DE2031464A1 - Verfahren zur Herstellung von lauchartigen Aromamischungen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von lauchartigen AromamischungenInfo
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Description
DR. ING. B. HOFFMANN · DIPL. ING. W. EITLE · DR. HER. NAT. K. HOFFMAAN
PATKMTANWiUB
International Flavors & Fragrances Inc.,
Nev/ York, N.Y. / USA
Verfahren zur Herstellung von lauchartigen Aromamischungen
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von lauchartigen Aromamischungen, das dadurch gekennzeichnet
ist, daß man Thiosulfinate mit der Formel
0 0
R-S-S- (CH2)2 --'R1 oder R - S - S - (CH2)2 -
BAD
109-813/1ISi- - ■ ■
worin R eine Alkyl- oder Alkylen-Gruppe mit 1 bis 5 Kohlenstoff
atomen bedeutet und R, für Wasserstoff oder eine -:
Alkyl-Gruppe mit 1 bis ^ Kohlenstoffatomen steht, erhitzt,
um ein Gemisch aus Di- und Trisulfiden herzustellen, welches
Verbindungen der Formeln
R - 3 - 3 - CH = CH - R1 und R - 3 - 3 - 3 - CH = CH - R1
enthält.
Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist das gemäß dem
obigen Verfahren erhaltene Gemisch aus Di- und Trisulfiden. Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein Gemisch aus
Di- und Trisulfiden, das nach dem obigen Verfahren erhal- ,
ten worden ist und das zusätzlich noch nicht umgesetzte Thiosulfinate der angegebenen Formeln enthält.
Schließlich wird nach der Erfindung auch die Verwendung der angegebenen Verbindungen bzw. deren Gemischen als
Aromen für Nahrungsmitteln und dergleichen in Betracht gezogen. ,
Die Verbindungen der Erfindung sollen hierin als Vinylensulfide bezeichnet werden. Diese Bezeichnung soll sowohl
die Di- als auch die Trisulfide umfassen.,
Es wurde gefunden, daß die gemäß.den obigen Reaktionen
hergestellten Verbindungen zur Herstellung einer großen Vielzahl von lauchartigen Aromen mit Einschluß des Aromas
der Zwiebel, des Lauchs, des Schnittlauchs, der Schalotte
und dergleichen geeignet sind= Da viele der Vinylensulfid-Gemisehe
Geschmacks- und Aroma-Uoten "und Nuancen" besitzen,
die für die frisch gekochten Pflanzen«, wie sie oben
BAD
10S0
beschrieben vnr.-vlei, Charakter is ti ich aiud, oind die
Reaktionsprodukte besonders dazu geeigne't, das Aroma
von frisch gekochten Zwiebeln und dergleichen r.achzuahmer..
Sie nir.d daher ferner dazu geeignet, solche -Aromen"'
Produkten, wie getrockneten Zwiebeln, zu verleihen, die,
.obgleich -sie einen definierten erkennbarenZwiebelgeschmack
besitzen, doch die V/ürz-e der frisch gekochten Produkte verbissen.
Die Reaktionen gemäß der Erfindung können in. situ, in den
TTahrur.ssniit"elgeniischen. oder1 in den. V/ürznischungen erfolgen.
Die Thiosulfinate besitzen einen Geschmack und ein \roma, das einen Charakter nach rohen Zwiebeln aufweist,
v/enn jiedoch die Thiosulfinate erhitzt werden, -" die Vinylensulfide
su bilden, dann/wird der Charakter der frisch gekochten
Pflanzen erhalten. Bei bestimmten bevorzugten Ausführungsformen
der Erfindung werden daher die Thiosulfinate hergestellt und eu einem Lebensmittel, z.B. einem bei der
Herstellung von- Hamburger-Pastetchen verwendetem gemahlenem
Fleisch zugesetzt. Nach dem darauf folgenden Kochen, Backen, Rösten, Grillen oder anderem Erhitzen, um das Nahrungsmittel
für den Verzehr geeignet su machen, wird ein Teil des Thiosulfinats oder der Thiosulfinate in die Viii2rlsulfid-Gemische
umgewandelt und verleihen den Nahrungsmitteln einen frischen lauchartigen Geschmack.
Die durch R angegebenen Alkyl- und Alkylen-Gruppen sind
gewünschterweise niedrige Alkyl- und Alkylen-Gruppen, vorzugsweise solche mit etwa 1 bis etwa 5 Kohlenstoffatomen
im Molekül. Diese aliphatischen Gruppen umfassen somit Methyl-,. Äthyl-, Propyl-, Isopropyl-, Vinyl-, und Propenyl-Gruppen
und schließen Allyl-, Isopropenyl-, Butyl-, Meth-
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allyl-, Isobutylen-, Propylen-, Isoamyl-Gruppen und dergleichen
ein. Beim Fehlen gegenteiliger Angaben soll die Bezeichnung "Propenyl" Prop-1-en-l-yl und "Allyl" Prop-2-en-l-yl
bedeuten. Die besonders bevorzugten aliphatischen Gruppen sind die Methyl-, Propyl-,- Allyl- und Propenyl-Gruppen.
R, ist Wasserstoff oder Alkyl, wobei niedrige Alkyl-Gruppen
erwünscht sind. Bei bestimmten bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung enthalten die durch R, angegebenen niedrigen
Alkyl-Gruppen'1 bis j5 Kohlenstoffatome, wobei die Methyl-Gruppe
besonders bevorzugt wird.
3ehr gute Ergebnisse werden erhalten, wenn man Methy1-Propyl-Thiosulfinate
und Dipropyl-Thiosulfinate verwendet, die beim Erhitzen Methyl-Propenyl-Disulfide, Propyl-Propenyl-Disulfide,
Methyl-Propenyl-Trisulfide und Propyl-Propenyl-Trisulfide
ergeben. Diese Sulfide sind zusammen mit den nicht umgesetzten Thiosulfinaten bei der Herstellung von
lauchartigen Aromen geeignet, insbesondere für die Herstellung von Zwiebel-Aromen. Die erfindungsgemäßen Verfahren
sind besonders an die Herstellung von lauchartigen Aromen, die Mengen von ungesättigten Disulfiden erfordern,
angepaßt. Die Verfahren der Erfindung sind somit zusätzlich zu der Herstellung von Zwiebel-Aromen auch zur Herstellung
von verwandten Aromen, wie Lauch-und ochalotten-Arpmen
geeignet. .->-■ \ ·
jämtliche gemäß den Verfahren der Erfindung hergestellten
Mischungen enthalten vorzugsweise erhebliche Mengen von Disulfiden und Trisulfiden, wobei die Disulfide gewöhnlich
vorherrschend sind. In manchen Fällen ist es zweckmäßig, den Anteil der Disulfide auf 50 bis 8o fo des Gesamtgemisches
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und denjenigen der Trisulfide von 20 bis 50 fo einzustellen.
Beim Fehlen gegenteiliger Angaben beziehen sich alle Teile,
Verhältnisse, prozentualen Anteile auf das -Gewicht.
Ein einziges Thiosulfinat kann dazu verwendet werden,
Alkenyl-Di- und -Trisulfide zu ergeben, die auf jeder
Seite der Sulfid-Schwefelatome die gleiche Anzahl der Kohlenstoffatome besitzen, wie z.B. Propylpropenyl-Sulfide
oder um ein einziges asymmetrisches Sulfid-Gemisch, z.B. aus Methylpropenyl-Sulfiden zu ergeben. Ein Divinylen Di-
und/oder Trisulfid kann hergestellt werden, z.B. Dipropenyl
aus Propenylpropyl-Thiosulfinat. Solche Sulfid-Gemische,
die aus einem einzigen Thiosulfinat hergestellt sind, können dazu verwendet werden, die besondere Aromanote in
einer Lauchpflanze zu verstärken oder eine Aroma-Mischung herzustellen, die die ausgeprägte Note dieses besonderen
Sulfid-Gemisches besitzt. Ferner kann ein Gemisch aus verschiedenen Thiosulfinat en dazu verwendet vier den, eine vollständigere
oder sogar eine vollständige Aroma-Mischung für den Zusatz zu Lebensmitteln zu ergeben.
Bei der Herstellung der Gemische der Di- und Trisulfide, um bestimmte gewünschte Aromen zu erhalten, ist es zweckmäßig,
die Menge der verschiedenen Alkyl- und/oder Alkylen-Bestandteile der Thiosulfinate zu kontrollieren. So enthalten
zur Herstellung von Zwiebel- und verwandten Aromen bestimmte bevorzugte Mischungen etwa ^ bis etwa 15 %
Methyl-Gruppen, wobei der Rest der Gruppen 2 oder mehr
Kohlenstoffatome besitzt. Zur Erzielung eines vollen Zwiebel-Aromas ist es zweckmäßig, daß die restlichen Gruppen .
mindestens J5 Kohlenstoffatome enthalten. Verbindungen, bei
welchen die Atom-Gruppen mit 3 Kohlenstoffatomen 50 bis
97 % des Gesamtalkyls ausmachen, sind erwünscht. Die
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Differenz zwischen der Menge der Methyl-Gruppen und der
Menge der Atom-Gruppen mit 3 Kohlenstoffatomen kann, vollständig
oder teilweise aus Atom-Gruppen mit 2 Kohlenstoffatomen ausgeglichen werden, wobei' irgendwelche Reste
Gruppen darstellen, die 4 oder mehr Kohlenstoffatome aufweisen.
Bei bestimmten bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung
zur Herstellung von Zwiebel-Aromen enthalten die fertigen
Sulfid-Gemische 50 bis 75 fo Disulfide und 25 bis 50 % Trisulfide,
5 bis 15 % Methyl, 40 bis βθ % Fropenyl (mit Einschluß
von Allyl) und 5 bis 20 % Dipropenyl (mit Einschluß
von Allylpropenyl).
Die Vinylen-Sulfide werden dadurch hergestellt, daß die
Thiosulfinate auf Temperaturen von mindestens etwa 100 C erhitzt werden. Bei niedrigeren Temperaturen ist die
Reaktion etwas langsamer. Bei manchen Ausführungsformen kann es vorteilhaft sein, einen erheblichen Gehalt von
nicht umgesetztem Thiosulfiit vorzusehen, z.B. dann, wenn
es gewünscht wird, zusammen mit einer Aromanote nach frisch
gekochten Zwiebeln eine signifikante Aromanote nach frischen Zwiebeln zu erhalten. Bei vielen Ausführungsformen der Erfindung wird in jedem Fall die Reaktion so durchgeführt,
daß etwas nicht umgesetztes Thiosulfinat zurückbleibt.
Bei Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es
gewohnlicherweise nicht zweckmäßig, eine Temperatur von
400°C zu überschreiten, da dann die Reaktion schwierig
zu kontrollieren wird und bei bestimmten Thiosulfinaten
eine unerwünschte thermische Zersetzung erfolgen kann. Die Reaktion läuft gewöhnlich bei Temperaturen von 3000C
oder weniger besser ab. Es 1st daher zweckmäßig^ die
Reaktion bei 100 bis ;>Ό0°0 durchzuführen. Gewünschte Verhältnisse
von Disulfiden zu Trisulfiden können bei Temperaturen von 150 bis 250 C erhalten v/erden. Der bevorzugte
Temperaturbereich beträgt demgemäß 150 bis 250 C.
.Vas den vorstehenden Ausführungen wird ersichtlich, daß
die Thiosulfinate erhitzt werden können, um Sulfide zu ergeben iod daß dann das Reaktionsgemisch zu dem nahrungsmittel
zugefügt werden kann. Die Thiosulfinate können aber auch andererseits nur leicht erhitzt werden, um nur eine
gei'lnge I'Ienge der Sulfide zu bilden, worauf das Ganze-zu
den; Uahrungsm":νtel gegeben wird, bzT.;. das Thiosulfinat
kann direkt zu dem nahrungsmittel zugese'crt werden, worauf
d'is das Thiooulfinat enthaltende liahrungsnittel erhitzt
wird, um das Vinylensulfid in. situ zu bilden.
iraturgemäß hängt die Reaktionszeit umjel.ehrr vor. der Temperatur ab. Das heißt bei Temperaturen von 300 C sind 10
Sekunden oder weniger ausreichend, um einen großen Prozentsatz
der Thiosulfinate in Vinylensulfide zu überführen.
Andererseits kann die Reaktion bei IOO0C 90 Minuten oder
langer durchgeführt werden, um höhere Ausbeuten an Vinyler,-sulfiden
zu ergeben. Beispielsv/eise wird bei 100 C etwa
42 % des Thiosulfinats in das Vinylensulfid nach 20 Minuten
überführt. Bei 200°C werden etwa δθ p der Tliiosulfinate
in 12 bis 15 3eloinden in die Vinylensulfide umgewandelt.
Daraus folgt, daß die Reaktionszeit mit guten Ergebnissen
von 10 Sekunden bis 90 Minuten variiert werden kann.
Das Erhitzen der Thiosulfinate kann durchgeführt werden,
indem die reine Substanz- oder die reinen Substanzen verwendet -werden. Es wird jedoch bevorzugt, die Reaktion in
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einer.: inerten R evictions träger vorzunehmen. Geeignete Träger
sind solche, die bei Atmosphärendruck Siedepunkte besitzen,
die unterhalb der oberen Tornperaturgrenze liegen, so d''.I3 die Reaktion gemäßigt wird..
Geeignete Träger umfassen V/asser, wäßrige Flüssigkeiten, niedrige .Mkanole, wie Methanol, Ethanol, Propanol, Isopro
panol und dergleichen, Glykole und andere Polyhydroxyverbindungen,
wie Xthylenglykol, Propylenglykol, Glyzerin, !orbit und dergleichen. Genießbare, nicht-toxische Träger
••/erden stark bevorzugt, da die Vinylensulfid-Gernische in.
in. situ gebildeter Form zum Einsatz kommen können, ohne
daß es notwendig ist, eine v/eitere Extraktion oder Reinigung vorzunehmen. Die bevorzugten Reaktionsträger sind
V/as 3er und wäßrige Medien. ■
Die verwendeten wäßrigen oder anderen Medien können diejenigen sein, die in natürlichen Lebensmitteln, wie im
Fleisch, im Käse, in Suppen, in Pflanzen und dergleichen vorkommen. 3o können beispielsweise die Vinylensulfid-Gemische
dadurch hergestellt v/erden, daß das Thiosulfinat oder die Thiosulfonate zu Hamburger-Pastetchen gegeben
werden, daß die Pastetchen gefroren werden und daß die 3ulfide gebildet werden, wenn die Thiosulfonate während
des Grillens, Backens oder Kochens der Pastetchen- erhitzt v/erden. Somit kann ein Aroma nach frischen Zwiebeln-oder
anderen Laucharten direkt während der Zubereitung des Nahrungsmittels für den Verzehr gebildet werden.
V/enn konzentrierte oder reine Vinylensulfide gewünscht werden, dann kann der Reaktionsträger, wenn ein solcher
verwendet wird, durch Extraktion mit einem geeigneten
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"Lösungsmittel für die Vinylensulfide entfernt werden.
Auf diese Weise können auch vorzugsweise bestimmte 3ulfide;
extrahiert werden, um das Aroma in Richtung zu einer oder
zu einer anderen Lauchpflanze zu schattieren oder um das Fehlen einer Aromanote in einem Naturprodukt auszugleichen,
indem das Verhältnis und die Verteilung der Vinylensulfide
auf die oben angegebene Weise kontrolliert wird. Geeignete Lösungsmittel für die Extraktion der Sulfidgemische aus'
wäßrigen Medien umfassen aliphatische Pfohlenwasserstoffe,
wie Isopentan, Hexan, Cyclohexan, Dodecan und dergleichen.
Die Reaktion des Ihiosulfinats zur Herstellung der Vinylensulfid-Gemische
kann unter Unter- oder Überdruck durchgeführt werden, wobei jedoch das Arbeiten bei Atmosphärendruck
bevorzugt wird. Das Arbeiten bei Unterdrücken gestattet die Verwendung von Reaktionsträgern, die bei normalem Atmosphärendruck zu hoch siedend sind, als daß die
gewünschte Temperatur im Rückfluß gehalten v/erden kann. Durch die ,Anwendung von Überdrücken, wie es beispielsweise
bei der Bereitung von Nahrungsmitteln in einem Druckkochtopf erfolgt, führt zu kürzeren Reaktionszeiten.
Die Thiosulfinate können einfacherweise dadurch hergestellt
werden, daß die entsprechenden Disulfide und deren li Gemische oxidiert werden. Die Oxidationsmittel und -Be- "
dingungen sollten so gewählt werden, daß eine erhebliche Zerstörung der Ausgangsmaterialien vermieden wird.'Es hat
sich als zweckmäßig erwiesen, aromatische und/oder aliphatische Persäuren, wie Monoperphthaisäure, Perbenzoesäure,
Pertoluolsäure, Monoperterephthalsäure, Peressigsäure
und dergleichen oder ein Oxidationsmittel, wie Hydroperoxid
zu verwenden. Es werden sta'chiometrische Mengen bis zu leichten molaren Überschüssen bis zu 10 % des Oxidationsmittels
eingesetzt.
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Die Oxidation wird vorzugsweise in einem R 3 al-: ti ons träger
durchgeführt, der bei den Reaktions.bedingungsn gegenüber
dem Oxidationsmittel und den Sulfiden inert ist. Geeignete
Träger für die Reaktion umfassen sauerstoffhaltig Lösungsmittel, wie Diäthyläther, Äthylenglykol, Diglyme (Dimethyläther
des Diäthylenglykols) und dergleichen, chlorierte Kohlenwasserstoffe, wie Chloroform, Tetrachlorkohlenstoff,
Kthylenchlorid und dergleichen, sowie deren Gemische.
Mischungen aus Diäthyläther und Chloroform haben sich als besonders geeignet erwiesen, um die Abtrennung von den
Thiosulfinaten einfach durchzuführen.
Da die Oxidationsbedingungen sorgfältig kontrolliert werden müssen ist es zweckmäßig, die Oxidation bei Temperaturen
von -50 bis 100C vorzunehmen. Es wird besonders bevorzugt,
die Reaktion bei -5 C bis 5 C durchzuführen. Die Peressigsäure
wird -vorzugsweise zu dem Gemisch aus dem Träger und dem oulfid gegeben, wobei die Zugabe langsam erfolgt. Man
kann auch das Gemisch aus dem Träger und dem 3ulfid langsam
zu der Persäure oder zu der Persäure in einem Träger geben. Wenn die Persäure mit einem Träger verwendet wird,
dann werden die oben angegebenen Träger bevorzugt.
Nach der Oxidation der Sulfide zu den Thiosulfinaten werden die gebildeten aromatischen Säuren und nicht umgesetzte
Persäure aus dem Reaktionsgemisch entfernt. Dies erfolgt
geeigneterweise durch Filtration, Zentrifuglerung, Destillation,
Extraktion und ähnliche Maßnahmen. Die Thiosulfonate werden sodann gewaschen, neutralisiert, gereinigt und abgetrennt.
Wenn eine hohe Reinheit erforderlich ist5 dann kann eine fraktionelle Destillation, Kristallisation, eine präparative
Chromatographie oder eine ähnliche Arbeitsweise verwendet werden« .
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Die :\\v Herstellung dor Thiosulfir.rte eingesetzten- -jvi-lfid-GemJsche
können dadurch hergestellt werden, daß Bunte'sehe
^alrre (3-Alkyl- odor -Alkylen-TMοsulfane) mit einem Alkalimetallsulfid
umgesetzt werden. 3ie !tonnen auch dadurch' erhalten
.werden, daß geeignete Halogenide mit Alkalimetall-Thiooulfaten
umgesetzt werden und daß dann die so gebildeten
Bunte* schon 3alze in situ mit einem Alkalimetallsulfid
nur Umsetzung gebracht werden.
Gemäß einem weiteren Gesichtspunkt der Erfindung werden
die Vinrlensulfid-Gemisch per se oder in -Kombination mit
anderen genießbaren Materialien verwendet, um Nahrungsmitteln oder anderen genießbaren Materialien den gewünschten lauchart-igen organoleptisehen Eindruck zu verleihen.
Die hierin beschriebenen Gemische können somit Aromamischungen und :iromaverstärkende Mischungen umfassen. Unter
einer Aromamischung ist eine solche zu verstehen, die dazu imstande ist, einem geschmacklosen nahrungsmittel ein definiertes,
vollständiges Aroma, on;, einen derartigen Geschmack
zu verleihen, während eine aromaverstärkende Mischung eine solche ist, die dazu imstande ist, eine oder mehrere Aromanoten
von natürlichen oder anderen Nahrungsmitteln, die eine solche Aromanote nicht aufweisen, zu verstärken.
Eine aromaverstärkende Mischung ist eine solche, die dazu
geeignet ist, das Aroma oder den Geschmack, beispielsweise eines getrockneten Zwiebelprodukts, zu verbessern, dessen
Aroma durch die Entwässerung verringert oder in unerwünschter
'./eise verändert worden ist. Daraus ergibt sieh,
daß die genannten Thiosulfonate und.'oder die Vinylensulfid-Gemische
mit anderen Aromabestandteilen, Trägern, Vehikeln und dergleichen vermischt werden können, um Mischung herzustellen,
die dazu geeignet sind, Nahrungsmitteln ein Aroma
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zu verleihen,, das darin enthaltene Aroma zu verstärken
oder zu verändern. Die Bezeichnung Aromamischung soll
nachstehend sowohl Aromami schurigen im engeren Sinn als auch aromaverstärkende Mischungen umfassen.
VJonn die Yinylensulfide der Erfindung in Aromamischungen
eingesetzt werden, um bereits vorliegende Aromen zu verstärken
oder um eimern Lebensmittel den gesamten Aroma-Gindruck
zu verleihen, dann können die Gemischemit organischen
Säuren, mit Einschluß von Fettsäuren, gesättigten,
ungesättigten -and Aminosäuren, Alkoholen mit Einschluß
von primären und sekundären \lkoholen, Estern, Carboxylverbindungen
mit Einschluß von Aldehyden und Ketonen, Lactonen, cyclischen organischen Stoffen, mit Einschluß
von Benzol-Derivaten, alicyclischen Stoffen, heterocyclischen
!Stoffen, v;ie Furanen, Pyridinea, Pyrazinen und dergleichen,
anderen Schwefel enthaltenden Materialien, mit Einschluß von Thiolen, Monosulfiden und dergleichen, Pro-
*.einen, Lipiden, Kohlenhydraten und sogenannten Aromaverstärkern,
vjie Morionatriumglutarnat und dergleichen kombiniert
werden. Die \rt und die Menge der vorstehenden Zusatzstoffe
hängt von dem genauen, im Endprodukt gevmnschten Charakter ab. Insbesondere im F-\-.lle von Aromamischungen,
die zur Verstärkung anderer Iromeri verwendet v/erden, variieren
die Arten und die Mengen der Zusatzstoffe im Einklang mit den jeweiligen Nahrungsmitteln, denen das Aroma oder
der Geschmack verliehen v/erden soll, \norganische Stoffe,
v/ie Natriumchlorid und Mittel zur Beibehaltung der Frische,
vjie butyliertes Hydroxyanisol, butyliertes Hydroxytoluol
und Propylgallat können gleichfalls zugesetzt werden.
V/ie bereits zum Ausdruck gebracht, kann es gleichfalls
r;we cianäß ig sein, Träger wie feste, flüssige oder .plastische
Glyceride, Gummiarabikum, Carrageengummi oder Vehikel,
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wie Äthylalkohol, Wasser, Propylenglykol und dergleichen
einzusetzen. Wenn der Träger eine Emulsion ist, dann kann die Aromamischung auch Emulgatoren, wie Sorbit-Derivate,
Mono- und Diglyceride von Fettsäuren und dergleichen enthalten. Mit diesen Trägern oder Vehikeln kann
die gewünschte physikalische Form der Mischung erhalten. werden. .
Die-yinylensulfi.de der Erfindung (oder die Thiosulfinate,
aus welchen sie hergestellt werden) können in sprühgetrockneter, flüssiger, eingekapselter, emulgierter und in anderer
Form verwendet werden, in xvelcher Aromastoffe' zu Nahrungsmitteln
zugesetzt werden. Die Gc-mische können so entweder für sich allein' oder in Kombination mit anderen oben angegebenen
'Bestandteilen zum Einsatz gebracht werden. Die Mischungen der Erfindung können auch dazu verwendet- werden,
lauchartige Aromen für folgende Produkte zu bilden oder zu ersetzen: Saucen, wie Barbecue- und Spaghetti-Saucen,
Fleisch, wie gefrorene Hamburger-Pastetchen, gefriergetrocknete Schweinekoteletts, Hackbraten und dergleichen,
Suppen, getrocknete Suppen, dehydrierte Suppen und dergleichen, Braten- und Fleisch-Säfte, Salat-Dressings, Würzmischungen
zur Herstellung von Essig-und-öl Salat-Dressings,
Aufstrichen, wie Butter- oder Margarine-Aufstrichen etc. Aromastoffe für Käse und andere Milchprodukte, Rahm, Rahmkäse und ähnliche Materialien.
Die Mengen der verwendeten Stoffe hängen von der Endzusammensetzung
des Nahrungsmittels, das mit einem Aroma versehen werden soll, ab. So kann z.B. eine größere Menge
erforderlich sein, um bei einem aromalosen Material ein volles, gerundetes Aroma zu schaffen. Geringere Mengen können
verwendet werden, wenn die Mischungen eingesetzt werden sollen, um ein Naturprodukt, welches einen schwächeren
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natürlichen Geschmack besitzt, zu verstärken.
Zur Erzielung des gewünschten Geschmacks und Aromas-· kann der Gehalt der Di- und Tr isu If. id -Mischungen der Erfindung
über einen weiten Bereich variiert werden. Bei einem zu geringen Zusatz v/erden nicht die vollen Wirkungen erzielt,
während umgekehrt zu große Mengen nicht nur dieAromamischungen
und Nahrungsmittel unnötigerweise verteuern, sondern auch den Geschmack und das Aroma übersteigern, was
nicht erwünscht ist. Es wird daher bevorzugt,' daß die fertige Nahrungsmittelmischung etwa 0,001 % des Vinylensulfid-Gemisches,
bezogen auf die Gesamtmischung, enthält. -Es ist
im allgemeinen nicht zweckmäßig, in der fertigen Mischung mehr als etwa 4 ,"j zu verwenden. Demgemäß erstreckt sich >
der gewünschte Bereich von etwa 0,001 bis 4 % des Sulfidgemisches,
wobei bei vielen Ausführungsformen ein Bereich von 0,01 bis 1 £ bevorzugt wird. Wenn diese Gemische den
Nahrungsmitteln in Form einer Gesamtaromamisehung zugesetzt
werden, dann sollte die Menge ausreichend sein, um der Nahrungsmitteln!
s chung die gewünschte Geschmacks«- und/oder Aromanote zu verleihen, so daß in dem fertigen Nahrungsmittel
der Geschmack und das Aroma ausgeglichen sind. Demgemäß enthalten die Aromamischungen der Erfindung vorzugsweise
etwa 1 bis 50 $ der Gemische, bezogen auf das Gesamtgewicht der Aromamischung. Mengen des Thiosulfinats~ können
gleichfalls verwendet werden, um die oben angegebenen Mengen des Vinylensulfids in dem fertigen Nahrungsmittel vorzusehen,'
Die Aromamischungen der Erfindung können den Nahrungsmitteln
nach den üblichen Methoden zugesetzt werden,, Das erfindungsgemäße Aromamaterial kann zusammen mit anderen Flüssigkeiten,
wenn es gewünscht wird, mit einem Träger, wie Gummiarabikum,
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Tr agar/.;gummi, Cain1 age engummi und dergleichen vermischt
werden imd spvn.ihgetrocknet vier der:, wodurch ein teilchenforrnigeo,
'feist co Aromamaterial erhalt er: wird. Bei Herstellung
einer .gepulverten .\romamischu:igwerden die trockenen
Feststoffe und die Gemische in einen Trockenini ocher miteinander
vermengt.
T.-.re im bei der ■ Hers teilung der Nahrungsmittel Flüssigkeiten
beteiligt sind, cLiiiri können die Arornnmateriaiieii der Erfindung
entweder mit der in der Entmischung zu verwendenden
Flüssigkeit kor.biniert v/erden oder sie können im anderen
Falle mir einem flüssigen 'Träger-versetzt v/erden, in welchem
sie aufgelöst,. emul£iert oder auf sonstige './eise diepergiert
sind.
Die Erfindung v/ird in den Beispielen erläüzert.
Ein lüiiosulfin-it; v.'ird hergestellt, indem 26 g (0,175 Hol)
Bis(propyl)disulfid in 150 ml Diäthyläther und 50 ml Chloroform
aufgelöst werden. Dies"geschieht in einem 1 1-Kolben,
der mit einem -Tropftrichter, einem mechanischen Rührer und
einem Thermometer versehen ist. Der Kolben wird auf O0C abgekühlt. Ss werden 3^0 ml (31,9 g; 0,175 Hol) IIonoperphthalsäure
in Äther unter Rühren und im Verlauf von 2,5 Stunden
tropfenweise zugesetzt. Dabei wird die Temperatur bei O0C
gehalten. Das Realctionsgemisch xiird nach Zugabe der ganzen
Säure 2 weitere otunden bei O0C gehalten.
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Die erhaltene Flüssigkeit wird von der ausfallenden Phthalsäure abfiltriert. Die Ätherlösung wird sodann mit 200 ml
frischem Äther verdünnt und mit 3OO ml einer 10 ^i gen
wäßrigen llatriumbicarbonat-Lösung und hierauf mit I5O" ml
destilliertem Wasser gewaschen. Die gewaschene Lösung wird sodann bei 0°C über Natriumsulfat getrocknet.
3in Teil dieses Gemisches wird zur Entfernung der Lösungsmittel
in einem Drehverdampfer behandelt. Die Gas-Flüssigkeits-Chromatographiezeigt,
daß das gebildete Produkt n-Propyl-1-propan-thiosulfinat ist.
Eine Portion des Thiosulfinats mit 0,5 g wird zu 750 ml
destilliertem Wasser in einem 1 1-Kolben gegeben. Der
Kolben ist mit einem Rückflußkühler versehen und wird
durch einen Mantel geheizt. Das Gemisch wird 2,5 Stunden am Rückfluß gekocht, worauf der Kolbeninhalt langsam
abkühlen gelassen wird. Zwischen den Kolben und dem Kühler wird eine Dean-3tarke-Falle gebracht. Die Verdampfung
geht vieiter, wobei sich in der Falle 100 ml sammeln. Diese
100 ml Probe wird auf Raumtemperatur abgekühlt und 3 mal
mit Isopentan extrahiert. Die Lösung in Isopentan wird' sodann mit wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet« Dn.s
Isopentan wird mit einem otickstqffstrom entfernt. Auf .
diese Weise wird ein Gemisch mit einem Verhältnis Disulfide zu Trisulfide in den so erhaltenen Propenylpropylsulfiden
von 3:1 erhalten.
Eine Lösung von 0,1795 g Propylenglykol und 0,1923 g
eines 90:10-Gemisches von Dipropyl-thiosulfinatjdodecan
2 wird hergestellt. Die Lösung wird in gleiche Teile auf-
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geteilt und jeder aliquote Teil wird in ein abgedichtetes Gefäß überführt, welches ein freies Volumen besitzt, das
dem 4-fachen Volumen der- Lösung entspricht. Ein aliquoter
Teil wird IO-Sekunden auf 225"0C erhitzt. Der andere wird
1 Minute erhitzt.
Nach dem Erhitzen 'wer.de.η die die beiden Proben enthaltenden
Gefäße rasch auf Raumtemperatur abgekühlt und geöffnet. Es finden sich zwei Phasen: Eine obere Phase, die
das .Sulfid und das Dodecan enthält und eine untere Phase,
die 'fässer und Propylenglykol enthält. Das Dodecan wird
von dem Sulfid chromatographisch abgetrennt. Bei den so erhaltenen Sulfiden beträgt-das Verhältnis Propyl zu Propenyl
in der 10 'Sekunden erhitzten Probe 1,15 und in der 1 Minute erhitzten Probe 2,00.
Herstellung eines Materials mit einem Zwiebel-Aroma
Ein Gemisch aus 0,1-g Methyl-1-propanthiosulfinat, 0,6 g
Propyl-1-propanthiosulfinat und OJg UIyI-1-propanthiosulfinat
wird in einem abgeschlossenen Gefäß j50 Sekunden
auf 1500C erhitzt. Die Thiosulfonate v/erden teilweise zu
Sulfiden umgewandelt, wobei die Ausbeute an Sulfiden 0,475 g beträgt. In diesen 0,475 g ist das Verhältnis der Sulfide
folgendermaßen:
Methylpropenyl-disulfid 10
Methylpropenyl-trisulfid 10
BAD
109813/1060
JIt
Das Sulfid-Gemisch hat einen sehr starken Aromacharakter nach frisch gekochten Zwiebeln, nachdem es von dem nicht
umgesetzten Thiosulfinat getrennt ist. Vor der Abtrennung
besteht auch ein wahrnehmbarer Aromacharakter nach frischen Zwiebeln.
Die Sulfidmischung des Beispiels 1 wird in Propylenglykol in einer genügenden Menge aufgelöst, daß eine 0,1 ^ige
Lösung des Produkts in Glykol erhalten wird. Diese Lösung \0,9 cm ) wird zu 7*3 S einer Suppengrundlage mit folgender
Zusammensetzung gegeben:
Bestandteile . Gewichtsteile
Pein gemahlenes Kochsalz 35*62
Hydrolysiertes Pflanzenprotein (Nestle 4 BE) 27,40
Mononatriumglutamat 17*81"
Sucrose 10,96
Rinderfett 5,48
Karamell-Farbe 2,73
Das erhaltene Gemisch wird zu 340,2 g kochendem Wasser
gegeben, wodurch eine Suppe erhalten wird, die einen ausgezeichneten
Geschmack nach frischen Zwiebeln besitzt.
Die nach der Arbeitsweise des Beispiels 3 hergestellte
nicht abgetrennte Mischung, die Sulfide und nicht umgesetzte Thiosulfonate enthält, wird zu der obigen Suppengrundlage
gegeben. Das Gemisch wird sodann zu kochendem Wasser gegeben, wodurch eine Suppe mit einem gut abgerundeten
Geschmack nach frisch gekochten Zwiebeln erhalten wird.
109813/1080 - bad original
Zu ähnlichen Ergebnissen kommt man, wenn die Materialien
der Beispiele 1 bis 3 in Korabination miteinander verwendet
werden.
1 '2 s des Sulfid'gemisches des Beispiels >
wird in einer Lösung emulgiert, die die folgenden Stoffe enthält:
■Gummiarabikum 100
Was sei-' J·OO
Butyliertes Hydroxyanisol
(2O';jige Lösung in Äthanol) 0,5
Die erhaltene Lösung wird in einem Sprühtrockner (Boxten
Lab Model) sprühgetrocknet, wobei die Einlaß temperatur
26c°C und die Auslaßtemperatur 93Ö°C beträgt. 12 g dieses
sprühgetrockneten Material werden mit 29,2 g der in Beispiel 4 angegebenen Suppengrundlage vermischt» Das erhaltene
Gemisch wird sodann zu 3^0,2 g kochendem Wasser gegeben.
Hierdurch wird eine ausgezeichnete Suppe mit einem Zwiebelgeschinaek erhalten.
Es wird eine Gelatin-Lösung hergestellt, indem 330 g Gelatin
bei 40°C in 8250 g entionisiertem Wasser aufgelöst v/er
den. 330 g sprühgetrockneter Gummiarabikum bei Raumtemperatur
in 8250 g entionisiertem Wasser aufgelöst, wodurch
eine Gummiarabikum-Lösung erhalten wird. Die Gummiarabikum Lösung viird in 30 1-Gefäß gebracht. Hierzu werden 2,5 1
BAD 109813/1060 m
203H6A 310
der Gelatin-Lösung gegeben. Die Temperatur des Gemisches wird auf 37 bis 4o°C eingestellt. Durch ein Rohr unterhalb
der Oberfläche der Gummiarabikum-Lösung werden 4000 g einer 0,1 ^igen Lösung eines Sulfidgemisches gemäß
Beispiel 3 in Propylenglykol über einen Zeitraum von etwa
30 Minuten zugesetzt.
Das Gemisch wird bei 37 bis 4o°C gerührt, bis eine durchschnittliche
Tropfengröße von 25 Ai erhalten wird. Die restliche Gelatin-Lösung (öl) wird zugesetzt. Der pH
der Lösung wird mit 10 $iger wäßriger Natriumhydroxydlösung
auf 4,5 bis 4,6 eingestellt. Nach dem Erhalt einer Tropfengröße von 25 M wird die Temperatur über einen Zeitraum
von etw:1 2,5 'Stunden auf 25°C absinken gelassen, wobei
der pH auf 4,5 bis 4,6 gehalten wird. Der Kapselschlamm wird sodann gerührt und auf 5°C abgekühlt. Er wird unter
Rühren mindestens 2,5 Stunden bei 5°C gehalten. Der Schlamm wird sodann sprühgetrocknet.
Die auf diese Weise erhaltenen Kapseln werden abfiltriert. Eine Menge wird im Verhältnis 1:6 mit einer Pflanzensuppengrundlage
vermischt. 20 g des erhaltenen Kapselsuppengemisches werden sodann zu 850,5 S kochendem Wasser gegeben,
wodurch eine Suppe mit einem ausgezeichneten Geschmack nach frisch gekochten Zwiebeln erhalten wird.
Nach der Arbeitsweise des Beispiels 3 wird ein Gemisch
von Thiosulfinaten hergestellt. Durch Auflösen von 1,0 g der Thiosulfinate in 20 g Propylenglykol wird eine Lösung
bereitet. 10 g der Propylenglykollosung werden in etwa 900 g eines gemahlenen runden Steaks gründlich eingeknetet.
Das Fleisch wird sodann zu 12 Hamburger Pastetchen verformt.
BAD ORIGINAL
109813/1060
Von diesen Pastetchen werden β in- einer Pfanne gebraten.
Der Goruch, wie er beim Kochen von frischen Zwiebeln auftritt,
ist gut wahrnehmbar. Wenn die Pastetchen durchgekocht sind/ werden sie probiert, wobei festgestellt wird,
daß sie einen guten Zwlebelgeschraack besitzen. Der Zwiebelgeschmackscharakter wird durch die Sulfide in Kombination
mit den nicht umgesetzten Thiosulfinaten verliehen.
Die anderen β Pastetchen werden bei -18 C rasch eingefroren
und 1 Monat gehalten. Sie werden sodann bei Raumtemperatur
aufgetaut und in der gleichen Weise wie die anderen 6 Pastetchen
gekocht. Auch hier ist wiederum ein wahrnehmbarer Geruch nach frischen Zwiebeln beim Kochen festzustellen.
Die Pastetchen selbst haben nach dem Kochen einen guten
Zwiebelgeschmack.
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109813/1060
Claims (1)
- 203K64Patentansprüche1. Verfahren zur Herstellung von lauchartigen Aromamischungen, dadurch gekennzeichnet, daß man Thiosulfinate mit der Formel0 0R - 3 - 3 - (CH2)2 - R1 oder R - 3 - 3 - (CHg)2 - R1worin R eine Alkyl- oder Alkylengruppe mit 1 bis 5 Kohlen-^ stoffatomen bedeutet und R, für Wasserstoff oder eine Alkylgruppe mit 1 bis J Kohlenstoffatomen steht, erhitzt, um ein Gemisch aus Di- und Trisulfiden herzustellen, welches Verbindungen der FormelnR - 3 - S - CH = CH - R1 und R - S - 'S - S- GH=* CH - R1enthält.2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man Gemische von 2 oder mehreren Thiosulfinaten durch Umsetzung von 2 oder mehr Sulfiden mit der allgemeinen FormelR-S-S- (CH2)2 - R1 mit einem Oxidationsmittel erhält.;5. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet , daß das Oxidationsmittel Perbenzoesäure, Monoperphthalsäure, Pertoluolsäure, Peressigsäure oder Monoperterephthalsäure ist.109813/1060203H644. Verfahren nach Anspruch .!,..dadurch g e ~ k ο η. η ζ e i c h η e t , daß nan die Thiosulfonate auf 100 Ms 3000C erhitzt.5· Verfahren nach Anspruch 1, dadurch g e k e η π ζ e i c h η e t , daß man die Thiosulfinate auf 150 bis 2500C erhitzt.6. Vorfahren nach Anspruch 1, dadurch g e k e η η ζ e i c h η e t , daß R Propyl, Alljrl oder Propenyl bedeutet und R.- für Methyl steht.?. Verfahren nach Anspruch.I3 dadurch gekennzeichnet,, daß das so erhaltene Gemisch 3 bis 15 ρ Ilethylgruppen enthält .und daS der Rest der Alkyl- oder Alkylengruppen 2 oder mehr Kchlenstoffatome besitzt..8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch g e k.e η η ζ e i c h η e t , daß das so. erhaltene Gemisch 50 bis 75 c/o Disulfide und 2p bis 50 > Trisulfide- enthält und daß die Allcyl- und Alkylengruppen 5 bis 15 ;j Methyl j K§ bis 60 fo Propenjri und 5 bis 20 ρ Dipropenyl umfassen.9· Gemisch aus Di- und Tfisulfiden, dadurch g e k e η η ζ e 1 c h η e t , daß es dadurch erhalten daß man Thiosulfinate mit der Formel0 0R-S-S- (CH2)2 - R1 öder R - 3 - S -10 9813/1060- BAD203U64V7orin R eine Alkyl- oder Alkylengruppe mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen bedeutet und R, für Wasserstoff oder eine Alkylgruppe mit 1 bis ~5 Kohlenstoffatomen steht, erhitzt, um ein Gemisch aus Di- und Trisulfiden herzustellen, weiches Verbindungen der FormelnR - 3 - S - CH = CH - R1 und' R- S' -S-S- CH = CH- R1 enthält..10. Verwendung eines Gemisches aus Di- und Trisulfiden mit den FormelnR - 3 - S - CH = CH - R1 und R - 3 - 3 - S - CH = CH - R1worin R eine Alkyl- oder eine Alkylengruppe mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen bedeutet und R1 für Wasserstoff oder eine Alkylgruppe mit 1 bis J5 Kohlenstoffatomen steht, zur Erzielung eines lauchartigen Aromas oder Geschmacks in Mahrungsmitteln.11. Verwendung nach Anspruch 10, dadurch g e kennzei chnet , daß das Gemisch noch zusätzlich nicht umgesetzte Thiosulfinate mit der allgemeinen Formel0 0R - S - 3 - (CH2)2 - R1 oder R-S-S-enthält.BAD ORIGINAL 109813/1060
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