DE20218056U1 - Verpackung für Kakaopulver und Schablonen zur Erzeugung von Schmuckbildern - Google Patents
Verpackung für Kakaopulver und Schablonen zur Erzeugung von SchmuckbildernInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Verpackung nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Es sind sogenannte Streudosen aus Metall bekannt, die Kakaopulver zum Streuen ausnehmen und in dem Deckel Streuöffnungen aufweisen. Getrennt von diesen Streudosen sind aus Metall ausgestanzte Schablonen erhältlich, die unterschiedliche Bildmotive aufweisen, um auf den Schaum von Heißgetränken Schmuckbilder zu erzeugen.
Diese bekannten Streudosen und Schablonen sind aufwendig herzustellen und daher teuer. Der Verbraucher muß beide Gegenstände getrennt erwerben. Gegebenenfalls muß die Streudose vor dem Gebrauch mit Kakaopulver gefüllt werden.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Verpakkung der eingangs genannten Art zu schaffen, die kostengünstig herstellbar ist und mit der zuverlässig und auf einfache Weise unterschiedliche Bildmotive auf dem Schaum von Heißgetränken, insbesondere Cappuchino erzeugt werden können.
Diese Aufgabe wird grundsätzlich durch das Kennzeichen des Anspruches 1 gelöst.
Erfindungsgemäß liegt eine Verpackungseinheit vor, die aus zwei Faltschachteln gebildet ist. Die eine Faltschachtel enthält das Kakaopulver und weist ein eingestanztes Sieb zum Ausschütten des Kakaopulvers auf. Die andere Schachtel enthält Schablonen aus getanzter Pappe mit unterschiedlichen Bildmotiven. Beide Faltschachteln sind zu einem Kombipack, beispielsweise durch eine Banderole oder durch einen peelfähigen Heißleim miteinander verbunden. Diese Verpackung kann mit sehr geringem Raumbedarf in mehreren Stücken in einem Umkarton gestapelt und transportiert werden. Die Herstellungskosten sind gering. Es handelt sich praktisch um Einwegteile.
In vorteilhafterweise ist die Verpackung so ausgestaltet wie in den Ansprüchen 4 und 5 angegeben. Die langfaserige Pappe gewährleistet eine Rißfestigkeit für die feinen Stege, die die Maschen des Siebes bilden. Die Sperrschicht wirkt gegen den Durchtritt von Wasserdampf und verhindert ein Durchfetten der Faltschachtel durch die im Kakaopulver enthaltenen Fette.
Die Ausgestaltung nach Anspruch 6 stellt sicher, daß das Kakaopulver nach dem Entfernen des peelfähigen Etiketts (Anspruch 7) nicht unbeabsichtigt austritt.
In vorteilhafterweise ist die Verpackung so ausgestaltet wie in Anspruch 8 angegeben. Durch diese Abstimmung der Anordnung der Öffnungen des Siebes auf die Größe und Form des Bildmotives wird sichergestellt, daß ein gleichmäßiges Bild erzeugt wird und es wird verhindert, daß beim Ausschütten des Kakaopulvers unnötiges Pulver auf dem Außenrand der Schablone liegen bleibt bzw. sich im Zentrum des Bildes übermäßig anhäuft. Die definierte ringförmige Zone stellt eine optimale Form zur Sicherstellung eines rationellen Ausschüttens dar.
Im folgenden wird die Erfindung unter Hinweis auf die Zeichnung anhand einiger Ausführungsbeispiele näher erläutert.
Es zeigt:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer Verpackung nach der Erfindung;
Fig. 2 einen Kartonzuschnitt zur Herstellung der Faltschachtel zur Aufnahme des Kakaopulvers;
Fig. 3 eine Draufsicht auf eine Schablone zur Darstellung der günstigsten ringförmigen Zone für die Öffnungen des Siebes;
Fig. 4 Draufsichten auf verschiedene Bildmotive auf einer Schablone; und
Fig. 5 verschiedene Darstellungen der Ausbildung und Anordnung der Öffnungen des Siebes in einer Seitenwand der Faltschachtel.
In Fig. 1 ist eine Verpackung dargestellt, die aus einer Faltschachtel 1 zur Aufnahme des Kakaopulvers besteht und ein Sieb 2 zum Ausschütten des Kakaopulvers aufweist, das in Gebrauchslage oberhalb des Füllstandes liegt. Eine zweite Faltschachtel 3 nimmt verschiedene Schablonen mit unterschiedlichen Bildmotiven auf. Eine Banderole (4) verbindet die beiden Faltschachteln zu einem Kombipack miteinander. Anstelle der Banderole kann auch ein peelfähiger Heißleim zur Verbindung vorgesehen sein.
In Fig. 2 ist ein Kartonzuschnitt zur Herstellung der Faltschachtel 1 dargestellt.
In Fig. 4 sind drei Schablonen 5 gezeigt, die mit unterschiedlichen Bildmotiven 7 und einem Handgriff 6 versehen sind. Es sind wie durch die linke Darstellung symbolhaft angedeutet die unterschiedlichsten Bildmotive denkbar.
In Fig. 3 ist eine Schablone 5 dargestellt, um deutlich zu machen, wie die Öffnungen in dem Sieb 2 dimensioniert und
angeordnet sein sollten, d.h. wie eine Abstimmung zwischen Form und Größe des Bildmotives und der Lage und Größe der Streuöffnungen vorgenommen ist. Maßgeblich für die Anordnung ist der Umkreis des Bildmotives. Die optimale Anordnung ist dann erreicht, wenn die Flächenschwerpunkte der Streuöffnungen auf einem Kreisbogen mit halben Radius des umschriebenen Kreises 9 des Bildmotives liegen. Im Zentrum 10 des Kreises und am Rand 9 liegen keine Streuöffnungen. Die Fläche, die Streuöffnungen in der Faltschachtel 1 aufnimmt, ist in Fig. 3 mit 8 bezeichnet.
In Fig. 5 sind verschiedene Streuöffnungsformen und Lagen angedeutet. In der linken Darstellung sind Schlitze 11 vorgesehen. In der Mitte sind kreisrunde Öffnungen 12 als Streuöffnungen des Siebes ausgewählt. In der rechten Darstellung liegen Schlitze 13 auf einem Radius. Durch die beschriebene Anordnung wird verhindert, daß durch die Schüttelbewegungen des Anwenders unnötig Kakaopulver auf den Außenrand der Schablone geschüttet wird oder sich im Zentrum des Streubildes übermäßig anhäuft. Es ergibt sich eine optimale ringförmige Zone 8 für die Streuöffnungen.
Die Faltschachtel 1 ist aus Zellstoffkarton hergestellt. Dieses Material ist langfaserig. Die daraus resultierende bessere Reißfestigkeit erlaubt es, feine Stege als Maschen des Siebes zu stanzen.
Das Material der Faltschachtel 1 ist so beschaffen, daß die Qualität des eingefüllten Kakaopulvers bis zum Aufbruch erhalten bleibt. Zu diesem Zweck wird Karton eingesetzt, der mit paraffiniertem Papier und an der Innenseite mit einer zusätzlichen Polyethylenbeschichtung versehen ist. Dieses Material wirkt bremsend gegen den Durchtritt von Wasserdampf und das Durchfetten der Faltschachtel durch im Kakaopulver enthaltene Fette.
Die Schablonen werden für den Verkauf in der zweiten Faltschachtel 3 konfektioniert. Beide Faltschachteln 1 und 3 werden dann asymmetrisch durch peelfähigen Heißleim oder eine Banderole 4 oder auch beides zu einem Kombipack miteinan-
• t
• · c- ·
der verbunden. Diese Verbindung kann durch den Verbraucher leicht gelöst werden.
Diese Kombipacks haben eine große unzerklüftete Frontseite auf der entsprechend gut Werbeaussagen angebracht werden können. Außerdem können die Kombipacks platzsparend in einem Transportkarton miteinander verschachtelt werden.
Claims (8)
1. Verpackung für Kakaopulver und Schablonen zur Erzeugung von Schmuckbildern auf Schaum von Heißgetränken, insbesondere Cappuchino, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) Faltschachtel (1) aus Pappe zur Aufnahme des Kakaopulvers mit an einer Seite ausgestanztem Sieb (2) zum Ausschütten des Kakaopulvers;
b) Schablonen (5) als Stanzteil aus wischfest beschichteter Pappe mit unterschiedlichen Bildmotiven (7) konfektioniert in einer zweiten Faltschachtel (3);
c) beide Faltschachteln (1, 3) sind zu einem Kombipack miteinander verbunden.
2. Verpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Faltschachteln (1, 3) durch eine Banderole (4) miteinander verbunden sind.
3. Verpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Faltschachteln (1, 3) durch einen peelfähigen Heißleim miteinander verbunden sind.
4. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Faltschachtel (1) zur Aufnahme des Kakaopulvers aus langfaseriger Pappe hergestellt ist.
5. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Pappe der Faltschachtel 1 zur Aufnahme des Kakaopulvers mit einer Sperrschicht aus Aluminium, Polyethylen oder Paraffin beschichtet ist.
6. Verpackung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das ausgestanzte Sieb (2) in Gebrauchslage oberhalb des Füllstandes der Kakaopulvers liegt.
7. Verpackung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das ausgestanzte Sieb durch ein peelfähiges Etikett verschließbar ist.
8. Verpackung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Maschenweite oder die Öffnungen des Siebes (2) derart auf die Bilder (7) in der Schablone (5) abgestimmt sind, daß die Flächenschwerpunkte der Öffnungen des Siebes auf einem Kreisbogen mit ungefähr einem halben Radius des Kreises (9) liegen, der das Bildmotiv (7) umschreibt, wobei im Zentrum (10) des Kreises und an dem Rand (9) keine Öffnungen vorgesehen sind.
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