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DE2032C - Wollwäscherei mit automatischem Seifenmesser und Wollauflösungsapparat, verbunden mit kontinuirlich automatischer Trockenmaschine und automatischen Einölapparat mit Oelmesser - Google Patents

Wollwäscherei mit automatischem Seifenmesser und Wollauflösungsapparat, verbunden mit kontinuirlich automatischer Trockenmaschine und automatischen Einölapparat mit Oelmesser

Info

Publication number
DE2032C
DE2032C DENDAT2032D DE2032DA DE2032C DE 2032 C DE2032 C DE 2032C DE NDAT2032 D DENDAT2032 D DE NDAT2032D DE 2032D A DE2032D A DE 2032DA DE 2032 C DE2032 C DE 2032C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
wool
automatic
knife
soap
oil
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT2032D
Other languages
English (en)
Original Assignee
E. MEHL, Fabrikdirektor, in Augsburg
Publication of DE2032C publication Critical patent/DE2032C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01BMECHANICAL TREATMENT OF NATURAL FIBROUS OR FILAMENTARY MATERIAL TO OBTAIN FIBRES OF FILAMENTS, e.g. FOR SPINNING
    • D01B3/00Mechanical removal of impurities from animal fibres
    • D01B3/04Machines or apparatus for washing or scouring loose wool fibres
    • D01B3/08Machines or apparatus for washing or scouring loose wool fibres with longitudinal movement of either wool or liquid

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description

,1877.
ERNEST MEHL in AUGSBURG.
Wollwäscherei mit automatischem Seifenmesser und Wollauflösungsapparat, verbunden mit continuirlich automatischer Trockenmaschine und automatischem Einölapparat mit Oelmesser.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 23. October 1877 ab. Längste Dauer: 27. November 1888.
Auf den beiliegenden Zeichnungen ist:
Fig. ι Seitenansicht einer Reinwaschmaschine mit Wollauf lösungs - Apparat, verbunden mit Trockenmaschine und Einölapparat mit Oelmesser.
Fig. 2 Vorderansicht der Waschmaschine mit dem Wollauf lösungs - Apparat und Zuführtisch zur Trockenmaschine.
Fig. 3 Schnitt durch AB in Fig. 1 mit Hinteransicht des Einölapparates.
Fig. 4 Grundrifs von Fig. 1.
Fig. 5, 6, 7, 8 und 9 Grundrifs, Seiten- und Vorderansicht und Schnitt des Seifenmesses und Oelmessers.
Fig. 10 und 11 Seitenansicht einer completen Wäscherei mit drei Waschtrögen mit automatischen Seifenmessern, drei Waschmaschinen, wovon die letzte oder Reinwaschmaschine mit einem Wollauflösungs-Apparat versehen und mit einer continuirlich automatischen Trockenmaschine und Einölapparat mit Oelmesser verbunden ist.
Der Seifenmesser
(Fig. i, 3, 4, s, 6, 7, 8, 9 und 10).
Bisher wurde bei der Wollwäscherei die Seife in mehr oder weniger dünner Auflösung nach Bedarf während des Durchganges der Wolle durch den Waschtrog, noch entweder mit einem Handkübel oder dergleichen, oder auch vermittelst eines Zuleitungsrohres in gewissen Zwischenräumen eingegossen.
Durch dieses stets unregelmäfsige Zugiefsen bekam die im Moment des Eingiefsens im Waschtrog befindliche Wolle zu viel Seife, die nachfolgende Wolle dagegen zu wenig, wodurch in beiden Fällen die Wäsche benachtheiligt und aufserdem auch mehr Seife verbraucht wird als nöthig wäre.
Durch den nachstehend beschriebenen Seifenmesser wird regelmäfsig ein beliebiges, genau bestimmbares Quantum Seifenauflösung während der ganzen Operation des Waschens automatisch nachgegossen, wodurch eine ebenso regelmäfsige und reine als Seife ersparende Wäsche erzielt wird.
Der Seifenmesser wird in den Waschtrögen über der Taucherwalze befestigt (Fig. 10).
Fig. 9. In den Augen α des gufseiserneh Troges b liegt die drehbare Axe c, auf welcher die Arme d festgestellt sind; dieselben tragen in leicht drehbaren Zäpfchen den Löffel e mit Gegengewicht.
Dieser Löffel ist in mehrere kleinere und gröfsere Abtheilungen (siehe Fig. 5) durch dünne Blechwände getheilt, welche theils dazu dienen, um bei etwaiger schiefer Lage des Löffels die Seifenlösung zu verhindern, auf die niedere Seite hinzuströmen, theils auch, um bei Bestimmung des Inhalts des Löffels nöthigenfalls mit Blech zugelöthet werden zu können.
Auf der einen Längsseite des Troges ruht mit viel Spielraum in zwei Zäpfchen / die bewegliche Blechwand g, welche vermittelst der eigenthümlichen Hebelverbindung A durch ein verschiedenes Einhängen in die Axe C entweder an den Trog herangezogen oder von demselben entfernt werden kann, wie aus Fig. 9 zu ersehen ist.
Vermittelst zweier Stufenscheiben, wovon die eine auf der Axe c, die andere auf der Taucherwalze festsitzt, und eines Riemens wird der Apparat in Bewegung gesetzt.
Der Apparat functionirt in folgender Weise:
Der Trog b wird mit Seifenlösung gefüllt, der Riemen auf die entsprechende Scheibe gelegt und das Blech g an den Trog herangezogen.
Durch die Rotation der Axe c füllt sich der Löffel e mit Seifenlösung, wird im Vorbeigehen durch die obere Kante des Bleches g aufgehalten, wodurch der Löffel seinen Inhalt über das Blech in den Waschtrog ausleert; dann nimmt der Löffel wieder seine ursprüngliche Stellung, füllt sich von neuem mit Seifenlösung und der eben beschriebene Vorgang des Entleerens und Füllens wiederholt sich beständig.
Will man mit Waschen aufhören, oder ist genug Seife im Bad, so wird durch die entsprechende Hebelbewegung das Blech g vom Trog b entfernt und der Löffel e kann frei passiren, ohne seinen Inhalt auszuleeren, während die übrigen Bewegungen der Waschvor-
richtung sich ungestört fortsetzen und die Arbeit beendigen können.
An der Seite des Troges ist ein Glas in Verbindung mit dem Inneren angebracht, wodurch der Inhalt des Troges stets controlirt werden kann.
Ein mittelst Scharnier beweglicher Deckel bedeckt den Trog b; an einer Seite desselben ist eine runde Oeffnung gelassen, durch welche die Seifenlösung eingegossen wird.
Der Oelmesser ist hinsichtlich seiner Construction ganz identisch mit dem Seifenmesser.
Die Reinwaschmaschine mit dem WoIlauflösungs-Apparat, verbunden mit continuirlich automatischer Trocken-Maschine und automatischem Einölapparat (Fig. ι bis io).
Bisher wurde allgemein die Wolle beim Austritt aus der letzten Waschmaschine vermittelst eines mehrarmigen, schnell rotirenden Flügels in kleine Locken zertheilt, in einem Korb oder AVagen aufgefangen und dann zur Trockenmaschine geführt. Dann wurde die Wolle entweder von Hand mit einer Giefskanne oder mechanisch eingeölt und hernach den Krempeln zugeführt.
Diese von einander getrennt erfolgenden Manipulationen hatten aufser ihrer Kostspieligkeit noch verschiedene Nachtheile im Gefolge, und zwar:
1. wurden durch die rapiden Schläge des oben erwähnten Flügels viele Wollfasern zerrissen und die Wolle auch häufig verfilzt;
2. arbeiten alle bis jetzt bekannten Trockenmaschinen nachtheilig, da sowohl jene, welche mit temperirter, als diejenigen, welche mit heifser Luft arbeiten, stets unregelmäfsig trocknen und letztere auch die äufsere Fläche der Wolle spröde machen;
3. wird durch keinen der bisher bekannt gewesenen Einölapparate und noch weniger von Hand beim Einölen das Fett gleichmäfsig genug auf die Wolle vertheilt.
Durch die nachstehend beschriebene Disposition der neuen Vorrichtungen werden nicht nur alle oben beschriebenen Manipulationen vereinigt und automatisch ausgeführt, sondern dieselben geschehen auch in vollkommenster Weise, ohne der Wolle zu schaden.
A. Der Wollauflösungs-Apparat (Fig. 1, 2, 4, 10).
Hinter den Druckwalzen der Reinwaschmaschine A sitzt in zwei Träger B der Abführtisch i, dessen hintere Walze k vermittelst Räder durch die Axe / getrieben wird.
An zwei Lappen der Träger B ist die Putzwalze C befestigt und auf den beiden Enden ihrer Axe ist mit zwei beweglichen Armen die massiv gufseiserne Walze D eingehängt, welche mit ihrem ganzen Gewicht auf den Abführtisch über der Walze k aufliegt.
Die Walze D wird durch das breite Transporträdchen 7)1, welches lose auf der Axe C sitzt, von der Axe / aus, die Putzwalze C vermittelst des Riemens η ebenfalls von der Axe / aus getrieben.
Die Umfangsgeschwindigkeit des Ausführtisches und der Walze D ist die fünf- bis sechsfache derjenigen der Druckwalzen der Waschmaschine.
Dieser Apparat, Auflösungsapparat genannt, functionirt fölgendermaafsen:
Sowie die ausgepreiste Wolle aus den Druckwalzen der Reinwaschmaschine heraustritt, wird dieselbe von dem Ausführtisch und der daraufliegenden Walze D erfafst und wegen ihrer fünf- bis sechsmal gröfseren Geschwindigkeit in kleine Locken sanft verzogen und in das Innere der Trockentrommel E geführt auf deren Boden sie frei vom Tisch herabfällt.
Die Putzwalze C, welche mit starken Riefen versehen ist, verhindert die Wolle, sich an die Walze D festzuhalten und giebt dieselbe dem Tisch zurück.
B. Die continuirlich automatische Trockenmaschine (Fig. i, 3, 4 und 10).
Auf. den zwei schrägen Holzlagern F sitzen in acht Trägern die Axen G und H, auf welche acht eingedrehte Rollen p festgekeilt sind.
Diese beiden Axen sind mittelst konischen Getriebes an dem niederen Ende mit der Querwelle / verbunden, welche mittelst Riemen von der Hauptaxe K des Einölapparates getrieben wird. Die Trockenmaschine arbeitet also stets mit dem Einölapparat.
Die Trockentrommel besteht aus einem Drahtgewebe von circa 8 mm Maschenweite, welches vermittelst zweiunddreifsig hölzerner Schienen 0 an die vier Reifen von T-Eisen festgeschraubt ist; die Hochkante dieser Reifen läuft in den Kehlen der Rollen /.
Die Trommel ist an beiden Enden durch hölzerne Ringe abgeschlossen.
Längs der Schienen 0 sitzen schräg in einer Entfernung von 150 mm von einander runde hölzerne Zapfen von 100 mm Länge.
Die Trockentrommel macht circa drei Touren in der Minute; auf der einen Seite ist sie ihrer ganzen Länge nach mit einer frei feststehenden Holzwand L (siehe Fig. 4) umschlossen, mit dem nöthigen Spielraum, um die Bewegung der Trommel nicht zu hindern.
Die Zwischenräume der Holzlager F vorn und hinten werden bis zur Trommel mit Bretter verkleidet, ebenso der Zwischenraum, welcher auf der der freistehenden Holzwand L entgegengesetzten Seite längs zwischen der inneren Wand des Holzlagers und der Trommel übrig bleibt, so dafs von der äufseren Seite der Trockentrommel, deren ganzer Länge nach, nur der Theil q-r frei oder sichtbar ist (siehe Fig. 3).
Vermittelst eines Schraubenvenjilators wird frische Luft in den unter dem Boden befindlichen Kanal O getrieben, welche durch die regulirbare Drosselklappe P und den Schlitz Q durch die Drahtgewebe zwischen den Holzlagern F in das Innere der Trommel gelangt.
In dem Kanal O ist eine Dampfheizung angebracht, um die Luft im Winter auf 15—200R. zu erwärmen.
Diese Trockenmaschine arbeitet wie folgt:
Wie oben beschrieben, wird die Wolle aufgelöfst durch den Abführtisch i in das Innere der Trockentrommel E geleitet. Die Trommel dreht sich in der Richtung von r nach q (siehe Fig. 3), die Holzzähne erfassen die Wolle und tragen dieselbe bis zum oberen Theil der Trommel, um sie dort wieder fallen zu lassen.
Da durch die schrägen Holzlager die Trommel ebenfalls von hinten nach vorn schräg liegt, so fällt die Wolle etwas weiter nach vorwärts von der Stelle, wo sie zu steigen anfing; es findet somit ein beständiges Heben und Fallenlassen mit beständigem Vorrücken statt.
Die Trommel bedeckt sich hierbei successiv der ganzen Länge nach auf der Halbseite r-q mit Wolle und läfst dieselbe schliefslich auf den Zuführtisch R des Einölapparates fallen.
Während des Passirens der Wolle durch die Trommel dringt von unten her beständig frische Luft in dieselbe, und da die Trommel auf der einen Seite mit der Holzwand L abgeschlossen und auf der andern leicht mit Wolle bedeckt ist, so mufs die Luft durch die stets fallende und auf der Halbseite r-q hängende Wolle mit Feuchtigkeit gesättigt wieder austreten.
Durch dieses beständige Steigen, Fallen und Wenden der Wolle unter fortwährend leichtem Durchblasen frischer, mäfsig erwärmter Luft, Avird die Wolle in allen ihren Theilen gleichmäfsig getrocknet und aufserordentlich aufgelockert, was für die weitere Verarbeitung derselben von hohem Werthe ist.
C. Der Einölapparat (Fig. 1, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 und 10).
Vor der Trockenmaschine steht der Einölapparat, dessen Zuführtisch R ziemlich weit in das Innere der Trockentrommel hineinragt und die Wolle zu den glatten, gufseisernen Walzen .S St führt, deren untere S1 von der Hauptaxe K mittelst Zahngetriebe bewegt wird und die obere S frei mitrollt.
Eine mäfsige Hebelpression T verstärkt den Druck der oberen Walze »S.
Vor diesen beiden Walzen bewegen sich nach der angegebenen Richtung die gerieften Putzwälzchen U, welche, mittelst Riemen von der Hauptaxe K getrieben, die etwa anklebende Wolle von den Druckwalzen SSx loslösen sollen.
Ueber den Druckwalzen ist der Oelmesser angebracht, welcher genau wie der im Eingang beschriebene Seifenmesser construirt ist.
Derselbe wird von der Axe der Walze .S getrieben und giefst das aus seinem Trog b geschöpfte OeI über das Blech g aus, von wo es auf die Walze . »S tropft.
Unterhalb der Stelle, wo die Oeltropfen auffallen, befindet sich eine an den beiden Ständern V des Einölapparates befestigte Bürste, welche das OeI auf die Walze regelmäfsig ausbreitet.
Die also gefettete obere Walze giebt nun wieder, an den von Wolle freien Stellen, von dem aufgenommenen OeI an die untere Walze ab.
Die Ständer des Apparates sind derart construirt, dafs mit einem Wagen bequem angefahren werden kann, so dafs die Wolle in die Mitte desselben fällt.
In den beiden Ständern V steckt eine mit einem Zapfen s versehene Stange t. Der Zapfen ί greift in einen Schlitz des Hebels u, womit die früher erwähnte Drosselklappe P durch Hin- und Herschieben der Stange t regulirt werden kann.
Dieser Apparat arbeitet in folgender Weise:
Wie oben beschrieben, wird die Wolle am Ende der Trockentrommel von dem Zuführtisch des Einölapparates aufgefangen. Dieser Tisch führt die Wolle zu den gefetteten Druckwalzen S S1 , welche vermittelst ihres Druckes das OeI möglichst gleichmäfsig in das Innere der durchgehenden Wolle hineinpressen.
Dies geschieht derart, dafs beim Heraustreten der Wolle aus den Druckwalzen keine Spur von OeI zu sehen ist.
Die Wolle fallt, über die untere Putzwalze U geleitet, in den bereit stehenden Wagen und ist zum Krempeln fertig.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Die Eigenthümlichkeit des Seifen- und des Oelmessers darin bestehend, dafs dieselben eine regelmäfsige und quantitativ genau bestimmbare automatische Abgabe der Seife bezw. des Oeles an die Wolle bewirken.
2. Die Eigenthümlichkeit des Wollauflösungs-Apparates, welcher eine sanfte, regelmäfsige Zertheilung der Wolle gestattet, ohne dieselbe zu beschädigen.
3. Die Eigenthümlichkeit der Trockenmaschine, mittelst welcher ein continuirlich automatisches und auf einen bestimmten Feuchtigkeitsgrad regulirbares Trocknen ermöglicht wird, welches bei sämmtlicher Wolle durch und durch gleichmäfsig erfolgt und womit gleichzeitig das Auflockern derselben verbunden ist.
4. Die Eigenthümlichkeit des Einölapparates, welcher ein automatisches, möglichst gleichmäfsiges Einölen der Wolle, das quantitativ genau regulirbar ist, gestattet.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT2032D Wollwäscherei mit automatischem Seifenmesser und Wollauflösungsapparat, verbunden mit kontinuirlich automatischer Trockenmaschine und automatischen Einölapparat mit Oelmesser Active DE2032C (de)

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