DE118801A - - Google Patents
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Gasanzünder, wie sie gewöhnlich zum Anzünden
der Strafsenlaternen verwendet werden. Dieselbe bezweckt, diese Anzünder sowohl für
"Glühlicht- oder ähnliche Lampen, als auch für die gewöhnlichen Gaslampen verwendbar
zu machen, ohne dafs es nothwendig ist, den Anzünder schräg zu halten, damit das aufsteigende
Gas die in dem Anzünder befindliche Flamme trifft. Dadurch, dafs ein solches
Schräghalten nicht nothwendig ist, wird jede Gefahr, den Lampencylinder oder das Gehäuse
zu zerbrechen, vermieden.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist der neue Gasanzünder dargestellt.
Fig. ι ist ein Längsschnitt durch den Anzünderkopf;
derselbe zeigt die einzelnen Theile in der Ruhestellung.
Fig, 2 ist ein theilweiser Längsschnitt durch den Anzünderkopf, bei welchem die verschiebbaren
Theile in der Gebrauchsstellung sich befinden,.
Fig. 3 ist eine Ansicht des Handgriffes des Anzünders mit den Theilen, welche zur Bewegung
der die Zündung bewirkenden Organe dienen.
Fig. 4 ist ein Schnitt nach Linie 1-1 in
Fig. 3.
Fig. 5 ist ein Schnitt nach Linie 2 - 2 in Fig. 3 und
Fig. 6 ist eine Ansicht des ganzen Anzünders in kleinem Mafsstabe.
In dem AnzUnderkopf c befindet sich ein Oelbehälter oder eine Oellampe α und ein
Spiritusbehälter b. Der Oelbehälter α ist in der üblichen Weise mit einem Dochtrohre d
für den Docht e ausgerüstet, welcher fortwährend in dem Anzünderkopfe c brennt.
In der Stange/" des Anzünders ist ein Stab g
oder dergl. verschiebbar angeordnet, dessen eines Ende mit einem an dem Handgriffe angebrachten
Ringe h (Fig. 6) oder Knopf verbunden ist, und dessen anderes Ende bis in
die Nähe des Anzünderkopfes reicht, wo es in einen Federdraht oder eine Bandfeder i ausläuft
bezw. mit einem solchen verbunden ist. Dieser Federdraht hält an seinem Ende eine
Kappe, einen Stöpsel oder eine andere derartige Vorrichtung /, die einen Schwamm, eine
Asbestmasse oder ein anderes aufsaugendes Material k trägt.
Der Federdraht i ist so gebogen, dafs er das Bestreben hat, sich in einer bestimmten Richtung
zu bewegen, so dafs durch Vermittelung des Ringes oder Knopfes h der Schwammhalter
k in die in Fig. 2 dargestellte Stellung gebracht werden kann.
Bei eingezogenem Federdraht i taucht der Schwammträger k in den Spiritusbehälter b
ein, wobei der Stöpsel oder die Kappe / als Verschlufs für die Oeffnung m des Behälters
dient. Soll eine Lampe angezündet werden, so schiebt man den Knopf oder Ring h nach
oben und hebt hierdurch die Kappe Z und den Schwammhalter k mit dem mit Spiritus
getränkten Schwämme von dem Spiritusbehälter b ab. Auf dem Wege aus der in Fig. 1
dargestellten Stellung in die Stellung nach Fig. 2 wird der mit Spiritus getränkte Schwamm
durch die Flamme η der Oellampe α hindurchgeführt,
so dafs er sich entzündet, worauf er durch eine Thür oder Oeffnungj? aus dem
Anzünderkopfe austritt. In dieser in Fig. 2 gezeichneten Stellung kann der brennende
Schwamm leicht über den Cylinder der anzuzündenden Lampe gebracht werden, ohne dafs
es nothwendig ist, den Anzünder irgendwie schräg zu halten und hierdurch eine Beschädigung
der Lampe herbeizuführen.
Durch Abwärtsschieben des Ringes h werden die Kappe / und der Schwammhalter k
wieder in die in Fig. 1 dargestellte Lage gebracht, in welcher der Schwamm ausgelöscht
und wieder mit Spiritus getränkt wird.
Die Oeffnungp, durch weiche der Schwammhalter k und die Kappe / nach aufsen geführt
werden, ist mit einer in geeigneter Weise zu öffnenden Thür oder Klappe q versehen. Diese
Thür oder Klappe kann beispielsweise auch von einer Verlängerung des Federdrahtes i getragen
werden.
Bei dem auf der Zeichnung dargestellten Beispiele wird die Thür q durch eine mit dem
Ringe h verbundene Stange r geöffnet oder geschlossen. Bei Drehung des Ringes h verschiebt
die Stange r die Klappe q derart, dafs der Ausschnitt ρ geöffnet wird, und bei hierauf
erfolgendem Hochschieben des Ringes h führt der Federdraht i den Schwammhalter k durch
den Ausschnitt ρ nach aufsen.
Die Stange des Anzünders ist mit einem Bajonettschlitz s ausgerüstet, in welchem eine
mit dem Ringe h verbundene Schraube t gleitet und verhindert, dafs der Ring hochgeschoben
wird, bevor durch Drehung desselben die Klappe q geöffnet worden ist. Der OeI-behälter
α ist mit einem Luftrohre ν ausgerüstet.
Wenn erforderlich, kann man auch, um den Schwammhalter in der richtigen Weise zu bewegen,
eine Führung in dem Anzünderkopfe anbringen, und der Schwammhalter kann entweder
durch Aufwärts- oder Abwärtsschieben, oder auch durch Drehung des Ringes, Knopfes
oder einer anderen geeigneten Vorrichtung beeinflufst werden.
Der Anzünderkopf hat natürlich die üblichen Oeffhungen für den Zutritt der Luft zu der
Oelflamme.
Der Spiritusbehälter b kann so eingerichtet sein, dafs ein Ueberschütten nicht möglich ist,
z. B. durch Anbringung eines mit der Spitze nach unten gerichteten Trichters u in der Oeffnung
des Gefäfses b oder durch Anordnung eines Schwammes oder einer Schwimmscheibe,
welche das Uebersehütten verhütet.
Claims (4)
1. Ein Gasanzünder, gekennzeichnet durch einen beim Nichtgebrauch in einen Spiritusbehälter
im Innern des Anzünderkopfes
. eingetauchten Schwamm oder dergl., welcher in die Gebrauchsstellung seitlich aus
dem Anzünderkopf herausgeschoben und hierbei durch die Flamme einer in dem Anzünderkopf fest angeordneten Lampe
hindurchgeführt und entzündet wird.
2. Ein Gasanzünder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafs der Schwamm (k)
von einem geeignet gebogenen Federdraht (i) getragen wird, welcher durch eine Stange (g) und einen am Handgriff
derselben vorgesehenen Ring, Knopf oder dergl. (h) aus dem Anzünderkopf in die
Gebrauchslage geschoben wird.
3. Ein Gasanzünder nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine mit dem Schwammträger
verbundene Kappe (I), welche den Spiritusbehälter in der Ruhestellung des
Anzünders abschliefst.
4. Ein Gasanzünder nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine die Oeffnung (p) des Anzünderkopfes
(c) abschliefsende Thür (q), welche mittelst einer Stange (r) derart mit
dem Ringe oder Knopfe (h) verbunden ist, dafs vor dem Herausschieben des Zündschwammes
zunächst die Thür im Anzünderkopf geöffnet wird'.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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