DE20217516U1 - Vorrichtung zur Endenbearbeitung eines Kabels - Google Patents
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Abstract
Vorrichtung zur Endenbearbeitung eines Kabels, gekennzeichnet durch ein Griffstück (1), an dem endseitig mindestens eine Schabklinge (6) befestigt ist und das zumindest eine Fettkammer (11) aufweist, die mit einer Einstecköffnung (14) in Verbindung steht, in die der abisolierte Draht des Kabels einsteckbar ist.
Description
- Insbesondere Stromleiter aus Aluminiumdraht, wie sie in Kabeln für Hausanschlüsse in einigen Ländern Verwendung finden, neigen relativ stark dazu, zu oxydieren. Da hierdurch der Stromfluß beeinträchtigt wird, muß der jeweilige Draht im abisolierten Bereich bei der Installation entsprechend bearbeitet werden, wobei mittels eines Messers oder Schabers die Schicht sozusagen abgekratzt wird. Anschließend erfolgt zum Korrosionsschutz eine Einfettung des freiliegenden Drahtes mit einem geeigneten Fett.
- Diese Arbeiten sind mit einer nicht unerheblichen Gefahr verbunden, vor allem deshalb, weil die eingesetzten Werkzeuge, also ein Messer oder Schaber, eher einfacher Natur sind. Als zusätzliche Werkzeuge zum Einfetten finden üblicherweise Fettspritzen Verwendung.
- Daß für beide Arbeiten jeweils getrennte Werkzeuge zum Einsatz kommen, steht naturgemäß einem sinnvollen und effektiven Einsatz entgegen.
- Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der gattungsgemäßen Art zu schaffen, mit der eine einfachere, schnellere und sicherere Endenbearbeitung von Kabeln möglich ist.
- Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung gelöst, die die Merkmale des Anspruchs 1 aufweist.
- Mit einer in diesem Sinne ausgebildeten Vorrichtung steht nun ein Werkzeug zur Verfügung, mit dem alle notwendigen Arbeiten durchgeführt werden können. Das heißt, ohne die Vorrichtung aus der Hand legen zu müssen, kann nun der abisolierte Draht mit Hilfe der Schabklinge von einer Oxydationsschicht befreit werden, wozu der Draht beispielsweise durch Hin- und Herbewegen an der Schabkante der Schabklinge entlanggeführt wird. Sodann kann mit demselben Werkzeug das Einfetten erfolgen.
- Vorteilhafterweise sind zwei Schabklingen vorgesehen, deren Schabkanten segmentartig der Querschnittskontur des Drahtes angepaßt sind. Dabei können die Schabkanten jeweils kreisbogenförmig oder gerade ausgebildet sein, je nach Querschnittskontur des Drahtes. Denkbar ist auch, insgesamt vier Schabklingen vorzusehen, von denen eine oder mehrere federbelastet am Draht anliegen, so daß die Oxydationsschicht ohne körperlichen Kraftaufwand durch das Hin- und Herbewegen des Kabels entfernt wird.
- Zum Fetten des abisolierten Drahtes ist in dem Griffstück, das im übrigen aus einem elektrisch nicht leitenden Werkstoff, beispielsweise einem Kunststoff, besteht, eine Fettkammer vorgesehen, die mit einer Einstecköffnung in Verbindung steht, in die der abisolierte Draht des Kabels einsteckbar ist. Dabei ist die Einstecköffnung zweckmäßigerweise der Schabklinge benachbart angeordnet, also im selben Endbereich, vorzugsweise stirnseitig.
- Sie erstreckt sich axial und ist zentrisch angeordnet, wobei sie in ihrer Länge etwa der Länge des abisolierten Drahtes entspricht.
- Die Fettkammer kann als Kanal ausgebildet sein, der von einem griffteilseitigen Aufnahmeraum ausgeht, der als Depot fungiert oder als Aufnahme einer handelsüblichen, mit einem Kolben versehenen Fettspritze, über die Fett in die Fettkammer zuführbar ist.
- Statt einer Fettkammer können auch zwei oder mehr vorgesehen sein, die jedoch allesamt, ausgehend von dem Aufnahmeraum, mit der Einstecköffnung in Verbindung stehen.
- Zur Handhabungserleichterung beim Einfetten des abisolierten Drahtes ist im Einsteckbereich der Einstecköffnung, der Schabklinge benachbart, eine Zentrierscheibe vorgesehen, die vorzugsweise mehrere Zentrieröffnungen mit jeweils unterschiedlichen Durchmessern aufweist, die an verschiedene Drahtdurchmesser angepaßt sind und mit denen ein leichtes Einführen des Drahtes in die Einstecköffnung möglich ist. Dabei sind die Zentrieröffnungen zweckmäßigerweise als Senkbohrung ausgebildet und im Überdeckungsbereich mit der Einstecköffnung arretierbar, wozu ein Verrastungsmittel vorgesehen sein kann, mit dem die Zentrierscheibe in der jeweiligen gewünschten Position festsetzbar ist.
- Da, wie erwähnt, die Endenbearbeitung eines Kabels vielfach unter Stromführung durchgeführt wird, ist zur Sicherheit weiterhin vorgesehen, das Griffstück mit einer Manschette zu versehen, vorzugsweise aus Gummi oder dergleichen, die bei Gebrauch die das Griffstück umfassende Hand des Benutzers überdeckt.
- Weitere vorteilhafte Ausbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der beigefügten Zeichnungen beschrieben.
- Es zeigen:
-
1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung in einer Seitenansicht, -
2 die Vorrichtung in einer Draufsicht, -
3 die Vorrichtung in einer perspektivischen Ansicht, -
4 einen Längsschnitt durch die Vorrichtung längs der Linie IV–IV in2 . - In den Figuren ist eine Vorrichtung zur Endbearbeitung eines Kabels dargestellt, die im wesentlichen aus einem Griffstück
1 besteht, das aus einem nicht leitenden Material gefertigt ist. - An diesem Griffstück
1 sind endseitig zwei Schabklingen6 mittels Schrauben9 befestigt, die gemeinsam einen Führungsbereich10 darstellen, in den das abisolierte Ende des Kabels einsteck- und entlang der Schabkanten führbar ist, so daß eine an dem abisolierten Draht vorhandene Oxydationsschicht entfernt wird. - Die Schabkanten der beiden Schabklingen
9 sind in ihrer Wirkrichtung um 90° versetzt zueinander angeordnet, so daß die Schabkante der einen Schabklinge6 beim Einführen des Drahtes in den Führungsbereich10 und die Schabkante der anderen Schabklinge6 beim Herausziehen wirksam ist. - Den Schabklingen
6 benachbart ist eine zentrisch angeordnete, axial verlaufende Einstecköffnung14 in das Griffstück1 eingebracht, mit der über einen Zwischenraum13 Fettkammern11 in Verbindung stehen, über die aus einer Fettspritze3 Fett in die Einstecköffnung14 einpreßbar ist. - Der von der Oxydationsschicht gereinigte abisolierte Draht wird in die Einstecköffnung
14 eingesteckt und mittels des sich darin befindenden Fettes gegen Oxydation geschützt. - Die Tiefe der Einstecköffnung
14 entspricht etwa der Länge des abisolierten Drahtes, die sich üblicherweise innerhalb eines bestimmten Maßbereiches bewegt. - Zur einfacheren Einführung des abisolierten Drahtes ist den Schabklingen
6 benachbart eine Zentrierscheibe5 an dem Griffstück1 befestigt, das mehrere Zentrieröffnungen mit unterschiedlichen Durchmessern aufweist, die den unterschiedlichen Durchmessern der zu bearbeitenden Drähte entsprechen und, je nach Bedarf, in Deckung mit der Einstecköffnung14 bringbar sind. - Zur Arretierung der Zentrierscheibe
5 sind Schrauben8 vorgesehen, die in das Griffstück1 eingeschraubt sind und mit über den Umfang der Zentrierscheibe5 verteilten Ausnehmungen15 korrespondieren, so daß die Zentrierscheibe in der jeweils gewünschten Position fixiert wird. - Die Fettspritze
3 ist in einen Aufnahmeraum12 des Griffstückes1 eingesteckt und mittels eines Verschlusses4 , beispielsweise eines Bajonettverschlusses, mit dem Griffteil1 verbunden. - Als Fettspritze kann eine handelsübliche eingesetzt werden von der die Spitze abgeschnitten wird, so daß ein problemloses Auswechseln gegeben ist.
- Als Schutz für eine das Griffstück
1 haltende Hand ist in dem den Schabklingen6 bzw. der Einstecköffnung14 zugewandten Endbereich ein umlaufender Kragen2 vorgesehen, der sich radial erstreckt und der über einen von einer das Griffstück im übrigen umfassenden Hand definierten Bereich hinausragt. - Zusätzlich kann eine beispielsweise am Kragen
2 befestigte Manschette vorgesehen sein, die aus Gummi besteht und die sich konzentrisch um den Bereich des Griffstückes1 erstreckt, der von der Benutzerhand umgriffen wird.
Claims (17)
- Vorrichtung zur Endenbearbeitung eines Kabels, gekennzeichnet durch ein Griffstück (
1 ), an dem endseitig mindestens eine Schabklinge (6 ) befestigt ist und das zumindest eine Fettkammer (11 ) aufweist, die mit einer Einstecköffnung (14 ) in Verbindung steht, in die der abisolierte Draht des Kabels einsteckbar ist. - Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Griffstück (
1 ) einen Aufnahmeraum (12 ) aufweist, in den eine Fettspritze (3 ) einsetzbar ist. - Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Fettspritze (
3 ) über einen Verschluß (4 ), vorzugsweise einen Bajonettverschluß, an dem Griffstück (1 ) befestigt ist. - Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Fettkammer (
11 ) mit dem Aufnahmeraum (12 ) in Verbindung steht. - Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Einsteckbereich der Einstecköffnung (
14 ) eine Zentrierscheibe (5 ) vorgesehen ist, die mindestens eine Zentrieröffnung (7 ) aufweist, die zentrisch zur Einstecköffnung (14 ) angeordnet ist und durch die der abisolierte Draht des Kabels in die Einstecköffnung (14 ) führbar ist. - Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere, im Durchmesser unterschiedliche Zentrierbohrungen (
7 ) vorgesehen sind. - Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Zentrierbohrungen (
7 ) als Senkbohrungen ausgebildet sind. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Zentrierscheibe (
5 ) verdrehbar und in einer jeweiligen Position arretierbar ist. - Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß zur Arretierung Schrauben (
8 ) vorgesehen sind, die in das Griffstück (1 ) eingeschraubt sind und die mit über den Umfang des Zentrierstückes (5 ) verteilte Ausnehmungen (15 ) korrespondieren. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schabklinge (
9 ) mit dem Griffstück (1 ) verschraubt ist. - Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Schabkanten der Schabklingen (
9 ) der Querschnittskontur des abisolierten Drahtes angepaßt sind. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Schabkanten mindestens zweier Schabklingen (
6 ) um 90° versetzt zueinander angeordnet sind. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Schabklingen (
6 ) federbelastet gelagert sind. - Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Tiefe der Einstecköffnung (
14 ) etwa der Länge des abisolierten Drahtes des Kabels entspricht. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Zentrierscheibe (
5 ) und den Fettkammern (11 ) sowie der Einstecköffnung (14 ) ein Zwischenraum (13 ) gebildet ist, durch den das aus den Fettkammern (11 ) austretende Fett in die Einstecköffnung (14 ) führbar ist. - Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dem den Schabklingen (
6 ) zugewandten Endbereich ein radial sich erstreckender Kragen (2 ) am Griffstück (1 ) vorgesehen ist. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß am Griffstück (
1 ) eine Manschette, vorzugsweise aus Gummi, angeordnet ist, die sich konzentrisch über mindestens einen Teilbereich des Griffstücks (1 ) erstreckt.
Priority Applications (1)
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2002
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