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DE2153016B2 - Verfaren und Recheneinrichtung zum Bestimmen der Drehimpulsrichtung einer mit konstanter Drehzahl rotierenden, elektrostatisch gelagerten Kugel - Google Patents

Verfaren und Recheneinrichtung zum Bestimmen der Drehimpulsrichtung einer mit konstanter Drehzahl rotierenden, elektrostatisch gelagerten Kugel

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DE2153016B2
DE2153016B2 DE2153016A DE2153016A DE2153016B2 DE 2153016 B2 DE2153016 B2 DE 2153016B2 DE 2153016 A DE2153016 A DE 2153016A DE 2153016 A DE2153016 A DE 2153016A DE 2153016 B2 DE2153016 B2 DE 2153016B2
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DE
Germany
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signal
signals
electrodes
computing device
circuit
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Application number
DE2153016A
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English (en)
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DE2153016A1 (de
DE2153016C3 (de
Inventor
Joseph Clinton Whittier Boltinghouse
Frank Martin Santa Ana Pelteson
John Carver Anaheim Pinson
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Boeing North American Inc
Original Assignee
North American Rockwell Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by North American Rockwell Corp filed Critical North American Rockwell Corp
Publication of DE2153016A1 publication Critical patent/DE2153016A1/de
Publication of DE2153016B2 publication Critical patent/DE2153016B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2153016C3 publication Critical patent/DE2153016C3/de
Expired legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01CMEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C19/00Gyroscopes; Turn-sensitive devices using vibrating masses; Turn-sensitive devices without moving masses; Measuring angular rate using gyroscopic effects
    • G01C19/02Rotary gyroscopes
    • G01C19/04Details
    • G01C19/28Pick-offs, i.e. devices for taking-off an indication of the displacement of the rotor axis
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16CSHAFTS; FLEXIBLE SHAFTS; ELEMENTS OR CRANKSHAFT MECHANISMS; ROTARY BODIES OTHER THAN GEARING ELEMENTS; BEARINGS
    • F16C32/00Bearings not otherwise provided for
    • F16C32/04Bearings not otherwise provided for using magnetic or electric supporting means
    • F16C32/0404Electrostatic bearings
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16CSHAFTS; FLEXIBLE SHAFTS; ELEMENTS OR CRANKSHAFT MECHANISMS; ROTARY BODIES OTHER THAN GEARING ELEMENTS; BEARINGS
    • F16C2370/00Apparatus relating to physics, e.g. instruments
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    • Y10TTECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER US CLASSIFICATION
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Description

2. Die Signale (Dx, Dy, Dz) werden jeweils
mit zwei um 90° zueinander phasenverscho- as
benen gleichen Wechselspannungen (E, F),
deren Frequenzen nahe bei der Umlauffrequenz der Kugel Hegen, demoduliert und Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Bestimin Vektorkomponenten (Ax, Bx; Ay, By; men der Drehimpulsrichtung einer mit konstante! Az, Bz) umgewandelt; 30 Drehzahl rotierenden Kugel, die mittels Elektroden-
3. Aus den Vektorkomponenten werden durch paaren in einem Gehäuse elektrostatisch gelagen Multiplikation und Subtraktion (Vektor- und deren Massenmittelpunkt gegenüber dem geoprodukt) die der gesuchten Drehimpuls- metrischen Mittelpunkt in der Drehebene versetzt ist richtung entsprechenden Kosinussignale (ω χ, in bezug .auf die Lagerelektroden, die mit einei ων, ω ζ) gebildet. 35 Wechselspannungsquelle ve.bunden sind, und von
2. Recheneinrichtung zur Durchführung des denen entsprechend der Feldstärke im Lagerspali Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet modulierte Spannungen abgegriffen, mit der der durch drei Demodulatorstufen (30), die mit der Elektroden zugefuhrten Wechselspannung demodu-Wechselspannungsquelle (17) für die Lagerslek- liert und einer Recheneinrichtung zugeführt werden, troden verbunden sind und deren Ausgänge unmit- 40 Weiterhin betrifft die Erfindung eine Rechenvorrichtelbar und über Inverter (40 bis 42) an jeden von tung zur Durchführung des genannten Verfahrens,
drei Differenzverstärkern (50 bis 52) geführt sind, Derart rotierende Kugeln werden in Kreiseln verjedem der Differenzverstärker (50 bis 52) nach- wendet. Es sind bereits Kreisel bekannt, bei denen geschaltete Demodulatorstufen (60 bis 62), die in einem eng begrenzten Hohlraum drei' oder mehl nit einem Oszillator (91, 92) für die zwei um 45 Paare einander gegenüberstehende und durch Kugel-90° zueinander phasenverschobenen Wechsel- flächen begrenzte Elektroden vorgesehen sind in «pannungen (E, F) verbunden sind, durch sechs Verbindung mit einer elektrischen Einrichtung, die Tiefpaßfilter (66), von denen jeweils zwei Filter bei einer Abweichung der Kugel aus der Einmittung, einer der Demodulatorstufen nachgeschaltet sind, d. h., wenn die eine Elektrode sich der Kugel näher! »nd durch sechs Multiplikatorstufen (70 bis 75), 50 und die andere gegenüberstehende Elektrode sich vor von denen jeweils zwei Stufen an einen Tiefpaß- der Kugel entfernt, die von den beiden Elektroden fiter (66) angeschlossen und deren Ausgänge ausgeübten elektrostatischen Kräfte entsprechend paarweise mit Differenzverstärkern (80 bis 82) verstärkt bzw. schwächt, so daß die Kugel zur Mitte verbunden sind. gedrängt wird.
3. Recheneinrichtung nach Anspruch 2, ge- 55 Es ist erwünscht, das Gehäuse elektrostatischer, kennzeichnet durch ein Trägerfrequenzkontroll- kugelförmiger Kreisel, die für viele Zwecke bei dei mittel (90), das in Abhängigkeit von der Frequenz Flugsteuerung und der Trägheitsnavigation verwende! der genannten demodulierten Signale (Ax, Bx; werden, am Rahmen des tragenden Fahrzeugs (Schiff, Ay, By; Az, Bz) die Frequenz der Signale (E, F) Flugzeug, Flugkörper usw.) zu befestigen statt an aus den genannten Oszillatoren (91, 92) propor- 6o einer dreiachsigen stabilisierten Plattform, weil dann tional der Umlauffrequenz der Kugel beeinflußt. die komplizierten mechanischen Elemente und die
4. Recheneinrichtung nach Anspruch 2 oder 3, Kardan-Servosysteme einer stabilisierten Plattform gekennzeichnet durch ein Verzögerungsmittel entfallen.
(94), das die demodulierten Signale (Ax, Ay, Az) Bei rahmenfixierten Systemen bleibt die Kugel·
aus den Demodulatorstufen (60 bis 62) empfängt 65 rotationsachse winkelmäßig feststehend im Inertial-
und jedes Signal (Ax, Ay, Az) um einen fest- raum, während das Fahrzeug jede beliebige Lage
gesetzten Wert (Δί) verzögert, durch ein Diffe- einnehmen kann. Bei solchen Systemen besteht das
renzmittel (95), das ein aus der Differenz des Problem darin, die Lage des Kreiselgehäuses, das
am Fahrzeugrahmen befestigt ist, in bezug auf die quenzen nahe bei der T Imlauffrequenz der Kugel
Kugelrotationsaohse genau zu bestimmen. Für die liegen, demoduliert und in Vektorkomponenten
Zwecke der Praxis muß die Genauigkeit der Ermitt- (Ax, Bx; Ay, By; Az, Bz) umgewandelt;
lung der Rotationsachse in der Größenordnung von
1 MiJliradiant (3,4 Bogenminuten) oder weniger 5 3 Aus den Vektorkomponenten werden durch
liegen. Zum Ermitteln der Lage der Rotationsachse Multiplikation und Subtraktion (Vektorprodukt)
wurden bisher unter anderem optische Mittel vor- die der gesuchten Drehimpulsrichtung entspre-
geschlagen. Dabei wird die Kugel mit einer Art chenden Kosinussignale (wx, my, ω ζ) gebildet, optischen Musters versehen. Femer sind mehrere
optische Signalabnehmer vorgesehen, die eine Lage- io Die erfindungsgemäße Recheneinrichtung hierfür verändening des Musters ermitteln. Eine Einrichtung ist gekennnzeichnet durch drei Demodulatorstufen. dieser Art ist in der USA.-Patentschrift 3 154 453 mit der Wechselspannungsquelle für die Lagerelekbeschrieben. Diese Einrichtungen weisen jedoch troden verbunden sind, deren Ausgänge unmittelbar Nachteile auf, weil die optische Einrichtung unhand- und über Inverter an jeden von drei Differenzverstärlich und sperrig ist. Außerdem ist es überaus schwie- 15 kern geführt sind, jedem der Differenzverstärker rig, auf einer Kugel mit einem Durchmesser von naohgeschaltete Demodulatorstufen, die mit einem ungefähr 1 cm ein optisches Muster anzubringen, Oszillator für die zwei um 90° zueinander phaseamit dem winkelmäßig eine ausreichende Auflösung versohobenen Wechselspannungen (E, F) verbunden erreicht werden kann. Und weiter ist es selbst bei sind, ferner durch sechs Tiefpaßfilter, von denen einem genügend feinen Muster fast unmöglich, die ao jeweils zwei Filter einer der Demodulatorsrufen nachLage des Musters genügend genau in bezug auf die geschaltet sind, und durch sechs Multiplikatorstufen, tatsächliche Rotationsachse der Kugel festzulegen. von denen jeweils zwei Stufen an einen Tiefpaßfilter
In der USA.-Patentschrift 3 320 817 ist ein Ver- angeschlossen und deren Ausgänge paarweise mit
fahren der eingangs genannten Art beschrieben, bei Diiferenzverstärkera verbunden sind,
dem zum Bestimmen der Drehimpulsrichtung einer as Bei dem Verfahren nach der Erfindung sind keine
mit konstanter Drehzahl rotierenden Kugel, die mit- zusätzlichen mechanischen oder elektro-optischen
tels Elektrodenpaaren in einem Gehäuse elektro- Elemente erforderlich. Der Kreisel enthält nur Teile,
statisch gelagert und deren Massenmittelpunkt durch die für die Aufrechteriialtung des Schwebezustandes
Abplattung gegenüber dem geometrischen Mittel- der Kugel benötigt werden; dies wirkt sich auf
punkt in der Drehebeoe versetzt ist, in bezug auf die 30 Fertigung und Kosten sehr vorteilhaft aus. Es sind
Lagerelektroden, die mit einer Wechselspannungs- nur zusätzliche Schaltkreise für die Auswertung der
quelle verbunden sind und von denen entsprechend von den vorhandenen Lagerelektroden abgegriffenen
der Feldstärke im Lagerspalt modulierte Spannungen Signale erforderlich. Für bisher bekanntgewordene
abgegriffen, mit der den Elektroden zugeführteii Verfahren ist der Aufwand an Dateaverarbeitungs-
Wechselspannung demoduliert und einer Rechen- 35 kapazität in einem Komputer zwecks Umwandlung
einrichtung zugeführt werden. und Berechnung der abgeleiteten Signale wesentlich
Der genannten USA.-Patentschrift 3 320817 ist größer als bei dem erfindungsgemäßen Verfahren,
jedoch nur der allgemeine Hinweis zu entnehmen, das außerdem den Vorzug einer außerordentlich
die zwischen einander zugehörigen Elektroden flie- genauen Ermittlung der Drehimpulsrichtung der
ßenden, veränderlichen Ströme einer Datenverarbei- 40 Kugel in bezug auf die Lagerelektroden aufweist,
tungsanlage zuzuführen und weiterzuverarbeiten; Zu vorteilhaften Ausgestaltungen der Erfindung wird
Einzelheiten über eine mechanische Ausführungs- auf die Unteramsprüche verwiesen,
form oder ein bestimmtes Verfahren zur Durch- Die Erfindung wird im folgenden an Hand der
führung einer solchen Berechnung für Meß- oder Zeichnungen näher erläutert In den Zeichnungen
Kontrollzwecke sind in dieser Patentschrift nicht 45 sind die einander gleichen oder entsprechenden Teile
enthalten. mit den gleichen Bezugszeichen versehen. Dargestellt
Eine Einrichtung zum Regulieren der Umlauf- ist in
frequenz einer entsprechend elektrostatisch gelager- F i g. 1 ein senkrechter Schnitt durch einen elektro-
ten Kugel ist in der noch schwebenden Patentanmel- statisch gelagerten Kreisel, auf den die Erfindung
dung P 21 50 266 offenbart, die auf die Anmelde- 5° anwendbar ist,
rin der vorliegenden Anmeldung übertragen worden F i g. 2 eine schaubildliche Darstellung der Elek-
ist. trodenainordnung für den in der F i g. 1 dargestellten
Aufgabe der Erfindung ist, ein Verfahren und eine Kreisel,
Recheneinrichtung zum genauen Bestimmen der F i g. 3 eine schematische Darstellung der Dreh-Drehimpulsrichtung der Kugel zu schaffen. 35 bewegung der Kugel,
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, F i g. 4 Stabilisderungsschaltkreise für die Lager-
daß in der bei dem eingangs genannten Verfahren elektroden der Kugel,
verwendeten Recheneinrichtung folgende Opera- F i g. 5 Schaltkreise für die Demodulatorstufen,
tionen nacheinander durchgeführt werden: Fig. 6a bis 6f je eine Darstellung einer Signal-
60 form, die iö den Schaltungen nach der F i g. 5 an
1. Aus den demoduliarten Spannungen (D1 bis D4) verschiedenen Punkten auftritt,
werden Signale (Dx, Dy, Dz) abgeleitet, die die F i g. 7 ein Blockschaltbild für eine Demodulator-
Bewegung der Kugel in bezug auf drei senkrecht stufe,
zueinander stehende Gehäuseachsen darstellen; Fig. 8 eine Darstellung der Vektorkomponenten,
65 F i g. 9 eine Darstellung der ermittelten Umlauf-
2. Die Signale (Dx, Dy, Dz) werden jeweils mit bahnebene der Vektorkomponenten,
zwei um 90° zueinander phasenverschobenen Fig. 10 ein Blockschaltbild für eine Demodu-
gleiohen Wechselspannungen (E, F), deren Fre- lator-Trägerfrequenzsteuereinrichtung, die in der
Schaltung nach der F i g. 7 verwendet werden kann, Kraft F kann ausgedrückt werden durch die Glei-
und in ohung
Fig. 11 eine Schaltung für eine Einrichtung zum Ableiten von Eichsignalen aus der Schaltung nach /Spannung\2 ...
der Fig. 7. 5 I ()
Die F i g. 1 und 2 zeigen in schematischer Dar- \ f / stellung einen Kreisel, der ein nichtleitendes keramisches Gehäuse 10 in Form einer Hohlkugel und Wenn eine Wechselspannung angelegt wird, so ist eine sich drehende Kugel 11 mit einer leitenden die von einer Elektrode ausgeübte Kraft einfach Außenseite aufweist. Der kugelförmige Innenraum 12 io proportional dem Quadrat des zur Elektrode fließendes Gehäuses ist mit acht Lagerelektroden ausgekleidet, den Stromes. Es ist daher: die in Fig. 2 von außen her gesehen dargestellt sind
und die mit +1, -1, +2, -2, +3, -3, +4, -4 F = JtP (2) bezeichnet sind. Je zwei paarweise zusammengehörende Lagerelektroden, z. B. + 1 und —1 stehen 15 Die Fig.4 zeigt eine vollständige Schaltung der einander diametral gegenüber. Die Flächen der Lagerelektroden für einen Kanal (Elektroden +1 Lagerelektroden können als die Projektionen der acht und — 1), die den Schaltungen für die anderen drei Flächen eines regelmäßigen Oktaeders auf eine Kanäle gleicht. Ein mit einer Mittelanzapfung ver-Kugdfläche angesehen werden. Die Achsen der sehener Transformator 45 verbindet die Elektroden Lagerelektroden sind in der Fig. 2 bei x, y und ζ *o +1 und —1 mit einer Servoschaltung 14, die einen dargestellt. Die x- und z-Achsen bestimmen die Kraftverstärker 15 und einen noch zu beschreibenden Ebene des in der F i g. 1 dargestellten Schnittes. Im Kompensationskreis 16 aufweist Eine Wechselspankugelförmigen Hohlraum 12 besteht ein Vakuum. nungsquelle 17 liefert über die Transformatoren 18
Jedes Paar der Lagerelektroden, z.B. + 1 und — 1, und 19 für die Mittelanzapfung des Transformators
sind in eine noch zu beschreibende Servoschaltung »5 45 eine Vorspannung.
geschaltet, so daß bei einer Abweichung der Kugel 11 Der den Elektroden zugeführte Strom besteht aus
von der Mitte des kugelförmigen Hohlraumes 12, die zwei Komponenten, und zwar aus einem konstanten
den Lagerspalt an +1 kleiner und an — 1 größer Strom 2 /0 für die Vorspannung und einem Servo-
werden läßt, die Feldstärke zum Einmitten der stromis. Aus der Fig.4 ist zu ersehen, daß die
Kugel herabgesetzt bzw. erhöht wird. Es siud vier 30 an die Mittelanzapfungen der Transformatoren 45 Lagerelektroden-Kanäle vorgesehen, wobei der Win- hinein- und herausfließenden Ströme für die Vor-
kel zwischen je zwei Elektrodenpaaren +1, - 1: spannung ungeachtet der Lage der Kugel gleich stark
+ 2,-2 ungefähr 110" beträgt. sind. Obwohl nicht sofort naheliegend, kann gezeigt
Die F i g. 3 zeigt in schematischer Darstellung werden, daß alle diese Ströme für die Vorspannung einen Schnitt durch die Mitte der Kugel 11, die aus 35 vom hohen induktiven Scheinwiderstand der Kreisel-Beryllium oder aus einem anderen Material geringer Transformatoren in zwei gleiche Teile /0 aufgeteilt Dichte besteht ungefähr 10 mm Durchmesser auf- werden, die von der Lage der Kugel unabhängig weist und deren Oberfläche eine exakte Kugelfläche sind. Hieraus folgt daß die auf die Kugel ausgeübte sein soll. Die Kugel ist an ihrer einen Seite mit einer Kraft für eine Achse berechnet werden kann aus sehr dünnen Schicht 13 (etwa Schichtdicke 0,1 Mi- 4» der Gleichung: krön) aus einem sehweren Metall, wie z. B. Tantal
versehen, wodurch der Massenmittelpunkt um eine F=K [(i0 + fs)« — (/0is)t] = 4kiois (3) Strecket, in der Größenordnung von 0,4 Mikron
oder um ungefähr 5°/o der Spaltbreite, die etwa Die längs einer Achse der Lagerelektroden wir-
7,5 Mikron beträgt aus der geometrischen Mitte ver- 45 kende Kraft ist dann linear proportional dem Servo-
schoben ist. In bezug auf den Mittelpunkt des Hohl- strom und kann proportional zum Ableitungssignal
raumes ist der Massenmittelpunkt um eine Strecke di gemacht werden. In typischen Fällen liegt die Nach-
von ungefähr 0,0085 Mikron verlagert. giebigkeit der Servoschaltung in der Größenordnung
Die Rotationsgeschwindigkeh der Kugel beträgt von einigen wenigen Mikron (0,025 Mikron) pro
normalerweise ungefähr 2550 U/sec. Ein nicht dar- 5° Gramm.
gestellter Motor beschleunigt anfangs die Kugel auf Die Einrichtung zur Aufrechterhaltung des Schwe-
die genannte Drehzahl. bezustandes entnimmt ihr Ableitungssignal der Trans-
Der Drehpunkt der Kugel liegt sehr nahe am formatorwicklung 23. 1st die Kugel 11 nicht einMassenmittelpunkt, wobei die Abweichung D unge- gemittet, so erzeugen die Ströme L eine Spannung fähr 0,0085 Mikron beträgt Der geometrische Mittel- 55 an der Transformatorwicklung 23. Diese Spannung punkt der Kugel bewegt sich daher auf einer Kreis- wird als Ableitungssignal bezeichnet und ist probahn mit einem Radius von ungefähr 0,4 bis 0,5 Mi- portional der Versetzung der Kugel in bezug auf die krön. Bei einem beliebig steifen Servosystem würde Mitte. Das Ableitungssignal wird jedoch noch durch die Kugel sich um den geometrischen Mittelpunkt eine weitere Spannung ergänzt als Folge des Servodreben, und das erfindungsgemäße Verfahren wäre 6o stromes f, aus dem Kraftverstärker 15 Die Kompennicht anwendbar. sationsschaltung 16 ist erforderlich zum Beseitieen
Die Erfindung hängt nicht von einer besonderen der Servoabweichung entsprechend dem Abledtunes-Stabilisierungsschaltung der Lagerelektroden ab. Im signal. Der Transformator 20 dieser Schaltune ist folgenden wird eine bekannte Schaltung beschrieben, mit dem Transformator 45 auf demselben Kern eedie die Spannungen an den aoht Elektroden so be- 65 wickelt, wobei alle Wicklungen 22 23 und 24 die einflussen soll, daß die Kugel eingemittet gehalten gleiche Anzahl von Windungen aufweisen. Bei entwird, sprechender Bemessung der Kapazität des Konden-
Die von einer Elektrode auf die Kugel ausgeübte sators 21 liegt für den Servostrom js genau der gleiche
4'A
S S
Scheinwiderstand beim Fluß durch die Wicklung 22 vor, wie durch die Wicklung 23, so daß an den Wicklungen 22, 23 und 24 die gleichen Spannungen erzeugt werden. Als Folge des Servostromflusses wird durch die Wicklung 24 vom Ableitungssignalausgang 25 eine Spannung subtrahiert. Der Signal ausgang von den Lagerelektroden tritt an den Anschlußkontakten 25, 26, 27 und 28 auf (F i g. 4), während die Wechselspannungsquelle 17 ein Ausgangssignal am Anschlußkontakt 29 erzeugt.
Die vier Ableitungssignale werden einer Demodulatorstufe nach der F i g. 5 zugeliefert. Diese Schaltung weist vier gleiche Schaltungskreise 30 auf mit je einem Vorverstärker 31, einem Inverter 32, einem Puffer 33 und einem Verstärker 34 mit einstellbarer Verstärkung. Über die Schalter 39 und 44 werden den Schaltkreisen Impulssignale aus einem Impulsgenerator 43 zugeführt. Die Ausgänge der Schaltkreise 30 werden Massen-Balance-Modulationssignale oder MUM-Signale genannt, sie treten an den Anschlußkontakten 35, 36, 37 und 38 auf. Diese Signale sind einfach die Modulationshüllkurven der vier Ableitungssignale.
Die F i g. 6 zeigt die Wellenformen der Signale an den verschiedenen Teilen der Schaltung nach F i g. 5, wobei das Ableitungssignal am Eingangskontakt 25 in der Fig. 6d als modulierte Sinuswelle dargestellt ist. Dje Fig. 6a zeigt das Lagerelekiraden-Vorspannungssignal (20 KHz), während die Fig. 6b und 6c die entsprechenden Ausgangsimpulse aus dem Impulsgenerator 43 zeigen. Die F i g. 6 e zeigt den demodulierten Ausgang, der am AusgangsJcontakt des Puffers 33 auftritt, der im Verstärker 34 verstärkt und 25
umgekehrt wird, wobei das MUM-Signal (Fig. 6f) erzeugt wird, das die Modulationshüllkurve des Eingangssignals 6a darstellt. Es wird darauf hingewiesen, daß die MUM-SLgnale den Umlaufbahnvektoren
s (Fig.3) im allgemeinen um 11° nacheilen. Dies ist eine Folge des Umstandes, daß bei dem Verfahren ein treppenstufenförmiger Ausgang erzeugt wird. Bei vierzigtausend Abgriffen pro Sekunde beträgt die Nacheilung des 2550-Hz-Ausganges eine halbe Treppenstufe nach der Gleichung:
.T . ., 1 2550
Nacheilung =
2 40000
360° = 11° (4)
Die Information über die Lage der Rotationsachse ist in den Phasen und Amplitudenbeziehungen der an den Anschlußkontakten 35, 36, 37 und 38 (F i g. 5) auftretenden vier MUM-Signale enthalten. Um die gewünschte Information über die Lage der Drehachse der Kugel in bezug auf das Gehäuse zu erhalten, stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung.
Bei der in der F i g. 2 dargestellten Anordnung mit acht Elektroden liegen vier Paare einander gegenüberstehende Elektroden vor, und zwar +1, — 1 und +2, -2 und +3, -3 und +4, -4. Die Vektoren T1, T2, T3 und T4 werden als senkrecht zu den Mitten der betreffenden Elektroden definiert. Die x-, y- und j-Achsen stehen senkrecht aufeinander an den Ecken der Elektrode + 1. Hiernach kann die nachstehende Gleichung aufgestellt werden:
wobei
1 1 1 1 1 Tx' y 1 = (W) T1. r
1 1 -1 i'i -1 T T2 1 \ / y -1
1 -1 1 ,'J -1 -1 T2. 1
1 -1 -1. 1 -1 -1
V]
Wie sich unter Bezug auf F i g. 7 ergibt, ist das wobei Dx, D1, und D2 die Komponenten der Verzu jedem Elektrodenpaar gehörige Ableitungssignal 50 Setzung des geometrischen Mittelpunktes der Kugel
fast genau die Komponente der Versetzung, die längs gegen den Mittelpunkt des Hohlraumes sind. Wird
der Elektrodenachse verläuft. Bei einer Versetzung 25 das Skalar-Produkt von ZJ mit den Vektoren der
der geometrischen Mitte der Kugel vom Mittelpunkt Gleichung (7) genommen, so wird die Beziehung des Hohlraumes messen die Elektrodenpaare mit
den Nummern 1, 2, 3 und 4
erhalten:
D1 = T1
Z5
Z5
25
25
(7) 60
Dn
D,
Die gemessenen Werte von D1, D2, D3 und D4 werden benutzt, um die Komponenten auf den x-, y- und z-Achsen zu finden
D1 = T1-ZS
D, = Tx-D (8)
D1 = T1-O
Aus der Gleichung (9) geht hervor, daß Dx, Dx und Dj. gefunden werden kann aus D1, D2, Ds und D4. Tatsächlich sind Dx, Dx und D2 in der Gleichung (9) überbestimmt. Werden in D1, D2, D3 und D4 Abweichungen zugelassen, so ergeben sich die Lösungen
409509/76
D1
-1WT
D1
D
D4J
2 1 53 016 1
-1
-1
I 10
3
V 1 -1 -1
1 1 -1
1-1 1
D2
D3
4
ι
2 _
D2
D4J
(10)
In jeder Spalte von W (Gleichung 5) beträgt die 52. Im Hinblick auf die Durchführung zusätzlicher
Summe Null. Aus der Gleichung (9) ist zu ersehen; Messungen für eine Selbst-Eichung soll definiert
daß dies bedeutet, daß D1+D2+D3+D^ Null ist io werden
ungeachtet der Lage der Drehachse. « = D +D +D +D (11Ϊ
Die an den Kontaktpunkten 35, 36, 37 und 38 η »T 2 T 3 T * K }
auftretenden MUM-Ableitungssignale werden um- Bei einem abweichungsfreien Kreisel ist η = 0. Die
gewandelt in die X-, Y-, Z-Koordinatensignale Dx, Matrixgleichung (10) kann daher durch η ergänzt
Dy und D2 mit den Differenzverstärkern 50, 51 und 15 werden.
Dx 4
Dy
D2
V.
-1 1' D1 D1
-1 -1 Da
1 Ί D3 D3
1 1_ D1J D4.
wobei
■1 -1
1 - 1
■1 1
1 1
1
1
-1
1
Die »/-Gleichung wird erfüllt durch Summierung der Größen D1, D0, D3 und D1 in den Differenzverstärkern 50, 51 und 52. Die Versetzungskomponenten Dx, Dy und D2 können wie folgt ausgedrückt werden:
Dx = Gx + Mx D1 = G2 + M2
(14)
M= TxMx + TyMy + T2M2
= Tx (A x cos ws t + Bx sin ω5 r) +
+ Ty (Ay COS W, t + By SlTi (Ος t)
+I1(A2' cos cüs t + B2 sin ws f)
= Ti' cos ω5 1 + W sin ω4 f
wobei
wobei Cx, G3,, G2 die Versetzungen des Massenmittelpunktes in bezug auf den Mittelpunkt des Höhlraumes sind, während Mx, Af1,, M2 die Versetzungen des geometrischen Mittelpunktes in bezug auf den Massenmittelpunkt sind. Die Versetzungen Gx, Gj,, G2 des Massenmittelpunktes können verschiedene Ursachen haben und sind nicht wichtig bei der Bestimmung der Orientierung der Rotationsachse. Die Versetzungen Mx, M1,, M2 sind die Komponenten der x-, y- und z-Achsen des MUM-Veklors Ή in der F i g. 3. Bei einem im Inertialraum teststehenden Gehäuse verändern sich diese Komponenten sinusförmig mit der Zeit bei der Rotationsfrequenz der Kugel. Sie können daher wie folgt ausgedrückt werden:
B'= TxBx'
TyB/
Mx = Ax cos ω5 1 + Bx' sin ω5 f
My = Ay' COS Ws t + By SUl Wj t (15)
M2 = A2' cos mst + B2' sin o)sf
wobei (os die Winkelgeschwindigkeit der Kugel ist. Sind Tx, T3, und T2 die Einheitsvektoren längs der x-, y- und z-Achsen, dann kann der MUM-Vektor Ή geschrieben werden als
ist. Die Gleichung 16 führt zu der in Fig. 8 dargestellten Interpretation. Die im Inertialraum feststehenden Vektoren Ti' und W verlaufen senkrech zur Kugeldrehachse und zueinander. Das heißt, dei Vektor B' ist um 90° gedreht in bezug auf den Vek tor A~'. Die Vektoren A' und B' weisen die gleich! Länge auf wie der MUM-Vektor M. Es ist
I'^Mbeif = 0 und B' = M bei ί = — (—V
4 W
Hieraus geht hervor, daß die Drehachse in der Rieh tung des Vektors JT' · B' verläuft.
Die Vektoren JT und B' oder deren Äquivalent können in der folgenden Weise erzeugt werden:
Die Ableitungssignale werden synchron demoduliei unter Verwendung einer Bezugsfrequenz <us + δα die sehr nahe an der Drehfrequenz ws gelegen is Dieses Verfahren umfaßt zwei parallele Vorgang« Erstens wird jedes Ableitungssignal demoduliei durch eine Bezugskosinuswelle und durch Filter des Resultats mittels eines Tiefpaßfilters, und zwe tens wird jedes Ableitungssignal durch eine Bezug! sinuswelle demoduliert, und das Resultat wird mitte eines Tiefpaßfilters gefiltert. Die an Dx, Dy und L
durchgeführten Operationen sind in der Fig. 7 schematisch dargestellt. Das Signal Dx wird zu einem Synchrondemodulator 60 geleitet, der die Bezugssinus- und -kosinussignale E und F empfängt und zwei Ausgangssignale erzeugt, von denen das eine Ausgangssignal eine Funktion des Bezugskosinussignals und das andere Ausgangssignal eine Funktion des Bezugssinussignals ist. Beide Signale werden zu gleichen, jedoch voneinander unabhängigen Tießpaßfiltern 66 geleitet. Die Dy- und D^Kanäle gleichen dem D,-Kanal. Für das 0,-Signal ist der Ausgang aus dem Demodulator unter Verwendung des Bezugskosinussjgnals
(Gx 4 Ax cos wst 4 Bx sin mst) (2 cos [i»s + δω] ή 2(7» cos(ws + A(ü)t 4 (Ax cos Awl Bx'Un Aw t) + (Ax cos [2 ω, 4 Αω\ t 4 Bx sin [2 ms + Am] t
(18)
Das Tiefpaßfilter 66 siebt die Frequenz 2 ω, + Αω aus. Unter der Annahme, daß G11 verhältnismäßig klein im Frequenzbereich nahe mh ist, ergibt sich als Ausgang A1 des Tiefpaßfilter*
Ax- Ax coiAwt Bx sin Αωt (19)
Aus den gleichen Gründen ist dann der Ausgang Bx des auf den Demodulator folgenden Tiefpaßfilters
B1. = Ax 1UnAiDt 4 BxCmAiDt (20)
Entsprechend kann gezeigt werden, daß bei Dy als Eingang für den Synchrondemodulator die nachstehenden Gleichungen erhalten werden:
Ay-Ay cos Aw I By' sin Aw t Ry — Ay sin Aid t 4 By casAiot
Bei D, als Eingang bestehen die Ausgänge aus dem Synchrondemodulator aus
A, = A1'cos Amt ByUnAo)I _ B1 — A1'sin Au)t t B/cos<Vu/
Es wurde bereits ausgeführt, daß unter Benutzung der Versetzungssignale D1, Dy und D1, die bereits für die Lagerelektroden-Servoeinrichtung erzeugt werden, als Hingänge für die drei Synchrondemodulatoren, die von denselben Bezugsstjinalen betrieben werden, die Großen Ax, Bx, Ay, B1, A„ B2 nach den Gleichungen (19 bis 22) erzeugt weiden
Um die Richtung der Drehachse aus den Demodulatorauspängcn bestimmen zu können, sollen zuerst die Vektoren definiert werden, deren Komponenten diese Ausgänge sind.
~2 — T Λ 4-·T λ 4- T Λ
Β-Τ,Β, + Τ,Β, + Τ,Β, (23)
Bei Einsetzen der Gleichungen 19, 20, 21 und 22 in die Gleichung 23 wird
X =- (T, A / 4- Ty A y 4 T1A1') cos Αω ι
- (IxBx 4 TyBy + T2B/) sin Amt
= ~Ä' cos Αω t - W sin Am t (24)
Ebenso wird aus der Gleichung (23):
B = Ά'ύηΑωί 4 Ή' cos Amt (25)
In der Gleichung (25) ist B gleich lang und von B' gleich TU und von Ä' aus negativ um die Kugeldrchachse um einen Winkel Amt gedreht (vgl. Fig. 9). In der Gleichung (25) ist B gleich lang und von B' aus in derselben Richtung um Am t gedreht. Hiernach
sind und B" senkrecht zueinander und verlaufen beide in der zur Drehachse senkrechten Ebene. Unter der Annahme, daß jede Komponente Ά und Έ (Ax, Ay, A1, Bx, By, B1) von der Konstanten \M\ ~l längs der Linie so beeinflußt wird, daß JJT | = |B| = 1 ist, sind die Komponenten von ~Ä B die Richtungskosinusse der Drehachse. Sind ων, coy und ωζ die Richtungskosinusfunktioncrt zwischen der Drehachse Ts und den x-, y- und z-Achsen, dann wird
X ~~~ S\ i<
.B.
y ^ A1Bx -AxB, ζ — AxBy A31Bx
(26)
Die Gleichungen 24, 25 und 26 zeigen, in welcher Weise die demodulierten Versetzungs-Ableitungssignale zum Berechnen der Richtung der Drehachse benutzt werden.
Die Operation ~Ä ■ B wird von den Multiplikations-
*o stufen 71, 72, 73, 74 und 75 zusammen mit den Differenzverstärkern 80, 81 und 82 ausgeführt. Das Signal Ax wird den Mulliplikationsstufen 70 und 74 zugeführt, die ferner die Signale B1. bzw. B, empfangen und die Ausgänge AxBy und AxBy erzeugen. Das
*5 Signal Ay wird zu den Multiplikationsstufen 71 und 75 geleitet, die femer die Signale B, bzw. Β, empfangen und die Ausgänge AyBx und AyBz erzeugen. Das Signal A, wird zu den Multiplikationsstufen 72 und 73 geleitet, die ferne· die Signale Bx bzw. B1, empfangen und als Produkt die Ausgänge A,Bx und A,By erzeugen. Ein Differenzverstärker 81 subtrahiert von Signal A1B, das Signal A,By, wobei das Ausgangssignal ,ο, erzeugt wird, das die Rotation der Achse längs der -Y-Achse darstellt. Ein Differenzverstärker82 subtrahiert das Signal AxB1 vom Signal A2Bx, wobei das Ausgangssignal ,», erzeugt wird, das den Richtungskosinus der Rotationsachse längs der V-Achse darstellt. In der gleichen Weise subtrahiert ein Differenzverstärker 80 das Signal AxBx vom Signal AxBy, wobei das Ausgangssignal ι.,, erzeugt wird, das den Richtungskosinus der Drehachse längs der 7-Achse darstellt.
Eine weitere nützliche Information kann aus Ti und B abgeleitet werden. Es wurde bereits ausgeführt, daß die beiden Vektoren Ά, B sich mit der Geschwindigkeit von T^ Λ,.ι in bezug auf die Vektoren A'. B' und damit in bezug auf den Inertialraum drehen. Weiden für Ä und B Werte abgenommen, die durch die Zeit tf voneinander getrennt sind, wobei Av, U < \ ist, so folgt
Hn — /!„-j = ~ A(aAt Bn oder
Aw= - -a- (Zn-Zn^)-Bn
At
- 1
At
[(Ax,n
+(A,,n~Al[n J1)B8] (27)
Die Gleichung (27) ermöglicht die Berechnung von Am. Das Ergebnis dieser Berechnung kann benutzt werden zum Einstellen der Frequenz des Oszillators 91, so daß Am gleich Null wird oder einen antieren gewünschten Wert erhält. Die Gleichung (27) kann mit dem in der Fig. IO dargestellten Trägcrfrequenzkontrollmittel 90 aufgelöst werden. Die Signale Ax, Ay und A, werden gleichen und unabhän-
phase obne Fehler und Abweichungen erhalten werden. Abweichungen und Fehler, wie die obengenannten, verursachen die Demodulatorausgänge
Ai + OAi, Bt +OBi (i = x, y, z)
Die Abweichungen öA1 und dB, sind Funktionen der Größen der verschiedenen Fehlerquellen der Drehachsenrichtung und der Demodulatorbezugsphase. Das heißt, sie sind:
OA1(Ic1, A",..· K; Z, Έ) ■
wobei die k-Werte gleich der Größe der Fehlerquelle sind.
Es wurde bereits erwähnt, daß im fehlerfreien Fall die Vektoren Z und Z? die Einheitslänge aufweisen und in jeder Drehachsenrichtung und Demodulatorbezugsphase senkrecht aufeinander stehen. Es ist daher
Ή-Έ- 1 = Bx* +B1
Az*-l =0
B*- 1 = 0
(28)
(29)
gigen Verzögerungsmitteln 94 und gleichen unabhängigen Differenzmitteln 95 zugeführt. Die Verzögerungsmittel 94 verzögern die Signale an den Eingängen um den Wert α t. Das verzögerte Signal wird dann im Differenzmittel 95 von dem empfangenen Signal subtrahiert, wobei eiii Differenzsigna] erzeugt wird. Die betreffenden Differenzsignale werden dann in den Mültiplikationsschaltungen 96, 100 und 110 unabhängig mit den Signalen Bx, By bzw. B, multipliziert. Die Ausgangsprodukte aus den Multiplikationsschaltungen werden dann in der Summierungsschaltung 97 summiert. Em einer regelbaren Vorspannungssignalquelle 111 beispielsweise entnommenes Vorspannungssignal wird so bestimmt, daß eine gewünschte Gleitfrequenz erzeugt wird. Das Vorspannungssignal wird mit dem Signal aus der Summiefungsschaltung 97 in einer zweiten Summierungsschaltung 98 zu einem Steuersignal summiert. Dieses Signal wird im Verstärker 99 verstärkt und dem Oscillator 91 zugeführt. Die mit E bezeichnete Ausgangsfrequenz des Oszillators 91 ist proportional dem Steuersignal aus dem Verstärker 99. Das £-(Sinus-)Signal wird einer eine Phasenverschiebung von 90 bewirkenden Phasenschieberschaltung 92 zugeführt, die das F-(Kosinus-)SignaI erzeugt. Die E- und F-Signale werden dann den Synchrondemodulatoren a! Bezugssignale zugeführt.
Bei jedem elektrostatisch gelagerten Kreisel gibt es verschiedene Bedingungen, die ein Arbeiten in der oben beschriebenen Weise verhindern. Diese Bedingungen sind eine Folge von Ungenauigkeiten bei der Anfertigung des Hohlraumes und wegen der notwendigen Toleranzen bei den elektronischen Schaltungselementen. In der Praxis entsprechen die Mitten der Elektroden nicht dem in der Fig. 2 dargestellten rechtwinkligen 'Muster. In den verschiedenen elektronischen Kanälen bestehen immer Abweichungen bei der Vorspannung, der Verstärkung und bei den Phasen. Diese Abweichungen von den Sollwerten führen zu Abweichungen bei den Komponenten von Z und Έ als Demodulatorausgänge. Wenn der Kreisel und die elektronischen Elemente zusammengebaut werden, wird eine Eichung durchgeführt, wobei diese Abweichungen kompensiert werden. Es bleiben jedoch immer noch restliche Abweichungen zurück, die die Genauigkeit der Arbeit beeinträchtigen. Als ein Beispiel sei angeführt, daß naoh der Eichung restliche Abweichungen aus Verschiebungen in den Fehlerquellen zurückbleiben. Der Kreisel kann so mechanisiert werden, daß die Demodulatorausgänge im allgemeinen benutzt werden können, um diese restlichen Fehler zu ermitteln und zu korrigieren, selbst dann, wenn der Kreisel in Betrieb ist.
Zum Erläutern der Möglichkeit der Mechanisierung einer »Selbsteichung« sei angenommen, daß
A,,B,(i = x,y,z) Q5(ki >*2· · · *«;*.»)
Für die relativ kleinen Fehlerquellenwerte, die für
die Demodulatorausgänge sind, die bei einer gege- 60 die Praxis von Interesse sind, kann geschrieben werbenen Drehachsenrichtung und Demodulatorbezugs- den:
Z-B =AXBX + AyBy +A1B1 = O (30)
Werden die durch die Gleichungen (28, 29 und 30) bestimmten Größen unter Auswertung der Demodulaiorausgänge berechnet, so werden etwas andere Resultate erhalten wegen der in diesen Ausgängen enthaltenen Fehler. Es sollen definiert werden:
+ AyöAy
= 2(Axd Ax
2=(34 όΉ)·(Ε+δΉ) - 1 = 2 = 2(ΒχδΒχ + By 6By + Bz OB2)
qa=(Ä+ ό7Γ)·(Β-δΉ) =
Ή·δΑ~
= AxdBx+AyABy-i ΑζδΒ;+ ByöAy + B1öAl
Weiterhin sollen #4 und gs als demodulierte Sinüs- und Kosinuskomponenten von η nach der Gleichung (12) definiert werden. Ohne Abweichungen und Fehler wird
*, = S6 = 0
Es ist offensichtlich, daß die g-Werte Funktionen der Größe der Fehlerquellen der Drehachsenrichtung und der Demodulatorbezugsphase sind. Das heißt, es ist
?, (A1, A2... k„; Z, F)
^4(A1,A2. ..A„;Z,B)
— 0(A1, A2... AnM, Ä)
k's = 0
ό ok9 ,v=l,2...5
k's = Q +...+An qv\k's = Q
Okn
oder in Form einer Matrix:
Q2 =
ist das System der Gleichungen eindeutig unterbestimmt, und k kann niemals vollständig aufgelöst werden Die Meßbarkeit wird verbessert dadurch, daß der Demodulatorbezugswert asynchron mit der Kugeldrehzahl (<5ω=£0) so bemessen wird, daß Ά
Qi '· und B sich in bezug auf das Gehäuse drehen. Nimmt
qs ^n weiterhin das Gehäuse verschiedene Lagen in bezug
auf die Kugeldrehachse ein, wie dies im normalen
wobei H eine 5 · η-Matrix ist, deren Elemente TeU- Betrieb des Kreisels der Fall ist, so wird die Meßableitungen von »<7« in bezug auf »k« sind. H ist eine 10 barkeit sehr gut.
Funktion von Ά und B, jedoch nicht von »Je«. Die Die Fig. 11 zeigt die Schaltung, mit der die Werte
- «;__»„ „:„,, i;„öe,„ p„„vtir.npn Apx Abweichungen für qx bis qa nach den Gleichungen 28, 29 und 30 erhalten werden können.
Die Signale Ax, Ay, Az, Bx, By und B2 werden in den Multiplikationsschaltungen 120, 121, 122, 126,
127 und 129 quadriert Die Werte A/, A/ und Af werden in der Summierungsschaltung 123 summiert. Die Ausdrücke Ax und Bx werden in der Multiplikarionsschaltung 125 multipliziert. Die Ausdrücke B,.2,
»o By s und B2 2 werden in der Summierungsschaltung
128 summiert. Die Ausdrücke Ay und By werden in der Multiplikationsschaltung miteinander multipliziert, während die Ausdrücke A2 und B2 in der Multiplikationsschaltung 131 miteinander mul-
»5 tipliziert werden. Die Ausgänge aus den Multiplikationsschaltungen 125, 130 und 131 werden in der Summierungsschaltung 132 zum Ausgang q3 addiert. Der Ausgang aus der Summierungsschaltung
ι 123 wird mit einem — I-Signal in der Summierungs-
9SJ 3° schaltung 124 zu einem Ausgangssignal qx addiert.
Der Ausgang aus der Summierungsschaltung 128 wird
gleich dem Meßvektor ist, während H die Meßmatrix mit einem - 1-Signal in der Summierungsschaltung ist. Sind Ti und B konstant und ist η größer als 5, so 133 zu einem Ausgangssignal q% adidiert.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Funktion von A und B, jeaoca nicni von »λ«, υπ ς-Werte sind lineare Funktionen der Abweichungen ^1, k2 ... k„. Die Aufgabe kann nun so formuliert werden, daß nach den Erfahrungen und Schätzungen theoretisch ist:
Jt =
Qi Qi
Qi

Claims (1)

1 2 Signals (Ax, Ay, Az) und des Signals aus den Patentansprüche: Verzögerungsmittel (94) bestehendes Signal er zeugt, durch eine MuliiplikationsbChaltung (96
1. Verfahren zum Bestimmen der Drehimpuls- 100, 110), in der alle Differenzsignale mit den
richtung einer mit konstanter Drehzahl rotieren- 5 betreffenden demodulierten Signal (Bx, By, Bz,
den Kugel, die mittels Elektrodenpaaren in einem multipliziert werden, und durch eine Sjunmie
Gehäuse elektrostatisch gelagert und deren rungsschaltung (97), in der die Produkteignal(
Massenmittelpunkt gegenüber dem geometrischen aus der Multiplikationsschaltung (96, 110, 100.
Mittelpunkt in der Drehebene versetzt ist, in zu einem Steuersignal summiert werden, das den
bezug auf die Lagerelektroden, die mit einer io genannten Oszillator (91, 92) zugeführt wird unc
Wechselspannungsquelle verbunden sind und von die Phasenbeziehung zwischen den modulierter
denen entsprechend der Feldstärke im Lagerspalt Feldsignalen und den erzeugten Bezugsträgef-
modulierte Spannungen abgegriffen, mit der den Signalen bestimmt.
Elektroden zugefuhrten Wechselspannung de- 5. Recheneinrichtung nach Ansprach 4, gemoduliert und einer Recheneinrichtung züge- 15 kennzeichnet durch eine regelbare Vorspannungs· führt werden, dadurch gekennzeichnet, signaJquelle (111) und durch eine zweite Sumdaß in der Recheneinrichtung folgende Opera- mierungsschAung (98), in der das Signal aus dei tionen nacheinander durchgeführt werden: erstgenannten Summierungsschaltung (97) mii
1. Aus den demodulierten Spannungen (D1 dem Signal aus der' VorspannungssignalquelU bis D1) werden Signale (Dx, Dy, Dz) abge- ao (111) zu einem Steuersignal summiert wird, leitet, die die Bewegung der Kugel in bezug dessen Phasenbeziehung zu den genannten moduauf drei senkrecht zueinander stehende Ge- lierten Feldsignalen verändert werden kann,
häuseachsen darstellen;
DE2153016A 1970-11-12 1971-10-21 Verfahren und Recheneinrichtung zum Bestimmen der Drehimpulsrichtung einer mit konstanter Drehzahl rotierenden, elektrostatisch gelagerten Kugel Expired DE2153016C3 (de)

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