DE2037958B2 - Steckverbinder für flache Schaltungsträger - Google Patents
Steckverbinder für flache SchaltungsträgerInfo
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Description
35
Die Erfindung bezieht sich auf Steckverbinder für
flache Schaltungsträger gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1.
Bei bekannten Steckverbindern dieser Art (DE-AS 11 18 152 und DE-AS 10 73 056), die zum Herstellen
einer elektrischen Verbindung bei flachen Schaltungsträgern dienen, auf welchen wenigstens entlang einer
Kante Kontaktstellen vorgesehen sind, ist je Kontaktstelle ein Kontaktglied vorgesehen, das mit den
entsprechenden Kontaktstellen bei Einführen des Schaltungsträgers in den Einführungsschlitz in Berührung kommt. Damit beim Einführen des Schaltungsträgers die Kontaktglieder nicht beschädigt werden,
werden diese durch Drehen der zwischen den gegenüberliegenden Kontaktgliedern angeordneten
Nockenwelle zuvor aufgespreizt, so daß sich eine ausreichend große öffnung bildet, die ein leichtes und
sicheres Einführen des Schaltungsträgers ermöglicht. Befindet sich dieser in der gewünschten Stellung, so
wird die Nockenwelle wiederum in ihrer Ausgangsstellung verdreht, so daß die Kontaktglieder mit den
Kontaktstellen auf dem Schaltungsträger fest zur Anlage kommen. Bei dieser bekannten Anordnung ist es ho
jedoch bei der Montage nicht möglich, sich beispielsweise durch eine kurze Sichtprüfung davon zu überzeugen,
ob die Kontaktglieder in ihrer geöffneten oder geschlossenen Stellung sind. Dies hat zur Folge, daß der
Monteur oft versucht, das Bauteil trotz nicht geöffneter t»
Kontaktglieder einzustecken, bzw. herauszuziehen. Dies wiederum hat zur Folge, daß die Baugruppe und die
Kontaktglieder beschädigt werden, was man gerade
durch das Aufspreizen und Schließen der Kontaktglieder vermeiden wollte, indem man einen Nockenschalter
einbaute.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Steckverbinder für flache Schaltungsträger der eingangs genannten Art anzugeben, bei dem nur dann ein
Schaltungsträger eingesteckt werden kann, wenn sich die Kontaktglieder in ihrer Aufnahmestellung befinden.
Ausgehend von einem Steckverbinder der eingangs genannten Art wird diese Aufgabe erfindungsgemäß
durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst
Der erfindungsgemäß Steckverbinder hat den Vorteil, daß das Einführen eines Schaltungsträgers zuverlässig
verhindert wird, wenn sich die Kontaktglieder in der
ersten Stellung, d.h. in der geschlossenen Stellung befinden. Vor dem Einführen des Schaltungsträgers
müssen die Kontaktglieder erst in ihre Aufnahmestellung gebracht werden. Hierdurch werden Beschädigungen des Steckverbinders und der Schaltungsträger
vermieden.
Eine besonders günstige Ausführungsform des erfindungsgemäßen Steckverbinders ist in Anspruch 3
angegeben. Der so ausgebildete Steckverbinder zeichnet sich durch einen äußerst einfachen Aufbau aus. Trotz
seiner einfachen Konstruktion sind bei diesem Steckverbinder die gewünschten Sicherungs- und Schutzfunktionen gewährleistet
Besonders stabile Stellungen der Kontaktglieder ergeben sich bei einem Steckverbinder gemäß Anspruch 4. Die Querschnittsausbildung der Nockenwelle
gewährleistet, daß die geöffnete, bzw. geschlossene Stellung der Kontaktglieder relativ stabil ist. Dementsprechend nimmt die mit der Nockenwelle verbundene
Sicherungseinrichtung klar definierte Stellungen ein, so daß ein leichtes Erkennen der jeweiligen Kontaktgliederstellung möglich ist Die im Anspruch 4
angegebene Querschnittsausbildung der Nockenwelle ist für sich aus der DE-AS 10 73 G5ö bekannt
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der folgenden Beschreibung anhand der Zeichnungen
erläutert. In diesen zeigt
F i g. 1 eine teilweise aufgeschnittene Schrägansicht einer bevorzugten Ausführungsform eines Steckverbinders mit einer eingeführten Leiterplatte,
F i g. 2 und 3 Querschnittsansichten des Steckverbinders gemäß F i g. 1 mit geschlossenen bzw. geöffneten
Kontaktgliedern,
Fig.4 eine schematisierte Stirnansicht einer etwas
abgeänderten Ausführungsform und
F i g. 5 eine Stirnansicht noch einer anderen Ausführungsform.
Der in F i g. 1 dargestellte Steckverbinder 10 hat einen Einführungsschlitz 12, in den ein flacher
Schaltungsträger 14, der zum Zweck der gegenwärtigen Erörterung als gedruckte Leiterplatte angenommen sei,
einsetzbar ist. An der Unterkante des Schaltungsträgers 14 sind eine Anzahl streifenförmige Kontaktstellen 16
gebildet. Wenngleich in F i g. ί nur eine Seite des Schaltungsträgers 14 sichtbar ist, sei angenommen, daß
der Schaltungsträger 14 auch an der anderen Seite Kontaktstellen 16 habe.
An dem aufgeschnittenen Teil in F i g. 1 und aus F i g. 2 und 3 ist ersichtlich, daß der Steckverbinder 10
außer dem Einfuhrungsschlitz 12 eine Anzahl Ausnehmungen 18 aufweist, in denen jeweils ein Paar aus
Federmetall bestehender Kontaktglieder 20 angeordnet ist. Die einzelnen Kontaktglieder 20 durchsetzen jeweils
ein Loch im Boden des Steckverbinders 10 und sind darin befestigt Die freien Enden 22 der Kontaktglieder
20 können mit einem Edelmetall, beispielsweise Gold, plattiert sein. Sie dienen der Verbindung des Steckverbinders
mit anderen Schaltungsteilen in bekannter Weise, Die einzelnen Kontaktglieder 20 haben eine
Kröpfung 24, die bei in gespannter Lage befindlichem Kontaktglied in den Einführungsschlitz 12 hineinragt
(Fig.2). Der Bauch der Kröpfung 24 dient der Herstellung des Kontakts mit einem Schaltungsträger,
wenn ein solcher in den Einführungsschlitz eingesetzt ist, und kann ebenfalls mit einem Edelmetall plattiert
sein.
Zwischen den Kontaktgliedern 20 der einzelnen Paare hindurch ist der Steckverbinder 10 von einer
Nockenwelle 26 durchsetzt Die Nockenwelle weist einen rechteckigen Querschnitt mit abgerundeten
Ecken auf und läuft in einen Schraubenkopf 28 aus, von denen einer oder zwei an einem oder beiden Enden des
Steckverbinders 10 hervorstehen. Wenn der Schraubenkopf 28 in Öffnungsstellung gedreht ist (Fig. 1),
verlaufen die schmaleren Seiien der Nockenwelle 25 im wesentlichen parallel zu den Kontaktgliedern i0, so daß
diese auseinandergespreizt und die Kröpfungen 24 aus dem Einführungsschlitz 12 zurückgezogen sind (F i g. 3).
Bei um etwa 90° in Schließstellung verdrehtem Schraubenkopf 28 verlaufen die breiteren Seiten der
Nockenwelle 26 im wesentlichen parallel zu den Kontaktgliedern 20, so daß diese in ihre Ruhestellung
zurückzukehren vermögen (F i g. 2). In dieser Stellung ragen die Kröpfungen 24 der Kontaktglieder 20 in den
Einführungsschlitz 12 und vermögen mit den Kontaktstellen eines darein gesetzten Schaltungsträgers Kontakt
zu machen. Dabei ist zu bemerken, daß ein in den Einführungsschlitz 12 eingesetzter Schaltungsträger 14
die Kontaktglieder 20 an der Rückkehr in die in F i g. 2 dargestellte Stellung hindert. Die durch die Kontaktglieder
20 auf den Schaltungsträger ausgeübte Kraft ist durch die Spannung der federnden Schäfte der
Kontaktglieder 20 bestimmt und verhältnismäßig unabhängig v^n der Dicke des Schaltungsträgers 14. Da
der Versuch, einen Schaltungsträger 14 bei in Schließstellung befindlichen Steckverbinder 10 einzusetzen
oder zu entnehmen, unter Umständen beträchtliche Beschädigungen des Schaltungsträgers 14 und der
Kontaktglieder 20 bewirkt, ist an der Nockenwelle 26 ein Finger 30 mit diesem gemeinsam drehbar angeordnet
Bei in Öffnungsstellung befindlichen Steckverbinder befindet sich der Finger 30 in der in F i g, 1 gezeigten
Stellung. Wenn nun der Schraubenkopf 28 um 90° in Schließstellung gedreht wird, wird der Finger 30 im
ίο Gegenzeigersinn um ebenfalls 90° verdreht und
blockiert dabei das Ende des Einführungsschlitzes 12. Solange der Finger 30 in dieser Stellung ist, ist das
Einsetzen oder Entnehmen eines Schaltungsträgers in die bzw. aus dem Steckverbinder nicht möglich. Bei der
in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform ist der Einführungsschlitz 12 an einer Seite offen, so daß ein
Schaltungsträger 14 von einer Stirnseite den Steckverbinder her einsetzbar ist
F i g. 4 zeigt eine der in F i g. 1 dargestellten gleichen Steckverbinder, bei dem jedoch der Schaltungsträger
von oben anstatt von der Stirnseite '-.ir einEetzbar ist.
Die Weise, in welcher die Nockcn-veüc 26 die
Kontaktglieder 20 bewegt, um das Einsetzen und Entnehmen von Schaitungsträgern ohne darauf einwirkende
Kräfte zu gewährleisten, ist bei diesen beiden Ausfühningsbeispielen die gleiche.
Der in Fi g. 1 bis 3 dargestellte Steckverbinder 10 ist
für die Aufnahme nur eines Schaltungsträgers 14 ausgelegt. Fig.5 zeigt einen anderen Steckverbinder
10', der zur Aufnahme von vier gedruckten Leiterplatten eingerichtet ist Die einzelnen Einführungsschlitze
1.2 dieses Steckverbinders sind mit dem Einführungsschlitz 12 in F i g. 1 gleichartig. Die Schraubenköpfe 28
dieser Ausführung sind jeweils an einer Nockenwelle 26 befestigt, welche der in F i g. 1 bis 3 dargestellten
entspricht. Auf diese Weise sind offensichtlich zur Aufnahme jeder beliebigen Anzahl von Schaltungsträgern
geeignete Steckverbinder herstellbar, wobei für die Betätigung beim Einsetzen der verschiedenen Schaltungsträger
jeweils unabhängige Einrichtungen vorgesehen sind.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Steckverbinder für flache Schaltungsträger, auf denen wenigstens entlang einer Kante Kontaktstel- s
len vorgesehen sind, mit einem Einführungsschlitz zur Aufnahme der mit den Kontaktstellen versehenen Schaltungsträgerkante und wenigstens einem
Kontaktglied je Kontaktstelle, das mittels einer Nockenwelle in eine erste Stellung zur Anlage an die ι ο
Kontaktstelle des Schaltungsträgers und in eine zweite Stellung, in der es im wesentlichen ohne
Kontakt mit der Kontaktstelle des Schaltungsträger ist, bewegbar ist, dadurch gekennzeichnet,
daß eine in der ersten Stellung des Kontaktgliedes (20) das Einführen des Schaltungsträgers (14)
verhindernde Sicherheitseinrichtung vorgesehen ist
2. Steckverbinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sicherungseinrichtung mit
der Nockenwelle (26) zu einer Bewegungseinheit verbunden ist
3. Steckverbinder nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Sicherungseinrichtung aus einem sich radial zu der Achse der
Nockenwelle (26) erstreckenden Finger (30) besteht, der auf der Stirnseite der in dem Steckverbinder (10)
gelagerten Nockenwelle (26) befestigt ist und in der ersten Stellung des Kontaktgliedes (20) in den
Einführungsschlitz ragt
4. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Nockenwelle
(26) einen rechteckigen Querschnitt mit abgerundeten Kanten aufweist
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