DE2118286A1 - Verfahren zur Herstellung von Aminen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von AminenInfo
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Description
Dr.-lnQ. von Kreisler Dr.-lng. Sch8nwald ««-«,,/,,
Dr-lng.Th. Meyer Dr. Fues Dipl.-Chem.Alek vonKreisler 987-FTG-l
Did.-Chem.Corola Keller Dr.-lng. Klöpsch DipL-lng. SeIHn9 15. März 1971
Köln, D»ichm*nnhau· ... IK-ba
Verfahren zur Herstellung von Aminen
Diese Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von Aminen durch Desulfonylierung von Sulfonamiden und zeigt,
einen Weg auf, um reine, funktionell substituierte Amine und insbesondere Arylhydroxyalkylamine herzustellen.
Die DesulfonylIerung von Sulfonamlden zur Herstellung von
Aminen kann in einer Vielzahl von Fällen wünschenswert sein. Amine werden oft in ihre Sulfonamide übergeführt, um sie
vor unerwünschten Reaktionen, z.B. Oxydation, zu schützen oder um ihre Reaktionsfähigkeit im Vorlauf einer der darauffolgenden
chemischen Synthesen abzuwandeln. Zum Beispiel kann man, wenn man ein primäres Amin monoalkylieren will,
leicht das entsprechende Sulfonamid bilden, dieses mit einem Alkyllerungsmittel umsetzen und dann die Sulfonaeidgruppe abspalten. Sulfonamidderevate sind auch zwectanässig
als Zwischenprodukte beim Reinigen von Aminen, da sie Ib allgemeinen leicht kristallislerbtr sind. Sulfonamide können
auch für die Lagerung von Aminen «weckmässig sein, um die
unerwünschte Oxydation auf ein Minimum herabzusetzen. Diese lotst? Möglichkeit 1st insbesondere in Verbindung mit aromatischen Polyaminen von Interesse.
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Verfahren für die Desulfonylierung von Sulfonamiden sind umfassend untersucht worden. [Vergleiche z.B. Searles et
al."Cleavage and Rearrangement of Sulfonamides", Chemical Reviews, Vol. 59, Seiten 1077-1103 (1959).] Obwohl die
• Ueberführung eines Sulfonamids durch Hydrolyse in das entsprechende Amin allgemein bekannt ist, ist diese Umsetzung
langwierig und es tritt häufig Oxydation des Amins während ^ der Reaktion ein. Ferner können, wenn zur Beschleunigung
der Hydrolyse ein Katalysator, wie beispielsweise Schwefelsäure, angewendet wird, Umlagerungen zu SuIfonen oder andere
unerwünschte Nebenreaktionen stattfinden.
Die Desulfonylierung von Sulfonamiden mit Metallhydriden wurde als allgemein unbefriedigend beschrieben. Auf Seite
1094 der oben genannten Veröffentlichung von Searles et al. wird festgestellt:
. "Sulfonamide sind sehr beständig geg^n Reduktion durch
Lithiumaluminiumhydrid wie auch durch andere anionische Reduktionsmittel. Dieselbe Ursache, die zur Erklärung der
Beständigkeit gegen alkalische Spaltung verwendet wird, kann auch hier angewendet werden: Die Abschirmung des
Schwefelatoms vor nukleophilem Angriff durch negativ geladene Sauerstoff- und Stickstoffatome. Auch hier kann
festgestellt werden, dass primäre Sulfonamide so beständig
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sind, dass sie durch Lithiumaluminiumhydrid nicht gespalten worden sind, und sekundäre Sulfonamide nur,
indem man ungewöhnlich heftige Bedingungen angewendet hat."
Ausserdem, sogar wenn die Anwendung von Lithiumaluminiumhydrid
erfolgreich ist, erfordert es die Verwendung von ätherischen Lösungsmitteln, die leicht entflammbar sind
und daher von industriellem Gesichtspunkt aus unerwünscht sind.
Gegenstand der Erfindung ist die üeberführung eines Sulfonamides
in ein Amin unter sicheren, milden Bedingungen in hoher Ausbeute durch Anwendung von Natriumbis-(2-methoxyäthoxy)aluminiumhydrid
als Reduktionsmittel in wenigstens stöchiometrischer Menge. Das so erhaltene Reaktionsprodukt
wird mit einer wässerigen Lösung zersetzt und das Amin zurückgewonnen.
Das in dieser Erfindung verwendete Natriumbis-(2-methoxyäthoxy)aluminiumhydrid
wird durch die Formel NaAlH2(OCH2CH2OCH3)2 wiedergegeben und kann beispielsweise
nach dem Verfahren, das in der französischen Patentschrift 1.515.582 beschrieben wird, hergestellt werden.
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OmtHA INSPECTED
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Nach der Stöchiometrie der reduktiven Spaltung dieser
Erfindung erfordert ein Mol der Sulfonamidgruppe zwei
Mol Natriumbis-(2-methoxyäthoxy)aluminiumhydrid. Enthält,
wie weiter unten beschrieben wird, die Sulfonamidverbindung
andere reduzierbare funktioneile Gruppen, so muss die Menge des genannten Hydrides entsprechend erhöht
werden., In allen Fällen wird vorzugsweise ein stö-"
chiometrischer Ueberschuss an Natriumbis-(2-methoxyäthojcy)aluminiuinhydrld
verwendet, wie beispielsweise die 1,5- bis 3-fache Menge, insbesondere doppelte Menge
der stöchlosietrlseh benötigten Menge.
Die Desulfonylierung eines Sulfonamides nach dem erfindungsgemässen
Verfahren kann günstig in einem inerten Lösungsmittel durchgeführt werden, wie beispielsweise
in den relativ sicheren aromatischen Kohlenwasserstofflösungsmitteln
(beispielsweise Benzol, Toluol und die Xylole) und ätherischen Lösungsmitteln (z.B. Dibutyläther,
Dioxane Tetrahydrofuran, Dimethyläther von
Aethyienglysol und Diäthylenglycoldimethyläther).
Vorzugsweise wird die Reaktion durchgeführt, indem man einen stöehios©trisehen Usbersehuss an Natriumbis-(2-methoxyäth©3ey)aluminiumhydrid,
gelöst in einem organischen Kohlenwasserstoff, dem Sulfonamid, das ebenfalls
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in einem aromatischen Kohlenwasserstoff gelöst ist, hinzufügt. Das genannte Hydrid sollte in einem ungefähren
Molverhältnis von 3-4:1 an Hydrid zu Sulfonamid angewendet werden, wenn nicht gleichzeitig andere
funktionelle Gruppen reduziert werden. Das Hydrid wird vorzugsweise in Form einer Lösung desselben in einem
organischen Lösungsmittel verwendet, wobei die Lösung einen Gehalt von 10 bis 90 Gewichtsprozent, vorzugsweise
60 bis 80 Gewichtsprozent des genannten Hydrides enthält. Vorzugsweise kann dann die Mischung für einige
Stunden unter Rückfluss erhitzt werden. Danach wird der gekühlte Komplex zersetzt. Eine wässerige alkalische
Lösung einer Base, wie beispielsweise NaOH und KOH, wird vorzugsweise für die Zersetzung wegen der leichten Aufarbeitung
verwendet. [Eine wässerige saure Lösung kann ebenfalls für die Zersetzung verwendet werden, aber die
darauffolgende Aufarbeitung ist mühsamer.) Die organische Schicht wird dann abgetrennt und die wässerigen Schichten
können zusätzlich extrahiert werden, um etwaige Rückstände an Amin zu gewinnen. Das Amin kann sehr leicht durch
den Zusatz einer Säure, die unlösliche kristalline Säureadditionssalze mit Aminen bildet, in reiner Form zurückgewonnen
werden. Viele solcher Säuren sind bekannt, Pikrinsäure ist dafür typisch.
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Die chemische Natur des Sulfonamids ist für die Durchführbarkeit
des erfindungsgemässen Verfahrens nicht kritisch.
So können aliphatische, aromatische und heterozyklische Sulfonamide nach dem erfindungsgemässen Verfahren
zu den Aminen desulfonyliert werden» Es können sowohl primäre als auch sekundäre Sulfonamide desulfonyliert
werden, um unter den milden Bedingungen des erfindungsgemässen
Verfahrens die Amine zu erzeugen. Die Desulfonylierung der primären Sulfonamide nach dem erfindungsgemässen
Verfahren ist besonders deshalb überraschend, weil LithiumaluminiumhydrjLd,
wie oben beschrieben wurde, selbst unter ungewöhnlich heftigen Bedingungen, unbrauchbar ist, Die
Sulfinogruppe des Ausgangsmaterials kann durch eine organische Gruppe, wie beispielsweise aliphatische, zykloaliphatische
oder aromatische Kohlenwasserstoffgruppen
(z.B. Phenyl, Tolyl, Xylyl und Benzyl) substituiert sein.
Die beiden am häufigsten verwendeten Sulfonamide für den oben genannten Zweck sind Paratoluolsulfonamid (meist
einfach als Mesylamin bezeichnet). Ausserdem kann die Sulfinogruppe durch ein Halogen, wie beispielsweise
Chlor, substituiert sein.
Natürlich muss bei einer Durchführung der erfindungsgemässen
Desulfonylierung berücksichtigt werden, ob die
Aminokomponente des Sulfonamids funktioneile Gruppen
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enthält, die durch Natriumbis-(2-methoxyäthoxy)aluminiumhydrid unter den milden Bedingungen des erfindungsgemässen
Verfahrens reduzierbar sind. Zum Beispiel kann man, wenn die Aminokomponente des betreffenden Sulfonamides eine
leicht reduzierbare Carbonylfunktion enthält, die erhalten
werden soll, diese Funktion leicht durch die Bildung eines Ketals oder Azetals in der gewohnten Weise schützen. Andererseits
ist es möglich, dass man gleichzeitig die Reduktion einer Carbonyl- oder Carboxygruppe zu einem
Alkohol wünscht. So kann man beispielsweise einen Aminoalkylbenzylalkohol herstellen, indem man die entsprechende
N-Tosylaminoalkylbenzoesäure oder den N-Tosylaminoalkylben*
Aldehyd dem erfindungsgemässen Verfahren unterwirft. Die zuletzt genannte Reaktion ist besonders zweckmässigf wenn
meta-Aminoalkylbenzylalkohole erwünscht sind, da die Alkylierung
von Benzotsäure oder Benzaldehyd nach Friedel-Crafts
direkt zur meta-Orientierung führt.
Eine besondere. Ausführungsform des erfindungsgemässen
Desulfonylierungsverfahrens benützt vorteilhaft die gleichzeitige Reduktion von Ketogruppen, um in relativ reiner
Form die pharmakologisch wichtigen Arylhydroxytlkylamlne der Formel (I)
H txk Ά,
I I* I*
» K—// Vv- C—C— N-H (I)
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herzustellen * worin X und Y unabhängig voneinander Wasserstoff,
Hydroxy-) Methoxy oder Hydroxymethyl bedeuten;
R1 Masserstoff oder niedriges Alkyl$ R2 Wasserstoff,
niedriges Älkyl odsr Phenyl-niedrig-Alkyl darstellen.
Der hierin gebrauchte Ausdruck "niedrig Alkyl" umfasst gerad« mM veriswisigtköttige wie auch zyklische Kohlen-
• wasserstoffgruppen^ insbesondere solche mit bis zu sechs
Kohlenstoffatomen9 meist mit bis au vier Kohlenstoffatomen.
- Diese Verbindungen sind verwendbar als adrenergische
• Mittel9 SronehodlXatoren, nasal© Decongestantien, Vasodilatoroas
Stimulantlan usw* Seispiele 'dafür sind Epinephrin
iäkd !©^epinephrin und di© sympathomlmetischen Amine
wie Sph@äi»iß5 PßGßylephrin, Isoproterenol, Isoetharin,
Nylidrln -und Salbutamol.
Bei dies©? Ausführungsform setzt man ein Sulfonamid der
Formel CIl)
0 Rn
V—^^—C— C — K — SO2R3 (II)
®ins %/oi4ifi I1 tmd Bg wie oben definiert sind, V X oder
ein© zu S rechägiertare Gruppe^ % 1 oder eine zu Y redu
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zierbare Gruppe und R3 eine organische Gruppe oder ein
Ha]Pgen(beispielsweise Chlor ) bedeuten. Man setzt diese
Verbindung mit Natriumbis-(2-methoxyäthoxy)aluminiumhydrid
um und arbeitet den resultierenden Komplex in üblicher
Weise auf. Die Natur der organischen Gruppe R^ ist nicht
kritisch für die Durchführbarkeit des Verfahrens, aber offensichtlich aus Gründen der Bequemlichkeit und Zweckmässigkeit
(beispielsweise bei der Aufbewahrung des Hydrides) würde man eine Kohlenwasserstoffgruppe, wie
z.Bο Methyl, Phenyl oder Tolyl wählen.
In Fällen, wo gleichzeitig Reduktion auftritt, muss roan
natürlich die relative molare Menge an Natriumbis-(2-methoxyäthoxy)aluminiumhydrid
bis zu wenigstens dem stöchiometrisch notwendigen Betrag erhöhen«
Die folgenden Beispiele erläutern die erfindungsgemässe Desulfonylierung von Sulfonamiden.
120 g einer 70#igen Lösung von;Natriumbis-(2-methoxyäthoxy)aluminiumhydrid
in Benzol (0,4 Mol) werden zu 19,7 g N-Tosyläthylamin (0,1 Mol) gefügt. Man entfernt
das Benzol unter Vakuum und ersetzt es durch 350 ml
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trockenes Toluol. Man erhitzt die Mischung unter Rückfluss
während 36 Stunden, kühlt auf Bäumtemperatür ab
und zersetzt mit 75 ml einer 25jiigen Natriumhydroxydlösung«
Das austretende gasförmige Aethylamin sammelt man in SaIζform, indem man es durch eine ätherische
Pikrinsäurelösung leitet. Man gewinnt so 15,6 g (51% Ausbeute) von Aethylammoniumpikrat, Schmelzpunkt 170-
pesulfonyllerung ^on N-Tosyldesoxyephedrln
Man löst 12,9 g D-N-Tosyldesoxyephedrin (0,0425 Mol)
in 100 al trockenem Benzol und fügt 49,5 g einer 7OjS-igen Lösung von Natriumbis-(2-methoxyäthoxy)aluminiumhydrid
in Benzol (0,169 Mol) unter Rühren zu. Man erhitzt die Mischung während 10 Stunden unter Rückfluss,
kühlt und fügt dann 50 ml einer lOjSigen Natriumhydroxidlösung
langsam zu. Man trennt die Schichten und extrahiert die wässerige Schicht 3 mal mit 100 ml Portionen
von Aether. Den organische Extrakt trocknet man über Natriumsulfat und filtriert. Man fügt eine ätherische
Lösung von Pikrinsäure zu und gewinnt so 10,3 g (82# Ausbeute) D-Desoxyephedrinpikrat, Schmelzpunkt 145-145.50C.
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ORlGiNAL JNSPECTED
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ma
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Das Vorgehen des Beispiels 2 wird wiederholt, wobei man anstelle der Toaylverblndung 9,66 g D-N-Meeyldesoxyephedrin (0,0425 Mol) einsetzt. Das Erhitzen unter Rück-
fluss reduziert man auf vier Stunden. Nach dem Zufügen der Pikrinsäure isoliert man QTί Ausbeute an D-Desoxyephedrinplkrat, Schmelzpunkt 145-145.50C0
tosylamln)acetophenon
Man löst 10,1 g der oben genannten Verbindung (0,025 Mol)
in 100 ml Benzol. (Diese Ausgangsverbindung kann durch Alkylierung von Salicylsäure nach Friedel-Crafts mit
N-Tosyl^-t-butylaminoessigsäurechlorid hergestellt werden.) Man fügt 68 g einer 70£igen Lösung von Natriumbis-(2-methoxyäthoxy)aluminiumhydrid in Benzol (0,25 Mol) in soleher Geschwindigkeit zu, dass leichter Rückfluss erhalten
bleibt. Sobald die Zugabe beendet ist, erhitzt man die Mischung während 12 Stunden unter Rückfluss und kühlt ab,
fügt langsam Wasser bei und filtriert die Mischung» Die organische Schicht trennt man ab und wäscht die wässerige
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Phase einmal mit 100 ml Aether, bringt den pH-Wert der
wässerigen Phase mittels Salzsäure auf 10-10,5. Man filtriert die Lösung, entfernt das Wasser und extrahiert
den Rückstand kontinuierlich mit Aether. Man entfernt den Aether und kristallisiert das Produkt N-t-Butyl-jSM-dihydroxy-S-hydroxymethylphenäthylamin
(Salbutamo'l) aus Isopropanol um, Schmelzpunkt 153,5-154,5°C.
N-Toaylplperidln
Man löst ils97 g N-Tösyl&iperldin (0,05 Mol) in 120 ml
trockenem Benzol, fügt 57,1 g einer 70#igen Lösung von
Natrltäsbis-(2-methoxyäthoxy)alUffliniumhydrid in Benzol
(0,2 I-M) unter Rühren £U, erhitzt die Mischung während
20 Stunden unter Eüekfluss, kühlt auf Raumtemperatur und
sersetet iaa Produkt dureh Zugabe ifon 75 ml einer !Obigen
Natritjuah^droxydläuuhg. Maa fügt 100 ml Aether «u und
trennt die'Schichten. Die wisserig® Schicht sättigt man
ait KatritUBhydroxyd und extrahiert kontinuierlich in
einem flüssig-flüssig Extrakt©? während zwei Tagen. Die
orgaaisßksia feteakt® vereinigt aan9 trocknet sie über
Natriumsulfat und filtriert« Der ätherischen Lösung
fügt man MkrineStif1© zu und gewinnt so 11,8 g (75Jl Ausbeut©)
iss toistalligierten Piptridlnpikrates, Schmalz-
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punkt 148-150OC.
phenyl-1-tosylazetidin
Man löst 120 g cls~3-Methoxymethoxy-2-methyl-3~phenyl~
1-tosylazetidin (0,332 Mol) in 700 ml Benzol, fügt 390 g
einer 70#igen Lösung von Natriumbls-(2-methoxyäthoxy)-alumlniumhydrid
in Benzol (1,33 Mol) unter Rühren zu und erhitzt die Mischung unter Rückfluss während 9 Stunden,
Man zersetzt die Mischung mit 300 ml einer !Obigen wässerigen
Alkalilösung, zieht die wässerige Schicht ab und extrahiert sie zweimal mit Aether, Die vereinigten organischen
Extrakte wäscht man einmal mit 150 ml einer 10Jiigen
wässerigen Alkalllösung und danach zweimal mit je 200 ml kaltem Wasser. Man fügt eine Aufschlämmung von
60 g (0,66 Mol) Oxalsäure in 300 ml zu und extrahiert die organische Schicht dreimal mit je 150 ml Wasser. Die
vereinigten wässerigen Extrakte wäscht man einmal mit 250 ml Aether, kühlt im Eisbad und sättigt sie mit Natriumchlorid.
Danach fügt man 6Ö g Natriumhydroxyd zu und dann 300 ml Aether. Diese Mischung filtriert man und
extrahiert die wässerige Phase dreimal mit je 250 ml Aether. Die ätherische Lösung trocknet man Über Natrium-
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sulfat und filtriert. Man destilliert das Lösungsmittel ab und destilliert den Rückstand bei-76-780C (0,01 mm Hg)
und erhält cis-3-Methoxymethoxy-2-methyl-3-phenylazetidin
(59j£ Ausbeute). Die sterische Konfiguration des Sulfonamide
ausgangsmaterials bleibt dabei erhalten»
Man entfernt das Benzol unter Vakuum von 14,7 g einer
70jfigen Lösung von Natriumbis-(2-methoxyäthoxy)aluminiumhydrid
in Benzol (0,05 Mol) und fügt 100 ml trockenes Toluol zu« Dazu fügt man unter Rühren eine Lösung von
1,71 g N-Mesylanilin (0,01 Mol) bei, entfernt 170 ml
Toluol durch Destillation und setzt das Erhitzen unter Rückfluss während 18 Stunden fort. Das Reaktionsprodukt
kühlt man, zersetzt es mit 50 ml einer lO^lgen wässerigen
Natriumhydroxydlösung, fügt 50 ml Aether zu und trennt die Schichtenο Die wässerige Schicht extrahiert man mit
Aether Und wäscht die vereinigten organischen Phasen mit Wasser, trocknet den organischen Extrakt über Natriumsulfat,
filtriert, fügt 5 ml 4n ätherische Salzsäure zu und erhält Anilin in Form des Salzsäuresalzes, Schmelzpunkt
197-19,80C (Ausbeute
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dloxolan-2-yl-methylaain
Man entfernt im Vakuum das Benaol von 160 g einer
igen Lösung von Natriumbis-(2-methoxyäthoxy)aluminium-Jiydrid in Benzol (0,55 Mol), fügt 300 ml trockenes
Toluol und 48,8 g N~Methyl-N-tosyl-2-phenyX-l,3-dioxolan-2-yl-methylamin (0,137 Mol) zu und erhitzt unter Rüokfluss während 22 Stunden., Man kühlt da· Reaktionsprodukt,
zersetzt es mit 200 ml einer 10£igen wässerigen Natriumhydroxydlösung und trennt die Schichten. Die wässerige
Schicht extrahiert man mit Aether, vereinigt die organischen Phasen, wäscht diese mit 10£igem wässerigem
Natriumhydroxyd, anschliessend mit Wasser. Danach gibt man 25 g Oxalsäure und 150 ml Wasser zu, mischt und
trennt die Schichten» Die organische Phase extrahiert man mit Wasser, wäscht den vereinigten sauren wässerigen
Extrakt mit Aether. Die wässerige Schicht macht man mit Natriumhydroxyd alkalisch, filtriert sie von den ausgefällten Salzen und extrahiert mit Aether. Nach dem Trocknen über Natriumsulfat entfernt man den Aether und destilliert das gewünschte Produkt N-Methyl-2-pheny1-1,3-dioxolan-2-yl-methylamin bei 73-750C bei 0„05 mm Hfe/ Ausbeute
56Jf. Das freie Keton N-Methylaminacetophenon kann man mit
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A>
987-FTG-16 15. März 1971
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Man mischt 13,6 g (0,05 Mol) Bis-N,N»-dimethylsulfonylhexamethylendiamln und 51,3 g (0,25 Mol) Natriumbis-(2-
* methoxyäthoxy)aluminiumhydrid in 500 ml Diglym (Diäthylenglycoldimetfeyläther) und erhitzt unter Rückfluss bei 15Q°C
während 48 Stunden, Die Mischung zersetzt man mit 125 ml
einer lQjiigen Natriumhydroxydlösung, fügt 250 ml Aether zu
und trennt die Schichten. Man »ättigt die wässerige Schicht mit Natriumhydroxyd und extrahiert kontinuierlich in einem
flüssig-flüssig Extraktor während 3 Tagen. Die organischen Extrakte vereinigt man, trocknet sie über Natriumsulfat und
filtriert. Das Lösungsmittel entfernt man und destilliert
das gewünschte Produkt unter Vakuum.
Sine Vislsähl "cn Variationen des oben beschriebenen Verfahrens sind dem Durehsehnittifaehmaan offensichtlich.
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Claims (20)
- 987-FTG-17 15o März 1971ffAnsprücheVerfahren zur Herstellung von Aminen durch Desulfonylierung von Sulfonamiden, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Sulfonamid mit wenigstens einer stöchiometrischen Menge von Natriumbis-(2-methoxyäthoxy)aluminiumhydrid umsetzt und den so gebildeten Komplex zersetzt.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man das 1,5 bis 3fache der stöchiometrischen Menge an Natriumbis-(2-methoxyäthoxy)aluminiumhydrid einsetzt.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man das 2fache der stöchiometrischen Menge an Natriumbis-(2-methoxyäthoxy)aluminiumhydrid einsetzt.
- 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass man dl« Umsetzung des Sulfonamides mit Natriumbis-(2-methoxyäthoxy)aluminiumhydrid in einem inerten organischen Lösungsmittel durchführt.
- 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass man als Lösungsmittel einen aromatischen Kohlenwasserstoff verwendet.987-FTG-18 15. März 1971
- 6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass man als Lösungsmittel Benzol, Toluol oder eines der Xylole verwendet.
- 7. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass man als Lösungsmittel ein ätherisches Lösungsmittel verwendet.
- 8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass man als Lösungsmittel Dibutyläther, Dioxan, Tetrahydrofuran, Dirnethyläther von Aethylenglycol oder Diäthylenglycoldimethylather verwendet.
- 9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung des Sulfonamides mit Natriumbis-(2-methoxyäthoxy)aluminiumhydrid unter Erhitzen durchführt.
- 10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Sulfinogruppe des Ausgangsmaterials durch eine organische Gruppe oder Halogen substituiert ist.
- 11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die organische Gruppe eine aliphatischen, zykloalipha-109844/1994_ 1 O987-FTG-19 15. März 1971tische oder aromatische Kohlenwasserstoffgruppe ist.
- 12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Sulfinogruppe durch Methyl, Tolyl oder Chlor substituiert ist.
- 13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Sulfonamid ein primäres Sulfonamid ist.
- 14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das genannte Sulfonamid ein sekundäres Sulfonamid ist.
- 15. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das genannte Sulfonamid zusätzlich wenigstens eine reduzierbare Gruppe enthält, die während der Umsetzung reduziert wird.
- 16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass' das Sulfonamid wenigstens eine Carbonyl- oder Carboxylgruppe enthält.109844/1994- 19 -987-FTG-20 15. März 1971 IK-ba
- 17. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass man als Ausgangsmaterial ein Sulfonamid der allgemeinen Formelrl
ZO RI Τι ?ίC— c— N SO2R3 (II)|l " verwendet, worin R1 Wasserstoff oder niedriges Alkyl, R« Wasserstoff, niedriges Alkyl oder Phenyl-niedrig-Alkyl, V und Z unabhängig voneinander Wasserstoff, Hydroxy, Methoxy oder Hydroxymethyl oder Gruppen, die dazu reduzierbar sind, und R^ eine organische Gruppe oder Halogen bedeuteno - 18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass als Ausgangsmaterial ein Sulfonamid der Formel (II) verwendet wird, worin V Hydroxy oder eine dazu reduzier-bare Gruppe, Z Hydroxymethyl oder eine dazu reduzierbare Gruppe, R-, Wasserstoff und R« tert-Butyl ist.
- 19. Ein Amin, hergestellt nach dem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis l8.- 20 109844/1994987-FTG-21 15o März 1971 IK-ba
- 20. Eine Verbindung der allgemeinen FormelC — C-N — Hworin X und Y unabhängig voneinander Wasserstoff,
Hydroxy, Methoxy oder Hydroxymethyl sind, R-. und R2 wie oben definiert sind, hergestellt nach einem Verfahren nach einem der Ansprüche 17 und 18«109844/1994
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