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DE2021069A1 - AEthylen-Monochlortrifluoraethylen-Mischpolymerisat - Google Patents

AEthylen-Monochlortrifluoraethylen-Mischpolymerisat

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Publication number
DE2021069A1
DE2021069A1 DE19702021069 DE2021069A DE2021069A1 DE 2021069 A1 DE2021069 A1 DE 2021069A1 DE 19702021069 DE19702021069 DE 19702021069 DE 2021069 A DE2021069 A DE 2021069A DE 2021069 A1 DE2021069 A1 DE 2021069A1
Authority
DE
Germany
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copolymer
ethylene
monochlorotrifluoroethylene
units
vinyl monomer
Prior art date
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Granted
Application number
DE19702021069
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English (en)
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DE2021069C3 (de
DE2021069B2 (de
Inventor
Carlson Dana Peter
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
EIDP Inc
Original Assignee
EI Du Pont de Nemours and Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by EI Du Pont de Nemours and Co filed Critical EI Du Pont de Nemours and Co
Publication of DE2021069A1 publication Critical patent/DE2021069A1/de
Publication of DE2021069B2 publication Critical patent/DE2021069B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2021069C3 publication Critical patent/DE2021069C3/de
Expired legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F214/00Copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, each having only one carbon-to-carbon double bond, and at least one being terminated by a halogen
    • C08F214/18Monomers containing fluorine
    • C08F214/24Trifluorochloroethene
    • C08F214/245Trifluorochloroethene with non-fluorinated comonomers
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F10/00Homopolymers and copolymers of unsaturated aliphatic hydrocarbons having only one carbon-to-carbon double bond

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  • Medicinal Chemistry (AREA)
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  • Organic Chemistry (AREA)
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  • Organic Insulating Materials (AREA)

Description

E.I. DU PON(D DE NEMOURS AND COMPANY 10th and Market Streets, Wilmington, Delaware 19 898, V.St.A,
Äthylen-Monochlortrifluoräthylen-Mischpolymerisat
Die Erfindung betrifft Äthylen-Monochlortrifluoräthylen-Mischpolymerisate mit verbesserten Zugfestigkeitseigenschaften bei hohen Temperaturen. · .
Mischpolymerisate aus Äthylen und Monochlortrifluoräthylen sind aus der USA-Patentschrift 2 392 378 bekannt; diese Mischpolymerisate schmelzen jedoch bei Temperaturen unter 200° C. Ein Verfahren zur Herstellung höher schmelzender Mischpolymerisate aus diesen Monomeren ist in "European Polymer Journal", Band 3, 1967, Seite 120-144» beschrieben; aber diese höher schmelzenden Mischpolymerisate eignen sich nicht für Anwendungszwecke bei hohen Temperaturen, da sie bei hohen Temperaturen unzulängliche mechanische Eigenschaften, besonders unzulängliche Bruchdehnung, aufweisen. Ein Mischpolymerisat aus gleichen molaren Anteilen Äthylen und Monochlortrifluoräthylen, das bei 235° 0 schmilzt, hat z.B. bei Raumtemperatur eine Bruchdehnung von mehr als 150 $, bei 200° 0 aber nur noch eine Bruchdehnung von weniger als 32 ^, so dass es als Drahtüberzug,
... . : - τ - .; 109848/1586
AD-4412-RR
der Temperaturen von 200 0 aushalten muss, wertlos ist.
Die Erfindung betrifft Äthylen-Monochlortrifluoräthylen-Mischpolymerisate mit verbesserten Hochtemperatureigenschaften, besonders Zugfestigkeitseigenschaften* Diese Mischpolymerisate enthalten 40 bis 60 Molprozent Äthylen, 60 bis 40 Molprozent Monoohlortrifluoräthylen und eine die physikalischen Eigenschaften verbessernde Menge an einem mischpolymerisierbaren Vinylmonometfen, das keine telogene Aktivität aufweist und in das Mischpolymerisat eine Seitenkette mit mindestens zwei Kohlenstoffatomen einführt, die nur einfache Bindungen zwischen Elementen aufweist oder im wesentlichen aus einem aromatischen Ring besteht.
Als "mischpolymerisierbar" wird das Vinylmonomere. bezeichnet, wenn es imstande ist, durch seine Vinylgruppe einen integrierenden Bestandteil der Hauptpolymerisatkette zu bilden. Das Vinylmonomere darf daher die Misehpolymerisationsreaktion nicht verhindern. ·
Die Forderung, dass das Vinylmonomere keine telogene Aktivität aufweisen darf, bedeutet, dass es nicht zu einem solchen Ausmass als Kettenübertragungsmittel wirken darf, dass das Molekulargewicht des Mischpolymerisats dadurch in unerwünschter Weise begrenzt wird. Im allgemeinen haben die Mischpolymerisate gemäss der Erfindung ein Molekulargewicht, das einer bei 260° C
unter einer Scherspannung von 0,455 kg/cm bestimmten Schmelz-
•5
viscosität von mindestens 5 x 10 Poise entspricht, damit sie ausreichende Zugfestigkeitseigenschaften aufweisen. Diese Mischpolymerisate sollen aber, um aus der Schmelze verarbeitbar zu sein, Sohmelzviscositäten von weniger als 5 x 10 Poise, bestimmt unter den·gleichen Bedingungen, haben.
Das Erfordernis, dass das Vinylmonomere eine Seitenkette von mindestens\zwei Kohlenstoffatomen aufweisen soll, ist eine andere Ausdrucksweise, um die Mindestsperrigkeit der Seitenkette
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AD-4412-RR /V
zu beschreiben. Wenn die Seitenkette diese Mindestsperrigkeit aufweist, ergibt sich daraus eine Verbesserung der Zugfestigkeitseigenschaften bei hohen Temperaturen; Wenn die Seitenkette jedoch nicht diese Mindestsperrigkeit aufweist, erhält man eine entsprechende Verbesserung nicht. Es ist anzunehmen, dass die Art und Weise, wie Poly-(äthylen-monochlortrifluorä'thylen) aus der Schmelze kristallisiert, zur Unzulänglichkeit der Zugfestigkeitseigenschaften bei hohen Temperaturen führt. Die durch das Vinylmononiere beigetragene sperrige Seitenkette stört, wie angenommen wird, diese Art der Kristallisation. Die Seitenkette der für die Erfindung geeigneten Vinylmonomeren kann weiter dahin definiert werden, dass sie zwischen Elementen in der Seitenkette nur Einfachbindungen aufweist oder im wesentlichen aus einem aromatischen Kern besteht. In typischer Weise ist die Vinylgruppe des Vinylmonomeren eine Fluorkohlenstoff- oder Kohlenwasserstoffgruppe *
Unter diesen Gesichtspunkten für die Auswahl des Vinylmonomeren bieten sich dem Fachmann zahlreiche Monomere an, die zur Herstellung der Mischpolymerisate gemäss der Erfindung verwendet werden können. Beispiele für solche Vinylmonomeren sind die fluorsubstituierten Vinylmonomeren der allgemeinen Formeln
R-CF=CF2 und ROCF=CF2 ,
worin R eine organische Gruppe bedeutet, die cyclisch oder I acyclisch sein kann und/oder einen aromatischen Kern enthalten kann, und die 2 bis 8 Kohlenstoffatome aufweist. Im allgemeinen ist die organische Gruppe hochgradig fluorsubstituiert, d.h. sie weist mindestens ein Fluoratom an jedem Kohlenstoffatom auf. Die Verbindungen können aber auch andere Atome, wie Chloratome, als Monosubstituenten an einem Kohlenstoffatom aufweisen. Wasserstoff kann in der Gruppe in einer Stellung enthalten sein, in der er im wesentlichen inert ist, wie in der W-Stellung als Teil der Gruppe -CF2H oder als Teil der Gruppe -CIU. Ebenso können die Verbindungen andere Atome, wie Schwefel und Stickstoff, in einem inerten Rest enthalten.
■ ■ . _ 5 _ - ■ ■ ■
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, AD-4412-RR
Beispiele für fluorsubstituierte Vinylmonomere, die.erfindungsgemäss verwendet werden können, sind die fluorsubstituierten a-Monoolefine, wie Perfluorbuten-(1), Perfluorpenten-( 1), Perfluorhepten-(1) und <a-Hydroperfluorocten-(1), sowie die fluorsubstituierten Vinyläther der· allgemeinen Formel XGF2(CF2Jn-OCF=CP9, in der X ein Fluor-, Wasserstoff- oder Chloratom bedeutet und η eine ganze Zahl von 1 bis 7 ist. Beispiele für solche Vinyläther sind Perfluor-(äthylvinyläther), Perfluor-(propylvinyläther)- und 3-Hydroperfluor-(propylvinyläther). Ein anderer fluorsubstituierter Vinyläther, der verwendet werden kann, ist Perfluor-2-methylen-4-methyl-1,3-dioxolan), das in der USA-Patentschrift 3 308 107 beschrieben ist.
Die organische Gruppe (R) braucht nicht hochgradig fluorsubstituiert zu sein, wenn man auf ein gewisses Ausmass an Wärmebeständigkeit des Mischpolymerisats verzichten kann. Beispiele für nicht hochgradig fluorsubstituierte Monomere, die erfindungsgemäss verwendet werden können, sind die Fluorkohlenwasserstoff -vinylmonomeren mit fluorsubstituierter Vihylgruppe und die Kohlenwasserstöff-vinylmonomeren mit fluorsubstituierter Vinylgruppe, z.B. die Monomeren der Zusammensetzung CF,(CF2)J11CH2OGF=CF2, worin m eine ganze Zahl von 0 bis 6 bedeutet, und der Zusammensetzung CH,(CH2)n0CF=CF2, worin η eine ganze Zahl von 1 bis 7 bedeutet. Diese Vinyläther werden durch _ Umsetzung des entsprechenden Natriumalkoholats mit Tetrafluor-™ äthylen unter den in der USA-Patentschrift 3 159 609 beschriebenen Bedingungen hergestellt. Beispiele für diese Vinyläther sind n-Butyl-trifluorvinyläther und 2,2,3,3,3-Pentafluorpropyltrifluorvinylather\
Beispiele für Vinylmonomere, bei denen die Seitenkette aroma-, tisch ist, sind Per fluor styrol, Pentafluorstyrol und <x,ß,ß'-Trifluorstyrol.
Weitere Vinylmonomere, bei denen die Vinylgruppe eine Kohlenwasserstoff gruppe ist, und die erfindungsgemäss verwendet wer-
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den können, sind die Vinylmonomeren der allgemeinen Formeln
: X X ■■■.■:■■
R1OH2C = CH2. und ' R2OCH2C = CH2 ,
worin R und R Perfluoralkylgruppen oder Chlorfluoralkylgruppe.n mit 1 bis 7Kohlenstoffatomen bedeuten und X ein Wasserstoffatom oder eine Methylgruppe bedeutet. Die einfachsten dieser Vinylmonomeren werden durch Umsetzung von Hexafluoraceton mit Propylen in Gegenwart von Aluminiumchlorid bzw. durch Umsetzung von Hexafluoraeeton mit Allylbromid in Gegenwart von Oaesiumfluorid hergestellt. Eine weitere Beschreibung von Vinylmonomeren dieser allgemeinen Formeln sowie eines Ver-' fahrens zur Herstellung derselben findet sich bei Khunyants, Bull. Acad. Sei., USSR, DiV, Chem. Sei., 355 (1962), sowie in der niederländischen Offenlegungsschrift 6 602 167. Typische
1 2
Gruppen R und R. für diese Monomeren sind die Perfluoralkylgruppen, wie CF^GF0CP0- und (CF,)OCF-, sowie die Chlorfluor-
j c. c. ■ .Po-
alkylgruppen, wie (CClF2)2CF. R kann auch ein sekundärer oder tertiärer halogensubstituierter Alkoholrest sein, wie die Gruppe -(CClF2)2C0H oder -(CF^)2COH, .wie sie in der USA-Patentschrift 3 444 148 beschrieben sind. Beispiele für diese Vinylmonomeren sind 4>4,4-Trifluorbuten-(i), 4,4,5,5,5-Pentafluorpenten-(i), 1,1,1-Trifluor-2-(trifluormethyl)-4-penten-2-ol,· 1-Chlor-1,1-difluor-2-(monochlordifluormethyl)-4-penten-2-ol, 1,1,1-Trifluor-2-(trifluormethyl)-4-methyl-4-penten-2-ol, 4-(Trifluormethyl)-4,5,5,5-tetrafluorpenten-(1), Allyl-heptafluorisopropyläther, Allyl-1^-dichlorpentafluorisopropyläther, Allyl-heptafluorpropyläther, Allyl-pentafluoräthyläther und 2-Methylallyl-heptafluorisopropyläther.
Die Menge des Vinylmonomeren, die in dem Mischpolymerisat erforderlich ist, um eine die Zugfestigkeit bei hohen Temperaturen, z.B. bei 200 C> verbessernde Wirkung zu erhalten, riehtet sich nach dem jeweiligen Vinylmonomeren. Im allgemeinen benötigt mein zur Erzielung eines gegebenen Ausmasses/der Verbesserung um so weniger Vinylmonomeres, je sperriger die Sei-
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tenkette ist. Auf daa bevorzugte Ergebnis bezogen, soll die Menge des in das Mischpolymerisat einpolymerisierten Vinyl-Kionorneren das entstehende Mischpolymerisat befähigen, wenn es in Form eines Überzuges auf einem Draht um 180 um einen Dorn mit einem Durchmesser von 1,9 cm gewickelt wird und die beiden herabhängenden Enden des Drahtes mit je einem Gewicht von 0,908 kg belastet werden, in dieser Lage bei mindestens 200° 0 mindestens 120 Stunden auszuhalten, ohne zu reissen. Man kann dann sagen, dass das Mischpolymerisat die Dornprüfung besteht. Wenn im Gegensatz dazu Poly-(äthylen-monochlortrifluoräthylen) in der gleichen Weise untersucht wird, reisst es bereits bei 15Ό0 0. Die Menge an Vinylmonomerem, die erforderlich ist, um· eine die .Zugfestigkeitseigenschaften verbessernde Wirkung hervorzubringen, beträgt im allgemeinen 0,1 bis 10 Molprozent. Vorzugsweise beträgt die Menge des Vinylmonomeren in dem Mischpolymerisat 1 bis 6 Molprozent. Der molprozentuale Anteil des Vinylmonomeren bezieht sich auf die Gesamtmolzahl aus Äthylen und Monochlortrifluorethylen.
Hinsichtlich des Gehalts des Mischpolymerisats an Äthylen und an Monochlortrifluoräthylen beträgt der Äthylengehalt 40 bis 60 Molprozent, und der Monochlortrifluoräthylengehalt beträgt dementsprechend (auf 100 ergänzt) 60 bis 40 Molprozent. Wenn das Mischpolymerisat mehr oder weniger Monochlortrifluoräthyleneinheiten enthält, vermindern sich seine Zugfestigkeit und seine Durchschneidefestigkeit in unerwünschter Weise. Vorzugsweise enthält das Mischpolymerisat 45 bis 55 Molprozent . einer jeden dieser beiden Monomereinheiten. Im allgemeinen bestehen die Mischpolymerisate gemäss der Erfindung im wesentlichen aus abwechselnden Äthyleneinheiten und Monochlortrifluoräthyleneinheiten, zwischen denen die Einheiten des Vinylmonomeren regellos verteilt sind.
Die Menge der in dem Mischpolymerisat enthaltenen Vinylmonomereinheiten eoll den Schmelzpunkt nicht unter 215° C und vorzugsweise nioht unter 225° 0 herabsetzen. Der Anteil an Äthylenein-
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he±ten und an Monochlortrifluoräthyleneinheiten soll so bemessen sein, dass der Schmelzpunkt des Mischpolymerisats, wenn es keine Einheiten des dritten Monomeren enthielte, mindestens 230° 0 /betragen würde. Die hier angegebenen Schmelzpunkte werden durch thermische Differentialanaiyse bei einer Erwärmungsgeschwindigkeit von 15° C/Min. bestimmt, wobei das Minimum der Kurve als Schmelzpunkt angesehen wird. '
Die Identifizierung der Mischpolymerisate gemäss der Erfindung nach ihrem Monomergehalt bezieht sich auf die Monomereinheiten, die bei der Mischpolymerisation der Monomeren unter Bildung des^ Mischpolymerisats zusammentreten.
Die Mischpolymerisate gemäss der Erfindung können durch nichtwässrige Polymerisation nach dem in der oben genannten Arbeit in "European Polymer Journal" beschriebenen Verfahren hergestellt werden. Damit das Mischpolymerisat einen Schmelzpunkt von mehr als 200° C aufweist, soll die Polymerisationstemperatur unter 20° G und vorzugsweise unter 10° G liegen. Eine gute Kombination von Eigenschaften (mit Ausnahme der mechanischen Hochtemperatureigenschaften) erhält man bei Polymerisationstemperaturen von -10 bis +10° C.
Das so erhaltene Mischpolymerisat kann verwendet werden, um Erzeugnisse, wie Folien, Stäbe, Rohre, aus der Schmelze herzustellen. Das Mischpolymerisat lässt sich auch aus Lösung vergiessen» Das Mischpolymerisat eignet sich besonders zum Überziehen von Drähten, die hohen !Temperaturen ausgesetzt werden sollen.
In die Mischpolymerisate gemäss der Erfindung können verschie- ' dene Bestandteile eingearbeitet werden, um ihre Eigenschaften für bestimmte Anwendungszwecke zu verbessern. So können die Mischpolymerisate z.B. Farbstoffe und teilchenförmige Füllstoffe enthalten. Die Mischpolymerisate können auch mit Glasfasern verstärkt werden, indem man die Glasfasern mit einem
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Kupplungsmittel, z.B. einem mit Wasser hydrolysierbaren Organosilan oder den in der canadischen Patentschrift 746 071 beschriebenen, silanmodifizierten Mischpolymerisaten aus Olefinen und Säurehalogeniden, beschichtet, sie dann trocknet und sie mit dem geschmolzenen Mischpolymerisat zusammenbringt und zu einem Formpulver oder Formkörper verarbeitet. Typische Organosilane sind die aminofunktionellen Silane und die epoxyfunktionellen Silane, wie γ-Aminöpropyltriäthqxysilan, Aminophenyl-triäthoxysilan und N~(n-Propyltrimethoxysilyl)-äthylendiamin. Das Mischpolymerisat enthält die mit dem Kupplungsmittel überzogenen Glasfasern in Mengen von 5 bis 50 Gewichtsprozent, bezogen auf die Gesamtgewichtsmenge des verstärkten Kunststoffs» Die Bindung zwischen den Glasfasern und dem Mischpolymerisat ist in dem Sinne hydrolysebeständig, dass sie mindestene 24 Stunden die Einwirkung von siedendem Wasser bei 100° 0 aushält.
In den folgenden Beispielen beziehen sich Teile und Prozentwerte, falls nichts anderes angegeben ist, auf das* Gewicht.
Beispiele 1 bis 9
Diese Versuche werden in einem 1 1 fassenden Rührautoklaven aus rostfreiem Stahl durchgeführt. Der Autoklav wird bei allen Versuchen durch Umlaufenlaösen von Kühlsole durch seinen Mantel auf 0° C gehalten.
Die Versuche werden nach dem folgenden Verfahren durchgeführt: Der Autoklav wird evakuiert und dreimal mit Stickstoff gespült. Dann wird er mit 500 ml 1,1,2-Trichlor-1,2,2-trifluoräthan zusammen mit dem dritten Monomeren (falls ein solches verwendet wird, und mit der gewünschten Menge Chloroform zur . Molekulargewichtesteuerung beschickt. Der Rührer wird in Gang ' gesetzt und auf 1000 U/Min, eingestellt. Dann wird der Autoklav dreimal hintereinander mit Stickstoff auf einen Druck von 3»5 atü gebraoht und auf Atmosphärendruck entspannt, um alle
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AD-4412-Iffi J
gelöste Luft aus dem 1,1,2-TrIChIOr-T^,2-trifluoräthan zu entfernen. Hierauf wird der Autoklav auf 0° G gekühlt und mit der' gewünschten Menge Monochlortrifluoräthylen und Äthylen beschickt. Hierauf setzt man eine lösung von Trichloracetylperoxid in 1,1,2-Trichlor-1,2,2-trifluoräthan (0,02 g/ml) zu. Man lässt die Polymerisation fortschreiten, bis der Druck um 1,05 bis "1,4· kg/cm gesunken ist. Dann wird die Polymerisatauf-Bchlämmung aus dem Autoklaven ausgetragen und auf einem groben Glasf/rittenfilter abfiltriert. Der Filterkuchen wird zweimal in einem Mischer mit 500 ml 1,1,2-Trichior-i,2,2-trifluoräthan gewaschen, dann zerkleinert und Übernacht im Vakuumofen im Stickstoffstrom bei 110 bis 125° C getrocknet. Die Polymerisationsbedingungen und Ergebnisse sind in ,Tabelle I zusammengefasst.
Die Schmelzviscositäten der Polymerisate werden bei 260° G und einer Scherspannung von 0,455 kg/cm -bestimmt. Durch Formpressen in einer Presse bei 250 bis 260° G werden Folien aus den Polymerisaten hergestellt, die man unter Druok erkalten lässt. Die Schmelzpunkte werden mit dem thermischen Differentialanalysiergerät von Du Pont (Modell 900) bei einer Erwärmungs-, geschwindigkeit von 15° G/Min, bestimmt. Das Minimum der Kurve wird als Schmelzpunkt angesehen. Die Zusammensetzung der Polymerisate wird durch Kohlenstoff-, Wasserstoff- und Chloranalyse ermittelt. Der Gehalt an dem dritten-Monomeren wird nicht direkt bestimmt; die Einlagerung des dritten Monomeren ergibt sich jedoch durch eine Schmelzpunktserniedrigung und aus der Ultrarot-Absorptionsbande. Die Anwesenheit des dritten Monomeren im Beispiel 6 wird durch das Ultrarotspektrum bestätigt. Die OH-Gruppe in dem dritten Monomeren erzeugt in dem Spektrum des Mischpolymerisats eine Bande bei 3600 cm . Die Zugfestigkeitseigensohaften werden gemäss der ASTM-Prüfnorm · D-1457 an Mikroproben bestimmt, di.e aus den durch Formpressen hergestellten Folien ausgeschnitten worden sind.
- 9 "
109848/1SÖ6 Jiö;:
AD-4412-RR
Die Eigenschaften der gemäss Tabelle I hergestellten Mischpolymerisate sind in Tabelle II angegeben. Eigenschaften von typischen Mischpolymerisaten aus Monoohlortrifluoräthylen und Äthylen mit Schmelzviscositäten von 6,5 bis 44,6 χ 10 Poise bei 260° 0 ergeben sich aus den Beispielen 1 bis 3· Man sieht, dass die Bruchdehnungen aller dieser Mischpolymerisate bei 200° 0 unter 100 liegen. Andererseits haben die aus drei Monomeren hergestellten Mischpolymerisate der Beispiele 4 bis 9> die den gleichen Bereich an Schmelzviscositäten aufweisen, bei 200° 0 Bruchdehnungen von 170 bis 370 i»\ Die aus drei Monomeren hergestellten Mischpolymerisate haben bei Raumtemperatur ähnliche Bruohdehnungen (150 bis 200$) wie das aus zwei Monomeren hergestellte Mischpolymerisat. Die Streckgrenze der aus drei Monomeren hergestellten Mischpolymerisate bei Raumtemperatur ist jedooh etwas*höher als diejenige des aus zwei Monomeren hergestellten Mischpolymerisats«
-TO-109848/1586
AIM41 2-fiR OTPE*
g
Ta b e 11 e I - ·. Xthylen-Monochlortrifluoräthylen*
Mischpolynierißaten
g form, ml Drittes
Monomeres
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♦ P-113 = 1*1,2-Trichlor-l,2,2-trifluoräthan
OTPE β Monochlortrifluoräthylen %
TCAP « Triohloracetylperoxid
A.» Perfluorpropyl-perfluorvinylätlier; B = 1,1, i~Trif luor-2-(trifluormethyl)-4-penten-2-öli C « Allyl-heptafluorisopro-
pylather.
# Temp·, 0C Tabelle I - (PortSetzung) * Zeit, 64 Polymerisat-
Bei -1 bie 0 Anfange 1098A8 End druck, atü Min« 60 ausbeute, g
spiel 0 ·' 1 druck, atU 4,2 95 44,2
1 -1 μ 2 5,2 5,7 100 48,3
2- 0 M 2 6,7 3,4 127 63
3 O » 1 4,8 3,1 162 60
4 0 M 1 4,3 5,8 79 74,2 ·
5 -1 \ " 0 6,9 5,3 84 75,5
6 • ο! 6,3 5,7 62 56,4
7 0 6,7 5,4 50,5
8 6,3 15,7 50,2
9 6,7 11 -
/1586
AD-441 2-RR Tab ft II Eigenschaften der Äthylen-Monochlortrifluoräthylen-
Mischpolymerisate
O ο,' Analyse Cl, # CTFE**, - Sohmelz-
viscosität
F, 0C***
eile 33,0 H, °/o _ - χ 10"^ P 235
Bei 33,3 2,7 - 50,5 , - ■ ' (260° C) 240
spiel 32,2 3,0 24,6 49,8 6,5 235
1 33,5 2,5 24,4 52,6 - 20,9 228
2 32,2 3,1 22,5 (85,76 - ? 44,6 232
3 3.3,5 2,6 - 7,3 234
4 33,2 3,0 - 23,2 226
'5 33,6 2,7 - 18,8 226
6 33,8 2,8 - 7,6 226
7 1nrn^fir 2,8 _ 31,6 32 1 ρΛ nVnirifr i «a
8 it (TPTt1TH 71
9 0 9/ s fliQciQ a
* Mn
nur auf Mischpolymerisate aus Monochlortrifluoräthylen und Äthylen anwendbar·
** Monochlortrifluoräthylen.
*** Minimum bei der thermischen Differentialanalyse.
- Fortsetzung der Tabelle II siehe Seite 13 -
- 12 -
109849/1586
AD-4412-RR bei Tat« II (Fortsetzung) Bruch
dehnung ,
Streck
grenze,
kg/cm2
bei 200° - C Bruch
dehnung,
°ß>
.Streck
grenze,
kg/cm^
Zugfestigkeitseigenschaften 172 18,7 Bruch
festig
keit,
kg/cm2
24
300 ϊ 1 1 e Raumtemperatur 113 16,-8 18,7 31
289 Bruch
festig
keit,
kg/cnr
160 16,5 16,8 55.
Bei
spiel
293 435 187 ' 13,9 16,5 159.
1 320 372 171 17,1 13,1 230
2 303 415 155 17,7 17,7 278
3 330 470 149 • 14,2 17,9 174
4 328 479 157 15,6 13,1 330
•5 310 460 192 13,8 t9,2 369
6 334 388 21,5
7 405
8 500
9
- 13 -
λ << -p. h >
1 098A8/15 8$

Claims (3)

  1. ft
    E.I. du Pont de Nemours 29. April 1970
    and Company AD-4412-RR
    Patentansprüche
    ™ 1. Mischpolymerisat aus 40 bis 60 Molprozent Äthylen und 60 bis 40 Molprozent Monochlortrifluorethylen, dadurch gekennzeichnet, dass es eine die· physikalischen Eigenschaften verbessernde Menge an einem mischpolymerisierbaren Vinylmonomeren enthält, das keine telogene Aktivität aufweist und in das Mischpolymerisat Seitenketten mit mindestens zwei Kohlenstoffatomen einführt, die entweder aromatisch sind, oder in denen die Elemente nur durch Eihfachbindungen untereinander gebunden sind.
  2. 2. Mischpolymerisat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es 45 bis 55 Molprozent Ithyleneinheiten und 45 bis
    ^ 65 Molprozent Monochlortrifluoräthyleneinheiten enthält.
  3. 3. Mischpolymerisat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Vinylmonomere ein Perfluor-(alkylvinyläther) ist, dessen Alkylgruppe 2 bis 8 Kohlenstoffatome aufweist.
    4· Mischpolymerisat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es bei 260° C eine Schmelzvisoosität von mindestens 5 x 10 Poise aufweist.
    .5· Mischpolymerisat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es jmit 5 bis 50 Gewichtsprozent Glasfasern verstärkt ist.
    ■> β ■
    - 14 -
    109848/1586
    AD-4412-RR Jfe
    ^•Mischpolymerisat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenkette aromatischer Natur ist oder die Elemente in der Seitenkette"nur 'durch einfache Bindungen aneinander gebunden sind.
    7/· Verfahren zur Herstellung der Mischpolymerisate gemäss An • spruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass man Äthylen, Monochlortrifluorfithylen und ein mischpolymerisierbares Vinylmonomeres mit einer Seitenkette mit mindestens zwei Kohlenstoffatomen, die entweder aromatisch ist, oder in der die Elemente nur durch einfache Bindungen aneinander . gebunden sind, in solchen Mengen der Mischpolymerisation unterwirft, dass man ein Mischpolymerisat aus 40 bis 60 Molprozent Xthyleneinheiten und 60 bis 40 Molprozent Mono chlortrifluoräthyleneinheiten sowie einer die physikalischen Eigenschaften verbessernden Menge an dem Vinylmonomeren erhält, das bei 200° C eine bessere Bruchdehnung aufweist als das entsprechende! nur aus Äthyleneinheiten und Monochlortrifluoräthyleneinheiten bestehende Mischpolymerisat.
    - 15 109848/1566
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