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Uber£1ur-Fahrzeughebebühne Die Erfindung bezieht sich auf eine Überflur-Fahrzeughebebühne
mit einseitig auskragenden, das Fahrzeug parallel zu seiner Längsachse aufnhmenden
Auslegern.
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An Fahrzeughebebühnen werden in der Praxis zahlreiche Forderungen
gestellt, deren ErfUllung in ein und derselben Konstruktion erhebliche Probleme
aufwirft. So soll z.B. zur unbehinderten Ausführung von blontagearbeiten nach Möglichkeit
die gesamte Fahrzeugunterseite und insbesondere der Motorbereich frei zugänglich
sein. Ferner sollen die Fahrzeugtüren jederzeit geöffnet werden könnens damit die
Bedienungoorgane des Fahrzeuges auch während der w ührung von Ifartungs- bzw. Reparaturarbeiten
erreichbar sind. Weiterhin ist es erwünscht, daß alle Räder des Fahrzeuges frei
drehbar und Radnaben und Bremstrommeln ohne Behinderung zugänglich sind. Schließlich
soll von der Hebebühne eingenommene Bodenfläche bei Nichtgebrauch der BUhne ohne
Einschränkungen, z.B. zum Rangieren von Fahrzeugen, befahrbar sein, und es sollen
im Sinne einer
bestmöglichen Ausnutzung der Werkstattfläche möglichst
viele Biihnen aufgestellt werden können, so daß der für die einzelne Bühne erforderliche
Rangierraum nicht zu groß sein darf.
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Diese Forderungen werden in ihrer Gesamtheit von keiner der bisher
bekannten Bühnen verfüllt. Während die weist vcrbrciteten hydraulischen Steinpelhebebühnen
nur mit erheblichem baulichen Aufwand installiert werden können und - ähnlich wie
die Scherenhebebiihnen - nie die gesamte Unterseite des Fahrzeuges freigeben, behindern
die ebenfalls recht verbreiteten Zweisäulen-Ilebebühnen das Öffnen der Fahrzeugtüren.
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Darüber hinaus ist auch hier die Zugänglichkeit des Fahrzeugbodens
durch einen Querträger und dadurch lange Schwenkarne behindert, die für Fahrzeuge
mit weit voneinander entfernten Aufnahuiepunkten erheblicher Verstärkungen bedürfen.
Weiterhin wirkt sich das tjberfahren des im Ruhezustand der Bühne am Boden liegenden
Querträgers störend auss und die diese Hebebühnenbauart kennzeichnenden Säulen stehen
einer anderweitigen Nutzung des Werkstattbodens hindernd im Wege.
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Bei einer anderen verbreiteten Bauart von Hebebühnens den Yiersäulenbühnen,
bestenen die Nachteile der Blockierung des Werkstattraumes in verstärktem Naße,
wenngleich hier die Fahrzeugunterseite ständig frei ist und die Türen stets zugänglich
sind. Andererseits steht jedoch bei dieser Bauart das Fahrzeug ständig auf seinen
Rädern und nuß bei bes timmten Montagearbeiten durch Zusatzgeräte angehoben bzw.
abgestützt werden.
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Weiterhin sind Arbeiten an den Radnaben und Brensen durch die das
Fahrzeug aufnehmenden Schienen etwas behindert.
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Viele der genannten Nachteile, insbesondere hinsichtlich der zeitweiligen
Nutzbarmachung des Werkstattbodens für andere Zwecke, werden durch Überflur-Fahrzeughebebühnen
mit einseitig auskragenden Auslegern vernieten.
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Dies gilt jedoch nicht für solche Ausführungsformen, bei denen die
Ausleger das Fahrzeug quer zu seiner Längsrichtung aufnehmen, da in diesem
Falle
die uebliche Montage der Bühnen in einer Reihe an einer Hallenwand wegen des zu
großen Raumbedarfs für das An- und Abfahren der Fahrzeuge ausscheidet.
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Es ist eine Ub-rflur-FahrzcughebebüIinc mit einseitig aus!;ragenderl
Ausleger bekannt, der an einer senkrechten Führungssäule verschiebbar geführt ist
und das Fahrzeug parallel zu seiner Längsachse aufnimnt. Diescr Ausleger ist als
selbsttragender Kastenträger ausgebildet, in dessen Wandungen die zur Fahrzeugpflege
dienende apparative Ausrüstung geschützt angeordnet ist.
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Obgleich diese Ausführungsfor- für Pflege- und gewisse Wartungsarbeiten
vorteilhaft sein Mag, so erscheint sie für eine Viel@ahl von Wartungs arbeiten sowie
für Reparaturarbeiten ungeeignet, da der breite Kastenträger die Unterseite des
Fahrzeuges weitestgehend verdeckt. Ferner muß dieser relativ hohe Träger zur Aufnahme
des Fahrzeuges überfahren werden, was bei Fahrzeugen ait geringer Bodenfreiheit
zu Schwierigkeiten führen kann. Weiterhin kann den sehr stark voneinander abweichenden
Vorschriften der Fahrzeughersteller hinsichtlich der zu benutzenden Au'-nahmepunkte
bei dieser Ausführungsform kaum entsprochen werden, so daß der Anwendungsbereich
dieser Hebebühne sowohl hinsichtlich der am Fahrzeug durchzuführenden Arbeiten als
auch bezüglich der Fahrzeugtypen recht eingeschränkt erscheint.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine für alle Arbeiten an
Kraftfahrzeugen der verschiedensten Herkullft und Bauart verwendbare und raussparend
aufstellbare Hebebühne zu schaffen. Insbesondere sollen hierbei die gesaMte Fahrzeugunterseite,
die Fahrzeugtüren sowie die lAider des Fahrzeuges uneingeschränkt zugänglich bzw.
drehbar sein, und der Werkstattboden soll bei nichtbenutzter hebebühne völlig frei
und eben sein.
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Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß zwei in
an sich bekannter Weise an senkrechten Führungssäulen verschiebbare Ausleger in
einem die größte vorkommende Fahrzeugbreite übersteigenden Abstand voneinander angeordnet
und mit in horizontaler Ebene verschieb- und verschwenkbaren Aufnahmeorganen zur
Erfassung des Fahrzeuges verschen sind.
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In zweckmäßiger Weiterbildung des Erfindungsgedankens sind die Ausleger
über Zugstahgen mit einem an den Führungssäulen verschiebbaren Joch verbunden.
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Zum Antrieb der Fahrzeughebebühne greift in vorteilhafter Weise an
der Mitte des Joches ein sich gegen den Boden abstützender Hydraulilxstempel an.
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Weiterhin sind in zweckmäßiger Ausgestaltung des Erfindungsgedankens
die Antriebsaggregate für den Hydraulikstempel innerhalb des Joches angeordnet,
und der Antriebsmotor der Hydraulikpumpe ist außen an dem Joch angeflanscht.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargeste1.lt
und wird im folgenden näher beschrieben.
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Die Figur zeigt die Uberflur-Fahrzeughebebühne gemäß der Erfindung
in perspektivischer Darstellung mit einem ebenfalls perspektivisch angedeuteten
Kraftfahrzeug.
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An den in den Werkstattboden eingelassenen Führungssäulen 1 sind die
beiden Ausleger 2 verschiebbar geführt. Die Ausleger 2 sind hierbei über Zugstangen
3 mit einem Joch 4 fest verbunden, welches ebenfalls an den ürungssäulen 1 verschiebbar
geführt ist.
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Die Ausleger 2 sind mit Aufnahmearmen 5 und 6 versehen, die in der
horizontalen Ebene schwenkbar angeordnet sind. Darüber hinaus sind die Aufnahmearme
6
an den Auslegern 2 über Führungsteile 7 längsverschiebbar angeordnet. Jeder Aufnahmearm
5, 6 ist ferner mit einem parallel zu seiner Längsachse auf dem Aufnahmearm verschiebbaren
Aufnahmepolster 51, 6' versehen.
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Der Antrieb der liebebühne erfolgt über einen llydraulikstempel 8,
der einerseits an dem Joch 4 angreift und sich andererseits gegen den llerkstattboden
abstützt. Sämtliche Antriebsorgane fiir den Hydraulikstempel.
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8 sind imerhalb des Joches 4 untergebracht, und der Antriebsmotor
9 für die iiydraulikpurnpe ist in servicegereclltcr Anordnung außen an dem Joch
4 angeflanscht.
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Die Anordnung der Führungssäulen 1 bzw. der Ausleger 2 ist derart
getroffen, dal der Abstand der beiden Ausleger 2 voneinander derart reichlich bemessen
ist, daß jeder Fahrzeugtyp der mit dieser Hebebühne aufzunehmenden Kategorie von
Fahrzeugen ungehindert zwischen die am Boden befindlichen Ausleger 2 einfahren kann,
wobei die Aufnahmearme je nach Breite des Fahrzeuges mehr oder weniger eingeschwenkt
werden müssen. Sodann werden die Aufnahmearme 5 im Bereich der vorderen Türanlenkung
unter das Kraftfahrzeug geschwenkt, und die Aufnahmepolster 5' werden in den Bereich
der vom Fahrzeughersteller vorgesehenen Aufnahmepunkte yeschoben. Die hinteren Aufnahmepunkte
des Fahrzeuges werden in analoger Weise von den Aufnahmearmen 6 und den Polstern
6t erfaßt, wobei durch das verschiebbare Führungsteil 7 eine Anpassung an jede Fahrzeuglänge
vorgenommen werden kann. Es ist ebenfalls möglich, die Aufnahmearme 5 am vorderen
Ende der Ausleger 2, ähnlich wie die Aufnahmearme 6, verschiebbar anzuordnen, so
daß beim Einfahren des Fahrzeuges ein größerer Spielraum gegeben ist.
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Nach dem Anheben des Fahrzeuges ist dessen gesamte Unterseite frei
zugänglich, die Türen können geöffnet werden und die Fahrzeugräder sind
frei
drehbar, so daß sämtliche Wartungs- und Reparaturarbeiten ungehindert ausgeführt
werden können. Wird die Hebebühne nicht benötigt, so werden die Ausleger so weit
aufwärtsgefahren, daß der daranterliegende Raum für andere Zwecke genutzt werden
kann.