DE2110393A1 - Ventil,insbesondere Regelventil,mit einstellbarem Drosselorgan - Google Patents
Ventil,insbesondere Regelventil,mit einstellbarem DrosselorganInfo
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Description
München, den 4. März I97I
PATENTANWALT (325)
8COO [.Inchon 9O
Tel. (0811) 65232t
SAMS ON APPARATEBAU A. G., Frankfurt am Main 1,
Weismüllerstraße 3
Ventil, insbesondere Regel ventil, mit einstellbarem
Drosselorgan
Die Erfindung betrifft ein Ventil, insbesondere ein Regelventil od.dgl., mit einem einstellbaren,
in das Ventilgehäuse eingebauten Drosselorgan.
Es ist bekannt, bei einem Regelventil, dessen Ventilkegel durch ein Stellwerk oder einen Stellmotor
betätigt wird, in dem Eingangsraum des Ventilgehäuses auf der dem Ventilkegel gegenüberliegenden Seite des
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Ventilsitzes ein Drosselorgan anzuordnen, mit dessen Hilfe die Menge des in die DurchgangsÖffnung des Ventilsitzes
einströmenden Mediums mehr oder weniger stark willkürlich gedrosselt werden kann. Das Drosselorgan
besteht hierbei aus einem zweiten Ventilkegel oder.Ventilteller, der am freien Ende einer abgedichtet
nach außen geführten Drosselventilspindel sitzt, die mittels eines Handrades od.dgl. hoch- und
" niedergeschraubt werden kann, um den Drosselkegel oder --teller von dem Ventilsitz zu entfernen oder
demselben zwecks Verringerung des Droaselquerschnittes zu nähern. Diese bekannte Anordnung benötigt
vor allem in Richtung der Ventilhauptachse vei'hälLnismäßig
viel Platz, und bei stärkerer Annäherung des Drosselventilkegels an den Ventilsitz können sicn
ungünstige Strömungsverhältnisse ergeben. Auch läßt sich der Drosselquerschnitt nur in gewissen Grenzen
\ und auch nicht ohne weiteres mit der gewünschten Genauigkeit
einstellen. Schließlich erfordert der Einbau eines solchen Drosselorgans im allgemeinen eine
Sonderfertigung mindestens des Ventilgehäuses«
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein besonders einfaches und billiges, trotzdem aber leicnt
und genau eins cellbares Drosselorgan zum Einbau in ein
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Regelventil od.dgl. zu schaffen, welches wenig Platz
beansprucht, auf einfache Weise montiert und in beliebige Ventile eingebaut werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß das Drosselorgan aus einer axial zusammendrückbaren Schraubenfeder besteht, welche derart in
dem Strömungsweg des zu drosselnden Mediums angeordnet
is ο, daß das Medium durch die VJi ndungs spalt en der Schraubenfeder von außen nach innen oder von innen
nach außen hindurchströmen muß. Beim Zusammendrücken
der Schraubenfeder wird der gegenseitige Abstand der Federwindun^en immer kleiner, so daß Ssje sich der
Durchströmungsquerschnitt, d.h. der Drosselquerschnitt
entsprechend verringert und im vollständig zusammengedrückten Zustand der Schraubenfeder, wenn sich die
benachbarten Federwindungen berühren, praktisch gleich oder fast gleich Null wird. Die Schraubenfeder kann
eine zylindrische oder vorzugsweise eine kegelige Form haben.
Die Anordnung einer solchen Schraubenfeder als einstellbares Drosselorgan hat gegenüber den bisher
üblichen einstellbarerforosseln viele Vorteile. Vor allem nimmt sie nur wenig Platz weg, so daß sie leicht
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z.B. im Eingangsraum eines Ventilgehäuses untergebracht
werden kann. Infolgedessen kann für die Zwecke der Erfindung .ohne" weiteres ein ganz normales Ventilgehäuse
aus der Serienfertigung verwendet werden. Eine Schraubenfeder ist auch leicht und ohne wesentliche
maschinelle bzw. spanabhebende Bearbeitung herstellbar. Da sie ein verhältnismäßig geringes Volumen
hat, kann man sie ohne zu große Kostenerhöhung aus w einem wertvollen Material herstellen, wodurch manche
Korrosionsschwierigkeiten vermieden werden können. Durch eine geeignete Formgebung, insbesondere als
Kegelfeder, läßt sich dieses Drosselorgan dem Strömungsbild im Ventil in sehr günstiger Weise anpassen.
Bei einem Regelventil kann die Schraubenfeder leicht in dem Eingangsraum des Ventilgehäuses zwischen
der den Ventilsitz enthaltenden inneren Gehäusetrennwand und dem oberen Gehäusedeckel angeordnet werden,
wobei sie auf einfachste Weise montiert werden kann. Auch die Einstellung des gewünschten Drosselquerschniutes
läßt sich bequem mit Hilfe einer im Gehäusedeckel verschraubbaren Gewindespindel vornehmen, die auf einen
oberen Federteller der Schraubenfeder wirkt. Am äußeren Ende der Gewindespindel kann ein Zeiger oder eine
Zeigermarke angebracht werden, der an einer Skala den jeweiligen Drosselwert erkennbar macht.
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Weitere Merkmale der Erfindung sind aus der folgenden Beschreibung an Hand der Zeichnung ersichtlich.
In der Zeichnung ist die Erfindung in einer Ausführungsform beispielsweise veranschaulicht. Die
einzige Figur der Zeichnung zeigt ein Differenzdruckoder Mengenregelventil in einem vertikalen Längsscnnii/t.
Das als Membranventil ausgeführte Regelventil besteht aus einem Ventilgehäuse 1, welches durch
Säulen 2 mit einem Membrangehäuse 3 verbunden ist. Der Eingangsraum 4 des Ventilgehäuses 1 ist von dem
Ausgangsraum 5 desselben durch eine Zwischenwand 6 getrennt, in der die Ventildurchgangsöffnung 7 des
Ventilsitzes 8 angeordnet ist. Mit dem Ventilsitz arbeitet ein in dem Ausgangsraum 5 vorgesehener
Einsitzventilkegel 9 zusammen, der am frden Ende eine*- Ventilstange 10 befestigt ist. Die Ventilstange 10 ist mittels «ines Mt^allfederrohres 11
abgedichtet, weiches einerseits an einem Bund 12 der Venti!stange 10 und andererseits an dem durchbohrten Boden einer die Ventilstange 10 umgebenden Hülse
13 dicht befestigt ist.
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Zwischen der Hülse 13 und den Säulen 2 ist eine
Ventilfeder 14 angeordnet, die sich einerseits an dem Ventllgehäuseboden 15 und andererseits auf einem Federteller
16 abstützt, der auf einem Buna 1/ der "Ventilstange
10 ruht. Der Bund 17 kann auf der Ventilstange 10 längsverschiebbar oder verschraubbar sein, um die
Spannung der Ventilfeder 14 einstellen zu können.
Die Ventilfeder 14 ist bestrebt, den Ventilkegel
9 in seine öffnungsstellung zu ziehen. Der Federkraft
wirkt eine in dem Membrangehäuse j3 eingespannte Membran 18 entgegen, an deren Merabranteiler 19 das untere
Ende der Ventilstange 10 befestigt ist. Die durch die Membran 18 abgeschlossene untere Kammer 20
des Membrangehäuses ρ ist durch eine Impulsleitung 21 mit einer in den Eingangsraum 4 des Ventilgehäuses 1
führenden Öffnung 22 verbunden. Die obere Kammer 2J>
* des Membrangehäuses jj, in welche die Ventilstange 10
durch, eine Dichtung 24 druckdicht, aber verschiebbar eingeführt ist, steht durch eine Impulsleitung 25
mit einer in den Ventilsitzdurchgang 7 führenden öffnung 26 in Verbindung. Auf diese Weise wird die
Membran 18 mit dem $ Membranteller 19 von dem Differenzdrucic
vor und hinter dem Drosselorgan beaufschlagt. Der Differenzdruck könnte auch anderweitig entnommen
werden, z.B. bei einer Heizungsanlage aus dem Vorlauf
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und aus dem Rücklauf der gesamten Anlage. Ferner könnte aucn ein einfaches Membranstellwerk mit einer
nur einseitig beaufschlagten Membran oder ein sonstiges, auf eine beliebige Regelgröße ansprechendes Stellwerk
oder ein anders ausgebildeter Stellmotor zur Steuerung des Ventils verwendet werden, wie z.B. der Arbeitskörper
eines Temperaturreglers. Anstelle der äußeren Impulsleituntj 25 kann gemäß einer "vorteilhaften Ausgestaltung
der Erfindung der Ventildurchgang 7 mit der Kammer 25 des Membrangehäuses j5 durch eine Längsbohrung
der Ventilstange 10 verbunden sein.
Das Drosselorgan besteht gemäß dem Ausführungsbeispiel aus einer kegeligen bzw. kege!stumpfförmigen
Schraubenfeder 27, die in dem Eingangsraum 4 des Ventilgehäuses 1 zwischen der Gehäusetrennwand 6 bzw. dem
Ventilsitz 3 und einem Gehäusedeckel 28 angeordnet ist. Das untere, weitere Ende der kegeligen Schraubenfeder
27 ist in eine zur Ventilsitzöffnung 7 konzentrische
Vertiefung 29 der Gehäusetrennwand 6 eingesetzt, wodurch die Schraubenfeder in ihrer Lage im
Ventilgeaäuse gut fixiert und zentriert wird. Das obere, entere Ende der Schraubenfeder 27 wird von einem
Federteller 30 abgestützt, der eine vertiefte Lagerpfanne
j>1 aufweist. In diese Lagerpfanne greift das
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untere Ende J52 einer Gewindespindel y$ ein, die in
einer zentralen Gewindebohrung des Gehäusedeckels verschraubbar ist. Die Gewindespindel 53 ist durch
eine Stopfbüchse y\ nach außen geführt und mittels
einer Schraube 35 fest mit einem Zeiger J6 verbunden,
der gegebenenfalls gleich als Handgriff zum Drehen der Gewindespindel j5j5 ausgebildet sein kann. An einer
am Gehäusedeckel 28 vorgesehenen Skala kann der Zeiger 36 auf den gewünschten Drosselwert eingestellt werden.
Die Wirkungsweise der vorstehend beschriebenen Vorrichtung ist ohne weiteres verständlich. Das
zu regelnde Medium siiömt aus dem Eingangsraum 4 des
Ventilgehäuses 1 durch die zwischen den Windungen der Schraubenfeder 27 vorhandenen Ringspalten hindurch
in das Innere der Schraubenfeder 27, wobei
die Strömung entsprechend der Spaltweite gedrosselt ) wird. Aus der Schraubenfeder 27 gelangt das Medium
in den Ventildurchgang "J und, wenn und so weit der
Ventilkegel 9 vom Ventilsitz 8 entfernt ist, in den Ausgangsraum 5 des Venoilgehäuses. Infolge der Drosselwirkung
der Schraubenfeder 27 ist der Druck hinter der Schraubenfeder, d.h. im Ventilsitzdurchgangfr, geringer
als der Druck vor der Schraubenfeder, d.h. im Eingangsraum 4. ' Diese Drücke werden durch die Impulsleitungen
25 und 21 in die Kammern 23 bzw. 20 des
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Membrangehäuses 2 übertragen. Der auf die Membran und den Membranteller I9 wirkende DiTferenzdruck steuert
dann über die Ventilstange 10 die Einstellung des Ventilkegels 9 gegenüber dem Ventilsitz 8. Durch
tieferes Einschrauben der Gewindespindel 35 wird die
Schraubenfeder 27 mehr zusammengedrückt, XBdsdt wodurch
sich die Schraubenwindungen einander nähern und sich schließlich berühren. Dementsprechend verringert
sich der Gesamtdurchgtrittsquerschnitt der Schraubenfeder, und entsprechend dieser Drosselung verändert
sich die Stellung des Ventilkegels .9· Es sei nur noch bemerkt, daß sich die Erfindung nicht auf dieses Ausführungsbeispiel
beschränkt, sondern daß sie auch alle Varianten im Rahmen der wesentlichen Erfindungsmerkmale umfaßt und, wie oben bereits erwähnt, bei
verschiedenartigsten Regelventilen anwendbar ist. Auch ist es gegebenenfalls möglich, das Drosselorgan
gemäß der Erfindung für andere Drosselzwecke zu verwenden.
Ansprüche
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Claims (10)
1. Ventil, insbesondere Regelventil od.dgl. mit einstellbare»m
Drosselorgan, dadurch gekennzeichnet, daß das Drosselorgan aus einer axial zusammendrückbaren Schraubenfeder
(27) besteht, deren Windungsspalten im Strömungsweg des zu drosselnden Mediums liegen.
P 2. Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Drosselorgan eine Zylinderfeder ist.
3· Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Drosselorgan eine Kegelfeder ist.
4. Ventil nach einem der Ansprüche 1 bis 3* dadurch gekennzeichnet,
daß ein Ende der Schraubenfeder (27) durch einen Federteller (30) verschlossen ist.
5. Ventil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Federteller (30) als Auflager für ein einstellbares
Druckstück zum Zusammendrücken der Schraubenfeder (27) ausgebildet ist.
6. Ventil nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das
einstellbare Druckstück aus einer hoch- und niederschraubbaren Gewindespindel (33) besteht.
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7- Ventil nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schraubenfeder (27) in der Hauptachse des Ventilgehäuses (1)' zwischen
der die Ventilsiczöffnung (7) enthaltenden Gehäusetrennwand
(6) und dem Gehäusedeckel (28) des Ventilgehäuses
(1) angeordnet ist.
8. Ventil nach Anspruch 6 und 7* dadurch gekennzeichnet,
daß die Gewindespindel (33) in einer Gewindebohrung des Gehäusedeckels (28) verschraubbar ist, mit ihrem
in das Innere des Ventilgehäuses (1) ragenden Ende (32) in eine Lagerpfanne (3I) des Federtellers (30)
eingreift una an ihrem aus dem Ventilgehäuse (1) nach außen ragenden Ende mit einem Verstellglied und/oder
mit einem über einer Skala am Gehäusedeckel (28) spielenden Zeiger (36) versehen ist.
9· Ventil nach Anspruch "J1 dadurch gekennzeichnet, daß das
auf der Gehäusetrennwand (6) abgestützte Enue der Schraubenfeder
(27) in eine den Ventilsitz (8) umgebende Vertiefung (29) der Gehäusetrennswand (6) eingesetzt ist.
10. Ventil nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9*
dessen Ventilkegel, von einem Stellwerk mit einer von dem Differenzuruck vor und hinter dem Drosselorgan beaufschlagten
Membran betätigt wird, dadui'ch gekennzeichnet,
daß der Raum zwischen der Schraubenfeder (27) una dem
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- 12 -
Ventilkegel (9) durch die hohl ausgebildete Ventilspindel
(10) hindurch mit einer Kammer des Membrangehäuses (j5) verbunden ist.
SAMSON APPARATEBAU A.G, vertreten durch:
[(Edmund F*.E\Jner)
Patentanwalt
0 98J9/024 8
Priority Applications (4)
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| DE19712110393 DE2110393C3 (de) | 1971-03-04 | 1971-03-04 | Mengen- oder Differenzdruckregelventil |
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| DE2110393C3 DE2110393C3 (de) | 1975-09-25 |
Family
ID=5800545
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE19712110393 Expired DE2110393C3 (de) | 1971-03-04 | 1971-03-04 | Mengen- oder Differenzdruckregelventil |
Country Status (4)
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| NL (1) | NL152070B (de) |
| SE (1) | SE380335B (de) |
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|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
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