DE2119997A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Auftauen und Erhitzen von tiefgekühlten in Speisenbehältern aufbewahrten Speisen bzw. zum Wiedererwärmen tiefgekühlter und fertiggekochter Speisen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Auftauen und Erhitzen von tiefgekühlten in Speisenbehältern aufbewahrten Speisen bzw. zum Wiedererwärmen tiefgekühlter und fertiggekochter SpeisenInfo
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zum Auftauen und Erhitzen von tiefgekühlten in Speisenbehältern aufbewahrten Speisen bzw. zum Wiedererwärmen tiefgekühlter und fertigg@kochter Speisen Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Auftauen und Erhitzen von tiefgekühlten in Speisenbehältern aufbewahrten Speisen bzw. zum Wiedererwärmen tiefgekühlter und fertiggekochter Speisen mittels erhitzter Umluft sowie auf eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
- Zu diesem Zweck werden bisher in der Hauptsache Konvektionsöfen benutzt, in welchen zur Wärmeübertragung an die Speisen erhitzte Luft, die durch ein Gebläse umgewälzt wird, verwendet wird. Die Luft wird dabei durch elektrische Heizelemente, welche dem Geblase nachgeschaltet sind, erhitzt und in den Auftauraum geblasen. Bei allen bekannten Auf taugeräton tritt dabei die Luft durch an den Seitenwänden des Auftauraumes angeordnete Loch- oder Luftleitbleche hindurch und strömt in horizontaler Richtung im wesentlichen parallel zur Ober- und Unterseite der Speisenbehälter über deren Oberfläche. Senkrecht beaufschlagt werden nur die flächenmäßig kleinen Seitenflächen der Speisenbehälter. Der sich bei der parallelen Anströmung ergebende Wärmeübergangskoeffizient zwischen Speisenbehälter und vorbeistreichender Luft ist verhältnismäßig klein und kann auch nicht durch höhere Strömungsgeschwindigkeiten wesentlich erhöht werden.
- Auch eine Steigerung der Lufttemperatur, die bei maximal 1500 C liegen soll, ist aus ernährungsphysiologischen Gründen und wegen des verwendeten Verpackungsmaterials (teilwaise Pappkarton) nicht möglich. So wurde vorgeschlagen, zur Erhöhung des Wärmeüberganges der Heißluft Wasserdampf beizumischen, un dessen Kondensationswärme auszunutzen. Nachteilig hierbei ist das sich an den Menüschalen oder Speisenbehältern niederschlagende Kondenswasser, das sich ungünstig auf die Speisen selbst und auf die Entnahme der Speisen sowie den Bedienungskomfort des Gerätes auswirkt.
- Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren anzugeben und eine danach arbeitende Vorrichtung zu schaffen, das bzw. die einen wesentlich höheren Wärmeübergang zwischen Speisen und Heißluft ermöglicht und dadurch die Auftau- bzw. Zubereitungsseiten erheblich verkürzt.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die erhitze Umluft derart den Speisenbehältern sugeführt wird, daß deren gegenüberliegende größten Oberflächen durch die erhitzte Umluft senkrecht angeströmt werden. Der Wärmeübergang an die Speisenbehälter und soiit der Wärmedurchgang zum Kern der Speisen wird durch die erwähnte Strömungsrichtung und der dadurch erreichten, senkrechten Beaufschlagung der unverhältnismäßig großen Ober- und Unterseite der Speisenbehälter vergrößert, So daß sich die erwünschten kürzeren Auftau- bzw. Zubereitungszeiton ergeben.
- Zur Durchführung des Verfahrens dient gemäß der Erfindung eine Vorrichtun, mit einem Auftauraul, einem Gebläse und einem nachgeschalteten h1eizregister, die dadurch gekennzeichnet ist, daß in Auftauraum etagenförmig angeordnete waagrecht liegende Luftkanimern vorgesehen sind, die zwischen sich jeweils eine Speisen kammer begrenzen und deren obere und untere Begrenzungswände mit Bohrungen versehen sind, die ein vertikales Ausströmen der Luft in die Jeweilige Speisenkammer ermöglichen. Hierdurch werden die in waagrechter Lage in den Speisenkammern eingebrachten Speisenbehälter an ihren großen Ober- und Unterseiten senkrecht angeströmt.
- Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung wird der Auftauraum unterteilt, so daß sich übereinander liegende und voneinander getrennte und unabhängig voneinander regelbare Auftaukammern ergeben. Hierdurch können tiefgekühlte Speisen mit unterschiedlichem Wärmeleitungsvermögen so behandelt werden, daß sie gleichzeitig in die Vorrichtung eingebracht und zur selben Zeit aus dieser herausgenommen werden können. Die Regelung der Luftzuführung zu den einzelnen Auftaukammern erfolgt dabei vorzugsweise mittels Regelklappen.
- Vorteilhafte Weiterbildungen sowie weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung in Verbindung mit den Ansprüchen.
- Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise dargestellt.
- Es zeigt: Fig. 1 einen Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung und Fis. 2 einen Querschnitt durch eine abgeänderte Ausführungsform der erfindungsgeaäßen Vorrichtung.
- Fig. t zeigt eine nachfolgend als Auftaugerät bezeichnete Vorrichtung mit einem Auftauraum 1, in welchem waagrecht liegende Luftkammern 2 angeordnet sind. Die Luftkammern 2 sind einseitig offen und an dieser offenen Seite mit einem senkrecht verlaufenden Versorgungskanal 3 verbunden. An der Unterseite des Auftaugerätes ist ein Motor 4 angeordnet, der ein Gebläse 5 antreibt. Dem Gebläse 5 ist ein Heizregister 6 nachgeschaltet, durch das dlo in den Versorgungskanal 3 geförderte Luft vorzugsweise elektrisch aufgeheizt wird.
- Die Luftkammern entsprechen in ihren horizontalen Abmessungen der Breite und Tiefe des Auftauraumes 1 und sind vorzugsweise durch gelochte Bleche begrenzt, zwischen die Heißluft aus dem Versorgungskanai 3 eintritt und durch die Löcher der Bleche nach oben und unten in Jeweils eine von zwei Luftkammern begrenzte Speisenkammer 13 austritt, die an der dem Versorgungskanal 3 zugewandten Seite geschlossen und an der gegenüberliegenden Seite mit einer Absaugöffnung 8 versehen ist, welche in einen dem Versorgungskanal gegenüberliegenden Absaugkanal 9 ausmündet. In Jeder Speisenkammer 13 ist ein Rost 7 angeordnet, auf welchem die Speisenbehälter bzw. Menüschalen liegen. Die unterste Luftkammer 2a weist nur nach oben gerichtete Löcher auf, die oberste Luftkammer 2b nur nach unten gerichtete Löcher. Die auf die Speisenbehälter bzw.
- Menüschalen auftreffende Heißluft wird über die Absaugöffnungen 8 in den Absaugkanal 9 geleitet und dem Gebläse 5 als Umluft wieder zugeführt In Fig. 2 ist eine abgeänderte Ausführungsform dargestellt. Hierbei ist der Auftauraum 1 in drei übereinanderliegende Auftaukammern 1a, Ib, 1c unterteilt, wobei die einzelnen Auftaukammern hinsichtlich der Zeit und/oder hinsichtlich der Menge unterschiedlich mit Umluft beaufschlagt werden können. Hierzu sind ii Vorsorgungskanal 3 zwei Regelklappen 9, 10 in unterschiedlichen Höhen angeordnet, durch die der Luftdurchsatz in die beiden übereinanderliegenden Auftaukammern 1b und 1c steuerbar ist.
- Zum Trennen der Luftführung in die Auftaukammern 1a, Ib, le können außer den Regelklappen 9, 10 noch besondere durchgehende Trennsande 11, 12 verwendet werden. In übrigen entspricht der aufbau der Ausführungsform nach Fig. 1.
Claims (8)
1. Verfahren zum Auftauen und Erhitzen von tiefgekahlten in Speisenbehültern
aufbewahrten Speisen bzw. zum Wiedererwärien tiefgekühlter und fertiggekochter Speisen
mittels erhitzter Umluft dadurch gekennzeichnet, daß die erhitzte Umluft derart
den Speisenbehältern zugeführt wird, daß deren gegenüberliegende größten Oberflächen
durch die erhitzte Umluft senkrecht angeströmt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umluft
über die gesamte Breite und Tiefe eines die Speisen behälter aufnehmenden Auftauraumes
zugeführt wird.
3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder
2 mit einem Auftauraum, einem Geblase und einem nachgeschalteten Heizregister, d
a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß im Auftauraum (1) etagenförmig angeordnete,
waagrecht liegende Luftkammern (2) vorgesehen sind, die zwischen sich Jeweils eine
Speisenkammer (13) begrenzen und deren obere und untere Begrenzungzwände mit Bohrungen
versehen sind, die ein vertikaltes Ausströmen der Luft in die Jeweilige Speisenkammer
eriögl ichen
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die obere
und untere Begrenzungswand aus Loohblechen bestehen, wobei sich Jede Luftkammer
über die gesamte Breite und Tiefe des Auftauraumes (1) erstreckt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Luftkammern (2) an einer Seite mit einem senkrecht verlaufenden Versorgungskanal
(3) verbunden und an der gegenüberliegenden Seite geschlossen sind und daß die Speisenkammern
(13)
an der den Versorgungshanal (3) angrenzenden seite geschlossen
und an der gegenüberliegenden Seite mit einem Absaugkanal (9) verbunden sind.
6. Vorrichtung nach einen der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß in den Speisenkammern (13) Gitterroste (7) zur Aufnahme der Speisenbehälter
derart angeordnet sind, daß die Speisenbehälter zu den Jeweils oberen und unteren
Luftkammern (2). etwa gleichen Abstand aufweisen.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß
im Vorsorgungskanal (3) zumindest eine Regelklappe (9) zur unterschiedlichen Luftverteilung
im Auftauraum (1) vorgeschen ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der kegelklappe
(9) eine Trennwand (11) zugeordnet ist, die sich über die der Regelklappe benachbarte
Luftkanmer in waagrechter Richtung erstreckt und die sie in zwei übereinanderliegende
Teilkammern unterteilt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2119997A DE2119997C3 (de) | 1971-04-23 | 1971-04-23 | Vorrichtung zum Auftauen und Erhitzen von tiefgekühlten, in Speisenbehältern aufbewahrten Speisen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2119997A DE2119997C3 (de) | 1971-04-23 | 1971-04-23 | Vorrichtung zum Auftauen und Erhitzen von tiefgekühlten, in Speisenbehältern aufbewahrten Speisen |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2119997A1 true DE2119997A1 (de) | 1972-11-16 |
| DE2119997B2 DE2119997B2 (de) | 1973-08-02 |
| DE2119997C3 DE2119997C3 (de) | 1974-02-28 |
Family
ID=5805743
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2119997A Expired DE2119997C3 (de) | 1971-04-23 | 1971-04-23 | Vorrichtung zum Auftauen und Erhitzen von tiefgekühlten, in Speisenbehältern aufbewahrten Speisen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2119997C3 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5438917A (en) * | 1992-10-13 | 1995-08-08 | Binair Groep B.V. | Device for ripening fruit |
-
1971
- 1971-04-23 DE DE2119997A patent/DE2119997C3/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5438917A (en) * | 1992-10-13 | 1995-08-08 | Binair Groep B.V. | Device for ripening fruit |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2119997B2 (de) | 1973-08-02 |
| DE2119997C3 (de) | 1974-02-28 |
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|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
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