DE9116188U1 - Massagegerät zum Massieren von Gewebepartien des Rückens - Google Patents
Massagegerät zum Massieren von Gewebepartien des RückensInfo
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Description
— &Lgr; —
Die Erfindung betrifft ein Massagegerät zum Massieren von Gewebepartien des Rückens, mit wenigstens einer
Massagewalze, die in einem Grundrahmen drehbar angeordnet ist und die außenseitig als Massagekörper mehrere entlang
ihrer Drehachse aufgereihte Torusse trägt.
Unter "Torus" wird dabei eine rad- oder ringförmige,
radialsymmetrische Figur verstanden.
Vorrichtungen zur Massage des Rückens sind in einer Vielzahl
bekannt. Die meisten dieser Geräte arbeiten auf der Grundlage eines fremden Antriebs, sind für eine Anwendung im
Liegen ausgelegt oder bestehen aus einer Vielzahl kleiner Kugeln bzw. Rollen. Es sind wenige Geräte bekannt, die zur
vertikalen Anwendung bestimmt sind. Sie sind auf statischer Massage nur für jeweils einen Rückenabschnitt ausgelegt bzw.
drücken gegen die zu massierende Körperfläche.
Bekannt ist nach der DE-PS 29 05 383 eine Massageeinrichtung, die ein Rahmengestell und eine einzige,
relativ zu diesem Rahmen verstellbare Massagewalze aufweist. Der Rahmen hat dabei eine Länge, die der Körpergröße eines
erwachsenen Menschen übersteigt. Der Benutzer kann sich unter diesen Rahmen begeben und von der Massagewalze
bearbeiten lassen. Diese weist einen Antrieb auf, der die Massagewalze in Drehung versetzt und für ihren Vorschub
entlang den Profilen oder Holmen des Rahmens sorgt. Der Rahmen mit der Massagewalze, die Massagefinger aufweist, ist
gegen eine Rückstellkraft von der zu massierenden Person weg
bewegbar. Gelangt die Massagewalze an eine vorstehende Körperpartie, kann die Massagewalze ausweichen, weil auch
der gesamte Rahmen ausweichen kann. Der Rahmen ist ortsfest, aber schwenkbar, an einer Standfläche festgelegt, wobei das
eine Ende an einem nachgiebigen Zugelement befestigt ist, welches mit seinem anderen Ende an einer Wand gegebenenfalls
an der Decke, angreift.
Nachteilig ist, daß die Vielzahl der Massagefinger bei der
fremdangetriebenen Massageeinrichtung eine Reizflut auf der Körperoberfläche hervorrufen und teilweise zu Überreizungen
führen kann. Die Herstellung ist überdies relativ kostspielig.
Weiterhin ist aus der US-PS 3 750 654 ein therapeutisches Gerät bekannt, das in seiner Mitte zwei Ringe aufweist,
deren Außendurchmesser denen der Außenpositionen entspricht.
Angewendet wird es im Liegen, indem es unter die zu massierenden Körperteile, wie Rücken, Oberschenkel oder Füße
gelegt wird.
Die Kreislaufbelastungen sind bei Massagegeräten nicht
unerheblich und werden vom Anwender zunächst nicht bemerkt, sondern erst beim Aufrichten, wenn er möglicherweise seine
aus medizinischer Sicht gesundheitsfördernde Belastungsgrenze bereits überschritten hat. Hinzu kommt, daß
die Massage mit dem Körpereigengewicht durchgeführt wird, was zu nicht unerheblichen Druckstellen und bei der
Fußmassage zu Unfällen führen kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die vorstehend genannten Nachteile zu beseitigen und ein einfach
herzustellendes, leicht handhabbares, der normalen physiologischen aufrechten Haltung entsprechendes und auf
die bewegungsphysiologisch wichtigen Strukturen des Rückens gezielt einwirkendes sowie die Hauptpunkte der Reflexzonen-
und Akupunktmassage behandelndes Gerät zu entwickeln, das hohen Sicherheitsanforderungen genügt und die eigene
Aktivität fordert.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die
seitlich überstehenden Achsenteile der Massagewalze(n) gegenüber dem Grundrahmen quer zur Achsrichtung federnd,
vorzugsweise über Schraubenfedern, gelagert sind, wobei die
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Achse und gegebenenfalls die Federn in Seitenteilen gehalten
sind, die mit Verbindungsstücken verbunden sind und mit diesen den Grundrahmen bilden.
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Die Oberflächen der Torusse werden dabei vorzugsweise ganz oder teilweise entweder glatt, aufgerauht, noppenbesetzt
oder bürstenähnlich ausgebildet.
in besonderer Ausgestaltung der Erfindung sind die Torusse
jeweils einstückig mit einem Rollenbaum hergestellt, beispielsweise aus Holz gedrechselt. Sie sind so abgerundet,
daß sie eine limitierte Eindringtiefe in die Körperweichteile haben. Zwei zueinander parallel laufende
Massagewalzen liegen mit ihren Achsen dabei auf Federn, so daß sie ausweichen können. Die Federn, vorzugsweise
Schraubenfedern, sind in Seitenteilen gehalten, die höhenverstellbar mit Verbindungsstücken verbunden sind und
so den Grundrahmen bilden.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind die Torusse aus Rädern oder Rollen dargestellt, deren axiale
Abstände einstellbar sind, beispielsweise durch Zwischenstücke oder Achsstummel. Vorzugsweise wird die
Grundplatte Aussparungen aufweisen, durch die das Massagegerät in unterschiedlicher Höhe an einer Wand
befestigbar ist. Die Rollen selbst sind als Halbschalen, an denen die Achsstege eingefügt sind, ausgebildet.
Als Materialien für die Massagewalzen kommen vorwiegend Holz, Kunststoff oder (Hart-)Gummi in Betracht.
Durch die erfindungsgemäße Lösung ist ein Gerät geschaffen,
das sowohl einfach herzustellen als auch zu bedienen ist. Die mechanisch kontaktierenden Anteile - Torusse, hier
Aufwölbungen der Torusse - wurden erfindungsgemäß in Form, Größe und Abstand zueinander so konstruiert, daß sie den
-A-
heutigen Kenntnissen der Medizin hinsichtlich einer körperfreundlichen Anwendung zur Rückenmassage unter
besonderer Berücksichtigung einer Mobilisation im gesamten Bewegungssegment (Arthron) sowie der Reflexzonen- und der
Akupunktrnassage entsprechen. Durch Verzicht auf einen Fremdantrieb und durch die vertikale Anbringung des Gerätes
werden Überbeanspruchung vermieden und Aktivität gefordert. Wesentlich dabei ist, daß der Anwender den Andruck selbst
bestimmt und steuert. Nicht zu unterschätzen ist der Beitrag, den das Gerät durch diese Art der Anwendung, d.h.
durch Beugen und Strecken der Knie, für die Oberschenkel- und Gesäßmuskulatur als auch für den gesamten Bereich der
geriatrischen Medizin, des Sportes, der Fitness und der Rehabilitation leistet.
-&dgr;-
Die Erfindung wird nachstehend in den Zeichnungen dargestellt und im folgenden näher beschrieben. Es zeigen im
einzelnen:
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Fig. 1 eine Vorderansicht eines Massagegerätes in Holz;
Fig. 2 die Seitenansicht;
Fig. 3 die Draufsicht;
Fig. 4 die Ausgangsstellung bei Anwendung.
Ein Massagegerät in der Ausführungsform nach Fig. 1 bis 3
und in der Anwendung gemäß Fig. 4 weist zwei parallel
übereinanderliegende Rollenbäume 6 auf, die mit je vier Torussen 3 versehen sind. Die Torusse 3 sind einstückig mit
den Rollenbäumen 6 aus Holz hergestellt. Die Torusse 3 sind
an ihrer von der Achse 4 der Rollenbäume 6 aus entfernten Peripherie so abgerundet, daß sie formähnlich mit einem
Reifen sind. Gelagert sind die Rollenbäunie 6 mit den Stümpfen der Achse 4 in den Aussparungen 12 von Seitenteilen
8 und 8'. Jeder Rollenbaum 6 mit Torussen 3 bildet eine Massagewalze 2.
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Der Abstand der Seitenteile 8, 8" voneinander wird durch
Verbindungsstücke 9, 9', die in den Seitenteilen 8, 8' eingelassen sind, so sichergestellt, daß die Rollenbäume 6
zwischen den Seitenteilen 8, 8' frei laufen können. Zusätzlich dienen die Verbindungsstücke 9, 91 der
Stabilisierung. Die Teile 8, 81 und die Teile 9, 91 bilden
einen Grundrahmen 1.
Eine federnde Lagerung der Massagewalze 2 quer zu ihrer Achsrichtung wird dadurch erreicht, daß auf einen Lagerschuh
13 ein Führungsdorn 10 von der Unterseite des Seitenteils 8 bzw. 8' durch eine Bohrung 11 und durch eine Schraubenfeder
7 montiert wird, so daß sich die Schraubenfeder 7 sowohl auf
dem Lagerschuh 13 als auch am Material um die Bohrung 11
abstützt. Für Lagerschuh 13 und Schraubenfeder 7 ist in den
Seitenteilen 8 die Aussparung 12 anzubringen. 5
Eine einfachere Ausführung ist auch mit nur einer Massagewalze 2 möglich. Allerdings ist bei Anwendung wegen
des längeren Weges, den nur ein Rollenbaum 6 auf dem Rücken zurücklegen muß, eine größere Vertikalbewegung notwendig.
Das bedeutet ein stärkeres Beugen der Knie. Auch ist eine Ausführung möglich, bei der auf die federnde Lagerung
verzichtet wird und die Stümpfe der Achsen 4 nur in einer runden Aussparung in den Seitenteilen 8 lagern. Weiterhin
soll nicht ausgeschlossen sein, auch drei oder mehr Massagewalzen in ein Gestell einzubauen.
Bei dem Gerät können die Torusse 3 außer der beschriebenen
Art auch frei laufend auf den Rollenbäumen 6 mit zusätzlichen seitlichen Abstandsvorrichtungen konstruiert
sein. Eine ganz oder teilweise aufgerauhte, bürstenähnlich ausgebildete oder mit Noppen besetzte Oberfläche der Torusse
3 können Varianten darstellen.
Die Anwendung des Gerätes in der Ausführungsform nach Fig.
ist in Fig. 4 dargestellt. Ein Massagegerät, Bezugszahl 100, wird an der Wand befestigt, so daß die Peripherie der
Torusse 3 in Höhe des Rückens der sich behandelnden Person liegen. Durch Kniebeugen rollt die Rückenpartie auf der
Peripherie der Torusse 3 entlang und wird dabei massiert. 30
Claims (6)
1. Massagegerät zum Massieren von Gewebepartien des Rückens, mit wenigstens einer Massagewalze (2), die in einem
Grundrahmen (1) drehbar angeordnet ist und die außenseitig als Massagekörper mehrere entlang ihrer
Drehachse aufgereihte Torusse (3; 31) trägt, dadurch gekennzeichnet, daß die seitlich überstehenden
Achsenteile der Massagewalze(n) (2) gegenüber dem Grundrahmen (1) quer zur Achsrichtung federnd,
vorzugsweise über Schraubenfedern (7), gelagert sind, wobei die Achse (4) und gegebenenfalls die Federn (7) in
Seitenteilen (8; 8') gehalten sind, die mit Verbindungsstücken (9; 9') verbunden sind und mit diesen
den Grundrahmen (1) bilden.
2. Massagegerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Massagegerät (100) über zwei Massagewalzen (2)
verfügt, die zueinander parallel liegend im Grundrahmen (1) angeordnet sind.
3. Massagegerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß jede Massagewalze mit vier Torussen
(3; 3')/ paarweise mit den Abständen (Al, A2) zwischen
sich versehen sind, wobei die Positionen der Torusse (3; 3') den Hauptpunkten der Reflexzonen- und
Akupunktmassage, bzw. der klassischen Massage, entsprechen.
4. Massagegerät nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberflächen der Torusse (3) ganz
oder teilweise glatt, aufgerauht, noppenbesetzt oder bürstenähnlich ausgebildet sind.
-2-
5. Massagegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Torusse (3) jeweils einstückig
mit einem Rollenbaum (6) hergestellt sind.
6. Massagegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Torusse (3) die gerundeten
Außenflächen von Rollen (14) darstellen, deren axiale Abstände (Al, A2) durch Zwischenstücke oder Achsstummel
10 (15) einstellbar sind.
Applications Claiming Priority (2)
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Family Applications Before (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19914101971 Granted DE4101971A1 (de) | 1990-02-14 | 1991-01-24 | Massagegeraet, insbesondere zum massieren von gewebepartien des rueckens |
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