DE20280353U1 - Reinigungsvorrichtung für eine Papier- oder Kartonendbearbeitungseinrichtung - Google Patents
Reinigungsvorrichtung für eine Papier- oder Kartonendbearbeitungseinrichtung Download PDFInfo
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Abstract
Reinigungsvorrichtung
für eine
Papier- oder Kartonendbearbeitungseinrichtung (10), wobei die Reinigungsvorrichtung
Einrichtungen zum Zuführen
eines Reinigungsmediums zu der Endbearbeitungseinrichtung zum Entfernen
der darin enthaltenen Verunreinigungen aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Reinigungsvorrichtung mehrere Reinigungseinrichtungen aufweist, die erste (3, 4, 5) und/oder zweite Reinigungseinrichtungen (2) umfassen, wobei die mehreren Reinigungseinrichtungen (3, 4, 5; 2) ferngesteuert und gemeinsam oder separat betätigbar und in jedem Fall so. angeordnet sind, dass sie einen Reinigungsmediumstrahl (20, 30, 40, 50) auf ge wünschte Stellen der Endbearbeitungseinrichtung richten, und dass die Reinigungsvorrichtung weiterhin eine Fördermatte (1) in dem unteren Teil der Endbearbeitungseinrichtung aufweist, um herabgefallene Verunreinigungen von der Endbearbeitungseinrichtung wegzutransportieren.
dadurch gekennzeichnet, dass
die Reinigungsvorrichtung mehrere Reinigungseinrichtungen aufweist, die erste (3, 4, 5) und/oder zweite Reinigungseinrichtungen (2) umfassen, wobei die mehreren Reinigungseinrichtungen (3, 4, 5; 2) ferngesteuert und gemeinsam oder separat betätigbar und in jedem Fall so. angeordnet sind, dass sie einen Reinigungsmediumstrahl (20, 30, 40, 50) auf ge wünschte Stellen der Endbearbeitungseinrichtung richten, und dass die Reinigungsvorrichtung weiterhin eine Fördermatte (1) in dem unteren Teil der Endbearbeitungseinrichtung aufweist, um herabgefallene Verunreinigungen von der Endbearbeitungseinrichtung wegzutransportieren.
Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft eine Reinigungsvorrichtung für eine Papier- oder Kartonendbearbeitungseinrichtung, wobei die Vorrichtung Einrichtungen zum Zuführen eines Reinigungsmediums zu der Endbearbeitungseinrichtung zum Entfernen der darin enthaltenen Verunreinigungen aufweist.
- Bei Bahnrissen und beim Einfädeln von Papier und Karton bildet sich zerfetztes Material, welches aus dem Bereich der Endbearbeitungseinrichtung, zum Beispiel einem Kalander oder einer Streicheinrichtung entfernt werden muss. So können zum Beispiel die Walzen einer Endbearbeitungseinrichtung auch durch das Streichmaterial, welches während des Streichvorgangs durch die Poren in dem Papier hindurchdringt, und durch von der Bahn mitgeführten Schmutz verschmutzt sein. Bisher wurden Walzen manuell gewaschen und mittels einer Schaberklinge gereinigt. Eine manuelle Reinigung mit einem Schwamm ist beschwerlich, zeitaufwändig und außerdem arbeitsintensiv. Auf Grund einer hohen Laufgeschwindigkeit und einer größeren Verschmutzungsanfälligkeit als bisher ist das Bedürfnis nach Reinigung groß, da Walzen schnell verschmutzen. Da die manuelle Reinigung der Walzen langsam und die Verschmutzung schnell ist, ist nahezu ständig menschliche Arbeitskraft erforderlich. Die Arbeit erfordert große Sorgfalt, da kein Wasser von dem Schwamm auf die Bahn tropfen darf und es meistens wünschenswert ist, die Reinigung während des Betriebes auszuführen. Da die Laufgeschwindigkeiten und Breiten der aktuellen Maschinen groß sind, ist die manuelle Reinigung langer Walzen extrem schwierig und die Arbeitssicherheit innerhalb der Rahmen der Endbearbeitungseinrichtung ist fragwürdig.
- Anstatt manuellem Waschen werden Walzen typischerweise durch die Verwendung von Reinigungsschaberklingen gereinigt. Bei Verwendung derselben wird die Walze mittels einer Schaberklinge saubergeschabt. Wasser wird verwendet, um die Reinigung zu erleichtern. Nachteile der Reinigung mittels einer Schaberklinge umfassen das Spritzen des verwendeten Wassers, die Verschleißwirkung der Schaberklinge auf die Walze und ein schlechtes Funktionieren bei hohen Geschwindigkeiten über 10 m/s (600 m/min). Das Spritzen von Wasser verursacht Unsauberkeit und beschädigt das in Behandlung befindliche Papier, wenn es auf die Bahn spritzt. Auf Grund von fehlerhafter Ausrichtung der in Reinigung befindlichen Walze und der Schaberklinge ist die von der Schaberklinge auf die Walze gerichtete Last ungleich, wodurch die Klinge und die Walze verschleißen. Da die Anforderungen an die Geradlinigkeit der Walze extrem streng sind, hat selbst der kleinste Verschleiß eine Verringerung der Qualität des Papiers und somit einen Austausch der Walze zur Folge. Durch den Austausch der teuren Walze und die daraus resultierenden Stillstandszeiten erhöhen sich die Betriebskosten.
- Dementsprechend besteht eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung in der Bereitstellung einer neuen Art von Reinigungsvorrichtung, mittels welcher die Endbearbeitungseinrichtung während des Betriebes gereinigt werden kann, wobei gleichzeitig eine Bewegung in dem Bereich zwischen den Rahmen der Endbearbeitungseinrichtung verhindert wird.
- Zur Lösung dieser Aufgabe ist die Reinigungsvorrichtung gemäß der Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungsvorrichtung erste Reinigungseinrichtungen und/oder zweite Reinigungseinrichtungen aufweist, wobei die ersten und die zweiten Reinigungseinrichtungen ferngesteuert und so angeordnet sind, dass sie einen Reinigungsmediumstrahl auf gewünschte Stellen der Endbearbeitungseinrichtung richten. Einige bevorzugte Ausführungen der Reinigungsvorrichtung in Bezug auf die Erfindung sind in den Unteransprüchen 2 bis 5 offenbart.
- Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die dazugehörigen Zeichnungen detaillierter beschrieben, wobei:
-
1 schematisch die in einem Kalander eingebaute Reinigungsvorrichtung gemäß der Erfindung zeigt, und -
2 –4 schematisch Details der Reinigungseinrichtungen in vergrößertem Maßstab zeigen, die in der in1 dargestellten Reinigungsvorrichtung eingebaut sind. - In
1 ist ein Kalander mit dem Bezugszeichen10 bezeichnet, wobei zwischen den Rahmenteilen11 und12 desselben Walzen13 und14 vorhanden sind, die einen Kalanderwalzenspalt bilden. Zum Beispiel bei Bahnrissen und beim Einfädeln des zu kalandrierenden Papiers bilden sich Fetzen, die aus dem Kalanderbereich entfernt werden müssen. Bei der in1 dargestellten Ausführung weist die Reinigungsvorrichtung fünf ver schiedene Arten von Reinigungseinrichtungen auf, die je nach Bedarf gemeinsam oder separat verwendbar sind. Diese Reinigungseinrichtungen sind ferngesteuert, was bedeutet, dass Bewegungen in dem Bereich zwischen den Rahmen verhindert werden können. Mit dem Bezugszeichen1 ist eine Transportmatte bezeichnet, mittels welcher herabgefallene Fetzen direkt zu einem Zerfaserer transportiert werden können. Die Transportmatte besteht aus einem Gewebe, zum Beispiel aus einem über einen Rahmen gelegten, alten Maschinenfilz, wobei das Gewebe mittels eines Elektromotors aufgewickelt und das Gewebe von unten durch Platten abgestützt wird, was bedeutet, dass man darauf laufen kann, wenn die Reinigungseinrichtung ausgeschaltet ist. Mit dem Bezugszeichen2 ist eine Gebläsereinigungseinrichtung bezeichnet, die in Längsrichtung der Walze bewegbar ist und in Verbindung mit2 detaillierter beschrieben wird. Mit dem Bezugszeichen3 ist eine Ausführung einer mechanisch gesteuerten Kantenzonen-Gebläsereinigungs-einrichtung gekennzeichnet, die in Verbindung mit3 detaillierter beschrieben wird, und mit dem Bezugszeichen4 ist eine zweite Ausführung einer mechanisch gesteuerten Kantenzonen-Gebläsereinigungseinrichtung gekennzeichnet, die in Verbindung mit4 detaillierter beschrieben wird. Mit dem Bezugszeichen5 ist ein fest angebrachter Gebläsekopf gekennzeichnet, der auf einen zuvor festgelegten Standort gerichtet werden kann. - In
2 ist eine bevorzugte Ausführung einer elektrisch ferngesteuerten Gebläsereinigungseinrichtung detaillierter dargestellt, die einen Transferwagen22 aufweist, welcher mittels eines Kabeldrahtes oder mittels eines direkt in dem Transferwagen installierten Elektromotors auf Rädern25 entlang einer Transferschiene23 in Längsrichtung der Walze13 bewegbar ist. Mit dem Transferwagen22 ist ein Teleskoparm21 vorzugsweise drehbar verbunden, durch welchen ein Reinigungsstrahl20 , zum Beispiel ein Luftstrahl oder Flüssiggasstrahl, auf gewünschte Stellen auf der Oberfläche der zu reinigenden Walze13 gerichtet werden kann. Mit dem Bezugszeichen24 ist eine Schlauch- und Kabelhaspel bezeichnet, mit welcher die Reinigungsmediumschläuche und die Elektrokabel in Ordnung gehalten werden können. - In
3 ist die in1 dargestellte Gebläsereinigungseinrichtung3 für die an das Rahmenteil11 der Walze13 angrenzende Kantenzone detaillierter dargestellt, wobei die Einrichtung mittels eines Schwingarmes31 mechanisch verwendet wird, mittels welchem der Gebläsekopf32 , zum Beispiel ein Luftstrahl, über die vertikale Schwenkachse33 und die seitliche Schwenkachse34 in die gewünschte Position ausgerichtet werden kann. Mit dem Bezugszeichen30 ist ein Reinigungsmediumstrahl bezeichnet. Die Schwenkachse33 ist durch Lagereinrichtungen45 an dem Rahmenteil11 befestigt. - Mit dem Bezugszeichen
5 ist ein fest angebrachter Gebläsekopf bezeichnet, von welchem ein Reinigungsmediumstrahl50 an einen zuvor festgelegten Standort gerichtet werden kann. An beiden Kantenzonen der Walze kann ein fixierter Gebläsekopf5 vorhanden sein, oder er kann auch ganz entfallen. - In
4 ist die Reinigungsvorrichtung4 für die an das Rahmenteil12 der in1 dargestellten Walze13 angrenzende Kantenzone detaillierter dargestellt. Die Vorrichtung weist einen Drehgriff41 auf, mittels welchem der Gebläsekopf42 von außerhalb des Rahmens gesteuert werden kann, um das von dem Blasarm48 kommende Reinigungsmedium, zum Beispiel einen Luftstrahl40 , auf die gewünschte Stelle an der Kantenzone der Walze zu richten. Mit dem Drehgriff41 ist ein Riemen oder eine Kette43 und ein Kabeldraht44 zur Ausführung der Drehbewegungen verbunden. Die Kette43 ist mit einem Kettenrad46 auf dem Drehgriff41a und mit einem Kettenrad47 auf dem Gebläsekopf42 verbunden. Durch die Bewegung des Drehgriffes41a dreht sich der Gebläsekopf42 über die Kette43 um seine Längsachse in der Lagereinrichtung50 und der Blasarm48 dreht sich gleichzeitig in dem vertikalen Teil. Die Drehstange41a ist durch Lagereinrichtungen45 in den Lagern auf dem Rahmenteil12 angebracht. Das Drahtkabel44 ist über Trägerrollen49 mit dem Drehgriff41 und dem Blasarm48 verbunden, um den Blasarm48 im Verhältnis zu dem Gebläsekopf42 seitlich zu drehen. - Bei der Reinigungsvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung wird als Reinigungsmedium vorzugsweise Druckluft verwendet, wobei jedoch auch eine aus Flüssigkeit und Gas bestehende Zusammensetzung, zum Beispiel Wasserdampf, verwendet werden kann. Das Reinigungsmedium kann auch ein Reinigungsmittel und/oder Entfettungsmittel, zum Beispiel zum Auflösen und Entfernen des Streichmittels von der Oberfläche der Stützwalze der Streicheinrichtung enthalten.
- Die Kantenzonenreinigungseinrichtungen der Walze können identisch, zum Beispiel so beschaffen sein, dass eine Reinigungseinrichtung
3 oder4 in beiden Kantenzonen vorhanden ist, oder können, wie bei der in1 dargestellten Ausführung, unterschiedlich sein. - Die Reinigungsvorrichtung gemäß der Erfindung kann auch zur Kühlung der Walzen während des Betriebes, zum Beispiel zur Kühlung der Endbereiche der Polymeroberflächen aufweisenden Walzen verwendet werden. Die Kühlung kann in Verbindung mit der Reinigung der Walzen, oder wenn notwendig, als separater Vorgang erfolgen.
- Oben ist die Erfindung in Verbindung mit der Reinigung der Kalanderwalze beschrieben, wobei die zu reinigenden Gegenstände auch andere Teile der Endbearbeitungseinrichtung, wie zum Beispiel verschiedene Trägerkonstruktionen, wie zum Beispiel der Schaberklingenrah men, verschiedene Messbalken, Streichmaschinendüsenträger und andere Konstruktionen umfassen können.
Claims (4)
- Reinigungsvorrichtung für eine Papier- oder Kartonendbearbeitungseinrichtung (
10 ), wobei die Reinigungsvorrichtung Einrichtungen zum Zuführen eines Reinigungsmediums zu der Endbearbeitungseinrichtung zum Entfernen der darin enthaltenen Verunreinigungen aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungsvorrichtung mehrere Reinigungseinrichtungen aufweist, die erste (3 ,4 ,5 ) und/oder zweite Reinigungseinrichtungen (2 ) umfassen, wobei die mehreren Reinigungseinrichtungen (3 ,4 ,5 ;2 ) ferngesteuert und gemeinsam oder separat betätigbar und in jedem Fall so. angeordnet sind, dass sie einen Reinigungsmediumstrahl (20 ,30 ,40 ,50 ) auf ge wünschte Stellen der Endbearbeitungseinrichtung richten, und dass die Reinigungsvorrichtung weiterhin eine Fördermatte (1 ) in dem unteren Teil der Endbearbeitungseinrichtung aufweist, um herabgefallene Verunreinigungen von der Endbearbeitungseinrichtung wegzutransportieren. - Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 1 zur Reinigung der Oberfläche einer in der Endbearbeitungsmaschine enthaltenen Walze (
13 ), dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Reinigungseinrichtungen (3 ,4 ) in den Kantenzonen der Walze (13 ) angeordnet und mechanisch gesteuert sind. - Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2 zur Reinigung der Oberfläche einer in der Endbearbeitungsmaschine enthaltenen Walze (
13 ), dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Reinigungseinrichtungen (2 ) in Längsrichtung der Walze (13 ) bewegbar und elektrisch ferngesteuert sind. - Reinigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Reinigungsmedium um Druckluft oder eine aus Flüssigkeit und Gas bestehende Zusammensetzung handelt.
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