DE20307152U1 - Knebelsicherung für Knebelverbindungen und Knebeltasche für Knebelsicherung - Google Patents
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Abstract
Description
- Die Erfindung betrifft eine Knebelsicherung für Knebelverbindungen von Rinnenschüssen eines Kettenkratzförderers oder Führungsschüssen einer Gewinnungsmaschinenführung mit seitlich offenen Knebeltaschen, in die mit Spiel Knebel einsetzbar sind, die einstückig miteinander verbundene Knebelköpfe aufweisen, von denen wenigstens einer rückseitig mit einer Riegelzunge versehen ist, wobei die Knebelsicherung an einer der Knebeltaschen durch Untergreifen von Wandvorsprüngen am Übergang eines Knebelkopfaufnahmeabschnitts zu einem Montageabschnitt für die Knebelsicherung festlegbar ist, mehrstückig ausgebildet ist und ein im Montagezustand die Riegelzunge übergreifendes und die Wandvorsprünge untergreifendes Riegelstück umfaßt. Die Erfindung betrifft ferner eine Knebeltasche, die zur Aufnahme einer erfindungsgemäß ausgestalteten Knebelsicherung ausgebildet ist.
- Im untertägigen Bergbau ist es bekannt, Rinnenschüsse eines Kettenkratzförderers oder Führungsschüsse einer Gewinnungsmaschinenführung zugfest aber horizontal und vertikal winkelbeweglich über Knebel miteinander zu verbinden, die in seitlich offenen und an den Seitenwangen der Rinnen- oder Führungsschüsse angeschweißten oder angegossenen Knebeltaschen eingelegt sind und über einen Schaft verbundene Knebelköpfe umfassen, mit denen die Zugkräfte übertragen werden. Entsprechende Knebel werden in den Knebeltaschen mittels geeigneter Knebelsicherungen gesichert und für Knebelsicherungen bestehen im Stand der Technik zahlreiche, unterschiedliche Vorschläge. Be sonders bewährt hat es sich, an den Knebelköpfen beidseitig Riegelzungen vorzusehen, um die Knebel mittels der Riegelzungen in den Knebeltaschen gegen Herausfallen zu sichern. Eine der beiden Knebelzungen wird hierbei meist an einer Hinterschneidung an einer der Knebeltaschen festgelegt und nur der gegenüberliegende Knebelkopf wird mit einer lösbaren Knebelsicherung in der zugehörigen Knebeltasche gesichert. Die Erfindung betrifft entsprechende, lösbare Knebelsicherungen.
- Eine gattungsgemäße Knebelsicherung ist beispielsweise aus der
DE 100 11 288 A1 bekannt. Bei dieser besteht die Knebelsicherung aus einer Riegelplatte, die an beiden Enden mittels Spannhülsen versehen ist, um die Riegelplatte unter Deformierung einer bzw. beider Spannhülsen zwischen randoffenen, halbkreisförmigen und einander zugewandten Einbuchtungen an Wandvorsprüngen eines Übergangsabschnitts der Knebelkopfaufnahmetasche zu einem Montageabschnitt der Knebelkopfaufnahmetasche festzulegen. Im Montagezustand übergreift die Riegelplatte die Riegelzunge an einem der Knebelköpfe und untergreift gleichzeitig die Wandvorsprünge. Zur Montage bzw. Demontage sind in der Riegelplatte Eingriffsbohrungen für ein Werkzeug vorgesehen, um, unter Deformation der Spannhülsen, die Riegelplatte aus ihrer Einbaulage herauszudrehen. - Eine ähnliche Knebelsicherung ist aus der
DE 36 28 207 C2 bekannt. Die Riegelplatte weist allerdings nur an einer Seite eine Durchgangsbohrung auf, um einen Spannstift durch zugeordnete Bohrungen in den Wandvorsprüngen in die Riegelplatte eintreiben zu können. Das andere Ende wird an einer Mulde in den Seitenflanken unterhalb des gegenüberliegenden Wandvorsprungs festgelegt. - Schließlich ist es beispielsweise aus der
DE 30 12 884 bekannt, einen Knebel, der nur an einem Knebelkopf mit einer Riegelzunge versehen ist, mittels eines Sicherungswinkels in den Knebeltaschen festzulegen. Der Knebel ist axial verschieb lich in beide Knebeltaschen eingesetzt und untergreift in der einen Knebeltasche mit seiner Riegelzunge die zugehörige Hinterschneidung in der Taschenrückseite und untergreift gleichzeitig in der anderen Riegeltasche Hinterschneidungen an den axialen Begrenzungsflanken der Riegeltasche. Sämtliche axialen Bewegungen werden dann mittels des Sicherungswinkels, der zwischen der Rückseite der Knebelkopfaufnahmetasche und derjenigen Hinterseite des Knebelkopfes, die keine Riegelzunge aufweist, eingesetzt ist, verhindert, wobei der Knebel durch Hintergreifen der Hinterschneidungen mit seinem Knebelkopf in der zugehörigen Knebelaufnahmetasche gegen Herausfallen gesichert ist. Der Sicherungswinkel weist einen Halteschenkel auf, der über eine Schraube an der Seitenwange der Rinnenschüsse festlegbar ist. Die Hinterschneidungen für den einen der beiden Knebelköpfe begrenzen die Winkelbeweglichkeit der über die Knebelverbindung miteinander verbundenen Rinnenschüsse. - Aufgabe der Erfindung ist es, eine Knebelsicherung zu schaffen, die eine sichere Festlegung des Knebels in den Knebeltaschen ermöglicht und mit Knebelbolzen verwendbar ist, die große Abwinklungen der benachbarten Rinnen- oder Führungsschüsse zueinander unterstützen.
- Diese und weitere Aufgaben werden erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Knebelsicherung ein Füllstück aufweist, das zwischen dem Riegelstück und der Rückwand des Montageabschnitts der Knebeltasche formschlüssig einsetzbar und mit dem Riegelstück über eine Schraubverbindung verbindbar ist. Die erfindungsgemäße Knebelsicherung umfaßt mithin ein Füllstück und ein Riegelstück, wobei das Riegelstück in den Montageabschnitt einsetzbar und anschließend in Axialrichtung verschiebbar ist, bis es in seiner Arretierlage gleichzeitig die Riegelzunge übergreift und die Wandvorsprünge untergreift. Die axiale Sicherung des Riegelstücks erfolgt dann mittels des Füllstücks, das formschlüssig den Montageabschnitt der zugehörigen Knebeltasche ausfüllt. Die Schraubverbindung zwischen dem Riegel stück und dem Füllstück dient ausschließlich dazu, ein Lösen der beiden Teile zu verhindern. Axialkräfte werden bei der erfindungsgemäßen Knebelsicherung formschlüssig abgefangen und in die Rückwand der Knebeltasche eingeleitet.
- In bevorzugter Ausgestaltung weist das Riegelstück einen Quersteg auf, der im Montagezustand mit den Vorderseiten von Stegwandabschnitten an den Wandvorsprüngen der zugehörigen Knebeltasche anliegt und mit den Hinterseiten der Stegwandabschnitte am Füllstück anliegt, um das Riegelstück in beiden Axialrichtungen gegen Verschiebungen zu sichern. Das Riegelstück weist vorzugsweise zwischen den Stegwandabschnitten eine gegenüber diesen axial vorspringen Riegelnase zum Übergreifen der Riegelzunge an einem der Knebelköpfe auf. Weiter vorzugsweise kann das Riegelstück beidseitig der Riegelnase mit Stützstegen an der Unterseite versehen sein, deren vor den Stegwandabschnitten liegenden freien Oberseiten die Wandvorsprünge untergreifen. Im Montagezustand sind mithin die Stützstege zwischen den Unterseiten der Wandabschnitte und dem Grund der Knebeltasche eingeschoben und seitlich zu beiden Seiten fixiert. Gleichzeitig erleichtern die Stützstege das axiale Verschieben des Riegelstücks bei entferntem Füllstück. Für die formschlüssige Abstützung des Riegelstücks mittels des Füllstücks ist besonders vorteilhaft, wenn der Quersteg mit einer randoffenen, vorzugsweise halbkreisförmigen Einbuchtung zur Aufnahme einer Mutter für die Schraubverbindung versehen ist, wobei die Einbuchtung ein Verdrehen der Mutter mittels eines geeigneten Werkzeugs ermöglichen sollte.
- Bei der insbesondere bevorzugten Ausgestaltung weist das Riegelstück an der Unterseite eine quer zu der Riegelnase verlaufende, die Stegwandabschnitte untergreifende, vorzugsweise randoffene Ausnehmung zur Aufnahme des Kopfes einer Kopfschraube auf. Besonders vorteilhaft ist, wenn die Ausnehmung zur formschlüssigen Aufnahme einer mit einem Hammerkopf versehenen Hammerkopfschraube ausgebildet ist, so daß die Kopf schraube auf einfache Weise am Riegelstück durch Hintergreifen der Stegwandabschnitte mit ihrem Kopf festlegbar ist, ohne daß das Riegelstück übermäßige Querschnittsschwächungen erfährt, die zu Brüchen innerhalb des Riegelstückes führen könnten.
- Das Füllstück kann zweckmäßigerweise einen Stützsteg aufweisen, an dessen Vorderseite eine mit einer Durchgriffsöffnung für den Schraubbolzen der Kopfschraube versehene Stützlasche ausgebildet ist. Die Stützlasche ist zweckmäßigerweise zum formschlüssigen Eingriff in die Einbuchtung am Riegelstück ausgebildet und liegt im Montagezustand zumindest partiell auf einem Anlagebund an der Einbuchtung auf. Alle Axialkräfte werden dann über die Stegwandabschnitte und die Stützlasche aufgefangen und in die Rückwand des Montageabschnitts der Knebeltasche eingeleitet. Zur Montage der Kopfschraube bzw. der Hammerkopfschraube ist besonders vorteilhaft, wenn die Aufnahme von einem Bodensteg des Riegelstücks, Anlageschultern unterhalb der Stegwandabschnitte und einem Fußsteg des Füllstückes begrenzt ist. Die Hammerkopfschraube wird dann, nachdem das Riegelstück axial in seine Riegellage verschoben wurde, an dem Riegelstück angesetzt, bevor das Füllstück den verbleibenden Raum im Montageabschnitt der Knebeltasche ausfüllt.
- Um eine maximale Winkelbeweglichkeit des Knebels zu erhalten, ist es besonders vorteilhaft, wenn die Riegelnasenunterseite zur Riegelnasenfrontwand hin ansteigt und/oder die Riegelnasenfrontwand mit einer vorzugsweise kreisbogenförmigen Mulde versehen ist. Bei entsprechender Ausgestaltung der Knebelköpfe bzw. Riegelnasen mit kreisbogenförmigem Kopfende und keilförmig ausgebildeten Riegelzungen wird ein optimales Zusammenspiel zwischen der Knebelsicherung und den Knebelköpfen gewährleistet.
- Eine besondere Ausgestaltung von Knebeltaschen für eine erfindungsgemäße Knebelsicherung von Knebeln zur zugfesten, winkelbeweglichen Verbindung von Rinnen- oder Führungsschüssen um faßt Wandvorsprünge, die im Querschnitt L-förmig ausgebildet sind und einen axial verlaufenden Arretierschenkel und eine senkrecht hierzu verlaufende, zum Grund der Knebeltasche hinabreichende Halterippe aufweisen. Mit der Halterippe werden die an den Seitenwänden der Knebeltasche angegossenen Arretierschenkel zusätzlich versteift, so daß mit den Wandvorsprüngen selbst bei starken Abwinklungen zwischen zwei Rinnenschüssen eine Sicherung der Knebelbolzen mittels der Knebelsicherung ermöglicht ist.
- Weitere Vorteile und Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines in der Zeichnung schematisch gezeigten, bevorzugten Ausführungsbeispiels. In der Zeichnung zeigen:
-
1 zwei Knebeltaschen mit eingelegtem Knebel und montierter Knebelsicherung in Seitenansicht; -
2 eine Schnittansicht entlang II-II in1 ; -
3 eine Schnittansicht entlang III-III in1 ; -
4 eine Schnittansicht entlang IV-IV in1 ; -
5 die Knebelsicherung in Draufsicht im Detail; -
6 eine Schnittansicht entlang VI-VI in5 ; und -
7 eine Ansicht entsprechend VII in5 . - In
1 ist insgesamt mit100 eine Knebelverbindung für weiter nicht dargestellte Rinnenschüsse eines im untertägigen Bergbau eingesetzten Kettenkratzförderers oder für Führungsschüsse einer im untertägigen Bergbau eingesetzten Gewinnungsmaschinenführung dargestellt. Die Knebelverbindung100 umfaßt zwei Knebeltaschen1 ,2 , die als separate Anschweißteile an den Seitenwangen der Rinnen- oder Führungsschüsse angeschweißt oder unmittelbar an den Seitenwangen bzw. Hobelführungen angegossen sein können. Beide Knebeltaschen1 ,2 weisen einen Knebelschaftaufnahmeabschnitt3 und einen Knebelkopfaufnahmeabschnitt4 bzw.5 auf, wobei die Knebelschaftaufnahmeabschnitte3 untereinander gleich ausgebildet sind. Zur zugfesten, winkelbeweglichen Befestigung zweier benachbart angeordneter Rinnen- oder Führungsschüsse wird in die Aufnahmeabschnitte der Knebeltaschen1 ,2 ein Knebel50 demontierbar eingelegt, der zwei Knebelköpfe51 umfaßt, die einstückig über einen axial sich erstreckenden Knebelschaft52 miteinander verbunden sind. Der Knebel50 ist symmetrisch zur Schaftmitte des Knebelschaftes52 ausgebildet und beide Knebelköpfe51 weisen an dem dem Knebelschaft52 abgewandten Kopfende53 eine Riegelzunge54 auf, die insbesondere in der2 gut zu erkennen ist. Die Riegelzunge54 am in den Fig. rechten Knebelkopf51 greift in eine als Hinterschneidung an der Rückseite der Knebeltasche1 angeformte Riegelausnehmung6 (2 ) ein, die von einem entsprechend an der Knebeltasche1 angegossenen Riegelansatz6A , der an seiner Vorderseite kreisbogenförmig gekrümmt ist, übergriffen ist, um den rechten Knebelkopf51 durch ein fest an der Knebeltasche1 angeordnetes Riegelelement in der Riegellage gegen Herausfallen zu sichern. - Der in den
1 bis3 linke Knebelkopf51 wird mittels der erfindungsgemäßen, lösbaren Knebelsicherung10 gegen Herausfallen aus der Knebeltasche2 gesichert. Die Knebelsicherung10 , die wie noch erläutert werden wir, mehrteilig ist und ein Riegelstück20 und ein Füllstück30 umfaßt, sitzt im Montagezustand in einem Montageabschnitt7 , der über eine Durchgangsöffnung, die seitlich von zwei Wandvorsprüngen8 begrenzt ist, zur Knebelkopfaufnahmetasche5 der Knebeltasche2 offen ist. Die an beiden seitlichen Begrenzungswänden der Knebeltasche2 am Übergang zwischen den Taschenabschnitten5 ,7 ausgebildeten Wandvorsprünge8 umfassen eine bis zum Grund der Aufnahmeöffnung herabreichende Halterippe8B und einen gegen über dieser nach hinten vorspringen Arretierschenkel8A , der im Montagezustand des Riegelstücks20 von Bodenstegen21 am Riegelstück20 derart untergriffen ist, daß die Oberseiten21' der Bodenstege21 an den Unterseiten der Arretierstege8A anliegen, wie den3 und4 entnommen werden kann. - Der Aufbau des vorzugsweise als Schmiedeteil ausgeführten Riegelstücks
20 und des vorzugsweise als Schmiedeteil ausgeführten Füllstücks30 wird nun zuerst unter Bezugnahme auf die5 bis7 erläutert. Das Riegelstück20 hat einen seine Rückseite bildenden Quersteg22 , der beiderseits einer an der Rückseite randoffenen, halbkreisförmigen Einbuchtung23 mit Stegwandabschnitten22A versehen ist, die im Montagezustand mit ihren Rückseiten unmittelbar an der Vorderwand eines Stützschenkels31 des Füllstückes30 anliegen. Der Stützsteg31 des Füllstücks30 weist eine randoffene, gerundete Vertiefung32 auf, um zusammen mit der Einbuchtung23 einen Aufnahmeraum zu begrenzen, in welchen eine Mutter41 einer insgesamt mit40 bezeichneten Schraubverbindung zur Verbindung des Riegelstücks20 mit dem Füllstück30 aufgenommen und mit einem Werkzeug angezogen/gelöst werden kann, ohne an den seitlichen Begrenzungswänden der Einbuchtung23 oder des Einschnitts32 anzuliegen. Das Füllstück30 ist etwa mittig mit einer über den Stützsteg31 axial vorspringenden Stützlasche32 versehen, die zum vorzugsweise formschlüssigen Eingriff in die Einbuchtung23 ausgebildet ist und eine Durchgriffsöffnung33 für den Gewindeschaft42 der Kopfschraube43 aufweist. Die Stützlasche32 liegt vorzugsweise ringsum an einem den Boden der Einbuchtung23 bildenden Anlagebund24 auf, so daß die Stützlasche32 gegenüber dem Grund der Knebeltasche mittels des frontalen Fußstücks25 des Riegelstücks20 gegen Kippungen abgestützt ist. Das Riegelstück20 umfaßt des weiteren eine Riegelnase26 , die sich axial zwischen den beiden gegenüber dieser nach unten und seitlich auskragend abgesetzten Bodenstegen21 erstreckt und an ihrer Frontseite26' mit einer kreisbogenförmigen Krümmung versehen ist. Die Unterseite26" der Riegelnase26 steigt zur gemuldeten Frontseite26' schräg an. Die Riegelnase26 übergreift, wenn sich das Riegelstück20 in seiner vorgeschobenen Riegellage befindet, die in der Knebeltasche2 angeordnete Riegelzunge45 , wie insbesondere der2 entnommen werden kann. - Das Riegelstück
20 und das Füllstück30 sind über die Schraubverbindung40 miteinander verbunden, wobei die Kopfschraube43 mit einem Hammerkopf44 ausgebildet ist, der beiderseits des Gewindeschaftes42 die Stegwandabschnitte22A untergreift. Eine senkrecht zur axialen Erstreckung der Riegelnase26 ausgerichtete, randoffene Ausnehmung zur Aufnahme des Kopfes44 der Kopfschraube43 wird hierbei von der Rückseite des Fußstücks25 , den unteren und gegenüber dem Boden in der Höhe abgesetzten Begrenzungsflächen der Stegwandabschnitte22A sowie einer mittigen Stützrippe35 an der Vorderseite des Füllstücks30 begrenzt. Das Füllstück30 selbst stützt sich seitlich der Stützrippe35 mit im Querschnitt V-förmigen Stützrippen36 auf dem Boden der Tasche ab. Das Füllstück30 liegt also einerseits auf dem Taschengrund und andererseits auf dem Anlagebund24 des Riegelstücks20 auf. Gleichzeitig füllt das Füllstück30 , wie insbesondere den1 und2 entnommen werden kann, den Zwischenraum zwischen der Rückseite des Riegelstücks20 und der Rückwand9 des Montageabschnitts7 der Knebeltasche2 formschlüssig derart aus, daß sich das Riegelstück20 aus seiner Riegellage heraus nicht axial auf die Rückwand9 zu bewegen kann. - Zur Montage der Knebelsicherung
10 wird zuerst das Riegelstück20 in die Montageöffnung7 abgesenkt, wobei die Rückseiten der Stegwandabschnitte22A an der Rückwand9 des Montageabschnitts7 entlangleiten. Sobald die Unterseite des Riegelstücks20 auf dem Grund der Knebeltasche aufliegt, kann das Riegelstück20 in Axialrichtung verschoben werden, bis die Riegelnase26 die Riegelzunge54 am Knebel50 übergreift und gleichzeitig die beiden Bodenschenkel21 die Arretierschenkel8A der Wandab schnitte8 untergreifen und zwischen diesen und dem Grund der Knebeltasche festgelegt sind. Anschließend wird die Kopfschraube der Schraubverbindung40 von hinten in die randoffene Ausnehmung an der Rückseite des Riegelstücks20 eingeschoben, so daß der Kopf44 quer zur Längsachse des Knebels liegt. In den zwischen der Hinterseite des Riegelstücks20 und der Rückwand9 verbleibenden Zwischenraum wird dann das Riegelstück30 von oben eingesetzt, wobei die Stützlasche den Schraubbolzen der Kopfschraube ringsum umgreift und die Stützrippe35 ein Verdrehen des Kopfes44 in der Ausnehmung verhindert. Anschließend wird die Mutter41 von oben auf den freien Gewindeabschnitt der Kopfschraube aufgeschraubt und mit einem geeigneten Werkzeug angezogen. Der Hammerkopf44 (6 ) der Kopfschraube43 ist hierbei verdrehsicher zwischen dem Riegelstück20 und dem Füllstück30 aufgenommen und die Schraube41 kann angezogen werden, wodurch Riegelstück30 und Füllstück30 fest aber lösbar miteinander verbunden werden. Die in den Montageabschnitt7 der Knebeltasche2 sitzende Knebelsicherung10 sichert dann, da die Riegelnase54 des Knebels50 übergriffen ist, den Knebel50 in beiden Knebeltaschen1 ,2 . Die Demontage erfolgt in umgekehrter Reihenfolge und nach Lösen der Schraube40 wird zuerst das Füllstück30 aus dem Montageabschnitt7 herausgehoben und anschließend das Riegelstück20 axial auf die Rückwand9 zu verschoben, bis es ebenfalls aus dem Montageabschnitt7 herausgenommen werden kann. Anschließend kann dann der Knebelbolzen50 demontiert werden, in dem er mit dem in der Knebeltasche2 liegenden Knebelkopf51 seitlich aus der Öffnung in der Knebeltasche2 herausgehoben und verschwenkt wird, bis daß die andere Riegelzunge54 aus der Hinterschneidung6 herausgezogen werden kann. - Für den Fachmann ergeben sich aus der vorhergehenden Beschreibung eine Reihe von Abweichungen, die in den Schutzbereich der Ansprüche fallen sollen. Die erfindungsgemäße Knebelsicherung kann auch mit Knebelbolzen verwendet werden, die nur einseitig eine Riegelzunge aufweisen. Die Schraubverbindung kann einen anders geformten Kopf am Gewindeschaft aufweisen. Die Stützlasche kann anstelle einer Durchgangsöffnung auch Stützgabeln aufweisen, die in entsprechend ausgebildete Einschnitte oder Schlitze am Riegelstück eingreifen.
Claims (12)
- Knebelsicherung für Knebelverbindungen von Rinnenschüssen eines Kettenkratzförderers oder Führungsschüssen einer Gewinnungsmaschinenführung mit seitlich offenen Knebeltaschen, in die mit Spiel Knebel einsetzbar sind, die einstückig miteinander verbundene Knebelköpfe aufweisen, von denen wenigstens einer mit einer Riegelzunge versehen ist, wobei die Knebelsicherung (
10 ) an einer der Knebeltaschen (2 ) durch Untergreifen von Wandvorsprüngen (8 ) am Übergang eines Knebelkopfaufnahmeabschnitts (5 ) zu einem Montageabschnitt (7 ) für die Knebelsicherung (10 ) festlegbar ist, mehrstückig ausgebildet ist und ein die Riegelzunge im Montagezustand übergreifendes und die Wandvorsprünge untergreifendes Riegelstück (20 ) umfaßt, gekennzeichnet durch ein Füllstück (30 ), das zwischen dem Riegelstück (20 ) und der Rückwand (9 ) des Montageabschnitts formschlüssig einsetzbar und mit dem Riegelstück (20 ) über eine Schraubverbindung (40 ) verbindbar ist. - Knebelsicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Riegelstück (
20 ) einen Quersteg (22 ) aufweist, der im Montagezustand mit der Vorderseite von Stegwandabschnitten (22A ) an den Wandvorsprüngen (8 ) anliegt und mit den Hinterseiten von Stegwandabschnitten (22A ) am Füllstück (30 ) anliegt. - Knebelsicherung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Riegelstück (
20 ) vorzugsweise zwischen den Stegwandabschnitten (22A ) eine gegenüber diesen axial vorspringende Riegelnase (26 ) zum Übergreifen der Riegelzunge am Knebel aufweist. - Knebelsicherung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Riegelstück (
20 ) beidseitig der Riegelnase (26 ) mit Bodenstegen (21 ) an der Unterseite versehen ist, deren vor den Stegwandabschnitten (22A ) liegenden freien Oberseiten (21' ) die Wandvorsprünge (8A ) Untergreifen. - Knebelsicherung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Riegelstück (
20 ) an der Unterseite eine quer zu der Riegelnase (26 ) verlaufende, die Stegwandabschnitte (22A ) untergreifende, vorzugsweise randoffene Ausnehmung zur Aufnahme des Kopfes (44 ) einer Kopfschraube (43 ) aufweist. - Riegelstück nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmung zur formschlüssigen Aufnahme einer mit einem Hammerkopf (
44 ) versehenen Hammerkopfschraube (43 ) ausgebildet ist. - Knebelsicherung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Quersteg (
22 ) mit einer randoffenen, vorzugsweise halbkreisförmigen Einbuchtung (23 ) zur Aufnahme einer Mutter (41 ) für die Schraubverbindung (40 ) versehen ist. - Knebelsicherung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Füllstück (
30 ) einen Stützsteg (31 ) aufweist, an dessen Vorderseite eine mit einer Durchgriffsöffnung (33 ) versehene Stützlasche (32 ) ausgebildet ist. - Knebelsicherung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützlasche (
32 ) zum vorzugsweise formschlüssigen Eingriff in die Einbuchtung (23 ) am Riegelstück (20 ) ausgebildet ist und/oder im Montagezustand zumindest partiell auf einem Anlagebund (24 ) in der Einbuchtung (23 ) aufliegt. - Knebelsicherung nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahme für den Kopf (
44 ) der Kopfschraube (43 ) von einem Fußstück (25 ) des Riegelstücks (20 ), Anlageschultern unterhalb der Stegwandabschnitte (22A ) und einem Fußsteg (35 ) des Füllstücks (30 ) begrenzt ist. - Knebelsicherung nach einem der Ansprüche 3 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Riegelnasenunterseite (
26" ) zur Riegelnasenfrontwand (26' ) hin ansteigt und/oder daß die Riegelnasenfront (26' ) mit einer vorzugsweise kreisbogenförmigen Mulde versehen ist. - Knebeltasche für eine Knebelsicherung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandvorsprünge (
8 ) der Knebeltasche (2 ) im Querschnitt L-förmig ausgebildet sind und einen axial verlaufenden Arretierschenkel (8A ) und eine senkrecht hierzu verlaufende, zum Grund der Knebeltasche hinabreichende Halterippe (8B ) aufweisen.
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