[go: up one dir, main page]

DE2164484A1 - Elektronischer Verschluß für eine Kamera - Google Patents

Elektronischer Verschluß für eine Kamera

Info

Publication number
DE2164484A1
DE2164484A1 DE19712164484 DE2164484A DE2164484A1 DE 2164484 A1 DE2164484 A1 DE 2164484A1 DE 19712164484 DE19712164484 DE 19712164484 DE 2164484 A DE2164484 A DE 2164484A DE 2164484 A1 DE2164484 A1 DE 2164484A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
opening
aperture
sectors
shutter
locking
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE19712164484
Other languages
English (en)
Other versions
DE2164484B2 (de
Inventor
Tatsuo Osaka Kobayashi (Japan)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Minolta Co Ltd
Original Assignee
Minolta Co Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from JP45125496A external-priority patent/JPS4914267B1/ja
Priority claimed from JP45128454A external-priority patent/JPS4924286B1/ja
Application filed by Minolta Co Ltd filed Critical Minolta Co Ltd
Publication of DE2164484A1 publication Critical patent/DE2164484A1/de
Publication of DE2164484B2 publication Critical patent/DE2164484B2/de
Ceased legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B9/00Exposure-making shutters; Diaphragms
    • G03B9/58Means for varying duration of "open" period of shutter
    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B7/00Control of exposure by setting shutters, diaphragms or filters, separately or conjointly
    • G03B7/08Control effected solely on the basis of the response, to the intensity of the light received by the camera, of a built-in light-sensitive device
    • G03B7/081Analogue circuits
    • G03B7/087Analogue circuits for control of both exposure time and aperture

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Shutters For Cameras (AREA)
  • Exposure Control For Cameras (AREA)

Description

  • Elektronischer Verschluß für eine Kamera Die Erfindung bezieht sich auf einen elektronischen Kameraverschluß mit einer Vorrichtung zum Einstellen der Blendenöffnung des Objektivs von Hand und einer die Belichtungszeit steuernden elektrischen Schaltung, welche die Ausgangsspannung eines lichtelektrischen Elements integriert, um das Öffnen und Schließen des Verschlusses zur automatischen Belichtung zu steuern.
  • Es sind bereits elektronische Kameraverschlüsse mit vorwählbarer Einstellung der Blendenöffnung bekannt, die eine Warnvorrichtung in Form einer Warnlampe aufweisen, um anzuzeigen, wenn die IIelligkeit für die automatische Belichtung zu groß ist, um bei dem eingestellten Blendenöffnungswert den Film richtig zu belichten. Kameraverschlüsse dieser Art haben den Nachteil, daß ihre Bedienung umständlich ist, da jedesmal, wenn ein Warnsignal gegeben wird, die Blendenöffnung erneut auf einen kleineren Wert eingestellt werden muß.
  • Bei elektronischen Verschlüssen zur automatischen Steuerung der Verschlußgeschwindigkeit sind zwei Arbeitsweisen bekannt: Bei einem sogenannten Prograutbelichtungssystem bilden die Verschlußgeschwindigkeit und die Blendenöffnung des Objektivs die Faktoren für die Belichtung, die in vorherbestimmten Kombinationen zur automatischen Bestimmung der Belichtung festliegen.
  • Bei dem anderen Blendenvorwahlbelichtungssystem wird der Blendenöffnungswert des Objektivs vorher durch ein von Hand einstellbares Glied festgelegt und die Belichtungszeit automatisch bestimmt.
  • Beide Systeme haben ihre eigenen Vor- und Nachteile. Das Programmbelichtungssystem gewährleistet eine sehr einfache Bedienung und ist daher für Anfänger besonders geeignet, da die Belichtung beim Niederdrücken des Auslösers für den Verschluß selbsttätig und ohne mühsames Einstellen gesteuert wird. Es ist aber nicht geeignet für anspruchsvolleres Fotografieren, da es nichterschiedene Belichtungszeiten oder Blendenöffnungen anzupassen ist, sondern beide Werte für einen bestimmten Fall automatisch bestimmt werden. Andererseits hat das Blendenvorwahlsystem den Nachteil, daß, wie zuvor erwähnt, die Blendenöffnung vorher eingestellt werden muß, wodurch der Bereich zur automatischen Belichtung,in dem sich der Verschluß anpassen kann, eingeengt ist.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen elektronischen Kameraverschluß zu schaffen, der sowohl nach dem Programmbelichtungssystem als auch nach dem Blendenvorwahlbelichtungssystem betätigbar ist, so daß die Nachteile der bekannten Verschlüsse vermieden werden.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöste ß eine Verzögerungseinrichtung zum Verzogern der Bewegung eines Öffnungsgliedes vorgesehen ist, um die Geschwindigkeit zum Öffnen der Verschlußsektoren gegenüber der Schließgeschwindigkeit zu verringern, und daß das lichtelektrische Element so angeordnet ist, daß es gleichzeitig mit dem Öffnungsbeginn der Verschlußsektoren das von dem Film reflektierte Licht aufnimmt.
  • Hierdurch wird erzielt, daß der Verschluß auch beim vorwählen einer ungeeigneten Blendenöffnung den Film richtig belichtet, in dem die Verschlußsektoren wieder geschlossen werden, wenn die richtige Belichtung erreicht ist, ohne daß der Verschluß bis auf den vorher eingestellten Öffnungswert geöffnet wurde.
  • Gemaß einem weiteren Vorschlag der Erfindung begrenzt die Vorrichtung zum Einstellen der Blende die Öffnungsbewegung der Verschlußsektoren, wenn die durch die Verschlußsektoren gebildete Blendenöffnung den eingestellten Blendenöffungswert erreicht hat. Bei richtiger Blendeneinstellung öffnen sich die Verschlußsektoren bis auf den eingestellten Blendenöffnungswert und schließen erst, wenn die lichtempfindliBhe Schicht des Filmsausreichend belichtet ist.
  • Eine bevorzugte Ausführungsform gemäß der Erfindung besteht darin, daß die Verzögerungseinrichtung zum Öffnungsglied zu- und abschaltbar ist, so daß je nach Wunsch das Öffnungsglied verzögert oder unverzögert betätigbar ist. Hierdurch kann das Öffnen des Verschlusses mit größerer und geringerer Geschwindigkeit erfolgen, wodurch die Kamera besser an das Programmbelichtungssystem und an das Blendenvorwahlsystem angepaßt werden kann. Zum Photografieren nach dem Programmbelichtungssystem wird das Blendeneinstellglied auf die größte Blendenöffnung eingestellt und das Öffnungsglied für die Verschlußsektoren wird durch die Verzögerungseinrichtung gebremst, um den Verschluß mit geringerGeschwindigkeit zu öffnen. Entsprechend betätigt die elektrische Steuereinrichtung zur Steuerung der Belichtungszeit das Schließglied des Verschlusses, bevor die Verschlußsektoren die volle Blendenöffnung erreicht haben, sobald die integrierte Spannung den vorbestimmten Wert erreicht hat. Zum Photographieren nach dem Blendenvorwahlbelichtungssystem wird ein gewünschter Blendenöffnungswert eingestellt und die Verzögerungseinrichtung vom Öffnungsglied gelöst. Dabei kann das Lösen der Verzögerungseinrichtung in Abhängigkeit von der manuell zu betätigenden Blendeneinstellung erfolgen. Beim Niederdrücken des Verschlußauslösers werden nun die Verschlußsektoren schnell bis zur eingestellten Blendenöffnung geöffnet, wobei das Ausmaß der Belichtung von dem Photoelement gemessen wird. Überschreitet die von der Schaltung zur Steuerung der Belichtungszeit integrierte Ausgangsspannung einen vorbestimmten Wert, wird das Schließglied betätigt und der Verschluß augenblicklich geschlossen.
  • Auf diese Weise ermöglicht der erfindungsgemäße Verschluß das Photographieren nach dem Programmbelichtungssystem und nach dem Blendenvorwahlbelichtungssystem.
  • Weitere vorteilhafte Merkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen aufgeführt.
  • Die Erfindung wird im folgenden anhand der in der Zeichnung dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispiele näher erläutert.
  • Fig. 1 zeigt im Schnitt den schematischen Aufbau einer Kamera, bei der die Erfindung verwirklicht ist; Fig. 2 zeigt eine Vorderansicht der Hauptteile des erfindungsgemäßen elektronischen Verschlusses; Fig. 3 zeigt den Verschluß gemäß Fig. 2 mit zur Blendenöffnung geöffneten Verschluß sektoren; Fig. 4 zeigt den gleichen Verschluß mit von einem Schließglied geschlossenen Verschlußsektoren; Fig. 5 und 6 zeigen Diagramme einer Erläuterung der Wirkungsweise des Ausführungsbeispiels gemäß Fig. 2; Fig. 7 zeigt eine Vorderansicht der Hauptteile eines erfindungsgemäßen Verschlusses, der zum Fotografieren nach dem Programm- und Blendenvorwahlbelichtungssystem geeignet ist, eingestellt für Programmbelichtung; Fig. 8 zeigt das Ausführungsbeispiel nach Fig. 7 mit einem zur Blendenvorwahlbelichtung eingestellten Verschluß; und Fig. 9 zeigt ein Diagramm zur Erläuterung der Wirkungsweise der Ausführungsform gemäß Fig. 7.
  • In Fig. 1 ist mit 1 das Kameragehäuse und mit 2 das Objektiv bezeichnet. Ein photographischer Film 3 ist in das Kameragehäuse 1 eingelegt und wird von einer Filmandruckplatte 4 in einer mit der lichtempfindlichen Schicht 3a zum Objektiv 2 gerichteten Lage gehalten. Eine Photozelle 5 ist von einem Träger 7 und einer zur Aufnahme des von der Oberfläche 3a durch eine Kondensorlinse 6 reflektierten Lich"o;geeigneten Stellung gehalten. Die Photozelle 5 erhält das diffuse, reflektierte Licht hauptsächlich von der oberen Hälfte der reflektierenden Fläche 3a. Die Photozelle 5 kann vorzugsweise eine Zelle, wie beispielsweise eine Sperrschichtphotozelle, sein, die schnell auf wechselnde Lichtintensität anspricht. Der Träger 7 für die Photozelle 5 ist an einem oberen Teil des Dunkelkastens 8 angeordnet. Ein Verschlußkasten 9 ist einem Mechanismus zum Öffnen und Schließen des Verschlusses angepasst, der weiter unten beschrieben wird. Verschlußsektoren 10, die von dem Öffnungs- und Schließmechanismus betätigt werden, sind im Strahlengang des Objektivs 2 angeordnet. Das Innere des Dunkelkastens 8 ist dauernd lichtdicht verschlossen. Die Anschlüsse 5a und Sb verbinden die Photozelle 5 mit einem noch zu beschreibenden Stromkreis zur Steuerung der Belichtungszeit.
  • Wie in Fig. 2 dargestellt, ist jeder Vaschlußsektor 10 auf einem Stift 11 drehbar gelagert, der von dem Verschlußgehäuse 9 oder einem anderen ruhenden Bauteil hervorragt.
  • Ublicherweise ist eine geeignete Anzahl von Verschlußsektoren 10 einander überlappend angeordnet, um das durch das Objektiv eindringende Licht aufzuhalten. Jeder der Verschlußsektoren 10 ist mit einem Schlitz 10a versehen, in den ein Stift 12a an dem ringförmigen Öffnungsglied 12 eingreift. Das Öffnungsglied 12 ist in entgegengesetzten Richtungen um die optische Achse des Objektivs durch einen noch zu beschreibenden Mechanismus drehbar. Die Vorwärtsdrehung des Öffnungsglieds 12 bewirkt ein Öffnen der Verschlußsektoren, um eine eingestellte oder eine durch den Belichtungszeitsteuerkreis gesteuerte Blendenöffnung zu bilden, und die Rückwärtsdrehung des Öffnungsglieds 12 bewegt die Verschlußsektoren in die in Fig. 2 dargestellte Ursprungslage, bei der der Verschluß geschlossen ist, zurück.
  • Bei einem Linsenverschluß (Zentralverschluß) ist das Öffnungsglied 12 für die Verschlußsektoren ringförmig ausgebildet, wie in-der Zeichnung dargestellt, und wird durch eine Feder 13 im Uhrzeigersinn belastet. Das Öffnungsglied 12 weist an seinem Außenumfang einen Vorsprung 12b auf, der mit einer Klinke 14a eines ersten Sperrhebels 14 in Eingriff steht, um dadurch die Feder 13 vorzuspannen. Sobald die Klinke 14a von dem ersten Sperrhebel 14 freigegeben wird, wird das Öffnungsglied 12 im Uhrzeigersinn nach der Zeichnung bewegt, um eine Vorwärtsdrehung auszuführen.
  • Der Sperrhebel 14, der bei 15 am Verschlußkasten 9 oder einem entsprechenden Teil angelenkt ist, wird von einer Feder 16 entgegen dem Uhrzeigersinn in der Zeichnung belastet und weist an seinem unteren Ende einen Ansatz 14 b auf, der einem Elektromagneten 17 zugewandt ist, der von dem elektrischen Steuerkreis für die Belichtungszeit erregt und entregt wird. Beim Erregen zieht der Elektromagnet 17 den Ansatz 14b an, und verschwenkt dadurch den Sperrhebel 14 im Uhrzeigersinn, um dadurch das Öffnungsglied 12 zu entriegeln und den Betätigungsvorgang des Öffnungsglieds einzuleiten. Beim Entregen des Elektromagneten 17 kann der Sperrhebel 14 aufgrund der Wirkung der Feder 16 in seine Ausgangslage zurückkehren.
  • Ferner ragen von dem Öffnungsglied 12 Stifte 12c, 12d, 12e hervor.
  • Bei geschlossenen Verschluß sektoren 10 hält der Stift 12c den Auslöseschalter (Triggerschalter) 18 der elektrischen Belichtungszeitsteuereinrichtung geschlossen. Er öffnet den Schalter 18, um den elektrischen Stromkreis einzuschalten, sobald das Öffnungsglied 12 sich in einer die Verschlußsektoren öffnenden Richtung bewegt.
  • Der Stift 12d steht in Kontakt mit einem Antriebsteil 19a eines zweiten Sperrhebels 19, der bei 20 an dem Verschlußkasten 9 angelenkt ist und von einer Feder 21 belastet ist.
  • Eine Nase 19b am vorderen Ende des zweiten Sperrhebels 19, der nahe einer Kerbe 22a am äußeren Rand eines Schließglieds 22 angeordnet ist, greift beim Spannen des Verschlusses in die Kerbe 22a ein, um das Schließglied 22 zu verriegeln.
  • Das Schließglied 22 ist bei 23 an dem Verschlußkasten 9 oder dgl. angelenkt und durch eine Feder 24 entgegen dem Uhrzeigersinn in der Zeichnung belastet. Nicht dargestellte Mittel spannen die Feder 24 gemeinsam mit dem Spannen des Verschlusses, worauf das Schließglied 22 in der in Fig. 2 dargestellten Lage gesperrt wird.
  • Das Verschlußschließglied 22 weist an seinem Umfang weiterhin einen Vorsprung 22b auf, der mit einer Klinke 14c am vorderen Ende des ersten Sperrhebels 14 in Eingriff treten kann. Der Vorsprung 22b ist dabei so angeordnet, daß nach dem Verschwenken des Sperrhebels 14 durch Anziehung des Ansatzes 14b an den Elektromagneten 17 nach dessen Erregung die Klinke 14c in den Bewegungsbereich des Vorsprungs 22 b ragt und diesem entgegengerichtet ist.
  • Sobald der erste Sperrhebel 14 durch Erregen des Elektromagneten verschwenkt wird und dadurch dem Öffnungsglied 12 eine Bewegung in Öffnungsrichtung der Verschlußsektoren ermöglicht, wird der zweite Sperrhebel 19 entgegen dem Uhrzeigersinn bewegt, um das Schließglied 22 zu entriegeln, so daß das Schließglied 22 eine Drehbewegung entgegen dem Uhrzeigersinn beginnt. Folglich kommt der Vorsprung 22b in Eingriff mit der Klinke 14c des Sperrhebels 14, wodurch das Schließglied 22 an einer weiteren Drehung entgegen dem Uhrzeigersinn gehindert ist und zum Stillstand kommt. Das Schließglied führt also nur eine sehr kleine Drehung entgegen dem Uhrzeigersinn aus, wenn das Öffnungsglied 12 für die Sektoren 10 sich zu bewegen beginnt. Um diese kleine Bewegung zuzulassen, ist die Klinke 14c in einem geringen Abstand ob von dem Vorsprung 22b entfernt angeordnet, wie in Fig. 2 dargestellt. Der Abstand ob dient zum Ausgleich der Zeitverzögerung in der Wirkung der mechanisch arbeitenden Glieder während des die Belichtungszeit steuernden Vorgangs des elektrischen Stromkreises zur Belichtungszeitsteuerung zur Erzielung einer hohen Bewegungsgeschwindigkeit der Verschlußsektoren (z.B. um einen Belichtungsvorgang von kurzer Dauer auszuführen).
  • Das Schließglied 22 ist weiterhin mit einem Stift 22c versehen, in dessen Bewegungsbahn ein Antriebsarm 25a eines Schließhebels 25 ragt.
  • Der Schließhebel 25, der bei 26 an dem Verschlußkasten 9 oder dgl. angelenkt ist, wird von einer Feder 27 im Uhrzeigersinn belastet und steht mit einem Antriebsarm 25b in Kontakt mit einem Stift 12e an dem Öffnungsglied 12 für die Verschlußsektoren 10. Das Schließglied 22 weist ferner eine Aussparung 22d auf, die einem Anschlag 28 gegenüberliegt, der gleichzeitig den Halter zum Abstützen des festen Endes der Feder 24 dient. Der Anschlag 28 begrenzt den Drehwinkel des Schließglieds 22 auf ein bestimmtes Maß.
  • Nachdem der Vorsprung 22b an der Klinke 14c des Sperrhebels 14 anliegt bzw. mit ihm in Eingriff kommt, um kurzzeitig die Drehbewegung des Schließglieds 22 entgegen dem Uhrzeigersinn zu unterbrechen, ermittelt der Stromkreis zur Steuerung der Belichtungszeit, daß eine ausreichende Belichtung der empfindlichen Schicht durch die Öffnung der Verschlußsektoren erreicht ist, worauf der Elektromagnet 17 entregt wird. Das Entregen des Elektromagneten 17 ermöglicht, daß der erste Sperrhebel 14 sofort von der Feder 16 entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht und der Vorsprung 22b von der Klinke 14c freigegeben wird. Hierdurch dreht sich das Schließglied 22 entgegen dem Uhrzeigersinn unter der Wirkung der Feder 24, so daß der Stift 22c den getriebenen Arm 25a des Schließhebels 25 anstößt und den Schließhebel 25 entgegen dem Uhrzeigersinn verdreht. Dadurch wird erreicht, daß das Öffnungsglied 12 entgegen dem Uhrzeigersinn bewegt wird, um die Verschlußsektoren 10 in ihre Schließlage zu bringen; denn der Stift 12e wird. von dem treibenden Arm 25b des Schließhebels 25 verschoben. Dieser Vorgang zum Schließen der Sektoren findet im selben Moment statt, in dem der Elektromagnet 17 entregt wird. Die Federn in der beschriebenen Einrichtung sind daher so ausgelegt, daß unter allen Bedingungen die Summe der Kräfte der auf das Schließglied 22 einwirkenden Feder 24 und der den Schließhebel 25 beaufschlagenden Feder 27 genügend größer ist, als die Kraft der auf das Öffnungsglied 12 einwirkenden Feder 13.
  • Der elektrische Stromkreis, der durch Steuern der Öffnunge-und Schließbewegung der Verschlußsektoren 10 die Belichtungszeit steuert, besteht aus einem integrierten Schaltkreis I, der eine Photozelle 5, beispielsweise eine Sperrschichtphotozelle, einen Transistor T und einen integrierenden Kondensator C miteinander in Reihe geschaltet umfasst, die mit Widerständen R1 und R2 parallel geschaltet sind, wobei zwischen den Widerständen eine Verbindung zu der Basis des Transistors T vorgesehen ist, um die an der Photozelle 5 anliegende Spannung in einem festgelegten Bereich zu halten. Weiterhin ist ein Einschaltkreis zum Erregen des Elektromagneten 17 durch Anschließen der Windungen des Elektromagneten 17 an die Spannung der Spannungsquelle E beim Schließen des Hauptschalters 5M vorgesehen.
  • Zum Entregen des Elektromagneten 17 wird die Spannungszufuhr zu den Windungen des Elektromagneten sofort unterbrochen, wenn die Spannung am Kondensator C einen eingestellten Wert überschreitet. Der elektrische Stromkreis weist ferner einen Triggerschalter 18 auf, der geöffnet wird, wenn das Öffnungsglied 12 zur Bewegung in Sektoröffnungsrichtung gebracht wird, und der nach Beendigung der Rückbewegung des Öffnungsglieds 12 geschlossen wird. Der Hauptschalter 5H ist so angeordnet, daß er beim Niederdrücken des Auslösers geschlossen wird, um das Öffnen und Schließen der Verschlußsektoren einzuleiten. Der Photorezeptor (Lichtempfänger) mißt also das Licht vom Beginn der Öffnungsbewegung der Verschlußsektoren an, um die Belichtung der empfindlichen Schicht des Film zu steuern.
  • Die Mittel zum Vorwählen der Blendenöffnung des Objektivs bestehen aus einem Blendenring 29, der drehbar auf dem Objektivtubus gelagert ist, und Blendenöffnungswerte f trägt. Der Öffmungswert ist auf eine Marke 30 am ruhenden Teil eingestellt. Der Blendenring 29 weist einen Arm 29a auf, dessen freies Ende einen Ansatz trägt, der in den Bewegungsbereich eines an dem Außenumfang des Öffnungsglieds 12 hervorragenden Arms 12f ragt.
  • Genauer gesagt wird durch manuelles Drehen des Blendenrings 29 zur Einstellung des gewunschten Blendenöffnungswerts f an der Marke 30 der Arm 29a in eine dem Blendenöffnungswert f entsprechende Lage gebracht. Der Arm 12f des Öffnungsglieds 12, das sich durch Niederdrücken des Auslöseknopfs zu drehen beginnt, trifft auf den Arm 29a, der somit ein Weiterdrehen des Öffnungsglieds 12 an dieser Stelle verhindert, um es dadurch den Verschlußsektoren 10 zu ermöglichen, eine dem eingestellten Blendenwert entsprechende Öffnung zu begrenzen.
  • Zum Einstellen der Blendenöffnungswerte kann in einer anderen Ausführungsform die Marke 30 an dem Blendenring angeordnet sein, um die auf einem ruhenden Teil des Objektivtubus angeordneten Blendenöffnungswerte f anzuzeigen. Weiterhin kann anstelle der beschriebenen Anordnung, bei der der Blendenring 29 unmittelbar die Drehbewegung des Öffnungsgliedes 12 begrenzt, um die eingestellte Blendenöffnung hervorzurufen, ein Zwischenglied vorgesehen sein, das von dem Blendenring 29 betätigt wird und die Drehung des Öffnungsgliedes 12 zur Verwirkliciung der eingestellten Blendenöffnung begrenzt.
  • Die Mittel zum Bremsen der Öffnungsbewegung der Verschlußsektoren 10 bestehen beispielsweise aus einem Verzögerungsmechanismus in der Art eines Hemmwerks und einem Bremshebel 36. Der Verzögerungsmechanismus setzt sich aus einem Zahnsegment 31, einem mit dem Zahnsegment 31 in Eingriff kommenden Zahnradgetriebe 32 und einem Anker 34 zusammen, der von einem Ankerrad 33 hin- und hergeschwenkt wird.
  • Der Bremshebel 36 ist bei 37 am Verschlußkasten 9 angelenkt und liegt mit einem getriebenen Arm 36a an einem ,stift 12g an dem Öffnungsglied 12 und mit einem treibenden Arm 36b an einem Stift 31a des Zahnsegments 31 an. Das Zahnsegment 31, das bei 38 an dem Verschlußkasten 9 oder dgl.
  • drehbar gelagert ist, wird von einer Ii'eder 39 entgegen dem Uhrzeigersinn gemäß der Zeichnung belastet. Die Lage des BremsElebeLc3 36 wird durch einen Anschlag 40 begrenzt.
  • Wenn der Blendenring 29 betätigt wird, um die Blendenöffnung beispielsweise auf den Wert f 11 einzustellen, und der Verschlußknopf niedergedrückt wird, wird der Elektromagnet 17 erregt, so daß das Öffnungsglied 12 betätigt wird und die zuvor beschriebene Öffnungs- und Schließbewegung der Verschlußsektoren 10 bewirkt. Bei Beginn der Betätigung des Öffnungsgliedes 12 verschwenkt der Stift 12g daran den Bremshebel 36 entgegen dem Uhrzeigersinn. Seinerseits verdreht der Bremshebel 36 das Zahnsegment 31 im Uhrzeigersinn gemäß der Zeichnung über den an dem Zahnsegment 31 angeordneten Stift 31a. Da das Zahnsegment 31 zusammen mit Zahnradgetriebe 32, dem Ankerrad 33 und dem Anker 34 den bekannten Verzögerungsmechanismus bildet, wirkt dieser Verzögerungsmechanismus 35 über den Bremshebel 36 auf das Öffnungsglied 12 ein, so daß die Öffnungsbewegung des Öffnungsglieds 12 gebremst wird, um die Verschlußsektoren 10 mit einer Geschwindigkeit zu öffnen, die geringer ist als die Geschwindigkeit, mit der sie geschlossen werden.
  • Fig, 3 zeigt eine Stellung des Verschlusses, bei der die Verschlußsektoren 10 ganz auf den eingestellten Blendenöffnungswert f 11 geöffnet sind. In dieser Stellung ist das Schließglied 22 durch den ersten Sperrhebel 14 an einer Drehung entgegen dem Uhrzeigersinn gehindert.
  • Das Entregen des Elektromagneten durch den elektrischen Stromkreis zur Steuerung der Belichtungszeit entriegelt sofort das Schließglied 22 von dem Sperrhebel 14 und ermöglicht eine Drehbewegung des Schließglieds 22 entgegen dem Uhrzeigersinn, um dadurch die Verschlußsektoren 10, wie zuvor beschrieben, zu schließen. Die Teile befinden sich nun in dem in Fig. 4 dargestellten Zustand.
  • Wenn der Verschluß, nachdem die Verschlußsektoren 10, wie in Fig. 4 zu sehen, völlig geschlossen sind, gespannt wird, wird das Schließglied 22 im Uhrzeigersinn gedreht, bis der Vorsprung 19b des zweiten Sperrhebels 19 in die Kerbe 22a eingreift, um dadurch das Schließglied 22 in gespannter lage zu halten (vergleiche Fig. 2).
  • Fig. 5 zeigt in einem Diagramm die Arbeitsweise der Verschlußsektoren 10, wobei ein Blendenöffnungswert von f 11 angenommen wurde. Der Blendenöffnungswert f ist auf der Ordinate und die Belichtungszeit T auf der Abszisse aufgetragen.
  • Beim Niederdrücken des Verschlußknopfes beginnt das Öffnungsglied 12 sich in Öffnungsrichtung zu bewegen, wobei es gleichzeitg von der Verzögerungseinrichtung gebremst wird, und vergrößert nach und nach die Blendenöffnung von Punkt a bis Punkt b. Beim Zeitpunkt b' ist die eingestellte Blendenöffnung f 11 erreicht, womit der Verschlußöffnungsm rgang beendet ist.
  • Andererseits beginnt der Stromkreis zur Steuerung der Belichtungszeit mit seinem Photorezeptor gleichzeitig mit Öffnungsbeginn der Verschlußsektoren das Licht zu messen, um den Kondensator C des integrierten Stromkreises I aufzuladen. Nach einer für das richtige Belichten der empfindlichen Schicht des Films geeigneten Zeitspanne und nachdem die Blendenöffnung f 11 erreicht ist, und zwar am Punkt C, wobei die Spannung am Kondensator C eine festgelegte Höhe überschreitet, entregt der Stromkreis den Elektromagneten 17, um dadurch das Schließglied in Tätigkeit zu setzen. Im Punkt d sind die Verschlußsektoren völlig geschlossen. Folglich entspricht das Ausmaß der Belichtung während der Belichtungszeit von a bis d der Fläche, die von den Strecken ab, bc, cd und ad gebildet wird.
  • Die vorangegangene Beschreibung bezieht sich auf einen Fall, bei dem die eingestellte Blendenöffnung in dem Bereich der automatischen Belichtungssteuerung für sehr helle Gegenstände liegt. Wird die Blendenöffnung beispielsweise auf f 2,8 eingestellt und hat der Gegenstand eine verhältnismäßig große Helligkeit, die außerhalb des Bereichs für automatische Belichtung liegt, so führt der Verschluß den in Fig. 6 dargestellten Arbeitsgang aus.
  • Es wird angenommen, daß, sobald sich die Verschlußsektoren beim Niederdrücken des Verschiußknopfes zu öffnen beginnen, sich die Öffnung entlang der Strecke ab" allmählich vergrößert, wobei eine Zeit b"' zum Öffnen der Blende auf den Wert f 2,8 erforderlich ist. Im Zeitpunkt b"' wurde aber bereits eine Überbelichtung erfolgt sein, was vermieden werden soll. Dementsprechend entregt der Stromkreis zur Steuerung der Belichtungszeit aufgrund des den INchteinfall beim Öffnen des Verschlusses messenden und den Kondensator C aufladenden Photorezeptors den Elektromagnet, sobald die Spannung am Kondensator C eine bestimmte Höhe überschritten hat, im Punkt c'l bzw. zum Zeitpunkt c " ', so daß die Verschlußsektoren sich bei c" zu schließen beginnen und im Punkt dg völlig geschlossen sind. Das Ausmaß der Belichtung der empfindlichen Schicht entspricht daher der durch die Strecken ac", c"d' und ad' gebildeten Fläche. Auf diese Weise kann ein Gegenstand verhältnismäßig großer Helligkeit mit der richtigen Belichtung photographiert werden, unabhängig davon, ob die eingestellte Blendenöffnung innerhalb oder außerhalb des Bereichs für automatische Belichtung von sehr hellen Gegenständen liegt.
  • Wenngleich die vorangegangene Beschreibung und die Zeichnungen dazu eine Einrichtung zum Öffnen und Schließen der Verschlußsektoren, nämlich einen Verschluß, dessen Lamellen als Blende und als Verschluß dienen, beschreibt, so können doch auch zusätzliche Blendenlamellen zum Einstellen der Blendenöffnung von Hand vorgesehen sein. Im Unterschied zu der zuvor beschriebenen Ausführungsform, bei der, wenn die eingestellte Blendenöffnung innerhalb des Bereichs für automatische Belichtung von sehr hellen Gegenständen liegt, die Verschlußsektoren, nachdem sie bis zum eingestellten Blendenwert geöffnet wurden, kurzzeitig in dieser Stellung verharren, werden in diesem Fall die Verschlußsektoren in eine Schließbewegung gebracht, sobald die Öffnungsbewegung beendet ist.
  • Ausgehend von dem vorangegangenen Ausführungsbeispiel soll im folgenden ein elektronischer Verschluß für automatische Belichtung und für Belichtung mit vorgewählter Blende beschrieben werden.
  • Gemäß den Fig. 7 und 8 ist an dem Blendenring 29 an einer geeigneten Stelle der inneren Umfangsfläche eine Kerbe 29b vorgesehen. Die Zahnräder 32a und ;52b des Zahnradgetriebes 72 der Verzögerungseinrichtung sind auf einem Stift 41a gelagert, der am freien Ende eines bei 42 am Verschlußkasten 9 oder dgl. angelenkten Umschalthebels 41 befestigt ist. Der Hebel 41 wird von einer Feder 43 im Uhrzeigersinn gemäß der Zeichnung belastet, so daß sein hinteres Ende 41b an der Innenfläche des Blendenrings 29 anliegt. Die Anordnung ist dabei so getroffen, daß, wenn die Marke 30 am Blendenring 29 auf das Symbol A eingestellt ist, das hintere Ende 41 b in die Kerbe 29b eingreift, um dadurch das Zahnrad 32a mit dem Zahnsegment 31 und das Zahnrad 32b mit dem Zahnrad 32c, wie in Fig. 7 dargestellt, in Eingriff zu bringen. Wird der Blendenring 29 so eingestellt, daß die Marke 30 auf einen gewünschten Blendenöffnungswert f eingestellt ist, so wird das hintere Ende 41 b des Umschalthebels 41 aus der Kerbe 29 b herausgeschoben, so daß es an der Innenfläche des Blendenrings 29 anliegt, um dadurch das Zahnrad 32a außer Eingriff mit dem Zahnsegment 31 und das Zahnrad 32b außer Eingriff mit dem Zahnrad 32c zu bringen, wie in Fig. 8 zu sehen ist. Ein Anschlag 44 legt die größte Öffnung der Verschlußsektoren 10 fest, wenn die Marke 30 an dem Blendenring auf das Symbol A zeigt.
  • Folglich bewirkt das Einstellen der Marke 30 auf das Symbol A, daß das Ende 41b des Umschalthebels 41 in die Kerbe 29b, wie in Fig. 7 gezeigt, greift, um die Zahnräder 31 und 32a und die Zahnräder 32b und 32c zum Eingriff zu bringen, so daß beim Niederdrücken des Auslösers für den Verschluß zur Einleitung der Öffnungsbewegung des Öffnungsgliedes 12 eine Bremskraft auf das Öffnungsglied 12 einwirkt, um die Geschwindigkeit zum Öffnen der Verschlußsektoren gegenüber der Schließgeschwindigkeit zu verringern.
  • Genauer betrachtet, erfolgt das Öffnen der Verschlußsektoren 10 entlang der Strecke ac, bezeichnet mit A in Fig. 9, um beim Vergrößern der Öffnung dem Stromkreis zur Steuerung der Belichtungszeit das Messen des auf den Photorezeptor reflektierten Lichts zu ermöglichen. In dem Augenblick, in dem die Spannung am integrierenden Kondensator eine bestimmte Höhe überschreitet, nämlich im Punkt c" in Fig. s 9, betätigt der Stromkreis das Schließglied 22, um die Verschlußsektoren zu schließen und den Belichtungsvorgang zu beenden. In diesem Fall wird die Blendenöffnung automatisch von dem Stromkreis zur Steuerung der Belichtungszeit gesteuert, wodurch ein Photographieren mit der Kamera ermöglicht wird mit einem Programmbelichtungssystem, bei dem beide Faktoren, die Belt chtungszeit und die Blendenöffnig, automatisch gesteuert werden.
  • AnderersiLs, wenn eine Photographie nach dem Blendenvorwahlbelichtungssystem aufgenommen werden soll, wird die Marke 30 auf dem Blendenring 29 auf den gewünschten Blendenöffnungswert eingestellt, z.B.
  • auf f 11, wie in Fig. 8 gezeigt, wodurch das hintere Ende 41b des Umschalthebels 41 aus der Kerbe 29b herausgedrückt wird und auf der Innenfläche des Blendenrings 29 anliegt. Der Umschalthebel 41 wird dabei um das Lager 42 entgegen dem Uhrzeigersinn in der Zeichnung verdreht und löst die Zahnräder 31, 32a und 32b, 32c aus ihrem Kämmeingriff. Das Öffnungsglied 12 wird dadurch frei von einer Verzögerungswirkung.
  • Folglich bewirkt das Niederdrücken des Verschlußauslösers bei dem sich in der in Fig. 8 dargestellten Stellung befindenden Verschluß, daß die Verschlußsektoren 10 schnell auf die eingestellte Blendenöffnung geöffnet werden, entsprechend dem Verlauf der Linie ab, die mit B in Fig. 9 bezeichnet ist, so da die Belichtung der empfindlichen Schicht erfolgt.
  • Im Punkt c, der dem Augenblick, in dem die Spannung am integrierenden Kondensator C die festgelegte Höhe überschreitet, entspricht, schließen die Verschlußsektoren schnell entlang der Linie cd. Auf diese Weise wird ein Photo nach dem Blendenvorwahlsystem aufgenommen.
  • In beiden Ausführungsbeispielen kann anstelle eines direkten Eingriffs der erste Sperrhebel 14 auch an Stellen mit dem Öffnungsglied 12 und dem SchlieS-glied 22 in und außer Eingriff treten, an denen die Bewegung von Öffnungs- und Scliließglied durch Übersetzungsgetriebe oder ähnliche Mittel beschleunigt wurde. Das Sperren und Entsperren erfolgt dann mit einer geringeren Kraft.
  • Außerdem können zusätzlich zu den Verschlußsektoren 10 Blendenlamellen zum ausschließlichen Einstellen einer Blendenöffnung vorgesehen sein. Die Blendenöffnung kann dann von Hand mittels der Blendenlamellen eingestellt werden. Für diesen Fall werden die Verschlußsektoren so angepaßt, daß sie sofort nach dem Erreichen der größten Öffnung wieder schließen.
  • Obwohl die Verzögerungseinrichtung in dem beschriebenen Ausführungsbeispiel in Abhängigkeit von der Einstellung des Blendenrings mit dem Öffnungsglied für die Verschlußsektoren gekuppelt oder entkuppelt wird, können in einer anderen Ausführungsform auch andern Mittel hierfür vergesehen sein.
  • So kann beispielsweise anstelle der beschriebenen Ausführungsform der Kämmeingriff zwischen Zahnsegment 31 und dem Zahnrad 32a und zwischen den Zahnrädern 32b und 32c, ein anderes Zahnrad, Segmentzahnrad, Anker oder ähnliches zum Abschalten der Verzögerungseinrichtung unterbrochen werden. Schließlich kann es auch vorteilhaft sein, den Eingriff zwischen Bremshebel 36 und Stift 12g hierfür zu verwenden.
  • Anders als beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 ist die Marke 30 bei der obigen Ausführungsform auf dem Blendenring 29 angeordnet. Die Marke 30 kann jedoch auch an einem ruhenden Teil wie in Fig. 2 und die Blendenöffnungwerte können auf dem Blendenring 29 vorgesehen sein. Entsprechend können die Marke und die Wertangaben in Fig. 2 in der in Fig. 7 gezeigten Art geändert werden.
  • - Patentansprüche -

Claims (10)

  1. Patentansprüche 1. Elektronischer Kameraverschluß mit einer Blendeneinstellvorrichtung zum manuellen Einstellen des Blendenöffnungswerts des Objektivs und einer die Belichtungszeit steuernden elektrischen Schaltung, welche die Ausgangsspannung eines lichtelektrischen Elements integriert, um das Öffnen und Schließen des Verschlusses zur automatischen Belichtung zu steuern, dadurch gekennzeichnet, daß eine Verzögerungseinrichtung (35) zum Verzögern der Bewegung eines Öffnungsglieds (12) vorgesehen ist, um die Geschwindigkeit zum Öffnen der Verschlußsektoren (10) gegenüber der Schließgeschwindigkeit zu verringern, und daß das lichtelektrische Element (5) so angeordnet ist, daß es gleichzeitig mit dem Öffnungsbeginn der Verschlußsektoren (10) das von dem Film reflektierte Licht aufnimmt.
  2. 2. Kameraverschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Blendeneinstellvorrichtung (29) die Öffnungsbewegung der Verschlußsektoren (10) begrenzt, wenn die durch die Verschluß sektoren gebildete Blendenöffnung den eingestellten Blendenöffnungswert erreicht hat.
  3. 3. Kameraverschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verzögerungseinrichtung (35) zum Öffnungsglied (12) zu- und abschaltbar und das Öffnungsglied (12) verzögert oder unverzögert betätigbar ist.
  4. 4. Kameraverschluß nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verzögerungseinrichtung (35) zum oder vom Öffnungsglied (12) in Abhängigkeit von der manuell betätigbaren Blendeneinstellvorrichtung (29) zu- und abschaltbar ist.
  5. 5. Kameraverschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Öffnen und zum Schließen des Verschlusses die gleichen Verschlußsektoren (10) bewegbar sind.
  6. 6. Kameraverschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschluß eine Programmeinstellung (A) und eine Vielzahl von Blendenvorwahleinstellungen (f) aufweist, die an der Blendeneinstellvorrichtung (29) einstellbar sind, daß bei Programmeinstellung die Verzögerungseinrichtung (35) mit dem Öffnungsglied (12) in Eingriff steht und bei Blendenvorwahleinstellung das Öffnungsglied von der Verzögerungseinrichtung unabhängig ist, so daß die Verschlußsektoren (10) nach Betätigung des Auslösers schnell die eingestellte Blendenöffnung bilden.
  7. 7. Kameraverschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Betatigen des Verschlusses in der Betätigungsrichtung federbelastete Öffnungs- (12) und Schließglieder (22) vorgesehen sind, die von einem Sperrhebel (14) in einer Ausgangslage, bei der die Federn (13, 24) gespannt sind, gehalten werden.
  8. 8. Kameraverschluß nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Sperrhebel (14) durch einen Elektromagneten (17) betätigbar ist, wobei durch Erregen des Elektromagneten (17) das Öffnungsglied und durch anschließendeestäE#i1te:r vetatigbiir gen des Elektromagneten (17) das Schließglied (22)/sind.
  9. 9. Kameraverschluß nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Schließglied (22) in Ruhelage vor dem Auslösen des Verschlusses durch einen Sperrhebel (19) verriegelt ist, der durch die Öffnungsbewegung des Öffnungsgliedes (12) verschwenkbar ist und dadurch das Schließglied (22) entriegelt.
  10. 10. Kameraverschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Öffnen der Verschlußsektoren- (10) ein Öffnungsglied (12) und zum Schließen ein Schließglied (22) vorgesehen ist, das auf das Öffnungsglied (12) einwirkt und wodurch dieses in seine Ausgangslage zurückbringbar ist.
DE2164484A 1970-12-25 1971-12-24 Elektronisch gesteuerter Blendenverschluß Ceased DE2164484B2 (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
JP45125496A JPS4914267B1 (de) 1970-12-25 1970-12-25
JP45128454A JPS4924286B1 (de) 1970-12-28 1970-12-28

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE2164484A1 true DE2164484A1 (de) 1972-07-13
DE2164484B2 DE2164484B2 (de) 1978-08-03

Family

ID=26461926

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE2164484A Ceased DE2164484B2 (de) 1970-12-25 1971-12-24 Elektronisch gesteuerter Blendenverschluß

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE2164484B2 (de)

Cited By (7)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2417380A1 (de) * 1973-04-11 1974-10-31 Polaroid Corp Belichtungssteuervorrichtung fuer photographische apparate
DE2417617A1 (de) * 1973-04-11 1974-11-07 Polaroid Corp Belichtungsregeleinrichtung fuer photographische apparate
DE2557885A1 (de) * 1975-12-22 1977-06-30 Martin Heinze Zentralverschluss fuer photographische kameras
DE2659648A1 (de) * 1976-02-16 1977-08-18 Olympus Optical Co Lamellenverschluss fuer eine kamera mit einem schlitzverschluss
DE2856336A1 (de) * 1977-12-27 1979-06-28 Asahi Optical Co Ltd Bremse fuer den abblendvorgang einer kamera
DE2934025A1 (de) * 1978-08-22 1980-03-06 Olympus Optical Co Ee-programm-kamera
DE2951006A1 (de) * 1979-12-19 1981-07-02 Prontor-Werk Alfred Gauthier Gmbh, 7547 Wildbad Photographische kamera, insbesondere spiegelreflexkamera

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
JPS571813B1 (de) * 1971-05-31 1982-01-13

Cited By (8)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2417380A1 (de) * 1973-04-11 1974-10-31 Polaroid Corp Belichtungssteuervorrichtung fuer photographische apparate
DE2417617A1 (de) * 1973-04-11 1974-11-07 Polaroid Corp Belichtungsregeleinrichtung fuer photographische apparate
DE2417380C2 (de) * 1973-04-11 1983-01-20 Polaroid Corp., 02139 Cambridge, Mass. Fotografische Belichtungssteuervorrichtung
DE2557885A1 (de) * 1975-12-22 1977-06-30 Martin Heinze Zentralverschluss fuer photographische kameras
DE2659648A1 (de) * 1976-02-16 1977-08-18 Olympus Optical Co Lamellenverschluss fuer eine kamera mit einem schlitzverschluss
DE2856336A1 (de) * 1977-12-27 1979-06-28 Asahi Optical Co Ltd Bremse fuer den abblendvorgang einer kamera
DE2934025A1 (de) * 1978-08-22 1980-03-06 Olympus Optical Co Ee-programm-kamera
DE2951006A1 (de) * 1979-12-19 1981-07-02 Prontor-Werk Alfred Gauthier Gmbh, 7547 Wildbad Photographische kamera, insbesondere spiegelreflexkamera

Also Published As

Publication number Publication date
DE2164484B2 (de) 1978-08-03

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3003759C2 (de)
DE3706735C2 (de)
DE2133212A1 (de) Kamera mit automatischer Steuereinrichtung fuer die Belichtung
DE2265636C2 (de) Kamera mit einer automatischen Blendensteuervorrichtung
DE19751287B4 (de) Einäugige Spiegelreflexkamera mit Vorbetrachtungsfunktion
DE2742486A1 (de) Aufzugvorrichtung fuer kameras
DE2141667C3 (de) Objektiwerschluß für eine einäugige Spiegelreflexkamera
DE2659648C2 (de) Objektivverschluß eines Wechselobjektivs
DE1522909A1 (de) Blitzlichtgeraet fuer Verbrennungsblitzlampen
DE3209952C2 (de) Spiegelreflexkamera
DE2164484A1 (de) Elektronischer Verschluß für eine Kamera
DE4027691A1 (de) Verschlusseinrichtung fuer eine kamera mit automatischer scharfeinstellung (autofocus) und belichtungssteuerung und damit durchzufuehrendes tageslichtsynchro-aufnahmeverfahren
DE2346331A1 (de) Blendenvorrichtung mit einem automatischen blitzbelichtungssystem fuer eine kamera
DE19751285B4 (de) Einäugige Spiegelreflexkamera mit Vorbetrachtungs-Funktion sowie Verfahren zum Steuern derselben
DE2127480A1 (de) Belichtungssteuervornchtung fur eine photographische Kamera
DE2655524A1 (de) Belichtungssteuersystem fuer eine kamera
DE2943416A1 (de) Einaeugige spiegelreflex-kamera
DE60217584T2 (de) Kamera und Verschlussvorrichtung
DE3632593A1 (de) Kamera mit automatischer scharfeinstellung
DE3706726A1 (de) Kamera
DE1772983C (de) Vorrichtung zur Elektronenblitzlicht-Fotografie
DE3039689A1 (de) Elektromagnetisch angetriebener verschluss
DE2306264B2 (de) Vorrichtung zur Verhinderung von Bedienungsfehlern bei einer einäugigen Spiegelreflexkamera
AT222484B (de) Photographische Kamera mit einer Belichtungsregelvorrichtung
DE1772983B1 (de) Vorrichtung zur elektronenblitzlicht fotografie

Legal Events

Date Code Title Description
8235 Patent refused