DE69401901T2 - Munition mit Geschossen die mittels Seilen miteinander verbunden sind - Google Patents
Munition mit Geschossen die mittels Seilen miteinander verbunden sindInfo
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Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung, die es gestattet, in Bewegung befindliche Ziele wie Tiere oder Menschen zu immobilisieren, genauer eine Vorrichtung, deren Patronen in herkömmlichen Waffen verwendet werden können. Bei der Neutralisierung oder dem Einfang eines Lebewesens besteht das hauptsächliche Problem darin, das Objekt zu immobilisieren, ohne es zu verletzen. Man kennt Patronen für Feuerwaffen, in denen Kugeln aus weichem Material wie zum Beispiel Gummi verwendet werden. Dieser Munitionstyp gestattet es, ein Tier oder einen Menschen zu neutralisieren, birgt aber den Nachteil, Verletzungen hervorzurufen, die je nach der Aufreffstelle der Kugel mitunter schwer sind. Man kennt ebenfalls Vorrichtungen, mit denen Patronen mit Betäubungsmittelspritze abgeschossen werden können, um das Objekt zu neutralisieren. Diese Vorrichtungen sind kompliziert in ihrer Herstellung, können im allgemeinen nur in Einzelschusswaffen verwendet werden und bergen den Nachteil, dass sie in Abhängigkeit von der Grösse des einzufangenden Objekts eine genau bemessene Menge an Betäubungsmittel erfordern.
- Die Patentschrift FR 491 876, die eine Grundlage für den Oberbegriff des Anspruchs 1 bildet, und die Patentschrift US 4 664 034 beschreiben Munition, deren Geschosse mehrere durch Bindeglieder verbundene Elemente umfassen. Diese Munition bzw. diese Geschosse sind hauptsächlich für die Bekämpfung von Flugzeugen oder Hubschraubern bestimmt und werden aus schweren Waffen abgeschossen.
- Sie sind daher für das Einfangen von Tieren oder Personen ungeeignet.
- Es ist das Ziel der vorliegenden Erfindung, die vorgenannten Nachteile auszuräumen und eine Einfangvorrichtung mit einem Antrieb und einem Geschoss aus durch ein biegsames Bindeglied verbundenen Massen zu schaffen, die dem Objekt, gegen das sie verwendet werden, keine Verletzungen zufügt und dennoch eine wirksame Immobilisierung gewährleistet.
- Die Vorrichtung zeichnet sich durch die in Anspruch 1 aufgezählten Merkmale aus.
- Dank dieser Merkmale erhält man eine wirksame Einfangvorrichtung von bescheidenen Herstellungskosten, die mit vorhandenen Feuerwaffen verwendet werden kann. Andere Vorteile gehen aus den in den Unteransprüchen zum Ausdruck gebrachten Merkmalen sowie aus der Beschreibung hervor, die nachfolgend die Erfindung näher mit Hilfe von Zeichnungen darlegt, die schematisch und beispielhaft einige Ausführungsformen der Einfangvorrichtung gemäss der vorliegenden Erfindung schildern.
- Figur 1 ist eine teilweise geschnittene Seitenansicht der Vorrichtung gemäss vorliegender Erfindung.
- Figur 2 ist eine teilweise geschnittene Draufsicht der in Figur 1 veranschaulichten Vorrichtung.
- Figur 3 ist eine Ansicht des in Figur 1 veranschaulichten Geschosses von hinten.
- Figur 4 ist ein Längsschnitt einer Abwandlung des in Figur 1 veranschaulichten Geschosses.
- Figur 5 ist ein Längsschnitt einer zweiten Abwandlung des in Figur 1 veranschaulichten Geschosses.
- Die Einfangvorrichtung umfasst in ihren verschiedenen Abwandlungen einen Antrieb und ein Geschoss.
- Figuren 1 und 2 veranschaulichen eine Ausführungsform der Einfangvorrichtung. Bezugnehmend auf diese Figuren setzt sich das Geschoss 47 aus zwei symmetrischen Massen zusammen, deren jede einen mit einer Basis 48', 48" fest verbundenen Geschosskopf 47', 47" umfasst. Diese Basen 48', 48" setzen sich in einem halbzylindrischen Schwanz fort, der dazu bestimmt ist, in das Ende des Laufes 49 einer Feuerwaffe wie eines Revolvers oder einer Pistole eingeführt zu werden. Der Antrieb des Geschosses wird zum Beispiel durch eine Platzpatrone gewährleistet. Die zwei Köpfe 47', 47" sind durch ein elastisches Bindeglied 50 zusammengebunden. Eines der Enden dieses Bindegliedes 50 ist in der Basis 48' befestigt, während das andere Ende des Bindegliedes 50 fest mit der Basis 48" verbunden ist. Das Bindeglied 50 ist, wie aus Figur 1 hervorgeht, auf der Aussenseite der Köpfe 47', 47" aufgewickelt, ohne sie einzuschliessen. Eine im allgemeinen aus Pappe oder Kunststoff gefertigte Hülle 51 umschliesst die beiden Halbgeschosse 47', 48', 47", 48" und hält sie Seite an Seite. Diese Hülle besitzt an ihrem dem Waffenlauf entgegengesetzten Ende eine Öffnung, was ihre Abhennung nach Abschuss erleichtert. Die Geschossköpfe 47', 47" sind mit kleinen Aussenflügeln 52', 52" bzw. Innenflügeln 53', 53" versehen, die das Auseinanderrücken der beiden Halbgeschosse 47', 47", 48', 48" im Flug begünstigen. Bei Abschuss reisst die Hülle 51 und fällt vor den Lauf, während die Geschosse 47', 47", 48', 48" in einer waagerechten Ebene in entgegengesetzten Richtungen auseinanderstreben, bis das sie verbindende Bindeglied 50 völlig gespannt ist. Beim Auftreffen berührt der mittlere Abschnitt des Bindegliedes 50 das Objekt, während die Halbgeschosse 47', 48' und 47", 48" durch Beharrungsvermögen das Objekt umschliessen und immobilisieren. Man bemerkt ferner das Vorhandensein von an den Basen 48', 48" der Geschosse angebrachten Spitzen oder Haken 54. Diese Haken 54 haben die Aufgabe, sich in der Kleidung oder in dei Haut bzw. im Fell des gefangenen Objekts festzuhaken und so eine leichte Befreiung zu verhindern. Merkzeichen 55 sind durch beliebige angemessene Mittel an den halbzylindrischen, die Basen 48', 48" fortsetzenden Schäften angebracht. Diese Merkzeichen 55 dienen als Hilfslinien, die es gestatten, die Einführung der Halbschäfte in den Lauf anzupassen. Es ist somit möglich, die Schussentfernung einzustellen, indem der Geschossschaft 47 mehr oder weniger tief in den Lauf 49 der Waffe eingeführt wird.
- Figur 3 ist eine Ansicht der zwei Halbgeschosse 47', 47" von hinten und ohne ihre Schutzhülle 51.
- Figur 4 veranschaulicht eine Abwandlung des in Figur 1 veranschaulichten Geschosses. Dieses Geschoss setzt sich ebenfalls aus zwei Halbgeschossen zusammen, deren jedes einen mit einer Basis 48', 48" fest verbundenen Kopf 47', 47" umfasst. Jede der Basen 48' und 48" nimmt das Ende eines biegsamen Bindegliedes 50 auf. Ein Kanal 56 ist in der Mitte des aus den beiden die Basen 48', 48" fortsetzenden Halbschäften zusammengesetzten Schaftes eingelassen. Der Kanal 56 mündet mit einem seiner Enden in den Lauf 49 der Waffe und mit seinem anderen Ende in einen am Verbindungspunkt der Köpfe 47', 47" und der Basen 48', 48" befindlichen Hohlraum 57. Dieser Hohlraum 57 steht mit in den Geschossköpfen 47', 47" angebrachten Hohlräumen 58', 58" in Verbindung. Eine Pulverladung oder eine Rakete füllt die Hohlräume 58', 58" jedes Halbgeschosses aus. Schnellwirkende Zündschnüre 59', 59" stehen mit einem ihrer Enden mit den Pulverladungen in Berührung und münden über den Kanal 56 in den Lauf 49 der Waffe. Somit werden beim Abdrücken die schnellwirkenden Zündschnüre 59', 59" in Brand gesetzt, was die Verbrennung des Pulvers oder die Zündung der Raketen, die sich in den Hohlräumen 58', 58" befinden, hervorruft Kleine, kreisrunde Öffnungen 60', 60" sind in den Basen 48', 48" der Halbgeschosse vorhanden, um die Verbrennungsgase der in den Hohlräumen 48', 48" befindlichen Ladungen entweichen zu lassen. Diese Abwandlung bietet den Vorteil, beim Auftreffen auf das Objekt die Einkreisungswirkung zu verstärken, die nicht nur vom Beharrungsvermögen der Halbgeschosse, sondern auch durch den dur(h die Verbrennung der Pulverladung erzeugten Schub hervorgebracht wird.
- Figur 5 veranschaulichl eine zweite Abwandlung des in Figur 1 veranschaulichten Geschosses. In dieser Abwandlung steht der Kanal 46 über Durchgänge 61', 61" mit den in den Köpfen 47', 47" befindlichen Hohlräumen 58', 58" in Verbindung. In dieser Abwandlung ruft die Explosion der Antriebsladung einen Überdruck in den Hohlräumen 58', 58" hervor. Der dadurch in den Hobiraumen erzeugte Druck ruft eine Rückstosswirkung hervor, wenn die Gase durch die Öffnungen 60', 60" entweichen, wodurch sich das Beharrungsvermögen der beiden Halbgeschosse erhöht, wenn sie sich beim Auftreffen um das Objekt wickeln.
- In allen oben beschriebenen Ausführungsformen können die biegsamen Bindeglieder, die die das Geschoss bildenden Elemente verbinden, einhakende Organe umfassen. Diese Organe haben die Aufgabe, sich nach Umwicklung des Objekts durch das Geschoss in der Kleidung oder in der Haut bzw. im Fell des Objekts festzuhaken, und machen es dadurch für das Objekt schwieriger, sich vom Geschoss zu befreien. Diese Organe können aus Haken oder Angelhaken bestehen, die mit beliebigen, angemessenen Mitteln befestigt und entlang des biegsamen Bindegliedes verteilt sind, Wenn ein Metalldraht als biegsames Bindeglied verwendet wird, können sich diese Organe als Dornen wie die am herkömmlichen Stacheldraht befindlichen darbielen.
- Selbstverständlich haben die oben beschriebenen Ausführungsformen keineswegs begrenzenden Charakter und können innerhalb des durch Anspruch 1 definierten Rahmens alle wünschenswerten Abwandlungen erfahren.
Claims (2)
1. Einfangvorrichtung mit einem Antrieb und einem Geschoss aus durch ein
biegsames Bindeglied (50) verbundenen Massen (47', 47"), dazu bestimmt,
mit einer herkömmlichen Feuerwaffe verwendet zu werden, und dadurch
gekennzeichnet, dass die Zahl der Massen zwei beträgt, dadurch, dass jede
Masse einen Kopf (47', 47") und einen halbzylindrischen Schwanz (48', 48")
hat, dessen Aussenfläche relativ zur Aussenfläche des entsprechenden, mit
ihm verbundenen Kopfes (47', 47") nach innen zu veiselzt ist, und zwar so,
dass wenn die beiden Massen nebeneinander liegen, ihre beiden Schwänze
(48', 48") einen zylindrischen Körper bilden, der dazu bestimmt ist, in den
Lauf (49) einer Feuerwaffe eingeführt zu werden; dadurch, dass wenn die
beiden Massen (47', 47") nebeneinander liegen, ihre Köpfe einen Körper
beiden; dadurch, dass der Antrieb durch eine Platzpatrone für die
Feuerwaffe dargestellt wird; und dadurch, dass vermittels der Schwänze (48', 48")
der den Körper bildenden, benannten Massen (47', 47") bei Zündung des
Antriebs ein Schub auf diese Massen ausgeübt wird, und zwar derart, dass
diese Massen beim Verlassen der Feuerwaffe auseinanderstreben.
2. Vorrichtung gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jede Masse
(47', 47") ein Halbgeschoss darstellt, das mit kleinen Flügeln (52', 52")
versehen ist.
3, Vorrichtung gemäss Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass Hohlräume
(58', 58") in den Kopf (47', 47") jedes der Halbgeschosse eingelassen sind
und dass diese Hohlräume (58', 58") vermittels eines Kanals mit dem Inneren
des Laufes der Feuerwaffe in Verbindung stehen.
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