DE2032097A1 - Verfahren zur Gewinnung von (+) trans Chrysanthemummonocarbonsaure aus (h-) trans Chrysanthemummonocarbonsaure - Google Patents
Verfahren zur Gewinnung von (+) trans Chrysanthemummonocarbonsaure aus (h-) trans ChrysanthemummonocarbonsaureInfo
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Description
11 Verfahren zur Gewinnung von ( + )~trans-Chrysanthemummono
carbonsäure aus ( + )-trans-Chrysanthemummonocar'bonsäure
Priorität: 2. Juli 1969, Japan, Hr. 52 619/69 ·
Chrysanthemumsäure, d.h., Chrysantheraummonocarbonsaure, ist ein
wesentlicher Bestandteil von Pyrethruminhaltsstoffen und synthetischen
Pyrethrinderivaten, wie Pyrethrin, Allethrin und Phthalthrin. Diese Verbindungen sind wertvolle, rasch wirkende
Insektizide mit niedriger Warmblütertoxizität.
trans-Chrysanthemumsäureester haben eine höhere insektizide Wirkung
als die entsprechenden cis-Chrysanthemumsäureester. Die
Aktivität der (+^trans-Chrysanthemumsäureester übertrifft die
Wirkung der anderen entsprechenden stereoisomeren Ester nocil um ein Vielfaches, Demgemäss ist es sehr wichtig, die (+)-trans-Chrysantheraumsäure
aus dem Gemisch der (+>)-träns-Chrysanthemumsäuren
zu erhalten, die in technischem Maßstab hergestellt wird. '. : 00988A/2235 *
Es ist bereits ein Verfahren zur Gewinnung der optisch aktiven
Chrysanthemumsäure in Kombination mit der Razemisierung des Antipoden durch Spaltung des Razemates bekannt. Es ist ferner
bekannt, natürliche Alkaloide zur Spaltung der Chrysanthemumsäure in die optischen Antipoden zu verwenden. So wird z.B.
optisch aktive Chrysanthemumsäure mit natürlichen Alkaloiden, wie Chinin, zusammen mit optisch aktivem #-Phenäthylamin gewonnen;
vergl. Campbell & Harper, Journal of :the Chemical Society, 1945, Seite 283 und Campbell & Harper, Journal of the Science
of Food and Agriculture, 3 (1952), Seite 189.
Diese bekannten Verfahren haben jedoch folgende Nachteile*. Zunächst ist Chinin verhältnismässig teuer und steht nicht immer
zur Verfügung. Ferner beinhaltet das Verfahren komplizierte Verfahrensschritte. Zunächst erhält man das kristalline Chininsalz
von (-)-trans-Chrysanthemumsäure. Zur Gewinnung der (+)-trans-Chrysanthemumsäure muss die Mutterlauge eingedampft
werden. Das verbleibende Chininsalz wird zersetzt, wobei man eine an (+)-Form reiche trans-Chrysanthemumsäure erhält. Die reine
(+)-trans-Chrysanthemumsäure lässt sich erst dadurch erhalten, dass man diese Säure mit (-)-öf-Phenäthylamin in die optischen Antipoden aufspaltet.
Bei dem bekannten Verfahren ist die Kristallisation des Chininsalzes
der (-)-trans-Chrysanthemumsäure zeitraubend, da sich dieses Chininsalz schlecht kristallisieren lässt· Ausserdem
lässt sich das Chinin wegen seiner schlechten.Kristallisierbarkeit
und der schwierigen Destillation kaum wiedergewinnen.
0098 0 4/2235" · -
Aufgabe der Erfindung war es daher, ein neues Verfahren zur Gewinnung von (+J-trane-Chrysaiithemununonocarbonsäure aus (+)-trans
Ghryeanthemummonocarboneäure zur Verfügung zu stellen, das die
vorgenannten Nachteile vermeidet und sich wesentlich leichter durchführen lässt als die bekannten Verfahren. Diese Aufgabe
wird durch die Erfindung gelöst.
Gegenstand der Erfindung 1st somit ein Verfahren zur Gewinnung
von (O-trans-Chrysanthemummonocarbonsäure aus (+)-trans-Chrysanthemummonocarboneäure, das dadurch gekennzeichnet ist, dass
man die (+J-trana-Chrysanthemummonocarbonsäure in einem Lösungsmittel mit einem optisch aktiven flf-Benzylbenzylamin der allgemeinen Formel
I' J-PH _
HH2
umsetzt, in der R einen Alkylrest mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen
oder ein Halogenatom bedeutet, aus dem Gemisch der Aminsalze |
durch fraktionierte Kristallisation das Aminsalz der (+)-Porm
abtrennt und di-eses durch Umsetzung mit einer Säure oder, einer
mummonocarbonsäure bzw. deren Salz mit der Base isoliert.
Bas im erfindungsgemässen Verfahren verwendete optisch aktive.
öf-Benzylbenzylamin ist eine neue Verbindung, die eich leicht
folgendermassen herstellen lässt· Benzol wird mit Phenylacetyl-Chlorid nach Friedel-Crafts acyliert. Das erhaltene Benzyl-
phenylketon wird nach Leuckart in das entsprechende Amin über-
009884/2235
führt. Das erhaltene razemische Amin wird mit ( + ^Asparaginsäure
in die optischen Antipoden aufgespalten«,
Beispiele für die im erfindungsgemässen Verfahren bevorzugt verwendeten
«y-Benzylbenzylamine der vorstehend angegebenen allgemeinen
Formel sind ( + )-<*-(p-Hethylbenzyl)-benzylamin /"#/p =
+ 12,5° und (+)- AMp-ChlorbenzyD-bensylamin.
In der Praxis wird das erfindungsgeniässe Verfahren so durchgeführt,
dass man eine Lösung, die etwa 1 Mol des Amins enthält, mit einer Lösung versetzt, die etwa 1 Mol (jh)-trans-Chrysanthemumsäure
enthält, die noch eine geringe Menge an (+)-cis-Chrysanthemumsäure
enthalten kann. Hierbei fallen augenblicklich Kristalle der Aminsalze aus. Das Gemisch wird auf eine Temperatur unterhalb des Siedepunktes des verwendeten Lösungsmittels
erhitzt, um die Aminsalze in Lösung zu bringen. Danach wird die Lösung auf etwa -5 bis etwa 2O0C abgekühlt. Hierbei scheiden
sich Kristalle der Aminsalze aus. Die Umsetzung kann bei Raumtemperatur durchgeführt werden. Die Kristalle werden durch Filtra-
tion abgetrennt und gegebenenfalls aus einem Lösungsmittel umkristallisiert.
Man erhält das Aminsalz der (+)-trans-Chrysanthemumsäure. Das erhaltene Aminsalz wird mit einer wässrigen
Lösung einer Säure, wie Salzsäure oder Schwefelsäure, oder einer ■wässrigen Lösung einer Base, wie Kaliumhydroxid, zersetzt» Auf
diese Weise erhält man das eingesetzte Gf-Benzylbenzylamin und
die (+O-trans-Chrysanthemumsäure bzw. deren Salz«,
Beispiele für die im erfindungsgemässen Verfahren verwendeten
Lösungsmittel, die auch zur Umkxistallisation verwendet werden
können, sind Alkohole,.wi^ Metbjanol und Äthanol, Ketone, wie
ORIGINAL INSPECTED
Aceton und Methyläthylketon, Äther» wie Tetrahydrifuraja und Dioxan,
Dimethylformamid, Dimethylsulfoxid, Gemische dieser.lösungsmittel
sowie wasserhaltige Gemische der vorgenannten lösungsmittel.
Die Beispiele erläutern die Erfindung«. ·:
— -■·■ -~2j': . -Be i s ρ i e 1 1
Eine Lösung von .21,1 g (+)- #-Cp-Methylbenzyl)-benzylarain
fXJj) - +12,5 in 50 ml Äthanol wird zu einer Lösung von
16,8 g (Hh)-trans-Chrysanthemumsäure in 150 ml Äthanol gegeben.
Das Gemisch wird erwärmt und anschliessend auf Raumtemperatur abgekühlt. Hierbei scheiden sich Kristalle des Aminsalzes ab.
Diese werden abfiltriert und aus 60 ml Äthanol umkristallisiert.
Es werden 12,1 g des Aminsalzes der (+)-trans-Chrysanthemumsäure
erhalten. Ausbeute 32 $ der Theorie. P. 150 bis 151 C.
Das Aminsalz wird in lOprozentiger Natronlauge gelöst, und die
Lösung wird mit Äther extrahiert, um das ( + )-(*-(p-Methylbenzyl)-benzylamin
abzutrennen. lach dem Aufarbeiten der Mutterlauge werden insgesamt 20 g wiedergewonnen. Kp. 108 bis 1150C/0,1 ψοτχ.
Die wässrige Lösung wird mit Salzsäure angesäuert und mit Methylenchlorid
extrahiert. Es werden 5,1 g (+)-trans-Chrysanthemumsäure
erhalten. Ausbeute 30 $>« Kp. 111 bis 113°G/2 Torrj
= +14,0° (C2H5OH), : . ;
Beispiel 2
Bine Lösung von 16, 8 g (·§·)-0f-(p-Chlorbenzyl)-b©n2ylaain in
70 ml.Äthanol wird mit einer lösung von 12,2 g (*)«taans~ChFysanthemumsäure
in 100 ml Äthanol versetzt. Danach, we^ä©» 35 ml
Y/asser zugegeben. Das Gemisch wird erwärmt und anschliessend
auf Raumtemperatur abgekühlt» Die sich abscheidende®
werden abfiltriert und aus 70 ml-SOprozentigem wäsgr
Äthanol umkristallisiert. Es werden 10,7 g "Aminsals spaltenβ
Ausbeute 37 # der Theori@e P, 150 Ms 1510C.
Das Aminsalz wird in lOprozentiger Natronlauge gelöst-, und die
Lösung i»;ird mit Äther extrahiert, um das (+}~«tf«(p-Chlor.benzyl)-bensylamin
abautreimen· Ep9 110 bis 115°C/O,-O4 Tütto
Die wässrige Lösung wird mit Salzsäure angesäuert und mit Äther extrahiert. Es werden 4,4 g (+)-trans-Chrysanthemumsäure erhalten.
Kp. 85 bis 9O°C/O,5 Torr. [CnJ^^ +19,51°. Die optische
Reinheit beträgt etwa 95 ^.
009884/2235
Claims (1)
- Pat e η tan a ρ r ti c h eVerfahren zur Gewinnung von (+)-trans-Chrysanthemummonocarbonsäure aus (+j-trans-Chrysanthemummonocarbonsäure, d a durch gekennzeichnet, dass man die ( + )-träns-Chrysanthemummonocarbonsäure in einem lösungsmittel mit einem optisch aktiven qf-Benzylbenzylamin der allgemeinen Formelumsetzt, in der R einen Alkylrest mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen oder ein Halogenatom bedeutet, aus dem Gemisch der Aminsalze durch fraktionierte Kristallisation das Aminsalz der (+)-Form abtrennt und dieses durch Umsetzung mit einer Säure oder einer Base zersetzt und die in Freiheit gesetzte (+)-trans-Chrysanthemummonocarbonsäure bzw. deren Salz mit der Base isoliert.2, Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als Of-Benzylbenzylamin (+)-°(-(p-Methylbenzyl)-benzylaminoder (+)-o(-(p-Chlorbenzyl)-benzylamin "verwendet, ä3. Optisch aktives Gf-Benzylbenzylamin der allgemeinen Formelin der R einen Alkylrest mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen oder" ein Halogenatom bedeutet.009884/223S
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP5261969 | 1969-07-02 | ||
| JP5261969 | 1969-07-02 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2032097A1 true DE2032097A1 (de) | 1971-01-21 |
| DE2032097C DE2032097C (de) | 1973-03-01 |
Family
ID=
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2240257B2 (de) * | 1971-08-16 | 1979-01-18 | Sumitomo Chemical Co., Ltd., Osaka (Japan) | Verfahren zur Herstellung eines optisch aktiven Alkylchrysi nthemats |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2240257B2 (de) * | 1971-08-16 | 1979-01-18 | Sumitomo Chemical Co., Ltd., Osaka (Japan) | Verfahren zur Herstellung eines optisch aktiven Alkylchrysi nthemats |
| DE2240257C3 (de) * | 1971-08-16 | 1979-09-13 | Sumitomo Chemical Co., Ltd., Osaka (Japan) | Verfahren zur Herstellung eines optisch aktiven Alkylchrysanthemats |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US3739019A (en) | 1973-06-12 |
| NL7009751A (de) | 1971-01-05 |
| CH545262A (de) | 1973-12-15 |
| BE752813A (fr) | 1970-12-16 |
| GB1261469A (en) | 1972-01-26 |
| FR2053984A5 (de) | 1971-04-16 |
| NL144250B (nl) | 1974-12-16 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
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