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Technisches Gebiet
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Die Erfindung betrifft eine Hand-Werkzeugmaschine, umfassend eine Werkzeugaufnahme, insbesondere eine Spindel zur Aufnahme eines Arbeitswerkzeugs, ein Maschinenteil, an dem die Werkzeugaufnahme angeordnet ist, einen Antriebsmotor zum Antreiben der Werkzeugaufnahme und einen Führungskörper zur Führung der Hand-Werkzeugmaschine an einer Werkstückoberfläche.
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Sie betrifft weiter ein Verfahren zum Einstellen einer Anschlagposition einer Hand-Werkzeugmaschine.
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Stand der Technik
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Im Stand der Technik sind derartige Hand-Werkzeugmaschinen grundsätzlich bekannt.
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So beschreibt beispielsweise die Druckschrift
DE102015015640A1 eine Bearbeitungsvorrichtung mit einer Basis mit einer Kontaktoberfläche, die dazu ausgebildet ist, mit einem Werkstück in Kontakt gebracht zu werden, einem Bearbeitungsvorrichtungshauptkörper, der so abgestützt ist, dass er hinzu und weg von der Basis bewegt werden kann, der einen elektrischen Motor und ein Drehblatt aufweist, das dazu ausgebildet ist, durch den elektrischen Motor als eine Antriebsquelle gedreht zu werden. Zudem weist die Bearbeitungseinrichtung eine Anschlagvorrichtung auf, die dazu ausgebildet ist, eine bewegbare Position des Bearbeitungsvorrichtungshauptkörpers hin zu der Basis zu begrenzen, und die einen Feineinstellmechanismus aufweist, der dazu ausgebildet ist, eine manuelle Einstellung der bewegbaren Position des Bearbeitungsvorrichtungshauptkörpers hin zu der Basis zuzulassen.
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Die Druckschrift
DE 10 2012 211 942 A1 beschreibt eine Schnitttiefenbegrenzungsvorrichtung für tragbare Werkzeugmaschinen mit zumindest einer Schnitttiefenführungseinheit und mit zumindest einer Anschlageinheit, die zumindest ein beweglich gelagertes Anschlagelement und zumindest ein Fixierelement zu einer Fixierung des Anschlagelements in zumindest einer Position aufweist.
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Die Druckschrift
DE 10 2011 086 337 A1 beschreibt ebenfalls eine Schnitttiefenbegrenzungsvorrichtung für tragbare Werkzeugmaschinen mit zumindest einer Schnitttiefenführungseinheit und mit zumindest einer Anschlageinheit, die zumindest ein Anschlagelement aufweist, das zu einer Begrenzung der Schnitttiefe eine Bewegungsmöglichkeit relativ zur Schnitttiefenführungseinheit entlang einer Schnitttiefenführungsbahn der Schnitttiefenführungseinheit aufweist.
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Die Druckschrift
DE 44 03 189 B4 beschreibt eine Handkreissäge mit Pendelschutzhaube und mit einem Gehäuse, das eine Sägewellenachse und ein um diese drehbares Sägeblatt trägt, wobei das Gehäuse gegenüber einer Grundplatte um zwei zueinander rechtwinklig verlaufende Achsen jeweils unabhängig voneinander schwenkbar arretierbar angeordnet ist.
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Die Druckschrift
DE 10 2010 032 988 A1 beschreibt eine Hand-Sägemaschine mit einer mit ihrer Unterseite auf einen Untergrund auflegbaren Führungsplatte und einer Sägebaugruppe, die einen Antriebsmotor und eine durch den Antriebsmotor antreibbare Werkzeugaufnahme für ein Sägeblatt umfasst, wobei die Sägebaugruppe anhand eines Schwenklagers an der Führungsplatte schwenkbar gelagert ist.
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Die Druckschrift
DE 103 03 543 A1 beschreibt eine Handwerkzeugmaschine, insbesondere Handkreissägemaschine, mit einer von einem Elektromotor rotierend antreibbaren Schneidscheibe, insbesondere Kreissägeblatt, die an einem Träger mit daran ausgebildetem Handgriff drehgelagert ist, mit einer die Schneidscheibe abdeckenden Schutzhaube, die mit einer einen Durchtrittschlitz für die Schneidscheibe aufweisenden Grundplatte starr verbunden ist und an der der Träger schwenkbeweglich gelagert ist.
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Die bekannten Hand-Werkzeugmaschinen sind relativ kompliziert und aufwendig in ihrer Bedienung, sowie in ihren Einstellmöglichkeiten beschränkt. Dies betrifft insbesondere die Tiefeneinstellung. Die Tiefeneinstellung bei einer Hand-Werkzeugmaschine, wie beispielsweise einer Tauchsäge, ist sehr wichtig, da bei verschiedenen Arbeiten eine präzise Schnitttiefe notwendig ist. Für den Nutzer muss eine solche Tiefeneinstellung leicht zu bedienen, und dabei aber auch die Anschlagposition exakt einzustellen sein.
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Darstellung der Erfindung
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Aufgabe der Erfindung ist es, eine Hand-Werkzeugmaschine zu schaffen, welche eine einfache und effiziente Bedienung, sowie eine exakte Feineinstellung ermöglicht.
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Die Lösung der Aufgabe ist durch die Merkmale des Anspruchs 1 realisiert. Die Erfindung umfasst eine Hand-Werkzeugmaschine mit einer Werkzeugaufnahme, insbesondere einer Spindel zur Aufnahme eines Arbeitswerkzeugs, einem Maschinenteil, an dem die Werkzeugaufnahme angeordnet ist, einen Antriebsmotor zum Antreiben der Werkzeugaufnahme. Außerdem umfasst der Hand-Werkzeugmaschine einem Führungskörper zur Führung der Hand-Werkzeugmaschine an einer Werkstückoberfläche, wobei das Maschinenteil mit dem Führungskörper schwenkbar verbunden ist, und einem Tiefenanschlag zur Einstellung einer Anschlagposition des Maschinenteils beim Verschwenken relativ zum Führungskörper. Die Hand-Werkzeugmaschine umfasst zudem eine Anschlagführungseinrichtung zum Führen des Tiefenanschlags, wobei der Tiefenanschlag an der Anschlagführungseinrichtung angeordnet und in einem Abstand zu dem Führungskörper verstellbar ausgebildet ist. Des Weiteren umfasst die Hand-Werkzeugmaschine ein Schaltelement, welches an dem Tiefenanschlag angeordnet ist, wobei das Schaltelement zwischen einer ersten Schaltposition, in welcher der Tiefenanschlag entlang der Anschlagführungseinrichtung verschiebbar ist, und einer zweiten Schaltposition, in welcher der Tiefenanschlag an einem Fixierelement der Anschlagführungseinrichtung fixiert ist, überführbar ausgebildet ist, wobei das Schaltelement mit einem Rastelement verbunden ist, welches beim Überführen des Schaltelements in die zweite Schaltposition mit dem Fixierelement in Eingriff bringbar ist, wobei das Fixierelement entlang der Anschlagführungseinrichtung bewegbar ist.
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Dadurch wird beispielsweise der technische Vorteil erreicht, dass der Tiefenanschlag auf sehr einfache Weise in seiner Position bzw. Anschlagposition einstellbar und fixierbar ist. Eine Fixierung des Tiefenanschlags an dem Fixierelement, bei dem es sich vorzugsweise um eine separate und innerhalb der Anschlagführungseinrichtung in seiner Position verstellbare Komponente handelt, eröffnet weitere Einstellmöglichkeiten. Dabei ist das Rastelement vorzugsweise mit Zähnen ausgebildet. Diese Zähne greifen in das bevorzugt als Zahnstange ausgebildete Fixierelement ein und halten den Tiefenanschlag so in einer Fixierposition. Eine Grobeinstellung bzw. Schnellverstellung erfolgt also mittels einer Rastung des Rastelements in das Fixierelement, wobei die Rastung mithilfe des Schaltelements erfolgt und auch durch dieses wieder lösbar ist.
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Zudem ist dadurch, dass das Fixierelement entlang der Anschlagführungseinrichtung bewegbar ist, auch der zuvor an dem Fixierelement fixierte Tiefenanschlag bewegbar, wodurch eine Feineinstellung des Tiefenanschlags erfolgt. Die Feineinstellung erfolgt somit völlig unabhängig von der Grobeinstellung bzw. der Einstellung der Fixierposition. Eine derartige zusätzliche Feineinstellung bietet deutliche Vorteile bei der exakten Einstellung der Schnitttiefe, da sie mit Hilfe eines separaten Bedienelements betätigt werden kann, ohne den Tiefenanschlag manuell zu verschieben.
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Im Folgenden ist mit der Einstellung der Anschlagposition sowohl die Einstellung der Position des Maschinenteils, wenn das Maschinenteil an dem Tiefenanschlag anliegt, als auch eine Einstellung einer Position des Tiefenanschlags selbst relativ zum Führungskörper gemeint.
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Unter einem Arbeitswerkzeug ist ein nicht fest zur Hand-Werkzeugmaschine gehörendes Objekt zu verstehen, welches an der Werkzeugaufnahme anbringbar ist und mit dessen Hilfe ein unmittelbares Ziel der Hand-Werkzeugmaschine erreicht wird. So ist das Arbeitswerkzeug beispielsweise als ein Sägeblatt ausgebildet, um ein Werkstück zuzuschneiden oder zu zersägen.
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Der Antriebsmotor ist bevorzugt ein Elektromotor zum Antreiben der Werkzeugaufnahme und somit des Arbeitswerkzeugs. Er kann beispielsweise mit einem Akku betrieben werden.
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Der Führungskörper ist vorzugsweise eine Platte oder ein anderer Körper mit einer ebenen Oberfläche, und bildet dabei gleichzeitig eine Art Basis zum Anordnen bzw. Anbringen des Maschinenteils und der Anschlagführungseinrichtung. Der Führungskörper wird bei einer bezweckten Betätigung der Hand-Werkzeugmaschine an der Werkstückoberfläche entlang geführt, wobei die ebene Oberfläche an dem Werkstück anliegt.
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Das Maschinenteil ist eine schwenkbar mit dem Führungskörper verbundene Komponente der Hand-Werkzeugmaschine, an welcher der Antriebsmotor und die Werkzeugaufnahme angebracht sind. Dabei ist das Maschinenteil mittels einer Schwenkachse mit dem Führungskörper verbunden, um das an der Werkzeugaufnahme drehbar angeordnete Arbeitswerkzeug an und in das Werkstück zu führen.
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Als Tiefenanschlag im Sinne der Erfindung ist eine in seiner Position einstellbare Komponente zu verstehen, wobei die eingestellte Position eine Anschlagposition des Maschinenteils und dabei eine Schnitttiefe des Arbeitswerkzeugs in dem Werkstück definiert.
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Die Anschlagführungseinrichtung ist eine den Tiefenanschlag tragende Komponente, entlang welcher der Tiefenanschlag in eine gewünschte Position führbar und dort fixierbar ist. Die Anschlagführungseinrichtung ist fest mit dem Führungskörper verbunden.
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Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist das Fixierelement als eine gebogene Zahnstange ausgebildet. Somit kann der Tiefenanschlag mithilfe von an der Zahnstange befindlichen Zähnen in einer Position fixiert werden, in welche er zuvor verschoben wurde. Eine gebogene Zahnstange eignet sich besonders gut für eine stufenlose Einstellung einer Anschlagposition für das schwenkbare Maschinenteil.
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Nach einer zusätzlichen Ausführungsform ist an der Anschlagführungseinrichtung ein Einstellmittel zur Feineinstellung des Tiefenanschlags angeordnet. Das Einstellmittel ist vorzugsweise manuell zu betätigen und/oder drehbar ausgebildet. Mittels des Einstellmittels ist auch eine Bedienung der Feineinstellung örtlich und funktionell unabhängig von der Grobeinstellung möglich.
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Darauf aufbauend ist das Einstellmittel vorzugsweise mittels eines Gewindetriebes mit dem Fixierelement verbunden. Beispielsweise ist das Fixierelement mittels Drehens des Einstellmittels entlang der Anschlagführungseinrichtung bewegbar. Somit erfolgt eine kontrollierte Feineinstellung der Anschlagposition bzw. der Schnitttiefe, vorzugsweise innerhalb eines Intervalls von kleiner/gleich zwei Millimetern.
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Nach einer weiteren Ausführungsform ist das Einstellmittel drehfest mit einem Gewindebolzen verbunden, welcher in eine in dem Fixierelement angeordnete Gewindebohrung eingreifend angeordnet ist. Mittels Betätigung des Einstellmittels wird der Gewindebolzen gedreht, wodurch eine zum Gewindebolzen axiale Verschiebung des Fixierelements bewirkt wird. Die Feineinstellung ist dadurch besonders einfach und genau vornehmbar.
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Erfindungsgemäß vorteilhaft ist das Einstellmittel als ein Rädchen ausgebildet, welches zumindest teilweise aus der Anschlagführungseinrichtung herausragt. Somit wird das Fixiermittel mit Hilfe des als Stellrad fungierenden Rädchens bewegt. Mittels des Rädchens ist die Feineinstellung besonders einfach und komfortabel durchführbar, zum Beispiel weil es sich mit nur einem Finger bedienen lässt
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Dabei ist das Einstellmittel bevorzugt mit einer Außenkontur ausgebildet. Die Außenkontur ist dabei vorzugsweise auf einer radial ausgerichteten Außenfläche des Einstellmittels angeordnet. Dabei umfasst die Außenkontur beispielsweise einen griffigen Außenkranz. Besonders bevorzugt ist die Außenkontur mit mehreren axial verlaufenden Nuten ausgebildet. Mittels der Außenkontur ist eine sichere Bedienung des Einstellmittels gewährleistet, bei der ein Abrutschen vermieden wird.
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Nach einer besonderen Ausführungsform umfasst der Tiefenanschlag ein Arretierelement, welches zwischen einer ersten Position, in welcher die Werkzeugaufnahme frei drehbar ist, und einer zweiten Position, in welcher die Werkzeugaufnahme drehfest arretiert ist, überführbar ausgebildet ist. Dadurch wird beispielsweise der technische Vorteil erreicht, dass bei einer eingestellten Anschlagposition des Maschinenteils die Werkzeugaufnahme arretierbar und somit ein einfacher und schneller Wechsel des Arbeitswerkzeugs möglich ist. Aufgrund der Tatsache, dass das Schaltelement und das Arretierelement voneinander unabhängige Betätigungseinrichtungen sind, können sie auch entsprechend unabhängig voneinander geschaltet werden. Zudem kann die Funktion des Arretierelements dazu genutzt werden, jede beliebige Schnitttiefe mit deutlich reduzierter Verletzungsgefahr nachzuprüfen, da mit der Werkzeugaufnahme auch das Arbeitswerkzeug in jeder einstellbaren Position arretierbar ist.
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Nach einer weiteren Ausführungsform weist das Maschinenteil mindestens ein Arretiermittel auf, welches mittels des Arretierelements und mindestens eines Verstellelements in eine Sperrstellung überführbar ist, bei welcher die Werkzeugaufnahme drehfest arretiert ist. Dabei ist das Arretiermittel vorzugsweise genau dann in der Sperrstellung angeordnet, wenn das Arretierelement in die zweite Position überführt ist. Mittels des Verstellelements wirkt eine Zug- oder Druckkraft auf das Arretiermittel, wodurch dieses in die Sperrstellung überführt wird. Auf diese Weise erfolgt eine einfache und schnelle Arretierung der Werkzeugaufnahme.
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Das Verstellelement ist hier vorzugsweise als ein Magnet oder eine Druckfeder ausgebildet. Dabei ist der Magnet vorzugsweise als ein Permanentmagnet gestaltet. Die Druckfeder ist bevorzugt an einem Bolzen befestigt und dazu ausgebildet, ein Rastmittel an das Arretiermittel zu drücken. Es sind aber auch weitere Ausbildungen des Verstellelements möglich.
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Hinsichtlich eines weiteren Aspektes der vorliegenden Erfindung wird die Lösung der Aufgabe durch ein Verfahren zum Einstellen einer Anschlagposition einer Hand-Werkzeugmaschine gemäß einer der vorausgehenden Ausführungsformen gelöst. Demnach umfasst das Verfahren die Schritte: Überführen des Tiefenanschlags in eine Fixierposition, Fixieren des Tiefenanschlags an dem Fixierelement, und Bewegen des Fixierelements mit dem Tiefenanschlag und dabei Überführen des Tiefenanschlags in die Anschlagposition.
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Die Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens entsprechen in ähnlicher Form den Vorteilen der erfindungsgemäßen Hand-Werkzeugmaschine, durch welche beispielsweise ein einfache Grob- und Feineinstellung der Anschlagposition realisierbar ist.
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Nach einer besonderen Ausführungsform erfolgt das Fixieren durch ein Überführen des Schaltelements in die zweite Schaltposition. Mit anderen Worten, das Fixieren des Tiefenanschlags an dem Fixierelement erfolgt mittels Überführens des Schaltelements von der ersten in die zweite Schaltposition. Das Fixieren ist somit äußerst einfach und komfortabel durchführbar.
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Erfindungsgemäß vorteilhaft greift bei dem Fixieren das Rastelement des Tiefenanschlags rastend in das Fixierelement ein. Wie bereits erwähnt, ist das Rastelement dabei vorzugsweise mit Zähnen ausgebildet, welche in das bevorzugt als Zahnstange ausgebildete Fixierelement eingreifen. Dadurch wird eine besonders stabile Verbindung zwischen Fixierelement und Rastelement, und damit zwischen Fixierelement und Tiefenanschlag, gewährleistet.
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Ferner erfolgt bei dem Bewegen des Fixierelements vorzugsweise ein Verschieben des Fixierelements entlang der Anschlagführungseinrichtung. Wie bereits erwähnt, erfolgt die Feineinstellung somit völlig unabhängig von der Grobeinstellung der Anschlagposition bzw. der Einstellung der Fixierposition.
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Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform erfolgt das Bewegen des Fixierelements durch ein Betätigen des Einstellmittels. Das Einstellmittel ist vorzugsweise, wie bereits ausgeführt, manuell zu betätigen und/oder drehbar ausgebildet und ermöglicht eine örtlich und funktionell von der Grobeinstellung unabhängige Feineinstellung.
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Aus der nachfolgenden Detailbeschreibung und der Gesamtheit der Patentansprüche ergeben sich weitere vorteilhafte Ausführungsformen und Merkmalskombinationen der Erfindung.
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Figurenliste
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Die zur Erläuterung des Ausführungsbeispiels verwendeten Zeichnungen zeigen:
- 1 eine perspektivische Teilansicht einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Hand-Werkzeugmaschine,
- 2a das Detail II gemäß 1 im Ausgangszustand in einer Vorderansicht,
- 2b das Detail II gemäß 1 im Ausgangszustand in einer Rückansicht,
- 2c eine Rückansicht des Details II gemäß 1 mit einem in eine Fixierposition überführten Tiefenanschlag,
- 2d eine Rückansicht des Details II gemäß 1 mit einem an einem Fixierelement fixierten Tiefenanschlag,
- 2e eine Rückansicht des Details II gemäß 1 mit einem in eine Anschlagposition überführten Tiefenanschlag, und
- 3 einen Ablaufplan für ein Verfahren zum Einstellen einer Anschlagsposition einer erfindungsgemäßen Hand-Werkzeugmaschine.
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Grundsätzlich sind in den Figuren gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen.
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Wege zur Ausführung der Erfindung
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Die 1 zeigt eine Hand-Werkzeugmaschine 100, welche ein Maschinenteil 102, einen Führungskörper 104 und eine Anschlagführungseinrichtung 106 aufweist. Dabei umfasst das Maschinenteil 102 mehrere - hier nicht dargestellte - Komponenten, wie eine Werkzeugaufnahme mit einem aufgenommenen Arbeitswerkzeug, sowie einen Antriebsmotor zum Antreiben der Werkzeugaufnahme. Das Maschinenteil 102 ist mit dem Führungskörper 104 mittels einer - hier nicht dargestellten - Schwenkachse schwenkbar verbunden. An dem Führungskörper 104 ist die Anschlagführungseinrichtung 106 fest angeordnet. Die Anschlagführungseinrichtung 106 umfasst einen Führungsspalt 108, an dem ein Tiefenanschlag 110 verschiebbar angeordnet ist. Der Tiefenanschlag 110 hat ein Schaltelement 112, welches sich hier in einer ersten Schaltposition 114 befindet und von dieser in eine zweite Schaltposition 116 überführbar ist. Zudem weist die Anschlagführungseinrichtung 106 ein Einstellmittel 118 auf, hier als ein aus der Anschlagführungseinrichtung 106 herausragendes Rädchen ausgebildet.
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Mithilfe des Tiefenanschlags 110, des Schaltelements 112 und des Einstellmittels 118 ist eine Schnitttiefe der Hand-Werkzeugmaschine 100 bzw. eine Anschlagposition 120 einstellbar, an welcher das Maschinenteil 102 beim Schwenken in Richtung des Führungskörpers 104 an dem Tiefenanschlag 110 anschlagen soll. Die Anschlagposition 120 ist hier beispielhaft mit einer gestrichelten Linie angedeutet. Wie diese Anschlagposition 120 einzustellen ist, wird mithilfe der folgenden 2a bis 2e im Detail beschrieben.
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Der Tiefenanschlag 110 umfasst zusätzlich zum Schaltelement 112 ein Arretierelement 148. Das Arretierelement 148 befindet sich in einer ersten Position 150. In dieser ersten Position 150 ist die Werkzeugaufnahme frei beweglich. Das Arretierelement 148 kann manuell in eine zweite Position 152 überführt werden. In dieser zweiten Position 152 wird die Werkzeugaufnahme drehfest arretiert. Das Arretierelement 148 stellt somit ein von dem Schaltelement 112 völlig unabhängiges Funktionselement dar, welches eine Sicherheitsfunktion erfüllt.
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Die 2a zeigt die Anschlagführungseinrichtung 106 aus 1 in einer Vorderansicht, also in derselben Ansicht wie in 1. Auch hier sind der Führungsspalt 108, der Tiefenanschlag 110 mit dem Schaltelement 112, sowie das Einstellmittel 118 dargestellt. Die Anschlagposition 120 ist ebenfalls angedeutet. Zu Beschreibungszwecken sind auch eine Oberseite 122 und eine Unterseite 124 definiert. Der Tiefenanschlag 110 befindet sich hier in einer Ausgangsposition 126 nahe der Unterseite 124 der Anschlagführungseinrichtung 106. Die Ausgangsposition 126 ist ebenfalls mit einer gestrichelten Linie angedeutet.
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Um den Tiefenanschlag 110 in die Anschlagposition 120 zu bringen, sind drei Arbeitsschritte notwendig. Zuerst wird der Tiefenanschlag 110 manuell entlang der Anschlagführungseinrichtung 106 bzw. des Führungsspalts 108 verschoben, bis der Tiefenanschlag 110 in etwa die Anschlagposition 120 erreicht hat. Eine genaue Positionierung des Tiefenanschlags 110 an der Anschlagposition 120 ist in diesem ersten Arbeitsschritt noch nicht notwendig. In einem zweiten Arbeitsschritt wird der Tiefenanschlag 110 in der aktuell befindlichen Position, hier als Fixierposition 128 bezeichnet, fixiert. Die Fixierposition 128 ist ebenfalls mit einer gestrichelten Linie angedeutet. Das Fixieren des Tiefenanschlags 110 erfolgt mittels Überführens des Schaltelements 112von der ersten Schaltposition 114 in die zweite Schaltposition 116. In einem dritten Arbeitsschritt wird eine Feineinstellung des Tiefenanschlags 110vorgenommen, wobei dieser mittels Drehens des Einstellmittels 118 in die genaue Anschlagposition 120 überführt wird. Für eine verbesserte Bedienbarkeit ist das Einstellmittel 118 zudem mit einer Außenkontur 130 ausgebildet.
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Aus Nutzersicht ist der Einstellvorgang zum Einstellen der Anschlagposition 120 hinreichend beschrieben. Die Beschreibung der technischen Lösung, welche sich dahinter verbirgt, erfolgt anhand der folgenden 2b bis 2e. Dabei ist die Anschlagführungseinrichtung 106 im Folgenden in einer Rückansicht dargestellt, also als eine Ansicht der hier in 2a abgewandten Seite.
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Die 2b zeigt die Anschlagführungseinrichtung 106 aus den 1 und 2a in der Rückansicht. Von den in 2a dargestellten Komponenten sind hier wieder der Führungsspalt 108, der Tiefenanschlag 110 und das Einstellmittel 118 sichtbar. Auch die Positionen 120, 126 und 128, konkret die Anschlagsposition 120, die Ausgangsposition 126 und die Fixierposition 128, sind wieder beispielhaft angedeutet. Zusätzlich sichtbar ist nun insbesondere ein Fixierelement 132, hier als eine gebogene Zahnstange ausgebildet. Das Fixierelement 132 erstreckt sich parallel entlang des Führungsspalts 108. Außerdem ist zu sehen, dass der Tiefenanschlag 110 mit einem Führungshaltemittel 134 verbunden ist, hier mittels eines als Schraube ausgebildeten Verbindungselements 136. Dabei ist das Verbindungselement 136 durch den Führungsspalt 108 hindurchführend angeordnet, um den Tiefenanschlag 110 mit dem auf der gegenüberliegenden Seite der Anschlagführungseinrichtung 106 angeordneten Führungshaltemittel 134 zu verbinden. Dadurch ist der Tiefenanschlag 110 fest an der Anschlagführungseinrichtung 106 angebracht, dabei aber entlang des Führungsspalts 108 verschiebbar. Die Ansicht in 2b zeigt außerdem, dass der Tiefenanschlag 110 ein Rastelement 138 aufweist. Dieses Rastelement 138 ist mit dem Schaltelement 112 verbunden und dadurch in eine mit dem Fixierelement 132 verrastende Stellung überführbar.
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Ebenfalls erstmalig in 2b sichtbar ist ein Gewindetrieb 140, welcher das Einstellmittel 118 funktionell mit dem Fixierelement 132 verbindet. Dabei ist das Einstellmittel 118 drehfest mit einem Gewindebolzen 142 verbunden. Der Gewindebolzen 142 ist wiederum in eine in dem Fixierelement 132 angeordnete Gewindebohrung 144 eingreifend angeordnet. Mittels Drehens des Einstellmittels 118 ist das Fixierelement 132 somit entlang der Anschlagführungseinrichtung 106 bzw. entlang des Führungsspalts 108 bewegbar.
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Die 2c zeigt die Anschlagführungseinrichtung 106 der vorhergehenden Figuren in der bereits in 2b verwendeten Rückansicht. Sämtliche in 2b dargestellten Komponenten sind auch hier in 2c sichtbar. Allerdings ist der Tiefenanschlag 110 hier in 2c in die Fixierposition 128 überführt angeordnet, und zeigt die Anschlagführungseinrichtung 106 somit in einem Zustand nach dem oben beschriebenen ersten Arbeitsschritt. Der Tiefenanschlag 110 muss in diesem Moment noch vom Nutzer in der aktuellen Fixierposition 128 gehalten werden. Ein Loslassen würde eine Rückführung des Tiefenanschlags in seine Ausgangsposition 126 zur Folge haben.
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Die 2d zeigt die Anschlagführungseinrichtung 106 der vorhergehenden Figuren in der Rückansicht und mit den dargestellten Komponenten von 2c. Anders als in 2c ist das Rastelement 138 hier in 2d in die mit dem Fixierelement 132 verrastende Stellung überführt angeordnet. Dies entspricht einem Zustand der Anschlagführungseinrichtung 106 nach dem oben beschriebenen zweiten Arbeitsschritt, bei welchem das Schaltelement 112 in der bereits beschriebenen Weise betätigt wird. Der Tiefenanschlag 110 ist nun in der Fixierposition 128 verrastet bzw. fest angeordnet und kann somit vom Nutzer losgelassen werden.
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Die 2e zeigt die Anschlagführungseinrichtung 106 der vorhergehenden Figuren in der Rückansicht und mit den dargestellten Komponenten von 2d. Anders als in 2d ist der Tiefenanschlag 110 hier in 2e in die Anschlagposition 120 überführt angeordnet, und zeigt die Anschlagführungseinrichtung 106 somit in einem Zustand nach dem oben beschriebenen dritten Arbeitsschritt. Wie bereits ausgeführt, wird der Tiefenanschlags 110 in dem dritten Arbeitsschritt mittels Drehens des Einstellmittels 118 in die genaue Anschlagposition 120 überführt. Dabei wird konkret das Fixierelement 132 mittels des Einstellmittels 118 und des Gewindetriebs 140 angetrieben und gemeinsam mit dem verrasteten Tiefenanschlag 110 um eine Distanz 146 in Richtung der Oberseite 122 bewegt. Dabei entspricht die Distanz 146 dem Abstand zwischen der Fixierposition 128 und der Anschlagsposition 120.
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Die 3 zeigt einen Ablaufplan für ein erfindungsgemäßes Verfahren zum Einstellen einer Anschlagsposition einer erfindungsgemäßen Hand-Werkzeugmaschine, zum Beispiel der Hand-Werkzeugmaschine aus 1. Das Verfahren umfasst das Überführen 200 des Tiefenanschlags in eine Fixierposition, das Fixieren 210 des Tiefenanschlags an dem Fixierelement, und das Bewegen 220 des Fixierelements mit dem Tiefenanschlag und dabei Überführen des Tiefenanschlags in die Anschlagposition. Dabei entspricht das Überführen 200 dem ersten Arbeitsschritt, das Fixieren 210 dem zweiten Arbeitsschritt und das Bewegen 220 dem dritten Arbeitsschritt, wie oben beschrieben.
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Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Hand-Werkzeugmaschine miteinander kombinierbar sind. Keines der offenbarten Merkmale schließt die Kombination mit einem anderen Merkmal aus und einzelne Merkmalskombinationen stehen miteinander in Wechselwirkung und bilden synergetische Effekte aus.