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DE232611C - - Google Patents

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Publication number
DE232611C
DE232611C DENDAT232611D DE232611DA DE232611C DE 232611 C DE232611 C DE 232611C DE NDAT232611 D DENDAT232611 D DE NDAT232611D DE 232611D A DE232611D A DE 232611DA DE 232611 C DE232611 C DE 232611C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
burner
flame
chimney
gas
air
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT232611D
Other languages
English (en)
Publication of DE232611C publication Critical patent/DE232611C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23DBURNERS
    • F23D14/00Burners for combustion of a gas, e.g. of a gas stored under pressure as a liquid
    • F23D14/30Inverted burners, e.g. for illumination

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 232611 -KLASSE Ag. GRUPPE
PAUL LUCAS in SÜDENDE b. BERLIN. Invertgasgitihlichtlampe für hohe Lichtstärken. Patentiert im Deutschen Reiche vom 29. Mai 1909 ab.
In den deutschen Patentschriften 59274 und 232327 sowie in der französischen Patentschrift 354254 sind Gasglühlampen für Invertlicht beschrieben; bei welchen der eine Teil der Verbrennungsluft durch das Mischrohr und durch kleine Röhrchen des Brenners, der andere Teil zwischen den Röhrchen hindurch der Flamme zugeführt wird. Der erst erwähnte Teil der Verbrennungsluft wird herangeschafft hauptsächlich' durch die Injektionswirkung des Gasstoßes, der letzterwähnte Teil hauptsächlich durch die Saugkraft eines Schornsteins.
Bei allen^drei Lampen ist der Brenner im
Innern des Schornsteins angebracht und wird durch die abziehenden Gase erhitzt. Beim deutschen Patent 59274 und bei dem französischen Patent 354254 sind noch besondere Anordnungen getroffen, um die Erhitzung des Brenners und die Vorwärmung der Verbrennungsluft möglichst zu erhöhen.
Durch solche starke Vorwärmung wird aber das Volumen der Verbrennungsluft um das Mehrfache vergrößert, so daß die Gewichtsmenge der Luft, die den Brenner passieren kann, wesentlich verringert wird. Will man nun trotzdem eine vollkommene Verbrennung des Gases erzielen, so muß man natürlich auch die Gewichtsmenge des Gases wesentlich vermindern.
Es wird also durch starke Vorwärmung die Gewichtsmenge von Gas und Luft im Verhältnis zum Brennerquerschnitt gering sein und eine Flamme von großer Breite und geringer Länge
entstehen. ·
Der Erfinder hat sich die Aufgabe gestellt, eine möglichst große Gasmenge bei verhältnismäßig kleinem Brennerquerschnitt zu verbrennen. Er verzichtet deshalb auf eine übermäßige Vorwärmung der Verbrennungsluft und verlegt gemäß vorliegender Erfindung den Brenner aus dem Schornstein heraus neben den Schornstein. ■ .
Auf der Zeichnung ist d die Gasdüse, m das Mischrohr, r r sind die Röhrchen des Brenners. 5 ist der Saugschornstein und g die Glasglocke. Das Brennergehäuse C mit dem weiten Rohr B dient dazu, die Verbrennungsluft von einer bestimmten Stelle her zu entnehmen (was z. B. bei Lampen mit Windschutzvorrichtung nötig ist).
In Fig. 3 ist eine Lampe ohne dieses Gehäuse dargestellt.
Die Verlegung des Brenners neben den Schornstein hat, wie erwähnt, den Zweck, die Gewichtsmenge von Gas und Luft, die den Brenner in der Zeiteinheit durchströmt, zu vergrößern und dadurch eine lange und schnelle Flamme zu erzeugen. Die Vorteile einer solchen Flamme liegen einesteils darin, daß die horizontale Lichtwirkung des Glühkörpers bedeutend verstärkt wird, und daß andererseits durch die Schnelligkeit der Zumischung der sekundären Luft zum primären Gasluftgemisch sich eine Flamme bildet, bei der eine vollständige Verbrennung schon im Flammeninnern stattfindet.
Die Verlegung des Brenners neben den Schornstein hat aber noch den weiteren Vorteil, daß man das Brennergehäuse C ganz ent-
, f.
behren kann, so daß der Brenner völlig frei liegt, wie das in Fig. 3 dargestellt ist. Der Vorteil dieser Anordnung sei in folgendem auseinandergesetzt:
Beim Zerspringen der Glocke oder beim Abnehmen der Glocke wird natürlich die Wirkung des Schornsteins auf den Brenner aufhören: Es wird also keine Verbrennungsluft zwischen den Brennerröhrchen nach unten fließen, es wird im Gegenteil ein geringer Auftrieb zwischen den Röhrchen vorhanden sein. Die Flamme ändert ihre Richtung und fließt nach oben. Da nun aber der Brennerquerschnitt nur unter Voraussetzung der Wirkung des Schornsteinzuges genügend groß ist zum Durchlassen der zur völligen Verbrennung erforderlichen Luftmenge, so ist klar, daß nach Aufhören der Schornsteinwirkung das Gas nur dann vollkommen verbrennen kann,
,20 wenn ihm Luft von oben her zuströmt. Solche Luft zuströmung wird natürlich um so leichter erfolgen, wenn der Brenner möglichst freilie-
. gend angeordnet ist. ·
Bei den Ausführungsarten nach den Patenten 59274 und 354254 ist eine Luftzuströmung infolge des geringen Durchlasses der Rohre C bzw. L unmöglich, da durch dieselben Rohre beim Zurückschlagen der Flamme auch die Abgase entweichen müssen. Die Folge davon ist, daß ein Teil des Gases unverbrannt entweicht, was zu schweren Gefahren Veranlassung geben kann.
Durch Anordnung von Röhren mit sehr großem Querschnitt, wie Rohr B in Fig. 1, oder am besten durch Freilegung des ganzen Brenners gemäß Fig. 3 werden diese Gefahren ausgeschlossen.

Claims (2)

  1. Patent-An Sprüche:
    ι. Invertgasglühlichtlampe für hohe Lichtstärken, bei welcher ein Teil der Verbrennungsluft durch das Mischrohr und mit diesem verbundene, nebeneinander ange-. ordnete Röhrchen, der andere Teil zwischen diesen Röhrchen hindurch unter der Einwirkung des Schornsteins in das Innere der Flamme hineingepreßt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Brenner (r) durch seitliche Anordnung des Schornsteins (S) der Heizwirkung der Abgase entzogen wird, zum Zweck, die ansaugbare Luftgewichtsmenge zu vergrößern, wodurch auf die Einheit des Brennerquerschnitts eine größere Gasmenge zur vollständigen Verbrennung gebracht und eine erhöhte Lichtwirkung erzielt wird.
  2. 2. Lampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Brennerröhrchen (r) völlig freiliegend angeordnet sind, zum Zweck, beim Zerspringen der Glocke und Zurücktreten der Flammengase zwischen den Röhrchen nach aufwärts durch reichliche Luftzufuhr eine vollständige Verbrennung der Flammengase zu sichern.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT232611D Active DE232611C (de)

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