DE203907A - - Google Patents
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Description
Mafa&tdctjwi cioltm h
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M203907 KLASSE 4d. GRUPPEN.
in BERLIN.
Es sind bereits Zündvorrichtungen für Gasglühlichtbrenner bekannt, bei denen die Zündung
der Hauptflamme von einer neben dem Mischrohr angebrachten Zündemeile erfolgt.
Bei aufrechtstehenden Gasglühlichtbrennern ist die Zündvorrichtung bereits so ausgeführt
worden, daß in der Wandung des Brennerkopfes eine oder mehrere kleine Öffnungen angebracht wurden, so daß das aus
ίο diesen Öffnungen entströmende Gasluftgemisch
durch eine davor gelagerte elektrische Zündeinrichtung entflammt und durch die so
gebildete, an der Außenseite bis zur Mündung des Brennerkopfes reichende Hilfsflamme die.
Hauptflamme entzündet wird. -
Gegenstand der Erfindung ist nun eine Zündvorrichtung für Gasglühlichtlampen, besonders
für Invertlampen, bei der die Zündquelle, welche aus einer Zündflamme, Zündpille,
einem Glühdraht oder einer anderen Zündeinrichtung bestehen kann, ebenfalls
neben dem zur Erzeugung des Gasluftgemisches dienenden Mischrohr gelagert ist, bei
der indessen eine oder mehrere seitliche Öffnungen in der Wandung des Mischrohres oder
Brennerkopfes eine solche Lage und Größe haben, daß bei Entflammung des aus der oder
den Öffnungen strömenden Gasluftgemisches die Zündung sich ins Innere des Mischrohres
in der Richtung des Gasluftstromes bis-nach der Brennermündung fortpflanzt und so die
Hauptflamme entzündet wird.
Zur Sicherheit der gewollten Fortpflanzungsrichtung der Zündung empfiehlt es sich,
das Gasluftgemisch, bevor es zur Zündstelle gelangt ist, erst ein Sieb o. dgl. durchströmen
zu lassen. Doch ist die Einrichtung beim gewöhnlichen, auf dem Prinzip des Bunsenbrenners
beruhenden Brenner auch ohne dieses Sieb brauchbar, da das nachströmende Gasluftgemisch
so wenig Luft enthält, daß es noch nicht selbst brennbar ist, und die Brennbarkeit
und Entzündbarkeit erst durch die Öffnung in der Seitenwand hervorgerufen wird. Durch die Erfindung werden in mehrfacher
Hinsicht Vorteile erzielt. Da die Entzündung des Gasluftgemisches nicht mehr unmittelbar
an, sondern schon vor der Brennermündung und außerhalb derselben erfolgt, ergibt sich,
namentlich bei Invertlampen, die vorteilhafte Möglichkeit, die Zündvorrichtung in einer gewissen
Entfernung von der Mündung an einer solchen Stelle anzuordnen, an welcher sie der
unmittelbaren Einwirkung der heißen Verbrennungsgase weniger ausgesetzt ist. Die
Zündvorrichtung kann z. B. über der Decke der Invertlampe liegen, die den eigentlichen
Brennraum der Lampe nach oben hin abschließt. Dadurch ergibt sich u. a. der Vorteil,
daß z. B. bei Anwendung einer kleinen Dauerzündflamme '■ dieser stets' genügend
Sauerstoff und frische Luft zum Brennen zugeführt wird. Üble Gerüche infolge unvollkommener
Verbrennung werden also vermieden. Bei dieser Anbringung der Zündvorrichtung sind Dauerzündflammen o. dgl. vor
dem \rerlöschen durch Luftzug geschützt. Ferner wird bei Invertlampen infolge des
Schutzes der Zündvorrichtung gegen unmittelbare Einwirkung der Verbrennungsgase
ermöglicht, die Zündvorrichtung weit nach unten zu verlegen und die Zündung des Gemisches
möglichst nahe an der Hauptbrennstelle erfolgen zu lassen. Die Zündung geht
v in jedem Falle sanft und geräuschlos ohne explosionsartige
Wirkung vor sich, weil sich, namentlich wenn die Brennermündung und
ίο Zündstelle nahe aneinander liegen, größere
Mengen von explosivem Gasluftgemisch nicht ansammeln können. Eine Zerstörung des
Glühkörpers wird infolgedessen mit Sicherheit vermieden. Hierbei kommt noch in Betracht,
daß die Entflammung des Gemisches außerhalb des Mischrohres vom Glühkörper entfernt erfolgt und die Verbrennung erst
darauf durch die Zündöffnungen hindurch ins Innere des Brennerrohres sich fortpflanzt.
Auch hierdurch werden schädliche Einwirkungen auf den Glühkörper vermieden, weil der
Hauptstoß außen stattfindet. Die Zündöffnungen des Mischrohres können mit Verschlüssen
versehen sein und nach erfolgter Zündung geschlossen werden, um ein nutzloses Ausströmen
und Verbrennen von Gasluftgemisch zu vermeiden. Die Einrichtung kann dabei so getroffen sein, daß der Abschluß in Abhängigkeit
von der Öffnungsbewegung des Gashahnes oder der Ingangsetzung der Zündvorrichtung
erfolgt.
Auf der Zeichnung ist die Erfindung in mehreren Ausführungsformen veranschaulicht.
Fig. ι und 2 zeigen die Hauptteile einer einflammigen Invertlampe in Seitenansicht
und teilweisem Schnitt, mit geöffneter und geschlossener Zündöffnung im Mischrohr.
Fig. 3 veranschaulicht eine mehrflammige Invertlampe.
Fig. 3 veranschaulicht eine mehrflammige Invertlampe.
Die Wandung des Mischrohres 1 ist, wie aus Fig. ι und 2 ersichtlich, nahe der Mündung
2 mit einer Öffnung 3 versehen. Vor dieser Öffnung und außerhalb des Mischrohres
befindet sich eine kleine Dauerzündflamme 4, die vom Gasrohr 5 aus durch die abgezweigte
Leitung 6 gespeist wird. Am unteren Ende des Brennerrohres 1,2 befindet sich der Glühkörper
7.
Nach Öffnen des Gashahnes 8 gelangt ein kleiner" Teil des zur Brennermündung 2 strömenden
Gasluftgemisches durch die Öffnung 3 hindurch nach außen an die Dauerflamme 4 und wird dadurch zum Entflammen
gebracht. Sowie dies geschieht und die Öffnung entsprechend groß ist, pflanzt sich die
Verbrennung ins Innere des Mischrohres fort, um dort die Hauptflamme an der Brennermündung
zu entzünden.
Es ist ersichtlich, daß die Zündstelle nicht unmittelbar an der Brennermündung liegt,
wie dies bei den früheren Zündvorrichtungen der Fall ist, und infolgedessen möglichst aus
dem Bereich der Verbrennungsgase gerückt ist. Um hierbei jedoch die Zündstelle und die
eigentliche Brennstelle nahe aneinander zu bringen, was für eine ruhige und sanfte Zündung
von Vorteil ist, ist in dem dargestellten Beispiel die Zündflamme oberhalb der an sich
bekannten, den unteren vom oberen Lampenraum abschließenden Decke 9, und zwar in
einer Vertiefung 10 derselben, gelagert. Hieraus ergibt sich ferner ein wirksamer Schutz
gegen die Abgase, die nicht unmittelbar an die Zündvorrichtung gelangen können. Dies
ist namentlich für Dauerzündflammen von Bedeutung, weil dadurch die zur vollkommenen
Verbrennung nötige Luftzufuhr gesichert ist und ein Schutz gegen Zugluft geschaffen
wird.
Die Zündöffnung des Mischrohres kann während des Brennens der Hauptflamme unverschlossen
bleiben, so daß ständig eine Flamme aus der Öffnung herausbrennen würde. In dem Beispiel nach Fig· 1 und 2 dagegen
ist angenommen, daß die Zündöffnung. 3 beim Brennen der Lampe abgedeckt wird, um
einen Verlust an Gasluftgemisch zu vermeiden und die Mündung der kleinen Dauerzündflamme
zu schonen. Zu dem Zweck ist vor der Öffnung 3 ein Verschlußschieber 11 vorgesehen,
der mittels eines Gestänges 12 auf und ab beweglich ist. Dieses steht mit dem
Hahn 8 so in Verbindung, daß beim Öffnen desselben der Schieber 11 allmählich niederbewegt
wird, bis bei völliger Offenstellung des Hahnes der Verschluß der öffnung 3 erfolgt
ist. Das Gestänge 12 ist, wie Fig. 2 zeigt, mit seinem freien Ende an einem Bügel
13 angelenkt, der auf dem Hahngriff sitzt und bei dessen Drehung gehoben bzw. gesenkt
wird.
Bei der mehrflammigen Lampe nach Fig. 3 ist die Lagerung und Wirkungsweise der
Zündvorrichtungen wie~ vorbeschrieben. Die Dauerflämmchen werden hier durch eine gemeinsame
Nebenleitung 14 gespeist. Die heißenAbgase entweichen durch einen Schornstein
15, ohne mit den oberhalb der Trenndecke ιό liegenden Zündstellen in Berührung
zu kommen.
Im einzelnen kann die Erfindung noch beliebig abgeändert sein. An Stelle der dargestellten
Dauergasflammen können Zündpillen, Glühdrähte, elektrische Zündfunken usw. zur Entzündung des aus den Zündöffnungen strömenden
Gasluftgemisches benutzt werden. Die Zündvorrichtung braucht nicht notwendigerweise
oberhalb der schützenden Trenndecke zu liegen. Wesentlich ist nur stets, daß die neben dem Mischrohr liegende Zündquelle
vor einer oder mehreren seitlichen, in der
Wandung des Mischrohres vorgesehenen Öffnungen von solcher Lage und Größe angeordnet
ist, daß die Zündung durch diese Öffnungen sich ins Innere des Mischrohres in der
Richtung des Gasluftstromes bis nach der Brennermündung fortpflanzt.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:ίο i. Zündvorrichtung für Gasglühlicht-lampeh, insbesondere Invertlampen, bei denen die Zündquelle seitlich vom Mischrohr, gegebenenfalls gegen die Abgase geschützt, angebracht ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Mischrohr eine oder mehrere seitliche Öffnungen von solcher Lage und Größe hat, daß die Zündung durch diese Öffnungen sich ins Innere des Mischrohres in der Richtung des Gasluftstromes bis nach der Brennermündung fortpflanzt. -
- 2. Zündvorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß vor den im Mischrohr befindlichen Zündöffnungen Verschlüsse angebracht sind, die nach Entzündung der Hauptflamme abhängig von der Drehung des Gashahnes abgeschlossen werden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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