DE2035783C3 - Verfahren und Vorrichtung zum AnIo ten eines Bleiprofilteiles an den verzinnten Rand einer Glasplatte unter kontrolliertem Druck und kontrollierter Temperatur - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum AnIo ten eines Bleiprofilteiles an den verzinnten Rand einer Glasplatte unter kontrolliertem Druck und kontrollierter TemperaturInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Anlöten eines Schenkels eines Bleiprofils
an den vorher verzinnten Rand einer Glasplatte, insbesondere zur Herstellung einer Isolierverglasung
aus zwei Glasscheiben, die durch einen Zwischenprofilteil von U-förmigem Querschnitt auf Abstand gehalten
sind, wobei der Schenkel des Profilteiles unter kontrolliertem Druck an die Glasplatte angelegt wird
und die einander berührenden Flächen auf einem zum Schmelzen des Zinns ausreichenden, jedoch unterhalb
der die Kristalleigenschaften des Bleis verändernden Temperatur liegenden Temperaturwert gehalten werden,
worauf man die Lötung bei bis zur Erstarrung des Zinns fortdauerndem Druck abkühlen läßt.
Bei bekannten Verfahren dieser Art erfolgt die Lötverbindung der verzinnten Scheibenränder mehr
oder weniger im Handbetrieb, z. B. mittels eines auf der Nahtlinie entlanggeführten Schweißeisens oder
Lötkopfes, aber auch durch Brenner und Andruckrollen. Auf diese Weise ist eine industrielle Fertigung,
die zur Erzielung gleichmäßiger Erzeugnisse eine genaue Temperaturregelung voraussetzt, nicht möglich.
Die Erfindung hat die Aufgabe, die Verlötungsarbeit unter weitgehendem Fortfall von handwerklicher
Tätigkeit fortlaufend durchzuführen und gegebenenfalls zu automatisieren, zu beschleunigen und die Erzielung
gleichmäßiger Erzeugnisse zu sichern.
Erfindungsgemäß wird dies mittels eines Verfahrens der eingangs genannten Art dadurch erreicht, daß
die für die Lötung erforderliche Wärme durch Wärmeleitung von einem Heizstück übertragen wird, das
unter Druck mit einem der zusammenzufügenden Teile in Berührung gehalten wird.
Eine zur Durchführung dieses Verfahrens geeignete Vorrichtung hat erfindungsgemäß einen feststehenden
Tisch, an dessen Rand eine Heizbacke angeordnet ist, die zum Festklemmen einer der
Glasscheiben der Verglasung an dem benachbarten Schenkel des Profilteiles bestimmt ist und einerseits
eine Heizlippe und andererseits einen Scheibenandrücker enthält, wobei Einrichtungen zur Einstellung
des gegenseitigen Abstands zwischen dem Schenkel und dem Scheibenandrücker vorhanden sind. Als
Scheibenandrücker ist jede Vorrichtung geeignet, die die Ausübung einer Schubkraft in der Querrichtung,
insbesondere entlang einen» stetigen oder unstetigen Streifen auf eine Scheibe oder Platte, im vorliegenden
Falle die anzulötende Glasscheibe, ermöglicht.
Bei einer im Hinblick auf die industrielle Fertigung besonders vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung
wird das Verfahren gleichzeitig auf die beiden Schenkel des die beiden Glasscheiben einer Isolierverglasung
vereinigenden Zwischenprofilteils entlang einem ganzen Rand dieser Isolierverglasung angewendet.
Vorzugsweise wird gleichzeitig mit dem Anlöten der beiden Schenkel des Zwischenprofilteils an
ίο den entsprechenden Glasscheiben einer Verformung
durch Erwärmung des Stegs des Profilteils dadurch entgegengewirkt, daß die einander gegenüberliegenden
Schenkel während des Anlötens in konstantem Abstand gehalten werden.
Vorzugsweise ist die Heizlippe von einem Block getragen, der Heizorgane enthält, und sie steht in wärmeleitender
Verbindung mit diesem Block, wobei durch die Heizlippe eine Gruppe von Kanälen für das
Ausblasen von Kühlluft gebohrt ist, wobei diese Ka- & näle in der Nähe des Endes der Heizlippe münden.
Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform sind die Heizlippe und der Scheibenandrücker von einem
Balken getragen, der sich parallel zu dem Auflagetisch erstreckt und von Gelenkarmen getragen ist, die Ge-
-') Ienkparallelogramme bilden und eine vertikale Verstellung
des Balkens ermöglichen.
Gemäß einer bevorzugten Ausbildung weist der Scheibenandrücker einen elastischen Block auf, der
mit seiner Kante auf die Glasplatte einwirken kann, »ι wobei dieser Block von einer Platte getragen ist, die
in der Richtung quer zu der Heizlippe verstellbar und entlang dem Balken gleitbar gelagert ist.
Wenn das gleichzeitige Anlöten der beiden Schenkel des gleichen Zwischenprofilteils erwünscht ist,
i) wird vorzugsweise die Vorrichtung mit zwei übereinanderliegenden
beweglichen Anordnungen ausgestattet, von denen jede eine Heizlippe und einen Scheibenandrücker aufweist, wobei die beiden beweglichen
Anordnungen vertikal verstellbar sind und 4(i synchron gesteuert werden.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnung beispielshalber beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 eine perspektivische, z.T. aufgebrochene Teilansicht einer Isolierverglasung der bei der Erfin-■n
dung in Betracht gezogenen Art,
Fig. 2 einen Querschnitt durch die Isolierverglasung von Fig. 1,
Fig. 3 eine vereinfachte perspektivische Teilansicht einer Vorrichtung für das Anlöten eines Schenkels,
j» Fig. 3a eine Detailansicht der Heizlippe von Fig. 3,
Fig. 4 eine schematische Querschnittsansicht einer Vorrichtung für das gleichzeitige Anlöten der beiden
Schenkel des Zwischenprofilteils,
ö Fig. 5 eine Schnittansicht in größerem Maßstab zur Darstellung der beiden Schenkel während des Anlötens,
ö Fig. 5 eine Schnittansicht in größerem Maßstab zur Darstellung der beiden Schenkel während des Anlötens,
Fig. 6 eine vergrößerte Schnittansicht analog derjenigen von Fig. 5,
wi Fig. 7 eine Seitenansicht einer Vorrichtung für das
Anlöten der unteren und oberen Schenkel entlang zweier benachbarter Ränder der Glasscheibe,
Fig. 8 eine Oberansicht der Vorrichtung von Fig. 7,
t>5 Fig. 9 eine schematische Ansicht des zentralisierten
Steuersystems für das Festklemmen,
Fig. 10 eine zum Teil geschnittene Seitenansicht der Anschlagsteuervorrichtung,
Fig. 11 eine Schnittansicht einer industriellen Ausführungsform
der Vorrichtung zum Anlöten für eine Seite der Scheibe entlang der Linie XI-XI von F i g. 12,
und
Fig. 12 eine Vorderansicht der Vorrichtung von ">
Fig. 11 in der Schnittebene XII-XII.
Fig. 1 und 2 der Zeichnung zeigen eine Isolierverglasung,
auf deren Herstellung sich die Erfindung bezieht. Diese Verglasung besteht aus zwei quadratischen
oder rechteckigen ebenen Glasplatten la, Ib, i<
> beispielsweise aus Spiegelglas, die mit Hilfe eines metallischen Zwischenprofilteils 2 von U-förmigem
Querschnitt im Abstand voneinander gehalten werden, wobei das Zwischenprofilteil den mechanischen
Zusammenhalt der Anordnung und die Abdichtung < ~>
des mit entwässerter Luft gefüllten Innenraums gewährleistet.
Gemäß einer bekannten Technik sind die einander gegenüberliegenden Ränder der Glasscheiben la und
Ib mit einer dünnen Kupferschicht 40 bedeckt, die gut am Glas haftet, und dann mit einer Lötzinnschicht
50.
Das Zwischenprofilteil 2 ist auf der Basis von Blei hergestellt und vorzugsweise wenigstens bei 60 auf
den Außenteilen der Schenkel 2a, Ib verzinnt. Dieses 2; Zwischenprofilteil 2 ist an den vier Ecken gebogen,
wobei sich das Blei wegen seiner Streckbarkeit gut für diesen Vorgang eignet. Das Profilteil 2 bildet somit
einen Rahmen, dessen einander gegenüberliegende Enden miteinander unter Verwendung von Zinn bei vs
2c verlötet sind (Fig. 1). Die Kanten der Schenkel des mit den Scheiben la und Ib verlöteten Profilteils
weisen bei 2a1, Ie Hohlkehlen aus Lötzinn auf
(Fig· 2).
Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung, die hinsichtlich des beabsichtigten Zwecks besonders vorteilhaft
ist, haben die Glasscheiben la, Ib eine iJicke
von 4 mm, und die einander gegenüberliegenden Ränder dieser Scheiben sind mit einer Kupferschicht
40 von 8 mm Breite und einer Zinnschicht 50 von 6 mm Breite und 0,12 mm Dicke metallisiert.
Es soll nun zunächst das erfindungsgemäße Verfahren
im Rahmen einer vereinfachten Ausführungsform beschrieben werden, die seine Durchführung zum
Anlöten eines Schenkels an der Glasplatte ermöglicht. Anschließend wird eine vervollkommnete Ausführungsform
des Verfahrens für das gleichzeitige Anlöten der beiden Schenkel beschrieben. Schließlich wird
eine industrielle Ausführungsform eines der zuvor erwähnten vervollkommneten Form entsprechenden
Löttischs beschrieben,
Gemäß einer vereinfachten Ausführungsform des Verfahrens (Fig. 3) zum Anlöten des unteren Schenkels
2a des Zwischenprofilteils 2 (nachstehend »Zwischenstück« genannt) am Rand der einen Glasscheibe
la, ist es vorgesehen, die folgenden Operationen mit Hilfe einer Vorrichtung durchzuführen, deren wesentliche
Bestandteile unter Bezugnahme auf die Zeichnung erläutert werden sollen.
Die Glasscheibe la (4 mm) ist auf einen horizontalen
Tisch 20 so aufgelegt, daß der linke Rand über
diesen Tisch vorsteht. Auf diesen Rand, der mit Kupfer (Breite 8 mm) und mit Zinn (Breite 6 mm - Dicke
0,12 mm) metallisiert ist, wird das Zwischenstück 2 auf der Basis von Blei mit seinem unteren Schenkel
2a aufgelegt, wobei die Unterseite des Schenkels 2a zuvor verzinnt worden ist.
Dem Tisch 20 ist eine bewegliche Löteinrichtung zugeordnet, die so ausgebildet ist, daß sie die Oberseite
des Schenkels 2a gegen den Rand der Glasscheibe la preßt, und zwar über die ganze Länge dieses
Randes.
Diese bewegliche Einrichtung enthält im wesentlichen einen horizontalen Tragbalken 3, der von einem
System von Gelenkparallelogrammen mit Armen 26 und 27, die um horizontale Achsen X, X schwenkbar
sind (wobei nur ein einziges Parallelogramm dargestellt ist), so gehalten ist, daß er sich in der Richtung
des Pfeils F-F vertikal bewegen kann. Eine am Arm 26 angreifende Feder 28 ermöglicht es, den Balken 3
sowie die davon getragenen Teile in jeder beliebigen Lage im Gleichgewicht zu halten.
Die vom Balken getragenen Tcile bilden eine Lötbacke und sind:
- ein metallischer Heizblock 5, der an den Balken 3 angelötet ist und mit einer Lippe 101 versehen
ist, die eine Lötleiste bildet und dazu bestimmt ist, mit ihrer ebenen Unterseite die
Oberseite des Schenkels 2 anzupressen. Die Lippe 101 weist eine vertikale Schulter 100 auf,
die als Anschlag für die vertikale Schnittfläche des Randes der Scheibe la dient;
- einen Scheibenandrücker 6, an dem ein quadratförmiger,
elastischer Block 9 befestigt ist, dessen horizontale Oberseite dazu bestimmt ist, in Berührung
mit der Unterseite des Randes der Scheibe la zu kommen. Der Scheibenandrükker
6 kann in bezug auf die vom Tragbalken und dem Heizblock 5 gebildete Anordnung mit Hilfe
von Gleitführungen 102 vertikal gleiten. Der Scheibenandrücker 6 wird von Federn 103, von
denen nur eine dargestellt ist, in die unterste Stellung gezogen, und er kann durch Exzenternocken
8, von denen nur eine dargestellt ist, und die auf vom Balken 3 getragenen Achsen drehbar
gelagert sind, in die obere Stellung gebracht werden. Nicht dargestellte Steuereinrichtungen
ermöglichen das Verschwenken der Nocken 8 zur Verstellung des Scheibenandrückers 6 zwischen
einer unteren Stellung und einer oberen Stellung.
Für die Heizung des Blocks 5 sind bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel die folgenden Einrichtungen
(Fig. 3a) vorgesehen: Im Block 5 ist ein in der Längsrichtung verlaufender Kanal 104 angebracht,
durch den ein Strömungsmedium (beispielsweise eine Flüssigkeit) fließen kann, das zum ■Wärmetransport
dient und durch Wärmeleitung den Block 5 und insbesondere die Lippe 101 erwärmt. Außerdem
kann ein Kühlmittel, das über eine Leitung 105 zugeführt wird, auf Kanäle 106 verteilt werden, die im Innern
des Heizblocks 5 angebracht sind und in öffnungen
107 münden, die gleichförmig über eine Schrägfläche 108 am Ende der Lippe 101 verteilt sind.
Zur Durchführung des Verfahrens mit Hilfe der zuvor
beschriebenen Vorrichtung wird zunächst von Hand die Glasscheibe la auf den Tisch 20 aufgelegt,
worauf man das Zwischenstück 2 mit seinem unteren Schenkel auf den metallisierten Rand der Scheibe la
auflegt. Dies ist möglich, weil in der unteren Stellung der Nocken 8 die Lippe 101 des Heizblocks 5 und der
vom Scheibenandrücker 6 getragene elastische Block 9 durch die Federn 103 im Abstand voneinander
gehalten werden.
Der Heizblock 5 wird von dem durch den Kanal 104 fließenden Heizmedium auf einer genauen Tem-
peratur (beispielsweise 250° C) gehalten.
Zur Durchführung des Lötvorgangs wird damit begonnen, daß die Nocken 8 in die obere Stellung gebracht
werden, wodurch der Scheibenandrücker 6 relativ zum Heizblock 5 vertikal angehoben wird. Die
zu verlötenden Teile sind dann zwischen der Lippe 101 und dem elastischen Block 9 festgeklemmt. Das
durch die Nocken 8 bewirkte Festklemmen ist so eingestellt, daß für bestimmte Dicken einerseits der mit
ihrem metallischen Überzug versehenen Glasscheibe und andererseits des Schenkels la des Zwischenstücks
2 ein bestimmter Druck zwischen diesen beiden Teilen entsteht (beispielsweise zwischen 1,6 und
2,4 kg/cm2).
Da der Balken 3 bei dem Klemm vorgang sich selbst im Gleichgewicht hält, stellt sich die von den Teilen
101 und 6 gebildete Anordnung allein unter der Klemmwirkung von selbst auf die richtige Höhe ein.
Die von der Lippe 101 des Heizblocks 5 gelieferte kontrollierte Wärmezufuhr bewirkt das Schmelzen
des Lötmittels, wobei zugleich der kontrollierte Druck aufrechterhalten bleibt. Zugleich mit dem gleichförmigen
Schmelzen der Zinnschicht bilden sich die Hohlkehlen Id, Ie.
Während die Vorrichtung noch in der soeben beschriebenen Klemmstellung bleibt, wird kalte Druckluft
über die Kanäle 105 und 106 geblasen. Diese Luft tritt in Strahlen durch die Öffnungen 107 in der Nähe
des Zwischenprofilteils 2 und nicht weit von dem Schenkel la aus. Das fortschreitende Abkühlen des
Schenkels la bewirkt das Erstarren des Lötzinns, da dann ein Absinken der Temperatur um 10 bis 20° C
eintritt.
Während das Ausblasen der Kühlluft noch fortgesetzt wird, werden die Nocken 8 in umgekehrter Richtung
wie zuvor betätigt, wodurch sie in die untere Stellung gebracht werden. Die Lippe 101 des Heizbiocks
S und der elastische Block 9 werden unter der Wirkung der Federn 103 auseinanderbewegt. Die
Glasscheibe, an der das Zwischenstück 2 angelötet ist, kann dann entnommen werden, und das Ausblasen
von Kühlluft wird beendet.
Die auf diese Weise über die ganze Länge eines Randes der Glasscheibe erhaltene Lötverbindung ist
von guter Qualität: Die Verbindung zwischen dem Zwischenprofilteil und dem Rand der Glasscheibe ist
dicht und widerstandsfähig (20 kg/cm der Verbindung, wenn ein Schenkel von 5 mm Breite verwendet
wird); der Schenkel des Zwischenstücks, der während des Lötvorgangs eine Ausdehnung erleidet, wird wegen
das während dieses Vorgangs auf ihn ausgeübten
Klemmdrucks und wegen der Plastizität von Blei nicht verformt.
Das Abkühlen durch Ausblasen von Druckluft, durch das die Temperatur der Lippe 101 und des
Schenkels des Zwischenstücks erniedrigt wird, bewirkt ein schnelles Erstarren der Lötstelle, wodurch
jedes Ablösen im Augenblick des Lösens des Scheibenandrückers 6 vermieden wird. Die Heizblöcke 5,
welche die Rolle von Wärmereservoiren spielen, ermöglichen einen schnellen Wiederanstieg der Temperatur
der Lippen 101 nach dem Aufhören des Ausblasens.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird zur Verbesserung des Lötvorgangs vor
dem Anlöten ein Flußmittel zwischen dem verzinnten Schenkel des Zwischenstücks und dem metallisierten
Rand der Glasscheibe eingebracht.
Natürlich kann das Lötmittel zuvor in beliebiger Weise zwischen dem Schenkel la des Profilteils 2 und
der Glasscheibe la angebracht werden, vorausgesetzt, daß das Lötmittel direkt oder über Zwischenschichten
an wenigstens einem der zu verlötenden Teile haftet, wobei diese Zwischenschichten ihrerseits an dem
Zwischenstück 2 und/oder an der Glasscheibe la haften.
Eine industrielle Ausführung der Lötbackeneinrichtung, deren wesentliche Bestandteile zuvor erläutert
worden sind, wird unter Bezugnahme auf Fig. 11
und 12 beschrieben.
In diesen Figuren ist wieder der Balken 3 mit dem Heizblock 5 und der die Verstellung des Scheibenandrückers
6 steuernden Exzenternocke 8 dargestellt. Der Scheibenandrücker besteht aus einer gekrümmten
Platte, die eine Gegenplatte 151 trägt, die mit Schrauben 152 befestigt ist und den quaderförmigen
Block 9 festklemmt, der aus einem elastischen Streifen gebildet ist, der sich über die ganze Länge des
Tischs 20 erstreckt.
An dem Scheibenandrücker 6 sind an bestimmten Stellen mit Hilfe von Schrauben 153 zwei Flansche
50 befestigt, zwischen denen eine Stange 54 gleiten kann, die eine Rolle 53 trägt, welche mit der Nocke 8
zusammenwirken soll. Die Höhenlage der Stange 54 ist mit Hilfe eines Keils 55 einstellbar, der mit Hilfe
von zwei entgegengesetzt wirkenden Mikrometerschrauben 155β, 155α parallel zu sich selbst ver-
J(> schiebbar ist.
Die Flansche 50 sind ferner fest mit einem Bügel 156 verbunden, der von Bolzen 157 gehalten wird und
über den Balken 3 hinausragt.
Die Rückstellfedern 103 von Fig. 3 sind hier in Zy-
ü lindern 158 untergebracht, die am Balken 3 befestigt
sind. Diese Federn stützen sich auf dem Bügel 156 ab und versuchen diesen von dem Balken 3 zu entfernen,
wodurch sie die Rolle 53 in Anlage an der Nocke 8 halten.
to Die Führung der Verschiebebewegung des Scheibenandrückers
6 und der zugehörigen Teile erfolgt in der Praxis mit Hilfe von gestaffelten Rollen 159, die
am Balken 3 gelagert sind, und an denen Gleitstücke 161 des Bügels 156 anliegen (Fig. 12).
is Diese Ausführungsform ermöglicht eine genaue
Führung und Einstellung des Scheibenandrückers 6 über eine beliebige Länge.
Die zuvor beschriebenen Einrichtungen ermöglichen das Anlöten des Schenkels des Profilteils über
so die ganze Länge eines Randes der Glasscheibe. Durch eine geeignete Formgebung der Lippe 101, insbesondere
eine winkelförmige Ausbildung, von der ein Beispiel später angegeben wird, ist es möglich, den
Schenkel gleichzeitig entlang zwei aneinanderstoßenden Seiten der Glasscheibe la anzulöten.
Es soll nun eine vorteilhafte Ausführungsform des Verfahrens und der zugehörigen Vorrichtung beschrieben
werden, mit der das gleichzeitige Anlöten der beiden Schenkel la, Ib des Zwischenprofilteils
an den Glasscheiben la bzw. Ib durchgeführt werden
kann, wobei dieser Vorgang ferner entlang zwei aneinanderstoßenden Rändern der herzustellenden Isolierverglasung
ausgeführt werden kann.
Zur Durchführung des gleichzeitigen Anlötens der
Schenkel 2a, Ib, die entlang demselben Rand liegen,
wird vorzugsweise eine Vorrichtung der in Fig. 4 gezeigten Art verwendet, die zwei zusammengehörige
Lötbacken aufweist, deren Verstellbewegungen von-
einander unabhängig sind, aber koordiniert werden können.
Diese Vorrichtung enthält insbesondere eine untere Backe, die derjenigen von Fig. 3 entspricht, um eine
obere Backe, die in bezug auf eine Horizontalebene symmetrisch dazu angebracht ist, wobei die Bestandteile
der unteren Backe in Fig. 4 mit dem Index α und diejenigen der oberen Backe mit dem Index b
versehen sind.
Die untere Backe 5a, 9a und die obere Backe Sb,
9b sind mit Hilfe von Gelenkparallelogrammen 26a, 27a bzw. 26b, YIb unabhängig voneinander vertikal
verstellbar. Der Arm 26b, an dem eine Ausgleichfeder 28b angreift, ist so angeordnet, daß er das Gewicht
der oberen Backe kompensiert und somit im gleichen Sinne wie der Arm 26a wirkt. Die beiden Backen sind
somit im indifferenten Gleichgewicht. Die Bewegungen der beiden Backen sind relativ zueinander mit
Hilfe von festen Anschlägen mit einstellbarer Lage begrenzt, die nicht dargestellt sind und auf die oberen
Gelenkarme 26a und 26b der unteren bzw. der oberen Backe einwirken. Diese Anschläge haben die Wirkung
(Fig. 5), daß die Lippen 101a, und 1016 der Heizblöcke 5a, Sb in einem Mindestabstand e voneinander
gehalten werden, der in Abhängigkeit von dem Abstand d der einander gegenüberliegenden
Flächen der Schenkel 2a, 2b des Zwischenprofilteils 2 festgelegt ist. Ferner sind diese Anschläge so ausgebildet,
daß die mittlere Höhe h der schraffierten Zone der Dicke e, in deren Innerem eine Annäherung der
Backen verhindert ist, in Abhängigkeit von der Dicke E der unteren Glasscheibe la einstellbar
ist.
Damit eine Verformung des Stegs des Zwischenprofilteils unter der Einwirkung der im Verlauf des
Lötvorgangs zugeführten Wärme unter Berücksichtigung des Gewichts der Glasscheibe Ib verhindert
wird, werden die Schenkel 2a, Ib des Zwischenprofilteils
während des Anlötens in dem konstanten Abstand d gehalten. Zu diesem Zweck werden die Lippen
101a, 101b in dem Abstand gehalten, den sie einnehmen, nachdem die Glasscheiben la und Ib
zwischen der Lippe 101a und dem elastischen Block 9a bzw. zwischen der Lippe 101b und dem elastischen
Block 9b festgeklemmt worden sind. Dies erfolgt mit Hilfe eines Klotzes, dessen Dicke in Abhängigkeit von
der Höhe d des Profilteils bemessen ist. Dieser Klotz wird während des Lötvorgangs zwischen den Armen
26a und 26b verwendet und nach dem Löten herausgezogen, damit die Lippen 101a und 101b in der erforderlichen
Weise zur Einführung der nächsten zu verlötenden Isolierverglasung einander genähert werden
können. Dies:; Annäherung kann jedoch, wie zuvor erläutert worden ist, die Lippen nicht in einen Abstand
bringen, der kleiner als e ist.
Dieses Verfahren wird in folgender Weise durchgeführt.
Nachdem die Anschläge und der Abstandsklotz in Abhängigkeit von der Dicke E der Glasscheiben und
der lichten Höhe d des Profilteils 2 eingestellt worden sind, werden die Lippen 101a und 101b soweit wie
möglich, jedoch höchstens bis auf den Abstand e einander genähert, und die durch das Zwischenstück 2
voneinander getrennten übereinanderliegenden Glasscheiben la und Ib werden so eingeführt, daß
der linke Rand der Glasscheibe la an dem unteren Heizblock 5a anliegt. Die Heizblöcke 5a und Sb sind
zuvor auf die Löttemperatur gebracht worden. Anschließend erfolgt das gleichzeitige Festklemmen der
Ränder der Glasscheiben und der Schenkel des Profilteils, wobei der Abstandsklotz eingelegt wird. Nach
dem Schmelzen des Lötzinns wird dieses durch das Ausblasen des Kühlmittels über die Leitungen 105,
106 abgekühlt, wobei die in Fig. 6 dargestellten Luftströme J gebildet werden. Nach dem Erstarren des
Lötzinns werden die Klemmkräfte gelöst und der Abstandsklotz herausgezogen.
1(1 Die Lippen 101a und 101b nähern sich einander,
und der Vorgang kann ohne besondere Einstellung der Anschläge und des Abstandsklotzes wiederholt
werden, wenn es sich um eine Isolierverglasung handelt, welche die gleichen Eigenschaften hinsichtlich
I^ der Dicke der Glasscheiben und der Höhe des Profilteils
aufweist.
Zum gleichzeitigen Anlöten an zwei aneinanderstoßenden Rändern der Isolierverglasung werden zwei
Vorrichtungen der soeben beschriebenen Art ver-
-'» wendet, die im Winkel zueinander angeordnet sind.
Eine einzige Steuereinrichtung betätigt gleichzeitig
die Nocken 8 sowie die Klötze, welche die Schenkel der Profilteile während des Lötvorgangs im Abstand
voneinander halten.
-'r> Die Heizmittel der Heizblöcke sowie die Kühimittelblaseinrichtungen
können für die Löteinrichtungen getrennt oder gemeinsam betätigt werden.
Die Einstellung der Abstandsanschläge und die Bemessung der Dicke des Abstandsklotzes für die
i" Schenkel des Profilteils werden für jede der einander
zugeordneten Einrichtungen getrennt vorgenommen. Fig. 6 bis 8 zeigen ein industrielles Ausführungsbeispiel eines Löttisches mit zwei L-förmig angeordneten
Heizbackenanordnungen für das Anlöten der
)"' beiden Schenkel 2a, 2b entlang zwei aneinanderstoßenden
Rändern der Verglasung.
In diesen Figuren, in denen die gleichen Teile wie in Fig. 3 und 4 mit den gleichen Bezugszeichen versehen
sind, ist zu erkennen, daß der Tisch ein Gestell
4» 51 aufweist, auf dem Paare von Schwenklagerträgern
52 für die Arme 26a, 27a und 26b, 27b angeordnet sind. Es sind zwei unlere Balken 3a vorgesehen und
im rechten Winkel zueinander angeordnet. Das gleiche gilt für die oberen Balken 3b. In gleicher
4"> Weise sind zwei im rechten Winkel zueinander angeordnete
Heizblöcke 5 a und zwei weitere Heizblöcke 5 b vorgesehen. Die Lippen 101a der Heizblöcke
5a schließen sich mit einer leichten Abrundung aneinander an, welche der für die Verglasung vorge-
■'(> sehenen Abrundung entspricht, und das gleiche gilt für die Lippen 101b der Heizblöcke 5b.
Zum Heben und Senken der Scheibenandrücker fi ist entlang den Balken 3 eine Anordnung von Nokken
8 vorgesehen, die beispielsweise 3 Hubsektoren
« und drei jeweils einer bestimmten Dicke der Glasscheibe
entsprechende zylindrische Sektoren aufweisen, so daß es möglich ist, daß der elastische Block 9
in allen Fällen einen gleichen Lötdruck ausübt.
Der Rest der schematisch angedeuteten Steuerung
Der Rest der schematisch angedeuteten Steuerung
bo entspricht derjenigen, die unter Bezugnahme auf
Fig. 11 und 12 beschrieben worden ist.
Die Nocken 8 werden sowohl auf den Balken 3 a als auch auf den Balken 3 b synchron mit Hilfe einer
zentralisierten Steueranordnung betätigt, die einen
b5 Druckzylinder 57 enthält, der über eine Zahnstange
SSA und ein Ritzel S9A eine Gelenkwelle 61/4 betätigt. Die Zahnstange 58-4 kämmt mit einem Umkehrritzel
62, mit dem andererseits eine weitere Zahn-
stange 58B in Eingriff steht, die ein Ritzel 59B
antreibt, das dem Ritzel 59 A entspricht und seinerseits mit einer Gelenkwelle 61B verbunden ist.
Die Welle 61/4 bewirkt die Drehung der Nocken 8a, 8b der Balken 3a, 3b, die an der einen Seite des
Löttischs liegen, während die Welle 61B die Drehung
der Nocken 8a, 8b bewirkt, die an der anderen Seite liegen.
Jede der Gelenkwellen 61A, 61B betätigt über
Gleiskardangelenke 63a, 636 (Fig. 9) Winkeltriebe 64a, 64b, welche über Buchsen 65a, 65b mit einem
Zahnradgetriebe 66a, 66b verbunden sind, deren letztes Zahnrad 67a, 67b mit Zahnstange 68a, 69a
bzw. 68b, 69b kämmt, die in den Balken 3a, 3b untergebracht sind und mit Ritzeln 71a, 71b kämmen,
die durch eine Keilnuiverbindung mit den Wellen der Nocken 8 verbunden sind.
Es ist zu erkennen, daß beim Antrieb der Zahnstangen
58A, 58B durch den Druckzylinder 57 die
Drehung der Wellen 61A, 61B in der gleichen Richtung
hervorgerufen wird, wodurch die Ritzel 66a, 66b synchron angetrieben und alle Nocken 8 um den gleichen
Winkel gedreht werden. Dies erfolgt gleichzeitig für die vier Balken 3b, so daß die Verstellungen der
Scheibenandrücker 6 in bezug auf die Lippen 101 vollkommmen synchron und mit gleichem Hub erfolgen.
Der Löttisch enthält ferner eine Stützvorrichtung mit einstellbaren Ruheanschlägen und einem System
zur Aufrechterhaltung des Abstands der Backen. Diese Vorrichtung enthält (Fig. 10) auf jeder Seite
des Tischs zwei Anschlagträger 72, die zu beiden Seiten der die Balken 3a, 3b tragenden Gelenkarmanordnungen
angebracht sind.
Jeder Anschlagträger 72 trägt eine Kulisse 73, deren vertikale Stellung von einer Nocke 74 mit Hilfe
einer Rolle 75 gesteuert wird. Die Nocke 74 mit drei Stufen wird von einer Transmissionswelle 76 angetrieben,
welche zur Steuerung aller entsprechenden Nocken der Vorrichtung dient. Die Drehung der
Welle 76 wird durch einen Nonius 77 kontrolliert und kann mit Hilfe einer Verriegelung 80 blockiert werden.
An der Kulisse 73 sind zwei Gleitstücke 78a, 78b
angebracht, die Anschlagrollen 79a, 79b tragen, die dem oberen Arm 26a, 27b der unteren bzw. der oberen
Backe zugeordnet sind. Die Lagesteuerung der Gleitstücke 78a, 78b erfolgt durch Keile 81a, 81b,
deren Stellung mit Querschrauben 82a, 82b einstellbar ist.
Die Anschläge 79a und 79b begrenzen das Heben bzw. Senken der Arme 26a und 27b und ermöglichen
dadurch die Einhaltung des zwischen den Lippen 101a, 101b festgelegten Mindestabstand e. Die
Nocke 74, die auf die Kulisse 73 einwirkt, ermöglicht die Einstellung der mittleren Höhe h von Fig. 5.
Der Arm 27b stützt sich auf dem Anschlag 79b über eine Nocke 83 mit drei verschiedenen Stufen ab,
wobei die Wahl zwischen diesen Stufen vom Abstand d der Schenkel 2a, 2b abhängt. Diese Einstellung
wird von einer Welle 84 gesteuert, die mit einem Nonius 85 versehen ist, und auf der eine Verriegelungsscheibe
86 angebracht ist, die Kerben aufweist, in die ein Schieber 87 eingreifen kann.
Die Einrichtungen zur Aufrechterhaltung eines konstanten Abstands der Lippen 101 α, 101 b während
des Lötvorgangs enthalten andererseits:
— auf dem oberen Arm 26a der unteren Backe eine
Welle 89, die von einem Druckzylinder 91 mit Hilfe eines Hebels 92 gesteuert wird. Der
Druckzylinder 91 ist bei 93 an einen Träger angelenkt, der zu dem Arm 26a gehört. Die Welle
89 trägt eine Blockierungsnocke 94,
- auf der Welle 84 des oberen Arms 27b der oberen Backe eine Nocke 95 mit drei Stufen, die
auf der Höhe der Nocke 94 liegt,
- eine Kulisse 96, die quer zum Arm 26b gelagert ist und zwei Stützrollen 97, 98 trägt.
Die Verbindungsstangen 99 übertragen die Bewegungen der Wellen 76, 84 bzw. 89 auf die entsprechenden
Teile.
Die Kulisse 96 mit ihren Stützrollen 97, 98 dient ■"· als Zwischenstück oder Abstandsklotz zwischen den
Nocken 94 und 95 zur Aufrechterhaltung des Abstands d der Schenkel 101a, 101b während des Lötvorgangs.
Die Nocke 95 ermöglicht somit die Bildung eines Abstandsklotzes von einstellbarer Höhe, je nach
-° der gewählten Einstellung.
Der Druckzylinder 91 wird beim Schließen der unteren und oberen Backen betätigt und hält diese über
die Nocke 94 in konstantem Abstand.
Die Verwendung des so ausgebildeten Löttischs -"· führt zu den folgenden Operationen:
- Handeinstellung der Dicke der Glasscheibe mit Hilfe des Nonius 77 durch Drehung der unteren
Welle 76 und Blockierung in der gewählten Stellung durch die Verriegelung 80.
i" - Handeinstellung der Höhe des Zwischenstücks 2
mit Hilfe des Nonius 85 durch Drehung der Welle 84 und Blockierung in der gewählten Stellung
durch die Verriegelung 87.
- Überführung der von der Glasscheibe la und '■>
dem punktweise befestigten Zwischenstück 2 gebildeten Anordnung mit der aufliegenden
Glasscheibe Ib auf den Löttisch bis in die Nähe ^ der Backen und Einrichtung von Hand.
- Synchrones Schließen der Scheibenandrücker 6 -to durch Betätigung des Steuerdruckzylinders 57
bis zum Festklemmen der Scheiben la, Ib durch die elastischen Blöcke 9.
- Einbringen des Abstandshalters mit Hilfe der Nocken 94 durch Betätigung des Druckzylinders
4"' 91 am Ende der vorhergehenden Phase.
- Zeitteuerung des Lötvorgangs.
- Zeitsteuerung des Einblasens von Druckluft zum Erstarren des Lötmittels, wobei die Zeitsteuerung
der Löteinrichtung noch bestehen bleibt.
in - Ablauf der Zeitsteuerung:
- öffnen der Scheibenandrücker 6 durch Rückführung des Steuerdruckzylinders in die
»neutrale« Stellung.
- Rückführung der Nocken 94 in die »neutrale« >5 Stellung durch Zurückzuführung des
Druckzylinders 91.
- Stillsetzen des Blasvorgangs.
- Das Erzeugnis wird von Hand durch die Bedienungsperson
entnommen.
t>(> Die so ausgeführte Vorrichtung ermöglicht die
Durchführung von gleichförmigen Lötvorgängen mit hohem Ausstoß.
Gemäß einer Variante der Ausführungsform des Löttisches kann zu der Zahnstange 5J8 ein beweglicher
b5 Anschlag 201 hinzugefügt werden, dem zurückziehbare
gabelförmige Anschläge 202a, 202b... zugeordnet sind, die von Druckzylindern 203a, 203b... gesteuert
werden. Die wahlweise Betätigung des
Druckzylinders 203α, 2036 wird von einem nicht dargestellten Drehschalter gesteuert, der von der Welle
76 angetrieben wird. Auf diese Weise ist es möglich, den von den Nocken 8 ausgeübten Klemmhub in Abhängigkeit
von der Dicke der verwendeten Glasplatten automatisch zu steuern. Dies ermöglicht ein sehr
schnelles Anpassen des Löttischs an verschiedene
Fertigungen.
Die Erfindung ist natürlich nicht auf die dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt.
Insbesondere können die Heizblöcke S andere Heizmittel als die von einem Wärmeträger
durchströmten Kanäle enthalten, beispielsweise elektrische Widerstände.
Hierzu 6 Blatt Zeichnungen
Claims (21)
1. Verfahren zum Anlöten eines Schenkels eines Bleiprofilteiles an den vorher verzinnten Rand
einer Glasplatte, insbesondere zur Herstellung einer Isolierverglasung aus zwei Glasscheiben, die
durch einen Zwischenprofilteil von U-förmigem Querschnitt auf Abstand gehalten sind, wobei der
Schenkel des Profilteiles unter kontrolliertem Druck an die Glasplatte angelegt wird und die einander
berührenden Flächen auf einem zum Schmelzen des Zinns ausreichenden, jedoch unterhalb
der die Kristalleigenschaften des Bleis verändernden Temperatur liegenden Temperaturwert
gehalten werden, worauf man die Lotung bei bis zur Erstarrung des Zinns fortdauerndem Druck
abkühlen läßt, dadurch gekennzeichnet, daß die für die Lötung erforderliche Wärme durch
Wärmeleitung von einem Heizstück übertragen wird, das unter Druck mit einem der zusammenzufügenden
Teile in Berührung gehalten wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es gleichzeitig auf die beiden
Schenkel (2a, 2b) des die beiden Glasscheiben (la, Ib) der Isolierverglasung vereinigenden Zwischenprofilteils
(2) entlang einem ganzen Rand der Isolierverglasung angewendet wird.
3. Vorrichtung zum Anlöten eines Schenkels (2a, 2b) eines Bleiprofilteiles (2) an den zuvor
verzinnten Rand einer Glasplatte (la, Ib), insbesondere zur Herstellung einer Isolierverglasung
mit zwei Glasscheiben, die durch ein Zwischenprofilteil mit U-förmigem Querschnitt auf Abstand
gehalten sind, gekennzeichnet durch einen feststehenden Tisch (20), an dessen Rand eine
Heizbacke angeordnet ist, die zum Festklemmen einer der Glasscheiben (la, Ib) der Verglasung
an dem benachbarten Schenkel (2a, 2b) des Profilteils (2) bestimmt ist und einerseits eine Heizlippe
(101) und andererseits einen Scheibenandrücker (6) enthält und durch Einrichtungen zur
Einstellung des gegenseitigen Abstands zwischen dem Schenkel und dem Scheibenandrücker.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Heizlippe (101) von einem
Block (5) getragen ist, der Heizorgane (104) enthält, und daß sie in wärmeleitender Verbindung
mit diesem Block steht.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Heizlippe (101) eine
Gruppe von Kanälen (106) für das Ausblasen von Kühlluft gebohrt ist, und daß diese Kanäle (bei
107) in der Nähe des Endes der Heizlippe münden.
6. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Heizlippe (101) von einer
Anlagefläche (100) begrenzt ist, die einen Anschlag für die Schnittkante der zusammenzubauenden
Glasplatte (la, Ib) bildet.
7. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Heizlippe (101) und der
Scheibenandrücker (6) von einem Balken (3) getragen sind, der sich parallel zu dem Auflagetisch
(20) erstreckt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Balken (3) von Gelenkarmen
(26, 27) getragen ist, die Gelenkparallelo-
gramme bilden und eine vertikale Verstellung des Balkens ermöglichen.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die von der Heizlippe (101),
dem Trägerbalken (3) und den zugehörigen Teilen gebildete bewegliche Anordnung durch elastische
Rückstellorgane (28) im wesentlichen im indifferenten Gleichgewicht gehalten ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Scheibenandrücker (6) einen
elastischen Block (9) trägt, der mit seiner Kante auf die Glasplatte (la, Ib) einwirken kann,
und daß der Scheibenandrücker (6) in der Richtung (F-F) quer zu der Heizlippe verstellbar ist.
11. Vorrichtung nach den Ansprüchen? und
10, dadurch gekennzeichnet, daß der Scheibenandrücker (6) gleitbar entlang dem die Heizlippe
(101) tragenden Balken (3) gelagert ist, und daß die Einstellung des Abstandes zwischen dem
Scheibenandrücker (6) und der Heizlippe (101) durch drehbare Nocken (8) erfolgt, die von dem
Balken (3) getragen sind, und auf denen sich der Scheibenandrücker abstützt
12. Vorrichtung nach Anspruch 3 für das gleichzeitige Verlöten von zwei Schenkeln (2a,
2b) desselben Zwischenprofilteils (2), gekennzeich:<et durch zwei überein anderliegende bewegliche
Anordnungen, von denen jede eine Heizüppe (101a, 101b) und einen Scheibenandrücker
(6a, 6b) aufweist, und daß die beiden beweglichen Anordnungen vertikal verstellbar sind.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, gekennzeichnet durch wenigstens einen Ruheanschlag
(79a, 79b), der dazu bestimmt ist, die Heizlippen
(101a, lOlfc) in einem in Abhängigkeit von der
Höhe des Zwischenprofilteils (2) vorbestimmten Mindestabstand (e) zu halten.
14. Vorrichtung nach Anspruch 12, gekennzeichnet durch wenigstens einen Klotz (96,97,98)
zur Aufrechterhaltung eines vorbetimmten konstanten Abstands zwischen den Heizlippen (101a,
101 Ό) während des Lötvorgangs.
15. Vorrichtung nach Anspruch 12, gekennzeichnet durch Einrichtungen (74) zur Einstellung
der mittleren Höhe der beiden Heizlippen (101a, 101 b) im Ruhezustand relativ zu dem Tisch (20).
16. Vorrichtung nach Anspruch 12, gekennzeichnet durch zwei Gruppen von Heizbacken,
von denen jede Gruppe zwei Heizlippen (101a, lOlfe) und zwei zugeordnete Scheibenandrücker
(6a, 6b) enthält, die übereinander und symmetrisch in bezug auf die Horizontalebene angeordnet
sind, wobei die beiden Gruppen L-förmig angeordnet sind.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß zentralisierte Steueranordnungen
(57) für das Festklemmen der Backen jeder Anordnung vorgesehen sind.
18. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß jede Backe durch übereinanderliegende
Arme (26a, 27a, 26b, 2Tb) gehalten ist, die Gelenkparallolegrarnme bilden.
19. Vorrichtung nach den Ansprüchen 13 und 18, dadurch gekennzeichnet, daß der feststehende
Tisch Träger (78a,785) für Anschläge (79a, 79b)
mit gegenseitig einstellbarem Abstand trägt, und daß die Anschläge (79a, 79fr) jeweils als Auflager
für die oberen Arme (26a, 27b) der unteren und
der oberen Backe dienen.
20. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstandsklotz durch ein
bewegliches Zwischenstück (96) gebildet ist, das am unteren Arm (266) der oberen Backe angebracht
ist, und daß das Zwischenstück zwischen einer abgestuften Nocke (95) und einer zurückziehbaren
Abstandsnocke (94) gelagert ist, die in der Arbeitsstellung die verschiedenen Teile in gegenseitige
Anlage bringt.
21. Vorrichtung nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch Einrichtungen (201, 202a, 202b
usw.) zur automatischen Einstellung des Festklemmens
der Backen in Abhängigkeit von der Dicke der Glasplatte.
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