[go: up one dir, main page]

DE2160405A1 - - Google Patents

Info

Publication number
DE2160405A1
DE2160405A1 DE19712160405 DE2160405A DE2160405A1 DE 2160405 A1 DE2160405 A1 DE 2160405A1 DE 19712160405 DE19712160405 DE 19712160405 DE 2160405 A DE2160405 A DE 2160405A DE 2160405 A1 DE2160405 A1 DE 2160405A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
color
lactone
caprolactone
compounds
stabilized
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19712160405
Other languages
English (en)
Other versions
DE2160405B2 (de
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed filed Critical
Publication of DE2160405A1 publication Critical patent/DE2160405A1/de
Publication of DE2160405B2 publication Critical patent/DE2160405B2/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D315/00Heterocyclic compounds containing rings having one oxygen atom as the only ring hetero atom according to more than one of groups C07D303/00 - C07D313/00

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Polyesters Or Polycarbonates (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

PATENTANWÄLTE
dr. W.Schalk · dipl.-ing. P. Wirth · dipl.-ing. G. Dannenberg DR.V. SCHMIED-KOWARZIK · DR. P. WEINHOLD · DR. D. GUDEL
6 FRANKFURT AM MAIN CR. ESCHENHEIMER STRASSE 39
Case C-8538-G
Wd/CW 556
UNION CARBIDE CORPORATION 270 Park Avenue,
New York, State of N.Y.10017, USA Stabilisierung von Lactonverbindungen.
209827/1081
Die vorliegende Erfindung betrifft die.Stabilisierung von Lactonverbindungen. Sie bezieht sich also auf das Verhindern einer unerwünschten Färb entwicklung in Lactonverbindungen bzw. auf die Stabilisierung von Caprolactonen und initiierten* Polycaprolactonpolyolen unter Verwendung von Triorganophosphinverbindungen oder Triorganophosphinitverbindungen als Stabilisierungsmittel dafür. Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Stabilisierung von Lactonverbindungen.
_ Bisher besaß das durch Oxydation von Cyclohexanon mit Peressig- W säure hergestellte monomere £-Caprolacton geringe Farbe und niedrige Azidität, wenn es frisch destilliert wurde. Während längerer Lagerung und beim Transport entwickelt dieses Monomere jedoch allmählich Farbe und weist einen ansteigenden Peroxydgehalt auf. Die Färb entwicklung beim £, -Caprolacton ist noch ausgeprägter, wenn es erhöhten
re Stunden ausgesetzt wird.
geprägter, wenn es erhöhten Temperaturen, z.B. etwa 2000C, mehre-
Einer der Hauptverwendungszwecke von £ -Caprolacton liegt in der Herstellung von chemischen Zwischenprodukten, wie z.B. initiierten ^Polycaprolactonpolyolen, Derartige Polyole stellen das Hauptausgangsprodukt bei der Herstellung von Polyurethanprodukten dar, die bei Klebemitteln, Überzügen, Elastomeren und Faserherstellung Verwendung finden. Bei vielen dieser Anwendungsgebieten, wie z.B. Polyurethanfasern und -Überzügen, wünscht der Kunde oftmals und verlangt sogar, daß die Polyurethanprodukte, z.B. Fasern und Überzüge, praktisch farblos sind. Es ist folglich zweckmäßig, in die monomeren S -Caprolactone oder Polyolderivate davon ein Stabilisierungsmittel oder Inhibitionsmittel einzubringen, welches die Färbentwicklung in diesen chemischen Verbindungen verhindert oder beträchtlich verlangsamt. Es ist auch zweckmäßig, daß das gewählte Stabilisierungsmittel oder Inhibitionsmittel in einem frühen Stadium, z.B. nach der Gewinnung des frisch destillierten £-Caprolactons, hinzugefügt wird.
* "inititated"
209827/1081
216ÜA05 Jl·
Es ist bereits vorgeschlagen worden, die ^.-Caprolactone gegen unerwünschte Färb entwicklung zu stabilisieren, v;obei kleine Mengen an Trialkylphosphiten, wie z.B. Tridecylphosph.it, gegebenenfalls mit einem alkylierten Phenol, wie z.B. 2,6-Ditert-butyl-4-methylphenol, einzubringen. Wenn auch das so stabilisierte £-Caprolacton über längere Zeiträume hinweg nur eine geringe Färbentwicklung aufweist, so ist gefunden worden, daß die physikalischen Eigenschaften der daraus hergestellten Polyurethanprodukte oftmals beeinflußt wurden. Man nimmt an, daß das Trialkylphosphit Stabilisierungsmittel hydrolysiert, wobei man kleine Mengen an Phosphorsäure und andere Phosphor enthaltende Säuren in dem Lactonmonomeren und/oder " polymeren Derivat davon erhält, was schließlich in dem Polyurethan-Endprodukt zu geringeren oder beträchtlich schlechteren Eigenschaften führt. Es wurde auch ein Überwachungssystem zur Bestimmung der Gesamtmenge des in dem Monomeren anwesenden Phosphorgehalts sowie der Menge an aktivem Trialkylphosphit-Stabilisierungsmittel darin als Maßnahme vorgeschlagen, um die Menge der phosphorhaltigen Säuren, die während eines bestimmten Zeitraumes hydrolysiert wurde, festzustellen. Ein derartiges System birgt offensichtliche wirtschaftliche und praktische Nachteile in sich.
Erfindungsgemäß wurde nun gefunden, daß eine inhibierende Menge | einer Triorganophosphinverbindung oder Triorganophosphinitverbindung, die in die monomeren Lactone, z.B. £.-Caprolactone, eingebracht wurde, solchen Monomeren einen auch für den Fachmann überraschenden Grad an Farbbeständigkeit vermittelt. Ferner weisen initiierte Polycaprolactonpolyole, die aus solchen stabilisierten Lactonmonomeren hergestellt wurden, gleichfalls diese Beständigkeit gegenüber unerwünschter Farbentwicklung auf.
Die Erfindung umfaßt die Verwendung einer wirksamen Menge der Triorganophosphin- oder Triorganophosphinit-Verbindung der Y/ahl, um so Beständigkeit gegenüber der Farbentwicklung zu verleihen. Mit dem hier verwendeten Ausdruck "wirksame Menge" ist gemeint, daß die Menge der Triorganophosphin- oder Triorganophosphinit-
209827/1081
Verbindung - wenn sie zu dem Lactonmonomeren- hinzugefügt wurde - ausreicht, die Färbentwicklung wirksam zu hemmen, wobei ein Mittel geschaffen wird, durch das das Lactonmonomere praktisch farblos bleibt. Mit anderen Worten verhindert die v/irksame Menge des Inhigitionsmittels oder Stabilisierungsmittels der Wahl tatsächlich ein nennenswertes Ansteigen des Farbwertes in Beziehung auf die Standard-Gardner-Farbskala, d.h. sie verhindert einen Wechsel der Farbe des Lactonmonomeren von farblos zu einem deutlich gelben Farbton,Die Verfahren zur Inhibierung oder Stabilisierung organischer Verbindungen im allgemeinen sind dem Fachmann gut bekannt, und die zu ver- ψ wendende Menge wird zu einem beträchtlichen Ausmaß von der Wahl und Konzentration der Phosphin- oder Fhosphinit-Verbindung, dem Lactonmonomeren der Wahl, dem speziellen Endprodukt, das aus den stabilisierten Monomeren hergestellt werden soll,und anderen Faktoren bestimmt.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer neuen Zusammensetzung, die eine Lactonverbindung und eine Triorganophosphinverbindung oder Triorganophosphinitverbindung als Farbinhibitionsmittel dafür umfaßt, insbesondere einer neuen Zusammensetzung, die ein 6 -Caprolacton, das wirksam gegen eine unerwünschte Färbentwicklung während der Lagerung und beim Transport stabife lisiert ist, umfaßt. Bine weitere Aufgabe besteht in der Schaffung neuer stabilisierter Caprolactone und initiierter PoIycaprolactonpolyole, die zu einer großen Vielzahl von Polyurethanprodukten mit guten physikalischen und mechanischen Eigenschaften weiterverarbeitet werden können. Ferner soll ein neues Verfahren zur Stabilisierung von Caprolacton geschaffen werden, wobei in dieses eine v/irksame Menge einer Triorganopho sphinverbindung oder Triorganophosphinitverbindung, die noch beschrieben v/erden, eingebracht wird.
Die monomeren Lactone, die bei Durchführung der Erfindung in Frage kommen, sind diejenigen i), die aus Kohlenstoff-, Viasserstoff- und Sauerstoffatomen zusammengesetzt s.ind, wobei diese Sauerstoffatome in Form der Estergruppe Mq_ anwesend sind;
209827/1081
BAD ORIGINAL
ii) die etwa 5 bis 7 Kohlenstoffatome im Ring enthalten, der diese Estergruppe besitzt; iii) die frei von äthylenisch und acetylenisch ungesättigten Bindungen sind; und iv) etwa 0 bis 3 Alkyl- und/oder Alkoxy-Substituenten enthalten, die an die Kohlenstoffatome dieses Ringes gebunden sind, wobei jeder dieser Substituenten vorzugsweise nicht mehr als etwa 4 Kohlenstoff atome enthält.
Zu solchen Lactonmonomeren zählen beispielsweise die unsubstituierten und vorzugsweise niedermolekularen Alkyl- oder i Alkoxy-substituierten Lactone, wie z.B. £-Caprolacton; ^b-Methylcaprolacton; T-Methyl- £-caprolacton; S-Methyl-£-caprolacton; (3 -Äthyl-£-caprolacton; Tf , £-Dimethyl- £-caprolacton; (J t S > J-Trimethyl- £-caprolacton; <£ -Methyl- S -äthyl-g, -caprolacton; 'y'-Isopropyl- £-caprolacton; ß-n-Hexyl- £,-caprolacton; ß>-Methoxy-^,-caprolacton;TT-Äthoxy-£-caprolacton; 5-Methoxy-T'-äthoxy- £-caprolacton und dergl.
Andere bekannte Lactone, wie z.B. die t, -Enantholactone und fy-Caprylolactone, können auch erfindungsgemäß stabilisiert werden. Mischungen von monomeren Lactonen sowie die initiierten Polycaprolactonpolyole können auch gegen unerwünschte Farbentwicklung wirksam stabilisiert werden. "
Die Triorganophosphinverbindungen und Triorganophosphinitverbindungen, die bei der Durchführung der Erfindung geeignet sind, sind diejenigen i) die frei von äthylenisch ungesättigten Bindungen (Iir^C=^^^) und acetylenisch ungesättigten Bindungen (— C = C ) sind; ii) in denen jede Organogruppe aus
Kohlenstoff-, Wasserstoff- und Sauerstoffatomen zusammengesetzt ist und iii) bei denen jede Organogruppe zweckmäßig nicht etwa 18 Kohlenstoffatome überschreitet. Zu geeigneten Triorganophosphinverbindungen und Triorganophosphinitverbindungen zählen beispielsweise die Triarylphosphine, die Trialkylphosphinc, die O-Alkyldiarylphosphinite, die Trialkylphosphinite und dergl. Zu typischen Verbindungen zählen Triphenylphosphin, Trinaphthyl-
209827/1081
_6_ 216Ü405
phosphin, Tritolylphosphin, n-Butyldiphenylpbosphin, Tri-nbutylphosphin, Tri-n-octylphosphin, O-n-Propyldiphenylphosphinit, O-n-Octylditolylphosphinit, O-(2-Äthylhexyl)diphenylphosphinit und dergl. Die Triarylphosphine, wie z.B. Triphenylphosphin,und die O-Alkyldiarylphosphinite, wie z.B. O-Octyldiphenylphosphinit, werden bevorzugt.
Die erfindungsgemäß verwendbaren Triorganophosphinverbindungen bzw. Triorganophosphinitverbindungen enthalten als Arylsubstituenten vorzugsweise eine Phenyl- oder Naphthylgruppe und als Alkylsubstituenten eine solche, die etwa 1 bis 8 Kohlenstoff- W atome enthält.
Wie bereits ausgeführt, sieht die Erfindung eine wirksame Menge der Triorganophosphinverbindung oder Triorganophosphinitverbindung vor.Im allgemeinen ist eine Konzentration von etwa 0,0001 und darunter bis etwa 1,5 Gew.-Sß und darüber, bezogen auf das Gewicht des monomeren Lactons oder Polyolderivats, geeignet. Eine bevorzugte Konzentration beträgt etwa 0,005 bis 0,5 Gew.-?6. Das Inhibitionsmittel wird zweckmäßig zu den frisch destillierten monomeren Lactonen, oder während oder sofort nach der Herstellung der initiierten Polylactonpolyole gegeben. Die Herstellung solcher Polyole wird in der Literatur, z.B. den Φ US-Patentschriften Nr. 3 169 945 und 3 284 417, gut beschrieben. Ein bevorzugtes Zugabeverfahren besteht darin, daß das Inhibitionsmittel zu dem Lacton oder Polyol unter einer inerten Atmosphäre, wie z.B. Stickstoff, hinzugefügt wird. Zweclcmäßig wird gerührt, um eine einheitliche,homogene Mischung zu erhalten.
Gegebenenfalls kann eine Mischung einer Triorganophosphinverbindung und einem alkylierten Phenyl zur Stabilisierung oder Inhibierung einer unerwünschten Färbentwicklung in den Lactonverbindungen verwendet werden. Zu in Frage kommenden Phenolen zählen die sogenannten "gehinderten" Phenole, die in der US-Patentschrift 3 274 216 und anderswo beschrieben werden, wie z.B. die 2,6-Dialkylphenole, z.B. 2,6-Di-tert-butyl-4-methyl-
209827/1081
7 216Ü405
phenol. Es -ist festgestellt worden, daß jedoch eine Mischung aus einer Triorganopliosphinitverbindung und einem alkylierten Phenol als Stabilisierungsmittel für Lactonverbindungen weniger wirksam ist, als die Triorganophosphinitverbindung allein. Aus diesem Grunde werden diese letzteren Mischungen nicht bevorzugt. Falls ein alkyliertes Phenol verwendet wird, so liegt dessen Konzentration in der Größenordnung, wie sie bereits bei den Ausführungen, die die Triorganopliosphin- und Triorganophosphinit~Inhibitionsmittel betreffen, beschrieben wurde.
Die folgenden Beispiele dienen zur Erläuterung der Erfindung. In diesen Beispielen wurde als gehindertes Phenol in sämtlichen Fällen 2,6-Ditert-butyl-4-methylphenol verwendet. Teile pro Million (TpM) beziehen sich auf das verwendete Lacton. Alle Teile bezeihen sich auf das Gewicht, falls nicht anders angegeben. Die"Pt.Co."-Farbe wurde entsprechend dem ASTM-Verfahr en D-1209 bestimmt. Das Tetraphenylpolypropylenglykoldiphosphit besitzt die folgende Formel:
00 00
209827/1081
Beispiele 1-3
In jede der drei Druckglasflaschen, die vorher bei 10O0C getrocknet und mit Stickstoff von hoher Reinheit gespült worden waren, wurden 100 g frisch destilliertes £-Caprolacton gegeben. Das frisch destillierte £-Caprolacton besaß einen Farbwert unter 10 Pt-Co.
Die Druckflaschen wurden dann mit den Nummern 1 bis 3 versehen. In Flasche Nr. 1 wurden 0,050 g (500 Teile pro Million) Triphenylphosphin und in Flasche Nr.2 0,050 g (500 Teile pro Million) Triphenylphosphin und 0,100 g (1 000 Teile pro Million) gehindertes Phenol gegeben. Flasche-Nr. 3 wurde als"Vergleichsprobe verwendet und kein gehindertes Phenol oder Triphenylphosphin hinzugefügt.
Die Druckflaschen wurden dann verschlossen und in ein Dampfbad gegeben, das bei 95Oci4oC gehalten wurde. Nach 218 Stunden wurden die Flaschen aus dem Bad entfernt. Die Stabilität der 6-Caprolacton-Proben mit Triphenylphosphin wurde bestimmt, wobei die Farbe des £, -Caprolactons in den Flaschen 1 und 2 mit derjenigen der Vergleichsprobe (Flasche Nr.3) unter Anwendung des ASTM-Verfahrens D-1209-54 verglichen wurde. Die Ergebnisse sind in Tabelle I unten zusammengestellt.
Tab eile I
0,050
0,050
Mol χ
104
TpM Gehindertes TpM
1,98
1,98
500
500
Phenol 1000
Triphenylpho sphin Gramm
0,1000
Flaschen
Nr. (Gramm)
1
2
3
Farbe nach 218 Stunden bei 95°C, Pt-Co
50 60 90
209827/1081
Beispiele 4-6
In jede der drei Druckglasflaschen, die vorher bei 10O0C getrocknet und mit Stickstoff von hoher Reinheit gespült worden waren, wurden 100 g frisch destilliertes £-Caprolacton gegeben. Das frisch destillierte £ -Caprolacton besaß einen Farbwert unter 10 Pt-Co.
Die Druckflaschen wurden dann mit den Nummern 4 bis 6 versehen, In Flasche Nr. 4 wurden 0,062 g (620 Teile pro Million) O-n-Octyldiphenylpho sphinit; und in Flasche Nr.5 0,061 g (610 Teile pro Million) O-n-Octyldiphenylphosphinit und 0,1000 g (1000 Teile pro Million) gehindertes Phenol gegeben. Flasche Nr. 6 wurde als Vergleichsprobe verwendet und enthielt kein gehindertes Phenol oder O-n-Octyldiphenylphosphinit.
Die Druckflaschen wurden verschlossen u.in ein Dampfbad gegeben, das bei 95°C-4°C gehalten wurde. Nach 218 Stunden wurden die Flaschen aus dem Bad entfernt. Die Stabilität der § -Caprolacton-Proben wurde bestimmt,wobei die Farbe des §-Caprolactons in Flasche Nr. 4 und 5 mit derjenigen der Vergleichsprobe (Flasche Nr. 6) unter Anwendung des ASTM-Verfahrens D-1209-54 verglichen wurde. Die Ergebnisse sind in Tabelle II unten zusammengestellt.
Tabelle II
O-n-Octyldiphenylphos- Gehindertes Mol χ
104
,97
,94
TpM Phenol TpM Farbe nach
Std bei 95°
218
C,Pt-Co
phinit 1
1
620
610
Gramm 1000 10
100
90
Flaschen
Nr.
Gramm 0,100
4
5
6
0,062
0,061
209827/1081
- ίο -
Beispiel 7-8
Zwei gleiche Proben frisch destilliertes £-Caprolacton wurden wie folgt stabilisiert: Probe Nr.7 enthielt 313 Teile pro Million Tridecylphospb.it und 30 Teile pro Million gehindertes Phenol; und Probe Nr.8 enthielt 158 Teile pro Million Triphenylphosphin und 34 Teile pro Million gehindertes Phenol. Die beiden Proben enthielten praktisch die gleiche Phosphormenge auijmolarer Basis.
Probe Nr. 7 und 8 wurden in Behältern aus braunem Glas gelagert, die 3 Wochen lang unter Stickstoff gehalten wurden. Nach dieser Zeit wurden die stabilisierten £ -Caprolactone der Proben Nr. 7 und 8 bei der Herstellung von zwei Ansätzen von initiierten Polycaprolactondiolen mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von etwa 2 000 verwendet. Die Farben der entstandenen Polycaprolactondiole wurden dann verglichen. Die Werte sind in Tabelle III unten angegeben.
Die zuvor genannten initiierten Polycaprolactondiole wurden wie folgt hergestellt: Ein Reaktionskolben, der mit einem Rührer, Thermometer, Stickstoffeinlaßrohr und Rückflußkühler ausgestattet war, wurde mit 165 Teilen £ -Caprolacton, 10 Teilen Diäthyleriglykol als Initiierungsmittel und 0,01 Teilen Zinn-II-dioctanoat als Katalysator beschickt. Die entstandene Mischung wurde auf etwa 195 C während 12 Stunden unter einer trocknen Stickstoffatmosphäre erhitzt. Man erhielt initiiertes PoIycaprolactondiol mit einer Hydroxylzahl von etwa 55, einer Säurezahl unter 0,5 und einem Schmelzbereich von etwa 45 bis 55°C.
Tabelle III Nr. Stabilisierungsmittel Diol-Farbvrert
7 Tridecylphosphit/Gehindertes Phenol 35 Pt-Co
8 Triphenylphosphin/Gehindertes Phenol 30 Pt-Co
209827/1081
Beispiele 9-12
A. In üblicher Weise erhaltenes frisch destilliertes /S. -Caprolacton wurde zur Herstellung von 4 gleichen Proben verwendet, die wie in Tabelle IV unten dargelegt, stabilisiert .wurden.
Tabelle IV
Probe Nr. £-Caprolacton Stabilisierungs- Gehindertes
mittel Phenol (2)
9 3592 g (n-C10H21)3P 0,32 g
(3,23 g)
10 3592 g 03P (1,795 g) 0,32 g
11 3592 g (1) (3,23 g) 0,32 g
12 3592 g — 0,32 g
Als Stabilisierungsmittel wurde Tetraphenylpolypropylen-
glykoldiphosphit verwendet, das durch Umsetzung von Polypropylenglykol mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von 425 mit Diphenylphosphortrichlorid hergestellt wurde.
2,6-Di-tert-butyl-4-methylphenol.
B. Die Proben 9 bis 12 wurden dann als Reaktionsteilnehmer bei der Darstellung von initiierten Polycaprolactondiolen mit einem durchschnittlichen Molekülargewicht von etwa 2 000 verwendet. Die Verfahrens- und Arbeitsbedingungen waren bei all diesen wie folgt durchgeführten Versuchen praktisch identisch.Bei jedem der 4 Versuche wurde β-Caprolacton (3592 Teile, Proben Nr.9 bis 12 oben) und Diäthylenglykol (208 Teile) in einen Glaskessel geschickt, der mit einem Rührer, einem Thermometer, einer Sinterglaseinleitungsvorrichturig ("sparger") und Einleitungs- bzw. Ableitungsrohren für den Stickstoff, der während dieser Versuche anwesend war, ausgestattet war. Die entstandene
209827/1081
BAD ORIGINAL
Lösung wurde auf 130 C erhitzt,und bei dieser Temperatur wurden 0,04 Teile Zinn-II-dioctanoat als Katalysator hinzugefügt, wonach die Temperatur auf etwa 185 bis 19O0C ansteigen gelassen wurde. 4 Stunden nach der ersten Katalysatorzugabe wurden zusätzlich 0,04 Teile Zinn-II-dioctanoat hinzugefügt. Die Reaktionsmischung wurde auf 185 bis 190°C gehalten, bis die Säurezahl und die Viskosität davon in etwa konstant blieben. Die Reaktionsgesamtzeit betrug 13 Stunden. Die so erhaltenen initiierten Polycaprolactondiole besaßen Hydroxylzahlen von etwa 56 und Säurezahlen unter 0,05.
C. Die vier nach dem unter B angegebenen Verfahren hergestellten initiierten Polycaprolactondiole wurden zur Herstellung der Vorpolymerisate verwendet. Die Verfahrens- und Arbeitsbedingungen waren in allen Fällen praktisch gleich. Bei diesen vier Versuchen wurden 500 Teile initiiertes Polycaprolactondiol (Nr. 9 bis 12) in einem Reaktionsgefäß, das unter einer Stickstoffatmosphäre gehalten wurde, eine Stunde lang auf 70°C^5°C erhitzt. 93 Teile einer isomeren Mischung von 2,4- und 2,6-Toluoldiisocyanat (80/20) hinzugefügt,und die Temperatur der entstandenen Mischung wurde auf 90°C-5°C ansteigen gelassen und bei dieser Temperatur 3 Stunden gehalten. Man erhielt ein Isocyanat-Endgruppen-aufweisendes Produkt, d.h. ein Vorpolymerisat, mit einem Gehalt an freien Isocyanatgruppen von k% und einem Schmelzpunkt von etwa 47 bis 48 C.
D. Aus jedem der vier Vorpolymerisate nach C wurde unter Anwendung der folgenden praktisch identischen Verfahren und Bedingungen Gießelastomere hergestellt. 210 Teile des Vorpolymerisats wurden in ein Reaktionsgefäß gegeben und bei einer Temperatur von 95 C-5 C gehalten. Eine Entgasung des Vorpolymerisats wurde bei 2 mm Hg während 30 Minuten bewirkt. Danach wurde der Druck durch Einleitung von Stickstoff in das Reaktionsgefäß auf atmosphärischen Druck ansteigen gelassen. Das Härtungsmittel, 14,5 Teile Methylen-bis(o-chlor-anilin),das auf etwa 1250C erhitzt worden war,wurde dann in das Gefäß gegeben. Die entstandene. Mischung wurde 1 Minute lang wieder in einem
209827/1081
BAD ORIGINAL
- 13 -
Vakuum von 2 mm Hg stark gerührt, wonach die Einleitung von Stickstoff erfolgte, um den Druck erneut auf atmosphärischen Druck ansteigen zu lassen. Die entstandene Lösung wurde dann in Formen gegossen, die bei 1000C gehalten wurden, und in einem Ofen 16 Stunden lang "bei 10O0C gehärtet. Die entstandenen Harnstoff-Urethanelastomeren wurden dann den unten aufgeführten Tests unterworfen.
E. Probestücke der vier Elastomeren nach D wurden hergestellt und Versuche entsprechend des ASTM-Verfahrens D 412-64T, Die C durchgeführt. Die hydrolytische Stabilität dieser Elastomeren f wurde bestimmt, wobei die prozentuale Retention der physikalischen Eigenschaften nach Eintauchen in Wasser bei einer Temperatur von 9O0C während 7 Tagen gemessen wurden. Die Ergebnisse der Bestimmung der hydrolytischen Stabilität sind in Tabelle V unten aufgeführt.
BAD ORIGINAL 209827/ 1081
Tabelle V Prozentuale Retention der physikalischen Eigenschaften
Elastomer 9' ' Elastomer 1o' ' Elastomer 11^ ' Elastomer 12
Modul 152VI/ 90 99
300% Modul 0 82 0 81
Zugfestigkeit 1,33 3,29 0,91 1,,75
Dehnung beim Bruch 34 97 39
to v 'Eine Zahl über 100 bedeutet, daß hydrolytische Zersetzung stattgefunden hat.
Caprolacton, das Tri-n-decylphosphit und gehindertes Phenol enthält.
E--Caprolacton, das Triphenylphosphin und gehinertes Phenol enthält.
£-Caprolacton, das Tetraphenylpoylpropylenglykoldiphosph.it und gehindertes Phenol enthält.
w/ B-Caprolacton, das nur gehindertes Phenol enthält.

Claims (7)

  1. Patentansprüche
    (A Farbstabilisierte Lactonzusammensetzung, die eine Lactonverbindung und eine zur Inhibierung der Färb entwicklung ausreichende Menge einer Phosphor-haltigen Verbindung umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß diese Lactonverbindung
    i) aus Kohlenstoff-, Wasserstoff- und Sauerstoffatomen zusammengesetzt ist, wobei die Sauerstoffatome in Form einer Estergruppe anwesend sind, ii) etwa 5 bis 7 Kohlenstoff atome im Ring enthält, der diese Estergruppe besitzt, iii) frei von äthylenisch und acetylenisch ungesättigten Bindungen ist, iv) nicht mehr als etwa 3 Substituenten enthält, die an die Kohlenstoffatome dieses Ringes gebunden sind, wobei diese Substituenten Alkyl und/oder Alkoxy sind, und daß die Phosphor-haltige Verbindung Triorganophosphinverbindungen und/oder Trio rganopliosphinitverb indungen sind, i) die frei von äthylenisch ungesättigten Bindungen und acetylenisch ungesättigten Bindungen sind, ii) in denen jede Organogruppe aus Kohlenstoff-, Wasserstoff- und Sauerstoffatomen zusammengesetzt ist und iü) jede Organogruppe etwa 18 der Kohlenstoffatome nicht überschreitet.
  2. 2. Farbstabilisierte Lactonzusammensetzung nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet, daß sie als Lactonverbindung ein % S-Caprolacton enthält.
  3. 3. Farbstabilisierte Lactonzusammensetzung nach Anspruch 1-2, dadurch gekennzeichnet, daß die Phosphor-haltige Verbindungen Triarylphosphinverbindungen und/oder O-Alkyldiarylphosphinitverbindungen sind.
  4. 4. Farbstabilisierte Zusammensetzung nach Anspruch, 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß die Konzentration dieser Phosphor-haltigen Verbindung etwa 0,0001 bis 1,
  5. 5 Gew.-^, bezogen auf das Gewicht der Lactonverbindung, beträgt.
    209827/ 1081
    21-60/105
    Γ3, Farb.^ti.bjl j r, j crte Zuiiamuf nsotzun.a nai:]i WLjirmJi i ι, d /rcl'cnnzoioluiet., dab si ο mIü Pho.sphor~halt:i[!;(j V^rbindiuir Trii.)]iniiylplKJS})]iiH enthält.
  6. 6. Farbstabili.-j.ioi'te ZnaanriKninetzung nach Anspruch 1-ί3, docluröjißol'etmr.ciichnei., daß üi(; i'UKa'izlitüi ein olliyl j (.rtf-f. 11IiCiKd
    on ihn lt..
  7. 7. rarbntabili.'sici'te Zusaiamcnaei'^vang naoh Anspruch 1-(.>, dodurci ß(5];(.-nnzciichn(3t, daß sie ^,ij-Di-tert-butyl-A-Hi'. thyl piienoJ nri hält.
    Ü i* H ? 7 / 1 iJ Π i - BAD 0RiQiNAL
DE2160405A 1970-12-07 1971-12-06 Farbstabilisierte Lactonzusammensetzungen Pending DE2160405B2 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US9597570A 1970-12-07 1970-12-07

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE2160405A1 true DE2160405A1 (de) 1972-06-29
DE2160405B2 DE2160405B2 (de) 1975-07-03

Family

ID=22254453

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE2160405A Pending DE2160405B2 (de) 1970-12-07 1971-12-06 Farbstabilisierte Lactonzusammensetzungen

Country Status (6)

Country Link
US (1) US3752828A (de)
BE (1) BE776298A (de)
CA (1) CA947307A (de)
DE (1) DE2160405B2 (de)
FR (1) FR2117444A5 (de)
GB (1) GB1374819A (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0019771A1 (de) * 1979-05-23 1980-12-10 Degussa Aktiengesellschaft Stabilisierung von Caprolactonen
WO1998002480A1 (de) * 1996-07-15 1998-01-22 Brussels Biotech Verfahren zur herstellung aliphatischer polyester
US6166169A (en) * 1996-07-15 2000-12-26 Brussels Biotech Aliphatic polyesters and/or copolyesters and a process for the production thereof

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0019771A1 (de) * 1979-05-23 1980-12-10 Degussa Aktiengesellschaft Stabilisierung von Caprolactonen
US4360682A (en) 1979-05-23 1982-11-23 Deutsche Gold- Und Silberscheideanstalt Vormals Roessler Stabilizing caprolactones with dihydroxybenzenes
WO1998002480A1 (de) * 1996-07-15 1998-01-22 Brussels Biotech Verfahren zur herstellung aliphatischer polyester
US6166169A (en) * 1996-07-15 2000-12-26 Brussels Biotech Aliphatic polyesters and/or copolyesters and a process for the production thereof

Also Published As

Publication number Publication date
GB1374819A (en) 1974-11-20
CA947307A (en) 1974-05-14
DE2160405B2 (de) 1975-07-03
BE776298A (fr) 1972-06-06
FR2117444A5 (de) 1972-07-21
US3752828A (en) 1973-08-14

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3708915C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Lactid
DE1039748B (de) Verfahren zur Herstellung von Polyestern
DE1175874B (de) Stabilisieren von Vinylchloridpolymerisaten
DE2557619A1 (de) Stabilisierte polyaetherpolyole
DE1234703B (de) Verfahren zur Herstellung von optisch aktiven Lactiden
EP0292786A2 (de) Stabilisiertes Neopentylglykol-Polycarbonat
DE2213500B2 (de) Verfahren zur herstellung von linearen, hochmolekularen polyestern
DE1494759A1 (de) Verfahren zur Herstellung elastischer Fasern und Filme
DE1239309B (de) Verfahren zur Herstellung von Estern der Orthophosphorsaeure
EP0363562B1 (de) Vulkanisationsaktivator sowie Verfahren zu dessen Herstellung
DE1108432B (de) Verfahren zur Herstellung von Polyaethylenterephthalat
DE1179710B (de) Verfahren zur Herstellung von hochmolekularen Polyestern der Terephthalsaeure
DE2160405A1 (de)
DE1493317B2 (de) Stabilisierungsmittel fuer epsilon- caprolactone
DE1955902A1 (de) Neue Polyester mit Hydroxylendgruppen,ein Verfahren zu ihrer Herstellung sowie ihre Verwendung bei der Herstellung von Polyurethankunststoffen
DE1187017B (de) Verfahren zur Herstellung von Polyaethern durch Polykondensation von Thiodiglykol
DE10144745A1 (de) Verfahren zur Herstellung aliphatischer Polyester sowie durch das Verfahren erhältliche Polyester
EP0019771B1 (de) Stabilisierung von Caprolactonen
DE1118448B (de) Verfahren zur Erhoehung der Lagerfaehigkeit von Isocyanatgruppen und Urethangruppierungen enthaltenden Kunstharzen
DE2714564A1 (de) Verfahren zur herstellung von cyclischen estern der undecandisaeure
DE2904795C2 (de) Gegen Verfärbung stabilisiertes Isocyanat
DE1493317C3 (de) Stabilisierungsmittel für e- Caprolactone
DE1950553A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Polyaethylenterephthalat
DE68905175T2 (de) Verfahren zur stabilisierung von zyklischen carbonaten.
DE946664C (de) Verfahren zur Herstellung von Polyestern oder Mischestern aus cyclischen 6-gliedrigen Estern