DE2167007C3 - Phosphortionamidate mit herbizider Wirkung - Google Patents
Phosphortionamidate mit herbizider WirkungInfo
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-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07F—ACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
- C07F9/00—Compounds containing elements of Groups 5 or 15 of the Periodic Table
- C07F9/02—Phosphorus compounds
- C07F9/06—Phosphorus compounds without P—C bonds
- C07F9/22—Amides of acids of phosphorus
- C07F9/24—Esteramides
- C07F9/2404—Esteramides the ester moiety containing a substituent or a structure which is considered as characteristic
- C07F9/242—Esteramides the ester moiety containing a substituent or a structure which is considered as characteristic of hydroxyaryl compounds
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Description
(sec)C4HqNH S
\/ NO2
C2H5O O~<o)
CH.,
(sec)QR,NH S
/ \
C2H5O Cl
C2H5O Cl
mit einem Nitroxylenol der Formel
Die Erfindung betrifft als Herbizide verwendbare
Phosphorthionoamidate der Formeln I und 11
(SCC)C4HgNH S
NO,
CH,O O O >
CH,
(SCC)C4H11NH S
NO,
< O
(ID
Der Brechungsindex dieser Verbindungen ist wie folgt:
für Verbindung gemäß Formel 1: n;*<· 1,5465
für Verbindung gemäß Formel Ii: «■·';'·" 1,5340
Diese Verbindungen eignen sich zur Bekämpfung von Unkräutern, sowohl in Reisfeldern als auch in
hochgelegenen Feldern, beispielsweise zur Bekämpfung von zur Grasfamilic gehörenden Unkräutern, wie
Hühnerhirse, Wasserfuchsschwanzgras und großem Fingcrgras, sowie von breitblättrigen Unkräutern,
beispielsweise rauhhaarigem Fuchsschwanz, gewöhnlichem weißen Gänsefuß. Monochoria, Eleocharis
acicularis eic.
Diese Verbindungen können in der Weise hergestellt werden, daß ein Thionophosphorsäurechlorid
der Formeln
(SeC)C4H11NlI S
NO,
CH1O
Cl
HO
in einem organischen Lösungsmittel in Gegenwart eines säurebindenden Mittels umgesetzt wird.
Beispiele Tür verwendbare Lösungsmittel sind aromatische Lösungsmittel, wie Benzol oder Toluol,
Ketone, wie Aceton oder Methylisobutylketon oder
Acetonitril.
Als Beispiele für säurebindende Mittel seien anorganische
Basen, wie Kaliumcarbonat und Natriumhydroxy. tertiäre Amine, wie Pyridin und Triäthylamin
oder Mischungen davon erwähnt.
Die Reaktionstemperatur schwankt mit dem verwendeten
Lösungsmittel oder dem eingesetzten säurebindenden Mittel. Die Reaktion wird vorzugsweise
bei einer Temperatur zwischen Zimmertemperatur und etwa 120 C während einer Zeitspanne von
2 Stunden bis zu mehreren Stunden durchgeführt.
Fs sind bereits Verbindungen mit ähnlicher Struktur wie die Vcibindungen der Erfindung beschrieben,
z. B. in der US-PS 25 52 576. Diese Verbindungen sind jedoch von den erfindungsgemäßen Verbindungen
dadurch verschieden, daß sie nur einen Nitrorest oder Nitroreste als Substituenten des Phenylrestcs
aufweisen und daß sie als Insektizide oder Fungizide verwendet werden.
Ferner sind aus der SU-PS I 83 743 und der CS-PS 127 221 Verbindungen ähnlicher Konstitution bekannt,
die zwar eine begrenzte Anwendung als Insektizide, Fungizide und Milizide finden, nicht jedoch
als Herbizide.
Weiterhin ist in den NL-PS 69 16 095 und 69 16 096 sowie in den US-PS 30 74 790,36 36 143 und 37 87 538
und der BE-PS 6 90 911 die herbizide Wirkung von Verbindungen mit Strukturen beschrieben, die derjenigen
der Verbindungen der Erfindung ähneln, diesen jedoch nicht entsprechen. Die Verbindungen
der Erfindung sind strukturell von den bekannten Verbindungen verschieden, und hinsichtlich der herbiziden,
Wirkungen sind die erfindungsgemäßen den bekannten Verbindungen klar überlegen, wie in den
folgenden Vergleichsversuchen gezeigt wird.
Die ausgezeichnete herbizide Aktivität der Verbindungen der Erfindung wurde völlig überraschend aufgefunden,
hierfür sind der 2-Nitrorest und der 5-Methylrest an dem Benzolring ausschlaggebend.
Die hcrbiziden Eigenschaften der Verbindungen der Erfindung werden im folgenden beschrieben.
Wenn sie auf die Behandlung vor dem Keimen von Unkraut angewandt werden, zeigen die Verbindungen
starke herbizide Aktivitäten gegenüber einer Vielzahl
nochloa crus-galli), Eleocharis acicularis, Monochoria
viaginalis PresL), falscher Pimpernelle (Linderna pyxidaria),
Rotala indica Koehne, usw. Darüber hinaus können die Verbindungen in völlig überraschender
Weise die zuvor genannten Unkrautarten ohne irgendeine Phytotoxizitat gegenüber den darüber angepflanzten
Reisaussaaten kontrollieren bzw. unterdrücken. Daher sind diese Verbindungen als Herbizide
für Reisfelder besonders geeignet. Wenn sie in hochliegenden Feldern angewandt werden, weisen die
Verbindungen starke herbizide Aktivitäten gegenüber vielen Unkrautarten, z. B. denjenigen der Grasfamilie
wie Hühnerhirse (Echinochloa crus-galli), großem Fingergras (Digjtaria sanguinalis), grünem Fuchsschwanz
(Setaria viridis) und Wasserfuchsschwanz (Alopecurus aequalis), und gegenüber solchen breitblättrigen
Unkrautarten wie gewöhnlichem Portulaca oleracea, gewöhnlichem, weißem Gänsefuß (Chenopodium
album) und Hühnerhirse (Stellaria media), und sie können in wirksamer Weise die zuvorgenannten
Unkrautarten ohne irgendeine Phytotoxizitat gegenüber Fruchtarten wie Reis, Rettich, Sojabohne,
Erbsen, Karotten und Baumwolle unter Kontrolle halten. Daher können die Verbindungen auf Getreidearten,
Bohnen und Gemüse, Obstbäume, Grasnarben, Weideland und nicht für Fruchtanbau geeignetes
Land angewandt werden.
Die Verbindungen besitzen eine extrem geringe Toxizität gegenüber Säugetieren und Fischen.
Bei der tatsächlichen Anwendung können die Verbindungen
gemäß der Erfindung so wie sie sind angewandt werden, oder sie können in Form irgendeiner
Präparation, ζ. B. als Granulen, Puder, benetzbare Pulver, emulgierbare Konzentrate, als ölsprühmittcl
und Ärosolc angewandt werden. Diese Präparationen werden vorteilhafterweise so angewandt, daß sie
gegenüber den Arten und Größen der Fruchtpflanzen und für die Anwendungszwecke geeignet sind. Bei
der Formulierung bzw. dem Ansetzen der Vcrbindun-
Tabclle I
Herbizide Wirkungen bei der Anwendung vor dem Keimen
Getestete Verbindung
gen werden feste Träger, wie beispielsweise Talkum, Bentonit, Ton, Kaolin, Diatomeenerde, Vermiculit
oder Calciumhydroxid, und flüssige Träger, wie z. B. Benzol, Alkohole, Aceton, Xylol, Dioxan, Methylnaphthalin
oder Cyclohexanon, angewandt. Bei der Anwendung können die Verbindungen in ihrer Wirksamkeit
durch ihre Verwendung im Gemisch mit oberflächenaktiven Mitteln wie Sprühmitteln und Verdickungsmitteln,
gesteigert und sicherer gemacht werden. Ebenfalls ist es möglich, die Verbindungen im
Gemisch mit Fungiziden, Insektiziden, Nematoziden, anderen Herbiziden und gleichartigen, landwirtschaftlich
angewandten Chemikalien und zusammen mit Düngemitteln zu verwenden.
Um die hervorragenden Wirkungen dieser Verbindungen als Herbizide zu zeigen, werden im folgenden
typische Testversuche wiedergegeben.
Testversuch 1
Anwendung vor dem Keimen
Anwendung vor dem Keimen
Saatgut von Hühnerhirse, großem Fingergras, Rettich,
gewöhnlichem Portulaca oleracea, rauhblättrigem
2r) Fuchsschwanz und falschem Pimpcrnell wurden einzeln
in Blumentöpfen ausgesät. Nach dem Bedecken des Saatgutes mit Erde wurden die Testverbindungen
in den in der Tabelle I gezeigten Mengen einzeln auf das Erdreich aufgebracht. Danach wurden die Test-
i<> pflanzen in einem Gewächshaus gezogen und die
herbiziden Wirkungen 20 Tage nach der Anwendung der einzelnen Verbindungen untersucht, wobei die in
der Tabelle 1 angegebenen Ergebnisse erhalten wurden. Die herbiziden Wirkungen wurden mit Zahlen bc-
)-, wertet, welche von 0 (ohne Schädigung) bis zu 5 (vollständige Abtötung) reichen. Alle Verbindungen wurden
in cmulgicrbarcn Konzentraten angesetzt und wäßrige Verdünnungen hiervon angewandt.
Gem. Formel I Erfindung
Gem. Formel Il Erfindung
(ISO)C1H7NH S
/ \
CH1O O
CH1O O
US-PS3O74 79O
Cl
Cl
| Menge von | Herbizide | Wirkungen | auf | gewöhn lichem Porlulaca oleracea |
rauh- blättn- rigem Fuchs schwanz |
falschen Pimper- ncll |
| BKtivem Bestandteil (g'Ar) |
Hühner hirse |
großem Finger gras |
Rettich | 5 | 5 | 5 |
| 50 | 5 | 5 | 0 | LA | 5 | 5 |
| 25 | 5 | 5 | 0 | 5 | 4 | 4 |
| 12,5 | 4 | 5 | 0 | 4 | 4 | 3 |
| 6 | 4 | 4 | 0 | 5 | 5 | 5 |
| 50 | 5 · | 5 | 0 | 5 | 5 | 5 |
| 25 | 5 | 5 | 0 | 5 | 5 | 5 |
| 12,5 | 5 | 5 | 0 | 4 | 4 | 5 |
| 6 | 5 | 5 | 0 | 1 | 2 | 3 |
| 50 | 5 | 4 | I | 0 | I | 0 |
| 25 | 3 | 1 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 12,5 | 1 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 6 | 0 | 0 | 0 | |||
Fortsetzung
(iso)C3H7NH S
/ \
CH3O O
CH3O O
| aktivem | Hühner | großem | Rettich | gewöhn | rauh- | falschen |
| Bestandteil | hirse | Finger | lichem | blättri- | Pitnper- | |
| gras | Portulaca | tjgem | nell | |||
| oleracea | Fuchs | |||||
| schwanz | ||||||
| (g'Ar) | 5 | 5 | ■j | 5 | 4 | 4 |
| 50 | 3 | 4 | 0 | 4 | 3 | 3 |
| 25 | 2 | 2 | 0 | 2 | 0 | 1 |
| 12,5 | 0 | I | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 6 | ||||||
BeIg. PS 7 45 633
Testversuch 2
Wagner- Pflanztöpfe von 14 cm Durchmesser, welche einzeln mit 1,5 kg Erde von Reisfeldern gefüllt
worden waren, wurden den bei Reisfeldern vorliegenden Bedingungen ausgesetzt. In die Töpfe wurde Reissaat
in 3blättrigen Zustand umgepflanzt. Weiterhin wurden Saaten von Hiihnerhirse in die Töpfe gesät,
und nach dem Bedecken mit Erde wurden die Testpflanzen in einem Gewächshaus gezogen. Am zweiten
Tag nach dem Aussäen wurden vorgegebene Mengen der Testverbindungen einzeln auf das Erdreich unter
Unterwasserbedingungen angewandt. Die gekeimten, breitblättrigen Unkrautarten waren Monochoria, falscher
Pimpernell und Rotala indica Koehne. Nach
25 Tagen wurden die herbiziden Wirkungen und die Phytotoxizität hiervon auf die Reisarten untersucht,
wobei die in Tabelle 11 aufgeführten Ergebnisse erhalten wurden. Die herbiziden Wirkungen und die
Phytotoxizität wurden wieder durch Zahlen ausgedrückt, welche von 0 (keine Beeinträchtigung) bis 5
(vollständige Abtötung) reichen.
Herbizide Wirkungen bei der Anwendung unter Unterwasserbeclingungen
Gem. Formel 1 Erfindung
Gem. Formel Il Erfindung
(ISO)C3H7NH S
CH3O O
US-PS30 74 790
(ISO)C3H7NH S
/ \
C2H5O O
C2H5O O
BeIu. PS 7 45 633
Cl
| Menge an | Herbizide Wirkungen auf | 5 |
Phytotoxizität
gegenüber Reis |
|
3k ti VCIIl
Bestandteil (g/Ar) |
Hiihnerhirse breitblättriges
Unkraut |
5 | 0 |
| 50 | 5 | 5 | 0 |
| 25 | 5 | 5 | 0 |
| 12,5 | 4 | 5 | 0 |
| 50 | 5 | 5 | 0 |
| 25 | 5 | 2 | 0 |
| 12,5 | 5 | 0 | I |
| 50 | 4 | 0 | 0 |
| 25 | 2 | 0 | |
| 12,5 | 0 |
O >—Cl
NO3
| 50 | 5 | 4 | 0 |
| 25 | 3 | 2 | 0 |
| 12,5 | 1 | 0 | 0 |
Claims (2)
- Patentansprüche: 1. Phosphorthionoamidat der FormeiNO,(SeC)C4H9NHCH,O
- 2. Phosphorthionoamidat der Formel
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712167007 DE2167007C3 (de) | 1970-09-25 | 1971-09-24 | Phosphortionamidate mit herbizider Wirkung |
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP8443270 | 1970-09-25 | ||
| JP12902170 | 1970-12-25 | ||
| DE19712167007 DE2167007C3 (de) | 1970-09-25 | 1971-09-24 | Phosphortionamidate mit herbizider Wirkung |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2167007A1 DE2167007A1 (de) | 1977-06-16 |
| DE2167007B2 DE2167007B2 (de) | 1978-08-31 |
| DE2167007C3 true DE2167007C3 (de) | 1979-05-03 |
Family
ID=27183995
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19712167007 Expired DE2167007C3 (de) | 1970-09-25 | 1971-09-24 | Phosphortionamidate mit herbizider Wirkung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2167007C3 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2147873A1 (de) * | 1970-09-25 | 1972-03-30 | Sumitomo Chemical Co. Ltd., Osaka (Japan) | Organophosphor-Herbizide |
-
1971
- 1971-09-24 DE DE19712167007 patent/DE2167007C3/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2147873A1 (de) * | 1970-09-25 | 1972-03-30 | Sumitomo Chemical Co. Ltd., Osaka (Japan) | Organophosphor-Herbizide |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2167007A1 (de) | 1977-06-16 |
| DE2167007B2 (de) | 1978-08-31 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) |