DE2166635C3 - Verfahren zur Herstellung von Maleinsäureanhydrid durch Oxidation aus Benzol - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Maleinsäureanhydrid durch Oxidation aus BenzolInfo
- Publication number
- DE2166635C3 DE2166635C3 DE2166635A DE2166635A DE2166635C3 DE 2166635 C3 DE2166635 C3 DE 2166635C3 DE 2166635 A DE2166635 A DE 2166635A DE 2166635 A DE2166635 A DE 2166635A DE 2166635 C3 DE2166635 C3 DE 2166635C3
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- catalyst
- benzene
- boron
- maleic anhydride
- mol
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01J—CHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
- B01J27/00—Catalysts comprising the elements or compounds of halogens, sulfur, selenium, tellurium, phosphorus or nitrogen; Catalysts comprising carbon compounds
- B01J27/14—Phosphorus; Compounds thereof
- B01J27/186—Phosphorus; Compounds thereof with arsenic, antimony, bismuth, vanadium, niobium, tantalum, polonium, chromium, molybdenum, tungsten, manganese, technetium or rhenium
- B01J27/195—Phosphorus; Compounds thereof with arsenic, antimony, bismuth, vanadium, niobium, tantalum, polonium, chromium, molybdenum, tungsten, manganese, technetium or rhenium with vanadium, niobium or tantalum
- B01J27/198—Vanadium
- B01J27/199—Vanadium with chromium, molybdenum, tungsten or polonium
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01J—CHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
- B01J23/00—Catalysts comprising metals or metal oxides or hydroxides, not provided for in group B01J21/00
- B01J23/16—Catalysts comprising metals or metal oxides or hydroxides, not provided for in group B01J21/00 of arsenic, antimony, bismuth, vanadium, niobium, tantalum, polonium, chromium, molybdenum, tungsten, manganese, technetium or rhenium
- B01J23/24—Chromium, molybdenum or tungsten
- B01J23/28—Molybdenum
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01J—CHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
- B01J23/00—Catalysts comprising metals or metal oxides or hydroxides, not provided for in group B01J21/00
- B01J23/70—Catalysts comprising metals or metal oxides or hydroxides, not provided for in group B01J21/00 of the iron group metals or copper
- B01J23/76—Catalysts comprising metals or metal oxides or hydroxides, not provided for in group B01J21/00 of the iron group metals or copper combined with metals, oxides or hydroxides provided for in groups B01J23/02 - B01J23/36
- B01J23/84—Catalysts comprising metals or metal oxides or hydroxides, not provided for in group B01J21/00 of the iron group metals or copper combined with metals, oxides or hydroxides provided for in groups B01J23/02 - B01J23/36 with arsenic, antimony, bismuth, vanadium, niobium, tantalum, polonium, chromium, molybdenum, tungsten, manganese, technetium or rhenium
- B01J23/85—Chromium, molybdenum or tungsten
- B01J23/88—Molybdenum
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C51/00—Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
- C07C51/16—Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by oxidation
- C07C51/31—Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by oxidation of cyclic compounds with ring-splitting
- C07C51/313—Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by oxidation of cyclic compounds with ring-splitting with molecular oxygen
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01J—CHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
- B01J2523/00—Constitutive chemical elements of heterogeneous catalysts
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
- Catalysts (AREA)
- Furan Compounds (AREA)
- Low-Molecular Organic Synthesis Reactions Using Catalysts (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Maleinsäureanhydrid durch Oxidation von Benzol
mit molekularem Sauerstoff in der Gasphase bei erhöhter Temperatur in Gegenwart eines Vanadium,
Molybdän, Natrium, Phosphor sowie mindestens eines der Elemente Cobalt, Nickel und Eisen enthaltenden, auf
einem Träger aufgebrachten Oxidkatalysators, der durch Behandlung des Trägers mit einer die aufzubringenden
Elemente enthaltenden Lösung und Aktivierung des behandelten Trägers bei erhöhter Temperatur in j->
Luft erhalten worden ist.
Die Herstellung von Maleinsäureanhydrid durch •elektive partielle Oxidation von Benzol in der
Gasphase unter Verwendung eines Kontaktkaialysators beruht auf einer bekannten Reaktion und wird seit ·»<
> vielen Jahren technisch durchgeführt. Als Katalysatoren werden hierbei vor allem Vanadiumoxid-Molybdänoxid-Katalysatoren
und insbesondere Katalysatoren dieser Art, die noch andere Metalloxide enthalten,
verwendet. Diese Katalysatoren sind zwar wirksam und im allgemeinen zufriedenstellend, stellen jedoch bezüglich
Aktivität und Selektivität zum gewünschten Produkt sowie insbesondere hinsichtlich ihrer Lebensdauer
noch nicht das Optimum dar.
In US-PS 2 77 860 wird bereits die Herstellung von rx>
Maleinsäureanhydrid durch Teiloxidation von Benzol in Gegenwart eines Molybdänoxid-Vanadiumoxid-Trägerkatalysators
beschrieben. Dieser Katalysator verfügt jedoch über keine ausreichend hohe Lebensdauer.
Aus US-PS 32 11 671 geht ebenfalls ein Molybdänoxid-Vanadiumoxid-Katalysator
für die Oxidation von Benzol zu Maleinsäureanhydrid hervor, der zusätzlich als Promotoren (1) Natrium-, Lithium- und/oder
Strontiumoxid in einer Menge von 1,0 bis 5%, bezogen W) auf die Gesamtmenge an Molybdän- und Vanadiumoxid,
(2) eine nicht über der Menge des dreibasischen Salzes der obigen Alkalimetalle und nicht unter einem Zehntel
dieser Menge liegende Menge Phosphorpenioxid und
(3) Cobalt- und/oder Eisenoxid (anstelle von Cobalt ιτ>
oder Elisen kann auch Nickel enthalten sein) in einer der Hälfte bis zum Zweifachen der Menge der angegebenen
Alkalioxide entsprechenden Menge enthält. Auch dieser Katalysator hat jedoch den Nachteil einer nicht voll
befriedigenden Lebensdauer.
Aufgabe der Erfindung ist daher die Schaffung eines verbesserten Verfahrens für die katalytische Oxidation
von Benzol /u Maleinsäureanhydrid, bei dem ein Katalysator mit besserer Selektivität und insbesondere
höherer Lebensdauer verwendet wird.
Diese Aufgabe läßt sich beim Verfahren der eingangs genannten Art überraschenderweise nun dadurch lösen,
daß die Behandlungslösung zusätzlich Bor enthält und der fertige Katalysator auf 1 Mol Vanadium 0,1 bis 0,95
Mol Molybdän, 0,02 bis 0,6 Mol Natrium, 0,01 bis 0,5 Mol Phosphor, 0,005 bis 0,05 Mol Cobalt, Nickel und/oder
Eisen sowie 0,005 bis 0,3 Mol Bor aufweist.
Bereits der Zusatz von Bor allein zu Vanadiumoxid-Molybdänoxid-Katalysatoren
ist schon mit einer Verbesserung dieser Katalysatoren verbunden. Optimale Katalysatoren ergeben sich jedoch erst, wenn auch noch
die anderen angegebenen Bestandteile enthalten sind. Der entscheidende Bestandteil ist jedoch das Bor, und es
ist als äußerst überraschend anzusehen, daß gerade diese Komponente in der angeführten geringen Menge
Katalysatoren ergibt, die sich durch eine besonders hohe Selektivität und insbesondere eine äußerst lange
Lebensdauer auszeichnen.
Das Bor wird bei der Herstellung des erfindungsgemäß verwendeten Katalysators zweckmäßigerweisc in
Form eines Natriumborats angewandt, wodurch nicht nur der wesentliche Borgehalt, sondern gleichzeitig
auch eine wirksame Menge Natrium geliefert werden.
Als Träger für den vorliegend verwendeten Oxidkatalysator kommen im allgemeinen hierzu übliche feuerfeste
anorganische Teilchen in Frage. Sie haben eine Oberfläche von höchstens 5 m- pro Gramm, zum
Beispiel 0,002 bis 5 m2 pro Gramm und vorzugsweise 0,005 bis 3 m-' pro Gramm, und eine dem jeweiligen
Verfahren angepaßte Teilchengröße. Geeignet sind im allgemeinen Teilchen mit einem mittleren Durchmesser
von 5.1 bis 12,7 mm, obwohl auch Teilchen mit größerer
oder kleinerer Körnung verwendet werden können, zum Beispiel mit mittleren Durchmessern von 3,2 bis
19,1 mm.
Erfindungsgemäß bevorzugte Träger haben eine Porosität (Porenvolumen) von wenigstens 35%, eine
Oberfläche von etwa 0,01 bis etwa 1 m2 pro Gramm und einen Hauptporendurchmesserbereich von 50 bis 1500
Mikron, wobei vorzugsweise wenigstens 80% eine Größe von 50 bis 1500 Mikron haben. Bevorzugt wird
ein Aluminiumoxidträger mit diesen Eigenschaften, besonders ein Aluminiumoxid-Siliciumdioxid-Träger,
der bis zu 20% Siliciumdioxid enthält, während der Rest im wesentlichen aus Aluminiumoxid besteht. Besonders
gute Ergebnisse werden mit einem Träger dieser Art erzielt, der eine Porosität von wenigstens 50% und
wenigstens 95% Poren mit einem Durchmesser im Bereich von 50 bis 1500 Mikron aufweist.
Der Gewichtsanteil der Katalysatormischung im Verhältnis zu dem Träger kann im Bereich von 1,0 bis
20% und vorzugsweise etwa 10%, bezogen auf das Gewicht des Trägers, liegen. Aluminiumoxid ist ein
bevorzugter Träger, jedoch können auch andere feuerfeste Trägerstoffe verwendet werden, wie Siliciumcarbid,
Siliciumdioxid. Titandioxid, Fullererde, Bimsstein, Asbest oder Kieselgur. Das Trägermaterial kann
in Form von Pellets. Stücken, Körnern, Kugeln, Ringen oder anders geformten Gebilden oder in anderen
Formen mit regelmäßiger oder unregelmäßiger Gestalt vorliegen.
Bor ist bereits, im allgemeinen in Form eines Boroxids, in Katalysatoren für die partielle Oxidation
organischer Verbindungen zu Maleinsäureanhydrid verwendet worden (US-PS 26 25 519 und US-PS
26 91660). Hierbei diente das Boroxid jedoch als Äquivalent eines Phosphoroxids oder Vanadiumoxids
oder als Ersatz dafür. Erfindungsgemäß wird dagegen Bor zusätzlich zu Vanadiumoxid und Phosphoroxid
angewandt, wodurch sich die bereits erwähnte lebensdauerverlängernde und selektivitäts- sowie aktivitätsverbessernde
Wirkung ergibt.
Der erfindungsgemäß verwendete Katalysator wird durch übliche Methoden hergestellt. Bei einer bevorzugten
Arbeitsweise wird beispielsweise das Molybdän in Form von Ammoniummolybdat in konzentriertem
wäßrigem HCl (35prozentig) gelöst, worauf Bor in Form von Natriumietraborathydrat als Lösung in heißem
Wasser zugesetzt wird. Ammoniummetavanadat wird in konzentriertem HCI gelöst und der ersten HCI-Lösung
unter Rühren zugesetzt. Zur Einführung von Phosphor versetzt man die zuerst genannle HCI-Lösung beispielsweise
mit einer Lösung von Dinatriunihydrogenphosphathydrat in heißem Wasser und zur Einführung von
Co, Ni und/oder Fe in den Katalysator löst man beispielsweise wasserlösliche Salze dieser Metalle, wie
Kobaltnitrathexahydrat. in Wasser und gibt die so erhaltene Lösung zur Aninioniummetavanadatlösung.
Die beiden HCI-Lösungen werden dann durch langsame Zugabe der Molybdatlösung zu der Melavanadatlösung
vermischt, und die vereinigte Lösung wird mit Teilchen m
eines geeigneten feuerfesten Trägers vermischt und eingedampft, wodurch sich die Salze auf der Oberfläche
und in den Poren des Trägers abscheiden. Die überzogenen Trägerteilchen werden dann durch Calcinieren
in einem Ofen, oder in einem Rohr unter i->
Durchleiten von Luft, bei erhöhter Temperatur (zum Beispiel 175 bis 400°C während 0,5 bis 2 Stunden
aktiviert. Da die bevorzugte Form des erfindungsgemäß verwendeten Katalysators den Katalysatoren, wie sie in
den US-PS 27 77 860 und US-PS 32 11 671 beschrieben sind, ähnlich ist, können zweckmäßig die in diesen
Patentschriften beschriebenen Katalysatorherstellungsmetlioden
mit der zusätzlichen Maßnahme der Zugabe der Borverbindung angewandt werden.
Die Oxidationsbedingungen beim erfindungsgemä- 4r>
ßen Verfahren entsprechen den allgemein bei dieser Umsetzung üblichen, wie sie beispielsweise in den
US-PS 27 77 860 und 32 11671 beschrieben sind. Zu
typischen Bedingungen gehören Reaktormanteltemperaturen von 340 bis 420°C, ein Molverhältnis von Benzol V)
zu molekularem Sauerstoff von 1 bis 1,6 :20 und eine Durchsatzgeschwindigkeit von 2000 bis 4000 Volumenteilen
pro Volumenteil Katalysator und Stunde sowie Drücke von Atmosphärendruck bis 3 Atmosphären.
Ebenso können übliche Reaktoren oder Konverter v> angewandt werden. Einer der Vorteile ist jedoch, daß
die partielle Oxidation von Benzol zu Maleinsäureanhydrid bei niedrigeren Temperaturen durchgeführt werden
kann, als sie normalerweise in Verbindung mit einem entsprechenden Katalysator ohne Borgehalt bo
angewandt werden, wenn alle anderen Bedingungen gleich sind
Durch das folgende Beispiel wird die Erfindung näher erläutert.
Eine erste Lösung wird durch Auflösen von 103 g Ammoniummolybdat in 1000 ml konzentrierter Salzsäure
bereitet, und dann wird die Lösung unter Rühren mit 8,6 g Natriumboratpentahydrat in 75 ml heißem Wasser
(75°C) versetzt, worauf 10,5 g Dinatriumhydrogenphosphatheptahydrat
in 25 ml heißem Wasser zugefügt werden. Eine zweite Lösung wird durch langsames Auflösen von 127 g Ammoniummetavanadat
in 500 ml konzentrierter Salzsäure und anschließender Zugabe von 8.8 g Kobaltnitrathexahydrat
in 25 ml Wasser (25°C) bereitet. Dann wird die erste Lösung langsam unter Rühren zu der zweiten
Lösung gegeben, und die erhaltene braune Mischung wird auf 1500 ml Pellets mit einer Körnung von 6,35 bis
4,00 mm aus einem handelsüblichen Aluminiumoxidkatalysatorträger gegossen, der aus etwa 85% AIiOi,
etwa 13,5% SiO2 und sehr kleinen Mengen anderer Oxide als Verunreinigungen, hauptsächlich Alkalimelalloxiden
und Erdalkalimetalloxiden, besieht. Dieser Träger hat eine Porosität von etwa 55 bis 60%, eine
Oberfläche von etwa 0,1 m- pro Gramm und etwa 95% Poren mit einem Durchmesser im Bereich von 50 bis
1500 Mikron. Um die Lösung zur Trockne einzudampfen,
wird die Mischung in einem rotierenden Becherglas erhitzt, wodurch ein grünliches überzogenes Produkt
zurückbleibt, das dann zur Aktivierung zwei Stunden in einen Aktivierungsofen mit 4000C gebracht wird,
wodurch die Elemente in ihre Oxide übergeführt werden. In ähnlicher Weise wird eine Reihe weilerer
Katalysatoren auf dem Aluminiumoxidträger hergestellt, von denen jeder eine Kombination von Vanadium,
Molybdän, Phosphor, Natrium, Nickel, Kobalt oder Eisen und Bor in dem oben angegebenen Rahmen
enthält, jedoch aus verschiedenen Mengen an Vorläufersalzen oder mit anderen Vorläufersalzen hergestellt ist.
Zur Prüfung dieser Katalysatoren wird jeder Katalysator als Katalysatorfüllung in einer Reihe von
Versuchen verwendet, in denen Benzol mit Hilfe von molekularem Sauerstoff partiell zu Maleinsäureanhydrid
oxydiert wird. Zu diesem Zweck wird jeder Katalysator in ein senkrechtes Reaktorrohr mit einem
Innendurchmesser von 2,29 cm, das von einem Temperaturregelmedium, zum Beispiel in einem Heizmantcl
enthaltenem Salz, umgeben ist, bis zu einer Höhe von 305 cm eingefüllt. Eine Benzol-Luft-Mischung wird mil
einer linearen Geschwindigkeit von 0,3 Meter pro Sekunde, berechnet bei Reaktionsbedingungen, durch
den Reaktor geführt. Die Beschickungsmischung enthält
1,4 Molprozent Benzol in Luft, und die Manteltemperatur wird im Bereich von 360 bis 375CC gehalten. Das
Produkt wird in bekannter Weise gewonnen. Die mit jedem Katalysator erzielten Ergebnisse sind in Tabelle I
angegeben, wobei Katalysator 1 der nach der am Beginn dieses Beispiels beschriebenen Methode hergestellte
Katalysator ist. Katalysator 2 dem Katalysator 1 mit der Ausnahme entspricht, daß die Menge an Ammoniummolybdat
auf 116 g erhöht wird und 15,1 g Trinatriumphosphat
(Na1PO4 ■ 12 H.O) und 11,4g
Na2B4Oz-IOH2O (Nalriumtetraborat) anstelle von
Dinatriumhydrogenphosphat und Natriumboratpentahydrat verwendet werden. Katalysator 3 mit Katalysator
2 identisch ist, mit der Ausnahme, daß 8,8 g Nickelnitrat (Ni(NOj)2 ■ 6 H2O) anstelle von Kobaltnilrat
verwendet werden. Katalysator 4 ;uis 167 ;:
Ainmoniumvanadat. 106 g Ammoniummolybdat. 14.1 j;
Dinatriumhydrogenphosphat. 7,55 g Kobaltnitrat. 2.54 ;;
Nickelnitrat und 9,6 g Nalriumtetraborat hergestellt wird, Katalysator 5 aus 167 g Ammonitimvanadai. 128 j;
Ammoniummolybdat, 16,6 g Trinatriumphosphat. 10.3 g
Natriumtclraborat, 8,8 g Nickelnitrat und 4 g Fe(
erzeugt wird. Katalysator b dem Katalysator 2 entspricht. mil der Ausnahme. daß 10.2 g · 7 HjO statt Trinatriumphosphat verwendet
erzeugt wird. Katalysator b dem Katalysator 2 entspricht. mil der Ausnahme. daß 10.2 g · 7 HjO statt Trinatriumphosphat verwendet
werden, und Katalysator 7 ebenfalls dem Katalysator 1 ähnlich ist, aber mit 4,55 g 85prozentiger Phosphorsäure
statt Dinalriumhydrogcnphosphat sowie mit 3.04 £ NaCi hergestellt wird.
| Katalysa | Tempera | Selektivi | Umsatz | Ausbeute |
| tor | tur | tät | ||
| (Mol | (Gewichts | (Gewichts | ||
| ( C) | prozent) | prozent) | prozent) | |
| 1 | 363 | 76 | 99 | 95 |
| 2 | 364 | 77 | 97 | 94 |
| 3 | 368 | 76 | 97 | 92 |
| 4 | 365 | 76 | 98 | 94 |
| 5 | 367 | 76 | 98 | 92 |
| 6 | 372 | 76 | 99 | 95 |
| 7 | 372 | 76 | 99 | 95 |
Die in Tabelle I erwähnten Selektivitätswerte werden nach folgender Gleichung berechnet:
nii··../»«. >
Mol an gebildetem Maleinsäureanhydrid ._„
Selektivität (Molprozent) = r-^-, 5 r-^
100.
Mol an umgesetztem Benzol
Wie erwähnt, ist eines der Kennzeichen des erfindungsgemäß verwendeten Katalysators seine verlängerte
aktive Lebensdauer. Dies zeigt sich klar bei einem Vergleich eines typischen solchen Katalysators,
der sich durch einen kleinen, aber wirksamen Bcrgehalt auszeichnet, mit einem analogen Katalysator, der frei
von Bor ist, bei Verwendung in der partiellen Gasphasenoxidation von Benzol zu Maleinsäureanhydrid
in einer beschleunigten Prüfung, bei der die Wirkung einer Betriebsdauer von mehreren Monaten
sich bereits in einigen Stunden zeigt. Bei der beschleunigten Prüfung entsprechen die eingehaltenen
Betriebsbedingungen den oben angegebenen mit der Ausnahme, daß eine Temperatur von 440'C angewandt
wird, daß aber die Temperatur in wiederholten Absländen auf 370'C verringert wird, um die Aktivität
(Umsatz) bei dieser niedrigeren Temperatur zu messen.
Mit Hilfe dieser beschleunigten Prüfmethode wird
gefunden, daß in einem typischen Fall ein borhaltigcr Katalysator, zum Beispiel ein Katalysator, der dem oben
beschriebenen Katalysator 4 entspricht, eine wesentlich höhere aktive Lebensdauer als ein analoger Katalysator
ohne Borgehalt aufweist.
Molverhältnisse der Metallkomponenten der in den Beispielen angegebenen Katalysatoren
Beispiel Nr. Vanadium Molybdän Bor
Natrium Phosphor Nickel
Cobalt
Eisen
| 1 1 | 0,37 | 0,081 | 0,096 | 0,027 | - | 0,021 |
| 2 1 | 0,41 | 0,084 | 0,13 | 0,028 | - | 0,021 |
| 3 1 | 0,41 | 0,084 | 0,13 | 0,028 | 0,021 | - |
| 4 1 | 0,37 | 0,07 | 0,11 | 0,036 | 0,006 | 0,018 |
| 5 1 | 0,43 | 0,074 | 0,13 | 0,03 | 0,021 | - |
| 6 1 | 0,41 | 0,084 | 0,095 | 0,026 | - | 0,021 |
| 7 1 | 0,37 | 0,081 | 0,077 | 0,038 | - | 0,021 |
0,011
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung von Maleinsäureanhydrid durch Oxidation von Benzol mit molekularem Sauerstoff in der Gasphase bei erhöhter Temperatur in Gegenwart eines Vanadium, Molybdän, Natrium, Phosphor sowie mindestens eines der Elemente Cobalt, Nickel und Eisen enthaltenden, auf einem Träger aufgebrachten Oxidkatalysators, der durch Behandlung des Trägers mit einer die aufzubringenden Elemente enthaltenden Lösung und Aktivierung des behandelten Trägers bei erhöhter Temperatur in Luft erhalten worden ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlungslösung zusätzlich Bor enthält und der fertige Katalysator auf 1 Mol Vanadium 0,1 bis 0,95 Mol Molybdän, 0,02 bis 0,6 Mol Natrium, 0,01 bis 0,5 Mol Phosphor, 0,005 bis 0,05 Mol Cobalt, Nickel und/oder Eisen sowie 0,005 bis 0,3 Mol Bor aufweist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US7624970A | 1970-09-28 | 1970-09-28 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2166635A1 DE2166635A1 (de) | 1975-01-16 |
| DE2166635B2 DE2166635B2 (de) | 1978-01-19 |
| DE2166635C3 true DE2166635C3 (de) | 1978-09-14 |
Family
ID=22130828
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2148388A Expired DE2148388C3 (de) | 1970-09-28 | 1971-09-28 | Molybdänoxid-Vanadiumoxid-Trägerkatalysator |
| DE2166635A Expired DE2166635C3 (de) | 1970-09-28 | 1971-09-28 | Verfahren zur Herstellung von Maleinsäureanhydrid durch Oxidation aus Benzol |
Family Applications Before (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2148388A Expired DE2148388C3 (de) | 1970-09-28 | 1971-09-28 | Molybdänoxid-Vanadiumoxid-Trägerkatalysator |
Country Status (9)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US3759840A (de) |
| JP (1) | JPS5221478B1 (de) |
| BE (1) | BE772975A (de) |
| CA (1) | CA997362A (de) |
| DE (2) | DE2148388C3 (de) |
| FR (1) | FR2108494A5 (de) |
| GB (2) | GB1371653A (de) |
| NL (1) | NL156066B (de) |
| RO (1) | RO62285A (de) |
Families Citing this family (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3887631A (en) * | 1973-05-14 | 1975-06-03 | Texaco Inc | Oxidative dehydrogenation of hydrocarbons |
| IN141298B (de) * | 1973-10-23 | 1977-02-12 | Halcon International Inc | |
| SU956002A1 (ru) * | 1976-08-23 | 1982-09-07 | Предприятие П/Я А-7850 | Катализатор дл окислени бензола в малеиновый ангидрид |
| JPS5637050A (en) * | 1979-09-04 | 1981-04-10 | Ube Ind Ltd | Preparation of catalyst for preparing unsaturated acid |
-
1970
- 1970-09-28 US US00076249A patent/US3759840A/en not_active Expired - Lifetime
-
1971
- 1971-09-21 NL NL7112941.A patent/NL156066B/xx not_active IP Right Cessation
- 1971-09-23 BE BE772975A patent/BE772975A/xx not_active IP Right Cessation
- 1971-09-24 FR FR7134361A patent/FR2108494A5/fr not_active Expired
- 1971-09-27 CA CA123,737A patent/CA997362A/en not_active Expired
- 1971-09-27 GB GB1706674A patent/GB1371653A/en not_active Expired
- 1971-09-27 GB GB4491571A patent/GB1371652A/en not_active Expired
- 1971-09-28 DE DE2148388A patent/DE2148388C3/de not_active Expired
- 1971-09-28 DE DE2166635A patent/DE2166635C3/de not_active Expired
- 1971-09-28 RO RO68301A patent/RO62285A/ro unknown
- 1971-09-28 JP JP46075136A patent/JPS5221478B1/ja active Pending
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB1371652A (en) | 1974-10-23 |
| DE2148388C3 (de) | 1978-10-05 |
| JPS5221478B1 (de) | 1977-06-10 |
| NL7112941A (de) | 1972-03-30 |
| DE2166635A1 (de) | 1975-01-16 |
| RO62285A (de) | 1977-09-15 |
| FR2108494A5 (de) | 1972-05-19 |
| DE2166635B2 (de) | 1978-01-19 |
| CA997362A (en) | 1976-09-21 |
| DE2148388B2 (de) | 1974-11-14 |
| NL156066B (nl) | 1978-03-15 |
| DE2148388A1 (de) | 1973-04-12 |
| US3759840A (en) | 1973-09-18 |
| GB1371653A (en) | 1974-10-23 |
| BE772975A (fr) | 1972-03-23 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2220799C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von Acrylsäure durch Oxydation von Acrolein | |
| DE2756559A1 (de) | Verfahren zur erzeugung von wasserstoff | |
| DE2263010A1 (de) | Mit chrom modifizierte p-v-fe-katalysatoren zur herstellung von maleinsaeureanhydrid aus gesaettigten aliphatischen kohlenwasserstoffe | |
| DE1643087B2 (de) | Verfahren zur Herstellung von Acrylsäure durch Oxidation von Acrolein | |
| DE3410799C2 (de) | ||
| DE2505844A1 (de) | Verfahren zur herstellung eines mischoxid-oxydationskatalysators auf basis von vanadin und fuenfwertigem phosphor | |
| DE2620554C3 (de) | Verfahren zur Herstellung eines Kupfer-Nickel-Siliciumoxid-Katalysators und seine Verwendung | |
| DE2414797C3 (de) | Metalloxidkatalysator und seine Verwendung zur Herstellung von Acrylsäure oder Methacrylsäure | |
| DE2263009A1 (de) | Modifizierte p-v-fe-katalysatoren zur herstellung von maleinsaeureanhydrid aus gesaettigten aliphatischen kohlenwasserstoffen | |
| DE1542327B2 (de) | Verfahren zur Herstellung von Katalysatoren | |
| DE69002028T2 (de) | Vorgehen zur ortho-Alkylierung von Phenol. | |
| DE2166635C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von Maleinsäureanhydrid durch Oxidation aus Benzol | |
| DE2353131C3 (de) | Katalysator fur die Gasphasenoxydation von ungesättigten Aldehyden zu ungesättigten Carbonsäuren | |
| DE2523983B2 (de) | ||
| DE2640540B2 (de) | Katalysator zur Herstellung von Äthylenoxid | |
| DE2042396C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von Äthylenoxyd | |
| DE1543294C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von Acrylsäure bzw. Methacrylsäure | |
| DE1279669B (de) | Verfahren zur Herstellung von AEthylenoxyd | |
| DE2055529C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von Aceton bzw Butanon | |
| DE2112938B2 (de) | Verfahren zur Herstellung ungesättigter Fettsäuren aus den entsprechenden ungesättigten aliphatischen Aldehyden | |
| DE2541571A1 (de) | Verfahren zur herstellung von methacrylsaeure | |
| DE2351687C2 (de) | Verfahren zur Herstellung von Acrylsäure | |
| DE2357248C2 (de) | Verfahren zur Herstellung von Acryl- bzw. Methacrylnitril | |
| AT334877B (de) | Verfahren zur herstellung aromatischer amine, insbesondere von anilin, durch katalytische reduktion der entsprechenden nitroverbindung | |
| DE2353317C3 (de) | Vanadiumoxid-Molybdänoxid-Phosphoroxid-Natriumoxid-Boroxid-Trägerkatalysator |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: HALCON RESEARCH AND DEVELOPMENT CORP., 10016 NEW Y |
|
| 8328 | Change in the person/name/address of the agent |
Free format text: SPOTT, G., DIPL.-CHEM. DR.RER.NAT., PAT.-ANW., 8000 MUENCHEN |
|
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: SCIENTIFIC DESIGN CO., INC., HOUSTON, TEX., US |
|
| 8328 | Change in the person/name/address of the agent |
Free format text: SPOTT, G., DIPL.-CHEM. DR.RER.NAT. PUSCHMANN, H., DIPL.-ING. (FH), PAT.-ANWAELTE, 8000 MUENCHEN |