlaufenden Plansch 18 in üblicher Weise in der Schießvorrichtung
36 zurückgehalten. Die Sprengkraft der Ladung treibt den Kolben
30 gegen das Mundungsende des Laufes 38, wobei das Geschoß
und die Dichtung 14 mitgerissen werden. Aufgrund der im Lauf 38
vorgesehenen Rillen wird dem Geschoß 34 zusätzlich zu seiner Längsbewegung
eine Drehbewegung aufgeprägt.
Pig. 4 stellt die Beziehung der verschiedenen Teile der Patrone
10 nach dem Austritt aus dem Lauf 38 dar. Die Dichtung 14 und der Kolben 30 haben eine wesentlich geringere Masse als das Geschoß
und lösen sich daher von dem Geschoß 34. Aufgrund der Eigendrehung des Geschosses 34 und der dadurch hervorgerufenen Zentrifugalkräfte
dehnt sich das Geschoß 34 radial aus und nimmt dabei eine
pfannkuchenähnliche Form an.
In Fig. 5 hat das Geschoß 34 seine maximale radiale Ausdehnung erreicht, die derart berechnet und ausgelegt ist, daß das Geschoß
eine minimale Verletzungsgefahr bedeutet.
Bei dem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung besteht das Geschoß 34 aus einem schweren Gewebe, das mit Stahlschrot gefüllt
ist und etwa einem Bohnensack ähnlich ist;5 Ein Geschoß, das mittels
einer für die US Military 40MM Grenade Launcher M79 abgefeuert werden kann, wiegt etwas weniger als ein halbes Pfund.
Fig. β zeigt ein anderes Ausführungsbeispiel eines Geschosses
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das als ein Netz ausgebildet ist. Das Netz nimmt bei seiner radialen
Ausdehnung eine Form an, die ein Vielfaches seines minimalen Durchmessers beträgt. An dem Netz J>k sind Gewichte 36 befestigt,
die die durch die Zentrifugalkraft hervorgerufene Drehung verstärken und die Plugbahn des Geschosses stabilisieren. In diesem Fall
ist das Geschoß derart ausgebildet, daß es sich um das Ziel herumwickelt
und das Ziel somit unschädlich macht.
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Claims (1)
- Dr. Ing. H Neg<*ndsnkDipl. ing. H. Bevd Dip!. Phys. VV. SoSmitzTel. 5380586MB AssociatesSan Ramon,. Calif .94583,USA l8. Mai 1971Anwaltsakte M-I578Patentansprüchefly Geschoß für eine Waffe zum Unschädlichmachen, nicht jedoch Töten eines lebenden, insbesondere menschlichen Ziels* mit Mitteln, insbesondere einer Sprengladung, zum Vortreiben des Geschosses mit verhältnismäßig großer kinetischer Energie längs einer Plugbahn, gekennzeichnet durch eine verformbare Masse (34) oder ein anderes verformbares Mittel, die bzw. das anfangs einen verhältnismäßig kleinen Durchmesser bezüglich der Flugbahn hat und sich während des Fluges ausdehnt, um ihre kinetische Energie bei minimaler Eindringtiefe und maximaler ^nergieübercragung über einen verhältnismäßig großen Bereich des Zieles zu verteilen.2. Geschoß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die verformbare Masse einen Beutel oder Sack (34) aus Gewebe aufweist, der mit verhältnismäßig kleinen Teilchen gefüllt ist.verfjDrmbare 3· Geschoß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die/Masseein Netz (34a.) aufweist (Fig. β). η109849/13572Ί25417■-.■". - 8 -4. Geschoß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch auf Zentrifugalwirkung ansprechende Mittel, vorzugsweise am Geschoß befestigte Gewichte (36), die.eine radiale Ausdehnung des Geschosses bewirken.109849/1 3.57
Applications Claiming Priority (1)
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