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Die
Erfindung betrifft einen wasserdichten Sport- oder Fußballüberzieher,
der über
einer Socke oder einem Strumpf im Schuh zu tragen ist.
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Beim
Sport im Freien ist es nicht immer möglich oder üblich, die sportliche Betätigung abzubrechen,
sobald Regen einsetzt. Insbesondere bei Veranstaltungen wie Fußballspielen
oder der gleichen ist es üblich,
daß die
Spieler auch bei Regen auf dem Platz bleiben und weiterspielen.
Da die Schuhe in der Regel aus Leder sind und die Strümpfe bzw.
Stutzen oder dergleichen aus textilem Material, dauert es bei feuchtem
Wetter und Regen nicht lange, bis die Spieler nasse Füße bekommen.
Das beeinträchtigt
sowohl die Leistung wie auch die Gesundheit des Spielers.
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Wasserdichte
Schuhe, zum Beispiel aus Kunststoffmaterial, sind ungeeignet, da
sie den Fuß nicht
atmen lassen und die Trageeigenschaften nicht denen von Lederschuhen
entsprechen. Auch würde die
Feuchtigkeit trotzdem in den Schuh gelangen, da Strümpfe bzw.
Stutzen oder Socken des Spielers naß werden und die Feuchtigkeit
bis zum Fuß bzw.
in den Schuh weiterleiten.
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Die
Erfindung hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, einen wasserdichten
Sport- oder Fußballüberzieher
wie oben beschrieben vorzusehen, der den Träger zuverlässig gegen nasse Füße schützt.
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Die
Aufgabe wird gelöst
durch einen wasserdichten Sport- oder Fußballüberzieher, der über einer Socke
oder einem Strumpf im Schuh zu tragen ist und der sich zumindest
teilweise über
dem Schuh am Schienbein erstreckt und Stutzen bzw. Schienbeinschoner
oder Strumpf zumindest in dem dem Fuß zugewandten Bereich verdeckt,
wobei der Überzieher strumpfartig
ausgebildet ist. Hierbei ist es besonders vorteilhaft, daß der Überzieher
bis unters Knie reicht und so Strumpf, Socken oder Stutzen überdeckt
und zusätzlich
einen eventuell zu tragenden Schienbeinschoner. Auf diese Weise
wird auch das Eindringen von Nässe
in den Schuhraum durch einen feuchten Strumpf oder Socken vermieden.
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Besonders
vorteilhaft ist es, wenn der Überzieher
vollständig
aus gleichartigem Material besteht. Auf diese Weise werden Nähte, Säume und
Klebstellen vermieden, die einerseits zu Undichtigkeit und andererseits
zu einer Einschränkung
des Tragekomforts führen
können.
Auch ist eine derartige Herstellung aus gleichartigem Material einfacher
und preisgünstiger.
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In
der bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung ist der Überzieher
vollelastisch ausgebildet. Durch die vollelastische Ausbildung paßt sich
der Überzieher
insbesondere dem Fuß des
Trägers
optimal an und wirft keine Falten im Schuh. Auch das erhöht den Tragekomfort
und vermeidet Blasenbildung, da diese Gefahr insbesondere bei nassen
Füßen erhöht ist.
Ein elastischer Überzieher
läßt sich
zudem leichter an- und ausziehen.
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Es
ist weiterhin von großem
Vorteil, wenn der Überzieher
einstückig
ausgebildet ist. Auch die einstückige
Ausbildung ermöglicht
eine preisgünstige Herstellung
und vermeidet gleichzeitig das Anbringen von Säumen und Nähten. So wird auch die Dichtigkeit
garantiert, da Säume
und Nähte
in der Regel extra abgedichtet werden müssen, was einen erhöhten Aufwand
darstellt.
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Günstig ist
es, wenn der Überzieher
aus Gummimaterial besteht. Gummimaterial hat den Vorteil, daß es relativ
preisgünstig
ist, leicht verarbeitet werden kann und vollelastisch ist. Auf diese
Weise können
beispielsweise Überzieher
in mehreren Größen hergestellt
werden, so daß sie
individuell dem Benutzer angepaßt
werden können.
Auch das erhöht den
Tragekomfort.
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In
einer weiteren günstigen
Ausführungsform der
Erfindung besteht der Überzieher
aus Kunststoffmaterial, insbesondere Folienmaterial. Das Folienmaterial
kann vergleichsweise dünn
gehalten werden, so daß es
im Schuh nicht aufträgt
und den Spieler nicht in der Bewegung beeinträchtigt.
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Besonders
vorteilhaft ist es, wenn der Überzieher
ohne Saum durch Extrudieren oder dergleichen hergestellt ist. Auf
diese Weise lassen sich preisgünstig Überzieher
in verschiedensten Größen produzieren
und vorhalten, wobei auch das Tragen nicht durch Säume insbesondere
im Schuh beeinflußt
wird.
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Bei
einer weiteren günstigen
Ausführungsform
der Erfindung besteht der Überzieher
aus imprägniertem
Textilmaterial. Dabei kann es sich beispielsweise um imprägnierte
Strickware oder dergleichen handeln, die ebenfalls elastische Eigenschaften
aufweist. Auch hier ist es möglich,
den Überzieher
ohne Naht herzustellen bzw. mit möglichst wenigen Nähten.
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Es
hat sich als günstig
herausgestellt, wenn die Einstiegsöffnung einen elastischen Bund
oder dergleichen aufweist. Dabei kann der Bund einstückig mit
dem Überzieher
verbunden sein und sitzt beim Tragen ähnlich wie ein Kniestrumpf
knapp unter dem Knie. Auf diese Weise wird die gesamte Wade und
das Schienbein des Trägers
vom wasserdichten Überzieher überdeckt.
Durch den elastischen Bund ist sichergestellt, daß der Schaft
des Überziehers auch über der
Wade am Ort bleibt.
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Bei
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung weist der Überzieher
einen Saum auf, welcher ein elastisches Band aufnimmt. Auch eine
solche Ausführungsform
ist einfach herzustellen. Im Einstiegsbereich stört auch ein Saum bzw. ein Band
nicht, so daß die
Trageeigenschaften nicht beeinflußt werden. Das elastische Band
verhindert ebenso wie ein elastischer Bund ein Abrutschen des Überziehers über die
Wade nach unten.
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Es
hat sich ebenfalls als günstig
herausgestellt, wenn der Überzieher
zumindest im Beinbereich eine ausreichende Elastizität aufweist,
damit der obere Bundbereich nicht verrutscht. Auch hier ist sichergestellt,
daß der Überzieher
während
des Tragens, also des Fußballspielens
oder dergleichen, tatsächlich die
Wade bzw. Stutzen und Schienbeinschoner überdeckt. Die Elastizität trägt außerdem zum Tragekomfort
bei und läßt eine
freie Bewegung des Beines bzw. Fußes zu, was insbesondere beim
Sport von Vorteil ist.
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Bei
einer weiteren günstigen
Ausführungsform
der Erfindung weist die Einstiegsöffnung Befestigungsmittel zur
Befestigung zum Beispiel am Stutzen auf. Bei diesen Befestigungsmitteln
kann es sich beispielsweise um ein Klettband, Druckknöpfe, Schnallen,
Knöpfe
oder dergleichen handeln. In der Regel wird ein Klettband verwendet,
da dieses einfach zu handhaben ist. Das Klettband kann zum Anziehen
des Überziehers
leicht nach außen
gewendet werden, so daß es
beim Überstreifen
des Überziehers
nicht stört.
Ist der Überzieher
dann in die richtige Position gebracht, so wird das Klettband einfach nach
innen geschlagen und am Stutzen beispielsweise an einem dort bereits
angebrachten Gegenstück befestigt.
Das Klettband kann beispielsweise ringförmig um die gesamte Einstiegsöffnung angeordnet sein;
es reichen aber auch einzelne Klettbandteile zur Befestigung aus.
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Des
weiteren ist vorgesehen, daß Befestigungsmittel
sich im Schaft des Überziehers
befinden. Auch hier kann es sich um ein Klettband, um Klettbandteile,
Knöpfe,
Druckknöpfe
oder dergleichen handeln. Die Befestigungsmittel korrespondieren entsprechend
mit Gegenstücken
auf dem Strumpf beziehungsweise dem Stutzen des Trägers.
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Besonders
gut eignet sich als Befestigungsmittel ein Klettverschluß, wobei
das eine Kletteil auf der Innenseite des Überziehers und das Klettgegenteil
auf dem Stutzen, Schienbeinschoner oder Strumpf angeordnet ist.
Die beiden Klettverschlußteile
werden zum Befestigen miteinander verbunden, wobei beim Überziehen
das entsprechende Kletteil nach außen geschlagen wird.
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Eine
weitere Befestigungsmöglichkeit
des Überziehers
besteht beispielsweise darin, daß das obere Ende des Schaftes
einfach in das obere Ende des Stutzens bzw. Strumpfes gesteckt wird.
Es kann auch ein zusätzliches
separates Gummiband oder dergleichen vorgesehen werden, das über dem Überzieher
befestigt wird und diesen am Platz hält.
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Der Überzieher
kann beispielsweise in den gleichen Farben wie der Strumpf oder
Stutzen gefertigt sein, so daß weiterhin
die Vereinszugehörigkeit oder
dergleichen zu sehen ist. Auch durchsichtige Materialien erfüllen diesen
Zweck.
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In
der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel eines Überziehers
schematisch dargestellt. Es zeigen:
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1 eine Draufsicht auf einen Überzieher gemäß der Erfindung,
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2 eine Einzelheit der Erfindung,
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3 eine weitere Einzelheit
der Erfindung und
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4 ebenfalls eine Einzelheit
der Erfindung.
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Der Überzieher 1 weist
im wesentlichen die Form eines Strumpfes auf, wie die 1 zeigt, und überdeckt
den Strumpf 2, einen eventuellen Stutzen 3, Schienbeinschoner 4 und
den Fuß 12 des
Trägers. Der Überzieher
besteht im wesentlichen aus der Einstiegsöffnung 5, dem Schaft 9 und
dem Fußteil 13.
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Im
Bereich der Einstiegsöffnung 5 ist
beispielsweise ein elastischer Bund 6 angeordnet, wie in 2 zu sehen, wobei beispielsweise
eine einfache Verengung des ohnehin elastischen Materials des Überziehers 1 ausreichend
ist. Eine weitere Möglichkeit
des Abschlusses des Schaftes 9 an der Einstiegsöffnung 5 ist
die Anbringung eines Saumes 10, wobei in den Saum 10 ein
Band 11 eingelegt wird. Das Band 11 ist aus elastischem
Material, also beispielsweise ein herkömmliches Gummiband, und hat ebenfalls
die Aufgabe, den Überzieher
im Bereich unterhalb des Knies festzuhalten.
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In
einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist an der Einstiegsöffnung 5 ein
Befestigungsmittel 7 vorgesehen, wobei es sich beispielsweise
um ein Klettband handeln kann. Das Klettband korrespondiert mit
einem Klettgegenband, das beispielsweise auf dem darunter getragenen
Strumpf oder Stutzen angeordnet ist.
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Eine
weitere besonders einfache Möglichkeit des
Fixierens des Überziehers
besteht darin, daß der Bereich
der Einstiegsöffnung 5 nach
innen in den darunterliegenden Stutzen bzw. Strumpf gesteckt wird. Dazu
ist es insbesondere von Vorteil, wenn der Schaft 9 des Überziehers
im nicht umgeschlagenen Zustand bis an das oder über das Knie reicht.
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Es
können
weitere Befestigungsmittel 8 im Schaft 9 des Überziehers
angeordnet sein. Bei diesem Befestigungsmittel 8 kann es
sich beispielsweise um Kletteile oder ähnliches handeln. Diese Kletteile
korrespondieren beispielsweise mit nicht näher gezeigten Gegenkletteilen,
die am darunterliegenden Stutzen oder Strumpf angeordnet sind.
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Wird
der Überzieher 1 beispielsweise
aus Gummimaterial hergestellt, so ist es in der Regel nicht notwendig,
an der Einstiegsöffnung
weitere Befestigungsmittel 7 vorzusehen. Der Überzieher
wird dann einfach enganliegend über
Schienbeinschoner 4 und Stutzen 3 bzw. Strumpf 2 gezogen
und bleibt durch die Elastizität
des Materials an Ort und Stelle.
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Die
jetzt mit der Anmeldung und später
eingereichten Ansprüche
sind Versuche zur Formulierung ohne Präjudiz für die Erzielung weitergehenden Schutzes.
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Sollte
sich hier bei näherer
Prüfung,
insbesondere auch des einschlägigen
Standes der Technik, ergeben, daß das eine oder andere Merkmal
für das
Ziel der Erfindung zwar günstig,
nicht aber entscheidend wichtig ist, so wird selbstverständlich schon
jetzt eine Formulierung angestrebt, die ein solches Merkmal, insbesondere
im Hauptanspruch, nicht mehr aufweist.
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Die
in den abhängigen
Ansprüchen
angeführten
Rückbeziehungen
weisen auf die weitere Ausbildung des Gegenstandes des Hauptanspruches
durch die Merkmale des jeweiligen Unteranspruches hin. Jedoch sind
diese nicht als ein Verzicht auf die Erzielung eines selbständigen,
gegenständlichen
Schutzes für
die Merkmale der rückbezogenen Unteransprüche zu verstehen.
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Merkmale,
die bislang nur in der Beschreibung offenbart wurden, können im
Laufe des Verfahrens als von erfindungswesentlicher Bedeutung, zum Beispiel
zur Abgrenzung vom Stand der Technik, beansprucht werden.
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Merkmale,
die nur in der Beschreibung offenbart wurden, oder auch Einzelmerkmale
aus Ansprüchen,
die eine Mehrzahl von Merkmalen umfassen, können jederzeit zur Abgrenzung
vom Stande der Technik in den ersten Anspruch übernommen werden, und zwar
auch dann, wenn solche Merkmale im Zusammenhang mit anderen Merkmalen
erwähnt wurden
beziehungsweise im Zusammenhang mit anderen Merkmalen besonders
günstige
Ergebnisse erreichen.