DE20317943U1 - Kinetisches Therapiegerät mit rotationsfähiger Plattform - Google Patents
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- A63B—APPARATUS FOR PHYSICAL TRAINING, GYMNASTICS, SWIMMING, CLIMBING, OR FENCING; BALL GAMES; TRAINING EQUIPMENT
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- A63B21/005—Exercising apparatus for developing or strengthening the muscles or joints of the body by working against a counterforce, with or without measuring devices using electromagnetic or electric force-resisters
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Abstract
Therapiegerät mit rotationsfähiger Plattform, dadurch gekennzeichnet, dass eine Stützfläche (15) an mindestens drei Pendeln (14) aufgehängt ist, die Stützfläche (15) auf ihrer Oberfläche mittig eine starr mit ihr verbundene Stützsäule (16) trägt, die ihrerseits an ihrem oberen Ende starr mit der zuvor erwähnten Plattform (17) verbunden ist.
Description
- Die Neuerung bezieht sich auf ein kinetisches Therapiegerät mit rotationsfähiger Plattform gemäss Oberbegriff des Anspruchs 1.
- Im Therapiebereich besteht der vielfache Wunsch nach dynamisch gelagerten Plattformen. Es hat sich nämlich gezeigt, dass eine Vielzahl von körperlichen Unzulänglichkeiten oder Beschwerden mit dynamisch gelagerten Ebenen erfolgreich therapiert werden kann.
- So ist aus therapeutischen Gründen insbesondere das Bedürfnis nach rotationsfähigen Plattformen vorhanden, ohne dass in dieser Hinsicht bisher wirklich befriedigende Lösungen gefunden wurden.
- Der Neuerung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine rotationsfähige Plattform zu schaffen, die nur extrem geringe Reibkraftverluste aufweist.
- Zur Lösung dieser Aufgabe wird gemäss kennzeichnendem Teil des Anspruchs 1 ein Therapiegerät mit einer an mindestens drei Pendeln aufgehängten Stützfläche vorgeschlagen, in deren Flächenzentrum eine mit der Plattform und der Stützfläche starr verbundene Stützsäule angeordnet ist.
- Damit wird erreicht, dass die pendelnd aufgehängte Stützfläche und damit auch die mit ihr starr verbundene Plattform praktisch reibungsfreie Rotationsbewegungen ausführen kann.
- Überlagerte geringfügige translatorische Bewegungen stören dabei im Allgemeinen nicht. Sollte das jedoch der Fall sein, so können die translatorischen Bewegungen durch eine den Außenumfang der Stützsäule mit entsprechendem Spiel umfassende Führung weitgehend eingeengt oder vollständig ausgeschaltet werden.
- Sofern geringe Reibkraftverluste hinnehmbar sind, kann die Plattform auch auf über zwischen Kugelkalotten gelagerten Kugeln mit einer festen Basis verbunden sein.
- Die Neuerung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnungsfiguren beschrieben. Es zeigen
-
1 ein Gestell mit einer rotationsfähigen Plattform, die über eine Stützsäule starr mit einer Stützplatte verbunden ist, die ihrerseits über Pendel an einem Gestell aufgehängt ist, -
2 eine Draufsicht auf ein solches Gestell, -
3 eine perspektivische Sicht auf die Unterseite des Gestells, wobei Teile des Gestell weggebrochen sind, um die Stützplatte und ihre Aufhängung besser veranschaulichen zu können sowie -
4 eine Lagerung der Plattform auf zwischen Kugelkalotten angeordneten Kugeln. - In
1 ist ein Traggestell10 mit Stützen11 und12 sowie einem Träger13 erkennbar, an dem über mindestens drei Pendel14 eine Stützfläche15 aufgehängt ist, die in ihrer Flächenmitte eine starr mit ihr verbundene Stützsäule16 trägt, die wiederum an ihrem oberen Ende eine starr mit der erwähnten Stützsäule16 verbundene Plattform17 trägt. Bei einer solchen Anordnung kann der Rotationsbewegung der Plattform17 grundsätzlich auch eine translatorische Bewegung überlagert sein. Sofern die translatorische Bewegung nicht erwünscht ist, kann diese durch eine die Stützsäule16 umgreifende geeignete Führung18 eingeengt oder ggfs. auch vollständig verhindert werden. - Die zu therapierende Person stellt sich mit einem oder auch mit beiden Füßen auf die Plattform
17 . Angeregt durch Impulse wird die Plattform in eine leichte rotatorische Pendelbewegung versetzt. Die zu therapierende Person muss nunmehr versuchen, ihre Körperhaltung den Bewegungen der Plattform17 anzupassen. Dabei werden zahlreiche Nerven- und Muskelbereiche in Tätigkeit versetzt, die während der üblichen Bewegungsabläufe nicht in Anspruch genommen werden. Dies ist erwünscht und führt für viele Bereiche der Muskulatur zu therapeutischen Reizen und damit zu erwünschten bzw. notwendigen Trainingseffekten. - Um dem Trainierenden bei den Übungen eine gewisse Hilfe zu geben, kann ein in der Höhe bis etwa zu seiner Hüfte reichender Haltegriff
22 vorgesehen werden. -
2 zeigt eine Draufsicht auf ein erfindungsgemäßes Therapiegerät. Es ist erkennbar, dass für die Pendel14 Aufhängepunkte19 bzw.19a mit unterschiedlichen Radien, d.h. mit unterschiedlichen Abständen zum Mittelpunkt der Plattform17 bzw. der Stützfläche15 gewählt werden können, wodurch sich das dynamische Verhalten der Plattform17 verändern lässt. Auch wenn in der2 nur Aufhängepunkte19 ,19a mit zwei unterschiedlichen Radien (Abständen zum Mittelpunkt) dargestellt sind, können selbstverständlich auch Aufhängepunkte19 ,19a auf weiteren Radien vorgesehen werden. - Der jeweilige Rotationsausschlag der Plattform
17 kann über einen mit ihr verbundenen Anzeigearm20 für den Trainierenden und dessen Therapeuten sichtbar gemacht werden. Ggfs. können die maximalen Rotationsausschläge der Plattform17 auch durch Anschläge21 für den Anzeigearm20 begrenzt werden. Dies ist insbesondere in der ersten Trainingsphase häufig erforderlich. - Das weiter oben zu den
1 und2 Beschriebene wird in der3 noch einmal verdeutlicht. Am Träger13 sind die Pendel14 aufgehängt, die die Stützfläche15 tragen. In der Flächenmitte der Stützfläche15 ist die starr mit der Stützfläche15 verbundene Stützsäule16 angeordnet, die ihrerseits – wie aus1 erkennbar – die starr mit ihr verbundene Plattform17 trägt. Entsprechend den Aufhängepunkten19 ,19a der Plattform17 weist auch die Stützfläche15 zugeordnete Aufhängepunkte19 ,19a auf. Die Sensibilität der Aufhängung kann aber auch dadurch beeinflusst werden, dass die Pendel14 zwischen den Aufhängepunkten19 der Plattform17 mit größerem Radius und den Aufhängepunkten19a mit kleinerem Radius der Stützfläche15 oder umgekehrt angeordnet werden. - Grundätzlich kann die gewünschte Rotationsbewegung der Plattform
17 auch über eine Lagerung der Plattform17 über zwischen Kugelkalotten angeordneten Kugel erreicht werden. Durch die entsprechende Gestaltung der Kugelkalotten hat die Plattform17 dabei die Tendenz in ihre Ausgangslage zurückzukehren. Insofern ist das Verhalten einer solchen Anordnung ähnlich wie bei einer Pendelanordnung, wobei die Reibkraftverluste bei einer Pendelanordnung allerdings erheblich geringer und damit günstiger sind. - Als Pendel
15 haben sich solche gemässEP 0 259 325 B1 als besonders vorteilhaft erwiesen. Es können aber auch übliche Seilpendel aus Textil- oder Kunststoffmaterialien bzw. aus geflochtenem Stahldraht zur Anwendung kommen. - Zur Beeinflussung des Schwingverhaltens können auch sogenannte "Gegenpendel" zum Einsatz kommen, wie sie in Spalten
2 und3 derEP 0 102 546 B1 in Verbindung mit der1 beschrieben sind. - Mehrere Plattformen können in gleicher Höhe oder in unterschiedlichen Höhen nebeneinander angeordnet werden, so dass der Nutzer eine Fortbewegung in einer Ebene oder auf einer simulierten Treppe trainieren kann. Dabei ergibt sich rotatorisch eine beidseitige Kniebelastung.
- Je nach gewünschtem Therapie-Effekt kann die Rotation auch motorisch durch einen Nockenantrieb, über Magnetkräfte oder vom Therapeuten manuell rhythmisch angeregt werden.
- Über ein Gegenpendel – wie es in
1 derEP 0 102 546 B1 gezeigt wird – kann das Bewegungsverhalten der Plattform17 zusätzlich beeinflusst werden. - Bei Benutzung der Plattform
17 kommt es zu rotatorischen Pendelbewegungen, die insbesondere bei Ungeübten zu erheblichen Ausschlägen führen, Allein derjenige, dem es gelingt, seinen Körperschwerpunkt ruhig und konzentriert innerhalb des Zentrums seiner Unterstützungsfläche zu stabilisieren, vermag zu einem ruhigen Stand zu kommen. Wie schwierig die Bewältigung dieser zunächst einfach erscheinenden Aufgabe ist, zeigt sich daran, dass nur ganz wenige Patienten beim ersten Versuch zu einem befriedigenden Ergebnis kommen. - Die hochfrequente Schwingung der Therapierebene löst efferente Impulse enormer Reizdichte an der stabilisierenden Muskulatur aus. Die Reizantwort der Muskulatur ist praktisch im ganzen Körper meßtechnisch als trhythmische Stabilisation nachweisbar. Es ergibt sich ein koordinativer Trainingseffekt von erheblicher Effektivität, ohne dass komplizierte Übungsanweisungen notwendig sind.
- Insbesondere für Patienten mit Wirbelsäulenbeschwerden ist das Therapiegerät sehr gut geeignet.
Claims (14)
- Therapiegerät mit rotationsfähiger Plattform, dadurch gekennzeichnet, dass eine Stützfläche (
15 ) an mindestens drei Pendeln (14 ) aufgehängt ist, die Stützfläche (15 ) auf ihrer Oberfläche mittig eine starr mit ihr verbundene Stützsäule (16 ) trägt, die ihrerseits an ihrem oberen Ende starr mit der zuvor erwähnten Plattform (17 ) verbunden ist. - Therapiegerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass vier Pendel (
14 ) vorhanden sind. - Therapiegerät, nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Pendel aus Textil- oder Kunststoffmaterialien bestehen.
- Therapiegerät, nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Pendel aus geflochtenem Stahldraht bestehen.
- Therapiegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Gegenpendel vorhanden ist.
- Therapiegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützsäule (
16 ) von einer die translatorischen Bewegungungen einengenden bzw. verhindernden Führung (18 ) umgeben ist. - Therapiegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass verschiedene, einander zugeordnete Gruppen von Aufhängepunkten (
19 ,19a ) auf unterschiedlichen Radien der Stützfläche (15 ) und der Plattform (17 ) angeordnet sind. - Therapiegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein die jeweilige rotatorische Positionierung der Plattform (
17 ) veranschaulichender Anzeigearm (20 ) vorhanden ist. - Therapiergät nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die rotatorische Bewegung der Plattform (
17 ) begrenzende Anschläge (21 ) vorhanden sind. - Therapiegerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschläge verstellbar sind.
- Therapiegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Plattformen (
17 ) nebeneinander angeordnet sind. - Therapiegerät nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Plattformen (
17 ) in gleicher Höhe nebeneinander angeordnet sind. - Therapiegerät nach einem der Ansprüche 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Plattformen (
17 ) in unterschiedlicher Höhe stufenförmig nebeneinander angeordnet sind. - Therapiegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass ein etwa bis zur Hüfthöhe des Patienten reichender Haltegriff (
22 ) vorhanden ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE20317943U DE20317943U1 (de) | 2003-11-18 | 2003-11-18 | Kinetisches Therapiegerät mit rotationsfähiger Plattform |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE20317943U DE20317943U1 (de) | 2003-11-18 | 2003-11-18 | Kinetisches Therapiegerät mit rotationsfähiger Plattform |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE20317943U1 true DE20317943U1 (de) | 2004-04-29 |
Family
ID=32240703
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE20317943U Expired - Lifetime DE20317943U1 (de) | 2003-11-18 | 2003-11-18 | Kinetisches Therapiegerät mit rotationsfähiger Plattform |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE20317943U1 (de) |
-
2003
- 2003-11-18 DE DE20317943U patent/DE20317943U1/de not_active Expired - Lifetime
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