DE2153016B2 - Verfaren und Recheneinrichtung zum Bestimmen der Drehimpulsrichtung einer mit konstanter Drehzahl rotierenden, elektrostatisch gelagerten Kugel - Google Patents
Verfaren und Recheneinrichtung zum Bestimmen der Drehimpulsrichtung einer mit konstanter Drehzahl rotierenden, elektrostatisch gelagerten KugelInfo
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Description
2. Die Signale (Dx, Dy, Dz) werden jeweils
mit zwei um 90° zueinander phasenverscho- as
benen gleichen Wechselspannungen (E, F),
deren Frequenzen nahe bei der Umlauffrequenz der Kugel Hegen, demoduliert und Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Bestimin Vektorkomponenten (Ax, Bx; Ay, By; men der Drehimpulsrichtung einer mit konstante! Az, Bz) umgewandelt; 30 Drehzahl rotierenden Kugel, die mittels Elektroden-
deren Frequenzen nahe bei der Umlauffrequenz der Kugel Hegen, demoduliert und Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Bestimin Vektorkomponenten (Ax, Bx; Ay, By; men der Drehimpulsrichtung einer mit konstante! Az, Bz) umgewandelt; 30 Drehzahl rotierenden Kugel, die mittels Elektroden-
3. Aus den Vektorkomponenten werden durch paaren in einem Gehäuse elektrostatisch gelagen
Multiplikation und Subtraktion (Vektor- und deren Massenmittelpunkt gegenüber dem geoprodukt)
die der gesuchten Drehimpuls- metrischen Mittelpunkt in der Drehebene versetzt ist
richtung entsprechenden Kosinussignale (ω χ, in bezug .auf die Lagerelektroden, die mit einei
ων, ω ζ) gebildet. 35 Wechselspannungsquelle ve.bunden sind, und von
2. Recheneinrichtung zur Durchführung des denen entsprechend der Feldstärke im Lagerspali
Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet modulierte Spannungen abgegriffen, mit der der
durch drei Demodulatorstufen (30), die mit der Elektroden zugefuhrten Wechselspannung demodu-Wechselspannungsquelle
(17) für die Lagerslek- liert und einer Recheneinrichtung zugeführt werden,
troden verbunden sind und deren Ausgänge unmit- 40 Weiterhin betrifft die Erfindung eine Rechenvorrichtelbar
und über Inverter (40 bis 42) an jeden von tung zur Durchführung des genannten Verfahrens,
drei Differenzverstärkern (50 bis 52) geführt sind, Derart rotierende Kugeln werden in Kreiseln verjedem der Differenzverstärker (50 bis 52) nach- wendet. Es sind bereits Kreisel bekannt, bei denen geschaltete Demodulatorstufen (60 bis 62), die in einem eng begrenzten Hohlraum drei' oder mehl nit einem Oszillator (91, 92) für die zwei um 45 Paare einander gegenüberstehende und durch Kugel-90° zueinander phasenverschobenen Wechsel- flächen begrenzte Elektroden vorgesehen sind in «pannungen (E, F) verbunden sind, durch sechs Verbindung mit einer elektrischen Einrichtung, die Tiefpaßfilter (66), von denen jeweils zwei Filter bei einer Abweichung der Kugel aus der Einmittung, einer der Demodulatorstufen nachgeschaltet sind, d. h., wenn die eine Elektrode sich der Kugel näher! »nd durch sechs Multiplikatorstufen (70 bis 75), 50 und die andere gegenüberstehende Elektrode sich vor von denen jeweils zwei Stufen an einen Tiefpaß- der Kugel entfernt, die von den beiden Elektroden fiter (66) angeschlossen und deren Ausgänge ausgeübten elektrostatischen Kräfte entsprechend paarweise mit Differenzverstärkern (80 bis 82) verstärkt bzw. schwächt, so daß die Kugel zur Mitte verbunden sind. gedrängt wird.
drei Differenzverstärkern (50 bis 52) geführt sind, Derart rotierende Kugeln werden in Kreiseln verjedem der Differenzverstärker (50 bis 52) nach- wendet. Es sind bereits Kreisel bekannt, bei denen geschaltete Demodulatorstufen (60 bis 62), die in einem eng begrenzten Hohlraum drei' oder mehl nit einem Oszillator (91, 92) für die zwei um 45 Paare einander gegenüberstehende und durch Kugel-90° zueinander phasenverschobenen Wechsel- flächen begrenzte Elektroden vorgesehen sind in «pannungen (E, F) verbunden sind, durch sechs Verbindung mit einer elektrischen Einrichtung, die Tiefpaßfilter (66), von denen jeweils zwei Filter bei einer Abweichung der Kugel aus der Einmittung, einer der Demodulatorstufen nachgeschaltet sind, d. h., wenn die eine Elektrode sich der Kugel näher! »nd durch sechs Multiplikatorstufen (70 bis 75), 50 und die andere gegenüberstehende Elektrode sich vor von denen jeweils zwei Stufen an einen Tiefpaß- der Kugel entfernt, die von den beiden Elektroden fiter (66) angeschlossen und deren Ausgänge ausgeübten elektrostatischen Kräfte entsprechend paarweise mit Differenzverstärkern (80 bis 82) verstärkt bzw. schwächt, so daß die Kugel zur Mitte verbunden sind. gedrängt wird.
3. Recheneinrichtung nach Anspruch 2, ge- 55 Es ist erwünscht, das Gehäuse elektrostatischer,
kennzeichnet durch ein Trägerfrequenzkontroll- kugelförmiger Kreisel, die für viele Zwecke bei dei
mittel (90), das in Abhängigkeit von der Frequenz Flugsteuerung und der Trägheitsnavigation verwende!
der genannten demodulierten Signale (Ax, Bx; werden, am Rahmen des tragenden Fahrzeugs (Schiff,
Ay, By; Az, Bz) die Frequenz der Signale (E, F) Flugzeug, Flugkörper usw.) zu befestigen statt an
aus den genannten Oszillatoren (91, 92) propor- 6o einer dreiachsigen stabilisierten Plattform, weil dann
tional der Umlauffrequenz der Kugel beeinflußt. die komplizierten mechanischen Elemente und die
4. Recheneinrichtung nach Anspruch 2 oder 3, Kardan-Servosysteme einer stabilisierten Plattform
gekennzeichnet durch ein Verzögerungsmittel entfallen.
(94), das die demodulierten Signale (Ax, Ay, Az) Bei rahmenfixierten Systemen bleibt die Kugel·
aus den Demodulatorstufen (60 bis 62) empfängt 65 rotationsachse winkelmäßig feststehend im Inertial-
und jedes Signal (Ax, Ay, Az) um einen fest- raum, während das Fahrzeug jede beliebige Lage
gesetzten Wert (Δί) verzögert, durch ein Diffe- einnehmen kann. Bei solchen Systemen besteht das
renzmittel (95), das ein aus der Differenz des Problem darin, die Lage des Kreiselgehäuses, das
am Fahrzeugrahmen befestigt ist, in bezug auf die quenzen nahe bei der T Imlauffrequenz der Kugel
Kugelrotationsaohse genau zu bestimmen. Für die liegen, demoduliert und in Vektorkomponenten
Zwecke der Praxis muß die Genauigkeit der Ermitt- (Ax, Bx; Ay, By; Az, Bz) umgewandelt;
lung der Rotationsachse in der Größenordnung von
lung der Rotationsachse in der Größenordnung von
1 MiJliradiant (3,4 Bogenminuten) oder weniger 5 3 Aus den Vektorkomponenten werden durch
liegen. Zum Ermitteln der Lage der Rotationsachse Multiplikation und Subtraktion (Vektorprodukt)
wurden bisher unter anderem optische Mittel vor- die der gesuchten Drehimpulsrichtung entspre-
geschlagen. Dabei wird die Kugel mit einer Art chenden Kosinussignale (wx, my, ω ζ) gebildet,
optischen Musters versehen. Femer sind mehrere
optische Signalabnehmer vorgesehen, die eine Lage- io Die erfindungsgemäße Recheneinrichtung hierfür
verändening des Musters ermitteln. Eine Einrichtung ist gekennnzeichnet durch drei Demodulatorstufen.
dieser Art ist in der USA.-Patentschrift 3 154 453 mit der Wechselspannungsquelle für die Lagerelekbeschrieben.
Diese Einrichtungen weisen jedoch troden verbunden sind, deren Ausgänge unmittelbar
Nachteile auf, weil die optische Einrichtung unhand- und über Inverter an jeden von drei Differenzverstärlich
und sperrig ist. Außerdem ist es überaus schwie- 15 kern geführt sind, jedem der Differenzverstärker
rig, auf einer Kugel mit einem Durchmesser von naohgeschaltete Demodulatorstufen, die mit einem
ungefähr 1 cm ein optisches Muster anzubringen, Oszillator für die zwei um 90° zueinander phaseamit
dem winkelmäßig eine ausreichende Auflösung versohobenen Wechselspannungen (E, F) verbunden
erreicht werden kann. Und weiter ist es selbst bei sind, ferner durch sechs Tiefpaßfilter, von denen
einem genügend feinen Muster fast unmöglich, die ao jeweils zwei Filter einer der Demodulatorsrufen nachLage
des Musters genügend genau in bezug auf die geschaltet sind, und durch sechs Multiplikatorstufen,
tatsächliche Rotationsachse der Kugel festzulegen. von denen jeweils zwei Stufen an einen Tiefpaßfilter
In der USA.-Patentschrift 3 320 817 ist ein Ver- angeschlossen und deren Ausgänge paarweise mit
fahren der eingangs genannten Art beschrieben, bei Diiferenzverstärkera verbunden sind,
dem zum Bestimmen der Drehimpulsrichtung einer as Bei dem Verfahren nach der Erfindung sind keine
mit konstanter Drehzahl rotierenden Kugel, die mit- zusätzlichen mechanischen oder elektro-optischen
tels Elektrodenpaaren in einem Gehäuse elektro- Elemente erforderlich. Der Kreisel enthält nur Teile,
statisch gelagert und deren Massenmittelpunkt durch die für die Aufrechteriialtung des Schwebezustandes
Abplattung gegenüber dem geometrischen Mittel- der Kugel benötigt werden; dies wirkt sich auf
punkt in der Drehebeoe versetzt ist, in bezug auf die 30 Fertigung und Kosten sehr vorteilhaft aus. Es sind
Lagerelektroden, die mit einer Wechselspannungs- nur zusätzliche Schaltkreise für die Auswertung der
quelle verbunden sind und von denen entsprechend von den vorhandenen Lagerelektroden abgegriffenen
der Feldstärke im Lagerspalt modulierte Spannungen Signale erforderlich. Für bisher bekanntgewordene
abgegriffen, mit der den Elektroden zugeführteii Verfahren ist der Aufwand an Dateaverarbeitungs-
Wechselspannung demoduliert und einer Rechen- 35 kapazität in einem Komputer zwecks Umwandlung
einrichtung zugeführt werden. und Berechnung der abgeleiteten Signale wesentlich
Der genannten USA.-Patentschrift 3 320817 ist größer als bei dem erfindungsgemäßen Verfahren,
jedoch nur der allgemeine Hinweis zu entnehmen, das außerdem den Vorzug einer außerordentlich
die zwischen einander zugehörigen Elektroden flie- genauen Ermittlung der Drehimpulsrichtung der
ßenden, veränderlichen Ströme einer Datenverarbei- 40 Kugel in bezug auf die Lagerelektroden aufweist,
tungsanlage zuzuführen und weiterzuverarbeiten; Zu vorteilhaften Ausgestaltungen der Erfindung wird
Einzelheiten über eine mechanische Ausführungs- auf die Unteramsprüche verwiesen,
form oder ein bestimmtes Verfahren zur Durch- Die Erfindung wird im folgenden an Hand der
führung einer solchen Berechnung für Meß- oder Zeichnungen näher erläutert In den Zeichnungen
Kontrollzwecke sind in dieser Patentschrift nicht 45 sind die einander gleichen oder entsprechenden Teile
enthalten. mit den gleichen Bezugszeichen versehen. Dargestellt
Eine Einrichtung zum Regulieren der Umlauf- ist in
frequenz einer entsprechend elektrostatisch gelager- F i g. 1 ein senkrechter Schnitt durch einen elektro-
ten Kugel ist in der noch schwebenden Patentanmel- statisch gelagerten Kreisel, auf den die Erfindung
dung P 21 50 266 offenbart, die auf die Anmelde- 5° anwendbar ist,
rin der vorliegenden Anmeldung übertragen worden F i g. 2 eine schaubildliche Darstellung der Elek-
ist. trodenainordnung für den in der F i g. 1 dargestellten
Aufgabe der Erfindung ist, ein Verfahren und eine Kreisel,
Recheneinrichtung zum genauen Bestimmen der F i g. 3 eine schematische Darstellung der Dreh-Drehimpulsrichtung
der Kugel zu schaffen. 35 bewegung der Kugel,
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, F i g. 4 Stabilisderungsschaltkreise für die Lager-
daß in der bei dem eingangs genannten Verfahren elektroden der Kugel,
verwendeten Recheneinrichtung folgende Opera- F i g. 5 Schaltkreise für die Demodulatorstufen,
tionen nacheinander durchgeführt werden: Fig. 6a bis 6f je eine Darstellung einer Signal-
60 form, die iö den Schaltungen nach der F i g. 5 an
1. Aus den demoduliarten Spannungen (D1 bis D4) verschiedenen Punkten auftritt,
werden Signale (Dx, Dy, Dz) abgeleitet, die die F i g. 7 ein Blockschaltbild für eine Demodulator-
Bewegung der Kugel in bezug auf drei senkrecht stufe,
zueinander stehende Gehäuseachsen darstellen; Fig. 8 eine Darstellung der Vektorkomponenten,
65 F i g. 9 eine Darstellung der ermittelten Umlauf-
2. Die Signale (Dx, Dy, Dz) werden jeweils mit bahnebene der Vektorkomponenten,
zwei um 90° zueinander phasenverschobenen Fig. 10 ein Blockschaltbild für eine Demodu-
gleiohen Wechselspannungen (E, F), deren Fre- lator-Trägerfrequenzsteuereinrichtung, die in der
und in ohung
der Fig. 7. 5 I ()
Die F i g. 1 und 2 zeigen in schematischer Dar- \ f /
stellung einen Kreisel, der ein nichtleitendes keramisches Gehäuse 10 in Form einer Hohlkugel und Wenn eine Wechselspannung angelegt wird, so ist
eine sich drehende Kugel 11 mit einer leitenden die von einer Elektrode ausgeübte Kraft einfach
Außenseite aufweist. Der kugelförmige Innenraum 12 io proportional dem Quadrat des zur Elektrode fließendes Gehäuses ist mit acht Lagerelektroden ausgekleidet, den Stromes. Es ist daher:
die in Fig. 2 von außen her gesehen dargestellt sind
und die mit +1, -1, +2, -2, +3, -3, +4, -4 F = JtP (2)
bezeichnet sind. Je zwei paarweise zusammengehörende Lagerelektroden, z. B. + 1 und —1 stehen 15 Die Fig.4 zeigt eine vollständige Schaltung der
einander diametral gegenüber. Die Flächen der Lagerelektroden für einen Kanal (Elektroden +1
Lagerelektroden können als die Projektionen der acht und — 1), die den Schaltungen für die anderen drei
Flächen eines regelmäßigen Oktaeders auf eine Kanäle gleicht. Ein mit einer Mittelanzapfung ver-Kugdfläche angesehen werden. Die Achsen der sehener Transformator 45 verbindet die Elektroden
Lagerelektroden sind in der Fig. 2 bei x, y und ζ *o +1 und —1 mit einer Servoschaltung 14, die einen
dargestellt. Die x- und z-Achsen bestimmen die Kraftverstärker 15 und einen noch zu beschreibenden
Ebene des in der F i g. 1 dargestellten Schnittes. Im Kompensationskreis 16 aufweist Eine Wechselspankugelförmigen Hohlraum 12 besteht ein Vakuum. nungsquelle 17 liefert über die Transformatoren 18
sind in eine noch zu beschreibende Servoschaltung »5 45 eine Vorspannung.
geschaltet, so daß bei einer Abweichung der Kugel 11 Der den Elektroden zugeführte Strom besteht aus
von der Mitte des kugelförmigen Hohlraumes 12, die zwei Komponenten, und zwar aus einem konstanten
den Lagerspalt an +1 kleiner und an — 1 größer Strom 2 /0 für die Vorspannung und einem Servo-
werden läßt, die Feldstärke zum Einmitten der stromis. Aus der Fig.4 ist zu ersehen, daß die
kel zwischen je zwei Elektrodenpaaren +1, - 1: spannung ungeachtet der Lage der Kugel gleich stark
+ 2,-2 ungefähr 110" beträgt. sind. Obwohl nicht sofort naheliegend, kann gezeigt
Die F i g. 3 zeigt in schematischer Darstellung werden, daß alle diese Ströme für die Vorspannung
einen Schnitt durch die Mitte der Kugel 11, die aus 35 vom hohen induktiven Scheinwiderstand der Kreisel-Beryllium oder aus einem anderen Material geringer Transformatoren in zwei gleiche Teile /0 aufgeteilt
Dichte besteht ungefähr 10 mm Durchmesser auf- werden, die von der Lage der Kugel unabhängig
weist und deren Oberfläche eine exakte Kugelfläche sind. Hieraus folgt daß die auf die Kugel ausgeübte
sein soll. Die Kugel ist an ihrer einen Seite mit einer Kraft für eine Achse berechnet werden kann aus
sehr dünnen Schicht 13 (etwa Schichtdicke 0,1 Mi- 4» der Gleichung:
krön) aus einem sehweren Metall, wie z. B. Tantal
versehen, wodurch der Massenmittelpunkt um eine F=K [(i0 + fs)« — (/0 — is)t] = 4kiois (3)
Strecket, in der Größenordnung von 0,4 Mikron
oder um ungefähr 5°/o der Spaltbreite, die etwa Die längs einer Achse der Lagerelektroden wir-
7,5 Mikron beträgt aus der geometrischen Mitte ver- 45 kende Kraft ist dann linear proportional dem Servo-
schoben ist. In bezug auf den Mittelpunkt des Hohl- strom und kann proportional zum Ableitungssignal
raumes ist der Massenmittelpunkt um eine Strecke di
gemacht werden. In typischen Fällen liegt die Nach-
von ungefähr 0,0085 Mikron verlagert. giebigkeit der Servoschaltung in der Größenordnung
normalerweise ungefähr 2550 U/sec. Ein nicht dar- 5° Gramm.
gestellter Motor beschleunigt anfangs die Kugel auf Die Einrichtung zur Aufrechterhaltung des Schwe-
die genannte Drehzahl. bezustandes entnimmt ihr Ableitungssignal der Trans-
Der Drehpunkt der Kugel liegt sehr nahe am formatorwicklung 23. 1st die Kugel 11 nicht einMassenmittelpunkt, wobei die Abweichung D unge- gemittet, so erzeugen die Ströme L eine Spannung
fähr 0,0085 Mikron beträgt Der geometrische Mittel- 55 an der Transformatorwicklung 23. Diese Spannung
punkt der Kugel bewegt sich daher auf einer Kreis- wird als Ableitungssignal bezeichnet und ist probahn mit einem Radius von ungefähr 0,4 bis 0,5 Mi- portional der Versetzung der Kugel in bezug auf die
krön. Bei einem beliebig steifen Servosystem würde Mitte. Das Ableitungssignal wird jedoch noch durch
die Kugel sich um den geometrischen Mittelpunkt eine weitere Spannung ergänzt als Folge des Servodreben, und das erfindungsgemäße Verfahren wäre 6o stromes f, aus dem Kraftverstärker 15 Die Kompennicht anwendbar. sationsschaltung 16 ist erforderlich zum Beseitieen
Die Erfindung hängt nicht von einer besonderen der Servoabweichung entsprechend dem Abledtunes-Stabilisierungsschaltung der Lagerelektroden ab. Im signal. Der Transformator 20 dieser Schaltune ist
folgenden wird eine bekannte Schaltung beschrieben, mit dem Transformator 45 auf demselben Kern eedie die Spannungen an den aoht Elektroden so be- 65 wickelt, wobei alle Wicklungen 22 23 und 24 die
einflussen soll, daß die Kugel eingemittet gehalten gleiche Anzahl von Windungen aufweisen. Bei entwird, sprechender Bemessung der Kapazität des Konden-
4'A
S S
Scheinwiderstand beim Fluß durch die Wicklung 22 vor, wie durch die Wicklung 23, so daß an den Wicklungen
22, 23 und 24 die gleichen Spannungen erzeugt werden. Als Folge des Servostromflusses wird
durch die Wicklung 24 vom Ableitungssignalausgang 25 eine Spannung subtrahiert. Der Signal ausgang von
den Lagerelektroden tritt an den Anschlußkontakten 25, 26, 27 und 28 auf (F i g. 4), während die Wechselspannungsquelle
17 ein Ausgangssignal am Anschlußkontakt 29 erzeugt.
Die vier Ableitungssignale werden einer Demodulatorstufe
nach der F i g. 5 zugeliefert. Diese Schaltung weist vier gleiche Schaltungskreise 30 auf mit
je einem Vorverstärker 31, einem Inverter 32, einem Puffer 33 und einem Verstärker 34 mit einstellbarer
Verstärkung. Über die Schalter 39 und 44 werden den Schaltkreisen Impulssignale aus einem Impulsgenerator
43 zugeführt. Die Ausgänge der Schaltkreise 30 werden Massen-Balance-Modulationssignale
oder MUM-Signale genannt, sie treten an den Anschlußkontakten 35, 36, 37 und 38 auf. Diese Signale
sind einfach die Modulationshüllkurven der vier Ableitungssignale.
Die F i g. 6 zeigt die Wellenformen der Signale an den verschiedenen Teilen der Schaltung nach F i g. 5,
wobei das Ableitungssignal am Eingangskontakt 25 in der Fig. 6d als modulierte Sinuswelle dargestellt
ist. Dje Fig. 6a zeigt das Lagerelekiraden-Vorspannungssignal
(20 KHz), während die Fig. 6b und 6c
die entsprechenden Ausgangsimpulse aus dem Impulsgenerator 43 zeigen. Die F i g. 6 e zeigt den demodulierten
Ausgang, der am AusgangsJcontakt des Puffers 33 auftritt, der im Verstärker 34 verstärkt und
25
umgekehrt wird, wobei das MUM-Signal (Fig. 6f)
erzeugt wird, das die Modulationshüllkurve des Eingangssignals 6a darstellt. Es wird darauf hingewiesen,
daß die MUM-SLgnale den Umlaufbahnvektoren
s (Fig.3) im allgemeinen um 11° nacheilen. Dies ist
eine Folge des Umstandes, daß bei dem Verfahren ein treppenstufenförmiger Ausgang erzeugt wird. Bei
vierzigtausend Abgriffen pro Sekunde beträgt die Nacheilung des 2550-Hz-Ausganges eine halbe Treppenstufe
nach der Gleichung:
.T . ., 1 2550
Nacheilung =
2 40000
360° = 11° (4)
Die Information über die Lage der Rotationsachse ist in den Phasen und Amplitudenbeziehungen der
an den Anschlußkontakten 35, 36, 37 und 38 (F i g. 5) auftretenden vier MUM-Signale enthalten.
Um die gewünschte Information über die Lage der Drehachse der Kugel in bezug auf das Gehäuse zu
erhalten, stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung.
Bei der in der F i g. 2 dargestellten Anordnung mit acht Elektroden liegen vier Paare einander gegenüberstehende
Elektroden vor, und zwar +1, — 1 und +2, -2 und +3, -3 und +4, -4. Die Vektoren
T1, T2, T3 und T4 werden als senkrecht zu den
Mitten der betreffenden Elektroden definiert. Die x-, y- und j-Achsen stehen senkrecht aufeinander
an den Ecken der Elektrode + 1. Hiernach kann die nachstehende Gleichung aufgestellt werden:
wobei
| 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | Tx' | y | 1 | = (W) T1. | r |
| 1 | 1 | -1 | i'i | -1 | T | T2 | 1 | \ / y | -1 |
| 1 | -1 | 1 | ,'J | -1 | -1 | T2. | 1 | ||
| 1 | -1 | -1. | 1 | -1 | -1 | ||||
| V] | |||||||||
Wie sich unter Bezug auf F i g. 7 ergibt, ist das wobei Dx, D1, und D2 die Komponenten der Verzu
jedem Elektrodenpaar gehörige Ableitungssignal 50 Setzung des geometrischen Mittelpunktes der Kugel
fast genau die Komponente der Versetzung, die längs gegen den Mittelpunkt des Hohlraumes sind. Wird
der Elektrodenachse verläuft. Bei einer Versetzung 25 das Skalar-Produkt von ZJ mit den Vektoren der
der geometrischen Mitte der Kugel vom Mittelpunkt Gleichung (7) genommen, so wird die Beziehung
des Hohlraumes messen die Elektrodenpaare mit
den Nummern 1, 2, 3 und 4
den Nummern 1, 2, 3 und 4
erhalten:
D1 = T1
Z5
Z5
25
25
Z5
25
25
(7)
60
Dn
D,
Die gemessenen Werte von D1, D2, D3 und D4
werden benutzt, um die Komponenten auf den x-, y- und z-Achsen zu finden
D1 = T1-ZS
D, = Tx-D (8)
D1 = T1-O
Aus der Gleichung (9) geht hervor, daß Dx, Dx
und Dj. gefunden werden kann aus D1, D2, Ds und D4.
Tatsächlich sind Dx, Dx und D2 in der Gleichung (9)
überbestimmt. Werden in D1, D2, D3 und D4 Abweichungen
zugelassen, so ergeben sich die Lösungen
409509/76
D1
-1WT
D1
D
D
D4J
| 2 | 1 | 53 016 | 1 -1 -1 |
I | 10 |
| 3 | |||||
| V | 1 -1 -1 1 1 -1 1-1 1 |
D2 D3 |
4 | ||
| ι | |||||
2 _
D2
D4J
(10)
In jeder Spalte von W (Gleichung 5) beträgt die 52. Im Hinblick auf die Durchführung zusätzlicher
Summe Null. Aus der Gleichung (9) ist zu ersehen; Messungen für eine Selbst-Eichung soll definiert
daß dies bedeutet, daß D1+D2+D3+D^ Null ist io werden
ungeachtet der Lage der Drehachse. « = D +D +D +D (11Ϊ
Die an den Kontaktpunkten 35, 36, 37 und 38 η »T 2 T 3 T * K }
auftretenden MUM-Ableitungssignale werden um- Bei einem abweichungsfreien Kreisel ist η = 0. Die
gewandelt in die X-, Y-, Z-Koordinatensignale Dx, Matrixgleichung (10) kann daher durch η ergänzt
Dy und D2 mit den Differenzverstärkern 50, 51 und 15 werden.
| Dx | 4 |
| Dy | |
| D2 | |
| V. | |
| -1 | 1' | D1 | D1 |
| -1 | -1 | Da | |
| 1 | Ί | D3 | D3 |
| 1 | 1_ | D1J | D4. |
wobei
■1 -1
1 - 1
■1 1
1 1
1
1
1
-1
1
1
Die »/-Gleichung wird erfüllt durch Summierung der Größen D1, D0, D3 und D1 in den Differenzverstärkern
50, 51 und 52. Die Versetzungskomponenten Dx, Dy und D2 können wie folgt ausgedrückt
werden:
Dx = Gx + Mx
D1 = G2 + M2
(14)
M= TxMx + TyMy + T2M2
= Tx (A x cos ws t + Bx sin ω5 r) +
+ Ty (Ay COS W, t + By SlTi (Ος t)
+I1(A2' cos cüs t + B2 sin ws f)
= Ti' cos ω5 1 + W sin ω4 f
wobei
= Ti' cos ω5 1 + W sin ω4 f
wobei
wobei Cx, G3,, G2 die Versetzungen des Massenmittelpunktes
in bezug auf den Mittelpunkt des Höhlraumes sind, während Mx, Af1,, M2 die Versetzungen
des geometrischen Mittelpunktes in bezug auf den Massenmittelpunkt sind. Die Versetzungen
Gx, Gj,, G2 des Massenmittelpunktes können verschiedene
Ursachen haben und sind nicht wichtig bei der Bestimmung der Orientierung der Rotationsachse.
Die Versetzungen Mx, M1,, M2 sind die Komponenten
der x-, y- und z-Achsen des MUM-Veklors Ή in der F i g. 3. Bei einem im Inertialraum
teststehenden Gehäuse verändern sich diese Komponenten
sinusförmig mit der Zeit bei der Rotationsfrequenz der Kugel. Sie können daher wie folgt ausgedrückt
werden:
B'= TxBx'
TyB/
Mx = Ax cos ω5 1 + Bx' sin ω5 f
My = Ay' COS Ws t + By SUl Wj t
(15)
M2 = A2' cos mst + B2' sin o)sf
wobei (os die Winkelgeschwindigkeit der Kugel ist.
Sind Tx, T3, und T2 die Einheitsvektoren längs der x-,
y- und z-Achsen, dann kann der MUM-Vektor Ή geschrieben
werden als
ist. Die Gleichung 16 führt zu der in Fig. 8 dargestellten
Interpretation. Die im Inertialraum feststehenden Vektoren Ti' und W verlaufen senkrech
zur Kugeldrehachse und zueinander. Das heißt, dei Vektor B' ist um 90° gedreht in bezug auf den Vek
tor A~'. Die Vektoren A' und B' weisen die gleich!
Länge auf wie der MUM-Vektor M. Es ist
I'^Mbeif = 0 und B' = M bei ί = — (—V
4 W
Hieraus geht hervor, daß die Drehachse in der Rieh tung des Vektors JT' · B' verläuft.
Die Vektoren JT und B' oder deren Äquivalent
können in der folgenden Weise erzeugt werden:
Die Ableitungssignale werden synchron demoduliei unter Verwendung einer Bezugsfrequenz <us + δα die sehr nahe an der Drehfrequenz ws gelegen is Dieses Verfahren umfaßt zwei parallele Vorgang« Erstens wird jedes Ableitungssignal demoduliei durch eine Bezugskosinuswelle und durch Filter des Resultats mittels eines Tiefpaßfilters, und zwe tens wird jedes Ableitungssignal durch eine Bezug! sinuswelle demoduliert, und das Resultat wird mitte eines Tiefpaßfilters gefiltert. Die an Dx, Dy und L
Die Ableitungssignale werden synchron demoduliei unter Verwendung einer Bezugsfrequenz <us + δα die sehr nahe an der Drehfrequenz ws gelegen is Dieses Verfahren umfaßt zwei parallele Vorgang« Erstens wird jedes Ableitungssignal demoduliei durch eine Bezugskosinuswelle und durch Filter des Resultats mittels eines Tiefpaßfilters, und zwe tens wird jedes Ableitungssignal durch eine Bezug! sinuswelle demoduliert, und das Resultat wird mitte eines Tiefpaßfilters gefiltert. Die an Dx, Dy und L
durchgeführten Operationen sind in der Fig. 7 schematisch dargestellt. Das Signal Dx wird zu einem
Synchrondemodulator 60 geleitet, der die Bezugssinus- und -kosinussignale E und F empfängt und
zwei Ausgangssignale erzeugt, von denen das eine Ausgangssignal eine Funktion des Bezugskosinussignals
und das andere Ausgangssignal eine Funktion des Bezugssinussignals ist. Beide Signale werden
zu gleichen, jedoch voneinander unabhängigen Tießpaßfiltern 66 geleitet. Die Dy- und D^Kanäle
gleichen dem D,-Kanal. Für das 0,-Signal ist der
Ausgang aus dem Demodulator unter Verwendung des Bezugskosinussjgnals
(Gx 4 Ax cos wst 4 Bx sin mst) (2 cos [i»s + δω] ή — 2(7» cos(ws + A(ü)t 4 (Ax cos Awl Bx'Un Aw t)
+ (Ax cos [2 ω, 4 Αω\ t 4 Bx sin [2 ms + Am] t
(18)
Das Tiefpaßfilter 66 siebt die Frequenz 2 ω, + Αω
aus. Unter der Annahme, daß G11 verhältnismäßig
klein im Frequenzbereich nahe mh ist, ergibt sich als
Ausgang A1 des Tiefpaßfilter*
Aus den gleichen Gründen ist dann der Ausgang Bx des auf den Demodulator folgenden Tiefpaßfilters
Entsprechend kann gezeigt werden, daß bei Dy als
Eingang für den Synchrondemodulator die nachstehenden Gleichungen erhalten werden:
Ay-Ay cos Aw I By' sin Aw t Ry — Ay sin Aid t 4 By casAiot
Bei D, als Eingang bestehen die Ausgänge aus dem
Synchrondemodulator aus
A, = A1'cos Amt ByUnAo)I _
B1 — A1'sin Au)t t B/cos<Vu/
Es wurde bereits ausgeführt, daß unter Benutzung der Versetzungssignale D1, Dy und D1, die bereits für
die Lagerelektroden-Servoeinrichtung erzeugt werden, als Hingänge für die drei Synchrondemodulatoren,
die von denselben Bezugsstjinalen betrieben
werden, die Großen Ax, Bx, Ay, B1, A„ B2 nach den
Gleichungen (19 bis 22) erzeugt weiden
Um die Richtung der Drehachse aus den Demodulatorauspängcn
bestimmen zu können, sollen zuerst die Vektoren definiert werden, deren Komponenten
diese Ausgänge sind.
~2 — T Λ 4-·T λ 4- T Λ
Β-Τ,Β, + Τ,Β, + Τ,Β, (23)
Bei Einsetzen der Gleichungen 19, 20, 21 und 22
in die Gleichung 23 wird
X =- (T, A / 4- Ty A y 4 T1A1') cos Αω ι
- (IxBx 4 TyBy + T2B/) sin Amt
= ~Ä' cos Αω t - W sin Am t (24)
= ~Ä' cos Αω t - W sin Am t (24)
Ebenso wird aus der Gleichung (23):
In der Gleichung (25) ist B gleich lang und von B' gleich TU und von Ä' aus negativ um die Kugeldrchachse
um einen Winkel Amt gedreht (vgl. Fig. 9).
In der Gleichung (25) ist B gleich lang und von B' aus in derselben Richtung um Am t gedreht. Hiernach
sind ~Ä und B" senkrecht zueinander und verlaufen
beide in der zur Drehachse senkrechten Ebene. Unter der Annahme, daß jede Komponente Ά und Έ (Ax,
Ay, A1, Bx, By, B1) von der Konstanten \M\ ~l längs
der Linie so beeinflußt wird, daß JJT | = |B| = 1 ist,
sind die Komponenten von ~Ä B die Richtungskosinusse der Drehachse. Sind ων, coy und ωζ die
Richtungskosinusfunktioncrt zwischen der Drehachse
Ts und den x-, y- und z-Achsen, dann wird
X ~~~ S\ i<
.B.
y ^ A1Bx -AxB,
ζ — AxBy A31Bx
(26)
Die Gleichungen 24, 25 und 26 zeigen, in welcher Weise die demodulierten Versetzungs-Ableitungssignale
zum Berechnen der Richtung der Drehachse benutzt werden.
Die Operation ~Ä ■ B wird von den Multiplikations-
*o stufen 71, 72, 73, 74 und 75 zusammen mit den Differenzverstärkern
80, 81 und 82 ausgeführt. Das Signal Ax wird den Mulliplikationsstufen 70 und 74 zugeführt,
die ferner die Signale B1. bzw. B, empfangen
und die Ausgänge AxBy und AxBy erzeugen. Das
*5 Signal Ay wird zu den Multiplikationsstufen 71 und
75 geleitet, die femer die Signale B, bzw. Β, empfangen
und die Ausgänge AyBx und AyBz erzeugen. Das
Signal A, wird zu den Multiplikationsstufen 72 und 73 geleitet, die ferne· die Signale Bx bzw. B1, empfangen
und als Produkt die Ausgänge A,Bx und A,By
erzeugen. Ein Differenzverstärker 81 subtrahiert von Signal A1B, das Signal A,By, wobei das Ausgangssignal
,ο, erzeugt wird, das die Rotation der Achse
längs der -Y-Achse darstellt. Ein Differenzverstärker82
subtrahiert das Signal AxB1 vom Signal A2Bx,
wobei das Ausgangssignal ,», erzeugt wird, das den
Richtungskosinus der Rotationsachse längs der V-Achse darstellt. In der gleichen Weise subtrahiert
ein Differenzverstärker 80 das Signal AxBx vom Signal
AxBy, wobei das Ausgangssignal ι.,, erzeugt
wird, das den Richtungskosinus der Drehachse längs der 7-Achse darstellt.
Eine weitere nützliche Information kann aus Ti
und B abgeleitet werden. Es wurde bereits ausgeführt, daß die beiden Vektoren Ά, B sich mit der Geschwindigkeit
von T^ Λ,.ι in bezug auf die Vektoren A'. B'
und damit in bezug auf den Inertialraum drehen. Weiden für Ä und B Werte abgenommen, die durch
die Zeit tf voneinander getrennt sind, wobei Av, U <
\ ist, so folgt
Hn — /!„-j = ~ A(aAt Bn oder
Aw= - -a- (Zn-Zn^)-Bn
At
At
- 1
At
At
[(Ax,n
+(A,,n~Al[n J1)B8] (27)
Die Gleichung (27) ermöglicht die Berechnung von Am. Das Ergebnis dieser Berechnung kann benutzt
werden zum Einstellen der Frequenz des Oszillators 91, so daß Am gleich Null wird oder einen antieren
gewünschten Wert erhält. Die Gleichung (27) kann mit dem in der Fig. IO dargestellten Trägcrfrequenzkontrollmittel
90 aufgelöst werden. Die Signale Ax, Ay und A, werden gleichen und unabhän-
phase obne Fehler und Abweichungen erhalten werden. Abweichungen und Fehler, wie die obengenannten,
verursachen die Demodulatorausgänge
Ai + OAi, Bt +OBi (i = x, y, z)
Die Abweichungen öA1 und dB, sind Funktionen
der Größen der verschiedenen Fehlerquellen der Drehachsenrichtung und der Demodulatorbezugsphase.
Das heißt, sie sind:
OA1(Ic1, A",..· K; Z, Έ) ■
wobei die k-Werte gleich der Größe der Fehlerquelle
sind.
Es wurde bereits erwähnt, daß im fehlerfreien Fall die Vektoren Z und Z? die Einheitslänge aufweisen
und in jeder Drehachsenrichtung und Demodulatorbezugsphase senkrecht aufeinander stehen. Es
ist daher
Ή-Έ- 1 = Bx* +B1
Az*-l =0
B*- 1 = 0
B*- 1 = 0
(28)
(29)
(29)
gigen Verzögerungsmitteln 94 und gleichen unabhängigen Differenzmitteln 95 zugeführt. Die Verzögerungsmittel
94 verzögern die Signale an den Eingängen um den Wert α t. Das verzögerte Signal wird
dann im Differenzmittel 95 von dem empfangenen Signal subtrahiert, wobei eiii Differenzsigna] erzeugt
wird. Die betreffenden Differenzsignale werden dann in den Mültiplikationsschaltungen 96, 100 und 110
unabhängig mit den Signalen Bx, By bzw. B, multipliziert.
Die Ausgangsprodukte aus den Multiplikationsschaltungen
werden dann in der Summierungsschaltung 97 summiert. Em einer regelbaren Vorspannungssignalquelle
111 beispielsweise entnommenes Vorspannungssignal wird so bestimmt, daß
eine gewünschte Gleitfrequenz erzeugt wird. Das Vorspannungssignal wird mit dem Signal aus der
Summiefungsschaltung 97 in einer zweiten Summierungsschaltung
98 zu einem Steuersignal summiert. Dieses Signal wird im Verstärker 99 verstärkt und
dem Oscillator 91 zugeführt. Die mit E bezeichnete Ausgangsfrequenz des Oszillators 91 ist proportional
dem Steuersignal aus dem Verstärker 99. Das £-(Sinus-)Signal wird einer eine Phasenverschiebung
von 90 bewirkenden Phasenschieberschaltung 92 zugeführt, die das F-(Kosinus-)SignaI erzeugt. Die
E- und F-Signale werden dann den Synchrondemodulatoren a! Bezugssignale zugeführt.
Bei jedem elektrostatisch gelagerten Kreisel gibt es verschiedene Bedingungen, die ein Arbeiten in der
oben beschriebenen Weise verhindern. Diese Bedingungen sind eine Folge von Ungenauigkeiten bei der
Anfertigung des Hohlraumes und wegen der notwendigen Toleranzen bei den elektronischen Schaltungselementen. In der Praxis entsprechen die Mitten der
Elektroden nicht dem in der Fig. 2 dargestellten rechtwinkligen 'Muster. In den verschiedenen elektronischen
Kanälen bestehen immer Abweichungen bei der Vorspannung, der Verstärkung und bei den
Phasen. Diese Abweichungen von den Sollwerten führen zu Abweichungen bei den Komponenten von
Z und Έ als Demodulatorausgänge. Wenn der Kreisel und die elektronischen Elemente zusammengebaut
werden, wird eine Eichung durchgeführt, wobei diese Abweichungen kompensiert werden. Es bleiben
jedoch immer noch restliche Abweichungen zurück, die die Genauigkeit der Arbeit beeinträchtigen. Als
ein Beispiel sei angeführt, daß naoh der Eichung restliche Abweichungen aus Verschiebungen in den
Fehlerquellen zurückbleiben. Der Kreisel kann so mechanisiert werden, daß die Demodulatorausgänge
im allgemeinen benutzt werden können, um diese restlichen Fehler zu ermitteln und zu korrigieren,
selbst dann, wenn der Kreisel in Betrieb ist.
Zum Erläutern der Möglichkeit der Mechanisierung einer »Selbsteichung« sei angenommen, daß
A,,B,(i = x,y,z) Q5(ki >*2· · · *«;*.»)
Für die relativ kleinen Fehlerquellenwerte, die für
die Demodulatorausgänge sind, die bei einer gege- 60 die Praxis von Interesse sind, kann geschrieben werbenen
Drehachsenrichtung und Demodulatorbezugs- den:
Z-B =AXBX + AyBy +A1B1 = O (30)
Werden die durch die Gleichungen (28, 29 und 30) bestimmten Größen unter Auswertung der Demodulaiorausgänge
berechnet, so werden etwas andere Resultate erhalten wegen der in diesen Ausgängen
enthaltenen Fehler. Es sollen definiert werden:
+ AyöAy
= 2(Axd Ax
2=(34 όΉ)·(Ε+δΉ) - 1 = 2
= 2(ΒχδΒχ + By 6By + Bz OB2)
qa=(Ä+ ό7Γ)·(Β-δΉ) =
Ή·δΑ~
= AxdBx+AyABy-i ΑζδΒ;+ ByöAy + B1öAl
Weiterhin sollen #4 und gs als demodulierte Sinüs-
und Kosinuskomponenten von η nach der Gleichung (12) definiert werden. Ohne Abweichungen und
Fehler wird
*, = S6 = 0
Es ist offensichtlich, daß die g-Werte Funktionen
der Größe der Fehlerquellen der Drehachsenrichtung und der Demodulatorbezugsphase sind. Das
heißt, es ist
?, (A1, A2... k„; Z, F)
^4(A1,A2. ..A„;Z,B)
^4(A1,A2. ..A„;Z,B)
— 0(A1, A2... AnM, Ä)
k's = 0
ό ok9
,v=l,2...5
k's = Q +...+An qv\k's = Q
Okn
oder in Form einer Matrix:
Q2 =
ist das System der Gleichungen eindeutig unterbestimmt, und k kann niemals vollständig aufgelöst
werden Die Meßbarkeit wird verbessert dadurch, daß der Demodulatorbezugswert asynchron mit der
Kugeldrehzahl (<5ω=£0) so bemessen wird, daß Ά
Qi '· und B sich in bezug auf das Gehäuse drehen. Nimmt
qs ^n weiterhin das Gehäuse verschiedene Lagen in bezug
auf die Kugeldrehachse ein, wie dies im normalen
wobei H eine 5 · η-Matrix ist, deren Elemente TeU- Betrieb des Kreisels der Fall ist, so wird die Meßableitungen
von »<7« in bezug auf »k« sind. H ist eine 10 barkeit sehr gut.
Funktion von Ά und B, jedoch nicht von »Je«. Die Die Fig. 11 zeigt die Schaltung, mit der die Werte
- «;__»„ „:„,, i;„öe,„ p„„vtir.npn Apx Abweichungen für qx bis qa nach den Gleichungen 28, 29 und 30 erhalten
werden können.
Die Signale Ax, Ay, Az, Bx, By und B2 werden in
den Multiplikationsschaltungen 120, 121, 122, 126,
127 und 129 quadriert Die Werte A/, A/ und Af
werden in der Summierungsschaltung 123 summiert. Die Ausdrücke Ax und Bx werden in der Multiplikarionsschaltung
125 multipliziert. Die Ausdrücke B,.2,
»o By s und B2 2 werden in der Summierungsschaltung
128 summiert. Die Ausdrücke Ay und By werden
in der Multiplikationsschaltung miteinander multipliziert, während die Ausdrücke A2 und B2 in
der Multiplikationsschaltung 131 miteinander mul-
»5 tipliziert werden. Die Ausgänge aus den Multiplikationsschaltungen
125, 130 und 131 werden in der Summierungsschaltung 132 zum Ausgang q3
addiert. Der Ausgang aus der Summierungsschaltung
ι 123 wird mit einem — I-Signal in der Summierungs-
9SJ 3° schaltung 124 zu einem Ausgangssignal qx addiert.
Der Ausgang aus der Summierungsschaltung 128 wird
gleich dem Meßvektor ist, während H die Meßmatrix mit einem - 1-Signal in der Summierungsschaltung
ist. Sind Ti und B konstant und ist η größer als 5, so 133 zu einem Ausgangssignal q% adidiert.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Funktion von A und B, jeaoca nicni von »λ«, υπ
ς-Werte sind lineare Funktionen der Abweichungen ^1, k2 ... k„. Die Aufgabe kann nun so formuliert
werden, daß nach den Erfahrungen und Schätzungen theoretisch ist:
Jt =
Qi
Qi
Qi
Claims (1)
1. Verfahren zum Bestimmen der Drehimpuls- 100, 110), in der alle Differenzsignale mit den
richtung einer mit konstanter Drehzahl rotieren- 5 betreffenden demodulierten Signal (Bx, By, Bz,
den Kugel, die mittels Elektrodenpaaren in einem multipliziert werden, und durch eine Sjunmie
Gehäuse elektrostatisch gelagert und deren rungsschaltung (97), in der die Produkteignal(
Massenmittelpunkt gegenüber dem geometrischen aus der Multiplikationsschaltung (96, 110, 100.
Mittelpunkt in der Drehebene versetzt ist, in zu einem Steuersignal summiert werden, das den
bezug auf die Lagerelektroden, die mit einer io genannten Oszillator (91, 92) zugeführt wird unc
Wechselspannungsquelle verbunden sind und von die Phasenbeziehung zwischen den modulierter
denen entsprechend der Feldstärke im Lagerspalt Feldsignalen und den erzeugten Bezugsträgef-
modulierte Spannungen abgegriffen, mit der den Signalen bestimmt.
Elektroden zugefuhrten Wechselspannung de- 5. Recheneinrichtung nach Ansprach 4, gemoduliert
und einer Recheneinrichtung züge- 15 kennzeichnet durch eine regelbare Vorspannungs·
führt werden, dadurch gekennzeichnet, signaJquelle (111) und durch eine zweite Sumdaß
in der Recheneinrichtung folgende Opera- mierungsschAung (98), in der das Signal aus dei
tionen nacheinander durchgeführt werden: erstgenannten Summierungsschaltung (97) mii
1. Aus den demodulierten Spannungen (D1 dem Signal aus der' VorspannungssignalquelU
bis D1) werden Signale (Dx, Dy, Dz) abge- ao (111) zu einem Steuersignal summiert wird,
leitet, die die Bewegung der Kugel in bezug dessen Phasenbeziehung zu den genannten moduauf
drei senkrecht zueinander stehende Ge- lierten Feldsignalen verändert werden kann,
häuseachsen darstellen;
häuseachsen darstellen;
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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Family
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| CA (1) | CA984180A (de) |
| DE (1) | DE2153016C3 (de) |
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| RU2386106C1 (ru) * | 2008-11-11 | 2010-04-10 | Открытое акционерное общество "Концерн "Центральный научно-исследовательский институт "Электроприбор" | Способ коррекции программного движения полярного электростатического гироскопа корабельной навигационной системы |
| CN105115486B (zh) * | 2015-07-17 | 2018-03-20 | 东南大学 | 静电悬浮三轴球壳谐振微陀螺仪的加工方法 |
| CN105466408B (zh) * | 2015-07-21 | 2017-12-22 | 东南大学 | 三轴立体足球状微陀螺仪及其加工方法 |
| CN113390340B (zh) * | 2021-06-15 | 2022-07-22 | 中国工程物理研究院机械制造工艺研究所 | 一种非连续区域的角球面球心空间位置检测方法 |
Family Cites Families (5)
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1971
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