DE2114511B2 - 2-Alkyl-6,7-benzomorphane, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Weiterverarbeitung zu 2-Benzoalkyl-6,7-benzomorphanen - Google Patents
2-Alkyl-6,7-benzomorphane, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Weiterverarbeitung zu 2-Benzoalkyl-6,7-benzomorphanenInfo
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- C07D221/02—Heterocyclic compounds containing six-membered rings having one nitrogen atom as the only ring hetero atom, not provided for by groups C07D211/00 - C07D219/00 condensed with carbocyclic rings or ring systems
- C07D221/22—Bridged ring systems
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Description
R3
in der R ein Wasserstoffatom, eine Hydroxygruppe,
ein Ci-3-Alkoxyrest, R1 ein WasserstofTatom, ein
Q-3-Alkylrest, eine Phenyl-, Halogenphenyl-,
Ci_3-AIkylphenyl-, Ci_3-Alkoxyphenyl-, Hydroxyphenyl-,
Trifluormethylphenyl-, Aminophenyl-,
Q-3-Alkylthiophenyl-, Nitrophenyl- oder
Alkanoyloxyphenylgruppe, R2 ein Wasserstoffatom oder ein Q-3-Alkylrest, R3 ein Wasserstoff- oder
Halogenatom, ein C1 _3-Alkyl-, C1 _3-Alkoxy- oder
d-3-Alkylthiorest, eine Nitro-, Trifluormethyl-,
Amino- oder Hydroxygruppe, R4 ein Wasserstoffoder Halogenatom, ein Q-3-Alkoxy- oder C1 _3-Alkylrest,R5
ein Wasserstoffatom oder eine Methylgruppe und η eine ganze Zahl mit einem Wert
von 2 bis 4 ist.
2. Verfahren zur Herstellung der Verbindungen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
man ein 6,7-Benzomorphan der allgemeinen Formel II
(Π)
35
40
R1
in der R, R1, R2 und R5 die obige Bedeutung haben,
mit einer Ketocarbonsäure der allgemeinen Formel III
R4
, — COOH (III)
45
50 m eine ganze Zahl mit einem Wert von 1 bis 3 ist,
oder ihrem funktioneilen aktiven Derivat umsetzt, das erhaltene 2-Acyl-6,7-benzomorphan der allgemeinen
Formel IV
CO-(CH2L-CO-/
Ri
in der R1, R2, R3, R4, R5 und m die obige Bedeutung
haben und R6 ein Wasserstoffatom, eine Hydroxygruppe,
ein Ci-3-Alkoxyrest oder eine Gruppe der allgemeinen Formel V
-C — CO-(CH2)m — C0
R4
(V)
R3
ist, in der R3, R4 und m die obige Bedeutung haben,
reduziert.
3. Verwendung der Verbindungen nach Anspruch 1 zur Herstellung von Verbindungen der
allgemeinen Formel VI
in der R3 und R4 die obige Bedeutung haben und
und deren Salzen, in der R, R1, R2, R3, R4, R5 und
/1 die obige Bedeutung haben, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Verbindung nach Anspruch
1 mit Jones-Reagens oxidiert, und gegebenenfalls diese erhaltene Verbindung durch Umsetzung mit
einer Säure in ein Salz überführt.
4. Verwendung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß man die Oxidation der Verbindungen
nach Anspruch 1 bei Temperaturen von —5 bis +300C in einem inerten organischen
Lösungsmittel durchführt.
Einige Verbindungen der allgemeinen Formel VI
sind aus J. Org. Chem., Bad. 24(1959), S. 116 bekannt.
Die 2-Acyl-6,7-benzomorphane der allgemeinen Formel IV und die 2-AlkyI-6,7-benzomorphan-Zwischenprodukte
der allgemeinen Formel 1 sind neue Verbindungen.
3 4
Aus den ausgelegten Unterlagen der belgischen kannt, das von Verbindungen ausgeht, die nicht ohne
Patentschrift 7 43 733 ist ein Verfahren zur Her- weiteres zugänglich sind. Dies soll durch das folgende
stellung von 2-Benzoylalkyl-6,7-benzomorphanen be- Reaktionsschema erläutert werden:
75%
Ketalisierung 70%
CH2CH2-CH2 2 Stufen
O -■ C = O 50—60%
C6H5F + AlCl3
CICH2CH2CH2COCi
COCH2CH2CH2Cl
C-CH2CH2CH2Cl
O O
/ CH3
53—60%
CH3
HCl
85%
HO
CH3
CH2CH2CH2- C^
-Nx O
CH3
Die Gesamtausbeute beträgt 12 bis 16%, die Ausbeute in den beiden letzten Stufen 45 bis 51%.
Erfindungsgemäß verläuft die Herstellung der Verbindungen der allgemeinen Formel I insgesamt nach folgendem
Reaktionsschema A:
R.
(ID
Reaktionsschema A
HOOC-(CH2)M —CO
(III)
CO-(CH2L-
.R4
/ R.
R3
(W)
(CH2Jn-CH-^T^
OH R,
Nx O R3
R, R1, R2, R3, R4, R5, R6, η und m haben die obige Bedeutung.
Im allgemeinen wird bei der Oxidation von Benzomorphanen mit einer Hydroxylgruppe in der 2'-Stellung
und freier Benzylstellung in der 8-Stellung diese Gruppe als Methyläthergruppe geschützt, um eine
Oxidation zun entsprechenden Chinon zu vermeiden; vgl. A. Z i e r i η g et al., J. Med. Chem., Bd. 13,
(1970), S. 9 bis 13, insbes. S. 13, Chart. 11. Die Ausbeute
beträgt bei der Oxidation des 2'-Methoxy-2,5,9-trimelhyl-6,7-benzomorphans zum entsprechenden 2'-Methoxy
- 8 - oxo - 2,5,9 - trimethy 1 - 6,7 - benzomorphan nur 64% der Tneorie.
Erfindungsgemäß wird in der letzten Stufe der Weiterverarbeitung der Zwischenprodukte eine Oxidation
der sekundären Alkoholgruppe in der Seitenkette durchgerührt, ohne daß vorher die phenolische
Hydroxylgruppe in der 2'-Stellung und die Benzylstellung in der 8-Stellung geschützt würde. Die Ausbeute
beträgt in dieser Stufe mindestens 80% der Theorie.
Zur Umsetzung der Ketocarbonsäure der allgemeinen Formel III mit dem 6,7-Benzomorphan der allgemeinen
Formel II wird vorzugsweise das Säurechlorid, Säurebromid, der Benzylester, p-Nitrophenylester,
der Äthylester, das Säureanhydrid oder gemischte Anhydrid verwendet. Die Umsetzung wird
vorzugsweise in Gegenwart einer Base oder eines Kondensationsmittels, wie Pyridin, Triäthylamin, Natriumcarbonat,
Natriumhydroxid oder Dicyclohexylcarbodiimid, in einem geeigneten inerten organischen
Lösungsmittel, wie Tetrahydrofuran, Äther, Dioxan, Benzol, Toluol, Chloroform, Dichlormethan, Aceton
oder Dimethylformamid, durchgeführt. Als gemischte Anhydride der Ketocarbonsäuren der allgemeinen
Formel III kommen unter anderem die Verbindungen in Frage, die durch Umsetzung der freien Säure, z. B.
mit Chlorameisensäureäthylester, -isobutylester oder -benzylester hergestellt worden sind.
Bei der Acylierung eines 2'-Hydroxy-6,7-benzomorphans der allgemeinen Formel II (R ist eine
Hydroxygruppen erhält man entweder das 2'-Acyl-2-acyl-6,7-benzomorphan
der allgemeinen Formel IV jo (R6 ist ein Rest der allgemeinen Formel V)
— O — CO — (CH2)„
35
R4
(V)
R3
oder das 2-Acyl-6,7-benzomorphan der allgemeinen Formel IV (R6 ist eine Hydroxygruppen je nach dem
Molverhältnis von Ketocarbonsäure zu 6,7-Benzomorphan.
Die Reduktion der 2-Acylbenzomorphane der allgemeinen
Fcrmel IV zu den entsprechenden 2-Alkyl-
benzomorphan-Zwischenprodukten der allgemeinen Formel I wird vorzugsweise mit einem Alkalimetall
in einem Alkohol als Lösungsmittel, mit Wasserstoff in Gegenwart eines Katalysators oder einem Metallhydrid
durchgeführt. Vorzugsweise wird als Metallhydrid Lithiumaluminiumhydrid, Diisobutylaluminiumhydrid,
Triisopropylaluminium oder Borhydrid in einem inerten organischen Lösungsmittel, wie
Äther, Tetrahydrofuran oder Dioxan verwendet. Die Reduktion der 2'-Acyl-2-acyI-6,7-benzomorphane
der allgemeinen Formel IV liefert 2-Alkyl-6,7-benzomorphane der allgemeinen Formel I, in der R eine
Hydroxylgruppe bedeutet.
Das in der erfindungsgemäßen Verwendung als Oxidationsmittel eingesetzte Jones-Reagens ist ein
Gemisch von Chromsäure, konzentrierter Schwefelsäure und Wasser. Die Oxidation wird vorzugsweise
bei Temperaturen von —5 bis 300C, insbesondere 0 bis 1O°C, in einem inerten organischen Lösungsmittel,
wie Petroläther, Diäthyläther, Ch'oroform, Tetrachlorkohlenstoff,
Benzol, Essigsäure, Aceton, Pyridin oder Äthylacetat, durchgeführt.
Die Verbindungen der allgemeinen Formel VI enthalten ein basisches Stickstoffatom. Sie bilden daher
mit den verschiedensten anorganischen und organischen Säuren Salze. Beispiele für diese Säuren sind
Ameisensäure, Essigsäure, Buttersäure, Äpfelsäure, Fumarsäure, Maleinsäure, Bernsteinsäure, Glutaminsäure,
Weinsäure, Oxalsäure, Citronensäure, Milchsäure, Glykolsäure, Gluconsäure, Glucuronsäure, Zukkersäure,
Ascorbinsäure, Benzoesäure, Phthalsäure, Salicylsäure, Glycerinsäure, Anthranilsäure, Cholsäure,
Picolinsäure, Picrinsäure, Tropasäure, Indolessigsäure, Barbitursäure, Sulfaminsäure, Methansulfonsäure,
Äthansulfonsäure, Benzolsulfonsäure, p-To- !uolsulfonsäure, Salzsäure, Bromwasserstoffsäure.Jodvvasserstoffsäure,
Schwefelsäure und Phosphorsäure.
Die Verbindungen der allgemeinen Formel VI und deren Salze sind wertvolle Arzneimittel mit analgetischen
und sedierenden Eigenschaften.
Das Beispiel erläutert die Erfindung.
2'-Hydroxy-2-(3-p-fluorbenzoyl-1 -propyl)-5,9-dimethyl-6,7-benzomorphan
a) 2'-(/i-p-Fluorbenzoylpropionyloxy)-2-(/i-p-f1uorbenzoylpropionyl)-5,9-dimethyl-6,7-benzomorphan
Eine Lösung von 1,96 g [f-p-Fluorbenzoylpropionsäure
und 1,01 g Triäthylamin in 40 ml Chloroform wird bei einer Temperatur unterhalb O0C langsam
mit 1,09 g Chlorameisensäureäthylester versetzt. Nach 30minütigem Rühren unterhalb 0°C wird das Gemisch
mit 1,09 g 2'-Hydroxy-5,9-dimethyl-6,7-benzomorphan versetzt und 1 Stunde bei 0 bis 5" C gerührt.
Danach wird das Gemisch 16 bis 18 Stunden bei Raumtemperatur gerührt und sodann mit 200 ml
Chloroform versetzt. Die erhaltene Lösung wird nacheinander mit lOprozentiger Schwefelsäure, Wasser,
5prozentiger Natriumbicarbonatlösung und Wasser gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und filtriert.
Das Filtrat wird eingedampft. Das Rohprodukt wird aus Äthylacetat umkristallisiert. Man. erhält
das angegebene Produkt vom F. 133 bis 138rC.
b) 2'-Hydroxy-2-(4"-p-fluorphenyl-4"-hydroxyl"-butyl)-5,9-dimethyl-6,7-benzomorphan
2 g Lithiumaluminiumhydrid werden in 50 ml Tetrahydrofuran gelöst. In diese Lösung wird eine
Lösung von 6,6 g der in a) erhaltenen Verbindung in 20 ml Tetrahydrofuran unterhalb 300C eingetropft.
Danach wird das Gemisch 6 Stunden unter Rückfluß erhitzt und gerührt. Nach dem Abkühlen des Reaktionsgemisches
in Eis werden 50 ml Tetrahydrofuran und 50 ml Wasser zugegeben, und die Fällung wird
abfiltriert. Das Filtrat wird eingedampft und der Rückstand mit Äther extrahiert. Der Ätherextrakt
wird mit Wasser gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und filtriert. Danach wird das Lösungsmittel
abdestilliert. Das Rohprodukt wird aus Äthylacetat umkristallisiert. Das Produkt schmilzt bei 173 bis
174CC.
c) 2'-Hydroxy-2-(3-p-fluorbenzoyl-1 -propyl)-5,9-dimethyl-6,7-benzomorphan
Eine kalte Lösung von 26,7 g Chromsäure in 23 ml konzentrierter Schwefelsäure und 40 ml Wasser wird
auf 100 ml aufgefüllt. Diese Lösung (Jones-Reagenz) enthält 8 Äquivalente Sauerstoff.
0,5 g des in b) erhaltenen Produktes werden in 20 ml reinem, über Kaliumpermanganat destilliertem
Aceton gelöst und tropfenweise mit Jones-Reagenz aus einer Microburette versetzt, bis die orangebraune
Farbe bestehen bleibt. Dies zeigt an, daß die Oxydation vollständig ist. Während der Zugabe wird die
Temperatur des Gemisches unterhalb 5° C gehalten und das Gemisch wird gerührt.
Nach 10 Minuten wird das Reaktionsgemisch in Eiswasser eingerührt und anschließend mit wäßriger
Ammoniaklösung alkalisch gemacht. Die alkalische Lösung wird mit Äther extrahiert, der Ätherextrakt
mit gesättigter Natriumchloridlösung gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und zur Trockene eingedampft.
Nach Umkristallisation aus Aceton erhält man das angegebene Produkt vom F. 168 bis 1710C.
Das Hydrochlorid schmilzt bei 212 bis 214°C.
Die Ausbeute der Stufen a), b) und c) beträgt 65,6%.
Die Ausbeute der Stufen a), b) und c) beträgt 65,6%.
Claims (1)
- Patentansprüche:I. Z-Alkyl-oJ-benzomorphane der allgemeinen Formel I(CH2Jn-CH
N\ OHR4
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