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DE2160152A1 - Verfahren zur herstellung von schmieroel mit hohem viskositaetsindex - Google Patents

Verfahren zur herstellung von schmieroel mit hohem viskositaetsindex

Info

Publication number
DE2160152A1
DE2160152A1 DE19712160152 DE2160152A DE2160152A1 DE 2160152 A1 DE2160152 A1 DE 2160152A1 DE 19712160152 DE19712160152 DE 19712160152 DE 2160152 A DE2160152 A DE 2160152A DE 2160152 A1 DE2160152 A1 DE 2160152A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
solvent
extraction
oil
extracted
hydrocracking
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19712160152
Other languages
English (en)
Inventor
Rene Kress
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Sunoco Inc
Original Assignee
Sun Oil Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Sun Oil Co filed Critical Sun Oil Co
Priority to DE19712160152 priority Critical patent/DE2160152A1/de
Publication of DE2160152A1 publication Critical patent/DE2160152A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G67/00Treatment of hydrocarbon oils by at least one hydrotreatment process and at least one process for refining in the absence of hydrogen only
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G2400/00Products obtained by processes covered by groups C10G9/00 - C10G69/14
    • C10G2400/10Lubricating oil

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

Description

  • B e s c h r e i b u n g Verfahren zur Herstellung von Schmieröl mit hohem Viskositätsindex Die Erfindung bezleht sich auf das Gebiet der Erdölraffination oder -verarbeitung und betrifft insbesondere die Herstellung von Schmierölen mit hohem Viskositätsindex. Die Erfindung ist speziell auf ein Verfahren zum Behandeln eines Schmieröleinsatzmaterials für das hydrierande Cracken oder "Hydrotrenting gerichtet, das die Herstellung von Ölen mit hohem Viskositätsindex und hoher Qualität In höheren Ausbeuten als bisher gestattet.
  • Erfindungsgemäß kann ein hdhorer Viskositätßin(1ex und/ oder eine flexiblere Produktverteilung ersielt werden, als es bisher möglich war. Die erfindungsgemäße Befand lung besteht darin, daß aus dem Ausgangsmaterial fflr das hydrierende Cracken oder Hydrotreating die gegen das hydrierende Cracken widerstantsfähigen Materialien durch Lösungsmittelextraktion entfernt werden.
  • Zum Aufbereiten von Schmierölstocks und anderen Erdölfraktionen zu Schmierölen wurden im Lauf der Zeit zehlreiche verschiedane Verfahren angowendet. Die Verfahren umfaßten im allgemeinen entweder Lösungsmittelextraktion oder Hydrierung, einschließlich hydrierendes Cracken oder Hydrotreating. Beim hydrierenden Cracken wurde das Einsatzmaterial bei einer Temperatur von etwa 343° C und mehr bei hohem Wasserstoffpartialdruck mit einem Katalysator behandelt. In jüngerer Zeit bestand eine erhöhte Nachfrage nach Schmierölen mit hohem Viskositätsindex. Neuere Entwicklungen, speziell der Verfahrenstechniken des hydrierenden Crackens oder "Hydrotreating" haben zu einem erhöhten Interesse au der industriellen Anwendung soleher Hydrierungsverfahren als Methode num Aufarbeiten von Schmierölen geführt, um Schmieröle mit @@höhtem Viskes @tät@inden zu erhalten. Diese Entwicklung ist zumindest teilweise auf die verringerte Ausgiebigkeit natürlicher Quellen zurückzuführen, aus welchen Schmieröle mit hohem Viskositätsindex durch bleiche Verfahren, wie Lösungsmittelextraktion gewonnen werden können.
  • Die Schwierigkeit, diesen Bedarf zu decken, wird durch die ständige Nachfrage nach Schmierölen mit hohem Viskositätsindex mit noch höheren Werten des V.I. verstärkt.
  • Viele Materialien aus der Erdölfraktion, die Nebenprodukte, wie Residuums enthalten, haben beschränkte Verwendbarkeit beispielsweise als minderwertiger Brennstoff und besitzen demnach einen geringen Wert. Bei dem starken Wettbewerb in der Erdölindustrie ist es ein hocherwünschter wirtschaftlicher Vorteil, wenn es ermöglicht wird, geringwertige Materialien zu stark erwünschten und wertvolleren Produkten aufzuarbeiten. Dies trifft besonders dann su, wenn das so erhaltene gewünschte Produkt sonst nur aus relativ beschränkten und such verringernden natürlichen Quellen erhältlich ist.
  • Mit dem hydrierenden Cracken wird d@mnach das Ziel verfolgt, einen höheren Viskositätsindex zu erreichen, als er durch Lösungsmittelextraktion erzielt worden kann oder bei dem gleichen Viskositätsindex höhere Ausbeuten als durch Lösungsmittelextraktion zu erhalton und dabei stets eine hohe Flexibilität der Endprodukte zu gewährleisen.
  • Die genannten Vorteile werden durch das erfindungsgemäße Verfahren erzielt.
  • Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Schmieröl mit hohem Viskositätsindex durch Lösungsmittelextraktion und anschließendes Hydrocracken, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man ein oberhalb 3430 C siedendes Einsatzmaterial für das Hydrocracken in drei Fraktionen zerlegt, die im Bereich von etwa 343 bis 454.4, von etwa 454.4 bis 5380 C und über 5380 C sieden, vor dem Hydrocracken die zwischen 454.4 und 538° C siedende Fraktion mit einem Lösungsmittel extrahiert, das bevorzugte Löslichkeit für Aromaten aufweist, die über 5380 C siedende Fraktion entasphaltiert und mit einem Lösungsmittel extrahiert, das bevorzugte Löslichkeit für Aromaten aufweist, die extrahierten Fraktionen mit der nichtextrahierten Fraktion zusammengibt und die kombinierten Fraktionen unter den Viskositätsindex erhöhenden Bedingungen hydrierend crackt.
  • Nach der erfindungsgemäßen Extraktion mit einem Lösungsmittel, das bevorzugte Löslichkeit für Aromaten besitzt, wird das erhaltene Raffinat vorzugsweise da hydrierenden Cracken bei einer Temperatur im Bereich von etwa 343 bis 441° C, einem Wasserstoffpartialdruck von mindestens ea 105,5 at in Gegenwart eines Ilydrocracking-Katalysators mit einer Raumgeschwindigkeit im Bereich von etwa 0,2 bis 4,0 unterworfen. Der bei dem erfindungsgemäßen Verfahren gleichzeitig erhaltene Extrakt, der sonst die Reaktion des hydrierenden Crackens st6-rend beeinflussen würde, ist ein ausgezeichnetes Spezialöl.
  • Die Qualität des erfindungsgemäßen Produkts wird noch weiter dadurch erhöht, daß man das durch Hydrocracken erhaltene Produkt mit einem Lösungsmittel mehrfach exextrahiert, das bevorzugte Löslichkeit für Aromaten besitzt, wie Furfural. Die Extraktion wird unter solchen Bedlngungen durchgeführt, daß sie die stark selektive Entfernung von Farbkörpern, Farbkörper-Vorstufen, U.V.-absorbierenden Verbindungen und Schlammbildnern gestartet.
  • Wahlweise kann die Qualität des hydrierend gecrackten Produkts durch selektive Hydrierung unter relativ strengen Hydrierungsbedingungen SUr Schmieröl weiter erhöht werden. wodurch Farbkörper, Farbkörper-Vorstufen, U.V.-absorbierende Verbindungen und Schlammbildner in ihrer Menge vermindert werden.
  • Als Ausgangsmaterial für Schmieröl-Hydrocrackverfahren wird typischerweise ein relativ schweres Einsatzmaterial verwendet, das einen hohen Anteil an cyclischen Verbindungen, wie Naphthenen, Aromaten und in den meisten Bällen mehrkernige aromatische Verbindungen oder andererseits Verbindungen mit mehreren kondensierten Ringen oder polycyclische Verbindungen enthält. Typische Einsatzmaterialien sind die nicht pressbaren Destillate, entasphaltierte Rohöle (d.h. Materialien, die natürloch im wesentlichen durch den geeigneten Siedebereich begrenzt sind) sowie gepreßte und nichtgepreßte entasphaltierte Rückstandsöle, die gewöhnlich über etwa 343° C sieden.
  • Wenn auch die Erfindung nicht durch theoretische Erklärungen beschränkt worden soll, wird doch angenommen, daß die bisher aufgestellten Theorien über den Mechanismus der Erhöhung des Viskositätsindex solcher Schmierölfraktionen durch Hydrocracken richtig sind. Nach diesen Theorien wird angenommen, daß die Erhöhung des Viskositätsindex zum großen Teil auf die Sättigung, Ring spaltung und Isomerisierung der polycyclischen Verbindungen in diesen Materialien zurückzuführen ist, wobei aber eine sehr geringe Spaltung dieser Verbindungen in niedrigermolekulare Stoffe stattfindet. Ungeachtet der Tatsache, daß Hydrierung, ftingspaltung und Isomerisierung eine bedeutende Rolle bei der Erhöhung des Viskositätsindex spielen, lassen experimentelle Daten vermuten, daß gewisse Arten aromatischer Verbindungen einen offensichtlich schädlichen Einfluß auf die gesamte Reaktion des hydrierenden Crackens haben. Perner können - im Gegensatz zu den Lehren des bisherigen Standes der Tochnik - erhöhte Ausbeuten eines Schmieröls mit hohera Viskositätsindex aus einigen Rohölen erhalten werden, wenn man einige der aromatischen Verbindungen aus dem Einsatzmaterial des hydrierenden Crackens selektiv entfernt.
  • Es wird angenommen, daß die wichtigsten störenden Verbindungen mehrkernige aromatische Verbindungen mit kondensierten Ringen sind, wenn aüch gewisse andere Stoffe ebenfalls eine störende Wirkung auf die Reaktion der hydrierenden Spaltung ausüben, wenn nicht das Einsatzmaterial zu ihrer Entfernung oder Umwandlung vorbehan delt wird. Die Folgerung, daß mehrkernige Aromaten mit kondensierten Ringen das konventionelle Verfahren der hydrieronden Spaltung stark stören, gründet sich teilweise aus die Beobachtung, daß beim Fraktionieren einer schweren Schmierölfraktion, wie sie typischerweise als Einsatzmaterial für das hydrierende Cracken verwendet wird, die leichte oder Kopffraktion weniger Aromaten mit kondensierten Kernen enthält, als die schweren Fraktion nen, obwohl sie in wesCntlichen den gleichen ProzentgeZ halt an Aromaten aufweist und daß diese Fraktion zu einem sehr guten hydrierend gecrackten Schmierölprodukt führt. Je schwerer die verwendeten Fraktionen werden und Je höher ihr Molekulargewicht, Siedepunkt und Anteil an mehrkernigen aromatischen Verbindungen mit kondensierten Ringen ansteigt, umso schlechter wird das daraus erhaltene hydrierend gecrackte Produkt sowohl hinsichtlich der Ausbeute als auch hinsichtlich der Qualität, wenn nicht gewisse Fraktionen vorher entasphaltiert werden.
  • Dies :cann folgendermaßen erklärt werden: Das Einsatzmaterial für das hydrierende Cracken ist stets ein komplexes Gemisch von Verbindungen, wie es jede Erdölfraktion darstellt und die schwereren Fraktionen enthalten immer ein Gemisch aus mehrkernigen Verbindungen mit kondensierten Ringen verschiedener Typen Gewisse dieser mehrkernigen kondensierten Verbindungen sind leichter spaltbar, als andere. Die Bedingungen des hydrierenden Crackens werden selbstverständlich auf das spezielle Einsatzmaterial abgestellt und grünen sich auf das damit erhaltene Gesatatergebnise Je höher der Anteil der anwesenden, gegen Hydrocracking widerstandsfähigen Verbindungen ist, umso mehr verstärkt man die Verfahrensbedingungen, insbesondere erhöht man die Temperatur, um eine möglichst hohe Ausbeute an Produkt mit hohem Viskositätsindex zu erzielen.
  • Diese allgemeine Angabe ist natürlich so zu verstehen, daß eine Temperaturgrenze existiert, Jenseits der das Einstellen der Stundenraumgeschwindigkeit der Flüssigkeit (LHSV) tatsächlich die Variable ist, die einen guten oder schlechten Einsatz regelt. Durch eine derartige Einstellung der Betriebsbedingungen ist es sicher möglich, einen größeren Anteil der widerstands fähige Materialien aufzuspalten und in aliphatische Substituenten der verbleibenden Ringe oder des verbleibenden Rings überzuführen. Gleichzeitig wird tee doch ein Anteil des Einsatzmaterials, das sich leichter hydrierend spalten läßt, bei den energischeren Reaktionsbadingungen "übergecrackt", die zum Aufspalten größerer Anteile der im Gemisch damit vorliegenden widerstandsfähigen Verbindungen erforderlich sind und angewendet werden. Dieses zu stark gecrackte Material besitzt eine geringe Qualität als Schmieröl (gewöhnlich wegen der zu niedrigen Viskosität) und kompensiert daher den erhöhten Anteil an Produkt mit einem alten Viskositätsindex, das durch die zusätzliche Ringspaltung von widerstandsfähigeren Verbindungen unter den stärkeren Reaktionsbedingungen erhalten wurde. Im allgemeinen überwiegt der Anteil an zu stark gecracktem Produkt aus den leichter spaltbaren oder weniger widerstandsfähigeren Materialien den Anteil aus der Ring öffnung der widerstandsfähigeren Materialien, wodurch die Gesamtausbeute an erwünschtem Schmieröl mit hohem Viskositätsindex verringert wird.
  • Durch Entasphaltieren wird eine merkliche Verbesserung des Verhaltens der schwereren Fraktionen beim hydrierenden Cracken erzielt, zusätzlich zu den bei anderen Reaktionen als Hydrocracken auftretenden. Dies ist deshalb der Fall, weil einige der gegen Ilydrocracken wider standsfähigeren Verbindungen zusammen mit anderen Mater rialien entfernt werden, die eine störende Wirkung völlig verschiedener Art sowohl bei dieser Reaktion als auch bei anderen knoventionellen katalytischen Umsetzungen bei hohen Temperaturen zeigen, wie Metalle, die den Katalysator vergiften und tohlenstoffhaltiges Material, welches zur Bildung merkliches Koksmengen führt.
  • Wenn nun jedoch das schwere Einsatzmaterial für das hydrierende Cracken nicht nur entasphaltiert, sondern zusätzlich einer Lösungsmittelextraktion mit einem Lösungsmittel mit bevorzugter Löslichkeit für Aromaten unterworfen wird, werden zusätzliche Anteile der widerstandsfähigeren Verbindungen selektiv entfernt.
  • Schmierölfraktionen, die leichter sind, als ein konventionelles Einsatzmaterial für das Entasphaltieren, werden ebenfalls durch die erfindungsgemäße Lösungsmittelextraktion verbessert, wenn auch im Bereich von etwa 343 bis 4540 C siedende Fraktionen üblicherweise dieser Behandlung nicht unterworfen werden. Als Ergebnis der Entfernung merkliches Anteile der widerstandsfähigeren Verbindungen aus dem Einsatzmaterial für das hydrierende Cracken wird mindestens einer der nachstehend erwähnten unerwarteten und hoch erwünschten Vorteile erzielt. Zu diesen Vorteilen gehört die Tatsache, daß ein hydrierendes Cracken bei insgesamt weniger strengen Bedingungen ermöglicht wird, daß aus einigen Rohöle ein qualitativ hochwertiges Produkt mit hohem Viskositätsindex in erhöhten Ausbeuten erhalten wird und in allen Fällen eine erllöhbe Flexibilität der Produktverteilung erzielt wird. Zusätzlich werden wirkliche Einsparungen von großer wirtschaftlicher Bedeutung sowohl in der Kapitalinvestition als auch in den Betriebskosten erreicht. Zur Veranschaulichung der verbesserten wirtschaftlichen Bedingungen soll folgende Betrachtung dienen. Eine Temperaturerhöhung von etwa 140 C ist einer Verdoppelung der Raumgeschwindigkeit äquivalent.
  • Bei einem industriellen Vorfahren beträgt die Einsparung an Reaktorkosten und Kosten für die Katalysatorbeschickung allein, die durch Arbeiten bei einer Raumgeschwindigkeit von etwa C5 im Vergleich zu einer Raumgeschwindigkeit von etwa 0,25 bis 0,30 oder durch eine Raumgeschwindigkeit von etwa 1,0 im Vergleich zu einer Raumgeschwindigkeit von etwa 0,5 etc. erzielt wird, mohrere Millionen Dollar. Zwar werden die verringerten Kosten im Aufbau der Vorrichtung für das hydrierende Cracken mindestens teilweise durch die Kosten einer Anlage für die Lösungsmittelextraktion ausgeglichen; die meisten Raffinerien umfassen jedoch bereits solche Extraktionsanlagen oder banöigen eine gewisse Möglichkeit zur Lösungsmittelextraktion für andere Verfahrensatufen. Außerdem wird durch die Lösungsmittelextraktion des Ausgangsmaterials für das hydrierende Cracken die Lebensdauer des Katalysators verlängert und der Wasserstoffverbrauch verringert. Von sehr großer Wichtigkeit für die Erdölaufarbeitung ist außerden die größere Flexibilität der Produktverteilung, die dadurch erzielt wird, daß in jedem Verfahrensgang der Anteil an behandeltem Material und die dabei verwendeten Bedingungen variiert werden können. Dem Fachmann ist die Wichtigkeit der erwähnten Vorteile sowie der erfindungsgemäß erzielbaren, nicht aufgezählten Vorteile ohne weiteres verständlich.
  • Ob durch die erfindungsgemäße IIösungsmittelextraktion des Einsatzmaterials für das hydrierende Cracken ein Produkt mit hohem Viskositätsindex in erhöhter Austeute oder stattdessen ein höherer Viskositätsindex erzielt wird oder ob stattdessen oder zusätzlich andere Vorteile, nämlich eine flexiblere und erwünschte Produktverteilung erhalten wird, hängt zum großen Teil von dem Aromatengehalt des Rohöls ab. Bei Verwendung von Rohölen mit einem Aromatengehalt von beispielsweise etwa 50 % kann im allgemeinen durch vorhergehende Lösungsmittelextraktion keine Erhöhung der Ausbeute erzielt werden und das Produkt kann einen Viskositätsindex aufweisen, der nicht höher als der des chne Extraktion hydrierend gecrackten Produkts ist. Von großer Bedeutung filr die Aufarbeitung solcher Fraktionen sind jedoch die Vorteile, daß unter weniger strengen Verfahrensbedingungen und mit nur einer halb so großen Beladung der Crackapparatur und des Katalysators gearbeitet werden kanri und daß darüber hinaus ein stark vergrößerter Bereich von Endprodukten erzielt werden kann. Wenn andererseits ein, Rohöl mit einem niedrigeren Aromatengehalt von beispielsweise etwa 30 % vor dem hydrierenden Cracken extrahiert wird, erhält man ein Produkt mit hohem Viskositätsindex in erhöhter Ausbeute zusätzlich Zu den obengenannten Vorteilen.
  • Das spezielle erfindungsgemäße Extraktionsverfahren ist sehr variationsfähig im Hinblick auf das oder die dabei verwendeten speziellen Lösungsmittel.
  • Diese Extraktion an sich ist bereits bekannt, da eine umfangreiche Verfahrens technik fdr die Lösungsmittelextraktion sowohl in der Forschung als auch in der technischen Anwendung existiert. Es ist jedoch bisher nicht bekannt, nach dem erfindungsgemäßen Verfahren ein Raffinat eines Rückstands oder ein ähnliches Material unter Bildung eines Schmieröls mit hohem Viskositätsindex hydrierend zu eracken. Zur vollständigeren Beschreibung der Erfindung sollen nachstehend das Extraktionsverfahren, die dazu verwendete Vorrichtung und die Lösungsmittel erläutert worden.
  • Zur Veranschaulichung dienende Beispiele geeigneter Lösungsmittel, auf die das erfindungsgemäße Verfahren Jedoch nicht beschränkt sein soll, sind Furfural, Acetophenon, Phenol, Acetonitril, Nitrobenzol, Anilin, 2,2-Dichlordiäthyläther und Dimethylsulfoxyd und Gemische dieser Verbindungen. Die Auswahl des speziellen Lösungsmittels hängt häufig von verschiedenen Gesichtapunkten und nicht zuletzt von wirtschaftlichen Faktoren ab; im allgemeinen werden jedoch Furfural und Phenol als Lösungsmittel bevorzugt. Wenn es sich nicht um ein Schmieröl oder eine Fraktion mit niederen Asphaltgehalt handelt, soll das Einsatzmaterial vor der Extraktion der Aromaten entasphaltiert werden. Im Fall der Materialien mit niederem Asphaltgehalt, ist das bekannte Duo-Sol-Extraktionsverfahren, bei dem Entssphaltieren und Arcmatenextraktion gleichzeitig durchgeführt werden, sehr zufriedenstellend. Bei dieser Gelegenheit können auch vorteilhaft bekannte Maßnahmen zum Erhöhen der Selektivität für Aromaten angewendet werden. Zu diesem Zweck arbeitet man beispielsweise bei der Extraktion mit Furfural in Gegenwart eines geringen Wasseranteils oder man führt die Extraktion im unteren Teil des geeigneten Temperaturbereichs für das jeweilige Lösungsmittel durch oder man sieht mahrere Extraktionen mit einem niederen Verhältnis von Lösungsmittel zu Öl oder Kornbinationen dieser Maßnahmen vor.
  • Die Extraktionstemperatur und die Desierung des Löaungsmittels sind voneinander abhängig und sowohl die Extraktionstemperatur als auch die Lösungsmitteldosierung hängt wiederum von der Zusammensetzung der zu extrahierenden speziellen Fraktion ab. Die nachstehenden Erläutorungen sind daher im Rahmen dieser Einschränkungen zu verstehen.
  • Die Temperatur sämtlicher Extraktionen muß so eingestellt werden, daß sie unterhalb der Nischungstemperatur des Öls und des Lösungsmittels liegt, damit überhaupt eine extraktive Trennung möglich ist. Gewöhnlich liegt die Temperatur weit oberhalb der Mischungstemperatur, damit ein hoch wirksames Verfahren mit guten Ausbeuten an als Einsatzmaterial für das hydrierende Cracken geeignetem Öl möglich ist. Die untere Temperaturgrense wird z.T. durch den Mließpunkt des entwachsten Einsatzmaterials festgelegt. Wenn das Einsatzmaterial nicht entwachst wurde, wird die Minimaltemperatur der Extraktion durch die Temperatur festgelegt, bei der Feststoffe auftreten. Wenn jed@ch eine zu niedrige Extraktionstemperatur angewendet wird, jst die Extraktion zu selektiv und es müssen Ausgleich@@äßnahmen augewendet werden, wie zusätsliche Extraktionsstufen, da sonst zu stark beschränkte Vorteile erzielt worden. Der Temperoturbereich, der die geeigneten Extraktionstemperaturen für alle Lösungsmittel umfaßt, liegt im allgemeinen zwischen etwa -18 und 188° C. Bei Verwendund von Furfural wird jedoch vorzugsweise eine Temperatur in dem sohmaleren Bereich von etwa 52 bis 163° C angewendet.
  • Viele der im Hinblick auf die Temperatur gemachten Bemerkungen sind gleichermaßen auf das verwendete Ver.
  • hältnis von Lösungsmittel zu öl anwendbar.
  • Das heißt, die Temperatur und das Lösungsmittelverhältnis sind voneinander abhängig und beide hüngen wiederum von dem Einsatzmaterial und insbesondere dessen Siedebereich oder Molekulargowichtsbereich ab. Sowohl ein hohes Verhältnis von Lösungsmittel zu Öl als auch hohe Temporaturen verringern die Wirksamkeit des Verfahrens und führen zu niedrigeren Ausbeuten an Raffinat, das als Einsatzmaterial für das hydrierende Cracken geeignet ist. Solche Bedingungen sollen daher vermieden werdcn. In den meisten Fällen haben sich bei den geeigneten Temperaturen Verhältnisse von Lösungsmittel zu Öl im Bereich von etwa 6 : 1 bis etwa 0,25 : 1 als ge@ignet erwiesen. Bevorzugt werden jedoch Verhältnisse von Lösungsmittel zu Öl von etwa 4 bis 0,8/l.
  • Es wird angonommen, daß eine weitere Erläuterung dieser Variablen unter bezugnahme auf ein Beispiel besser verständlich ist. So wird eine Lagomedio-rohölfraktion, die im Bereich von etwa 454 bis 510° C sledet, vorzugsweise bei einer Temperatur von etwa 93,3 bis 121° C mit einer Lösungsmitteldosierung im Bereich von etwa 1 bis 2 Volumteile Furfural pro Volumtell des behandelten Öls mit Lösungsmittel extrahiert. Die über 5100 C siedende Fraktion des gleichen Rohöls, dla mit Propan entasphaltiert wurde, wird vorsugsweise der Lösungsmittelextraktion bei einer Temperatur ven etwa 107 bis 135° C bei einer Lösungsmitteldosierung von etwa 2 bis 3 Volumteilen Furfural pro Volumteil des behandelten Öls unterworfen. Fraktionen aus anderen Rohölen würden eine Modifizierung der beschriebenen Bedingungen erfordern.
  • Die zu verwendende Vorrichtung ist nicht kritisch, da jede konventionelle Vorrichtung zur Lösungsmittelextraktion angewendet werden kann. Zur Veranschaulichung können beispiclsweise Extraktoren mit rotierenden Schelben, Podbielniak-Reakteren und in Gegenstrom betriebene Füllkörperextraktionskolonnen genannt werden.
  • Wie aus diesen Angaben ersichtlich ist, , kann die Extraktion entweder in einem ansat£weise betriebenen odor einem kontinuierlichen Verfahren durchgeführt werden, wenn sich auch die letztere Arbeitsweise im allgemeinen als tse cemer und wirtschaftlicher erwiesen hat und daher bevorzugt wird.
  • Das Rückstandsöl und die Destillate, die extrahiert wuden, werden dann in eine konventionelle Vcrrichtung zum hydrierenden Cracken von Schmieröl eingeführt und unter Anwendung konventioneller Verfahren hydrierend gecrackt. Anschauliche Beispiele für das Verfahren des hydrierenden Crackens und Modifikationen dieses Verfahrens, auf welche die e Erfindung jedoch nicht be schränkt sein soll, sind in den amerikanischen Patent.= schriften 2,779,771; 2,917,448; 2,960,458: 3,046,218; 3,078,238 und 3,078,221 gegeben. Es muß jedoch berücksichtigt werden, daß die Lehren einiger der genannten Patentschriften doutlich von der Erfindung wegführen, da dort ausgeführt wird, daß das Einsatzmaterial nicht mit einem Lösungsmittel mit bevorzugter Löslichkeit für Aromsten extrahiert werden soll. Es steht im Widerspruck zu den lehren dieser Patentschriften, daß durch eine solche Ertraktion ein verbessertes Ergebnis erzielt werden kann und daß mildere Bedingungen des hydrierenden Crackens in Kombination mit dieser Vorbehandlung durch Extraktion angewendet werden können.
  • Die Lehren dieser Patentschriften habn sich daher in dem Ausmaß als irrtümlich erwiesen, in dem sie sich auf das erfindungsgemäße Verfahren als ganzes beziehen.
  • Es ist außerdem festzustellen, daß die Angaben in dies.en Patentschriften im Hinblick auf die erforderliche Minimalviskosität geeigneter Einsatzmaterialien unrichtig sind.
  • Erfindungsgemäß können Einsatzmaterialien mit einer niedrigen Viskosität von etwa 45 bis 50 SUS bei 990 C verwendet werden. Gemäß dem Stand der Technik sollte Jedoch das Ausgangsmaterial fiir das hydrierende Cracken im allgemeinen einen Viskositätsindex von mindestens etwa 60 und vorzugsweise mindestens etwa 75 aufweisen.
  • Das bevorzugte Verfahren zum hydrierenden Spalten umfaßt das hydrierende Cracken des mit Lösungsmittel extrahierten INaterials bei etwa 343 bis- 440,6, vorzugsweise zwischen 371,4 und 425,70 C bei einem Druck von mehr als etwa 105,5 at, üblicherweise und bevorzugt von mehr als etwa 140,6 at und einer Flüssigkeits-Stundenraumgeschwindigkeit zwischen etwa 0,2 und 4,0, vorzugsweise zwischen etwa 0,4 und 1,5. Die Behandlung des hydrierenden Spaltens wird natürlich in Gegenwart von Wasserstoff an einem Katalysator für das hydrierende Cracken durchgeführt, einem Katalysator, der sowohl Aktivität fiir die Sättigung von Aromaten und die Ringspaltung aufweist. Vorzugsweise wird ein in Gegenwart von Schwefel aktiver Katalysator (Sulfactive catalyst) verwendet, Solche schwefelfeste Katalysatoren enthalten ein Sulfid eines Metalls der VI. Nebengruppe des Periodensystems oder ein Sulfid eines Metalls der Eisengruppe, jedoch vorzugsweise ein Sulfid eines Metalls der VI. Nebengruppe im Gemisch mit einem Sulfid eines Eisengruppenmetalls. So führt beispielsweise ein Nickelsulfid- und Wolframsulfidkafalysator mit einem Verhältnis der Metalle von 1 : 1 bis ß: 1 auf einem Aluminiumoxyd-, Kieselsäure- oder Aluminiumoxyd-Kieselsäure-Träger zu ausgezeichneten Ergebnissen. Hydrocrack-Katalysatoren aus freien Metallen, wie Palladium auf einem Molekularsieb-Träger etc können verwendet werden, werden jedoch weniger bevorzugt.
  • Um das Schmieröl mit hohem Viskositätsindex zu gewinnen, wird der aus dem Hydrocracker entnommene Strom (nötigenfalls ) entwachst und dann durch Destillation in verschieb dene Verschnittohargen zerlegt, typischerweise in Destillate Nr. 1, Nr. 2 und Nr. 4, die sämtlich einen- Viskositätsindex von etwa 100 oder mehr besitzen.
  • Eine sehr wichtige und bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens umfaßt die dreistufige Kombination aus 1, der Lösungsmittelextraktion des Einsatzmaterials für das hydrierende Cracken, 2. dem hydrierenden Cracken des Raffinats, gefolgt von 3. einer zweiten Lösungsmittelextraktion des hydrieren gecrackten Produkts, Die auf das hydrierende Cracken folgende Lösungsmitteiextraktion wird in der amerikanischen Patentanmeldung Serial No. 530,580 vom 28. Februar 1966 von Sheldon B. Thompson beschrieben. Die Lehren dieser Patentanmeldung im Hinblick auf das hydrierende Oracken und die darauf folgende Lösungsmittelextraktion werden erfindungsgemäß angewendet. Zur vollständigeren Beschreibung der Erfindung sollen diese Lehren nachfolgend kurz zusammengefaßt werden.
  • Gemäß der amerikanischen Patentanmeldung Serial Wo. 530, 580 wird das hydrierend gecrackte Schmieröl, das dem hydrierenden Cracken bei einer Temperatur von mehr als 3430 C unterworfen worden ist, mit einem selektiven Lösungsmittel, das bevorzugte Löslickeit für aromatische Verbindungen aufweist, bei einer Temperatur im Bereich von etwa -18 bis 1490 C mehrfach extrahiert. Vorzugsweise wird die Extraktion bei einer relativ niederen Temperatur innerhalb des Jeweils geeigneten Temperaturbereichs durchgeführt. Bei Verwendung von Furfural liegt der Temperaturbereich vorzugsweise bei etwa 26,7 bis 54,40 C und man verwendet ein Verhältnis von Furfural zu Öl im Bereich von etwa 1,25/1 bis 0,5/1 und mindestens 2 und vorzugsweise 3 bis 7 Extraktionsstufen. Diese Extraktion bewirkt eine Verbesserung der Qualität des Öls im Hinblick auf Farbe, Farbstabilität, UV-Absorption und Schlammbildung.
  • Wahlweise kann anstelle der zweiten stabilisierenden selektiven Lösungsmittelextraktion das hydrierend gecrackte Produkt gemäß dem Verfahren der amerikanischen Patentanmeldung Serial No. 694.096 vom 28. Dezember 1967 hydriert werden. Diese Hydrierung wird erfindungsgemäß mit den entsprechenden, dem Fachmann ersichtlichen Abänderungen algewendet. Nach-diesem Verfahren werden die hydrierend gecrackten Schmieröle an einem schwefelfesten Hydrierungskatalysator (sulfactive hydrogenating catalyst), wie einem Sulfid der-Metalle der Gruppe IV B und der-Gruppe VIII des Periodensystems, und vorzugsweise einer Kombination dieser Sulfide hydriert, bei spielsweise in Gegenwart von Nickelsulfid und Molybdänsulfid auf einem Aluminiumoxyd-Träger. Die Hydrierungstemperatur liegt im Bereich von etwa 232 bis 3380 C, vorzugsweise zwischen etwa 301,7 und 329,4° C und der Wasserstoffpartialdruck beträgt mindestens etwa 105,5 at und vorzugsweise etwa 175,8 bis 210,9 at.
  • Das aus der hydrierenden Spaltung kommende Produkt kann natürlich vor Jeder anderen Trennbehandlung insgesamt einer Lösungsmittelextrktion unterworfen werden, oder die Extraktionen können getrennt an getrennten Fraktionen des hydrierend gecrackten Produkts durchgeführt werden, beispielsweise an einer Fraktion, die einem 100-Neutralöl, einem 200-Neutralöl, einem 500-Neutralöl und einem "Bright Stock" (Rückstandsschmieröl) entspricht.
  • Entsprechend kann die erfindungsgemäße Lösungsmittelextraktion vor dem hydrierenden Cracken an dem gesamten Einsatzmaterial für das bydrierende Cracken vor der Trennung in entsprechende Einsatzfraktionen durchgeführt werden, oder man kann die erfindungsgemäße Extraktion getrennt an jeder Fraktion des Einsatzmaterials durchführen. Selbstverständlich kann erfindungsgemäß Jede beliebige Kombination von Extraktionen an dem gesamten Öl oder an getrennten Schmierölfraktionen vor und nach dem hydrierenden Cracken durchgeführt werden.
  • Eine bevorzugte Ausführungsform umfaßt eine Extraktion an getrennten Schmierölfraktionen vor dem hydrierenden Cracken und eine darauf folgende Extraktion des hydrierend gecrackten Produkts als Gesamtheit. Didse spezielle Verfahrensweise stellt eine besonders bevorsugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens dar und wird unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert.
  • Die Pigur ist die schematische Darstellung eines Pließschemas, welches die wichtigsten Verfahrensschritte und ihre Folge entsprechend dieser bevorzugten Ausführungsform der Erfindung zeigt.
  • Gemäß der Figur wird ein Rohöl durch Leitung 1 in eine konventionelle atmosphärische Destillationsapparatur 2 eingeführt und von leicht siedenden Anteilen bis etwa 371,4° C befreit. Das ge#toppte Rohöl wird über Leitung 3 einer konventionellen Vakuumdestillationsapparatur 4 zugeführt und in drei Fraktionen zerlegt. Die drei Fraktionen sieden in dem Bereich von etwa 371,4 bis 454,4° C, etwa 454,4 bis 538° C und der Rückstand enthält schließlich alle über etwa 5380 C siedenden Stoffe. Der Rückstand wird über Leitung 5 in den Entasphalter 6 eingeführt und dort mit Hilfe von Propan entasphaltiert. Das entasphaltierte Öl wird dann über Leitung 6 in eine Furfural-Extraktionsstufe 8 eingeführt, in der relativ widerstandsfähige Stoffe entfernt werden. Die Nittelfraktion wird über Leitung 9 einer ähnlichen Furfural-Extraktionsstufe 10 sugeführt, in der relativ widerstandsfähiges Material entfernt wird. Anstelle der Verwendung von zwei Extraktionseinrichtungen können beide der genannten Extraktionen in der gleichen Vorrichtung durchgeführt werden0 Vorzugsweise werden jedoch die Einsatzmaterialien abwechselnd in die Vorrichtung eingeführt und die Raffinate kombiniert, nachdem die Extraktionen getrennt durch geführt worden sind, wenn sie später gemeinsam verarbeitet werden sollen.
  • Wie aus der Figur ersichtlich ist, wird das aus 8 stammende Raffinat über Leitung 11 in Leitung 13 eingeführt, wo es mit dem Raffinat aus 10 vermischt wird, welches über Leitung 12 zur Leitung 13 geführt wird. Beide Raffinate werden in Leitung 13 mit dem nicht extrahierten Destillat des Siedebereiches von etwa 371,4 bis 454,4° C vermischt, welches über Leitung 14 zufließt. Die kombiaterten und vermischten Einsatzmaterialien werden dem Hydrocracker 15 zuge.leitet, in dem sie unter Bedingungen hydrierend gecrackt werden, die innerhalb des Bereichs der konventionellen Bedingungen des hydrierenden Spaltens liegen (z.B. bei einer Temperatur im Bereich von etwa 371,4 bis 427° C, einem Wasserstoffdruck von etwa 140,4 bis 210,9 at, einer Raumgeschwindigkeit des flüssigen Einsatzmaterials von etwa 0,4 bia 1,5 Volumteilen Einsatzmaterial pro Volumteil Katalysator pro Stunde, in Gegenwart eines Nickelsulfid-Wolframsulfid-Katalysators mit einem Verhältnis der Metalle von etwa 4 : 1 auf einem Aluminiumoxyd-Kieselsäure-Träger). Diese konventionellen Bedingungen des hydrierenden Spaltens werden Jedoch-so-eingestellt, daß sie milder sind, als bei Verwendung eines nicht mit Lösungsmittel extrahierten Einsatzmaterials. Das aus dem hydrierenden Spalten -stammende Produkt wird über Leitung 16 einer atmosphärischen Destillationsapparatur 17 zugeführt, wo es auf etwa 343,30 C gestoppt wird und dann über Leitung 18 in den Entwachser 19 eingeführt.
  • Das entwachsto.Produkt wird über Leitung 20 in die Purfural-Extraktionsvorrichtung 21 geführt. Bei der in 21 durchgeführten Furfural-Extraktion werden Gesamtbedingungen angewendet, die wesentlich verschieden von denen in 8 und 10 angewendeten Bedingungen sind. Diese Extraktion wird sehr schwach und selektiv durchgeführt, so daß im wesentlichen nur solche Verbindungen entfernt werden, deren Abtrennung zum Erzielen von stabilen Eigenschaften erforderlich ist (vor allem zum Erzielen von UV-Beständigkeit in Gegenwart von Sauerstoff, Verfärbungsbeständigkeit und Schlammbildungsbeständigkeit).
  • Die Extraktion wird mit einem minimalen Ölverlust beispielsweise in der Größenordnung von etwa 2 % durchgeführt. Bevorzugte Bedingungen sind die im Zusammenhang mit der amerikanischen Patentanmeldung Serial No, 550y 580 genannten Bedingungen.
  • Das stabilisierte Raffinatöl wird über Leitung 22 der abschließenden Vakuumdestillatiensapparatur 23 zuge führt, wo leichte Materialien mit niedrigeren Viskositäten als Schmieröle erhalten werden (wenn sie nicht gasförmig sind). Die Destillation wird so durchgeführt, daß die gewünschten Verschnitt-Schmierölchargen erhalten werden, beispielsweise ein 70-Neutralöl und ein Bright Stock (Rückstandsöl).
  • Selbstverständlich können im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Verfahren auch andere Verfahrenstechniken angewendet werden, wie die Rückführung von Fraktionen gegebenenfalls zur weiteren Aufbereitung (mit der üblichen Ausbeuteverringerung aufgrund des Aufbereitens).
  • Beispiel Eigenschaften des Rohöls Dichte, APIO 32.9 Schwefel, Gew.-% 1.26 SUS/37.8° C 52.7 Fließpunkt, °C -34.4 O.D.-Farbe 22270 Die angegebene Charge wurde vakuumdestilliert und die schwerste Fraktion (etwa 23 % des rohen Einsatzmaterials) wurde mit Propan entasphaltiert (Ölausbeute etwa 50 %), wobei die folgenden Fraktionen erhalten wurden: Siedebereich Leichte Vakuumdestillat-Fraktion etwa 412,8 bis 457° C Schwere Vakuumdestillat-Fraktion etwa 457 bis 513° C Entasphaltiertes Öl etwa 513° C und darüber Ein Teil der schwerer Vakuumdestillat-Fraktion und des entasphaltierten Öls wurden unter folgenden Bedingungen mit Furfural extrahiert: Dosierung Temperatur Ausbeute des Lö- an Raffisungs- nat mittels Schwere Vakuumdestillat-Fraktion 150 % 104,4° C etwa 69 % Entasphaltiertes Öl 300 % 104,4° C etwa 80 % Diese Fraktionen zeigten folgende Eigenschaften: nicht extrahiert extrahiert Gew.% API- Conradson- Gew.% API-Aroma- Dichte Rückstand Aroma- Dichte ten 15,6°C ten 15,6°C Schwere Vakuumdestillat-Fraktion 50.4 21.9 --- 37.0 29.0 Entasphaltiertes Öl 52.4- 22.0- 1.8- ---- 25.6 52.8 22.3 1.98 Diese materialien wurden in folgender Weise miteinander vermischt, um vergleichbare Einsatzmaterialien zum hydrierenden Cracken zu erhalten: Versuch Nr. 1 Versuch Nr.2 Leichte Vakuumdestillat-Fraktion, % 23.8 29.2 Schwere Vakuumdestillat-Fraktion, % 28.7-Entasphaltiertes öl, % 47.5-Extrahierte schwere Vakuumdestillat-Fraktion, % ---- 24.2 Extrahiertes entasphaltiertes Öl, % ---- 46.6 Diese Gemische hatten folgende Eigenschaften: API-Dichte, 15,6° C 23.3 27.7 Siedebeginn 694 706 5 % 755 762 10 % 784 791 50 % 917 940 Siedeende 1030 1030 Vorlage, % 75 67 Conradson-Rückstand, Gew.-% 1.0-Viskosität/37,8° C 41.13 35.47 Viskosität/98,9° C 16.14 14.74 Die vermischten Chargen wurden folgendermaßen hydrierend gecrackt: Versuch Nr. 1 Versuch Nr.2 Katalysator Nickelsulfid-Wolframsulfid mit Verhältnis der Metalle von etwa 1 : 1, der gleiche auf Kieselsäure-Aluminiumoxydträger durchschnittliche Katalysatortemperatur 755 ebense Raumgeschwindigkeit (Vol/Std/Vol) 0.5 1.0 Wasserstoffdruck 2500 ebenso Wasserstoffverbrauch (100 % reiner H2) SCF/BBL (1/5,06 1) 1000 800 Es wurden folgende Ergebnisse, bezogen auf entwachstes material, erhalten: Ausbeute, in Vol-% des Einsatzmaterials 39.4 45.7 ausbeute, in Vol-% des ursprünglichen Rohöls 9.6 9.1* VI-Bereich 105-115 102-110 *Der Versuch ergab verbältnismäßlig wenig Material entsprechend einem 100-Eeutralöl und es konnte daher ein größerer Anteil des Rohöls hydrierend gecrackt werden und inshesondere leichte Materialien ohne Nachteil zugesetzt werden.
  • Patentansprüche

Claims (9)

  1. P a t e n t a n s p r ü c h e Verfahren zur Herstellung von Schmieröl mit hohem Viskositätsindex durch Lösungsmittelextraktion und anschließendes Hydrocracken, nach Hauptpatentanmeldung P 19 30 607.1, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß man ein oberhalb 3430 C siedendes Einsatzmaterial für das Hydrocracken in drei Fraktionen zerlegt, die im Bereich von etwa 343 bis 454.4, von etwa 454.4 bis 5380 C und über 5380 C sieden, vor dem Hydrocracken die zwischen 454.4 und 538° £ siedende Fraktion mit einem Lösungsmittel extrahierti das bevorzugte Löslichkeit für Aromaten aufweist, die über 558o C siedende Fraktion entasphaitiert und mit einem Lösungsmittel extrahiert, das bevorzugte Löslichkeit für Aromaten aufweist, die extrahierten Fraktionen mit der nichtextrahierten Fraktion zusammengibt und die kombinierten Fraktionen unter den bis kositätsindex erhöhenden Bedingungen hydrierend crac?:t.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß man die Lösungsmittelextraktion bei einer Temperatur im Bereich von -17.8 bis 176.7° C bei einem Verhältnis von Lösungsmittei zu Öl im Bereich von etwa 6/1 bis 0.25/1 durchführt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch g e k e n n z e i zu c h n e t, daß man ein Verhältnis Lösung@mittel zu öl von etwa 4/1 bis 0.8/1 anwendet.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t , daß man das hydrierende Cracken bei einer Temperatur im Bereich von etwa 343 bis 440.6° C und einem Wasserstoffpartialdruck von mindestens etwa 105.5 at in Gegenwart eines Hydrocracking-Katalysators mit einer Stundenraumgeschwindigkeit von etwa 0.2 bis 4.0 durchführt
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t , daß man als Einsatzmaterial für das hydrierende Cracken eine oberhalb 3430 C siedende Schmierölcharge mit einem Viskositätsindex von mindestens etwa 75 verwendet.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, d a d u- r c h g e -k e n n z e i c h n e t , daß man als Lösungsmittel für die Extraktion des Einsatzmaterials für das hydrierende Cracken Acetophenon, Acetonitril, Nitrobenzol, Anilin, 2,2-Dichlordiäthyläther, Dimethylsulfaxyd und insbesondere Furfural oder Phenol verwendet
  7. 7. Verfahren nach Anspruch bis 6, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t , daß man als lösungsmittel für die Extraktion des Einsatzmaterials für das hydrierende Cracken Furfural verwende+ und die Extraktion bei einer Temperatur im Bereich von etwa 51.7 bis 162.8° C durchfüfir t,
  8. 8. Verfahren nach Anspruch 1 bis 7, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t , daß man das erhaltene hydrierend gecrackte Produkt unter Bedingungen zur selektiven Extraktion von Farbkörpern, Farbkörper-Vorstufen, UV-absorbierenden Verbindungen und Schlammbildnern mit einem Lösungsmittel extrahiert, das bevorzugte Löslichkeit für Aromaten aufweist.
  9. 9. Verfahren nach Anspruch 1 bis 8, dadurch g e k e n n -z e i c h-n e t , daß man das erhaltene, hydrierend gecrackte Produkt unter relativ strengen Bedingungen zur Schmierölhydrierung selektiv hydrisert.
    L e e r s e i t e
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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