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DE2122030C - Verfahren zur Herstellung von überzügen auf Metallen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von überzügen auf Metallen

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Publication number
DE2122030C
DE2122030C DE2122030C DE 2122030 C DE2122030 C DE 2122030C DE 2122030 C DE2122030 C DE 2122030C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acid
pentanedione
metal
promoter
coating
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Raymond Paul Brooklyn N.Y. Gangi (V.St.A.)
Original Assignee
Woolsey Marine Industries Inc., New York, N.Y. (V.St.A.)
Publication date

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Description

30
Die vorliegende Erfindung betrfft ein Verfahren zur Herstellung von überzügen auf Metallen unter Verwendung von färbbaren Mischungen aus ungctättigten. Polyester-Kompositionen und inerten Materialien, die eine verlängerte Topf-Zeit haben.
Im speziellen betrifft die vorliegende Erfindung verbesserte seefeste überzüge, die sich besonders leicht auftragen lassen.
Die gebräuchlichsten seefesten überzüge bestehen im allgemeinen aus glasfaserverstärkten Polyester- 4P harzen. Ein einziger überzug einer derartigen Komposition mag durchschnittlich bis au 120 Glasschichten enthalten. Diese Lamellenbildung führt nicht nur zu einem überzug der außergewöhnlich resistent gegenüber Erosion und Abrasion ist; vielmehr wird auch die Geschwindigkeit mit der Wasser oder korrofive Ionen den Film durchdringen können, drastisch reduziert.
Die glasgefüllten Polyesterharze der oben beschriebenen allgemeinen Art sind zwar von großem Wert 5» Tür alle mit dem Meer zusammenhängenden Anwendungsarten; jedoch sind viele Schwierigkeiten aufgetreten, wenn man diese Kompositionen bei Schiff-Oberflächen und anderen statischen Marine-Strukturen angewandt hat. So ist z. B. die Schnelligkeit der SS Gel-Bildung und dementsprechend kurze Topf-Zeii einer der schwerwiegendsten Mangel, da die Anwendungsdauer hierdurch drastisch reduziert wird.
Es sind schon viele Methoden angewandt worden, um die Topf-Zeit zu verlängern, wobei gleichzeitig eine gute Härtung des Überzuges gewährleistet werden sollte. Die bekanntesten dieser Methoden sind vielleicht (1) ein Teilphasensystem und (2) ein Katalysalor-Injektionssystem. Jedes dieser unten näher beschriebenen Systeme erfordert spezielle Formulie- &s rumgsmelhoden und eine komplizierte Vorrichtung; am schwerwiegendsten ist jedoch die Tatsache, daß diese Methoden zu Bedingungen führen, bei denen das Harzüberzugssystem im Reservoir oder Reaktionsgefäß zu schnell geliert, so daß die Zeit, innerhalb der eine vorgegebene Menge überzug erfolgreich auf eine Metall-Oberfläche aufgebracht werden kann, yerkürzt ist.
Das Teilphasensystem erfordert die Formulierung von drei separaten Komponenten, üblicherweise besteht die Komponente (1) aus einer gewissen Menge einer Basisharz-Komposition und einem Promotor; die Komponente (2) besteht aus einer gewissen Menge eines Basisharz-Systems ohne Promotor, während die Komponente (3) aus einer gewissen Menge eines geeigneten Katalysators besteht, überzieht man eine metallische Oberfläche mit diesen drei Komponenten, so benötigt man eine komplizierte Vorrichtung, die nun im Handel erhältlich ist.
Das Katalysator-Injektionssystem andererseits verwendet Sprühvorrichtungen, in denen eine große Menge der Basisharz-Komposition und eine kleine Menge des Katalysators durch eine Zweikomponenten-Spritzpistole auf die Metall-Oberfläche aufgebracht werden, wobei die zwei Komponenten zu einem einzigen Strom vereinigt werden, unmittelbar bevor sie auf die Oberfläche auftreffen.
Das Teilphasensystem erfordert das Verpacken und Verschiffen von drei getrennten Komponenten und hat demgemäß — abgesehen von der kurzen Topf-Zeit — einige offensichtliche wirtschaftliche Nachteile.
Zusätze zu Polyesterformmassen u. dgl., die Ketone oder Diketone enthalten, sind an und für sich bekannt. Zum Beispiel werden gemäß DT-PS 935689 ungesättigte Ketone, die mindestens zwei Doppelbindungen enthalten, als Trocknungsbeschleuniger von Anstrichmitteln auf Polyesterbasis verwendet. Aus der DT-AS 1 215 926 und der DT-AS 1 191 100 sind Verfahren bekannt, nach denen aromatische Ketone als Härtungskatalysatoren für Polyesterformmassen vorgeschlagen werden. Gemäß DT-AS r 252 414 wird ein Gemisch aus einem Hydroperoxid und einem Keton, das zu Keto-Enol-Tautomerie fähig ist, als Härter eingesetzt. Schließlich wird in den Chem. Abstracts, Bd. 71, 1969, Nr. 30 962 y, über die Zersetzung organischer Peroxide in Gegenwart von Ketonen und Metallpromotoren referiert; hier findet sich der Hinweis, daß die Kobalt-Diketon-Kombination eine Erniedrigung der Gel- und Härtungszeiten bewirkt. In all den genannten Verfahren führen die Zusätze von Ketonen oder Diketonen und gegebenenfalls Metallpromotoren eine Beschleunigung der Trocknung, der Polymerisation bzw. dei Härtung herbei. Bei den hierzu eingesetzten Ketonen handelt es sich um aromatische, ungesättigte odci enolisierbare Ketone und nicht unn Pentandion, und die vorstehenden Verfahren betreffen auch nicht eine Verlängerung der Topf-Zeit.
Das Verfahren gemäß der US-PS 3 398 213 be trifft die Verwendung eines Gemisches aus eineir löslichcn Kobaltsalz und einem Chelatbildner al; Zusatz bei der Polymerisation von ungesättigter Polyesterharzen. Als Chelatbildner wird unter andc rem auch 2,4-Pentan-dion genannt. Die Funktion de Zusatzes und somit auch des darin enthaltener 2,4-Pentan-dions liegt hier jedoch ebenfalls in einci Verkürzung der Gelzeit bzw. der Beschleunigung dei Polymerisation.
Es wurde nun gefunden, daß man eine erhcblichi längere Topf-Zeit und dcmenlsprechcnde Verfahrens
mäßige Vorteile erzielt, wenn man die im folgenden beschriebenen pentandion- und metall promotorhaltigen überzugsmittel und Formulierungsmethoden für diese überzugsmittel benutzt.
Insbesondere wurde gefunden, daß die für seefeste überzüge gebräuchlichen glasfaserverstärkten Polyesterharz-Kompositionen so formuliert werden können, daß sie eine beträchtliche längere Topf-Zeit haben, ohne daß die letzte vollständige Härtung geändert wird, und ohne daß irgendeine der ge- ίο wünschten Eigenschaften des gehärteten Films beeinträchtigt wird.
Gegenstand der Erfindung ist somit ein Verfahren zur Herstellung von überzügen auf Metallen durch Auftragen eines Uberzugsmittels auf der Grundlage von üblichen Polyestern, Vernetzungsmitteln. Vers*ärkungsmitteln, Hilfsstoffen, Metallpromotoren und Pentandion mit einem Katalysator, der freie Radikale liefern kann, das dadurch gekennzeichnet ist, daß solche überzugsmittel verwendet werden, die eine Mischung aus 0,1 bis 0,5 Gewichtsprozent Pentandion, bezogen auf das Gesamtüberzugsmittel, und 0,5 bis 1,5 Gewichtsprozent Metallpromotor, bezogen auf das Gesamtüberzugsmittel, enthalten, wobei das Verhältnis von Pentandion zu Metallpromotor zwisehen 1 und 3 Teilen Pentandion auf 1 Teil Promotor beträgt.
Es ist bekannt, daß die Geschwindigkeit der Bildung freier Radikale bei Verwendung eines Peroxid-Katalysators gewisse Auswirkungen auf die Geschwindigkeit der Polymerisation, Härtung usw. hat. Ganz allgemein wird ein metallischer Promotor benutzt, um die Bildung freier Radikale zu starten. Die am meisten verwendeten Promotoren sind metallorganische Verbindungen, wie die Naphthenate des Kobalt, Vanadium, Mangan, Kupfer, Zirkon, Blei, Lithium, Calcium, Zink, Cer usw. Weitere brauchbare Promotoren sind die Octoate und Tallate dieser Metalle. Es ist auch bekannt, daß diese Promotoren während der Polymerisation in verschiedenen Wertig-" keitsstufen existieren können.
Die Geschwindigkeit der Zersetzung eines Peroxid-Katalysators oder der Bildung der freien Radikale kann dadurch gelenkt werden, daß man das Verhältnis des einen Wertigkeitszustands des Metallpromotors zu seinem höheren Wertigkeitszustand kontrolliert. Dies erreicht man durch Verwendung eines Ketons, wie Pentandion, zusammen mit einem metallischen Promotor und mit dem Peroxid-Katalysator. Der synergistische Effekt dieser beiden Stoffe, die gemeinsam auf den Peroxid-Katalysator einwirken, führt zur Bildung der freien Radikale in einer gewünschten bzw. kontrollierbaren Geschwindigkeit. Erfolgt der Zusatz dieser Komponenten zu einer Überzugs-Komposition auf die erfindungsgemäße Weise, so werden die gewünschten Resultate erzielt, d. h. verlängerte Topf-Zeit und ausgezeichnete Härtungseigenschaften.
Bei der Formulierung der erfindungsgemäß verwendeten überzugsmittel wird ein Basisharz-Gemisch aus Glasflocken, inerten Materialien und anderen Komponenten mit einer vorher hergestellten Mischung eines metallischen Promotors und Penlandion versetzt. Die auf diese Weise erhaltene Mischung wird wie eine einzige Komponente abgepackt und bei ihrer Anwendung mit einem Katalysator versetzt und damit vermischt. Formuliert man die überzugsmittel in dieser Weise und fügt den Katalysator wie beschrieben zu, so erhält man eine beträchtlich längere Topf-Zeit als mit den vorher beschriebenen Systemen. Die erzielte wesentliche Verbesserung wird im folgenden noch näher erläulert.
Als Harzbestandteil des Basisharz-Gemisches kann erfindungsgemäß ein üblicher ungesättigter Po'yester verwendet werden, z. B. der aus der US-PS 2 931 784. Derartige Harze erhält man üblicherweise durch die Umsetzung einer α,/ϊ-ungesättigten α,β-PoIycarbonsäure oder eines entsprechenden Anhydrids mit einem Glykol. Typische Beispiele für mehrbasische Säuren und Anhydride, die zur Herstellung ungesättigter Polyester verwendet werden können, sind Maleinsäure, Fumarsäure, Itaconsäure, Aconitsäure, Mesaconsäure, Citraconsäure, Äthylmaleinsäure und Dichlormaleinsäure sowie deren Anhydride. Die obengenannten mehrbasischen Säuren oder Anhydride können mit zweiwertigen Alkoholen verestert werden, z. B. Äthylenglykol, Diäthylenglykol, 1,2-PropylengIykol, 1,2- oder 1,3-DipropyIengIykoL 1,3-Piopylenglykol, 1,3-Butylenglykol, 1.2-Butylenglykol. Neooentylglykol, 1,3-Pentandiol und 1,5-Pentandicl. Die Polyester können modifiziert werden, indem man bei der Veresterung andere mehrbasische Säuren oder Anhydride zusetzt, z. B. Phthalsäure. Terephthalsäure. Isophthalsäure, Bernsteinsäure. Adipinsäure, Korksäure, Azelainsäure, Sebacinsäure und 3,6-Endomethylen-tetrahydrophthalsäure sowie deren Anhydride oder deren Derivate, wie die halogensubstituierten Derivate der obengenannten Säuren oder Anhydride, z. B. Tetrachlorphthalsäure und Hexachlor - endomethylen - tetrahydrophthalsäure. Gewünsthtenfalls kann man zur Modifizierung der Polyester auch kleine Mengen einbasischer Säuren und/oder einwertiger Alkohole zusetzen, z. B. Propionsäure, Buttersäure, gesättigte und ungesättigte höhere Fettsäuren, wie Palmitinsäure, Stearinsäure. Linolsäure, Sojaöl-Fettsäure, Ricinussäure usw., und Benzoesäure, sowie Amylalkohol und höhere aliphatische Alkohole, Cyclohexanol und Methylcyclohexanol.
Eir e spezielle Gruppe ungesättigter Polyester, deren Lösungen in monomeren Älhylenverbindungen, wie Styrol, als lufttrocknende und härtende Lacke verwendet werden können, wird durch Polykondensation der obenerwähnten (!,/^-ungesättigten Dicarbonsäuren mit den beschriebenen Hydroxyverbindungen, die «,/i-äihylenisch ungesättigte Äthergruppen enthalten, hergestellt; vgl. US-PS 2 852482 und GB-PS 810222. Beispiele derartiger Ätheralkohole sind die Allyl-, Methallyl-, Äthallyl-, Chlorallyl-, Crotyl- und Cinnamylather von zwei- oder mehrwertigen Alkoholen, z. B. Glykolen, Glycerin, Trimethylol-äthan. -propan, -butan, Pentaerythrit usw.; als Beispiele seien erwähnt die Glycerin-α-allyläther, Trimethyloläthan-monomethallyläther, Trimethylol-propan-mono- und -diallyl-iither, Pentaerythrit-mono- und -triallyläther und Glycidallyläther (Allyloxy - 2,3 - epoxypropan). Das α,/ί-ungesättigte Ätherradikal kann aber auch in den Polyester eingeführt werden, indem man eine Älhcrsäurc verwendet, z. B. Allyloxybernsteinsäiirc und //-All yloxy-propionsäure.
Die monomeren Äthylenverbindungen, welche mit den ungesättigten Polyestern copolymerisierbar sind und die man für die obenerwähnte Herstellung der »ungesättigten Polyester-Harze« benötigt, sind ebenfalls wohl bekannt; vgl. US-PS 2 931 784. Typische Beispiele derartiger Verbindungen sind /.. B. Styrol.
Vinyltoluol, halogenierte Styrole und Vinyltoluole, oben erwähnt, werden Keton und Promotor getrennt
Divinylbenzol, Vinylester, wie Vinylacetat, Acrylsäure vermischt; das Verhältnis der beiden kann zwischen
und Methacrylsäure sowie deren Derivate, alipha- 1 und 3 Teilen Pentandion auf 1 Teil Promotor
tische und aromatische Allyl-, Diallyl- und Triallyl- liegen. Um die Korrelation zwischen Topf-Zeil und
Verbindungen, wie deren Ester und Äther, z. 3. Allyl- 5 Härtungsgeschwindigkeit zu illustrieren, wurde ein-
acetal. Diallyl-phthalat, Triallylphosphat, Diallyl- mal ohne Zusatz von Pentandion gearbeitet: die
äther usw. Topf-Zeit betrug 2 Tage und auch die Zeit, bis die
Die oben beschriebenen Metallpromotorer sind Mischung zu einem befriedigenden Film gehurtet
für die Erfindung brauchbar. Im allgemeinen wird war, betrug 2 Tage, was völlig unbrauchbar ist.
Kobalt-naphthenat bevorzugt. io Aus dem in der Tabelle (vgl. S. 15) gegebenen Ver-
Zur Formulierung erfindungsgemäß einsetzbarer gleich der Versuchsergebnisse aus den Beispielen 4 überzugsmittel stellt man ein Basisharz-Gemisch und 5 wird ersichtlich, daß die erfindungsgemäß herher, indem man eiaen ungesättigten Polyester mit gestellten überzugsmittel viele Vorteile gegenüber einem vernetzenden Agens, einem Verstärkungsmittel, den bekannten Systemen aufweisen. Die verlängerte wie Glasfiocken, einem thixotropen Mittel, wie sehr 15 Topf-Zeit ohne Schädigung irgendeiner anderen fein pulverisiertem Siliciumdioxid, und einem Glykol Eigenschaft gehärteten Filmes ist aufsehenerregend, vermischt, welches sich synergistisch mit dem SiIi- Außerdem sollte darauf hingewiesen werden, daß ciumdioxid vereinigt, so daß es ein größeres Volumen eine merkliche Verbesserung der Befeuchtungseigenhat. Die oben beschriebene Mischung aus Promotor schäften und der Adhäsion des Filmes auf dem Stahl und Pentandion wird dieser Formulierung als sepa- 20 besteht. Die Verlängerung der Topf-Zeit dieser Malerate Komponente zugefügt. Weitere Komponenten rialien ist außerordentlich wichtig, da sie eine langkönnen verwendet werden, z. B. Pigmente und ein zeitige ununterbrochene Verwendung gestattet, wci-Luft-lnhibilor wie Paraffinwachs usw. ehe weil über der bei anderen Systemen für das üher-
Hinsichtlich des ungesättigten Polyesters wurde ziehen zur Verfugung stehenden Zeit liegt,
gefunden, daß die meisten luftgehärteten Polyester 25 Die erfindungsgemäß einsetzbaren überzugsmittel
verwendet werden können. Einen geeigneten PoIv- und das erfindungsgemäße Überzugs-Verfahren sind
ester kann man durch Reaktion von 4 Mol Iso- für alle mit dem Meer zusammenhängenden Anwen-
phthalsäure. 4 Mol Maleinsäure und 16 Mol Di- dungsarten außerordentlich geeignet, insbesondere
äthylenglykol erhalten. Ein weiterer erfindungs^emäß für Schiffrümpfe, Ruder, Heckbauten. Ankerket-
brauchbarer Polyester entsteht durch Reaktion von 30 len-Bezirke. Seekisten, Bugschieber, Knollenbuge.
4 Mol Isophthalsäure, 5 Mol Maleinsäure und Schiffsaufbauten, Decks, Lukendeckel, Ballast- und
10 Mol hydriertem Bis-phenol A. Ladungstanks. Die überzugsmittel sind auch bei
Als Beispiel eines im Handd erhältlichen, erfin- statischen Marine-Strukturen wirksam. Die erlindungsgemäß brauchbaren Polyesters sei ein Poly- dungsgemäß hergestellten überzüge sind gegenüber ester genannt, der durch Umsetzung von zweiwertigen 35 Korrosion, Abrasion und Stoß außergewöhnlich Alkoholen mil zweibasischen Säuren erhalten wird. widerstandsfähig. Im allgemeinen ist die Adhäsion Die ungesättigte Säurekomponente ist hierbei Malein- an Stahl sowie an Beton. Sperrholz und Glasfasern säureanhydrid und die gesättigte Säure Isophthal- ausgezeichnet.
säure. Das Alkydharz wird in Styrol gelöst (Ver- Die vorliegende Erfindung ist zwar an Hand be-
hällnis 65:35) und mit einem üblichen Inhibitor ver- 40 slimmter ungesättigter Polyester-Harze und mit Sty-
setzt. rol als vernetzendes Mittel beschrieben: es dürfte
Das Mengenverhältnis des verwendeten Polyester- jedoch klar sein, daß auch andere luftgehärtete, ungc-Harzes wird durch die gewünschte Art des endgül- sättigte Polyester in Kombination mit anderen Veitigen Überzuges bestimmt. Im allgemeinen verwendet netzungsmitteln brauchbar sind. Ähnlich kann man man 30 bis 95 Gewichtsprozent des überzugsmittel, 45 an Stelle von Glasfiocken als Verstärkungsmittel vorzugsweise 40 bis 60 Gewichtsprozent. andere Materialien verwenden, z. B. Glasfasern.
Glasfiocken sind zwar das bevorzugte Verstär- metallische Fasern, synthetische Materialien usw.
kungsmittel, jedoch kann man gewünschtenfalls auch Die Beispiele erläutern die Erfindung: Alle Men-
andere verwenden, z. B. Glasfasern, synthetische genangaben bedeuten Gewichtsprozent, bezogen .iuf
Fasern, Metallfasern usw. Je nach der endgültigen 50 das Gesamtüberzugsmittel.
Verwendung, den gewünschten Eigenschafton usw. . ■ 1 1
beträgt die Menge des Verstärkungsmittels 0 bis B e 1 s ρ 1 e 1 1
50 Gewichtsprozent des Uberzugsmittels. Man stellt ein überzugsmittel aus den folgenden
Als bevorzugtes Vernetzungsmittel verwendet man Komponenten her:
Styrol, jedoch kann man auch alle üblichen und 55 (icwichtspro/eni
obenerwähnten Vernetzungsmittel benutzen. Als Polyester-Harz 45,0
Mengenverhältnis kommen 10 bis 50 Gewichtspro- Pigment 1.0
zent des überzugsmittel in Betracht; jedoch benutzt Thixotropes Mittel (pulverisiertes
man üblicherweise ein Verhältnis von 2 Teilen Harz Siliciumdioxid) 2.0
auf I Teil Vernetzungsmittel. 60 Paraffinwachs (Luft-Inhibitor) 0.06
Auch die Mengen des Pcntandions und des Pro- Styrol 25,86
motors können je nach den Verwendungsbedingun- Glasfiocken 25.0
gen und den gewünschten Härtungsgeschwindigkeiten Propylenglykol 0.68
usw. wechseln. Im allgemeinen hai sich eine Menge Koball-tallat 0.2
von 0.1 bis 0.5 Gewichtsprozent Pentandion, bezogen 65 Pentandion 0.2
auf das Gesamtüberzugsmittel als brauchbar herausgestellt. Die Menge Promotor liegt bei etwa 0.5 bis Das Pentandion und Kobalt-tallat (aus Tallöl) 1.5 Gewichtsprozent des überzugsmittel. Wie bereits werden zuerst gemischt, worauf man das erhaltene
Produkt zu den übrigen Komponenten gibt. Dieses Gemisch ist ein stabiles Produkt, welches verpackt und verschifft werden kann, bis man es schließlich anwendet. In diesem Fall fügt man 1% tert.-Butylperbenzoal zu und sprüht das so mit einem Katalysator versetzte Gemisch auf einen Schiffrumpf. Erst nach 2,5 Stunden beobachtet man eine Gelbildung des Gemisches im Vorralsgefäß: bis zu diesem Zeilpunkt Hißt sich das überziehen dauernd leicht durchrühren. Während des überziehen* waren die Temperaturen der Komposition und die Raumtemperatur gleich, nämlich 25 C.
Reoxidation der Oberfläche eintreten konnte. Die Anwendungstemperatur lag zwischen 21 und 24 C bei 75% relativer Luftfeuchtigkeit.
Die Härlungs- und andere Eigenschaften der Filme wurden untersucht und die Ergebnisse in der Tabelle zusammengestellt.
Beispiel 5
Es wird ein erfindungsgemäßes und ein übliches überzugsmittel für das Teilphasensystem hergestellt:
•5
Beispiel 2
Man wiederholt Beispiel 1, ersetzt jedoch das Kobalt-tallat durch Mangan-tallal. während alle anderen Komponenten und Mengen identisch sind. Bei 25 C beginnt die Gelbildung erst 3 Stunden nach Beginn des Sprühens.
Beispiel 3
Man wiederholt das Beispiel 1 unter Verwendung von Kobalt-octoat als Metallpromotor, in diesem Fall wird erst nach 2.5 Stunden erfolgreichen Sprühens eine Gelbildung beobachtet.
In den folgenden zwei Beispielen wird unter Verwendung von Kobalt-naphthenal als Melallpromoior das erfindungsgemäße System mit dem obenerwähnten Katalysator-Injeklionssystem und dem Teilphasensystem verglichen.
Beispiel 4
Man stellt nach dem erfindungsgemäßen Verfahren ein überzugsmittel und ein übliches überzugsmittel für das Katalysator-Injektionssystem (Vergleich) folgendermaßen her:
35
Polyester-Harz (aus zweiwertigen Alkoholen.
Maleinsäureanhydrid und
Isophthalsäure)
Pigment
Thixotrop« Mittel
(pulverisiertes Siliciumdioxid)
Paraffinwachs
(Luft-Inhibitor)
Styrol
Glasflocken
Propylenglykol
Kobalt-naphthenat
2.4- Pentandion
F.rlindungsgcmiiß
(Gewichtsprozent I
45.0
1.0
2.0
0.06
25.86
25.0
0.68
0.2
0.2
Vergleich
(Ciewichtspro/cnl)
46.0
1.0
2.0
25.0
25.0
0.68
0.2
40
45
55
60
Die obigen Gemische werden kurz vor ihrer Verwendung mit 1% tert.-Butyl-perben7oat als Katalysator versetzt, worauf man sie auf einem Scruffrumpf sprüht In allen Fällen wurden die Schiffrümpfe praktisch weiß geblasen und überzogen, bevor eine
65 Komponente I
Polyester-Harz (aus zweiwertigen Alkoholen. Maleinsäureanhydrid und Isophthalsäure) ...
Pigment
Kobalt-naphlhenal
Dimethylanilin
Wachs
Styrol
Glasfiockcn
Propylenglykol
Thixotropcs Mittel (pulverisiertes Siliciumdioxid)
2.4-Pentandion
Komponente 11
Polyester-Harz (aus zweiwertigen Alkoholen. Maleinsäureanhydrid und Isophthalsäure) . . .
Pigment
Wachs
Styrol
Glasflocken
Propylenglykol
Thixotropes Mittel (Siliciumdioxid)
2.4-Pentandion
F.rlindungsgcmüB
(Gewichtsprozent)
46.0 1.0
0.4 0.12 0.06 24.8 25.0 0.68
1.74 0.2
Vergleich
(Gewichtsprn.ent)
46.0 1.0 0.4 0.12 0,06 25.0 25.0 0.68
1.74
46.0 1.0 0.06 25.0 24.8 0.68
1.74 0.2
46.0 1.0 0.06 25.0 25.0 0.6S
1.74
Vor der Anwendung dieser Materialien auf einei Schiffrumpf fügt man der Komponente II l°o tert. Butyl-perbenzoat hinzu. Die Verwendung der mi dem Katalysator versetzten Komponente II und de Komponente I erfolgt wie oben für dieses Sysier beschrieben
In allen Fällen wurden die Schiffrümpfe praktisc weiß geblasen und überzogen, bevor eine Reoxidatio der Oberfläche eintreten konnte. Die Anwendung! temperatur lag zwischen 21 und 24 C bei 75* relativer Luftfeuchtigkeit.
Die Härtungs- und andere Eigenschafter der Film wurden untersucht und die Ergebnisse in der Tabeü zusammengestellt
Die Anwendungstemperatur in den Beispielen bis 5 betrug 25 C: jedoch kami ein weiterer Ten peraturbereich angewandt werden. F.s wurde gefui den. daß die Topf-Zeit um so kürzer ist. je hoher d
Temperatur ist. In der Tabelle finden sich die Resultate einer Anwendung bei Temperaturen von 10 bis J8 C der Umgebung. Auch die Temperatur der zu überziehenden Oberfläche sollte wärmer als 10 C sein und kann je nach den klimatischen Bedingungen bis zu 66 C betragen.
Topf-Zeit. 16 bis 3811C...
Topf-Zeit. 25 C
Physikalische Härtung .. Befeuchtung des Stahls...
Stoßfestigkeit
Rückstoß
Verschnitt
Fließ-Widerstand
Abrieb-Widerstand
Härtung, 25 C
Härte
Filmdickc
Wasserdampfübertragunu
ASTME 96-^53 T
Adhäsion
Viskosität
Versuchsergebnisse aus den Beispielen 4 und 5
Katalysator-Injektion
3 bis 10 Minuten')
8 Minuten
ausgezeichnet
gut
gut
ziemlich gut
gut
gut
gut
mindesten* 6 Stunden
50 Barcal
30 bis 50 2.5 - 10 3 cm
0,016 perms.*)
gut
I10K.U Teilphase
3 bis 10 Minuten 8 Minuten ausgezeichnet
ziemlich gut
mindestens 6 Stunden 50 Barcal 30 bis 50-2.5 10 J cm
0.016 perms.*)
iiöKü
lirfindungsgcmäßes System
I bis 6 Stunden1)
2,5 Stunden
ausgezeichnet
ausgezeichnet
gut
gut
ausgezeichnet
gut
gut
mindestens 16 Stunden
50 Barcal
30 bis 50· 2,5- 10 'cm
0.016 perms.*) ausgezeichnet
HO KU
') 0.2°n Pentandion.
*l Geschwindigkeit pf Permeabilität.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von überzögen auf Metallen durch Auftragen eines Überzugsmittels auf der Grundlage von üblichen Polyestern, Vernetzungsmitteln, Verstärkungsmitteln, Hilfsstoffen, Metallpromotoren und Pentandion mit einem Katalysator, der freie Radikale liefern kann, dadurch gekennzeichnet, daß solche überzugsmittel verwendet werden, die eine Mischung aus 0,1 bis 0,5 Gewichtsprozent Pentandion, bezogen auf das Gesamtuberzugsmittel, und 0,5 bis 1,5 Gewichtsprozent Metallpromotor, bezogen auf das Gesamtuberzugsmittel, enthalten, wobei das Verhältnis von Pentandion zu Metallpromotor zwischen 1 und 3 Teilen Pentandiou auf 1 Teil Promotor beträgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Metallpromotor Metallnaphthenate, Metalltallate oder/und Metalloctoate verwendet.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man als Katalysator, der freie Radikale liefert, tert.-Butylperbenzoat verwendet.

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