DE2102652A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von mehrschichtigen, vorgefertigten und aus einer Anzahl zueinander parallel liegender Holzlamellen hergestellten Parkettplatten - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von mehrschichtigen, vorgefertigten und aus einer Anzahl zueinander parallel liegender Holzlamellen hergestellten ParkettplattenInfo
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Description
- "Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von mehrschichtigen, vorgefertigen und aus einer Anzahl zueinander parallel liegender Holzlamellen hergestellten Parkettplatten§', Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von mehrschichtigen, vorgefertigten Parkettplatten, bei denen mindestens die oberste Lage aus einer Anzahl von zueinander parallel verlaufenden Holzlamallen, insbesondere Mosaikparkettlamellen, aus anderen Formaten massiven Holzes oder aus Furnieren besteht, und eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens. Bei deiseither.Ublichen Verfahren zum-Verlegen von Parkettböden war es -üblich, die einzelnen Holzlamellen je nach der vorgesehenen Musterung in Form von StabparkevttJ von Riemenparkett oder von Mosaikparkett auf einem hochwertigen, ausplanierten Unterboden aufzubringen.
- Daher mußte seither auf den Rohbeton an der Oberseite eines Stockwerkbodens ein Verbundestrich oder ein schwimmender Estrich aufgebracht werden. Zu diesen an sich schon zeitraubenden und daher kostspieligen Vorbereitungsarbeiten war es seither notwendig, die Holzlamellen in zeitraubender Verlegearbeit aneinander anzuregen und in der vorgesehenen Musterung - aufzulegen. Der Abschluß des. Verlegeverfahrens bei bekannten Parkettböden bestand im allgemeiren darin, daß das verlegte Parkett über die ganze Bodenfläche hinweg abgeschliffen wurde und daß anschließend ein Versiegelungsvorgang durchgeführt wurde, wobei meist zwischen den verschiedenen Auftragvorgängen des Versiegelungsmittels längere Zeit gewartet werden mußte. Hierzu war es notwendig, die Baustelle an mehreren Tagen nacheinander aufzusuchen und nach Beendigung der Versiegelungsarbeit zusätzlich einige Tage abzuwarten, bis die Versiegelung abgetrocknet und in ausreichendem Maße ausgehärtet war.
- Wegen des hohen Arbeitszeitaufwandes und der dadurch verursachten Löhnkosten sind verschiedene Versuche bekannt geworden, die seither in handwerklicher Einzelarbeit durchgeführten Verlegungsvorgänge dadurch zu rationalisieren, daß die an der Oberlage vorgesehenen und die Sichtfläche bildenden Parkettstäbe in einer industriellen Vorfertigung in Jeweils mehrere derartige Holzlamellen umfassende Einheiten zusammengefaßt und auf Massivholz, Spanplatten, Faserplatten und ähnliches aufgeklebt werden. Es ist bereits bekannt, bei derartigen, unsymmetrisch aufgebauten Platten als Unterlage für die die Oberlage bildenden, in größerer Anzahl parallel zueinander angeordneten Holzlamellen eine Spanplatte zu verwenden. Spanplatten der hierfür vorgesehenen Art können in bekannten Verfahren aus einer Mischung von Holzspänen und unter Druck und Wärme auseehärteten Bindemitteln in verschiedenartigen Herstellungsverfahren vorgefertigt sein. Um bei derart aufgebauten, eine größere Anzahl von an der Oberlage angeordneten Holzlamellen umfassenden Platteneinheiten die beim Verlegen er°orderliche gegenseitige Verbindung erreichen zu können, ist bereits ein Verfahren bekanngeworden, bei welchem in einem besonderen Arbeitsgang in die Platten an ihren Begrenzungskanten Nuten eingefräst werden, in welche anschließend aus Sperrholz bestehende Federn eingescllagen werden, welche die Verbindupg zu einer benachbarten Platteneinheit herstellen.
- Es ist auch bereits ein Verfahren zur Herstellung einer Verbundplatte bekanntgeworden, bei welchem sowohl die obere und die untere Außenschicht als auch eine (ne Mittellage bildende Mittelschicht aus Holzlamellen zusammengesetzt sind, welche aus Massivholz bestehen. Die quer zur Längsrichtung der Holzlamellen der Außenschichten angeordnete Mittelschicht wird dort durch Abfräsen der Außenkanten der an der oberen und unteren Schicht liegenden Holzlamellen freigelegt und dient dann an ihren überstehenden Endabschnitten der Mittelschicht nach Art von Federn als Verbindungselement zu einer in gleicher Weise hergestellten Nachbarplatte, an welcher die für den Eingriff der Verbindungselemente vorgesehenen Nuten in die Längskanten der zur Mittelschicht gehörenden Holz-Lamellen erzeugt werden. Bei diesem bekannten Verfahren können nur solche Verbundplatten hergestellt werden, die an ihrer oberen Außenschicht ein einziges, durch Nebeneinanderlegen untereinander gleichlanger Holzlamellen erzeugtes Quadrat aufweisen. Da dort auch die in der Mittellage angeordneten Lamellen genau zugeschnitten werden müssen und deshalb einen erheblichen Verschnitt mit sich bringen und zur erzielung eines ges engen Werkstoffabtrags beim Nachfräsen und Fertigbearbeiten der als Nuten und Federn dienenden Kanten der Mittellage genau aneinandergelegt werden müssen, ergeben sich neben beträchtlichen Lohnkosten hohe WerkstoffundBearbeItungskcsten, zumal von der aus hochwertigen Holzlamellen hergestellten oberen Ahßenschicht jeweils Werkstoff n Lunge der vorgesehehen, vorstehenden Federn der Mittellage abgetragen werden muß.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein zur Herstellung einer Verbundplatte der eingangs beschriebenen Art dienendes Verfahren zu schaffen, bei welchem die mit der oberen und unteren Außenschicht zu verleimende Mittellage in kostensparender Weise hergestellt werden kann und nur vergleichsweise einfache werkstoffsparende Bearbeitungsvorgänge erlaubt und - ohne hierauf beschränkt- zu sein - auch solche Verbundplatten herzustellen gestattet, welche an ihrer oberen Außenschicht mehrere, vorzugsweise mindestens vier mosaikartig zusammengesetzte Grundquadrate enthält, von denen jedes aus einer größeren Anzahl nebeneinander angeordneter Parkettlamellen besteht.
- Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß eine oder mehrere Lagen Furniere kreuzweise zwischen die beiden Außenschichten geleimt werden, so daß eine mehrschichtige, syiametrisch aufgebaute und in ihrer INittellage abgesperrte Verbundplatte entsteht. Bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen, daß eine oder mehrere Platten gemeinsam gepreßt werden. Hierbei kann besonders material- und zeitsparend gearbeitet werden, wenn zum Zusammensetzen einer der Außenschichten ein wenigstens annähernd die gleiche Dicke wie die Lamellen aufweisender Rahmen verwendet wird, der einen rechteckigen, vorzugsweise quadratischen, zur Aufnahme der Außenschichtlamellen dienenden Ausschnitt hat, dessen Kantenlänge vorteilhaft ein ganzzahliges Vielfaches der Länge der Lamellen beträgt. Hierdurch kann, vor aller das Zusammensetzen der in der Gebrauchalage zu oberest liegenden Außenschicht, welche die Sichtfläche bildet, wesentlich erleichtert werden, zumal ea bei dieser Außenschicht wichtig ist, die Lamellen im Hinblick auf ihre Maserung, ihre Schnittlage und der gleichen auszuwählen und in der torgesehenen Lage festzuhalten. In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die zur Herstellung der Mittellage dienenden Furnierlagen in einer solchen Länge und Breite auf einem Rahmen durchgelegt werden, daß sie mit einer schmalen Randzone den Ausschnitt des Rahmens an mindestens zwei Ausschnittseiten Uberdecken. Besonders günstige Ergebnisse lassen sich erzielen, wenn man fär eine der beiden Außenschichten einen Grundrahmen und zum Zusammensetzen und Zusammenhalten der zweiten Außenschicht einen Deckrahmen verwendet, dessen Ausschnitt sich mit dem Ausschnitt des Grundrahmens deckt. Damit der Ausschnitt des Deckrahmens mit dem Ausschnitt des Grundrahmens während des vorzugsweise unter Anwendung von Wärme erfolgenden, anschließenden Preßvorgangs in Deckung gehalten werden kann, empfiehlt es sich, in den Rahmen Bohrungen vorzusehen, in welche Bolsen einführbar sind. Durch die beiden übereinanderliegenden und mit Hilfe der Bolzen gegeneinander unverrückbar gesicherten Rahmen wird gewährleistet, daß diebeiden Außenschichten ziemlich genau übereinanderliegen, so daß an den Wanten der fertig gepreßten Verbundplatte nur noch sehr wenig nachgefräst bzw. nachgeschliffen werden muß. Die Rahmen werden vorteilhaft an ihrer Innenseite mit einem als Schutzschicht wirkenden 2pennmittel behandelt. Dies bringt den Vorteil mit sich, daß man fär die zwischen die einzelnen Schichten der Lamellen und des Furniers einzubringenden Leimfilme nicht auf einen festen Leimfilm angewiesen ist, sondern auch mit flüssigen Leimen arbeiten kann. Hierdurob ist es möglich, den erforderlichen Leimauftrag auf den Furnieren mit üblichen Leimauftragma1schinen rationell vorzunehmen.
- Weiterhin ist in Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, daß die Verpressung der zu einer Verbundplatte gehörenden Schichten in einer zur Herstellung-von Sperrholz- oder Spanplatten üblichen Prease erfolgt. Insbesondere ist vorgesehen, daß die Verpressung in einer bekannten Mehretagen-Presse oder Einetagen-Durchlaufpresse erfolgt. Für eine gute Ausnutzung dieser bekannten Pressen, welche oft-einenArbeitsbereich von ca 2 x 3,5 m aufweisen, ist in weiterer Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, daß mehrere, über bzw. unter einer gemeinsamen, durchgehenden Mittellage aus Furnieren angeordnete Außenschichten gleichzeitig verpreßt werden, wobei die Außenschichten von den sie umfassenden und zusammenhaltenden Rahmen in voneinander getrennte Felder aufge#teilt werden.
- Bei einer nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Verbundplatte kann man es ohne weiteres erreichen, daß die zur oberen Außenschicht, der Decklage, gehörenden Parkettlamellen zu einzelnen geometrischen Feldern zusammengefaßt und von einem benachbarten Feld mit Abstand angeordnet sind. Zwischen den einzelnen Feldern können dann streifenförmige Aussp.rungen liegen, an welchen; die Mittellage sichtbar ist. Die Mittellagefurniere können für einen solchen Fall der Verwendung der Verbundplatte für Wand- oder Deekenverkleidungen aus einer Holzart bestehen, welche einen farblichen Kontrast zu den Parkettlamellen dieser Felder bildet. Sn diesem Falle kann das sichtbare Furnier beispielsweise aus Ahorn hergestellt sein.
- Die zwischen den Feldern der Außenschicht verbliebenen Aussparungen erleichtern die Verwendung der Verbundplatte zur Wand-bzw. Deckenverkleidung erheblich, weil mit der,Rrelliegenden Mittellage die erforderlichen Befestigungsmittel leioht verdeckt bzw. in diese eingetrieben werden können.
- Durch die abgesperrte Mittellage .eribt sich eine hervorragende Stabilität und Steifheit det gesamten Verbundplatte, so daß ihre Abmessungen relativ groß gewKhlt werden können und demzufolge die Verlegearbeit sehr schnell vonstatten gehen; kann.
- Trotz ihrer hervorragenden Stabilität ist die Verbundplatte rationell herstellbar und weist bezüglich ihrer Ausgangswerkstoffe wirtschaftliche Vorteile auf. Als untere Außenschicht können nämlich solche Lamellen Verwendung inden, die seither als Abfall angesehen worden waren und demzufolge als Brennholz weggeworfen wurden. Hierzu gehören solche Lamellen, die nach dem Sägevorgang fistel Wurmstiche, leichte Waldkanten, kleine Risse und dergleichen aufweisen. P;hnliches gilt für die Mittellagenfurniere. Auch diese.müssen lediglich in ihren Festigkeitseigenschaften einwandMeie Beschaffenheit aufweisen.
- Vorteilhafte Weiterbildungen und zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung, insbesondere solche, welche die nach dem Verfahren hergestellte Verbundplatte und die zu deren Herstellung vorgesehene Vorrichtung betreffen, ergeben sich aus den UnteransprUchen in Verbindung mit dem nachstehend beschriebenen und in derQZeichnung wiedergegebenen Ausführungsbeispiel. Es zeigen: Fig. 1 eine zur Herstellung von Parkettfußböden dienende, erfindungsgemäße Mehrschichtenparkettplatte in raumbildlicher Darstellung und Fig. 2 in der Seitenansicht auf ihre vordere Stirnkante; Fig. 3 eine aus einem Grundnahmen und einem Deckrahmen bestehende Vorrichtung zur gemeinsamen Herstellung von vier Parkettplatten der in Fig. 1 dargestellten Art und Fig. 4 ausschnittsweise einen nicht maßstabgerechten, nach der Linie IV - IV in Fig. 3 geführten Querschnitt durch die Vorrichtung Und die zum Pressen vorbereitete Verbundplatte nach Fig. 3.
- Die in Fig. 1 und 2 dargestellte Verbundplatte ist zum Verlegen als großflächige Fußbodenparkeit-Einheit bestimmt und hat im Grundriß quadratische Form. Entlang der Quadratseiten sind jeweils vier Grundquadrate 11, 12, 13 und 14 angeordnet, die ebenso wie die übrigen Grundquadrate der oberen Außenseite 16 und der unteren Außenschicht 17 aus einer Anzahl vorabgepaßter Mosaiklamellen 18 bestehen. Beim dargestellten Außführungsbeispiel ist angenommen, daß die Grundquadrate aussieben schmalen, je etwa 8 mm dicken und 16cm langen Mosaik-Lamellen 18 zusammengesetzt sind. Zum Zusammenhalt der Verbundplatte dient'eine aus drei kreuzweise verlegten Furnieren 20 gebildete Mittellage 21, deren Furniere unter einander ebenso wie mit den Lamellen der Deckschicht 16 und der Unterschicht 17 in einer Heißpresse über zwischen diese Teile eingebrachte Leimschichten, welche unter der Einwirkung von Druck und Wärme aushärten, miteinander verbunden sind.
- Die Mittellage 21 ist duroh die kreuzweise Lage der Furniere 20 abgesperrt und weist demzufolge eine hohe Stabilität auf.
- Sie steit an der in Fig. 1 vorne liegenden Stirnkante 23 und der rechten Seitenkante mit einer etwa le - 12 mm breiten Randzono über die beiden Außenschichton 16 und 17 vor. An den anderen beiden Längskanten der Verbundplatte ist eine Nut 26 vorgesehen. Auf die Weite dieser Nut 26 ist der überstehende Randabschnitt 25 so genaunachgefräst, daß er sich in die Nut einer benachbarten Verbundplatte der gleichen Art strammsitzend einschieben läßt und dann als Verbindungselement, als sogenannte Feder, gegenüber dieser Nachtbbarplatte dienen kann. Zufolge der hervorragenden Stabilität und Steifheit der vorgefertigten und in sich unter Anwendung von Druck und Wärme verleimten Verbundplatte nach Sig. 1 und 2 kann ihre Kantenläge relativ groß gewählt werden, so daß die Verlegearbeit sehr schnell vonstatten geht, zumal die überstehenden Randabschnitte 25 eine sichere gegenseitige Verbindung der verlegten Nachbarplatten gewährleisten.
- In den Fig. 3 und 4 ist eine Vorrichtung dargestellt, welche es gestattet, gleichzeitig vier Verbundplatten der in den Fig. 1 und 2 dargestellten Art herzustellen. Diese Vorrichtung besteht im wesentlichen aus zwei untereinander übereinstimmenden Stahlrahmen, nämlich einem unteren Grundrahmen 31 und einem oberen Deckrahmen 32. Die Dicke dieser Rahmen ist geringfügig kleiner als die Dicke der £ur die beiden äußeren Deckschichten vorgesehenen Lamellen 18 gewählt. Jeder der Rahmen hat vier quadratische Ausschnitte 34, 35, 36 und 37, von denen jeder ein Kantenlänge hat, die das Mehr-Sache, im vorliegenden 3eispielsfalle das Vierfache, der Länge der Mosaiklamennlen 18 beträgt. Zwischen den Ausschnitten befinden sich Verbindungsstege 38, deren Breito die breite der als Federn vorgesehenen Randabschnitte 25 bestimmt oder aber die Aussparungen zwischen zwei Feldern der Außenschicht bestimmt, wenn die von den Ausschnittan umschlossenen Felder der Außenschichten über die durchgehende Mittellage zur Verwendung als Wand- oder Deckenverkleidung verbunden bleiben.
- Zur Herstellung der Verbundplatten wird zunächst auf ein übliches Transportblech 40 einer zum Herstellen von Sperrholz oder Spanplatton üblichen Heißpresse der Grundrahmen 31 aufgelegt und in dessen Aussparungen 34 bis 37 die für eine tor Außenschichten vorgesehenen Lamellen eingelegt. Dann werden über den Rahmen kreuzweise die Furniere 20 durchgelegt, wobei die äußeren Furniere beidseitig mit einer nicht dargestellten Leimschicht versehen sind. Diese Beleiinung kann in Ublichen Leimauftragmaschinen erfolgen. Damit keine Verleimung mit den beiden Rahmen eintritt, werden diese zuvor mit Trennmittel behandelt. Vorteilhaft wird dabei die Lange und Breite der Furnierschichten so groß gewählt, daß diese mit ihrem Rand 42 geringfügig über die Ausschnitte 34 bis 37 hinausgreifen. Auf die aus den kreuzweise verlegten Furnieren 20 aufgebaute Mittellage 21 wird dann der Deckrahmen 32 aufgelegt, wobei zwischen den beiden Rahmen aus Bohrungen 43 und in diese eingreifenden, nicht näher dargestellten Zapfen 44 bestehende Paßelemente zur Wirkung kommen, die zur Sicherung der deckungsgleichen tage der Ausschnitte beider Platten w:ihrend des sich anschließenden Preßvorganges dienen. Sobald die Ausschnitte 34 bis 37 der Deckplatte 32 mit den Mosaik-Parkettlamellen 18 in der gewünschten Musterung ausgefüllt sind, werden die Verbund platten in dem in Fig 4 im Querschnitt wiedergegebenen Aufbau in einer Einetagen- oder Mehretagen-Heißpresse verpreßt.
- Sobald die Aushärtung erfolgt ist, können die beiden Rahmen 31 und 32 abgenommen werden. Die dann von den Verbindungsetagen 38 geschaffenen Aussparungen zwischen den Feldern der Aussenschichten bieten dann in einfacher Weise die Möglichkeit, die in Fig. 1 dargestellten Großquadrate durch ZersE-gen der Mittel lage 21 abzutre@nen. Die einzelnen Verbundplatten kennen dann an ihren Katenflächen auf genaues Maß rechtwinklig gefräst oder geschliffen werden, wobei die als Federn dienenden Randzonen 25 s> weit in ihrer Dicke nachgearbeitet werden, daß sie in die en@lang zweier deren Quadratseiten angebrachten Nuten 26 einer Nachbarpiatte mit atrammer Passung eingebracht werden können Als besonderer Vorteil ergibt es sich bei den erfindungsgemäß hergestellen Verbundplatten, daß die. jeweils untere Außenschicht aus einem Holz von minderer -Qualität hergestellt werden kann und lediglich die Aufgabe zu übernehmen braucht, die notwendige Stabilität des symmetrischen Aufbaus der Verbundplatte sicherzustellen. Zweckmäßig wird die obere, als Sichtlage dienende Außenschicht industriell versiegelt, wohingegen die untere Außenschicht mit einer wasser abweisenden Schutzschicht versehen werden kann,, so daß der an Ort und Stelle verlegte, aus Verbundplatten der in Fig. 1 und 2 dargestellten Art zusammengesetzte Parkettboden keiner weiteren Nachbehandlung mehr bedarf. Eine solche Nachbehandlung kann auch dann zweckmäßig sein, wenn die in der Anordnung nach Fig 3 zusammenhängenden und von. der Mittellage 21 getragenen Tafeln unzerteilt zur Wand- oder Deckenverkleidung verwendet wsrden.
- SUr solche Verkleidungszwecke kann es vorteilhaft sein, daswenige Furnier, welches unmittelbar unter der die Sichtlage bildenden Außenschicht angeordnet ist, aus einem in der Farbe zu den Lamellen 18 konstrastierenden Holz herzustellen, beispielsweise ein Furnier aus Ahorn oder Wenge zu verwenden.
Claims (26)
1. Verfahren zur Herstellung von mehrschichtigen, vorgeertigen Parkettplatten,
bei denen mindestens die oberste Lage aus parallel zueinander verlaufendenHolzlamellen
, insbesondere aus Mosaikparkettlamellen, aus anderen Formaten massiven Bolzers
oder aus Furnieren besteht, dadurch gekennzeichnet, daß eine oder mehrere Lagen
Furniere (20) kreuzweise zwischen die beiden Außenschichten (16, 17) geleimt werden,
so daß eine mehrschichtige, symmetrisch abgesperrte Verbundplatte entsteht.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine oder
mehrere Platten gemeinsam gepreßt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zum Zusammensetzen
einer der Außenschichten (16, 17) ein anähernd die gleiche Dicke wie die Lamellen
der Außenschicht aufweisender Grundrahmen t31) verwendet wird, der einen rechteckigen,
vorzugsweise quadratischen, zur Aufnahme der Außenschichtlamellen dienenden Ausschnitt
(34, 35, 36 bzw. 37) hat, dessen Kantenlänge ein ganzzahliges Vielfaches der länge
der Lamellen (18) beträgt.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Furnierlagen
(20) in einer solchen länge und Breite auf dem Grundrahmen (31) durchgelegt werden,
daß sie mit einer schmalen Randzone (42) den Ausschnitt (34, 35, 36 bzw.
37) des Rahmens an mindestens zwei Auaschnittseiten überdecken.
5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4', dadurch gekennzeichnet, daß
zum Zusammensetzen und Zusammenhalten der zweiten Außenschicht ein Deckrahmen (32)
verwendet wird, dessen Ausschnitt (34), 35, 36 bzw. 37) sich mit dem Ausschnitt
des Grundrahmens (31) deckt.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausschnitt
(34, 35, 36 bzw. 37) des Deckrahmens (32) mit dem Ausschnitt des Grundrahmens (31)
während eines, anschliessenden, vorzugsweise unter Anwendung von Wärme erfolgenden
Preßvorganges in Deckung gehalten wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen die einzelnen Schichten der, Lamellen (18) und des Furniers (20) der
Mittellage (21) je ein Leimfilm eingebracht wird und daß die Verpressung in einer
zur Herstellung von Sperrholz- oder Spanplatten üblichen Presse erfolgt.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch,gekennzeichnet, daß die Verpressung
in einer bekannten Mehretagenpresse oder Ein etagen-Durchlaufpresse erfolgt.
9. Verfahren nach einem der Anspruche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß mehrere, über bzw. unter einer gegemeinsamen, durchgehenden Mittellage (21)
aus Furnieren (20) angeordnete Außenschichten gleichzeitig verpreßtwerden.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die über
die Mittellage (21) zusammenhängenden Außenschichten (16, 17) dadurch Zerschneiden
der Mittellage in einzelne Verbundplatten (Fig. 1 und Pi. 2) getrennt werden.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verbundplatte nach dem Pressen mindestens auf ihrer, die spätere Sichtlage
bildenden Außenschicht (16, 17) geschliffen, vorzugsweise planparallel geschliffen
wird.
12. Verfahren nach einem der vorhergehenden AnsprUche, dadurch gekennzeichnet,
daß an zwei Längskanten der Verbundplatte Nuten (26) eingeschnitten werden und daß
die über die obere (16) und untere Außenschicht (17) an zwei anderen Längskanten
(23, 24) der Verbundplatte vorstehende Mittellage (21) an ihren Randabschnitten
(24) auf eine der Nutweite entsprechende Federdicke bearbeitet wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verbundplatte an ihren Kantenflächen auf genaues Maß rechtwinklig gefräst
oder geschliffen wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet,
daß die Platte an ihrer die Sichtlage bildenden Außenschicht versiegelt wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet,
daß die Platte an ihrer Unterseite mit einer wasserabweisenden Schutzsobicht versehen
wird.
16. Verbundplatte, die in einem Verfahren nach den Ansprechen 1 bis
15 hergestellt ist, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine obere, aus untereinander
verleimten Parkettlamellen bestehende Außenschioht (16), eine untere Außenschicht
(17) und eine aus kreuzweise verlegten und untereinander verleimten Furnieren (20)
bestehende Mittellage (21) aufweist, die mit beiden Außenschichten verleimt ist.
17. Verbundplatte nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß ihre
Mittellage (21) an zwei Längskanten (23, 24) über die Außenschichten (16, 17) vorstehende
Randzonen (25) hat, die als Verbindungselemente zu Nachbarplatten dienen.
18. Verbundplatte nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet,
daß die an ihrer oberen Außenschicht (16) angeordneten Parkettlamellen (18) mindestens
ein Grund-Quadrat, vorzugsweise n2 Grund-Quadrate bilden, die zu einem Großquadrat
verbunden sind.
19. Verbundplatte nach einem der Ansprüche 16 bis 18, dadurch gekennzeichnet,
daß die zur oberen Außenschicht, gehörenden Parkettlamellen zu einzelnen geometrischen
Feldern zusammengefaßt sind und daß diese Felder mit Abstand voneinander angeordnet
sind.
20. Verbundplatte nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
den Feldern Aussparungen, insbesondere streifenförmige Aussparungen (38) liegen,
an welchen die Mittellage (21) sichtbar ist.
21. Vorrichtung zur Herstellung einer Verbundplatte nach den Ansprüchen
16 bis 20,,dadurch gekennzeichnet, daß sie, mindestens einen, vorzugsweise zwei
zueinander deckungsgleiche Rahmen (31, 32) aus INetall oder Kunststoff enthält,
von denen jeder mindestens einen Ausschnitt (34, 35, 36, bzw. 37) zur Aufnahme der
für eine Außeinschicht vorgesehenen Parkettlamellen enthält.
22. Verfahren nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausschnitt
(34, 35, 36 bzw. 37) eines Rahmens (31 32) Kantenlägen baut, die ein ganzzahliges,
Vielfaches der Länge der Parkettlamellen (18) ausmachen.
23. Vorrichtung nach Anspruch 21 oder 22, dadurch gekeunzeichnet,
daß jeder Rahmen (31, 32) mindestens zwei, vorzugsweise vier Ausschnitte (34, 35,
36 bzw. 37) enthält.
24. Vorrichtung nach Anspruch 21 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß
die Rahmen (31, 32) Paüeinrichtungen (43, 44) haben, die zur Sicherung ihrer deckungzgleichen
Lage während des Preßvorganges dienen.
25. Vorrichtung nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß die
Paßeinrichtungen aus in don Rahmen angebrachten Bohrungen (43) und in diese eingreifenden
Zapfen (44) bestehen.
26. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 23 bis 25, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen den Ausschnitten (34, 35, 36 bzw. 37) Stege (38) verlaufen, welche
Aussparungen zwischen den durch. die Ausschnitte festgelegten Felder der Außenschichten
(16, 17) freihalten.
L e e r s e i t e
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712102652 DE2102652A1 (de) | 1971-01-21 | 1971-01-21 | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von mehrschichtigen, vorgefertigten und aus einer Anzahl zueinander parallel liegender Holzlamellen hergestellten Parkettplatten |
| DE20221520U DE20221520U1 (de) | 1971-01-21 | 2002-11-27 | An einem Kleidungsstück befindliche Anordnung zum Befestigen und Lösen wenigstens einer Tasche |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712102652 DE2102652A1 (de) | 1971-01-21 | 1971-01-21 | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von mehrschichtigen, vorgefertigten und aus einer Anzahl zueinander parallel liegender Holzlamellen hergestellten Parkettplatten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2102652A1 true DE2102652A1 (de) | 1972-08-03 |
Family
ID=5796456
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19712102652 Pending DE2102652A1 (de) | 1971-01-21 | 1971-01-21 | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von mehrschichtigen, vorgefertigten und aus einer Anzahl zueinander parallel liegender Holzlamellen hergestellten Parkettplatten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2102652A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0612596A1 (de) * | 1993-02-25 | 1994-08-31 | Josef Neubauer | Naturholzplatte, Naturholzverbundplatte und Verfahren zu deren Herstellung |
| US5472767A (en) * | 1993-02-25 | 1995-12-05 | Neubauer; Josef | Natural wood panel and natural wood laminated panel |
-
1971
- 1971-01-21 DE DE19712102652 patent/DE2102652A1/de active Pending
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0612596A1 (de) * | 1993-02-25 | 1994-08-31 | Josef Neubauer | Naturholzplatte, Naturholzverbundplatte und Verfahren zu deren Herstellung |
| US5472767A (en) * | 1993-02-25 | 1995-12-05 | Neubauer; Josef | Natural wood panel and natural wood laminated panel |
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