DE2167007A1 - Phosphorthionoamidate mit herbizider wirkung - Google Patents
Phosphorthionoamidate mit herbizider wirkungInfo
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- C07F—ACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
- C07F9/00—Compounds containing elements of Groups 5 or 15 of the Periodic Table
- C07F9/02—Phosphorus compounds
- C07F9/06—Phosphorus compounds without P—C bonds
- C07F9/22—Amides of acids of phosphorus
- C07F9/24—Esteramides
- C07F9/2404—Esteramides the ester moiety containing a substituent or a structure which is considered as characteristic
- C07F9/242—Esteramides the ester moiety containing a substituent or a structure which is considered as characteristic of hydroxyaryl compounds
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Description
MÜXLER-BORB · DEUFBL · SCEÖ.'i · HHRTIL
PATEüiTAirWÄLTE
DR. WOLFGANG MÜLLER-BORE (PATENTANWALTVON »927-1975)
DR. PAUL DEUFEL, DIPL.-CH EM. DR. ALFRED SCHÖN, DIPL.-CHEM. WERNER HERTEL. D1PL.-PHYS.
D/Rd/th - S 2994-
SUMITOMO CHEMICAL COMPANY, LIMITED Osaka / Japan
Phosphorthionoamidate mit herbizider Wirkung
(Ausscheidung aus der Patentanmeldung P 21 4-7 873.9-41)
Die Erfindung betrifft als Herbizide verwendbare Phosphorthionoamidate
der Formeln I und II
NO,
-Ό
II
709824/1036
Der Brechungsindex dieser Verbindungen ist wie folgt:
für Verbindung gemäß Formel I: η
für Verbindung gemäß Formel II: n·
für Verbindung gemäß Formel II: n·
1,5465
Diese Verbindungen eignen sich zur Bekämpfung von Unkräutern, sowohl in Reisfeldern als auch in hochgelegenen Feldern, beispielsweise
zur Bekämpfung von zur Grasfamilie gehörenden Unkräutern, wie Hühnerhirse, Vasserfuchsschwanzgras und großem
Fingergras, sowie von breitblättrigen Unkräutern, beispielsweise rauhhaarigem Fuchsschwanz, gewöhnlichem weißen Gänsefuß,
Monochoria, Eleocharis acicularis etc.
Diese Verbindungen können in der Weise hergestellt werden, daß ein Thionophosphorsäurechlorid der Formeln:
(sec)
Cl
(see)
oder
Cl
mit einem Nitroxylenol der Formel:
in einem organischen Lösungsmittel in Gegenwart eines säurebindenden
Mittels umgesetzt wird.
Beispiele für verwendbare Lösungsmittel sind aromatische Lösungsmittel,
wie Benzol oder Toluol, Ketone, wie Aceton oder Methylisobutylketon,oder
Acetonitril.
70982 4/1036
Als Beispiele für säuretindende Mittel seien anorganische Basen,
wie Kaliumcarbonat und Natriumhydroxy, tertiäre Amine, wie Pyridin
und Triäthylamin, oder Mischungen davon erwähnt.
Die Eeaktionstemperatur schwankt mit dem verwendeten Lösungsmittel
oder dem eingesetzten säurebindenden Mittel. Die Reaktion wird vorzugsweise bei einer Temperatur zwischen Zimmertemperatur
und etwa 120 0C während einer Zeitspanne von 2 Stunden bis zu
mehreren Stunden durchgeführt.
Es sind bereits Verbindungen mit ähnlicher Struktur wie die Verbindungen
der Erfindung beschrieben, z. B. in der US-ES 2 552 576.
Diese Verbindungen sind Jedoch von den erfindungsgemäßen Verbindungen
dadurch verschieden, daß sie nur einen Nitrorest oder Nitroreste als Substituenten des Phenylrestes aufweisen, und
daß sie als Insektizide oder Fungizide verwendet werden.
Ferner sind aus der SU-PS 183 74-3 und der CS-PS 127 221 Verbindungen
ähnlicher Konstitution bekannt, die zwar eine begrenzte Anwendung als Insektizide, Fungizide und Mitizide finden, nicht
Jedoch als Herbizide.
Weiterhin ist in den ITL-PS 6 916 095 und 6 916 096 sowie in den
US-PS 3 072I- 790, 3 636 143 und 3 787 538 und der BE-PS 690 911
die herbizide Wirkung von Verbindungen mit Strukturen beschrieben, die derjenigen der Verbindungen der Erfindung ähneln, diesen
jedoch nicht entsprechen. Die Verbindungen der Erfindung sind strukturell von den bekannten Verbindungen verschieden und hinsichtlich
der herbiziden Wirkungen sind die erfindungsgemäßen den bekannten Verbindungen klar überlegen, wie in den folgenden
Vergleichsversuchen gezeigt wird.
Die ausgezeichnete herbizide Aktivität der Verbindungen der Erfindung
wurde 7V-öllig überraschend aufgefunden, hierfür sind der 2-Nitrorest und der 5-Methylrest an dem Benzolring ausschlaggebend.
709824/1036
sr
Die herbizider Eigenschaften der Verbindungen dei Et tin dung
■werden im folgenden beschrieben.
Wenn sie auf die Behandlung vor dem Keimen von Unkraut angewandt werden, aeigen die Verbindungen starke herbizide Aktivitäten
gegenüber einer Vielzahl von Unkräutern wie beispielsweise Hühnerhirste (Echinochloa crus-galli), Eleocharis
acicularis, Monochoria (Monochoria viaginalis Presl-), falscher
1Pimpernelle (Linderna pyxidaria), Rotala indica Koehne, usw.
' Därüberhinaus können die Verbindungen in völlig überraschender
Weise die zuvor genannten Unkräutärten ohne irgendeine Phytotoxizität gegenüber den darüber angepflanzten■Reisaussaaten
kontrollieren bzw. unterdrücken. Daher sind diese Verbindungen
als Herbizide für Reisfelder besonders geeignet. Wenn sie in ho einliegenden Feldern angewandt werden, weisen
die"Verbindungen starke herbizide Aktivitäten gegenüber vielen Unk'rautarten auf·, z.B. denjenigen der Grasfaniilie wie Hühnerhirse
(Echinochloa crus-galli), großem Fingergras (Digitaria sanguinalis), grünem Fuchsschwanz (Setaria vlridis) und Wasserfuchsschwanz
(Alopecurus aequalis), und gegenüber solchen breitblättrigen Unkrautarten wie gewöhnlichem Portulaca oleracea,
gewöhnlichem, weißem Gänsefuß (Chenopodium album) und Hühnerhirse (Stellaria media), und sie können in wirksamer Weise die zuvorgenannten
Unkrautarten ohne irgendeine Phytotoxizität gegenüber
Fruchtarten wie Reis, Rettich, Sojabohne, Erbsen, Karotten und Baumwolle unter Kontrolle halten. Daher können die Verbindungen
auf Getreidearten, Bohnen und Gemüse, Obstbäume, Grasnarben, Weideland und nicht für Fruchtanbau geeignetes Land
angewandt werden." ■ ■
Die Verbindungen besitzen eine extrem geringe I'oxizität gegenüber
Säugetieren und Fischen.
Bei der tatsächlichen Anwendung können die Verbindungen gemäß
der Erfindung so wie sie sind angewandt werden, oder sie können in Form irgendeiner Präparation' , z.B. als Granulen, Puder,
709824/1036
ben&zbare Pulver, emulgierbare Konzentrate, als ölsprühmittel
und Ärosole angewandt werden. Diese Präparationen, werden vorteilhafterweise
so angewandt, daß sie gegenüber den. Arten und Größen der Fruchtpflanzen und für die Anwendungszwecke geeignet
sind. Bei der Formulierung bzw. dem Ansetzen der Verbin- " düngen, werden feste Träger wie beispielsweise Talkum, Bentonit,
Ton, Kaolin, Diatomeenerde, Vermiculit oder Calciumhydroxid,
und flüssige Träger wie z.B. Benzol, Alkohole, Aceton, Xylol, Dioxan, Methylnaphthalin oder Cyclohexanon, angewandt. Bei der
Anwendung können die Verbindungen in ihrer Wirksamkeit durch ihre Verwendung im Gemisch mit oberflächenaktiven Mitteln wie
Sprühmitteln und Verdickungsmitteln, gesteigert und sicherer gemacht werden. Ebenfalls ist es möglich, die Verbindungen im.
Gemisch mit Fungiziden,. Insektiziden, Nematqziden, anderen
Herbiziden und gleichartigen, landwirtschaftlich angewandten Chemikalien und zusammen mit Düngemitteln zu verwenden.
709824/1036
Um die hervorragenden Wirkungen dieser Verbindungen als Herbizide
zu zeigen, werden im folgenden typische Testversuche wiedergegeben.
!■Cestirersuch 1
.Anwendung vor dem Keimen:
Saatgut von Hühnerhirse, großem Fingergi'as, Rettich, gewöhnlichem
Poruulaca oleraoea, rauhblättrigem Fachs sclrw ana und falschem
Pimpernel 1 wurden einzeln in Blumentöpfen ausgesät. Nach dem Bedecken
des Saatgutes mit Erde wurden die T eat verbindungen in den.
in der Tabelle I gezeigten Mengen einzeln auf das Erdreich aufgebracht*
Danach wurden die Testpflanzen in einen Gewächshaus gezogen, und die herbiaiden Wirkungen 20 iOage nach der Anwendung
der einzelnen Verbindungen untersucht, wobei die -in der labelle I
angegebenen Ergebnisse erhalten wurden. Bie herbizider; Wirkungen
■warden mit Zahlen bewertet, welche von O (ohne Schädigung) bis
v'u 5 (vollständige. Abtötung) reichen. Alle Verbindungen wurden
in emalgierbaren Konzentraten angesetzt und wässx'ige Ver-dü2irj.<ii~
gen hiervon angewandt.
709824/1036 BAD ORIGINAL
| getestete | Tabelle | I Her | dem Keimen | ing en | Setti | bei der .Arr^erLdung | rauh- | falschen | I | |
| Verbindung | Tor | biättd.gem | Pimpernell | 5 AC-^ | ||||||
| Menge von — Tj-4-η «τγ-Αΐγι |
H erbizi d e-Vi | rkungen auf | Puohs- | 5 | ||||||
| cAJEi- U-Lv CJ-U Bestandteil |
EühiLer- | gr-oSesi | ch gewöhn- · | schvvanz | 5 | |||||
| (g/Ar) | hirse | Pingergras | O | liehem | 5 | 5 | 5 | |||
| • | O | Po±ulaca | 5 | 5 | 3 | |||||
| gem.Formel I | O | ölerasea | 4 | 4 | 0 | |||||
| Erfindung | 50 | 5 | 5 | O | I— | 4 | 3 | 0 | ||
| 25 | 5 | 5 | 5 | 0 | ||||||
| 12,5 | 4 | 5 | O | 5 | 5 | |||||
|
-J
O |
6 | 4 | 4 | .0 | 4 | 5 | ||||
| co | gem.JTormel II | 0 | 5 | |||||||
|
00
(SJ |
Erfindung | 50 | .5 | 5 |
r\
\j |
5 | .1I | |||
| 25 | 5 | 5 | 1 | V)I | 2 | |||||
| _ CiSo)C^Hr7NH S |
12,5 | 5 | 0 | cc | 1 | |||||
| CD OJ /Tl |
3 T \ / Cl | δ | 5 | u\ | 0 | 4 | O | |||
| \J9 | ΛΤΤ _/ \_ /73 | 50 | 5 | 4 | 0" | 2 | O | |||
| OHxO 0-(O 3 ^-' |
25 | 3 | 2 | 0 | ||||||
| ^ 12,5 | • 1 |
O | 0 | |||||||
| >-ci '^ 6 |
O | • O | 0 | |||||||
us-ps 3 074 790
o/ o-<
belg.PS 7^5 633
50 25
12,5 6
5
3
2
0
3
2
0
5
4
4
2 0
0 0
0 0
Zl
3 0
Testversuch 2
Wagner-Pflanz topfe von 14- cm Durchmesser, welche einzeln mit
1,5 kg Erde von Eeisfeidern gefüllt worden waren, wurden den
bei Reisfeldern vorliegenden Bedingungen ausgesetzt. In die Töpfe wurde Reissaat in J-blättrigen Zustand umgepflanzt.
Weiterhin wurden Saaten von Hühnerhirse in die Töpfe gesät und nach dem Bedecken mit Erde wurden die Testpflanzen in einem
Gewächshaus gezogen. Am zweiten Tag nach dem Aussäen wurden vorgegebene Mengen der Testverb indungen einzeln auf das
Erdreich unter ITnterwasserbedingungen angewandt. Die gekeimter·.,
breitblättrigen Unkrautarten waren Ilonochoria, falscher
PLmpernell und Rotala indica Koehne.. .Wach 25 Tagen wurden die
Herbiziden Wirkungen und die Phytotoxizität hiervon auf die
Reisarten untersucht, wobei die/Tabelle II aufgeführten Ergebnisse erhalten wurden. Die herbiziden Wirkungen und die
Phytotoxizität wurden wieder durch Zahlen ausgedrückt, welche
von O (keine Beeinträchtigung) bis 5 (vollständige Attötung)
reichen.
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Tabelle II Herbizide Wirkungen bei der Anwendung unter Untervjasserbedingungen ·
Herbizide Wirkungen auf
| Verbindung | Menge an aktivem Bestand teil |
Hühner-* | breit | Phyto- |
| (g/Ar) | hirse | blättriges Unkraut |
toxizi- tät |
|
| gegen über |
||||
| * 1 50 |
..Reis | |||
| gem. Formel I | 25 | 5 | i VJI |
O |
| Erfindung | 12,5 | 5 | 5 | O |
| 50 | 4 | 5 | ■ '" | |
| gem. Formel II | 25 | νπ | 5 | O |
| Erfindung | 12,5 | VJi | 5 | O |
| 5 | 5 | O |
Im
C1
Uli
0-
Cl
us-ps 3 074 790
(iso)c5H7m
C2H5O Ό-
belg.PS 74-5 633
| 50 | 2 | 2 | 1 |
| 25 | 0 | 0 ■ | O |
| 12,5 | 5 | 0 | O |
| 50 | 3 | 4 | 0 |
| 25 | 1 | 2 | 0 |
| 12,5 | 0 . | 0 | |
709824/10 36
Claims (2)
- Patentansprücheί 1.)Phosphorthionoamidat der FormelNO,- <o
- 2. Phosphorthionoamidat der FormelMO
tCH.7G9824/1036
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712167007 DE2167007C3 (de) | 1970-09-25 | 1971-09-24 | Phosphortionamidate mit herbizider Wirkung |
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP8443270 | 1970-09-25 | ||
| JP12902170 | 1970-12-25 | ||
| DE19712167007 DE2167007C3 (de) | 1970-09-25 | 1971-09-24 | Phosphortionamidate mit herbizider Wirkung |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2167007A1 true DE2167007A1 (de) | 1977-06-16 |
| DE2167007B2 DE2167007B2 (de) | 1978-08-31 |
| DE2167007C3 DE2167007C3 (de) | 1979-05-03 |
Family
ID=27183995
Family Applications (1)
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| DE19712167007 Expired DE2167007C3 (de) | 1970-09-25 | 1971-09-24 | Phosphortionamidate mit herbizider Wirkung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2167007C3 (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| IT943617B (it) * | 1970-09-25 | 1973-04-10 | Sumitomo Chemical Co | Composizione erbicida con ingredien ti attivi organo fosforosi |
-
1971
- 1971-09-24 DE DE19712167007 patent/DE2167007C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2167007C3 (de) | 1979-05-03 |
| DE2167007B2 (de) | 1978-08-31 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) |