[go: up one dir, main page]

DE2161201A1 - Herstellung von Polylactonen - Google Patents

Herstellung von Polylactonen

Info

Publication number
DE2161201A1
DE2161201A1 DE19712161201 DE2161201A DE2161201A1 DE 2161201 A1 DE2161201 A1 DE 2161201A1 DE 19712161201 DE19712161201 DE 19712161201 DE 2161201 A DE2161201 A DE 2161201A DE 2161201 A1 DE2161201 A1 DE 2161201A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
polylactone
polylactones
modifier
catalyst
end groups
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE19712161201
Other languages
English (en)
Inventor
Löwhardt Adolf Albert Geleen Schoen (Niederlande)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Stamicarbon BV
Original Assignee
Stamicarbon BV
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Stamicarbon BV filed Critical Stamicarbon BV
Publication of DE2161201A1 publication Critical patent/DE2161201A1/de
Ceased legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G63/00Macromolecular compounds obtained by reactions forming a carboxylic ester link in the main chain of the macromolecule
    • C08G63/78Preparation processes
    • C08G63/82Preparation processes characterised by the catalyst used
    • C08G63/823Preparation processes characterised by the catalyst used for the preparation of polylactones or polylactides

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Polyesters Or Polycarbonates (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

Kennzeichen 2363 D
Dr· F. Zumstein sen. - Dr. E, Assmann Dr. R.Koenigsbergsr - DipL Phys. R. Holzbauer
Dr. P. Zumstain Jan.
Patentanwalt·
• MSnchen 2, Bräuhausstroße 4/Ml
STAMICARBON N.V., HEERLEN (Niederlande) Herstellung von Polylactonen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zu der Herstellung von Polylactonen mit blockierten Endgruppen.
Die meisten durch Polymerisation eines Lactons oder eines Lactongemisches gebildeten Polylactone besitzen reaktive Endgruppen, nämlich Hydroxyl- und/oder Carboxylendgruppen. Hierdurch lassen sie sich verhältnismässig gut in Wasser und Ölen lösen und zeigen sie eine grosse Polarität und einen niedrigen Wiederstand gegen Degradation. Für mehrere Anwendungen, z.B. als Zusatzstoff in Polyvinylchlorid, Polypropylen oder Polyäthylen zur Verbesserung der Eigenschaften dieser Polymeren sind diese Polylactone deshalb weniger geeignet. Polylactone mit blockierten Endgruppen sind weniger löslich, weniger polar und zeigen eine grössere Beständigkeit gegen Degradation, so dass diese Polylactone bei Einmischung in andere Polymere nicht schnell ausschwitzen oder aus dem Material extrahiert werden.
Es wurde bereits vorgeschalgen, Polylactone mit blockierten Endgruppen durch Veresterung eines Polylactone mit Hydroxylendgruppen, z.B, mit Hilfe eines Ubermasses an Säureanhydrid, herzustellen (siehe die amerikanische Patentschrift 3.169.945). Eine solche Veresterung ist jedoch weniger attraktiv, weil es eine gleichgewxchtsreaktion betrifft, bei der die Hydroxylgruppen, besonders bei hochmolekularen Polylactonen, nicht quantitativ in Estergruppen
209828/1087
umgesetzt werden. Ausserdem ist das Reagens stark korrosiv und muss deshalb nach der Reaktion restlos entfernt werden. Ferner können sich durch Kettenabbruch Oligoraere bilden.
Erfindungsgemäss können Polylactone mit blockierten Endgruppen jetzt auf sehr einfache Weise hergestellt werden, indem man ein Polylacton oder Gemisch solcher Polylactone oder ein Gemisch eines Polylactone mit dem Monomeren Lacton in Anwesenheit eines Katalysators mit einem oder mehreren Modifikatoren reagieren lässt, welche zumindest eine nicht in einen Lactonring aufgenommene Estergruppe besitzen und keine rekativen Wasserstoffsubstituenten tragen.
Auf diese Weise kann jeder Polylactontyp in ein Polylacton mit blockierten Endgruppen umgesetzt werden, welche quantitativ oder nahezu quantitativ in Form inerter Estergruppen blockiert sind.
Die Hydroxylzahl und die Säurezahl dieser Polylactone, beide ausgedrückt in rag Äquivalent je g Polymeres und bedingt durch Endgruppentitration, sind gleich oder fast gleich O. Auch Polylactone, mit blockierten Endgruppen, mit sehr hohe Molgewichte, z.B. über 10.000 haben, und die nur schwer gemäss den bekannten Methoden herzustellen sind, lassen sich mit Hilfe des erfindungsgemässen Verfahrens auf einfache Weise gewinnen.
Der Reaktionsmechanismus ist noch nicht geklärt, man hat aber wohl feststellen können, dass die Ketten der gebildeten Polylactone mit blockierten Endgruppen sowohl in bezug auf Aufbau als Kettenlange erheblich von den Ketten des Ausgangspolylactons abweichen können. Im einfachsten Fall bildet sich eine Kette von nahezu gleicher Länge als die Kette des Ausgangspolylactons, wobei aber die Endgruppen bzw. durch die Alkohol als die Carbonsäuregruppe des Modifikators verestert sind. Je grosser die eingearbeitete Menge Modifikator, umso niedriger das Molgewicht der anfallenden Polylactone mit den blockierten Endgruppen. Ein Vorteil des erfindungsgemässen Verfahrens besteht darin, dass durch Wahl der einzumischenden Modifikatormenge das Molgewicht des gebildeten Produktes genau einzustellen ist. Es wird denn auch eine sorgfältig abgewogene Modifikatormenge beigegeben. Diese Menge kann 0,1-20 Gew.-% betragen, berechnet auf das Ausgangspolylacton. Beim Gebrauch eines Di-esters von Diolen, z.B. von Diäthylenglykoldiacetat, als Modifikator bilden sich Ketten, in denen das Diol weitgehend eingebaut ist und deren Endgruppen in Form von Estern blockiert sind. Polylactone von dieser Art haben
209828/1087
eine, auch bei niedrigen Temperaturen, sehr biegsame Kette, wodurch sie als Weichmacher besonders geeignet sind. Aus diesem Grund werden Di-ester von Alkylenglykolen oder Polyalkylenglykolen als Modifikator bevorzugt.
Bei Anwendung von Estern von Tri- oder Tetra-alkoholen oder Tri- oder Tetra-carbonsäuren als Modifikator werden verzweigte oder vernetzte Polylactone mit blockierten Endgruppen erhalten, auch wenn von einem linearen Polylacton ausgegangen wird. Benutzt aan Ester von aromatischen Carbonsäuren und/oder aromatischen Alkoholen, so bilden sich Polylactone, welche an einem oder an beiden Enden durch einen aromatischen Ester blockiert sind. Derartige Polylactone zeigen einen erhöhten Widerstand gegen Ausschwitzen und Extrahierung aus Gemischen mit anderen Polymeren. Es werden deshalb aromatgruppenhaltige Ester als Modifikator bevorzugt. Sehr zweckmässige Weichmacher werden durch Anwendung von Alkylenglykol- oder Polyalkylenglykolbenzoat als Modifikator erhalten.
Auch wurde gefunden, dass sich, wenn beim erfindungsgemässen
Verfahren von einem Gemisch von Homo-Polylactonen ausgegangen wird, Polylactone mit blockierten Endgruppen bilden, in denen sowohl vom einen als vom anderen Homopolylacton stammende Honomerengruppen und/oder Kettenteile vorkommen. Auf diese Weise ist es mithin möglich, Polylactone mit neuen Eigenschaften herzustellen.
Aus Obigem ergibt sich klar, dass auf Basis eines einzigen Polylactontyps, vorzugsweise von hochmolekularem Polylacton, mit Hilfe des erfindungsgemässen Verfahrens durch sachgemässe Wahl von Modifikatorart und -menge und von ggf. in das Reaktionsgemisch einzumischenden Lactonmonomeren oder PoIylactonen eine Vielzahl von in ihren Endgruppen blockierten Polylactonen mit stark abweichenden Eigenschaften herzustellen ist.
Als Katalysator können bekannte Umesterungs- und Polymerisationskatalysatoren benutzt werden, z.B. Metallalkoxyde wie Aluminiumisopropoxyd, Magnesiummethoxyd, Lithiummethanolat, Salze wie Natriumcarbonat, Manganacetat, Zinkborat, Bleiacetat, Bleisalicylat, Oxyde, wie Zinkoxyd, Germaniumdioxyd, Bleioxyd, Zinnverbindungen wie Dibutylzinnoxyd, Tetrabutyldichlordistannoxat, Hexabutyldichlor-tristannoxat, bimetallische Hydride, wie Lithiumaluminiumhydrid und Natriumborhydrid, bimetallische Alkoxyde, wie Lithium-aluminiura-tetraäthanolat,
209828/1087
-A-
Lithium-aluminiumltetra-äthylen-glykolat und Lithium-^aluminium-tetra-l,4-butadiolat, Chelatverbindungen von Titan, Zirkon und Hafnium wie Isopropoxytitanstearat und Hydroxytitanoleat.
Bevorzugt wird ein Katalysator aus der Gruppe von Dibutylzinnoxyd, Tetrabutyl-dichlordistannoxat, Hexabutyl-diehlortristannoxat und der bimetallischen Alkoxyde, weil diese Katalysatoren in kurzer Zeit ein gutes und farbloses Produkt ergeben. Ausserdem zeigen die Zinnkatalysatoren den Vorteil, dass man sie nicht aus dem Produkt ausscheiden muss, weil sie eine einigermassen stabilisierende Wirkung zeigen. Die Katalysatormenge, welche bei der Reaktion anwesend sein soll, ist nur wenig kritisch und kann z.B.
™ zwischen 0,02 und 6 Gew.-%, bezogen auf das Polylacton, liegen.
Als Modifikator werden Verbindungen gewählt, welche zumindest eine nicht in einem Lactonring befindliche Estergruppe aufweisen und keine rekativen Wasserstoffsubstituenten tragen. Einige Beispiele sind Athylacetat, Propylacetat, Butylacetat, 2-Athyl-hexyl-acetat, Äthylaccrylat, Butylmethacrylat, Cyclohexenacetat, Cyclohexylacetat, Phenylacetat, Amylacetat, Butylpropionat, Äthylbenzoat, Propylbenzoat, Äthylenglykoldiacetat, Äthylenglykoldibenzoat, Glyceroltriacetat, Pentaerythritoltera-acetat, e-Acetoxyäthylcapronat, Diäthylester von 4-Thia-pimelinsäure, Dibenzyladipat, Dimethylterephtalat, Dibutylterephtalat, Dibultyladipat, Dipropylenglykoldibenzoat, Diäthylenglykoldiacetat, DiäthylenglykoldibenzOat, Diäthylenglykoldibutyrat, Triäthylenglykoldiacetat, Triäthylenglykoldipropionat, Triäthylenglykoldibenzoat,
^ Tetrapropylenglykoldipropionat und Tetra-athylenglykoldibenzoat. Es sind also allerhand organische Mono-, Di-, Tri- und Tetra-ester und andere mehrwertige Ester anwendbar, vorausgesetzt dass sie keine störenden Substituenten, wie Hydroxyl-, Carboxyl- oder Aminogruppen tragen. Die Anwendung von unter den Reaktionsbedingungen nicht-oder geringfluchtigen Estern hat den Vorteil, dass man nicht unter Uberatmosphärischem Druck arbeiten muss. Auf Wunsch können auch Gemische von Modifikatoren eingemischt werden.
Als Ausgangsstoff kann ein Homopolylacton, ein Copolylacton oder ein Gemisch von Polylactonen dienen, erhalten durch Polymerisation eines oder mehrerer Lactone gemäss der Formel:
(R-C-R)
209828/1087
in der m und η ganze Zahlen zwischen 1 und 10 sind, Z eine -CH-, -0-, -S- oder -CR -Gruppe darstellt und als Substituent R Wasserstoff, Alkyl, Alkoxy, Halogen oder andere Inertsubstituente dienen, die sich von einander unterscheiden können. Einige Beispiele sind Polyvalerolacton, Polycaprolacton, Polyönantholacton, Poly- Y-methyl-valerolacton, Poly-O-äthylvalerolacton, Poly-pivalolacton, Poly-äthoxy-valerolacton, Poly-ε-methyl-caprolacton, Poly-Y-methyl-caprolacton, PoIy-Y -methoxy-caprolacton, Poly-Ö -methyl-caprolacton, Poly- δ-äthyl-caprolacton, Poly-methyl-önantholacton, Poly-äthylönantholacton, Poly-methoxy-önantholacton, Poly-äthoxy-önantholacton und Poly-dimethyl-önantholacton und Copolylactone sowie Terpolylactone der genannten Lactone. Das Molgewicht des Ausgangspolylactons ist nicht an Grenzen ™ gebunden und kann z.B. sowohl 1000 als 150.000 betragen.
Den Vorzug haben Poly- β-caprolacton, Poly-δ -valerolacton, Copolymere von ε-CaDrolacton und methylsubstituiertes e-Caprolacton, Copolymere von β-Caprolacton und ö-Valerolacton sowie Gemische dieser Stoffe. Diese Polylactone sind leicht zugänglich und hitzebeständig. Man kann im allgemeinen von einem Polylacton ausgehen, aus dem die Katalysatorreste entfernt worden sind, es können aber auch Polylactone benutzt werden, welche noch active Katalysatormasse enthalten. Im letztgenannten Fall muss für die Modifikationsreaktion keine Katalysatormasse eingemischt werden oder es genügt eine geringere Katalysatormenge als normal. Als Ausgangspolylacton kann ein Handelsprodukt oder ein bereits vor längerer Zeit hergestelltes Polylacton dienen, man kann auch frisches aus dem Polymerisationsraum austretendes Polylacton mit I dem Modifikator vermischen und reagieren lassen oder den Modifikator in ein Polylacton einarbeiten, das sich noch im Polymerisationsraum befindet. In den letzten zwei Fällen ist meistens noch eine genügende Menge an aktiver Katalysatormasse im Polylacton anwesend. Auch kann von einem Gemisch aus einem oder mehreren Polylactonen und einem oder mehreren monomeren Lactonen ausgegangen werden. Die Dosierung kann erleichtert werden, indem man den Katalysator und/oder Modifikator vor Anfang der Reaktion in ein Lacton oder Lactongemisch einarbeitet und anschliessend dieses Gemisch beigibt. Die Reaktion kann stattfinden bei Temperaturen zwischen 60 C und 300 C und
ο vorzugsweise bei einer Temperatur zwischen 100 und 200 C.
Um Degradation und Verfärbung des Polymeren zu vermeiden, arbeitet
209828/ 1087
man vorzugsweise unter Ausschluss von Sauerstoff und Wasser, in einer Atmosphäre z.B. aus trocknem Stickstoff. Der Druck, bei dem die Reaktion erfolt, ist nicht kritisch; es kann ein atmosphärischer Uber-oder unteratmosphärischer Druck gewählt werden. Die Reaktion kann einfach in der Weise stattfinden, dass man eine PolyIactonschmelze auf die gewünschte Temperatur bringt, Modifikator und nötigenfalls Katalysator einmischt und das Gemisch anschliessend in einer trocknen Stickstoffatmosphäre 0,5 bis 4 Stunden lang .bei erhöhter Temperatur und wenn möglich unter Rühren reagieren lässt. Auf Wunsch kann nach Ablauf der Reaktion der Katalysator auf die bekannte Weise entaktiviert und entfernt werden.
Die Erfindung wird anhand der folgenden Beispiele erläutert, sie beschränkt sich aber nicht auf diese Ausführungsformen.
Die in nachfolgenden Beispiele erwähnte reduzierte Viskosität T) wurde an Lösungen von 0,4 g Polymerisat in 100 ml Chloroform bei 30 C ermittelt.
Der Hexabutyl-dichlor-tristannoxat-Katalysator enthält nach aller
Wahrscheinlichkeit geringe Mengen Tetrabutyl-dichlor-distannoxat. Die Her-
o Stellung erfolgt in der Weise, dass Dibutylzinndichlorid bei 25-50 C mit einem Ubermass an wässeriger 4 N KOH-Lösung gerührt, und der Niederschlag anschliessend anfiltriert, mit Wasser gewaschen und getrocknet wird.
Beispiel I
Zwei im Handel erhältliche Polycaprolactontypen (PCL-30Q und PCL-700, beide von Union Carbide Corp.) werden in der Weise modifiziert, dass man 20.000 g Polymerisat auf 170 °C erhitzt und mit O,l g (0,5 Gew.-%) Hexabutyl-dichlor-tristannoxat und 1,2 g (6 Gew.-%) Athylenglykoldiacetat unter trocknem Stickstoff und bei atmosphärischem Druck reagieren lässt. Sehr rasch nach Beginn der Reaktion wird die hochviskose Schmelze dünn-flüssig und kann dann gerührt werden. An verschiedenen Zeitpunkten werden Proben genommen, deren reduzierte Viskosität bestimmt wird. Die Resultate sind in Tabelle 1 zusammengefasst. Die letzten Endes erhaltenen Polylactone mit blockierten Endgruppen haben eine Hydroxylzahl von 0,1 mgäq/g oder weniger und eine Säurezahl von 0,01.
209828/10 87
Tabelle 1
PCL-300 TJ vor Reaktion O,5 PCL-700 TJ vor Reaktion 1,1
Zeit in η η
Min Γ Γ
30 0,2 0,6
45 0,2 0,6
60 0,2 0,6
Beispiel II
Modifikation eines hydroxylendständigen Polycaprolactons. Man polymerisiert «-Caprolacton mit O,2 Gew.-% LiAl J-0-(CH ) -OH J . bis sich ein zähes weisses Polymerisat bildet. Die Reinigung dieses Polymerisats erfolgt durch Auflösen in Aceton, wonach die Lösung mit Schwefelsäure behandelt wird und die ausgefällten Metallsalze entfernt werden. Das Polymere wird aus der Lösung präzipitiert, gewaschen und getrocknet. Die reduzierte Viskosität beträgt 1,5.
In einer Stickstoffatmosphäre werden 25.00 g dieses katalysatorfreien Polycaprolactons geschmolzen, wonach 1,5 g Athylenglykoldiacetat und 0,125 g Hexabutyl-dichlor-tristannoxat bei einer Temperatur von 150 C in die Schmelze eingebracht werden. Nach 120 Minuten ist die Reaktion beendet und fällt ein Polylacton an mit einer reduzierten Viskosität von 0,6 einer Hydroxy1zahl von 0,1 und einer Säurezahl von 0,00.
Zum Vergleich erhitzt man drei Stunden lang eine Schmelze von 25,00 g des katalysatorfreien Polylactone und 1,5 g Athylenglykoldiacetat auf einer Temperatur von 150 C. Nach dieser Zeit hat die Viskosität des Lactons noch nicht merklich abgenommen und hieraus ergibt sich, dass die Anwesenheit eines Katalysators von wesentlicher Bedeutung ist.
Beispiel III
Modifikation-eines Gemisches von Polylactonen.
Die Herstellung eines Poly-valerolactons erfolgt durch Polymerisation von 20,OO g ö-valerolacton und 0,1 g Hexabutyl-dichlor-tristannoxat, wonach
209828/1087
man dieses Polymerisat abkühlen lässt. Nach 24 Stunden wird dieses Poly-valerolacton zusammen mit 2O,0 g PolyeaprοIacton (PCL-700) geschmolzen, wonach man das Gemisch zwei Stunden lang mit 6,0 g Athylenglykoldiacetat bei einer Temperatur von 150 C in einer Stickstoffatmosphäre reagieren lässt. Es bildet sich ein sprödes Polylacton mit einer reduzierten Viskosität von 0,54, einer Hydroxylzahl von 0,1 und einer Säurezahl von 0,01.
Eine Wiederholung dieses Experiments ergibt, dass es nichts ausmacht, ob man das noch katalysatorhaltige Polymere zuerst kühlt und aufbewahrt und danach modifiziert oder das noch geschmolzene Polymere gleich nach der Polymerisation modifiziert. Bei den nächsten Versuchen wird der Modifikator deshalb gleich nach der Polymerisation eingemischt.
Beispeil IV
Man polymerisiert 25,00 g e Caprolacton mit 0,125 g Hexabutyl-dichlortristannoxat. Nach 10 Minuten ist die Polymerisation beendet und es fällt ein farbloses Polymeres mit einer reduzierten Viskosität von 1,5 an. Jetzt werden 1,5 g Athylenglykoldiacetat hinzugefügt; die Temperatur der Schmelze wird dabei auf 160 C gehalten. An verschiedenen Zeitpunkten nach Zusatz des Modifikators werden Proben genommen, deren reduzierte Viskosität ermittelt wird (siehe Tabelle 2). Nach drei Stunden beträgt die reduzierte Viskosität des so erhaltenen Polylactone 0,2, die Hydroxylzahl 0,0 und die Säurezahl 0,01. Das gekühlte Produkt ist ein weisser wachsartiger Stoff.
Tabelle 2
Zeit in Min 15 30 45 60 90 120 180
^r 0,6 0,4 0,4 0,3 0,3 0,2 0,2
Beispiel V
Auf die im vorangehenden Beispiel geschilderte Weise werden Poly- β-caprolactone mit 0,5 Gew.-% aktivem Hexabutyl-dichlor-tristannoxat-Katalysator zwei Stunden lang bei 120 C mit unterschiedlichen Mengen Athylenglykoldiacetat
209828/1087
modifiziert. Die reduzierte Viskosität und das Aussere dieser quantitativ in ihren Endgruppen blockierten Polycaprolactone sind in Tabelle 3 angegeben.
Tabelle 3
Athylenglykoldiacetat in Gew.-%
Produkt
1,5 zähes weisses Polymeres
0,8 zähes weisses Polymeres
0,5 sprödes weisses Polymeres
0,3 harter weisser Wachs
0,2 Wachsartiges weisses Polymeres
Beispiel VI
Auf die in Beispiel IV geschilderte Weise werden Polycarpolactone, welche 0,5 Gew.-% Hexabutyl-diehlor-tristannoxat enthalten und eine reduzierte Viskosität von 1,5 aufweisen, mit verschiedenen Modifikatoren modifiziert. Die Ergebnisse sind in Tabelle 4 zusammengefasst.
Tabelle 4
Modifikator
Gew.-?
Glyceroltriacetat 10
TJ Hydroxylzahl Säurezahl
0,1 0,0
Amylacetat 4 o, 7 o, 0 o, 00
Diäthylenglykol-
diacetat
2 o, 3 o, 0 o, 01
Tr iäthylenglykol-
diacetat
2 o, 3 o, 0 o, 00
0,01
Beispiel VII
Es wird durch Polymerisation von Ö-Valerolacton mit 0,3 Gew.-% Hexabutyl-diehlor-tristannoxat unter Stickstoff bei einer Temperatur von 120 °C ein Poly-valerolacton mit einer reduzierten Viskosität von 2,3 hergestellt.
209828/ 1087
Nach Beendung der Polymerisation fügt man als Modifikator 5 Gew.-% Athylenglykoldibenzoat hinzu und man setzt die Reaktion bei 120 C fort. Nach 100 Minuten hat sich ein Polylacton mit einer reduzierten Viskosität von 0,3, einer Hydroxylzahl von 0,0 und einer Säurezahl von 0,01 gebildet, das bei Abkühlung in ein weisses wachsartiges Polymeres übergeht.
Beispiel VIII
Durch Polymerisation von ε-Caprolacton mit 0,2 Gew.-%
LiAl -0-(CH ) -OHJ als Katalysator fällt ein hydroxylendständxges Polycaprolacton mit einer reduzierten Viskosität von 1,5 an.
Nach Ablauf der Polymerisation werden 6 Gew.-% Athylenglykol-diacetat als
Modifikator beigegeben, wonach die Reaktion bei 150 C fortgeführt wird. Die reduzierte Viskosität geht nach 60 Min auf 0,9 und nach 120 min auf 0,7 zurück. Nach 3 Stunden hat sich ein Polycaprolacton mit einer reduzierten Viskosität von 0,6, einer Hydroxylzahl von O,l und einer Säurezahl von 0,00 gebildet, das bei Abkühlung in einen spröden wiessen Wachs übergeht.
Beispiel IX
Es bildet sich ein Co-Polylacton durch Polymerisation von 80 Mol.-% e-Caprolacton, 10 Mol.-% Y-Methyl- ß-Caprolacton und 10 Mol.-% C-Methyl-fi -caprolacton mit 0,2 Gew.-% Mg JAl(OC H) J als Katalysator zu einem Polylacton mit einer reduzierten Viskosität von 0,9.. Nach Zusatz von 8 Gew.-% Athylenglykol-diacetat als Modifikator lässt man das Gemisch noch 2 Stunden bei 150 C reagieren. Auf diese Weise bildet sich ein weiches wachsartiges Polylacton mit einer reduzierten Viskosität von O,I1 einer Hydroxylzahl von 0,1 und einer Säurezahl von 0,01.
209828/1087

Claims (8)

  1. - 11 -
    PATENTANS PRUCf IE
    Verfahren zu der Herstellung eines Polylactons mit blockierten Endgruppen, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Polylacton oder ein Gemisch von Polylactonen oder ein Gemisch eines Polylactons mit dem monomeren Lacton mit freien Endgruppen in Anwesenheit eines Katalysators mit einem oder mehreren Modifikatoren reagieren lässt, welche zumindest eine nicht in einem Lactonring enthaltene Estergruppe besitzen und keine reaktiven Wasserstoffsubstituenten tragen.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass einer oder mehrere Diester eines Alkylenglykols oder eines Polyalkylenglykols als Modifikator verwendet werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass man einen oder mehrere aromatische Gruppen enthaltende Ester als Modifikator benutzt.
  4. 4. Verfahren nach den Ansprüchen 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet dass man Alkylen-Glykol- oder Polyalkylenglykoldxbenzoate als Modifikator verwendet.
  5. 5. Verfahren nach den Ansprüchen 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass man die Reaktion in Anwesenheit eines Katalysatorsaus der Gruppe von Dibutylzinnoxyd, Tetrabutyl-dichlordistannoxat, Hexabutyl-dichlortristannoxat und der bimetallischen Alkoxyde durchführt.
  6. 6. Verfahren nach den Ansprüchen 1-5, dadurch gekennzeichnet, dass von einem oder mehreren Polylactonen ausgegangen wird, welche aus einem oder mehreren Lactonen aus der Gruppe C-Caprolacton, Methyl- ε-caprolacton, "-Valerolacton und Methyl-Ö-Valerolacton aufgebaut sind.
  7. 7. Polylacton mit blockierten Endgruppen, gebildet mit Hilfe des Verfahrens gemäss einem oder mehreren der Ansprüche 1—6.
  8. 8. Verwendung des gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1-6 gebildeten Polylactons mit blockierten Endgruppe» zur Her- " stellung von Formgegenständen, die ganz oder teilweise daraus bestehen.
    209828/1087
DE19712161201 1970-12-10 1971-12-09 Herstellung von Polylactonen Ceased DE2161201A1 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
NL7018015A NL7018015A (de) 1970-12-10 1970-12-10

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE2161201A1 true DE2161201A1 (de) 1972-07-06

Family

ID=19811759

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19712161201 Ceased DE2161201A1 (de) 1970-12-10 1971-12-09 Herstellung von Polylactonen

Country Status (9)

Country Link
US (1) US3767627A (de)
JP (1) JPS5312553B1 (de)
BE (1) BE776518A (de)
CA (1) CA952649A (de)
DE (1) DE2161201A1 (de)
FR (1) FR2118009B1 (de)
GB (1) GB1365495A (de)
IT (1) IT945383B (de)
NL (1) NL7018015A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2017089293A1 (de) 2015-11-26 2017-06-01 Clariant International Ltd Polymere flammschutzmittelmischungen

Families Citing this family (13)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3929847A (en) * 1974-09-25 1975-12-30 Eastman Kodak Co Ether diester derivatives of p-dioxanone
US3929846A (en) * 1974-09-25 1975-12-30 Eastman Kodak Co Ether triester derivatives of p-dioxanone
US4417018A (en) * 1981-05-25 1983-11-22 Teijin Limited Flame-retardant resin composition
US4663429A (en) * 1984-07-31 1987-05-05 Daicel Chemical Industries, Ltd. Process for producing lactone polymer and an anti-shrinking thermosetting resin composition having formulated therein said lactone polymer as an anti-shrinking agent
US4791189A (en) * 1987-05-07 1988-12-13 The B. F. Goodrich Company Terminally unsaturated macromolecular monomers of polylactones and copolymers thereof
USRE35695E (en) * 1989-01-27 1997-12-16 Asahi Kasei Kogyo Kabushiki Kaisha Stabilized polyphenylene ether resin and process for the preparation of the same
US5709548A (en) * 1990-02-23 1998-01-20 Minnesota Mining And Manufacturing Company Dental crown liner composition and methods of preparing provisional applications
US5066231A (en) * 1990-02-23 1991-11-19 Minnesota Mining And Manufacturing Company Dental impression process using polycaprolactone molding composition
ES2060075T3 (es) * 1990-02-23 1994-11-16 Minnesota Mining & Mfg Composicion semi-termoplastica para moldeo que tiene memoria de forma "a la medida", termicamente estable.
US7371444B2 (en) 1998-11-13 2008-05-13 Daicel Chemical Industries, Inc. Aliphatic copolyester resin, a preparation method, an aliphatic polyester resin composition, uses thereof, a coating composition, a particle-state composition for agriculture and gardening coated by degradable layer
EP1466933A3 (de) * 1998-11-13 2005-02-16 Daicel Chemical Industries, Ltd. Aliphatischer Copolyester und Verfahren zu seiner Herstellung
JP4039855B2 (ja) * 2001-12-28 2008-01-30 ダイセル化学工業株式会社 ε−カプロラクトン重合物の連続製造方法
GB0305817D0 (en) * 2003-03-13 2003-04-16 Ic Innovations Ltd Polymerisation initiators

Family Cites Families (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3498957A (en) * 1965-09-14 1970-03-03 Ethicon Inc Polymerization of cyclic carboxylic esters in the presense of a nonpolymerizable ester plasticizer
NL161475C (nl) * 1970-01-29 1980-02-15 Stamicarbon Bereiding van lactonpolyesters.

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2017089293A1 (de) 2015-11-26 2017-06-01 Clariant International Ltd Polymere flammschutzmittelmischungen
DE102015223432A1 (de) 2015-11-26 2017-06-01 Clariant International Ltd Polymere Flammschutzmittelmischungen

Also Published As

Publication number Publication date
JPS5312553B1 (de) 1978-05-01
GB1365495A (en) 1974-09-04
US3767627A (en) 1973-10-23
BE776518A (fr) 1972-06-12
FR2118009A1 (de) 1972-07-28
FR2118009B1 (de) 1974-04-05
CA952649A (en) 1974-08-06
IT945383B (it) 1973-05-10
NL7018015A (de) 1972-06-13

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2727329C2 (de) Olefin-Maleinsäure-Copolymerisat-Ester
DE2161201A1 (de) Herstellung von Polylactonen
Carothers et al. Studies of polymerization and ring formation. X. The reversible polymerization of six-membered cyclic esters
DE2728862C3 (de) Stabilisierte Formmassen auf der Basis von Vinylchlorid-Polymerisaten
DE2234265A1 (de) Hydroxylendstaendige polylactone
DE1420519C3 (de) Verfahren zur Herstellung von hochpolymerem Polyethylenterephthalat
DE2646218A1 (de) Neue phosphor-enthaltende verbindungen
DE1039748B (de) Verfahren zur Herstellung von Polyestern
DE2022011B2 (de) Gemisch von glycerintriestern gesaettigter, geradkettiger c tief 24bis c tief 32 -carbonsaeuren, ein verfahren zu dessen herstellung und seine verwendung
DE1720241A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Polyalkylenterephthalat
DE2547267C3 (de) Verfahren zur Herstellung von cyclischen Diestern der Dodecandisäure
DE1108432B (de) Verfahren zur Herstellung von Polyaethylenterephthalat
DE1292398B (de) Verfahren zur Herstellung von hochpolymeren Polyestern
DE975191C (de) Verfahren zur Herstellung von Polyestern aus 6-gliedrigen cyclischen Estern
DE2359012A1 (de) Herstellung von polyesterharzen mit verbesserten presseigenschaften
DE2559201B2 (de) Organozinnverbindungen und ihre Verwendung als Stabilisatoren
DE1251527B (de) Verfahren zur Herstellung von Mischpolyestern
DE2619836C2 (de) Neue Behenate und diese enthaltende Schmiermittel für thermoplastische Materialien
DE2015273C3 (de) Weichgemachte Präparate
DE1950553A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Polyaethylenterephthalat
DE1966884A1 (de) Verfahren zur herstellung von aromatischen polyestern
DE707022C (de) Verfahren zur Herstellung hochmolekularer Polyester gesaettigter aliphatischer Oxymonocarbonsaeuren
DE838828C (de) Verfahren zur Herstellung hochpolymerer Substanzen
DE1271397B (de) Verfahren zur Herstellung von spinnfaehigem Poly-(aethylenglykolterephthalat)
DE2334833A1 (de) Stabilisatorzusammensetzung

Legal Events

Date Code Title Description
OD Request for examination
8131 Rejection