DE2110393C3 - Mengen- oder Differenzdruckregelventil - Google Patents
Mengen- oder DifferenzdruckregelventilInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Mengen- oder Differenzdruck regelventil mit von einem Stellmotor, insbesondere
einer auf Druckimpulse ansprechenden Arbeitsmembran, über eine Ventilstange entgegen der Wirkung
einer Ventilfeder verstellbarem Ventilkegel und einem Drosselorgan, welches auf der Eingangsseite des
Ventilsitzes dem Ventilkegel gegenüberliegt, wobei der Stellmotor von dem Differenzdruck vor und hinter dem
Drosselorgan beaufschlagt wird.
Bei einem bekannten Mengenregelventil dieser Art besteht das Drosselorgan aus einem zweiten Ventilkegel,
der am freien Ende einer abgedichtet nach außen geführten Drosselventilspindel sitzt, die von Hand
hoch- und niedergeschraubt werden kann, um den Drosselkfft' von dem Ventilsitz zu entfernen oder
demselben zwecks Verringerung des Drosselquerschnittes zu nähern. Es wurde nun beobachtet, daß sic h
bei Verwendung eines solchen Drosselventilkegels hinter demselben im Druckentnahmebereich, vor allem bei
stärkerer Annäherung des Drosselventilkegels an den Ventilsitz, ungünstige Strömungsverhältnisse ergeben
können, welche die Erzielung einer befriedigenden Regelgenauigkeit verhindern. Auch läßt sich bei der bekannten
Anordnung der Drosselquerschnitt nur in gewissen Grenzen und auch nur schwierig mit der gewünschten
Genauigkeit einstellen. Der Einbau eines zusätzlichen Ventilkegels als Drosselorgan bedingt im alleemeinen
auch eine Sonderfertigung des Ventilge-Der Erfindung fegt die Aufgabe zugrunde, cue Re-
«L und EinsteBgenauigkeit eines Mengen- oder
rafferenzdruckregelventils der eingangs genannten Art
2SSS2«!3 dabei auch de. Einbau des Drosselorgan
auf einfache Weise in beliebige Ventilgehauie
^Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst
daß das Drosselorgan in an sich bekannter Weise aus einer Schraubenfeder bestehi, welche mittels einer
von der Ventilstange unabhängigen Drosselspmdel von außen her axial zusammendrückbar ist und aus deren
hinter ihren Drosselwindungen Hegendem Innenraum der gedrosselte Impulsdruck in die eine Arbeitskammer
des Stellmotors abgeleitet wird.
Auf diese Weise wird erreicht, daß hinter der Drosselöffnung des Drosselorgans, nämlich hinter den
zwischen den Windungen der Schraubenfeder befindhchen
Drosselspalten, innerhalb des Drosselorgans d. h.
der Schraubenfeder, ein verhältnismäßig großes VoIu men vorhanden ist. in welchem eine Beruhigung der
Strömung und ein Ausgleich stattfindet, bevor der ,n
die zugehörige Membrankammer einzuleitende Impuls druck hinter dem Drosselorgan abgenommen wird Bei
dem bekannten Mengenregelventil ist dies nicht der Fall weil der Raum oder das Volumen hinter dem
Drosselspah und der Regelstelle, d. h. der Abnahme
stelle des Impulsdruckes, m klein ist. um die fur eine
gute Mengenmessung erforderliche Rückführung von
kinetischer Energie in statische Energie zu erzielt Auf diesen Umstand wird das schlechte Regelverhalten
des bekannten Mengenregelventils zurückgeführt.
Es war nicht ohne weiteres naheliegend, bei einem
Mengen- oder Differenzdruckregelventil mit Stell-
motorbetätigung als Drosselorgan eine Schraubenfeder
vorzusehen, weil dies zunächst viel umständlicher erscheinen mußte. Zuvor mußte nämlich erkannt werden,
welche besonderen Bedingungen bei einem solchen Regelventil zu erfüllen sind, um eine gute Regel-
funktion und große Regelgenauigkeit zu erzielen. Auch aus an sich bekannten Ventilanordnungen konnte der
Erfindungsgedanke nicht entnommen werden, denn bei diesen war lediglich der normale und übliche Ventilkegel
durch eine Schraubenfeder ersetzt worden, wie
dies z. B. bei dem aus dem deutschen Gebrauchsmuster 1 873 389 bekannten Membranventil der Fall ist. Dort
ist nämlich der eigentliche, von der Arbeitsmembran betätigte Ventilkegel als Schraubenfeder ausgebildet,
. während beim Anmeldungsgegenstand der Ventilkegel so ganz normal als Kegel oder Teller beibehalten ist, aber
zusätzlich auf der dem Ventilkegel gegenüberliegenden Seite des Ventilsitzes ein Drosselorgan in Form einer
Schraubenfeder angeordnet ist.
Nebenbei hat die Anordnung einer Schraubenfeder.
welche eine zylindrische oder vorzugsweise eine kegelige Form haben kann, als einstellbares Drosselorgan
für ein Mengen oder Differenzdruckregelventil noch zusätzliche Vorteile. Die Schraubenfeder kann ohne
weiteres in ein normales Ventilgehäuse aus der Serienfertigung eingebaut werden, wo sie keinen zusätzlichen
Platz beansprucht Durch eine geeignete Formgebung, insbesondere als Kegelfeder, läßt sich dieses Drosselorgan
dem Strömungsbild im Ventil in sehr günstiger Weise anpassen.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind aus der folgenden Beschreibung an Hand der
Zeichnung ersichtlich.
In der Zeichnung ist die Erfindung in einer Ausfüh-
In der Zeichnung ist die Erfindung in einer Ausfüh-
rungsform beispielsweise veranschaulicht Die einzige
Figur der Zeichnung zeigt ein Differenzdruck- oder Mengenregelventil in einem vertikalen Längsschnitt
Das als Membranventil ausgeführte Regelventil besteht aus einem Ventilgehäuse 1, welches durch Säulen S
2 mit einem Membrangehäuse J verbunden ist Der Eingangsraum 4 des Ventilgehäuses 1 ist von dem Ausfangsraum
5 desselben durch eine Zwischenwand 6 getrennt, in der die Ventildurchgangsöffnung 7 des Ventil
sitzes 8 angeordnet ist. Mit dem Ventilsitz 8 arbeitet ein
kl dem Ausgangsraum 5 vorgesehener Einsitzventilkegel 9 zusammen, der am freien Ende einer Ventilstange
10 befestigt ist Die Ventilstange 10 ist mittels eines Metallfederrohres 11 abgedichtet, welches einerseits
an einem Bund 12 der Ventilstange 10 und andererseits
an dem durchbohrten Boden einer die Ventilstange 10 umgebenden Hülse 13 dicht befestigt
ist
Zwischen der Hülse 13 und den Säulen 2 ist eine Ventilfeder 14 angeordnet, die sich einerseits an dem
Ventilgehäuseboden 15 und andererseits auf einem Federteller 16 absiützt, der auf einem Bund 17 der
Ventilstange 10 ruht. Der Bund 17 kann auf der Ventilstange 10 längsverschiebbar oder verschraubbar sein,
um die Spannung der Ventilfeder 14 einstellen zu können.
Die Ventilfeder 14 ist bestrebt, den Ventilkegel 9 in seine Öffnungsstellung zu ziehen. Der Federkraft wirkt
eine in dem Membrangehäuse 3 eingespannte Membran 18 entgegen, an deren Membranteller 19 das unte
re Ende der Ventilst.inge 10 befestigt ist. Die durch die
Membran 18 abgeschlossene untere Kammer 20 des Membrangehäuses 3 ist durch eine Impulsleitung 21 mit
einer in den Eingangsraum 4 des Ventilgehäuses 1 führenden Öffnung 22 verbunden. Die obere Kammer 23
des Membrangehäuses }, in welche die Ventilstange 10 durch eine Dichtung 24 druckdicht, aber verschiebbar
eingeführt ist, steht durch eine Impulsleitung 25 mit einer Öffnung 26 in Verbindung, welche in den Raum
zwischen der Schraubenfeder 27 und dem Ventilkegel 9 mündet. Auf diese Weise wird die Membran 18 mit dem
Membranteller 19 von dem Differenzdruck vor und hinter der Schraubenfeder 27 beaufschlagt.
An Stelle der äußeren Impulsleitung 25 kann gemäß einer besonders vorteilhaften Ausführi-ngsform der Erfindung
der genannte Raum mit der Kammer 23 des Membrangehäuses 3 durch eine Längsbohrung der
Ventilstange 10 verbunden sein.
Das Drosselorgan besteht gemäß dem Ausführungsbeispiel aus einer kegeligen bzw. kegelsiumpfförmigen
Schraubenfeder 27. die in de:n Eingan^sraum 4 des
Ventilgehäuses t zwischen der Gehäusetrennwand 6 bzw. dem Ventilsitz 8 und einem Gehäusedeckel 28 angeordnet
ist Das untere, weitere Ende der kegeligen Schraubenfeder 27 ist in eine zur Ventilsitzöffnung 7
konzentrische Vertiefung 29 der Gehäusetrennwancl 6 eingesetzt wodurch die Schraubenfeder in ihrer I .age
im Ventilgehäuse gut fixiert und zentriert wird Das obere, engere Ende der Schraubenfeder 27 wird von
einem Federteller 30 abgestüi/i. der eine verliehe
Lagerpfanne 31 aufweist. In diese Lagerpfanne greift das untere Ende 32 einer Gewindespindel 33 ein, die in
einer zentralen Gewindebohrung des Gehäuscdc ► eis
28 verschraubbar ist Die Gewindespindel 33 ist ιΐυκη
eine Stopfbüchse 34 nach außen gefühn und mittels einer Schraube 35 fest mit einem Zeiger to verbunden.
der gegebenenfalls gleich als Handgriff /um Drehen der Gewindespindel 33 ausgebildet sein kann An einer
am Gehäusedeckel 28 vorgesehenen Skala k.mn der
Zeiger 36 auf den gewünschten Drosselwen eingestellt
werden.
Die Wirkungsweise der vorstehend beschriebenen
Vorrichtung ist ohne weiteres verständlich. Das /u regelnde
Medium strömt aus dein t-.iiigangsrjiim 4 des
Ventilgehäuses I durch die /wischen den Windungen der Schraubenfeder 27 vorhandenen Rin^spalten hindurch
in das Innere der Schraubenfeder 27, wobei die Strömung entsprechend der Spaltweite gedrosselt wird.
Aus dtr Schraubenfeder 27 gelangt das Medium in den Ventildurchgang 7 und, wenn und so weit der Ventilkegel
9 vom Ventilsitz 8 entfernt ist. in den Ausgangs
raum 5 des Ventilgehäuses. Infolge der Drosselwirkung der Schraubenfeder 27 ist der Druck hinter der
Schraubenfeder geringer .ils der Druck vor der Schraubenfeder, d. h. im Eingangsraum 4. Diese Drücke
werden durch die Impulsleitungen 25 und 21 in die Kammern 23 bzw. 20 des Membrangehäuses 3 übertragen.
Der auf die Membran 18 und den Membranteller 19 wirkende Differenzdruck steuert dann über die
Ventilstange 10 die Einstellung des Ventilkegels 9 gegenüber dem Ventilsitz 8. Durch tieferes Einschrauben
der Gewindespindel 33 wird die Schraubenfeder 27 mehr zusammengedrückt, wodurch sich die .Schraubenwindungen
einander nähern und sich schließlich beruh ren. Dementsprechend verringert sich der Gesamt
durchtrittsquerschnitt der Schraubenfeder, und entsprechend dieser Drosselung verändert sich die Stellung
des Ventilkegels 9.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Mengen- oder Differenzdruckregelventil mit von einem Stellmotor, insbesondere einer auf
Druckimpulse ansprechenden Arbeitsmembran, über eine Ventilstange entgegen der Wirkung einer
Ventilfeder verstellbarem Ventilkegel und einem Drosselorgan, welches auf der Eingangsseite des
Ventilsitzes dem Ventilkegel gegenüberliegt wobei der Stellmotor von dem Differenzdruck vor und
hinter dem Drosselorgan beaufschlagt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Drosselorgan
in an sich bekannter Weise aus einer Schraubenfeder (27) besteht, welche mittels einer
von der Ventilstange (10) unabhängigen Dros&elspindel
(33) von außen her axial zusammendrückbar ist und aus deren hinter ihren Drosselwindungen liegendem
Inncnraum der gedrosselte Impulsdruck in die eine Arbeitskammer (23) des Stellmotors abgeleitet
wird
2. Regelventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Drosselspindel (33) in einer Gewindebohrung des Gehäusedeckels (28) verschraubbar
ist. nut ihrem in das Innere des Ventilgehäuses (1) ragenden Ende (32) in eine L.agerpfanne (31) des
Federtellers (30) eingreift und an ihrem aus dem Ventilgehäuse (1) nach außen ragenden Ende mit
einem Verstellglied und/oder mit einem über einer Skala am Gehäusedeckei (28) spielenden Zeiger (36)
versehen ist.
3. Regelventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Raum zwischen der Schraubenfeder
(27) und dem Ventilkegel (9) durch die hohl ausgebildete Ventilstange (10) hindurch mit einer
Kammer des Membrangehäuses (3) verbunden ist.
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